Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 49

»Der Biss des Zahnlosen«

1.3. 8.00 hoch. Milzspülung. Sodbrennen. Kalt, windig, Schauerneigung. Gegen die Morgensteifigkeit Rumpf- und tiefe Kniebeugen. Breakfast Haferbrei mit flüssigem Butterkern, Mocca double. Zu neuen Qualen ruft ein neuer Tag. Einchecken am Schreibtisch. Das übliche Gestottere. Immer noch keine Idee, wie der nächste Roman heißen soll. Vielleicht »Fenster auf Kipp«, haha, der mutmaßlich nichtssagendste Titel aller Zeiten. Ebenfalls sehr schwach: Müsli mit kleinen Apfelstückchen/Seelenvogel/Träume eines Clowns. Klassische Ein-Euro-Gags. Nachmittags Durchfall. Hirschwildbret mit Brotpfeffer in Madeira-Sauce. Abends Bier und »mit leerem Kopf« TV, Wiederholung des spanischen Dramas »Der Biss des Zahnlosen«. Beim zweiten Sehen viele »Details« entdeckt.

2.3. »Sat-1 Akte«: Reportage bzw. Test deutscher Reisebusunternehmen. Mit gut bewertet werden Geißler-Reisen (Eilenburg), Touristik Service Dietz, Hacker Touristik. Im Mittelfeld finden sich Reisedienst Orth, Schuy Exklusiv Reisen (Rosenheim), Aschenbrenner Bus-Touristik. Nur mit ausreichend bewertet: Mongo Tours (Köln), Reise Team Kaiser. Einziges Unternehmen, das mit mangelhaft bewertet wird, ist ausgerechnet der beliebteste Fernbus Deutschlands. Der Grund: Zwei von drei Flixbusfahrern onanieren während der Fahrt.

3.3. Schatulle ganz persönlich: Ein Missstand, der mich rund eineinhalb Jahre fast in den Wahnsinn getrieben hat: Auf meiner (Haupt-)Fernbedienung im Wohnzimmer ist die Belegung wie folgt: rechts PROGRAMME, links VOLUME. Standardbelegung von, ich würde schätzen, 98 Prozent aller Fernbedienungen. Bei der Zwangsumstellung auf DVB-T2 im Frühjahr 2018 musste ich mir notgedrungen einen neuen Receiver für das TV-Gerät im SCHLAFZIMMER anschaffen, der Verkäufer hatte mir einen der Marke Technisat aufgeschwatzt. Und, mehr Pech kann ein einzelner Mensch nicht haben, die Belegung auf der dazugehörigen FB war GENAU UMGEKEHRT. Bedeutete oft mehrmals täglich umlernen; »umschalten«, im wahrsten Sinne des Wortes.

Kindereierpipileicht, easy, kein Problem, sollte man meinen. IST ES ABER. Es geht einfach nicht. Das menschliche Gehirn ist aus irgendwelchen neurophysikalischen oder wie das heißt Gründen nicht dafür gemacht. Ich vermute, dass selbst Schachweltmeister Carlssen bei dieser »Stellung« auf Granit beißen würde.

4.3. Weißwein. TV: »Geduld bringt Rosen«. Herzschmerz-Dramödie mit Helmut Zierl, der einen (vermeintlich) todkranken Forscher mimt. Zum Einschlafen in Ludwig Wittgensteins »Denkbewegungen« gestöbert: »Es ist mir immer fürchterlich, wenn ich denke, wie ganz mein Beruf von einer Gabe abhängt, die mir jeden Moment entzogen werden kann. Ich denke sehr oft, immer wieder, hieran und überhaupt daran, wie einem alles entzogen werden kann.«

5.3. Meldung in der »Bunten«, dass sich Kirk Douglas im Alter von 102 Jahren endlich hat sterilisieren lassen. Die Schatulle meint: Besser spät als nie.

Zu Hause einige Post gelesen und moussierenden Burgunder getrunken. Champignons in Weißwein, Prinzregententorte.

Schlaflos wg. Sodbrennen und burning feet. Harter Diss (selbst ausgedacht) gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet: Lasch, lascher, Laschet. Geil.

6.3. Impulskauf eines elektrischen Warzenvereisers, am frühen Abend Regenwürmer anatomiert. Erst um kurz nach 11.00 aufgewacht. Fast hätte ich meinen Termin (12.00) bei RA Dr. Stahlhut (Bestellung Grundschuld) versäumt. Treffe kurz vor zwölf in der Kanzlei ein, schön und tadellos gekleidet, wie ein Toter. Muss nur eine Unterschrift (mit hürneren Fingern) leisten, das war’s. Selbstgefälliger Gedanke: Nie die Mehrheit zählt, sondern immer und zu jeder Zeit nur die sehr wenigen, die anders sind.

7.3. Aufgeschnappt: »Gute Laune ist der Torf, auf dem die Leidenschaft wächst.«

8.3. Tuchmachermuseum in Bramsche besucht. Auf der Hinfahrt Stopp an der Raststätte Pottkieker-Ost. Brandneuer Slogan der Sanifair-Toilettenanlage: FAIR URINIEREN – DIE ERLEICHTERUNG SPÜREN. Gewagt, aber gut. Neue WC-Regel: So lange die Hände waschen, wie das Lied »Happy Birthday« dauert. Insgesamt fünf Sanifair-Pissscheine eingelöst (Maxi-King). Gut, dass die nicht verjähren! In Bramsche einen Mixed-Grill-Teller im Dual Kebab. Die Heimfahrt nebelfrei.

9.3. Vormittags Brainstorming:

  • Schnee ist der Regen der Eskimos
  • Bumslove: Liebe auf den ersten Fick
  • Triumph des Todes – Gerippe spielen zum Tanz

Zum Thee und Plundergebäck Fr. Bodenstein. Ihr Sohn erwägt, an die Boston University zu wechseln. Sie fragt um Rat. Abends nichts.

10.3. TV. Sylvia Wollny in »Diese Wollnys – eine schrecklich große Familie«: »Ich will nie wieder mit der Hand aus dem Mund zu leben.«

11.3. Schatulle ganz persönlich: Zuerst war ich noch naiv genug, anzunehmen, dass sich das Problem von alleine erledigen würde, es nur etwas Geduld (und vielleicht erhöhter Konzentration) bedarf, bis die Finger AUTOMATISCH den richtigen Weg finden. Haha, weit gefehlt, das Gegenteil (zumindest in meiner subjektiven Wahrnehmung) war der Fall: Mit jedem Umzug von einem Zimmer ins andere stieg die Fehlerquote. Wie viele Stunden (hochgerechnet sicher mehrere Tage) habe ich wohl mit »falschem Drücken« vergeudet? Und jeder abermalige »Griff ins Leere« ein winziger Stich, dafür aber mit Tausenden Nadeln.

So stellte sich Angst vor dem ach so geliebten TV-Spaß (mein Aufkommen beträgt i.d.R. 4 Stunden am Tag) ein, die  bittere Erkenntnis, dass es selbst für die Bedienung der schwarzen Kobolde nicht reicht. Dann sprang mir noch folgende Schlagzeile ins Auge: »DAS LETZTE STEINZEIT-VOLK DER ERDE ENTDECKT: SIE KÖNNEN NUR BIS ZWEI ZÄHLEN«. Passt, dachte ich.

12.3. Nachmittags im »Cafe 2 talk« eine neue Folge MOTIVATION HEUTE: Die meisten Menschen feiern Geburtstag, besondere Menschen feiern das Leben // Lebst du, um zu gewinnen, oder lebst du, um nicht zu verlieren // Du bekommst deine Welt nicht besser gemeckert

Der Schlüssel zum (TV-)Glück

13.3. Am Schreibtisch eingelocht. Klammere mich an den Gedanken, dass der Roman, den ich gerade schreibe, vielleicht besser ist, als ich glaube.

14.3. SCHATULLENUMSONSTSERVICE. Falls Sie zufällig Pudel heißen und einen Friseursalon betreiben: Friseur Pudel – Haare so farbenfroh wie ein Pudel.

15.3. Drei eklige Worte mit G: Gliederpuppe, Gelenkbus, Glibberfüße.

16.3. Google-Suchverlauf der letzten Tage: Frank schirmacher – altera hotel oldenburg – lieferservice hamburg luxus – dicke berta gexchütz – helmut zierl gewicht – insel hamburg disco – flughafen ahmburg absflug – fluhafwen hh – mobile navigation testsieger 2018 – centerfold auf deutsch – mongolischer hirte – sl r232 news – kalorien big mac – schlachterböre hamburg speisekarte – thomas melle raumforderung – motivation zeitschrift – sebastian fitzek – mature lady – major lady

17.3. Wie dumm/peinlich/bescheuert die meisten Menschen beim Fahrradfahren (mit oder ohne Helm) aussehen. Oder im Auto. Oder wie sie im Bus sitzen, Verkehrsmittel allgemein. Die ganze Wahrheit über Menschen.

18.3. Schlagzeilen (Auswahl): WEIL ER ZU LANGSAM LIEF: MANN SCHUBST RENTNER AUFS GLEIS // FRAU WIRFT KARTOFFELSACK AUF PLANSCHENDES KIND // MANN ZERQUETSCHT KIND (3) MIT AUTOSITZ.

19.3. Wer zufällig etwas Ficksahne übrig hat: Bei den »Modellen« Nissan Botox, Mitsubishi Galopper und Audi Herpes ist noch reichlich Luft im Tank.

20.3. Schatulle ganz persönlich: Was also tun? Auf normalem Wege (und was heißt hier schon normal) war dem Problem nicht beizukommen. Ich erwog bereits, große Zettel an den Endgeräten anzubringen (»ACHTUNG: LINKS PROGRAMM, RECHTS VOLUME!!«), aber was würden Besucher denken?

Jetzt gibt es bestimmt Leute, die das Ganze »lächerlich« finden. IST ES ABER NICHT. Was wäre, wenn ein Fahrradkurier vor jeder einzelnen Fahrt beide Reifen vollständig aufpumpen müsste? Nur eines von vielen (möglichen) Beispielen. Verrückt. Schrecklich.

Dann die (Zufalls-)Rettung: Die schlecht verarbeitete Technisat-FB fällt zu Boden und zerbricht in zwei Teile, die sich partout nicht mehr zusammenfügen/stecken/drücken lassen, auch kleben hilft nicht.

21.3. In-&-Out-Liste März.

In: Tiere in den Farben Eierschale und Indischgrün, Pflaumenkuchen mit Eis und Sahne und Pudding und Vanillesoße, Zahnseide.

Out: Gehörlosengottesdienst, nackte alte Männer, Schulden machen.

22.3. Tagesüber nichts, abends RTL-II Eigenproduktion VOM FLOTTI ZUM HOTTI: Zoey-Chayennes Weg von der kessen Biene zur Sexbombe

23.3. Weiter, weiter, immer weiter am Roman, Tempo machen. Mir gelingt eine ganz gute Passage: »Sie kennen sich seit einem Jahr, als sie ihn plötzlich fragt, welche Augenfarbe sie hat. Er ist ganz verdattert. Und tatsächlich weiß er die Antwort nicht. Blau, himmelblau, sagt sie mit Tränen in den Augen.«

24.3. Morgens Brille ins Klo gefallen. Durch den Tag geeiert. Gemischtwarenladen, nichts Zusammenhängendes hinbekommen, nur die ewigen Fragmente.

25.3. Hau rein ist Tango

26.3. Abends TV: »Grüner Tee mit Sauerampfer«. Helmut Zierl spielt auf seine unnachahmlich verschmitzte Art einen Hotelchef, dessen unehelicher Sohn  plötzlich auftaucht und für Ärger sorgt. Dazu drittel Flasche Ziegler-Exquisit Obstbrand (Himbeere) und Bier. Gegen burning feet Schüßler-Salz Nr. 12.

27.3. 7.30 auf. Morgensteifigkeit. Im Waschraum rasiert, Haarwäsche mit lauwarmem Bier. Thee, Rühreier, Toast. Danach bis in die Abendstunden stur mein Pensum »durchgepeitscht«.

28.3. Auf eine schnelle Wurst zu den Jungs von Willis Schwenk-Grill. Auf Willis gute Laune ist Verlass: »Alkoholismus ist der Imperialismus des kleinen Mannes.«

29.3. Alltagsfrage. Warum werden im Geschirrspülgerät eigentlich manchmal Teile nicht richtig sauber?

30.3. Schatulle ganz persönlich: Ich berichte meinem Nachbarn Herrn B. von dem Missgeschick. O-Ton Harald B: »Ich würde Ihnen raten, sich eine UNIVERSALFERNBEDIENUNG anzuschaffen.« Am besten eine des Marktführers »One for all«, ergänzt er. Gesagt, getan. Funktionierte von erster Inbetriebnahme an TADELLOS. Seit diesem Vorfall achte ich noch mehr als ohnehin schon auf die von mir sog. »lebensmaximierenden Maßnahmen«. Beispiele: In welchem Zustand ist der Wasserkocher? Denn auch ein altersschwacher, lahmer und somit erzlangsamer Wasserkocher kann einen in den Wahnsinn treiben. Weiter: Ist das Auto wenigstens zur Hälfte aufgetankt (besser natürlich vollgetankt)? Weiter: Sind RESERVEPACKUNGEN vorrätig? Undundundoderoderoder. Man hat es selbst in der Hand!

31.3. Gut: »Die Bahn älterer Menschen erschüttert zu sehen durch Liebe, gar Sex, scheint mir lächerlich, das Leben hat doch eine Bahn auch im Sinne einer Kurve, und der abnehmende Mond soll nicht tun, als könne er die ganze Welt noch in Silberglanz tauchen.« (F. J. Raddatz)

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
24.02.2020 Frankfurt, Henscheid TITANIC vs. Karneval – die endgültige Sitzung
25.02.2020 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt