Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intimschatulle 44

»Automaten – das moderne Glück«

1.10. Kühl, windig, Regen. Gedanke: »Herbst ist sowieso.« Tagsüber viel gearbeitet, abends dann endlich wohlverdiente TV-Entspannung: Nachkriegskomödie (1954) im MDR, »Laugeneck&Muckefuck«. Dazu ein Glas (alkoholfreien) Sekt.

2.10. Verstimmt aufgewacht, den ganzen Tag bedecktes Gemüt. Bedenklich fortschreitender Opaismus. Meyer-Schulau, mit dem ich mittags telefonierte, berichtete von einem Besuch in Honolulu. Im allgemeinen enttäuschten die Wunder der Welt. Honolulu von der Seeseite sei kein besonderer Eindruck. Wo er recht hat, hat er recht.

3.10. Seltener Fall von Schlagfertigkeit: Schanzenviertel, Schulterblatt/Ecke Susannenstraße. Unterschriftensammlung gegen die Rodung des Hambacher Forstes. Besonders öde und humorlos wirkende Ökos nötigen Passanten zur Unterschrift. Phantasielos gekleideter Jungöko, in meine Richtung plärrend: »Hallo, darf ich dich mal …« (allein schon das stumpfe Geduze; ich bin bald sechzig!). Ich, kurz, bellend, unbeirrt meinen Weg fortsetzend »FORST MUSS WEG«. Da hat es dem Trottel doch glatt die Sprache verschlagen.

4.10. Z.Zt. für mächtig Furore sorgt das Buch von Kollegah: »DAS IST ALPHA! Die zehn Boss-Gebote.« Die Fans des Bosses der deutschen Rapszene sind begeistert von seinem neuen Coup. DAS IST ALPHA ist Coach und Kumpel für Lauche (Weicheier, Schwächlinge, Anm. der Schatulle), die ihm »auf dem steinigen Weg der Bosshaftigkeit« folgen wollen. Hier ein paar begeisterte Stimmen (Original-Zitate aus Amazon-Rezensionen):

»Danke lieber Boss, für dieses geile Buch. Das Buch vermittelt einem lebenswichtige Grundlagen, wie man zum boss wird«

»Das Buch ist einfach nur bosshaft. Und einfach die geilste Motivation vom boss persönlich. Lesen wie ein alpha ab heute«

»Man fängt an zu lesen und will überhaupt nicht mehr aufhören. Das Buch macht einen zum richtigen boss vermute ich«

»In dem Buch geht es nicht nur darum physisch eine Maschine zu werden oder ein Prolet zu werden, sondern unterm Strich soll das Mindset des Lesers vom Lauch zum Boss mit dem Alpha-Mindset«

5.10. Gute Doppelnamen (bitte zugreifen): Jeremy-Luca, Christel-Serenity, Jenny-Soraya, Diego-Armani, Finja-Jolie, Taylor-Logan, Celine-Luisa, Emily-Waltraud.

6.10. Alltagsfrage: Warum kann man sich eigentlich im Spiegel selber sehen?

7.10. 1) Frecher Spruch für »Junggebliebene«: »Orgas-kann, nicht Orgas-mus(s)«. 2) Gedanke: Einmal etwas kaufen, ohne dass das Portemonnaie um Hilfe schreit.

8.10. Gegen 17.00 Uhr kurz bei den Jungs von Willis Schwenk-Grill vorbeigeschaut. Sehr gute Stimmung, Stichwort Buletten, Bier und Boogie Woogie. Willi selbst hat einen ausgegeben, da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Voll versackt, später noch in den Goldenen Handschuh.

9.10. Tag des Chemiearbeiters.

10.10. Interessante Frage, beim Bäcker (ausgerechnet!) aufgeschnappt: Was ist ein TOFI? Thin outside, fat inside. Also Dicke in der Hülle von Dünnen.

11.10. Trotz Zweifel viel gebetet.

12.10. Totale Begeisterung bei den 1,8 Millionen Kollegah Facebook-Fans über sein Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote«. Beim Verlag Riva (Sprache Deutsch) erschienen und überall erhältlich. Nur der Boss weiß, wie man vom Lauch zum echten Boss wird. Der Schlüssel dazu ist ein echtes Alpha-Mindset:

»Ich werde es mir dieses Buch noch zulegen, es ist bestimmt gut«

»Für mich mit einer der Top bücher 2018 das Buch lohnt sich echt gut geschrieben«

»Das Buch spricht klartext und man kommt aus dem lesen gar nicht mehr raus«

»Genial, detailliert und verständlich erklärt. Da hat der Boss die Konkurrenz mal wieder gefickt«

»Danke überboss«

»Seine Wortgewandtheit und der für ihn übliche kollegah-Charme macht dieses Buch zu einer Meisterleistung. Ein neuer Höhepunkt in seiner Karriere. Das ist Alpha«

13.10. Der »Stern« ist bekanntlich das Zentralorgan der Ödnis. Noch dümmer Stern-TV mit Moderator Steffen Hallaschka (tiny Steffen). Zu dem langen dünnen Elend fallen mir gleich wieder die herrlichsten Beleidigungen ein, spare ich mir aber ausnahmsweise. Auf jeden Fall: Bericht über eine Potsdamer Diskothek, in der mehreren Mädchen K.o.-Tropfen verabreicht wurden. Wie leicht es geht, jungen Mädchen K.o-Tropfen in die Drinks zu schütten, stellt ein Stern-TV-Reporter unter Beweis. Guckt das Girl einmal nicht hin, zack, Pille im Drink. Genial. Also, Vorsicht, Achtung, Augen auf, offene Getränke nie »einfach so« stehen lassen. Geil, geiler, Stern-TV.

14.10. Google-Suchverlauf: Motivationssprüche Erfolg – Power Sprüche – Baden Baden – Sl 231 probleme – Sl r231 Kopfstütze probleme – MB R 231 Bedienungsanleitung pdf – Tödlicher Schlaganfall – Fettaneil adipositas – Was mache ich komma wenn ich meinen Personalausweis verloren habe – Überseezentrum hamburg – Getränke wolf öffnungszeiten – Lied Der kaffee ist fertig – Micky Beisenherz Größe – Heiligendamm Ausflugsziele – Dj koze knock knock-Sänger Glow – Wann ist Artischockenzeit in Deutschland? – Erfolg Zitate – Asiatische Weisheiten-Südtiroler Weisheiten – Thermomix–Scorpions–Mercedes Hammerbrook – Flannery o connor

Duisburger Impressionen Im frühen Herbst.

15.10. Heute nichts.

16.10. Meldung, dass im Nachlass von Thomas Bernhard ein unveröffentlichtes Romanmanuskript entdeckt wurde: »Das muss kesseln«. Sehr seltsam.

17.10. Eine steinalte Ausgabe des Hamburger Stadtmagazins Oxmox entdeckt. Kleinanzeigendschungel: Musugru (Musiker sucht Gruppe), Grusumu (Gruppe such Musiker), Fisch sucht Fahrrad, 899. Engtanzfete im Knust. Untergegangene Welt. Abends TV und echtes Alkoholglück. Allein trinken, sonst nichts.

18.10. Autos ohne Pfiff, dafür mit ausgiebig Ficksahne besudelt: VW Quaddel, Daihatsu Applause, Renault Koma

19.10. Geiles Wort: Hedonische Hyperphagie. Viel gebetet.

20.10. Sehr, sehr ekelhaft: »Ich möcht dich küssen auf den Mund, denn küssen ist so urgesund. Küssen ist das Zusammenbauzen zweier verliebter Menschenschnauzen. Die Blicke werden tief und tiefer, es nähern sich die Unterkiefer. Dann pflegt man mit geschlossenen Augen sich aneinander festzusaugen. Wobei meist ein Geräusch entsteht, als wenn die Kuh durch Matsche geht.«

21.10. Schlagzeilen, die verstören: 1) SEXROBOTER KÖNNEN UNS IN ZOMBIES VERWANDELN 2) FLÜCHTLING BEWIRFT SCHAUFENSTER MIT STEINEN 3) AMEISEN FRESSEN KREBSKRANKEN MILLIONÄR

22.10. Ich bitte Gott, einen Blick auf den Menschen zu werfen, der ich bin, und ihm beizustehen. In den Psalmen gelesen.

23.10. In den Psalmen gelesen.

24.10. Erschienen am 19. September, zieht das Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote.« immer größere Kreise. Fünf Nummer-1-Alben, sein eigenes Fitnessprogramm »Bosstransformation« und nun auch der kometenhafte Einstieg in die Buchszene sprechen eine eigene Sprache. Der Boss sprengt nie dagewesene Grenzen, seine Leser folgen ihm:

»Das Buch pusht ein krass und macht bog zu lesen. Das ist das erste Buch was ich freiwillig gekauft habe.«

»Ich dank dir das du mein ganzes Leben in ne bosshaftere Bahn gelenkt habe«

»Ein Grund warum ich gebundene Bücher vorziehe ist der schöne Geruch des Drucks. Schon dort übertrifft das Buch jedes andere. Nachdem ich ein paar Nasen durch die frisch gebundenen Seiten gezogen habe um den bosshaften Alpha-Druck zu inhalieren, macht ich mich dran das Werk auch mit den Augen einzuatmen«

»Das Buch ist einfach Alpha lieber Boss. Es gibt mir soviel Mut und Kraft durch ihre Worte und Lieder. Die 22 Euro sind nichts für dieses Buch, ich hätte so eine Pracht für mehr Geld verkaufen lassen«

25.10. Karriereschatulle: 1) Nicht das, was du verdienst, macht dich reich, sondern das, was du behältst 2) Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn du später springst 3) Schweiß ist das Fett, das schreit.

26.10. Liste von schönen Dingen: 1) Sonnenreife Zwergtomaten/erntereife Flaschentomaten. 2) Der neue Roman von Sibylle Lewitscharoff Aspirin und Negerküsse. 3) Der Spruch »Pull it over, it’s your pullover«. 4) Dass ich in meinem Alter noch häufig eine innere Gänsehaut verspüre.

27.10. Wieder mal das Kasino Reeperbahn besucht. Ein Vergnügen, das ich mir allerdings nur (noch!) selten gönne. Wenn ich mal gewinne, bin ich so angegeilt, dass ich am nächsten Tag gleich wieder hingehe, und, natürlich, alles – und noch viel mehr – verliere. Durchschnittsverlust beläuft sich auf etwa 1000 Euro, einmal waren es sogar 2800. Nehme auch beknackterweise immer die EC-Karte mit. Warum? Mehr Trottel geht nicht. Regelmäßig voll besoffen, letzter Gast, der um 4 Uhr morgens mit leeren Taschen hinauskomplimentiert werden muss. Trotzdem: Der Kasinogang ist eines der wenigen echten, unverfälschten Vergnügen. Das Kasino Reeperbahn bewirbt das Automatenspiel seit neuestem mit dem Claim: »Automaten – das moderne Glück«. Dem kann ich nur beipflichten. Das verstehen die ganzen dämlichen Idioten, die »niemals auf die Idee kämen, auch nur einen Cent in so eine Maschine zu stecken«, natürlich nicht. Alles Arschlöcher. Die sollen zu Hause bleiben und mit Freunden was kochen. Ihre verdammten Brückentage fürs ganze Jahr ausrechnen. Im Internet Preise vergleichen. Oder was Arschlöcher sonst so zu tun pflegen.

28.10. Schnaps.

29.10. Gespräch belauscht über deutsche Verbrecherinnen. Namen wie Eislady, Todesengel usw. werden erwähnt. Sehr unkonkret, ärgerlich. Mir fallen namentlich noch ein: Eva Braun, Marion Löblich (Gladbeck) und (noch halbwegs aktuell) Beate Zschäpe.

30.10. Seine einzigartige Erfolgsgeschichte macht Kollegah zum Boss der Bosse. Mit den Alben »King« und »Imperator« brach er alle Rekorde, und sein Fitnessprogramm Bosstransformation setzte neue Maßstäbe. Nun gibt er endlich sein eigenes wertvolles Wissen in seinem Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote.« auch an seine Fans weiter. Zehn Gebote, die man beachten muss, um der Welt seinen eigenen Stempel aufzudrücken.

»Ich könnte soviel erzählen, obwohl ich mir nur die ersten Seiten gelesen habe. Kollegah, ein ehrenvoller Mensch, der nicht wie die meisten sind.«

»Unglaublich, dass gerade die schlechten Rezensionen von Leuten kommt, die das Buch nicht einmal gelesen haben. Wie kann man seine Zeit nur so sinnlos verschwenden«

»Habe es mir noch nicht gekauft, aber sobald ich kann wird ich es mir kaufen«

31.10. Den ganzen Tag schon schießt mir das Wort COUNTDOWN durch den Kopf. Ja, genau, Countdown ist der richtige Begriff: RAPIDE ABWÄRTS.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Guck-guck, Optiker-Kette Fielmann!

Angesichts Deiner coronabedingt rund 770 seit dem 20. März weitgehend geschlossenen Filialen im In- und Ausland hast Du vorausschauend bei der Universität Bonn ein Gutachten in Auftrag gegeben, wie künftig im Einzelhandel eine effektivere Vorbeugung gegen Infektionen zu sichern sei. Die Antwort dürfte Dich freuen, kann sie doch nur lauten: mit einem weitsichtigen Unternehmensmanagement.

Bis dahin Augen zu und durch! Titanic

 Sie, Gabriel Felbermayr,

Sie, Gabriel Felbermayr,

ordoliberaler Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, haben uns in den zwölf Monaten Ihrer Amtszeit reichlich Kopfzerbrechen bereitet. Öffentlich mit Zahlen jonglierend, setzten Sie sich für den Abschluss des klimafeindlichen Mercosur-Freihandelsabkommens mit Südamerika ein, erklärten den deutschen Ökos, dass deren Klimapolitik das genaue Gegenteil bewirke, sind sowieso für die sofortige Abschaffung des Solidaritätszuschlages und forderten von der Bundesregierung im Handelsstreit mit den USA, dass man den Amerikanern als Zeichen der »Kompromissbereitschaft und Ehrlichkeit« auch schon mal Kampfflugzeuge abkaufen könne.

Doch angesichts der Coronakrise scheinen Sie jetzt die Sprache der einfachen Bürgerinnen und Bürger sprechen zu wollen: »Eine Woche auf 50 Prozent Leistung runter reguliert kostet uns 35 Milliarden Euro. Nimmt man diese Zahl mal vier, ergibt sich eine Summe von 140 Milliarden Euro … Pro Woche, in der die deutsche Wirtschaft nur zu 50 Prozent läuft, würde 400 Euro pro Kopf weniger ausmachen. Dies wiederum auf einen Monat gesehen dann 1600 Euro pro Nase«, und: »Wenn die Wirtschaft für einen Monat um 50 Prozent runtergefahren wird, sind das rund vier Prozent Wirtschaftswachstum, aufs Jahr gerechnet«.

Wir sind deshalb trotz Krise zuversichtlich, dass ein Taschenrechner (zweizeiliges Display) Sie bald gänzlich überflüssig machen wird.

Eins im Sinn: Titanic

 Himmelschreiend, Wallfahrtsort Medjugorje,

was man über Dich altes Katholiken-Disneyland lesen musste: »Im Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erhält eine jener Personen, die … regelmäßige Erscheinungen der Jungfrau Maria erhalten soll, diese nur noch jährlich statt monatlich. Mirjana Dragicevic-Soldo (55) erklärte laut dem Informationszentrum ›Mir‹ Medjugorje, die Jungfrau habe ihr am 18. März mitgeteilt, sie werde ihr fortan nicht mehr monatlich erscheinen und ihr keine Botschaft mehr geben.«

Unglaublich, dass sich anscheinend selbst die Jungfrau Maria an das Kontaktverbot hält, damit sich irdische Pandemien nicht auch noch auf das Himmelreich ausweiten. Wohlgetan!

Erscheint weiterhin monatlich: Titanic

 Hamburger Behörden!

Ihr wollt die Covid-19-Infektionszahlen in den einzelnen Hamburger Bezirken nicht bekannt geben und begründet das so: »Wir sind eine Stadt, das sind unsere Infektionsfälle, wir stehen zusammen.«

Aber kann es nicht sein, Hamburger Behörden, dass gerade dies das Problem ist? Lieber mit etwas Abstand an das Thema rangehen (aber bitte nicht zu nah), empfiehlt Deine stets distanzierte Titanic

 »Bunte«!

Du hattest vor kurzem »3 Fragen an …«, nämlich an Schauspielerin Lisa Maria Potthoff: zunächst »Gibt es etwas, mit dem Sie jeden Tag zu kämpfen haben?«, sodann die Anschlussfrage »Und?« sowie »Und welchen Kampf führen Sie noch im Alltag?«. Eine einzige Frage als drei Fragen verkaufen: So geht Sparflammen-Journalismus!

Weißt Du übrigens, »Bunte«, welches Hochglanz-Promi-Schmierblatt wir am allerdööfsten finden? Wir sagen’s Dir: 1.) die »Bunte«, 2.) Dich, 3.) fällt uns gerade nicht ein; es war auf jeden Fall nicht Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gratis ICE fahren in Uniform

Ich sehe zwar nicht mehr aus wie zwanzig, aber dass meine Tarnung als Bundeswehr-Archivarin so schnell auffliegen würde, hätte ich nicht gedacht.

Miriam Wurster

 Gespräch im Aldi zwischen zwei Teenagern

»Wenn du geboren wirst, bist du automatisch in der AOK.«
»Echt? Ich bin aber bei der Barmer.«
»Dann ist da was schiefgelaufen. Vielleicht bist du unehelich geboren, und solche Leute kommen zu der Barmer.«
Achselzucken.

Robert Rescue

 Daheim

Das Anstrengendste am Homeschooling ist, das Email-Postfach ständig zu leeren, damit die Lehrer jederzeit weitere 35MB-Emails schicken können.

Felix Scharlau

 Ein Hoch auf die Menschheit

In nur 20 Jahren von »Schau mal im Netz, was du da für eine Beule am Bein hast« zu »Schau bloß nicht im Netz, was du da für eine Beule am Bein hast«.

Teja Fischer

 Stimmt nicht, aber wahr

Mein verquatschter Mitbewohner
Redet nur noch von Corona,
Ihm fällt gar nichts andres ein.
Ach, mein blöder Mitbewohner!
Ein Glück lebe ich allein.

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

     

  • 18.05.:

    Das Neue Deutschland rezensiert Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod", ein Interview dazu gibt es auf Deutschlandfunk Kultur.

     

  • 14.05.:

    Marlen Hobrack bespricht im "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der Kleine Herr Tod".

  • 13.05.:

    RTL, die »Hessenschau« und die SZ berichten über die Aktion "Torona: TITANIC hilft der DFL".

  • 05.05.:

    Im Kaput Mag gratuliert Tim Wolff TITANIC-Legende Thomas Hintner zum 60.