Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intimschatulle 40

»Schmackofant simple«

1.6. Heute 31 Grad, gestern waren es 33, vorgestern 32. Und so soll es weitergehen. Frage: Wer soll das aushalten? Ich habe auf meiner Dachterrasse (riesig, uneinsehbar, Luxus pur) einen Schlauch installiert, mit dem ich mich ungefähr alle Viertelstunde »abspritze« wie ein dämliches Kleinkind. Würdelos, auch peinlich. Den verfickten Radio-Schreimoderatoren, die unermüdlich das Kack-Dreckswetter anpreisen, gehörte das freche Maul gestopft, und zwar für immer.

2.6. Bringe schon wieder drei Briefe zum Kasten. 2017 waren es 513 Briefe, die ich jahrsüber zur Post gab. Habe mal mitgezählt, dachte sogar, es wären über 1000.

3.6. In der ARD Brisant-Homestory über den ESC-Vierten Michael Schulte. Geboren in Eckernförde, lebt Micha mittlerweile in Buxtehude. Der feuerrote Lockenkopf wohnt im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, und wenn er nicht gerade in Sachen Karriere »on the road« ist, macht er sich’s gern zu Hause gemütlich. Er nimmt für seine Nachbarn Pakete und Einschreiben an, ist dabei immer freundlich. Wenn die Post nach ein paar Tagen nicht vom Adressaten abgeholt wird, bringt er sie auch vorbei.

4.6. Zwei gute Fragen: 1) Würden Sie sich für 650 000 Euro Ihr gesamtes Haupthaar auf den Rücken transplantieren lassen? 2) Würden Sie für 95 000 Euro der siebenjährigen Tochter des als äußerst brutal geltenden Oberhauptes der Rumänen-Mafia ein Bein stellen? Das Kind zieht sich dabei schmerzhafte Blessuren (u.a. Verlust des linken oberen Schneidezahns) zu. Der Rumänenpate, in Begleitung seiner Leibgarde, wird Zeuge der Attacke, man kann also davon ausgehen, dass die Strafe »auf dem Fuße« folgt.

5.6. Neues Buch des Schweizer »Benimm«-Autors Andreas Geiselnehmer: Vom Weggucker zum Hingucker – Mein Weg zu einem gepflegten Äußeren.

6.6. Anmerkung für Kenner: Der britische Sänger George Ezra ist die Fortschreibung von Right Said Fred. Check mal was.

7.6. Schon wieder bin ich mit etwa fünf Briefen im Rückstand. Ich leide unter meinen Briefschulden, die ich abzutragen versuche, um damit doch nicht fertig zu werden bis an mein Lebensende. Immer wieder gebe ich mir einen Ruck und erledige einen Stoß. Aber ehe ich mich umsehe, ist der Brieftischkasten wieder mit neuer Post gefüllt. Die Briefschreiber sind rücksichtslos.

8.6. Auch interessant: Vanille kostet mittlerweile 600 Euro das Kilo und ist somit teurer als Silber.

9.6. Nach dem Tod von Avicii werden seine Songs in Dauerschleife gespielt. Und tatsächlich, so wie ich es in Erinnerung hatte: Ein Track debiler als der nächste, knapp oberhalb von Pietro Lombardi oder der Kelly Family. Und so einer avanciert nun zur Ikone der Massen.

10.6. INTIMSCHATULLE WISSEN: Ein Schweißhund (früher: Bracke; auch Hannoverscher Schweißhund, Bayrischer Gebirgsschweißhund, Alpenländische Gebirgsbracke) zeichnet sich durch einen ungewöhnlich guten Geruchssinn, Ruhe, Wesensfestigkeit und Finderwillen bzw. Spurwillen aus. Ein ausgebildeter Schweißhund ist beispielsweise in der Lage, bei regnerischem Wetter das Wild in mehreren Kilometern Entfernung zu finden und zu stellen. Um auch Fährten mit wenig oder nicht vorliegendem Schweiß arbeiten zu können, muss ein Schweißhund nicht nur eine Kaltfährte arbeiten, sondern wird auch mit dem Fährtenschuh für schwere Aufgaben eingearbeitet. Siehe auch: Wolfgang Bruchmüller: Die Führung des Schweißhundes. Ausbildung und Einsatz des Jagdhundes auf der Wundfährte am Beispiel des Hannoverschen Schweißhundes.

11.6. Emotionale Headlines: 1) TOURISTEN IM FLIEGER VON BETTWANZEN ZERFRESSEN 2) JÄGERIN PEITSCHT TIERSCHÜTZER MIT 3 GERÄTEN AUS 3) AAL AUS BAUCH VON MANN ENTFERNT

12.6. Idee, noch unausgereift: »Verflixt, verschwitzt und durchgefroren – der wohltemperierte Mensch. Oder: Wieso es so schwer ist, den richtigen ›Grad‹ zu finden.«

13.6. Geiler Facebookname: SANI TÄTER. Stelle ich zur freien Verfügung.

14.6. Mein Leben wie eine Mühle, durch die ständig Briefe geleiert und mit Antworten versehen werden. Briefeschreiben ist wie Scheinarbeit, mit der Gefangene beschäftigt werden. Schrecklich: Es gibt einen großen Teil Briefeschreiber, die fast postwendend antworten. Nach einigen Tagen ist man schon wieder der Briefschuldner. Andere stellen Fragen, die einen nächsten Antwortbrief erheischen.

15.6. Slogan, den ich auch zur freien Verfügung stelle (bitte zugreifen), wenn man zufällig »Lurch« heißt und eine Fahrschule betreibt: »Fahrschule Lurch – so sicher zum Führerschein wie ein Lurch im Wasser«.

16.6. Guter Titel (Buch/Film/alles mögliche): DER BISS DES ZAHNLOSEN.

17.6. Nur äußerster Mangel an Phantasie und Vorstellungskraft rechtfertigt das Reisen.

18.6. Schnaps.

19.6. Die Erdbeerzeit erreicht ihren Höhepunkt. In diesem wie auch im vergangenen Jahr praktisch keine gegessen, insgesamt vielleicht eine halbe Schale (Schälchen). Mit Spargel, dem angeblich so »edlen« Feinschmeckergemüse, verhält es sich ebenso. Austern, Jakobsmuscheln, Langusten (Spiny lobster), Riesengarnelen, Trüffelbutter, Fenchelschinken, Mönchskopfkäse, Agavenbalsam: schon mal was von Reizüberflutung gehört? Ist eigentlich gerade Baby-Artischockenzeit? Hahaha, dreimal laut gelacht. Baby-Artischocken: teuer & faserig. Feinschmecker, dummes Wort: Feinheiten schmecken, langsam, nur immer langsam essen (mampfen, mümmeln, schmatzen), um die Geschmacksknospen mit jeder verdammten Nuance zu fluten. Im Nachgang feine Aromen von Spinnweben und Taubenscheiße. Alles Schwachsinn, brauche ich nicht, braucht kein Mensch. Mein Motto: »Die ganze Schnauze voll Wein.« Jetzt ist es raus: Ich bin GROBSCHMECKER. Anderes Wort (selbst ausgedacht): SCHMACKOFANT (Schmackofant simple). Frz.: mangeur primitif. Lat.: comedens rusticus. Es leben die Schmackofanten. Voll – schnell – geil: Schmackofant, Gourmet der Herzen.

Puppe mit sehr schlechter Haltung. Für Ladenhüter

20.6. Drecksschüsseln, die nie hätten gebaut werden dürfen: Ford Ka, Renault Milan, Mitsubishi Wichser.

21.6. Alltagsfrage: Warum gibt es eigentlich unterschiedliche Augenfarben?

22.6. Hemingway war gut beraten, wenn er vorgedruckte Karten versandte, die da »Habe keine Zeit Briefe zu beantworten« oder so ähnlich lauteten. BRIEFVERKEHR – Ekelhaftes Wort, anzüglich, schlüpfrig, primitiv. Möchte ich nichts (mehr) mit zu tun haben.

23.6. Neu auf RTL II (22.15 Uhr): DIE 50 GEILSTEN FAHNDUNGSPANNEN.

24.6. Karriereschatulle: 1) Wenn ein 20 m hoher Baum so denken würde wie du, wäre er nur 20 cm groß 2) Lebst du auch noch im Selbstvernichtungsmodus? 3) Der härteste Klebstoff der Welt sind deine Gewohnheiten.

25.6. Kauf von 50 mg »Original Turiner Gliedsteife«.

26.6. Frühmorgens um sechs. In Sichtweite der Autobahn A13 Berlin–Dresden, kurz vor der Ausfahrt Bronkow, steht eine einzelne 3-Megawatt-Onshore-Windkraftanlage, die weit in den Himmel ragt. An eines der drei kreisenden Rotorblätter ist ein Mann gebunden, was ein bisschen aussieht wie Jesus am Kreuz. Der Mann ist vollkommen durchnässt, die Kleidung hängt ihm in Fetzen herunter, die Knöchel sind blau, an einigen Stellen schwarz, wer weiß, wie lange der da schon hängt. Sein Gesicht, von der Kälte aufgedunsen, rot wie eine Rübe, sieht aus wie das einer staunenden Puppe. Tot, der muss doch tot sein, das hält doch keiner lange aus. Wahrscheinlich fällt man bereits nach wenigen Umdrehungen in Ohnmacht, aus der man nicht wieder erwacht. Doch der Mann ist nicht tot, immer wieder öffnet er kurz die Augen. Er kann nicht begreifen, was hier vor sich geht. Der Wind ist wie eine Mauer aus Eis. In der Nacht musste er sich immer wieder übergeben, bis nur noch eine schleimige, grünliche Flüssigkeit kam. Sein Kopf droht zu platzen, alles besteht aus flackernden Spiralen, grellen Lichtpunkten, wie Eisenspäne, die sich nach dem Magneten ausrichten. Stundenlang hat er geschrien, gehofft, dass ein Autofahrer, ein Landwirt, ein Spaziergänger ihn hört. Nun kann er nur noch krächzen, seine Stimme klingt wie ein zersprungenes Instrument, eine Stimme nach dem zweiten Stimmbruch, ein Wunder, dass da überhaupt noch was rauskommt. Erbarmungslos dreht sich das Rotorblatt mit fünfzehn Umdrehungen pro Minute. Wie haben die Täter (es müssen mehrere gewesen sein) ihn dort bloß hochgeschafft? Ob die sich irgendwo in der Nähe an dem schauerlichen Bild ergötzen? Oder sind sie längst über alle Berge? Wer macht so was? Drogenberauschte Jugendliche, Sadisten, Verrückte? Es muss etwas anderes sein. Die Täter haben das doch extra so in Szene gesetzt, dass es aussieht wie die Kreuzigung. Eine echte Hölle ist das, wahrlich eine Strafe biblischen Ausmaßes. Was hat der Arme nur verbrochen, dass er so büßen muss? Gegen 8.30 Uhr setzt dünner Schneefall ein, mit vereinzelten Flocken, die durch das Licht treiben und dann unsichtbar davonschweben. Seine Körpertemperatur beträgt nur mehr 28 Grad, das hält er nicht mehr lange durch. Noch einmal macht er die Augen auf, sein Blick wird weiß. »Dass ich auch immer in solch missliche Lagen geraten muss«, denkt er noch, und hat schon wieder vergessen, warum er hier hängt.

27.6. Kurztrip an die Ostsee, steige ab im »Ausschlafhotel« Genueser Schiff. (Nennt sich wirklich so.) Stelle fest, dass ich in meinem Leben noch nie wirklich ausgeschlafen habe, kein einziges Mal. Dabei wäre so schön: nur ein einziges Mal richtig ausschlafen.

28.6. In Diskussionen stets die VW-Regel beherzigen: Vorwürfe in Wünsche verwandeln.

29.6. Briefe schreiben sollte man nur noch, wenn man muss (Kondolenz, Rechnungen), ansonsten reine Zeitverschwendung. Was ich zu sagen habe, lasse ich künftig lieber in meine Bücher eingehen. Briefe schreiben ist eine unzeitgemäße, senile Beschäftigung gegen quälende Langeweile. Außerdem unsportlich, denn es gibt nicht wenige Briefeschreiber, die, wenn sie sich nur einmal im Leben zusammenreißen würden, ein Buch schreiben könnten, sie tun es aber brieflich, sie entledigen sich dessen in kleinen Fragmenten, statt alles in einem Band zu konzentrieren. Dumm, auch unökonomisch. Ich bin also mit dem Thema »Briefe« endgültig durch. Nur für die Einwohner der DDR gilt nach wie vor: »Drüben bleiben, Briefe schreiben«.

30.6. Wir kommen aus dem Nichts und verschwinden im Nichts, alles andere ist kindliche Phantasterei.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ganz schlimm, Toni Kroos,

fanden Sie ja das Interview des ZDF-Reporters Nils Kaben nach dem Fußball-Champions-League-Finale mit Ihnen. Erst waren Ihnen »zwei so Scheißfragen« zum Spiel nicht genehm. Schon aus dem Bild gehopst, brüllten Sie dem Reporter auch noch zu: »Du stellst erst drei negative Fragen, da weißt du schon, dass du aus Deutschland kommst.«

Wir begehren nun nicht nur zu erfahren, welche von den insgesamt ungefähr sechseinhalb Fragen an Sie denn die drei negativen Fragen waren. Und welche wiederum davon die zwei Scheißfragen. Wir wüssten auch gern, ob Ihnen das Herkunftsland des Reporters nicht schon bei den auf Deutsch vorgetragenen Erkundigungen ein wenig deutsch vorkam. Aber Sonnenliege-Reservierungs-Handtuch drüber!

Fraglos ist doch viel wichtiger: Was ist das eigentlich für eine Scheißfrisur, die Sie tragen und in der Sie bei der Fragerei rumgestrichen haben?

Es bittet um eine positive Antwort, Ihre in allen Stilfragen stets auskunftsbereite Titanic

 Ihr, Busreiseanbieter Avanti und Sulli’s Reisen,

hattet beide dieselbe schöne Idee für einen Werbeslogan: »Die Welt ist viel zu schön, um darüber hinwegzufliegen.«

Und Ihr habt ja so recht! Die wahre Schönheit dieser Welt lässt sich doch erst richtig erschließen, wenn man im Autobahnstau eingekesselt ist, wenn man die Mittagshitze zwischen Sanifair und Burgerking genießt, wenn die Bordanlage irgendwelche lokalen Schlagersender durch den Bus plärrt.

Da kann man mal den Geruch von Ammoniak und Erbrochenem aus der Toilette richtig tief einsaugen und die Aussicht auf die Designeroutlets, Snowdomes und vorstädtischen Industriegebiete auf sich wirken lassen!

Hupt zum Abschied dezent: Titanic

 Oppositionsführer Friedrich Merz,

Oppositionsführer Friedrich Merz,

auf die Frage, ob ein 66jähriger Mann denn die richtige Person für die Modernisierung der CDU sei, antworten Sie rätselhaft: »Ich kann möglicherweise Dinge bewegen, ohne dabei gleich den Verdacht zu erwecken, nur im eigenen Interesse zu handeln.«

Was meinen Sie denn damit, Merz? Dass Sie ohnehin nicht mehr so lange »haben«? Dass Sie in Ihrer Parteikarriere nebenbei genug gescheffelt haben und die eigenen Interessen somit schon befriedigt sind, Stichwort »gehobener Mittelstand«? Und welche Dinge wollen Sie überhaupt bewegen und wohin? Ihren Privatflieger vors Kanzleramt?

Will nicht den Verdacht erwecken, sich ernsthaft für Sie zu interessieren: Titanic

 Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen!

Wenige Tage vor der Einführung des Tankrabatts zitierte der Spiegel Deinen Chef Wolfgang Schuldzinski (Grüße an den Weltgeist!) wie folgt: »Weil am 1. Juni Engpässe drohen, sollte niemand seinen Tank davor fast komplett leer fahren.«

Ach, wirklich, den Kraftstoff besser nicht restlos aufbrauchen, ja? Wenn wir solche »Tipps« hören, glauben wir bisweilen fast, der Sprit sei knapp, weil manche das Zeug saufen! Aber gut, dann versuchen wir uns jetzt eben auch mal als Verbraucherschützer mit ähnlich qualifizierten Hinweisen. Erstens: Vor dem Autofahren am besten einsteigen! Zweitens: Den Motor nicht laufen lassen, wenn man duschen geht! Und drittens wie gesagt: Besser Bier denn Benzin schlucken!

So machen’s jedenfalls die Schuldzinskis von Titanic

 Rätselhaft, Alpro!

Auf Deinem neuen Haferdrink steht geheimniskrämerisch flüsternd »Shhh… This is not molk«, wobei das »o« in »molk« durch einen Tropfen weißer Flüssigkeit, vermutlich das beworbene Produkt, ersetzt wurde. Dabei ist die große Frage für uns weniger, ob es sich bei dem vorliegenden Getränk um Molk handelt, sondern eher, was denn Molk bitte schön sein soll.

Nun könnten wir Dein Getränk, Alpro, eigentlich beruhigt zu uns nehmen, da es ja explizit versichert, keine Molk zu sein. Aber ist das nicht genau das, was Molk von sich behaupten würde?

Verbarrikadieren zur Sicherheit den Kühlschrank:

Deine Milchmädchen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Güteklasse Aaaaaah!

Bei Rückenschmerzen setze ich grundsätzlich nur auf solche aus eigener Fehlhaltung!

Burkard Niehues

 Früh übt sich

Im Kindergarten meines Neffen wird jetzt gegendert: Die Jungs werden gehänselt, die Mädchen gegretelt.

Patrick Fischer

 Zeitungsherbst

Eine Meldung, die für ein bisschen Abwechslung in der Schlagzeilenödnis sorgen würde: Leichensammler findet lange vermissten Pilz.

Theobald Fuchs

 Selbstoptimierung

Mit Stolz habe ich festgestellt, dass ich mittlerweile zur Entspannung und Freizeitgestaltung auf Hobbys, Literatur und Kultur verzichten kann und mir ein einfaches Smartphone reicht.

Schmonnie Mücke

 Zottenreißer

Wenn der Vermieter auch Heilpraktiker ist, reicht dann eine Darmsanierung als Kündigungsgrund?

Viola Müter

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 08.06.:

    Christian Y. Schmidt lehrt bei Arte Karambolage Wissenswertes über den Gießkannenhalter auf deutschen Friedhöfen.

  • 19.05.:

    Herausgeberchefin Ella Carina Werner verrät im Fragebogen vom Medium Magazin ihre Zukunftsideen für TITANIC.

  • 11.05.: Der Falter mit einer kleinen Blattkritik zur Maiausgabe
  • 02.03.: TITANIC-Herausgeber Tim Wolff bei Übermedien über Satire in Kriegszeiten
  • 03.02.: Der hr präsentiert den üppigen Humor-und-Satire-Dreiteiler "Radikal Komisch" mit Ella Carina Werner, Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn u. v. v. a. m., mit 100 schönen TITANIC-Titeln – und in Teil 3 tauchen auch noch Hintner, Burmeier, Eilert und Martina Werner auf – live in der ARD-Mediathek.
Titanic unterwegs
17.07.2022 Aschaffenburg, Mainufer Thomas Gsella
25.09.2022 Bernried am Starnberger See, Buchheim Museum Rudi Hurzlmeier: »Das weite Feld der Unvernunft«
25.09.2022 Kassel, Caricatura-Galerie »SYSTEMFEHLER² – Cartoons zum Irrsinn der Welt«
03.10.2022 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule«