Inhalt der Printausgabe

»Wer unzufrieden ist mit seinem Mindset, der muß raus!«

Live-Aufzeichnung im Club Voltaire, 11. April 2017

13 Prozent weniger Unternehmensgründungen gab es 2016 im Vergleich zum Vorjahr, warnt die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ein gefährlicher Trend: Deutschland, Land ohne Raum – für Ideen? Nicht ganz! Zwei junge Top-Twitter-Entrepreneure, @DaxWerner und @StartupClaus, setzen ein Zeichen gegen Gründerfeindlichkeit und Investitionsstau – und bumsen reihenweise junge Unternehmen ruckartig nach vorne.

TITANIC Hallo! Erst mal vielen Dank, daß ihr euch Zeit genommen habt.

Werner Hi! Ja gerne. Wir wollten vorab bekanntgeben, daß wir unsere Gage spenden möchten. An den Kölner Zoo.

TITANIC Eine schöne Geste! Vielleicht stellt sich jeder zu Beginn mal kurz vor.

Werner Gerne. Mein Name ist Dax Werner. Entrepreneur, Founder und Influencer aus Kerpen. Manche nennen mich den Gründungspapst, aber das ist mir unangenehm. Gemeinsam mit Claus habe ich vor ein paar Jahren MUL Entrepreneurs & Berater gegründet.

Claus Mein Name ist Claus. Entrepreneur, Speaker, sicher auch Coach. Ich sage immer: »Die erste Million ist die schwerste.« Sollte auch als Wandtattoo in den Jobcentern hängen.

TITANIC Über »Startup-Claus« spricht heute ganz Twitter. Man hat den Eindruck, daß du in eurem Gespann der Nachdenklichere, eher der Silberrücken als der Panzerfahrer bist. Wie schlägt sich das in eurem Berufsalltag nieder?

Claus Absolut! Das schlägt sich im Grunde genommen gar nicht nieder, sondern das macht uns insgesamt so stark.

Werner Claus und ich denken, daß wir da ein klares Organigramm gefunden haben: Claus strictly business-related, ich hingegen hier und da schon mal mit ’nem heißen Take.

Claus Für mich ist Dax der Baulöwe und Kulturkatalyst, ich bin der Architekt und Gegenwartsphilosoph.

TITANIC Zu dir, Werner. Dürfen wir Dax sagen?

Werner Unheimlich gerne.

TITANIC Dax, du wagst dich ja in letzter Zeit des öfteren auch mal mit politischen Statements an den Start. Warum gibt es in der neuen Generation so wenig Gründer?

Werner Wir sehen die Pervertierung des Gründerspirits auf diversen (drei bis neun) Ebenen. Es gibt eine ästhetisch aufgesetzte Kommerzialisierung der Gründeridee, es gibt Studien im Auftrag des Angestellten-Mindsets, es gibt den Wahlkampf.

Claus Klar ist: Es muß keine Pyroshow sein, aber Gewerbeämter ohne Indoor-DJs, Red-Bull-Automaten und Bloomberg TV lähmen Deutschland. Wir sehen uns da letztendlich in der Tradition von Kafka, der auch immer gegen die Angestelltenwelt angeschrieben hat. Und wir wagen den nächsten Schritt!

TITANIC Da bekommt ihr doch sicher auch starken Gegenwind zu spüren. Wie geht ihr mit Hatespeech gegen Gründer um?

Claus »Hatespeech« ist ein wunderbares Beispiel für die Begrenztheit des Angestellten-Mindsets. Wo die einen Haß sehen, sehen wir konstruktive Kritik, auf der wir aufsetzen können. Gründerfeindlichkeit ist noch mal ein ganz anderes Thema, das geht für uns dann bis in die Familienplanung rein. Sehr schwierig.

Werner Hatespeech fängt für mich da an, wo der Regulierungseffekt der unsichtbaren Hand, vulgo der freie Markt als solcher in Zweifel gezogen wird. Wenn ein Christian Lindner bis heute für die Moomax-Pleite durch den Kakao gezogen wird, dann läuft es gewaltig schief in Germany. Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns, wie drüben im Valley. Investieren, skalieren. Einatmen durch Nase, ausatmen durch Mund. Und wieder investieren.

Claus Schlimm auch, wenn ein Buchhändler aus Würselen plötzlich auf den Startupzug aufspringt. Das war für uns – da sind wir ehrlich – wie ein Schlag ins Gesicht.

TITANIC Stichwort Lindner. Claus, du bist Sozialdemokrat, gleichzeitig Christian Lindner zugeneigt. Ein Widerspruch?

Claus Mit Verlaub, ich bin Gründer. Gründer verstehe ich als Akteure im Spannungsfeld zwischen Cortisol, Evolution und Gesellschaft. Und die Frage trifft dann aber wiederum doch den Kern allen Übels.

Werner Wahlkampf ist aus unserer Sicht überholte Nullsummenspiel-Denke. Ganz übles Adam-Smith-Mindset, mit »Gewinnern« und »Verlieren«. Solche Leute stehen auch zweistellig auf. Für mich ein Hilfeschrei.

Claus Agentur-induzierte Startup-Spirit-Kampagnen eines Christian Lindner sind einer der Gründe, warum wir überhaupt noch mal an die Öffentlichkeit getreten sind. »Gründer fördern: Machen wir Ideen zu Arbeitsplätzen«, da wird mir schlecht. Es geht um den Spirit, den Grind und darum: Jeder ist seines eigenen Mindsets Schmied. Wie eben in den Staaten.

TITANIC Stichwort USA, Stichwort Indianer-Pipeline: Was sagt da euer Mindset?

Claus »Indianer« finde ich in dem Zusammenhang schon mal mindestens schwierig. »Indigene Bevölkerung« ist uns da um einiges lieber.

Werner Letztendlich sind es ebenjene indigenen Völker, die den geisteskranken Grind auf ihre Weise vorweggenommen haben.

Claus Ich würde so weit gehen: Versorgung des Angestellten-Mindsets auf Kosten von Gründern, die zumindest noch in ihrer Enklave ihren Grind realisieren KÖNNEN.

TITANIC Seht Ihr da Parallelen zu Ostdeutschland? Stichwort geisteskranker Grind?

Werner Absolut! Für mich gehört die Geschichte der Wende ohnehin umgeschrieben. Einige, die sich Entrepreneur schimpfen, haben sich dort auf nicht nachhaltige Weise bereichert, sei es der Drückerkolonnenboß aus Düsseldorf oder gewisse Banken.

TITANIC Ach so! Wem möchtet Ihr auf keinen Fall beim Gewerbeamt begegnen?

Claus Ich denke, da sind wir uns einig, nicht, Wernerle?

Werner Gert Postel!

TITANIC Aber ist Gert Postel nicht auch ein smarter Unternehmer, der die Marke »Gert Postel« recht erfolgreich durchpeitscht? Ist das Postelmindset nicht das typische Valleymindset?

Claus Da bin ich mir nicht sicher, aber mein Gefühl ist folgendes: Gert Postel ruht sich auf seiner Filmrechte-Kohle aus und macht Kleinst-Influencer-Business auf zweifelhafter Basis. Wir und unsere grindenden Schwestern und Brüder sind verwirrt. Theorie und Praxis verquirlen sich hier zu einem teils ekelhaften Smoothie.

Werner Fantasy versus Reality ist hier glaube ich die entscheidende Dichotomie. Gewerbeämter müssen für mich Hebammen einer besseren Welt sein.

Claus Um es mit unserem Freund und Partner Hermann Dose zu sagen: Gert Postel ist early-Nullerjahre Johannes B. Kerner. Genau dieser Mindframe.

TITANIC Was würdet ihr Lowperformern raten, die jetzt erste Zweifel an ihrem eigenen Mindset bekommen haben?

Werner Der erste Schritt ist sicher der, sich der Startupfamily auf Twitter anzuschließen. Denn das sind nicht nur wir, die seit Jahresbeginn den Startupgrind riffen. Der zweite Schritt: 24/7 Business-Podcasts reinballern. Sei es Dirk Kreuter, Matthew Mockridge oder Gary Vee. Der Rest kommt von allein.

Claus Wer unzufrieden ist mit seinem Mindset, der muß raus! Raus aus seiner Comfort-Zone, und da wird es ungemütlich. Wichtig ist deshalb die Initialzündung, die Konfusion, das Ja zum geisteskranken Grind.

TITANIC Welche Entwicklungen könnt ihr auf Twitter beobachten?

Claus Die Ironielayer, die wir heute lesen, die werden sich auflösen und ihre Spuren hinterlassen.

Werner Einige sprechen bereits von der Post-Irony-Phase, wir sind da skeptisch. Fakt ist: Der Grind ist immer intensiver geworden. Koryphäen wie Kurt Prödel predigen nicht ohne Grund den Detox-Gedanken. Ich denke, die Ironie ist das größte Hemmnis des Gründers. Ironie heißt für mich übersetzt: Angst vorm Machen.

Claus Das sehen wir auch heute schon, und aktuelle Studien aus den USA werden das belegen.

TITANIC Was müssen wir uns unter Industrie 5.0 vorstellen?

Werner Industrie 5.0 ist für mich die völlige Diffundierung ins Internet, so wie es Hermann Dose in seinem bahnbrechenden Essay »Mensch Maschine Mikrowelle« skizziert hat. Mensch und Maschine werden hier zum Synonym.

Claus Industrie 5.0 ist die Folge der Einsicht: Das Internet ist unser größtes Vorbild. Wir alle als Hyperspeed Network. Freie Netzwerke, aber nicht auf Gruner-&-Jahr-Basis, sondern auf Mindset-Basis. Und wer da heute keine Vorarbeit leistet, der macht einen eigenkapitalvernichtenden Fehler.

TITANIC Thema Burnout: Realität oder Märchen der Betriebsmediziner?

Werner Dieter Bohlen hat mal bei DSDS gesagt, daß die Burnoutquote nur in Deutschland so hoch sei. Falscher Ansatz. »Burnout« ist nur eine andere Bezeichnung für Ausgehendes-20.-Jahrhundert-Mindset. Wer Leben und Arbeit noch trennt, macht einen Denkfehler.

Claus Burnout ist für mich ein Label, ein lukratives. Die lebensbedrohliche Entgrenzung des Angestellten-Mindsets. Die Folge des Mechanismus Entfremdung x Old Economy x 2017.

Werner Claus, wenn ich das höre, denke ich sofort an 2000, als wir uns kennengelernt haben (lacht).

Claus Das war dieser spontan vorweggenommene Moment, Dax. Dieses Momentum. Wie Tokio ‘80. Der Mond spiegelt sich im Koiteich, geisteskranke Synth-Arpeggios – und wir besprechen die Markteinführung der Compact Disc.

TITANIC Okay, letzte Frage: Wenn ich Montag zum Gründen aufs Gewerbeamt gehe, was sollte ich unbedingt beherzigen?

Werner Ich habe mir kürzlich in Holland ein Tattoo stechen lassen: »Ich gründe, also bin ich.« Quer über die Brust. Das ist die Maxime.

Claus Für mich entscheidet sich das mit der Capslocktaste: Maxime MEINES Willens. JETZT!

Werner Nice!

TITANIC Ein schöneres Schlußwort hätten wir uns nicht vorstellen können. Wollt ihr noch was loswerden an die Leute da draußen?

Claus Ein Punkt ist uns sehr wichtig: Es geht nicht um uns. Es geht um die Idee und um die Startup-Family. Gründen mit Fründen. Oder wie Dax immer sagt: Gründe ein Startup, scheitere, gründe ein noch viel geisteskränkeres Startup. LET’S MAKE BUSINESS!

Werner Wir verstehen uns als Sprachrohr der Generation, die mehr will als Endstation mittleres Management und eine Frau zu Hause, die »Flow« liest. DAS ist der Gamechanger.

TITANIC Werner, Claus, wir danken euch für diese Learnings.

 

 


Das Interview führten Leo Fischer und Fabian Lichter. Startup-Claus und Dax Werner grinden unter den Twitter-Pseudonymen @StartupClaus und @DaxWerner.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSerdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn