Inhalt der Printausgabe

Der Schöne und das Biest

Wieder konkurrieren Gesine Schwan und Horst Köhler um das Amt des Bundespräsidenten. Wie oft denn noch, fragen viele. Zwei Charakterstudien

 

Klingt es nicht wie eine Erzählung aus Grimms Märchen? Im Jahr 2008 hat ein junger Schwarzer die einzigartige Chance, Präsident zu werden. Horst Köhler, ein Mann mit einer Seele so schwarz wie Kohlenstaub, hat das Rennen praktisch schon für sich entschieden. Er sieht irre gut aus, hat irre viel drauf und ist irre im Kopf drin; er hat noch seine eigenen Zähne, Beliebtheitswerte wie sonst nur Hitler und eine Frau, die ebenfalls Eva heißt. Eigentlich hätte die Große Koalition diesen Zampano, Cipolla und Zarastro einfach durchwinken und dann zur Tagesordnung übergehen sollen – so hatte es das Monopolkapital in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Doch dann kam alles ganz anders. Bzw. genauso wie vor vier Jahren, als eine schon damals chancenlose Gesine Schwan aufs politische Parkett flatterte. Plötzlich herrscht Wahlkampfstimmung, wieder ringen zwei Kandidaten gleichberechtigt um das höchste Staatsamt. Einer wird gewinnen, die andere verlieren. Der uralte Kampf: Gut gegen Böse, Mann gegen Frau, Schön gegen Häßlich, Dämon kontra Teufelin.

Schwer zu sagen, welcher der beiden aufgeblähten PR-Popanze das Rennen machen wird. Zu ähnlich sind sich Köhler und Schwan. Beide sind Wissenschaftler, beide sind jeweils genau 65 Jahre alt, beide sind politische Nullen und wären daher auch für SPD-Wähler wählbar. Gemeinsam haben sie auch den Vorteil, eigentlich schon Präsident zu sein: Köhler von Deutschland, Schwan von ihrer eigenen doofen Zonen-Uni.
Beide stehen abseits des Parteiengezänks, waren schon immer Außenseiter: Schwan, weil sie so aussieht, Köhler, weil er so unbequem ist. Dieser aufgepeitschte Tausendsassa mit Feuer unterm Hintern und Hummeln in den Eiern hat das Amt des Präsidenten neu definiert: durch unbequeme Fragen, aufsässige Entscheidungen und lästiges Gequatsche. Köhler wollte Stachel sein im Fleisch der Parteiendemokratie, Niespulver im Schnupftabak des politischen Konsenses, blutbeschmierter Widerhaken im Hals des zappelnden Buntbarschs BRD – und es gelang ihm.

Was er sich selbst abverlangt, fordert er auch von anderen. Michael Schumacher etwa verweigerte er das Bundesverdienstkreuz. Begründung: nicht unbequem genug! Einfach so im Kreis fahren, immer den anderen hinterher, immer in dieselbe Richtung! Statt gegen den Strom zu schwimmen, quer zum Alltagsbetrieb zu stehen, einmal innezuhalten im Getöse – oder aber mitten rein in die Balustrade, ein bißchen Dynamik erzeugen in der trägen Masse der apathisch herumhockenden Zuschauer. Köhler ist ein Getriebener, ein Flüchtlingskind, und Flucht bestimmt sein Leben: Von einer Stadt, von einer Amts-zeit in die nächste, von einer Flucht seines Amtsschlosses in die andere. In der Jugend mußte er auf alles verzichten: Seine erste Cola trank er erst mit 18, seine erste Flasche Nagellackentferner mit Magenschmerzen. Härte gegen sich selbst und gegen andere ist sein Credo. Aus neuen Oberhemden nimmt er die Nadeln nicht raus, er trägt Schuhe, die zwei Nummern zu klein sind, und im Bellevue sitzt er statt auf einem Bürostuhl auf einer Erbse.
Gern flucht das adrette Rumpelstilzchen auch auf die »Monster« der internationalen Finanzmärkte. Monster, die der gelernte Manchesterkapitalist miterschaffen hat, die ihm jetzt aber ebenfalls nicht unbequem, nicht monströs genug sind. Andere Bestien hat der Berserker im Maßanzug bereits erschlagen: So war der Bundestag 2005 für ihn »eine handlungsunfähige radioaktive Amöbe aus dem Weltall, deren Strahlung die Reinheit meiner deutschen Spermien bedroht«. Wenig später hatte Köhler den Bundestag aufgelöst, die Amöbe wurde Bundeskanzlerin. So ist Köhler: zackzack und hinterher rumschreien.

Schwan vs. Köhler: Kampf der Giganten

Es wird das spannendste Wettrennen seit »In 80 Tagen um die Welt«! Zum zweiten Mal fordert die verrückte Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan den amtierenden Bundeskönig Köhler zum Titelkampf heraus. Größtes Problem der beiden: Präsident kann in Deutschland nur werden, wer die Mitglieder der Bundesversammlung für sich einnimmt – ein Gremium, das zur Hälfte aus den Nebenerwerbspolitikern des Bundestags besteht, zur anderen Hälfte aus ehrenamtlichen Waffenlobbyisten und wahllos zusammengekauften C-Promis.

Um diese anspruchsvolle Klientel zu überzeugen, wollen die Kandidaten diesmal einen knallharten Wahlkampf führen, mit Kampagnenzentralen nach amerikanischem Vorbild und Kugelschreibern mit witzigen Sprüchen drauf (»Du kannst mich mal kreuzweise«, »Leg Horst aufs Kreuz!«). Beide sind natürlich auf der Höhe der Zeit und wollen für ihren Wahlkampf die Möglichkeiten des Internets nutzen, Gesine Schwan vor allem Google Earth, Konkurrent Köhler dagegen eher »DasTelefonbuch.de«. Im Zentrum des Wahlkampfs soll allerdings das Image der Kandidaten als Männer bzw. Frauen mit Ecken und Kanten stehen.

Gegen diesen labilen Choleriker, der schon mal mit Briefbeschwerern nach Personal und mit Personal nach Möbeln wirft, fährt Gesine Schwan betont weibliche Tugenden auf. Sie ist die Mäßigende, Ertragende, Leidende, er ist der Rasende, der Verletzende, der Sittenstrolch. Sein Lieblingsinstrument: Standpauke, ihre Lieblingspflanze: Mauerblümchen. Zwei Fliegen, mit einer großen Klappe geschlagen. Beide könnte man sich gut als Anführer einer grotesken Sadomaso-Orgie vorstellen, aber Köhler will auf Teufel komm raus nicht in die SPD eintreten.

Also muß Gesine ran. Einige ihrer Kollegen nennen sie ein sympathisches Eigengewächs, andere ein hartnäckiges Unkraut im verwilderten Garten der Sozialdemokratie. Die Dozentin für Makropolitk und Mikromarxismus hat Wiedergänger-, ja Zombiequalitäten: Köhler kann ihr noch so oft eins auf den Dez geben, sie steht einfach immer wieder auf. Für Unverdrossenheit und Lebensmut ist sie berühmt: Alle ihre Studenten schwär-men davon, wie spaßig die fröhliche Politikwissenschaftlerin trockenen Lehrstoff zu transportieren weiß. Noch heute lacht man über ihr Seminar zur »Verelendung des Industrieproletariats im 19. Jahrhundert« im SS 06, eine Riesengaudi ihr Tutorium: »Meine Präsidentschaftskandidaturen 2004ff.«

Politik liegt ihr einfach im Blut, sie hat sie mit der Muttermilch eingesogen und seither nie richtig verdaut. Schon als junge Studentin nahm sie sich Lech Walesa zum Vorbild, wollte unbedingt so werden wie der antikommunistische Bauerntrampel: dick, besoffen und doof wie ein Mops im Haberstroh. Sie hat den Seeheimer Kreis mitgegründet – obwohl sie ihn gerne »Arbeitskreis Schwanensee« genannt hätte. Heute geht es ihr nicht zuletzt darum, das Programm der SPD theoretisch abzusichern – jetzt, da es praktisch schon verspielt ist. In ihrem autobiographischen Buch »Warum tötest du, Gesine?« hat sie drei zentrale politische Anliegen formuliert: Strukturschwache Regionen zerschmettern, Migrantenkinder zu Politikprofessorinnen ausbilden und die parlamentarische Demokratie in einen neuen Weltkrieg stürzen. »Sozialdemokraten kommt es auf jede einzelne Person an, denn jeder Mensch ist anders zu täuschen«, lachte Schwan in einem Kommentar für den Daily Bugle. Moralpredigten liebt sie nicht, geht aber trotzdem jeden Sonntag in die Kirche (katholisch). Wenn die Predigt anfängt, holt sie dann einfach ihren iPod raus, nickt sanft zum Beat von Enya oder Hörbüchern. 

Neben der Moral ist ihr anderes großes Hobby das Lachen. Es gibt kein Foto, auf dem man die fidele Mittneunzigerin nicht wild auflachen sieht. Freunde bezeichnen sie als den Sonnenschein der Partei: setzt man sich ihr ungeschützt aus, bekommt man Krebs. Durchaus versteht sie auch Spaß und Spott auf eigene Kosten. »Machen Sie ruhig Witze über meine komische Frisur«, lachte sie neulich in einem Spiegel-Interview, »und vielleicht auch über die auf meinem Kopf. So wirke ich sympathischer.« Böse Scherze läßt die charamante Endzeitgestalt einfach an ihrem Herzen aus Eis abprallen. Bei ihr ist einfach kein Wässerchen zu trüben – wenn sie nicht gerade nackt darin badet.

Denn dem Stern gestand das fröhliche Naturkind diese geheime Leidenschaft: das Nacktbaden. Gleich ob im Wannsee, in der Menge oder im Badezimmer – diesen frechen Spaß läßt sie sich von niemandem verbieten, da sind sie und ihr Mann Peter Eigen eigen. Ihr Wappen- und Namenstier, der Schwan, teilt viele ihrer Eigenschaften: das Planschen in öffentlichen Gewässern, die seltsam verformte Halspartie und die Eigenschaft, nach jedem kleinen Brotkrümel zu schnappen. »Natürlich habe ich nicht die geringste Chance«, lacht die knuffige Schreckschraube mit dem Herzen aus Zahngold, »aber für ein bißchen Medienaufmerksamkeit muß man heute eben Federn lassen.«
Die Vorzüge, die ihr Amt als Chefin der einzigen deutschen Osteuropa-Universität mit sich bringt, weiß sie zu schätzen: Jeden Montag steht auf ihrem Parkplatz ein neuer Dienstwagen – gestiftet von dankbaren Polen. »Die können auch anders«, lacht sie dann. Sie ist für Polen, was Köhler für Afrika ist: ein Engel, den der Himmel schickte, bzw. ein unbestellter Bescheidwisser ohne Geld. Die intime Kenntnis des freudlosen Nachbarlandes wird ihr im Wahlkampf zugute kommen: Denn auch der Pole Horst Köhler, geboren in Skierbieszów, fällt in ihr Ressort: »Ich weiß, wie der tickt. Nicht ganz richtig.«
Den Kampf gegen ihn führt sie mit klaren Worten. »Ich werde mich nicht konkret über die Amtsführung von Horst Köhler äußern«, bemerkte sie spitz im Spiegel-Interview. Vergleiche der Finanzmärkte mit »Monstern« lehnte sie energisch ab: »Monster machen mir Angst, sie erinnern mich an eine Gespensterbahn«, sagte sie im selben Interview. Da hält sie sich lieber die Augen zu oder schleckt Zuckerwatte. Doch eine Geisterbahnfahrt wird auch der Wahlprozeß selber. Schwan kündigte an, sie wolle »Stimmen aus allen Parteien werben, aus allen«. NPD, DVU und Autofahrerpartei sind leider noch nicht in der Bundesversammlung vertreten, bedankten sich aber schon mal für die »schöne Geste«. Zuletzt kündigte sie an, auch auf CDU/CSU zugehen zu wollen: den Christdemokraten fühle sie sich unter anderem ihrer religiösen Werte wegen nahe. So ist Schwan: allen Werten gleichermaßen aufgeschlossen. Gleich ob religiöse, liberale, grüne, rote, braune, Leber- oder Börsenwerte – aber Werte müssen es sein! Wertlosigkeit ist für Schwan ohne Wert.

Dem schnellen Flug ins Präsidentenamt steht Schwan nur eins im Wege: die Linkspartei. Von ihr wird entscheidend abhängen, ob es dem häßlichen Entlein Schwan gelingen wird, sich zum stolzen häßlichen Schwänlein (Ente) zu wandeln. Denn ohne die Stimmen der Kommunisten wird es nicht gehen. Sich von den Linken abgrenzen und zugleich um ihre Gunst werben; in der Bundesversammlung Hü rufen, im Bundestag Hotpants tragen – das wäre ein Drahtseilakt ohne Netzempfang. Zumal Lafontaine bereits angekündigt hat, Schwan könne sich die Präsidentschaft praktisch schon abschminken – ihre Strategie, durch permantes Beschimpfen des Saarländers als »Demagoge«, »Windhund« oder »Inzestmonster« bei der Linkspartei Sympathien einzuwerben, scheint noch nicht aufzugehen. Die geht nämlich lieber eigene Wege. Derzeit ist sie auf der Suche nach einem eigenen Kandidaten, aus dem bürgerlichen Lager, mit Ausstrahlung auch über die Zielgruppe hinaus. Einer hat sich bereits selbst auf die Wunschliste gesetzt: Horst Köhler. Man wünscht ihm Glück.

 

Leo Fischer/Mark-Stefan Tietze

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

  • 03.02.:

    Die "Kronen-Zeitung", Heute.at und Oe24.at freuen sich über Österreicher auf dem TITANIC-Titel "100 Jahre NSDAP".

Titanic unterwegs
20.02.2020 Weimar, Mon Ami Max Goldt
20.02.2020 Düsseldorf, Schauspielhaus Martin Sonneborn
21.02.2020 Stuttgart, Theaterhaus Max Goldt
21.02.2020 Frankfurt, Nebbiensches Gartenhaus Oliver Maria Schmitt