TITANIC Gold-Artikel

#BlasebalgLeaks – Eine "Focus"-Meldung und ihre Geschichte

Wie TITANIC dem Faktenportal "Focus online" zu einer tausendfach geteilten Schocker-Story über autohassende Autonome und perfide Feinstaubmanipulation verhalf.

Autos, Autos, Autos. Seit Monaten redet das ganze Land über nichts anderes mehr – außer vielleicht ab und zu darüber, wie man "effektiv abschieben" könne. Noch viel mehr Angst als Nafris und Araber-Clans machen den Deutschen allerdings unheilige Dieselfahrverbote und sinistre Tempolimits auf Hitlers freien Autobahnen. Ganz unterschiedliche Menschen aller Couleur fürchten, dass Autofahren demnächst kriminalisiert wird: AfD-Mitglieder, "Bild"-Leser, "Welt"-Leser und auch die fakteninteressierte "Focus"-Leserschar. In Hunderten Facebook-Gruppen wie "Tempolimit – nein danke" und "Gegen Diesel-Fahrverbot" organisieren sie sich und tauschen sich über die niederträchtigen Umtriebe der Grünen, der "Deutschen Umwelthilfe" und überhaupt des ganzen linksversifften Packs aus. Wie kann man diese überaus besorgten Menschen noch erreichen?

Mit einem Video! Wer die Petrolheads aus ihrem Wahn retten will, muss sie zunächst im selbigen stabilisieren und bestätigen. Das denken sich jedenfalls die TITANIC-Redakteure Leonard Riegel und Moritz Hürtgen, als sie im Februar mit Blasebalg und Sturmhaube bewaffnet die Redaktion verlassen. Sie wollen in einem kurzen Tutorial zeigen, wie Frankfurter Linksextremisten tatsächlich Feinstaubmessstationen manipulieren, um die Werte künstlich hochzujazzen und damit Fahrverbote zu erzwingen. Einen kurzen Videodreh an der Messstation am Friedberger Platz (Frankfurt) und eilige Schnittarbeit auf Hürtgens Smartphone später, sieht man ihn als kopfsockigen Intensivtäter bei der Arbeit:

Anm.: Weil sich Riegel und Hürtgen während des Drehs teilweise über private Kochrezepte unterhielten, wurde auf die Tonspur verzichtet. Unbedingt ohne Kopfhörer anschauen!

Ein Video, das alle geläufigen Annahmen über Autonome untermauert: vermummt, feige und zu allem bereit. Nur wie bringt man das Beweismaterial an die richtigen Leute? Bei der monatlichen TITANIC-Lesung im Frankfurter Club Voltaire präsentiert die Redaktion stolz das Video und hofft, dass sich wenigstens ein oder zwei Autonarren ins Publikum verirrt haben. Vergebens! Nirgends im Netz taucht das Terrortutorial auf, obwohl die Redaktion inzwischen alle "Pro Auto"-Gruppen auf Facebook frequentiert.

Wer die "Focus online"-App auf seinem Smartphone installiert hat, weiß, dass die Münchner Vollgasjournalisten jeden Tag zwischen fünf und hundert Push-Mitteilungen zum Thema Pkw ausgeben. Müsste das Faktenmagazin nicht zwingend berichten, wenn das Autohasser-Filmchen z.B. beim linksextremen Portal "Indymedia" auftaucht? Na klar, es müsste! Weil Hürtgen aber zu faul, unbedarft und unschuldig ist, um tatsächlich etwas auf der Autonomen-Website hochzuladen, sucht er einfach eine Indymedia-URL, die ins Leere führt, und bittet TITANIC-Technikfuchs Alexander Golz, einen Screenshot zu fälschen, der auf den ersten Blick belegt, dass das Video vor kurzem bei Indymedia und Youtube online war.

Als die Redaktion schon beim "Focus" anrufen will, um die heiße Story kollegial auf der kurzen Dienstautobahn anzubieten, fällt in letzter Sekunde auf, dass es zur Sicherheit wohl lieber einen glaubwürdigen und rechtschaffenen Mittelsmann braucht, der das Video lanciert. Und so wird Hürtgen zum Münchner Bürger "Michael Leitmayr", der als Hobby "linke Aktivitäten überwacht" und das brisante Beweismaterial angeblich einsammelte, bevor die Autonomen von Indymedia Video und Blogeintrag wieder löschten. Prompt antwortet der zuständige "Auto"-Redakteur V. des "Focus", als Leitmayr ihm per Mail Video, Screenshot und die ins Leere laufenden Links schickt:

Wenn ein Bewohner Münchens mit Nachnamen wie der "Tatort"-Kommissar der bayrischen Landeshauptstadt heißt, schafft das wohl Vertrauen. Leitmayr sagt für ein Telefonat zu und gibt seine Nummer durch. Wenige Minuten später, am späten Nachmittag des 12. Februar 2019, ruft der „Focus“-Mann an.

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Bei Anruf: "Focus"!

Hürtgen/Leitmayr meldet sich mit "Servus!" original bairisch und sofort kommt ein schönes Gespräch in Fahrt. Der Autojournalist V. sagt aus, er könne die ganze Geschichte derzeit nicht verifizieren, aber: "Wir haben Leute, die sich mit Messtechnik auskennen, befragt, und grundsätzlich ist eine solche Manipulation wie im Video möglich." Es reiche sogar, eine Kerze unter die Sensoren der Feinstaubmessstationen zu halten. Als nächstes möchte er wissen, woher Leitmayr Video und Screenshot überhaupt habe. Der gibt bereitwillig zu, über einen Twitterlink auf den Indymedia-Beitrag gestoßen zu sein, er könne sich aber nicht erinnern, wie der Twitter-Account hieß, der es gepostet hatte. Darin sieht der "Focus"-Mann überhaupt kein Problem und lobt seinen Informanten: "Gute Reaktion, immer alles sofort sichern. Ich wusste gar nicht, dass es Indymedia überhaupt noch gibt." Leitmayr versichert ihm, dass es Indymedia garantiert noch gebe und man dort regelmäßig noch viel schlimmere Aufrufe lesen könne.

V. erzählt, dass er im Zuge der "G20-Randale" seinerseits auch Screenshots von Indymedia gesichert habe, nämlich "als Autonome dazu aufriefen, Autohäuser anzuzünden". Leitmayr ist froh, an einen so verständigen Redakteur geraten zu sein: "Ich habe mich an den Focus gewandt, weil da wenigstens noch etwas Sachverstand ist." V. sieht das ähnlich: "Wir sind eines der wenigen Medien, die überhaupt kritisch berichten." Gemeinsam lästern die beiden noch ein paar Minuten über Feinstaub-Wahn und Messwerte-Irrsinn, bis Redakteur V. zur Sache kommt: "Als Geschichte wäre es schon mal ein Knaller. Da machen wir sicherlich auch was dazu. Ich überlege, ob es Sinn macht, das Material der Stadt Frankfurt auch noch mal vorzulegen." Leitmayr bedankt sich für das nette Gespräch, ermuntert V., weiter zu recherchieren, und verspricht noch einmal, dass es in autonomen Kreisen seines Wissens durchaus üblich sei, Aktionsanleitungen auszugeben und dann schnell wieder zu löschen.

Tags drauf verbringt die TITANIC-Redaktion den ganzen Mittwoch damit, alle 30 Sekunden „Focus online“ zu aktualisieren, was wahrlich kein Vergnügen ist. Doch die Meldung über die Missetaten der Frankfurter Autonomen bleibt aus. Stattdessen zig Meldungen über EU-Feinstaub-Entschlüsse und 1001 Lungenärzte. Haben die "Focus"-Recherchen diese Superstory gekillt? Nein:

Irgendwann in der Nacht zum Donnerstag geht bei "Focus online" endlich der Artikel "Autonome verbreiten Anleitung zur Manipulation von Feinstaub-Messstationen" online. Mit Screenshots aus dem Video und von der Indymedia-Seite versichert das Faktenmagazin, dass das Ganze zwar "auf den ersten Blick nach einem schlechten Scherz aussieht", aber "offenbar ernst gemeint" sei. Am frühen Morgen bekommt Hürtgen bzw. Leitmayr eine Mail von Redakteur V., enthalten sind der Link zum Artikel, eine knappe Danksagung und ein Smiley (Zwinker). In der TITANIC-Redaktion wird mittags die Frage diskutiert, ob man nicht dieses eine Mal zu weit gegangen sei: Der "Focus" verbreitet exklusiv Anleitungen für linksradikalen Terror, die vorher niemals und nirgendwo öffentlich einsehbar online waren. Macht sich das Münchner Magazin damit strafbar?

Die Meldung an sich ist jedenfalls ein Riesenerfolg und exakt der "Knaller", den Autoredakteur V. vorausgesagt hat. Nachdem der "Focus" sie bei Facebook zurückhaltend über nur drei seiner über 15 Seiten ("Focus online", "Focus online Auto" und "Focus online Politik") ins Netz gedroschen hat, zirkuliert sie nach kurzer Zeit in Hunderten Anti-Tempolimit- und Anti-Dieselverbot-Gruppen und wird von Tausenden Profilen geteilt. Auf Twitter freuen sich die konservativen Superstars Ulf Poschardt ("Welt") und Jan Fleischhauer ("Spiegel") darüber, dass auch das Faschoblatt "Junge Freiheit" die Geschichte kurze Zeit später aufnimmt – und sie dessen Inhalte damit endlich einmal teilen können. Dass einen Tag später auch noch der beliebte Alzheimer-Blog "Achse des Guten" über den Aufruf zu Feinstaubmanipulation berichtet, ist nur noch ein Tropfen auf die heiße Motorhaube.

Denn in den sozialen Netzwerken wüten längst unzählige Nutzerinnen und Nutzer über den unbekannten Autonomen, der den Schlauch einer gelben Fußpumpe in einen Peugeot-Auspuff hält und danach halb auf eine Feinstaubmessstationen kraxelt, um ein paar Mal in den Wind zu pumpen. Sie wünschen ihm und allen anderen "Linksfaschisten" den Tod, wollen ihn an die Wand stellen, ins Gas geben und – na klar! – überfahren.

Ein Jahr nach dem #miomiogate ist es deutlich schwerer geworden, mit beschränkten Mitteln hanebüchene Geschichten bei Qualitätsmedien unterzubringen. Verantwortliche von Satiremagazinen müssen sich überlegen, ob sie mit ihren bierlustigen Einfällen nicht die Glaubwürdigkeit der gesamten Medienbranche – die stets sehr bemüht ist! – aufs Spiel setzen.

Moritz Hürtgen

TITANIC wird in Kürze eine Sammlung der besten Reaktionen auf die #BlasebalgLeaks veröffentlichen. Am Freitag, den 22. Februar, erscheint die Märzausgabe des endgültigen Satiremagazins mit einem großen Autospezial und einer Telefonaktion, für die gemeinsam mit dem Verkehrsministerium weitere Stimmen des Zorns bei deutschen Autoliebhabern eingeholt wurden.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 25.03.:

    Die "Osnabrücker Zeitung" berichtet über Martin Sonneborn und dessen Vergangenheit in Osnabrück.

Titanic unterwegs
26.03.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
26.03.2019 Münster, Aula am Aasee Martin Sonneborn
27.03.2019 Lingen, Centralkino Max Goldt
27.03.2019 Zürich, Kosmos Thomas Gsella