Vom Fachmann für Kenner | Mai 2008


Lost in Epilation

Vor einer Generation ließen Frauen ihre Haare wachsen, wo sie wuchsen. Inzwischen epilieren sie nicht nur die Beinhaare, sondern häufig wird auch das Schamhaar bis auf einen kleinen Streifen in der Mitte zugeschnitten. »Hitlerbärtchen« nannte das neulich ein Bekannter. Seitdem warte ich in der Sauna darauf, daß eine solcherart Geschorene zu mir spricht: »Von unserer Bewegung geht die Erlösung aus, das fühlen heute schon Millionen.« Ist aber bisher noch nicht passiert.

Christof Goddemeier

Copyleft

Es ist leicht, liebenswerte Menschen zu lieben. Es braucht hingegen ein gerüttelt Maß an geistiger Größe, liebenswerte Menschen zu hassen.

Lieber Leser, liebe Leserin! Dieser Aphorismus ist ein Open-Source-Aphorismus und public domain, er darf folglich auch ohne Einverständnis des Verfassers beliebig kopiert, verbreitet, genutzt und verändert werden. Der Quellcode ist der folgende:

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      Es ist leicht, liebenswerte Menschen zu lieben.
      Es braucht hingegen ein gerüttelt Maß an geistiger Größe,
      liebenswerte Menschen zu hassen.
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Leo Fischer

Unwillkommener Anruf (2)

Anruferin: »Guten Tag, Herr Wolff! Sie wollen doch sicher Geld sparen?«

Ich: »Ich weiß genau, warum du anrufst, Kleine.«

Anruferin: »Äh, ja, ich will Ihnen helfen, Geld zu sparen!«

Ich: »Du mußt hier nicht um den heißen Brei rumreden. Sei wie alle anderen morgen um 14 Uhr beim Shooting, frisch gewaschen und rasiert, und vergiß nicht, einen Einlauf zu machen.«

Anruferin: »Wie…?«

Ich: »Pünktlich sein, sonst verpaßt du was.«

Klick.

Moses Wolff

Damals auf der Onkologie

Dem Arzt sah man bereits am Gesichtsausdruck an, daß er eine schlechte Nachricht überbringt; der Tumor in meinem Kopf habe sich doch als erheblich größer erwiesen als zunächst vermutet. Meine Freundin legte mir tröstend die Hand auf mein Bein. Als der Arzt auf meine besorgte Nachfrage, wie groß man ihn sich denn ungefähr vorzustellen habe, aber antwortete: »Nun ja, so ungefähr hühnerfaustgroß«, schlug sie mir heftig auf den Oberschenkel, während das Lachen nur so aus ihr herausplatzte. Hühnerfaustgroß! Das erzählt sie heute noch mit Tränen in den Augen als erstes, wenn jemand nach meiner Operation fragt.

Richard Havelka

Freier Wille

Wo’s grad Mode dummer Kerle ist, von der sozusagen diktatorischen Dominanz chemischer Hirnvorgänge zu faseln und ergo theoretischen Unmöglichkeit der Bedingung der Möglichkeit freien Willens und Entscheidens, hier der federleichte Gegenbeweis: In exakt zwanzig Sekunden werde ich, Thomas Gsella, das Wort »Abendessen« schreiben, sehen Sie, da steht es, »Abendessen« und nichts anderes. Und, weil’s so schön war, in dreißig Sekunden gleich noch mal… 15… 10… 5… »Galapagos«. Das also dazu!

Heinrich Boll

Abschreckung

Als ich neulich las, daß ein junger Mann im Zoo in einen Löwenkäfig eingebrochen war und gefressen wurde, habe ich mir sofort ­Gedanken über Präventivmaßnahmen ­gemacht. Man sollte solche Käfige vielleicht einfach von irgendeinem Tier ­bewachen lassen, das jeden angreift, der versucht, in den Käfig zu gelangen.

Lukas Lohmer

Medizinischer Erfolg

Nach jahrzehntelanger Forschung konnte nun endlich der Erreger von Depressionen ermittelt werden. Es handelt sich um sogenannte Melancholibakterien.

Volker Surmann

Anteilnahme

Da war ich dann doch ­bestürzt. Ein Kumpel hatte mir erzählt, daß eine ­dieser blonden Promi­frauen mit Hirnschlag im Kranken­­haus liege; er meinte, sich an den Namen Barbara Schöneberger erinnern zu können. Zu Hause gleich Frau Schönebergers Homepage überprüft. Die war aber immer noch quietschfidel. Dann die Stichworte Hirnschlag und Promi ­gegoogelt. Daß es demnach Gabi Kösters getroffen hatte, konnte meine Enttäuschung kaum lindern. Schade, wirklich schade.

Tobias Sudhoff

Casting

Auch ich habe mich schon einmal casten lassen. Ich kam in diesen hell ­erleuchteten Raum und mußte mir unangenehme ­Fragen gefallen lassen. Die Antworten, die ich gab, wurden ignoriert oder mit noch erniedrigenderen Bemerkungen quittiert. Dann mußte ich Atemübungen exerzieren, während der Chef der Jury mir mit seinen langen kalten Fingern an die ­Hoden faßte und intensiv an ihnen herumknetete. Anschließend forderte er mich auf, meine Vorhaut zurückzuziehen. Wie das so ist in so einer Situation: Man denkt nicht darüber nach, sondern macht, was einem gesagt wird. Und so konnte mir die ­Jury am Ende das schöne Ergebnis mitteilen: »wehrfähig«.

Nils Heinrich

Es bleibt dabei

Auch wenn es heute allerorten gefällt, die Klassiker als nicht mehr ganz zeitgemäß zu verunglimpfen – wer beispielsweise schon einmal eine längere Wanderung unternommen hat, weiß, wie recht der alte Goethe doch hatte: »Brotzeit ist die schönste Zeit!«

Marcel Vega

Latin Lovers

Als Freund des gepflegten Fremdworteinsatzes hat man es nicht leicht. An Kummer gewöhnt und entsprechend leidensfähig, nehme ich es kommentarlos hin, daß halbgebildete Menschen coram publi­cum dezidiert tempi und mores beschwören. Als aber kürzlich in einer gepflegten Runde konferenzialen Smalltalks ein – unbenommen – wichtiger Teilnehmer ­allen Ernstes behauptete, er müsse »stante ­pene« weg, weil er noch etwas Dringendes zu erledigen habe, war meine Akzeptanzschwelle überschritten.

Daniel Dietzfelbinger

Guter Deal

Vor dem Restaurant stehen Raucher. ­Eine aufgetakelte Frau mit Anhang beschwert sich lautstark, daß sie nun durch ein ­Spalier von Rauch ins Lokal muß; es fällt auch das unvermeidliche Wort vom Nichtraucherkrebs. Darauf einer: »Also, ich übernehme gerne die moralische Verantwortung für Ihren Krebs, wenn Sie zu­sichern, daß Sie ihn auch wirklich bekommen.«

Charly Geisler

Dreh am Typenrad

Ihr Blick hatte etwas Unbarmherziges. Er zwang mich, meine seelische Beschaffenheit zu ergründen und vor allen Leuten zu offenbaren. Ich entschied hastig, mich mit meinen bald vierzig Jahren nicht mehr mit einem »Schlingel« identifizieren zu können. Den »Kraftprotz« ­auszuschließen fiel mir ebenfalls leicht – leider. ­Während man um mich herum bereits ­hüstelte und mit den Füßen scharrte, verwarf ich auch den »Sunnyboy«, der mir bestimmt gut gestanden hätte, und stammelte der ­Verzweiflung nahe: »Äh, hm, Kartoffelheld.«

War außerdem das billigste in dieser doofen Bäckerei.

Thomas Tonn

Leibesvisitationen

Wer von den aufdringlichen Leibesvisitationen an Flughäfen genervt ist oder ­unmetallische Kleinwaren an Bord schmuggeln möchte, kann sich eines ganz ein­fachen Tricks bedienen, der auf dem ­natürlichen menschlichen Instinkt basiert, Ekel zu vermeiden: einfach vorher einige gebrauchte, vorzugsweise noch feuchte Taschentücher in die Hosentasche ­stopfen. Wenn die Sicherheitsperson wissen möchte, was sich in der Tasche befindet, langsam eines nach dem anderen heraus­ziehen. Was sich eventuell noch darunter verbirgt, interessiert die Sicherheitsleute dann überhaupt nicht mehr, versprochen.

Michael Höfler

Ortsfremde!

Wenn Ihr Eure Oma im Altersheim in Stuttgart besuchen möchtet und auf der B10 von Esslingen kommt – »Deponie Einöd« ist die falsche Ausfahrt. Es ist erst die nächste.

Anna-Christin Kramer

Sparen

Gestern abend schaute ich mir eine ZDF-Wirtschaftssendung mit interessanten Spartips an und wurde in meinem Fernsehvergnügen dauernd von der Einblendung einer Hotline-Telefonnummer gestört. Kurz überlegte ich, ob ich zum ­ersten Mal im Leben bei so etwas anrufe und darum bitte, die nervige Einblendung für den Rest der Sendung wegzulassen. Hab’s dann aber mal schnell durchgerechnet – Umschalten kam letztlich billiger.

Mark-Stefan Tietze

Überführt

Mein Lieblingstrick von James Bond ist der mit dem Haar am Schrank – einfach, günstig und genial. Der Superagent hegt den Verdacht, daß die Gegenseite seinen Schrank durchstöbern könnte. Bevor er also sein Hotelzimmer verläßt, reißt er sich ein Haar aus und klebt es mit ein wenig Speichel so über die Schranktür, daß diese nicht unbemerkt zu öffnen ist. Genau diesen Trick habe ich gegenüber meiner Freundin angewandt. Als ich abends kurz mal weg mußte, verstaute ich das ihr zugedachte Geburtstagsgeschenk in der Abstellkammer, klebte ein Haar über die Tür und verbot ihr, die Kammer zu betreten.

Als ich zurückkam, wurde ich eines Vertrauensbruchs gewahr, der mir keine andere Wahl ließ, als die Beziehung zu beenden: Das Haar war tatsächlich weg. Und das, obwohl ich die Tür sogar abgesperrt und den Schlüssel mitgenommen hatte!

Bernhard Löwenberg

Kapiert

Zur Aufwertung der heimischen Akustik habe ich vor einer Weile die Unter­haltungselektronik in meinem Wohnzimmer mit einem AV-Receiver bestückt. Nun, da ich durch wochenlanges Probieren weiß, wie er funktioniert, verstehe ich auch die Betriebsanleitung.

Volker Schwarz

Man muß auch gönnen können

Als ich meinem Sohn die Jacke ­zuknöpfte, um ihn zum Kindergarten zu bringen, grinste er wie ein glückliches Marzipanschwein. Nach dem Grund seiner Lebensfreude befragt, gab er zu Protokoll, er freue sich »ganz schön« auf den Kindergarten. »Warum denn? Gibt es heute ­mittag Pfannkuchen?« Er sah mich durchtrieben an: »Heute ist bestimmt wieder Aysegül zum Fesseln da.« So heißt die schätzungsweise siebzehnjährige türkische Praktikantin. »Ich weiß, was du meinst«, sagte ich tonlos.

Frank Schäfer

Hochsensibel

Ein Luftzug wie von einer Aschenflocke eines verbrannten Briefes verursacht, die nach Mitternacht über einen Rasen schwebt; ein Raunen, nicht stärker als das kaum merkliche Schaben zweier Blätter an einem Zweig, der sich in der aufgehenden Sonne erwärmt; ein Geruch wie von einem Schäferhund, der nach dem Fressen eine Stunde neben einem verbeulten Zinkeimer geschlafen hat – ungefähr so empfanden es die Betroffenen, als am 1. Mai das neue Gesetz zur Gleichstellung von Hochsensiblen Personen (HSP) in Kraft trat.

Theobald Fuchs

Zurück aus Thailand

Die aufwühlendste Frage, die sich aus meinen endlosen Diskussionen mit einem buddhistischen Schweigemönch ergeben hat, ist die, ob Existenz eine Illusion ist oder ob wir uns das nur einbilden.

Lukas Mirowski

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo:&nbsp;98,60&nbsp;EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:&nbsp; "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo:&nbsp;98,60&nbsp;EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn