Briefe an die Leser | Mai 2011


Und wen, Liedermacher Stephan Sulke (67),

entdecken wir da im Kölner Stadt-Anzeiger vom 19. März mittenmang der Todesanzeigen? Sie! Mit einer Einladung zu einem Konzert im Beerdigungsinstitut Pütz-Roth in Bergisch-Gladbach. Herrjemine. Ist das Ihr Ernst? Ist es so ernst? Sie stehen doch nach dem Konzert wieder auf, oder?

Stephan, mach kein’ Quatsch!

Titanic

Klaus von Dohnanyi (SPD)!

Kaum hatte man in einer Talkshow am 16. März das Thema Kernenergie für die hiesige Regierung als heikel identifiziert, gefiel es Ihnen, den solcherart Geprüften mit einem Wort des ehemaligen US-Präsidenten Harry Truman unter die Arme zu greifen: »Wer die Hitze nicht aushält, sollte die Küche verlassen.« In der Tat, Dohnanyi! Wenn hier jemand über einschlägige Erfahrungen verfügt und mit einem munteren Spruch aushelfen kann, dann zweifellos Harry Truman – im August 1945 ließ er zwei Atombomben auf Japan werfen, die mindestens 250000 Menschen grillten. Da gewinnt die heiße Küche gleich an metaphorischer Wucht, was? Doch ob sich die ewigen Zauderer von der Bundesregierung Ihren Ratschlag zu Herzen nehmen und etwas ähnlich Kühnes versuchen, wagt zu bezweifeln:

Titanic

Steffi zu Guttenberg!

Der Bunten erklärten Sie mit markigen Worten, daß Ihre so derb gedemütigte Sippschaft keineswegs ans Auswandern denke: »Wir sind eine deutsche Familie, und Deutschland ist unsere Heimat.« Bei all dem Unfug, der Ihnen sonst durchs Rübchen ramentern mag – da, Frau Guttenberg, liegen Sie goldrichtig! Papa ist Trickbetrüger, Mutti arbeitet in der Pornobranche, der Urgroßvater war in ein politisches Attentat verstrickt, Opi schikaniert Musiker, und die Kinder werden in einem dunklen Gemäuer vor der Öffentlichkeit verborgen – eine schrecklich deutsche Familie ist das fürwahr! Bleiben Sie hier, Frau Guttenberg, und leuchten Sie uns auch weiterhin als strahlendes Vorbild allerblondesten Deutschtums!

Die Fahne hoch:

Titanic

Alles, dumme FDP,

machst Du falsch, aber auch wirklich alles. Was zum Beispiel läßt Du zum Thema Personalmangel in der Bundeswehr verlautbaren? Als Freiwilligenarmee müsse sich die Truppe »als Arbeitgeber noch attraktiver« machen? Je nun, wie denn das? »Dafür müssen zeitnah schlüssige Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und zur Nachwuchsgewinnung ergriffen werden.« Ach, FDP! Attraktivitätssteigerung und Nachwuchsgewinnung, das hat Rot-Grün schon lange gemacht und nannte man damals »Öffnung der Bundeswehr für Frauen«.

Mal lieber an der eigenen Attraktivität arbeiten, rät:

Titanic

Prima, Habermas,

daß Sie sich mal wieder in der Süddeutschen zu Wort gemeldet haben, um ganzseitig unter anderem auf ein spezielles Problem in der EU hinzuweisen, nämlich »die rechtliche Unverbindlichkeit der intergouvernementalen Vorverständigung über Politiken, die in Kernkompetenzen der Mitgliedsstaaten und ihrer Parlamente eingreifen«. Habermas, was sollen wir sagen! Deckt sich voll mit unserer Analyse! Während die »Neue Unübersichtlichkeit«, für deren Entdeckung Sie bereits 1985 mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt wurden, bislang nur Musik, Literatur und Architektur infiziert hatte und dort zur pluralistischen Ausfransung führte (»Musiken«, »Literaturen«, »Architekturen«), greift die Krake nun auch auf die Politik über! Sprich: Jeder Staatsmann treibt seine eigene Politik! Keine zwei Staaten, die genau die gleiche Politik machen! Folglich ist man schier gezwungen, von »Politiken« zu sprechen! Saukompliziert das alles!

Nur, Habermas, wenn wir es so recht bedenken: Sind nicht auch Sie bei jedem kunstvoll konstruierten Satz, den Sie uns hinwerfen, strenggenommen ein anderer? Ist es nicht allzu naiv und vereinfachend, bei so einem wuchtigen politischen Essay von einer einzigen, kohärenten Person als Autor auszugehen? Hätten die Süddeutschen Zeitungen also nicht besser daran getan, über Ihren Text, Pardon: Ihre Texte drüberzuschreiben: »Von Jürgens Habermasse«? Und sollte man die Singulare in diesen scheißkomplexen Zeiten nicht generell abschaffen? Auf daß die Philosophien und Soziologien endlich komplett verrückt werden?

Nur zu! Singulär bleibt einzig:

Titanic

Jaja, Robbie Williams!

Wir kennen die schicken Sprüche: »Pink ist das neue Schwarz«, »Leise ist das neue Laut«, »Vierzig ist das neue Dreißig«, jajaja. Aber in Ihrem 37jährigen Fall, teilten Sie den Fans bei der Echo-Verleihung müde mit, heißt es nun plötzlich: »Zu Hause bleiben ist das neue Ausgehen.«

Ach herrje. Ist 37 also doch nicht das neue 27? Und wie soll das alles weitergehen? Kakao ist das neue Koks? Wollsocken sind das neue Wildsein? Heizdecke ist das neue Hotlife? Nur die Musik von Robbie Williams ist und bleibt derselbe alte Scheiß? Williams, Williams, wenn wir Sie mögen würden, wir würden uns Sorgen um Sie machen. Aber so…

Zu Hause bleiben!

Titanic

Und, Rösler!

Im April gestanden Sie als frischgekürter Vizekanzler der Sonntags-FAZ eine geheime Angst vor innerparteilichen Rivalen: »Wenn ich in Hannover meine beiden Stellvertreter im Café sitzen sehe, setze ich mich einfach dazu. Wer hier [in Berlin] zwei Stellvertreter im Café sieht, kommt immer auf den Gedanken, daß sie gerade besprechen, wer Vorsitzender anstelle des Vorsitzenden wird.« Nun ist diese Sorge aber keine frisch erwachte, sondern reicht weit in Ihre traumatische Zeit als Landesminister zurück, wie schon in TITANIC 05/09 dokumentiert: »Wer in Berlin ein hohes Amt hat und sieht, wie zwei seiner Stellvertreter gemeinsam irgendwo sitzen, würde er denen sofort unterstellen, die wollen Vorsitzender werden«, sagten Sie, etwas schräg, der Süddeutschen im Mai 2008; im Februar 2009 erfuhr dieselbe: »Wenn ich hier meine zwei Stellvertreter Kaffee trinken sehe, denke ich: Das sind nette Kerle – und setze mich dazu. In Berlin muß ich fragen, ob die gerade überlegen, wer von beiden mich ablöst.« Dem Stern schließlich steckten Sie im Juli 2009: »Wenn ich in Berlin in irgendeinem Amt zwei Stellvertreter hätte und würde die im Café sitzen sehen, würde ich alles glauben, nur nicht, daß sie sich zufällig träfen. Ich würde unterstellen, die wollen mich stürzen.« Warum nur, Rösler, gehen Sie denn immer noch in Cafés, in diese Brutstätten der Niedertracht? Warum nur nähren Sie immer noch gleich zwei Stellvertreter an Ihrem Busen, dem ausgezehrten, wunden? Und warum nur lassen Sie sich von jener fiesen Intrigantenpartei FDP in immer noch höhere und höhere Ämter tragen, wenn die Angst vor dem Sturz Sie so beutelt? Schmeißen Sie doch einfach hin!

Darüber freute sich niemand mehr als

Titanic

Oho, FAZ.net,

dachten wir schon, als wir Deine angenehm deutliche und drastische Artikelüberschrift »Eine Hetzseite im Netz schürt puren Haß« lasen. Oho, jetzt geben sie’s ihnen aber! Aber dann ging’s leider doch nicht um Bild.de, sondern wieder nur um isharegossip.com und schlechtgelaunte Gören.

Bissi enttäuscht:

Titanic

Oliver Thoma!

Sie fragten am 15. März in der WDR-Hörfunksendung »Profit«, ob es eine Garantie dafür gebe, daß in Ökostrom »kein Atom drin ist«. Während sich die dortigen Experten nicht festlegen wollten, hat unsere Wissenschaftsredaktion recherchiert: Strom der guten wie auch der bösen Stromlieferanten enthält praktisch nur Elektronen und null Atome. Gut, was?

Ihre Yogeshware von der

Titanic

Markus Söder (CSU)!

Als bayerischer CSU-Umweltminister und selbstredend hartnäckiger Atomkraft-Befürworter stellten Sie sich am Tag nach Fukushima an die Spitze der Anti-Atomkraftbewegung. Und für das Problem der alternativen Stromerzeugung, das Sie bis dato für unlösbar erklärt hatten, war nun auf einmal der Trichter gefunden: »Ich möchte viel mehr Wind haben!«

Nein, Söder! Wirklich noch mehr? Überlegen Sie mal: Kaum nähert sich Ihnen ein Mikrophon oder gar eine Fernsehkamera, setzt bei Ihnen doch seit jeher eine völlig konkurrenzlose Windproduktion ein. Und im Gegensatz zur launenhaften Natur stehen Sie windschnittiger Windbeutel ja 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag zur Verfügung!

Für ein striktes Windkraft-Moratorium:

Titanic

Spiegel online-Kolumnist Georg Diez!

Man muß ja Klagenfurt nicht mögen; und die deutsche Literatur »als das letzte Refugium nationalstaatlicher Spießigkeit«, darüber könnte man reden. Aber was soll denn bitte das: »Die Welt muß draußen bleiben. Das lernen Germanisten schon im Studium. Balzac, Flaubert, Proust, Joyce, Fitzgerald, James, Dostojewski, Bassani, da schauen Sie bitte mal einen Schalter weiter: Wir hier machen lieber in Mittelhochdeutsch und Minnegesang.« Ja was denn sonst? »Die Sonderpädagogik muß draußen bleiben, das lernen Chemiker schon im Studium«? Wir, Diez, verraten Ihnen was: Germanistik, das ist die Wissenschaft vom Deutsch. Wer Balzac, Flaubert, Proust, Joyce, Fitzgerald, James, Dostojewski, Bassani kennenlernen will, der studiert dann eben Romanistik, Anglistik oder Komparatistik; und als Beweis für die unspießige Literatur auf Weltniveau immer und immer wieder das präpotente Altherrenduo Biller/Krausser aufzurufen, das ist halt genauso spießig wie der Kitschgedanke, Literatur müsse »vom Glück und der Gegenwart« erzählen.

Und außerdem heißt es Minnesang, gell.

Ihre Germanisten auf der

Titanic

Peter Schneider, Martin Walser, Siegfried Lenz, Hans-Christoph Buch!

»Dürfen wir diesen Tyrannen töten?« fragte Euch der bezüglich Gaddafi unentschlossene Focus, und nachdem Eure Abstimmung mit einem klaren 3:1 ausgegangen ist – dreimal Ja von Buch, Lenz und Schneider, einmal Nein von Walser – möchten wir gerne eine Frage anschließen: Wer macht’s? Schneider mit dem MG? Lenz mit einer vergifteten Pfeife? Oder doch Walser mit der Auschwitzkeule?

Feuer frei:

Titanic

Da Ihr, Medien,

die dahingeschiedene Elizabeth Taylor wiederholt als »eine der letzten großen Diven« zu bezeichnen geruhtet und wir aber ziemlich zweifelsfrei im Langzeitgedächtnis haben, daß Ihr diesen Titel schon der knapp davor verstorbenen Jane Russell wie auch Jahre früher mindestens Romy Schneider, Hildegard Knef, Maria Callas, Marilyn Monroe, Audrey sowie Katharine Hepburn verliehen habt: Könntet Ihr uns bei Gelegenheit aufklären, wie viele Diven da noch übrig sind? Sagt Ihr uns Bescheid, wann es die aller-, allerletzte erwischt? Und überlegt Ihr Euch danach mal eine Alternativphrase?

Selber Diva:

Titanic

Sloterdijk, alte Denkhaubitze!

Als Sie vom Schwatzmagazin Cicero nach dem »Ende des Atomzeitalters« befragt wurden, wie es der Spiegel anläßlich der japanischen Nuklearkatastrophe ausgerufen hatte, stellten Sie fest: »Das Ende des Atomzeitalters liegt eigentlich schon länger zurück. 1945 hatten wir diese nukleare Apokalypse mit den beiden Bomben über Japan.«

Ach was, Sloterdijk – so geht das mit dem professionellen Schnelldenken? Einfach das Zielband über der Startlinie spannen? Dann ist uns soeben klargeworden, daß Ihr Tod auch schon etwas länger zurückliegt. Er dürfte ziemlich genau am 26. Juni 1947 unter den Schreien Ihrer Mutter eingetreten sein.

Beileid:

Titanic

H. P. Baxxter (Scooter)!

Kann passieren: Da sitzt man bzw. sitzen Sie auf dem Rückweg von einem Konzert in Moskau im Flugzeug, und eine Gruppe von Mitreisenden bittet Sie darum, sich mit Ihnen fotografieren lassen zu dürfen, was Sie auch nicht verweigern – ohne allerdings zu wissen, daß es sich dabei nicht um irgendwelche Connaisseure gediegenen Ballertechnos handelt, sondern um Mitglieder der Rechtsrockband Kategorie C. So jedenfalls hat die Sprecherin Ihrer Plattenfirma die Entstehung des Fotos erklärt, als es wenig später im Internet auftauchte. Und hinzugefügt, daß Sie generell keinerlei Nähe zu Neonazis pflegen, sich aber nach bandinternen Diskussionen auch nicht weiter dazu äußern wollen würden, um den Rechten durch die dadurch entstehende mediale Aufmerksamkeit keine Plattform zu bieten usw. usf.

Weitere Presseerklärungen müssen aber auch gar nicht sein, Baxxter. Von Nazis distanzieren können Sie sich doch, selbst wenn dieser Begriff im Zusammenhang mit Ihrer Musik überraschen mag, viel eleganter: Bringen Sie einfach die Scooter-Hits »How Much Is The Gefilte Fisch«, »Move Your SS (Out Of My Sight)«, »I Was Made For Loving Jews« und vor allem natürlich »Haifa, Haifa« neu heraus – vielleicht als Bonustracks auf Ihrer gewiß demnächst erscheinenden »Live in Moscow 2011«-CD –, und legen Sie eventuell auch noch Ihrer Pressesprecherin Anne Glatzel einen Arbeitgeberwechsel oder eine Heirat nahe.

Und schon bleibt die Nazi-Posse für immer draußen.

Wettet der Matrosenhardchor der

Titanic

Daß Sie, Gianna Nannini,

kürzlich mit 54 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden sind, geht uns zwar genauso wenig an wie die Musik, die Sie für Ihre rucolafutternden Altersgenossinnen machen, hat uns aber trotzdem gefreut. Darum haben wir einen Mitarbeiter, der uns ein geschmackloses Wortspiel andrehen wollte (»Braten in der Rockröhre«), stante pede entlassen, ohne ihm im Arbeitszeugnis alles Gute für seinen weiteren Weg zu wünschen – ganz im Gegensatz zu Ihnen und Ihrem Kind.

Hochachtungsvoll: Ihre Mutterschutzheiligen von der

Titanic

Eine Frage nur, Finnen:

Bereits eine Woche nach dem Atomunfall in Fukushima habt Ihr Eure Botschaft in Japan als »reine Vorsichtsmaßnahme, um die Arbeit der finnischen Vertretung unter allen Umständen aufrechtzuerhalten«, von Tokio nach Hiroshima verlegt. Gab es denn in Nagasaki, das noch ein Stückchen weiter weg liegt, keine geeigneten Räumlichkeiten?

Bombenwitz:

Titanic

Und, »Süddeutsche Zeitung«!

Interessiert lasen wir Deine Reportage über »Management-Gurus«, deren Vorspann lautete: »Ihre Vorträge sind auf Monate hinweg ausgebucht. Mit dünnen Thesen und flapsigen Sprüchen verdienen vermeintliche Management-Experten viele Millionen. Ein Einblick ins Busineß der Besserwisser.« Wir haben dann bloß nicht verstanden, warum Du dazu zwischen München, Frankfurt und Hannover hin- und herreisen mußtest. Hätte nicht ein Blick in die ständigen Anzeigen Deines eigenen »Wissensforums« gereicht, in denen Du für viel Geld »Erlebnisvorträge« von »hochkarätigen Referenten« feilbietest? Zwischen Deinen Vortragstiteln »Wer positiv denkt, ist glücklicher« oder »Erfolg beginnt im Kopf« und den von Dir ob ihrer Schlichtheit verhöhnten »Guru«-Weisheiten, Frauen hätten einen anderen Führungsstil, Innovation sei wichtig und Werbung am besten sinnlich, erkennt jedenfalls keinen belangvollen Unterschied:

Titanic

Beste »FAZ«!

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg haben Deine Korrespondenten die CDU bedauert (»Genaugenommen sind auf Landesebene noch drei Ämter und zwei Dienstlimousinen zu verteilen«) und die Grünen beargwöhnt, »die nun eine Fülle von Ämtern und einige schöne Dienstlimousinen kompetent zu besetzen haben«. Fällt Dir daran etwas auf? Uns schon – nämlich eine gewisse Fixierung Deiner Wahlberichterstatter auf Ämter und schöne Dienstlimousinen. Sollte es denn aber in einer parlamentarischen Demokratie nicht um höhere Werte gehen? Also beispielsweise um Bestechungsgelder in siebenstelliger Höhe?

Fragt in aller Unschuld:

Titanic

Na na, Rihanna!

Was Sie da dem amerikanischen Rolling Stone anvertrauten, hat uns zutiefst empört: »Ich mag es, ein bißchen gehauen zu werden, und lasse mich gerne fesseln.« Schlimm, Rihanna, ganz schlimm! Warum denn nicht knebeln – und zwar dauerhaft?

Dann hätte auch was davon:

Titanic

Och, Bob Geldof!

Es ist ja nicht falsch, was Sie dem Tagesspiegel mitgeteilt haben: »Das Netz ist voller unerträglicher Langeweile. Die Typen, die sich dort groß zu Wort melden, sind genau die, die man im Pub besser ignorieren sollte. Kennen Sie diese Typen, die nur rumnölen und schlechte Laune verbreiten?«

Solche Typen kennen wir indeed, »Sir« Bob! Aber nicht erst aus dem Internet. Auch in den analogen Medien wird man nicht von diesen übelgelaunten Gestalten verschont, von denen eins der beiden Lieder stammt, die von »Die größten Hits der 80er«-Radiosendern immer nur montags gespielt werden – das gute ist von den Bangles –, und die sich ansonsten lediglich dadurch hervorgetan haben, daß sie vor Jahrzehnten Pest mit Cholera, also den Hunger in Afrika mit Phil Collins bekämpfen wollten. Und die daraus die Berechtigung ziehen, bis in alle Ewigkeiten rumnölen zu dürfen, wie schlecht die Welt doch geworden sei, vor allem durchs Internet.

Last orders please!

Titanic

Philipp Rösler (38)!

Wir halten Ihren früh gefaßten Vorsatz, mit 45 aus der Politik auszusteigen, in allen Ehren; Sie haben ihn, als FDP-Chef in spe, im Interview gerade erst wieder bekräftigt. Aber glauben Sie denn, daß es die Partei noch so lange macht? Zumal unter Ihrem Vorsitz?

Für den Sofortausstieg:

Titanic

Spiegel online!

»Fukushima-Strahlung verseucht Todeszone« – aber besser die als irgendeine andere, nicht?

Gruß aus der Satirezone:

Titanic

Deutsches Volk!

Dich trifft es mal wieder hart. Innerhalb weniger Monate mußtest Du erfahren, daß das Auswärtige Amt kein Hort des Widerstands war, die Reichspolizei weniger Freund und Helfer als vielmehr Helfershelfer der Judenvernichtung und die vor noch gar nicht langer Zeit zäh gegen die Wehrmachtsausstellung verteidigte Wehrmacht voll von mordlüsternen Sadisten.

Welche überraschenden Erkenntnisse wirst Du noch ertragen müssen? Am Ende war die Reiter-SA gar kein Ponyzirkus? Und die Totenkopf-SS sogar irgendwie lebensfeindlich gesinnt?

Da kann es nur heißen: Halte durch, deutsches Volk!

Befehl von:

Titanic

Guttenberg, alter Schlawiner!

Seit Wochen haben wir uns gefragt: Was macht der jetzt bloß den lieben langweiligen Tag? Kämmt er sich viertelstündlich die Haare? Tanzt er nackt vorm Ganzkörperspiegel? Onaniert er sich um seinen Restverstand? Oder läßt man, Guttenberg, in Ihren Kreisen onanieren?

Fast hatten wir schon Entzugserscheinungen ob Ihrer medialen Nulldiät; aber jetzt sind Sie wieder da – wenn auch nur auf Video, wenn auch nur auf Facebook. Aalglatt geölt und schmierlappig wie eh und je wippen Sie dynamisch vor der Kamera auf und nieder und wirken so natürlich und sympathisch, wie man eben wirken muß, wenn man’s partout nicht ist. Nur das Lügen ohne verräterisches kurzes Augenschließen, das haben Sie immer noch nicht ganz drauf: »Liebe (Augen zu) Facebookfreunde, von (Augen zu) ganzem Herzen (Augen zu) danke für die großartige Unterstützung in den letzten Wochen und Monaten. Ich bin aus bekannten Gründen (Augen zu) erst in den letzten Tagen dazu gekommen, die zahlreichen, ja (Augen zu) Zehntausende Kommentare (Augen zu) auch einmal zu lesen, anzulesen, und ich habe mich (Augen zu) immens gefreut. Danke dafür, und (Augen zu) wir werden voneinander hören, und (Augen zu) ich werde mich melden.«

Und schon ist wieder Schluß mit den Entzugserscheinungen. Ach, Guttenberg, alter Schleimbeutel, wenn die letzten beiden Lügen nicht ausnahmsweise leider auch einen bedrohlichen Funken Wahrheit enthielten, wäre uns wirklich wohler. Können Sie nicht weiterhin so angenehm ungehört und abgemeldet bleiben, wo Sie gerade sind? Und daß Sie auch da so glücklich werden, wie Sie im Video gern wirken wollen, das wünscht Ihnen (Augen zu) von ganzem Herzen:

Titanic

Bon, Christian Wulff!

Sauber gedacht und präsidial reagiert: »Ich möchte den Kontakt zu den Bürgern haben. Das setzt voraus, daß man auch einmal von einem Ei getroffen wird.« Womit also der von Ihnen gewünschte Bürgerkontakt zwangsläufig über geworfene Eier führt.

Wird es sich merken:

Titanic

Hey, Margot Käßmann!

Sie sind ja wieder sehr gefragt und haben daher selbstverständlich auch zu Fukushima Ihren Senf abgegeben: »Ich habe vor allem Mitgefühl mit den Menschen dort. Manchmal wünsche ich mir, es gäbe eine Stunde Schweigen auf allen Kanälen statt permanent neue Bilder.«

Dabei ist es, Käßmann, ganz leicht, diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Man muß nur wissen, wo sich der Knopf zum Ausstellen befindet. Wäre es nicht wundervoll, wenn auch Sie einen solchen hätten? Schauen Sie mal nach!

In Gottes Namen:

Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ein paar Gedanken, Ex-Eiskunstläuferin Kati Witt,

mussten wir uns nach einem Ihrer Facebook-Einträge neulich schon über Sie machen. Nicht nur, weil Sie in dem nicht enden wollenden Text extra darauf hinwiesen, keine »Corona-Verleugnerin« oder »Lockdown-Gegnerin« zu sein. Dünnes Eis. Dann schrieben Sie, dass Ihre Trainerin Frau Müller früher aus Solidarität bzw. »Teamwork!« immer mit Ihnen gehungert habe, wenn sie meinte, Sie seien zu dick fürs Eis. Wenn wir es richtig verstanden haben, fordern Sie das jetzt auch von »der Politik«, aber nur im übertragenden Sinne, also zastermäßig.

Mit den Kufen vom Eis haute es uns jedoch bei diesem Satz: »Wenn ich, die wirklich das Glück hat, hier und da einen fröhlichen TV-Auftritt absolvieren zu dürfen, langsam immer mehr den Kopf hängen lasse, mache ich mir ernsthaft Gedanken und Sorgen.« Fernsehauftritte sind für Sie Glück? Quizshows halten Sie für fröhliche Angelegenheiten? Ist Ihre Birne jetzt total vereist?

Vielleicht machen Sie sich doch besser mal Gedanken über einen heißen Grog, empfehlen Ihnen wärmstens Ihre Ernährungsberaterinnen von der Titanic

 Annalena Baerbock!

»Die CDU hat kein Abo aufs Kanzleramt«, konstatieren Sie im Stern-Interview. Sind Sie sich da auch wirklich sicher? So ein Abo wird, wenn es einmal abgeschlossen wurde, nämlich gerne vergessen und automatisch verlängert. Die letzten Bundestagswahlergebnisse sprechen zumindest dafür. Lassen Sie vorsichtshalber prüfen, ob die Merkel auch fristgerecht gekündigt hat!

Rät Ihr Abo-Service von Titanic

 Als Generalbundesanwalt, Dr. Peter Frank,

sollten Sie sich in Zukunft lieber doch wieder auf Ihre dröge Amtssprache beschränken und bildliche Ausdrücke strikt vermeiden. Denn wenn Sie in einem Interview mit dem SWR behaupten, dass Terroristen nicht vom Himmel fallen, sind Sie ja fast schon selbst ein Fall für den Generalbundesanwalt. Manchmal – Stichwort »11. September« – tun Terroristen nämlich genau dies.

Grüßt ohne Metaphern: Titanic

 Glückwunsch, Bill Kaulitz,

Glückwunsch, Bill Kaulitz,

zu Ihrer Autobiografie »Career Suicide«! Mit deren Erscheinen haben Sie im Alter von 31 Jahren – ob Sie wollen oder nicht – Ihren Lebensabend eingeläutet. Folgende Tätigkeiten stehen Ihnen somit noch zur Verfügung: Sentimental aus dem Fenster schauen; über die Zeitläufte sinnieren; im Ohrensessel sitzend ein Glas Cognac schwenken; imkern; Leute, die an Ihrem Haus vorbeigehen, böse anstarren; in Talkshows über Social Media und Gendersterchen schimpfen; Pfeife rauchen; im Hunsrück wandern; mit der Armbrust auf leere Erbsendosen schießen.

Jedenfalls nicht: Ihre Karriere als Musiker weiterverfolgen. Und dafür möchten wir uns im Voraus herzlich bedanken.

Ihre Jungspunde von Titanic

 Nicht die Bohne, Rowohlt-Verlag,

interessieren uns Kalauer, und für Witze mit Namen und für Alliterationen haben wir bekanntlich auch nichts übrig. Deshalb ist es uns auch komplett egal, ja, wir nehmen es nicht mal ansatzweise zur Kenntnis, dass Du Dein für März als »Spitzentitel« angekündigtes Werk »Die Botschaft der Pflanzen. Was wir von der Natur lernen können und wie sie uns heilt« unbedingt von einem Autor hast anfertigen lassen müssen, der laut Deinen Angaben »Burkhard Bohne« heißt. Schon klar, Rowohlt, Burkhard Bohne, wie Benjamin Blümchen. Oder Arnfried Astel. Wir haben’s kapiert. Sehr, sehr witzig. Aber uns geht’s zum Glück ja nichts an!

Naturgemäß ohne Botschaft: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zeitumstellung

Jedes Jahr im Frühling, kurz nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, dringen überall aus der Umgebung vertraute Geräusche und Gerüche in Ohr und Nase. Und man weiß: Es ist wieder angekärchert!

Markus Berger

 Kreativ beleidigen

Neues Schimpfwort für Urdeutsche in Jack-Wolfskin-Jacken: Mandarinenpeller!

Alexander Thiemann

 Redensarten und woher sie kommen

»Einen Zahn zulegen«: Wenn eine Person »kein D-Zug ist«, obwohl sie »die Düse machen« oder »Rennwasser trinken« soll – dann fragen wir uns auch heute noch ganz unwillkürlich, ob besagte Person nicht »einen Zahn zulegen« könnte. Diese Redensart geht zurück auf die Erfindung der beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg. Kurz nach seiner Erfindung kam Gutenberg mit der Produktion kaum nach; Martin Luther schrieb seine beliebten antisemitischen Pamphlete schneller, als sie gedruckt werden konnten. Gingen den Setzern wichtige Buchstaben aus, wurden sie deshalb oft nicht aufwendig nachgegossen, sondern durch einen der stets reich vorhandenen Lehrlingszähne ausgetauscht (ihnen hatte man zuvor »die Fresse poliert«, wie eine andere Wendung aus jener Zeit lautet). Obwohl das Schriftbild durch den Zahn deutlich litt, beschleunigte der in den Setzkasten »zugelegte« Zahn die Produktion erheblich und half den Setzern bei der Aggressionsabfuhr. Wenn Sie also heute jemandem auf die Sprünge helfen wollen, sollten sie ihm zunächst ordentlich aufs Maul geben – vielleicht legt er ja auf diese Weise selbst einen Zahn zu. Oder mehrere!

Leo Fischer

 Enjoy the screening!

Den Ausfall der Berlinale in diesem Winter habe ich ganz gut verkraftet. Ich habe ja alles hier daheim: viele schlechte und einige wenige gute Filme (Netflix), das überlegene Gefühl, Filme im Originalton und mit Untertitel sehen zu können (dito Netflix), drinnen stickige Luft und wenig Sonnenlicht, draußen Kälte und ungeräumte Gehwege, Besserwissergetue aus der Reihe hinter mir (wegen dünner Wände zum Nachbarn), schlechtes überteuertes Essen aus Einmalverpackungen. Sogar auf den obligatorisch einsetzenden Harndrang zehn Minuten nach Beginn des Films kann ich mich verlassen, und den Weg zum Klo lege ich natürlich im Dunkeln zurück, durch einen mit aufgereihten Amazon-Kartons gelegten Parcours von nachgeahmten Kinohipster-Käsemauken.

Tina Manske

 Pee-Bottle

Aus Insiderkreisen weiß ich, was für Polizisten auf Demos das Schlimmste ist: stundenlang nicht auf Klo können. Da stehen sie, Reih in Reih, mit ihren Schlagstöcken, Visieren und Wasserwerfern, und gucken gequält. Klar, dass man da mal aggressiv wird. In Polizisten-Foren wird geraten, die Stunden vorher nichts zu trinken, das ist aber schwer: Wie auf den morgendlichen Mutmach-Korn verzichten? Praktikabler: Viele Einsatzkräfte gestehen in Foren, sich eine Urinflasche bzw. Pee-Bottle oder auch »Uriwell, die Notfall-Toilette« unterzuschnallen. Deshalb Tipp für Protestler: einfach die eigenen Demosprüche daran anpassen und Kennerschaft beweisen. »Bullenschweine, lauft jetzt schnell / sonst klau’n wir euer Uriwell!« oder irgendwas mit »Trottel / Pee-Bottle«. Reimtechnisch und metrisch noch nicht perfekt, aber in der Sache clever.

Ella Carina Werner

Vermischtes

Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Martin Sonneborn & Benjamin Schiffner: "Quatsch und mehr" (signiert)
Das hat der Menschheit noch gefehlt: ein einziges Buch mit sämtlichem Quatsch der Geschichte – oder zumindest aus 15 Jahren "Partner TITANIC", der beliebt-kultigen TITANIC-Nonsensrubrik. Fotorätsel, Pflegehinweise, Antwort ohne Frage, unberühmte letzte Worte, Kochen mit Tieren, Kerzen-Fakten, Ediotiral, Tinas Strumpfband und tausend weitere schöne Rubriken – erstmals versammelt auf nicht weniger als 256 vielfarbigen Seiten.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
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Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
05.03.2021 Frankfurt, Buchhandlung Schutt Thomas Gsella im Livestream
20.03.2021 Frankfurt, Mousonturm Oliver Maria Schmitt & Jürgen Kuttner (Livestream)
25.03.2021 Kiel, Kulturforum Max Goldt
04.04.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hauck & Bauer: »Cartoons«