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Neue Sauerei bei Tönnies

admin

Der Fleischkonzern Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück soll in der Pandemie von Sonderregeln profitiert haben. Nach Medienberichten wurden positiv auf Corona getestete Mitarbeiter zum Teil schon früher aus der Quarantäne entlassen. Doch damit nicht genug, auch andere Corona-Regeln wurden beim Konzern offenbar missachtet. “Wir armen Schweine durften die ganze Zeit keinen Abstand halten, und Desinfektionsmittel gab es für uns auch keine, außerdem durften wir abends immer in die Disko, und zwar ungeimpft und ungetestet”, sagte eine Sau, die mittlerweile geschlachtet wurde (Zufall?). Darüber hinaus war es offensichtlich mehreren Rindern möglich, ohne 3G-Nachweis Bahn zu fahren und ins Restaurant zu gehen. Besonders schlimm: Im Werksverkauf angebotene Schnitzel erhielten die Möglichkeit, Urlaub in Hochrisikogebieten zu machen (Gütersloh, Bielefeld, Kantine des NRW-Landtags). Immerhin: Eine Regel wurde bei Tönnies eingehalten, und zwar die Maskenpflicht. “Das war auch gut so”, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Denn: “Wenn Clemens Tönnies ohne Mund-Nasen-Bedeckung durch die Schlachtabteilung spaziert wäre, hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sonst einen riesigen Schreck bekommen. Und auch für die Tiere wäre das ein unappetitlicher Anblick gewesen. Das wollten wir nun wirklich niemandem zumuten.”

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