[17.03.2014]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC exklusiv: Interview mit Seb. Edathy

Herr Edathy, Hand in die Hose: Sind Sie pädophil? 

Zunächst einmal muß ich sagen, daß mich dieser Vorwurf sehr überrascht. Wenn ich überhaupt ein Vergehen zu verantworten habe, dann nur ein sehr kleines, unschuldiges. Es stimmt ja, ich habe ein paar Kinder geklickt, aber das war alles in den Grenzen des legalen Geschmacks. Meine Weste ist so weiß wie eine frischgewaschene Kinderunterhose.


Moment, das ist keine Antwort auf unsere Frage!

Ich verstehe, Sie sind geil auf nackte Tatsachen. Also bitte: Nein, ich bin nicht pädophil.

Warum haben Sie sich dann Bilder nackter Knaben bestellt?

Aus dem gleichen Grund, aus dem ich damals in die Politik gegangen bin: Ich bin ein Freund von Akten! Das können Sie mir jetzt abkaufen oder nicht. Wenn Sie das tun, dann aber bitte nicht über diese kanadische Internetseite, mit der habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.


Bei den Ermittlungen ist ja mehr danebengegangen als an einem durchschnittlichen Tag in der Schultoilette. Was denken Sie über die Rechtsstaatlichkeit Deutschlands?

In einem Land, in dem die Justiz nach dem Prinzip Seilschaft funktioniert, herrscht naturgemäß ein riesen Durcheinander. Statt Wahrheit zählt nur die eigene Karriere, und stets haben die Dümmsten das Sagen. Solche Zustände kannte ich vorher nur aus der SPD.


Ihre bisherige Existenz ist jetzt wegen eines Nichtrechtsbruches vollkommen ruiniert, viele würden sogar lieber Sie als ihre eigenen Kinder verprügeln. Haben Sie Pläne für die Zukunft?

Vielleicht eröffne ich jetzt wegen meiner Wurzeln und aufgrund des schlechten Wortspiels ein erotisches Fotostudio in Indien und handele mit Bildern nackter Inder – dann hätte wenigstens der deutsche Stammtisch was zu lachen. Wahrscheinlicher aber ist, daß ich als eine Art Thilo Sarrazin ohne Lobby durch die Medien geistere.




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Das schreiben die anderen
  • 28.06.:

    In der Taz gibt Mark-Stefan Tietze Tips zum richtigen Sonnenbaden.

Titanic unterwegs
30.06.2016 Hattingen, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier
03.07.2016 Aschaffenburg, Stadttheater
  Greser & Lenz und Hauck & Bauer
05.07.2016 Hamburg, Grüner Jäger
  Seddig, Werner, Masztaler, Neft + Stargast Tietze

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Briefe an die Leser

 Augen geradeaus, Jens Spahn (CDU)!

Augen geradeaus, Jens Spahn (CDU)!

Zum Clinch zwischen Ihrer Partei und ihrer unansehnlichen Schwester aus Bayern schwafelten Sie im Tagesspiegel: »Wir können Vertrauen nur zurückgewinnen, wenn CDU und CSU gemeinsam nach vorne diskutieren und Lösungen für konkrete Probleme finden.«
Einmal angenommen, Sie finden in der CSU tatsächlich jemanden, der bereit ist, sich mit Ihnen zu treffen, vielleicht sogar jemanden mit einer ähnlich bizarren Brille wie der Ihren, und Sie beide stellen sich dann so hin, daß Sie nach vorne diskutieren, nämlich nebeneinander: Reden Sie dann nicht eigentlich aneinander vorbei? Ja? Auch egal. Titanic

 Sie, Larry Kasanoff,

haben sich unter anderem mit der Verfilmung des Videospiels »Mortal Kombat« einen Namen gemacht und sind damit zweifellos der richtige Produzent für die geplante Leinwandtrilogie »Tetris – the Movie«. Seit dieser Ankündigung bewegen uns allerdings einige Fragen, wie etwa: Warum keine Tetralogie? Werden das Quadrat und das L-förmige Teil jemals zueinanderfinden? Wird der Soundtrack mit fortschreitender Filmdauer immer schneller?

Völlig sicher ist sich allerdings, daß der Streifen ein echter Blockbuster wird: Titanic

 Übrigens, Markus Söder!

Nach Ihren Verkleidungen 2012ff. als – Wikipedia listet es akribisch auf – Punk, Drag Queen, Shrek, Mahatma Gandhi und Edmund Stoiber freut sich schon darauf, Sie fluterprobten bayerischen Heimatminister bei der nächsten Fastnacht als wahlweise Franziska van Almsick oder Clownfisch Nemo zu sehen: Titanic

 Himmel, Franz Josef Wagner!

Ja, man wird und wird nicht jünger, wähnt sich manchmal sogar schon nah und näher beim himmlischen Vater – und trotzdem muß ein alter Bild-Bock wie Sie sich so kurz vor dem gemeinsamen Treffen noch mit dem Allerhöchsten anlegen. Und etwa am 30. Mai angesichts quasibiblischer Regenfälle und Sintfluten die dürre Schmierenschreiberfaust drohend gen Himmel schütteln, daß der Morgenschnaps aus dem Glas spritzt, und fragen: »Was alles erlaubt Gott?«

Wir verraten’s Ihnen: alles. Gott erlaubt sogar solche Gestalten wie Sie.

Herzlichst Titanic

 Sicher, Heribert Prantl?

Sah der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, Mitgründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, wirklich nur aus »wie eine Mischung aus Rübezahl, Marathonläufer, dem heiligen Christophorus und Gottvater«? Nicht auch noch ein bißchen wie Ayatollah Khomeini, Vader Abraham, Papa Schlumpf, der Alm-Öhi, eine Hälfte von ZZ Top und ein Hipster der mittleren 2010er Jahre?

Oder anders gefragt: Hat beim Verfassen Ihres Nachrufs in der SZ vielleicht ein C2H6O-basiertes Getränk eine Rolle gespielt, zu dem in Ihrer Branche durchaus häufiger gegriffen wird?

Für die Feststellung der absoluten Vergleichsuntüchtigkeit bei mehr als 0,0 Promille: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesundheit

Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben, heißt es. Bei der Thrombose meines Patenonkels hat sich das auf traurige Weise bewahrheitet.

Ernst Jordan

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz

 Verkettung glücklicher Umstände

Die Katze hat letzte Nacht mit viel Radau eine prall gefüllte Blumenvase umgeworfen. Gleichzeitig ist aber auch die Rolle Küchenpapier vom Tisch gefallen und hat die Wasserlache, getreu ihrer Bestimmung, schweigend aufgesaugt.

Dorthe Landschulz