[22.12.2013]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: We win

Der „Kremlkritiker“ (Frankfurter Allgemeine), „charismatische Dissident“ (Frankfurter Rundschau) und evtl. „neue Vaclav Havel“ (ebd.) Michail Chodorkowski ist vom russischen Präsidenten Putin aus zehnjähriger Straflagerhaft entlassen worden, und zwar nach heldenhaftem Einsatz von v.a. Hans-Dietrich Genscher, was, wenn wir's ein bißchen vergröbern, die Meldung ergibt, ein Gauner sei nach Vermittlung eines Halunken von einem Spitzbuben begnadigt worden; denn man muß kein Fan des Autokraten Putin sein und dem Genscher den Einsatz für einen ethnisch sortenreinen Balkan nicht nachtragen, um darauf zu bestehen, daß es den guten Oligarchen nicht gibt, schon gar nicht als Super-Dissident. Wir danken den „Nachdenkseiten“ für die fügliche Zusammenfassung des Sachverhalts: „Michail Chodorkowski gehört zu jenen Oligarchen – präziser: Räuberbaronen –, die sich in der Transformationsphase nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit unlauteren und illegalen Methoden bei der Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe ein sagenhaftes Vermögen ergaunerten. Chodorkowski gründete dafür 1989 die ,Bank Menatep‘, deren Hauptaufgabe die Privatisierung großer Staatsunternehmen war … Menatep riß sich im Rahmen der Privatisierung die Filetstücke der russischen Ölindustrie selbst unter den Nagel. So konnte Chodorkowski mit dem eher bescheidenen Einsatz von 42 Mio. US$ das Unternehmen Jukos zusammenschmieden, dessen geschätzter Wert 42 Mrd. US$ – also das Tausendfache – betrug. Daß er dabei zahlreiche Gesetze gebrochen hat, bestreitet auch heute niemand ernsthaft … Daß die Verhaftung Chodorkowskis politisch motiviert war, ist vollkommen korrekt. Dabei ging es jedoch weniger um dessen oppositionelle Arbeit, sondern vielmehr um Chodorkowskis Plan, westlichen Unternehmen den Zugriff auf Rußlands Ressourcen zu ermöglichen. Heute sind die Einnahmen aus dem Gas- und Ölexport der mit Abstand größte Einnahmenposten der russischen Volkswirtschaft. Ohne diese Einnahmen wäre das Land womöglich kollabiert und zum Armenhaus Eurasiens geworden. Aus Sicht des russischen Volkes war Putins Vorgehen gegen Chodorkowski und Co. richtig – aus Sicht der westlichen Unternehmen und der Finanzmärkte war es falsch.“ 

„Wenn wir den Krieg gewonnen hätten, / mit Wogenprall und Sturmgebraus, / dann wäre Deutschland nicht zu retten / und gliche einem Irrenhaus.“ Kästner, 1930

Wie sowieso aus Sicht der guten Deutschen, die nach Auschwitz, laut Tagesschau „eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte überhaupt“ (nebst nämlich Bautzen und dem unrechtmäßig verlorenen WM-Endspiel '66), Tag für Tag die Pflicht reklamieren, der Welt mitzuteilen, was das Menschenrecht sei und was nicht, zumal den alten Kriegsgegnern USA (Stasi 2.0) und Rußland (Lagerhaft für Steuersünder), die sich in Nürnberg noch so aufgeblasen haben. Auch so läßt sich Geschichte entsorgen, und die deutsche Seele ist mittlerweile so randvoll rechtschaffen, daß es uns noch aus den Schnurren im Vermischten entgegensuppt: „Er“ – Jürgen Prochnow als vorbildlich anständiger „Kaleu“ im Nazifilm „Das Boot“ – „ist der dunkle Kommandant für die Drecksarbeit“, die, da hätten die Angeklagten im Auschwitzprozeß, der vor 50 Jahren begann, zugestimmt, halt auch einer machen muß. „Der Kaleu war der zerrissenste Kapitän, insofern ist er ... bis heute der deutscheste“ (SZ).

Wie nationale Gesinnung nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Muttersprache auf den Grund schickt; und sich das so furchtbar anständige Deutschland jeden Tag ein bißchen schwerer ertragen läßt.




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Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 27.03.:

    In der Taz informiert Torsten Gaitzsch über den aktuellen Stand der Weltraumfotografie.

  • 25.03.:

    Leo Fischer besucht mit Martin Walser die Leipziger Buchmesse und berichtet in der Taz.

Titanic unterwegs
29.03.2017 Frankfurt, Naxos Halle
  Tim Wolff, Hans Zippert, Michael Ringel u.a.
30.03.2017 Kassel, Schloß Wilhelmshöhe
  Ausstellungseröffnung »300 Jahre Herkules«
03.04.2017 Darmstadt, Centralstation
  Max Goldt
03.04.2017 Berlin, DRIVE. Volkswagen Group Forum
  Gerhard Henschel u.a.

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Briefe an die Leser

 Tachchen, Hannelore Kraft!

Tachchen, Hannelore Kraft!

In den »Ruhr-Nachrichten« sprachen Sie sich gegen ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl aus: »Ich kann mir nicht vorstellen, gemeinsam mit einer anderen Partei zu regieren, die keine klare Position zu Europa und Nato hat.« Die Linke sei schon auf Landesebene in NRW »weder regierungswillig noch regierungsfähig«.

Diese Aussage, Frau Kraft, hat uns dann doch nachdenklich werden lassen. Welches politische Konzept ist es denn, das Sie seit beinahe sieben Jahren im bevölkerungsreichsten Bundesland vertreten? Anders gefragt: Ist Positionslosigkeit, gerade auch mit Blick auf Ramelows Thüringen und Kretschmanns Baden-Württemberg, nicht eine der besten Voraussetzungen für Regierungsfähigkeit?

Gemeinsam schwach! Titanic

 Lieber Klemens Kindermann (Deutschlandfunk),

da hatten Sie ja waggonweise Metaphern aufgefahren für Ihren Kommentar zum Rücktritt des Bahnchefs Rüdiger Grube. »Auch an der Spitze des Unternehmens Deutsche Bahn gibt es keine reservierten Vertragsverlängerungen und keine ungestörten Betriebsabläufe«, beglückten Sie uns und ratterten gleich weiter: »… hatte er den Bahn-Konzern doch wieder auf die Spur gesetzt«. Ohne Zwischenstopp fuhren Sie fort: »Beim Projekt Zukunft Bahn übernahm er selbst die Führungsrolle und damit die Verantwortung für die Weichenstellungen der Zukunft« und kriegten Ihren Anschluß mit »völlig überraschender Halt auf freier Strecke«, nur um kurz darauf in die Endstation einzurollen: »Streiterei um die Konzernführung braucht die Bahn aber nicht, sondern einen entschlossenen Lokführer an der Spitze«.

Herr Kindermann, wir fürchten, es gibt da einen unbeschrankten Übergang von Ihrem Kopfbahnhof zu Ihren Durchsagen.

Mit Volldampf ab: Titanic

 Böse Überraschungen, »Focus online«,

lauern Dir zufolge derzeit im Gemüseregal: »Ob Zucchini oder Eisbergsalat, vieles ist gerade relativ teuer.« Schon, »Focus online«, aber: Sind Zucchini und Eisbergsalat an und für sich nicht schon böse Überraschungen? Und was ist mit Deiner Druckversion im Zeitschriftenregal? Da mal drüber nachgedacht?

Wenig überraschend böse: Titanic

 Sie, Christian Schmidt (CSU),

sind Bundeslandwirtschaftsminister und damit auch zuständig für Legehennen bzw. deren unerwünschten männlichen Nachwuchs. Für diesen verkündeten Sie nun die frohe Botschaft: »Küken müssen dank neuer Lasertechnik bald nicht mehr geschreddert werden.« Zukünftig werden die dann also … geschmort?

Grüße aus dem Wienerwald Titanic

 Echt jetzt, Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse, c/o Vatikan!

Du würdest gern den 2006 verstorbenen fünfzehnjährigen Carlos Acutis heiligsprechen, der nicht nur sehr fromm war, täglich in die Kirche ging und sich aufopfernd für Arme und Schwache engagierte, sondern auch als Computergenie galt und daher glatt Dein Schutzpatron für das Internet werden könnte. Alles, was Dir jetzt noch fehlt, ist ein amtliches Wunder.

Wenn wir da mal kurz aushelfen dürften: Der Junge hat schon als Neunjähriger einen Windows-PC stabil zum Laufen gekriegt! Was willst Du denn noch? Da könnten ja selbst wir ganz gottesfürchtig werden! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Warum kein Warnhinweis?

Selten bescheuert ist es freilich, die an Karstadts Süßwarenstand gekaufte Tafel »Feodora Edelbitter Sahne« zusammen mit dem an Karstadts Grilltheke gekauften halben Hähnchen im vollgepackten Rucksack zu verstauen, es sei denn, man hat nach der Heimkehr gleich Lust auf einen schönen Schluck heiße Schokolade.

Mark-Stefan Tietze

 Anthropologie

Der Mensch: ein Naturprodukt mit geplanter Kondoleszenz.

Theobald Fuchs

 Analoger Dialog

Anruf aus dem Callcenter von 1&1.

»Sie sind Firmenkunde bei 1&1. Wir können Ihnen helfen, Ihre Firma in den Ergebnissen von Suchmaschinen besser zu plazieren.«
»Geht auch schlechter, zur Vermeidung von Nerverei und für weniger Geld?«
»Das geht nicht.«
»Dann kommen wir leider nicht zusammen.«

Achim Greser

 Gesundheitsfrage

Wenn Frühstücken das neue Rauchen ist, wie britische Forscher behaupten, welche Rolle spielt dann, ernährungswissenschaftlich betrachtet, eigentlich das sogenannte Nuttenfrühstück (Kaffee und Zigarette)?

Julia Mateus

 Automatensegen

Social Bots könnten die Betreuung all der Soziopathen bei Facebook und Co. übernehmen, die man keinem Menschen zumuten will: Aufmerksamkeit bereitstellen, Monologe entgegennehmen, als Like-Maschinen gute Gefühle erzeugen und durch Flirten das Ego streicheln. Je besser dies funktioniert, um so mehr wird die Kundschaft aus dem Real Life ferngehalten. Ich persönlich nutze die technische Errungenschaft umgekehrt, indem ich meine Wutimpulse ungehemmt an den Bots auslasse. Erstaunlich finde ich dabei, daß diese heute schon die Überschreitung von Toleranzschwellen genausogut simulieren können wie echte Menschen.

Michael Höfler