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28.11.2014Max GoldtElmshorn, StadttheaterLesung
29.11.2014Max GoldtNienburg, KulturwerkLesung
29.11.2014KamagurkaFrankfurt, HenscheidLesung
30.11.2014Max GoldtSalzwedel, HanseatLesung
01.12.2014Max GoldtBielefeld, Theater am Alten MarktLesung
01.12.2014Pit Knorr und die Eiligen Drei KönigeFrankfurt, Stalburg-TheaterLesung
01.12.2014Martin SonnebornFulda, KulturkellerLesung
02.12.2014Martin SonnebornStuttgart, WagenhallenLesung
02.12.2014TITANIC-BundesgärtnerschauFrankfurt am Main, Club VoltaireLesung
02.12.2014Thomas GsellaEssen, Zeche CarlLesung
02.12.2014Eckhard Henscheid und Oliver Maria SchmittMünchen, Black Box/GasteigLesung
03.12.2014Thomas GsellaFreiburg, BZ-HausLesung
03.12.2014Martin SonnebornUlm, RoxyLesung
03.12.2014Leo FischerFrankfurt, Neglected GrasslandSonstiges
04.12.2014Martin SonnebornSingen, GemsLesung
04.12.2014Leo FischerBerlin, HumboldthainSonstiges
05.12.2014Pit Knorr und die Eiligen Drei KönigeSchöneck, BürgertreffLesung
05.12.2014Martin SonnebornFreiburg, E-WerkLesung
06.12.2014Pit Knorr und die Eiligen Drei KönigeAlf, Haus WaldfriedenLesung
06.12.2014Martin SonnebornWeimar, Mon AmiLesung
 
 
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Das schreiben die anderen
Briefe an die Leser

 Was läuft, Langenscheidt-Sprachverlag?

Alle Jahre wieder kürst Du in einer von niemandem erbetenen »Initiative« das »Jugendwort des Jahres«. Und hätte Deine brave Jugendsprech-Jury das durch entspannte und gutgelaunte Online-Trolle auf uneinholbare 46 Prozent hochgepushte Internetvotum nicht noch ab- und zurechtgebogen, würde das Jahr 2014 mit »Fappieren (Selbstbefriedigung bei Jungs)« in die Geschichte eingehen.

Andererseits: Wer würde sich ohne Deine peinlich anbiedernde Jugendarbeit noch an die coolen Gewinnerworte der vergangenen 100 Jahre erinnern? An »Den Kolben polieren« (1914), »1 000 Schuß, dann ist Schluß!« (1945), »Fräulein Faust besuchen gehen« (1958), »Sich einen von der Palme wedeln« (1972), »Fünf gegen Willi spielen« (1989) oder »Den Joystick quälen« (2004), wenn es den Langenscheidt-Sprachverlag und seine Einhandsegler nicht gäbe? Gewichst wird schließlich immer!

Sogar bei den Babos auf der: Titanic

 Und Du, Comedy-Club Teatroneu (Barcelona),

glaubst wohl, Dich auf dem neuesten Stand der Technik zu befinden, wenn Du vor Deinen Zuschauersitzen Tablets mit einer Gesichtserkennungssoftware anbringst, um dann die Besucher pro Lacher (Stückpreis 30 Cent, maximal 24 Euro pro Veranstaltung) zahlen zu lassen.

In Wirklichkeit ist das aber sooo I-Tunes! Der Zug ist längst weitergefahren, heutzutage hat man doch Flatrates. Im Jahresabo nur 4 Euro pro Monat für so viele Witze, wie man weglachen kann, z.B. hier bei Titanify

 Seit Jahren, Staatsanwaltschaft Wuppertal,

behelfen sich Rechte auf ihren Demonstrationen mit dem Trick, »Nationaler Sozialismus!« anstatt »Nationalsozialismus!« zu rufen, um nicht verknackt zu werden – und sind damit erstaunlicherweise sogar durchgekommen. Wie gut, daß dank Dir nun aber Schluß ist mit diesem geradezu jüdischen Gemauschel! Denn nachdem Neonazis in Deinem Zuständigkeitsbereich im September 2013 vor laufenden Kameras ganz unverklausuliert »Nationalsozialismus jetzt!« gefordert haben und dafür angezeigt worden sind, hast Du nach einjähriger gründlicher Prüfung ein Urteil gefällt.

Und das lautet: Freispruch. Mit der Begründung, hier liege nicht der Straftatbestand der Volksverhetzung vor, denn »Nationalsozialismus jetzt!« sei »nie als Parole oder ›Wahlspruch‹ einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation bekannt geworden«.

Das gibt Rechtssicherheit (wer mag, darf hier ein »sic!« einsetzen), darauf läßt sich aufbauen. »Wiederinbetriebnahme von Auschwitz«? Kein Problem, dergleichen hat niemand gerufen, als die Öfen noch gemütlich vor sich hin rauchten. Auch der Wunsch nach Errichtung eines Vierten Reichs kann straflos geäußert werden – unterm Hitler wäre man dafür nämlich hingerichtet worden. Neonazi ist praktisch ein Ehrentitel für Demokraten geworden, solche gab’s früher schließlich nicht, und überhaupt läßt sich mit dem Zusatz »… jetzt!« eigentlich alles adeln, denn jetzt ist ja nicht damals.

Kurz gesagt: Wenn in Deiner Nähe, Staatsanwaltschaft Wuppertal, ein hohles Geräusch zu hören ist, dann nicht nur, weil da Rheinland und Westfalen zusammenstoßen. Titanic

 Crescenzio Kardinal Sepe, Neapel!

Ihrer Ansicht nach dürfen also »Katholiken, die Lebensmittel wegwerfen«, nicht mehr »an der Heiligen Kommunion« teilnehmen. Denn: »Wer angesichts von Millionen Hungernden Essen vernichtet, stellt sich selbst außerhalb der Menschheitsfamilie.« Bravo, Kardinal. Wir hätten bloß eine Frage: Wenn Ihnen künftig mangels Kommunionsteilnehmern Riesenhaufen von ungegessenen Hostien übrigbleiben – was passiert dann mit denen? Auf den Müll? Oder verspeisen Sie die nach der Messe alle selbst?

Innerhalb der Menschheitsfamilie: Titanic

 Kurze Frage, Flecken Bovenden (Kreis Göttingen):

Ist eigentlich ironisch, gar kapitalismuskritisch gemeint, was man auf einer Bahnfahrt durch Dein Hoheitsgebiet vom Zugfenster aus erblickt, nämlich eine Hallenfassade, auf welcher »Schnäppchen Welt« geschrieben steht? Nein? Keine Ironie? Keine Kapitalismuskritik? Nur die gängige Rechtschreibschwäche beim Benamsen von Restpostenmärkten?

Hatte auch nicht anders vermutet: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Experiment

Ich würde gerne mal die Spaßtoleranz in meiner Nachbarschaft austesten, allein mir fehlt die Traute, z.B. für dieses kleine Experiment: Es kostet nicht viel (außer vielleicht eine kleine Überwindung), und man kann es gut mit dem nächsten Gang zum Supermarkt verbinden. Nehmen Sie eine leere (ganz wichtig!) PET-Pfandflasche mit und halten Sie auf der Straße Ausschau nach einer Erdgeschoßwohnung, bei der ein Fenster offen steht. Jetzt werfen Sie die Flasche einfach hinein. Laufen Sie anschließend schnell zur Haustür und klingeln Sie bei der entsprechenden Wohnung (vermutlich gar nicht mehr nötig). Wenn der Bewohner dann mit hochrotem Kopf in der Tür steht, schauen Sie konzentriert auf den Klingelknopf, drücken ihn dann noch einmal und sagen in etwas verwundertem Ton: »Komisch, hier kommt überhaupt kein Pfandbon raus, könnten Sie wohl bitte mal das Personal rufen?«

Burkhard Niehues

 Wortschatz

Neusten Studien zufolge existieren im Sprachgebrauch heranwachsender männlicher Eskimos nur halb so viele Wörter für Schnee wie für das weibliche Geschlechtsorgan.

Michael Schilling

 Postneonaturalismus?

Wenn der mit einer überdimensionierten Greifzange bewaffnete Arm des Dönerverkäufers falkengleich sich aus Höhe der Achsel in einer sichelförmigen Bewegung in die Tiefe eines an einen Waschzuber gemahnenden Bottichs, überquellend von halben Tomatenscheiben, stürzt, während im Munde des Kunden trotz aller Kürze dieses Bewegungsablaufes sich Wasser der Vorfreude auf jede Menge Tomaten ansammelt; der Verkäufer aber den eilenden Flug seines Armes völlig überraschend noch abbremsen kann und lediglich zwei halbe Scheibchen aus dem Bottich zu fischen imstande ist, dann ist das zweifelsfrei Kunst. Nur die genaue Bezeichnung der Stilrichtung ist mir noch nicht ganz klar.

Helge Möhn

 Wegweisendes Konzept

Für Deutschland gibt es nur noch eine einzige Möglichkeit, den drohenden Verkehrskollaps zu verhindern, nämlich den 14- bis 16spurigen Ausbau sämtlicher Autobahnen. Um dabei die Landschaft zu schonen, sollte man die Fahrspuren aber auf keinen Fall wie bisher anordnen, sondern hintereinander.

Denise Hughes

 Mein schönstes Ferienerlebnis

Eigentlich freuen sich Lehrer auf den Ferienbeginn, aber am Tag davor wollte ich die Schule am liebsten gar nicht verlassen, denn zu Hause wartete nur Arbeit auf mich. Drei Schulaufgaben wollten korrigiert werden. Schon als ich die Haustür aufsperrte, flatterten sie mir aufgekratzt und quengelig entgegen: »Korrigiere mich!« – »Nein, mich zuerst!« – »Ich bin wichtiger!« – »Gar nicht wahr!« Ich flüchtete sofort in die Kneipe. Einige Biere später kehrte ich in banger Erwartung zurück, aber alles schien ruhig. Waren sie eingeschlafen? Vorsichtig öffnete ich die Türe zum Arbeitszimmer, und was ich sah, ließ mir den Atem stocken! Die drei Racker hatten sich gegenseitig gemeuchelt; alles war rot! So ein Glück, ich mußte nichts mehr tun. Zwei Wochen Ruhe und Frieden, das war mein schönstes Ferienerlebnis.

Tibor Rácskai