Vom Fachmann für Kenner | Juli 2015


Akademikerlatein

Betreten meine Wissenschaftskollegen neues Forschungsterrain, sprechen sie von einer »Pilotstudie« oder gar vom »pilotieren« – das Wesentliche sollte bekanntlich im Verb ausgedrückt werden. So oft, wie sie jedoch ihre zu testenden Versuchsparadigmen gegen die Wand fahren, sollten sie lieber von »chauffieren« sprechen. Zumal sie anschließend gerne aus der Haut fahren, will sagen: sich echauffieren.

Michael Höfler

Nicht therapieren!

Neulich hat es sich zum ersten Mal gelohnt, daß ich beim Auspacken von Briefumschlägen immer dreimal nachschaue, ob ich auch wirklich alles rausgefischt habe. Da war ein Blatt Papier am Klebestreifen hängengeblieben und wäre fast übersehen worden. Nur weil du neurotisch bist, heißt das nämlich noch lange nicht, daß es keinen Grund zur Hysterie gibt!

Tina Manske

Soll ’n das?!

Um mir die Aufenthalte im heimischen Café halbwegs erträglich zu gestalten, stelle ich mir gern vor, alle anderen mir unbekannten Anwesenden seien hochintelligente Wissenschaftler, Mediziner, Nobelpreisträger, Literaten und Intellektuelle. An manchen Nachmittagen gelingt den Anwesenden diese Täuschung derart überzeugend, daß ich empört aufspringe und schimpfend das Café verlasse: Ja, haben die denn alle nichts Besseres zu tun?!

Peter P. Neuhaus

Lebensglückhilfe

Um essentielle Aufgaben nicht zu vergessen, lege ich ab und an in der Notiz-App meines Taschentelefons eine »To-Do-Liste« an. Wochen später, wenn ich jene Applikation erneut aufrufe, um weitere äußerst wichtige Vorhaben einzutragen, evoziert das Wiederentdecken der älteren, vergessenen und längst verstrichenen Termine ein wohliges Gefühl: Es ging also auch ohne. Es wird ohne weitergehen.

Cornelius Oettle

Kopflasten

Ständig diese unverschämten Vorurteile, die besagen, als Autor sei man automatisch verkopft und habe angeblich auch noch einen übertriebenen Hang zur Schwermut. Das zieht mich jedes Mal so runter, da muß ich dann immer erst mal in Ruhe darüber nachdenken.

Fabian Lichter

Spott und Hohn

Ich muß es mir wohl eingestehen. Der Kapitalismus hat gesiegt. Die Konzerne regieren die Welt, überwachen unser Leben. Das für sich ist schon keine schöne Nachricht, aber müssen sie es mir auch noch unter die Nase reiben? Muß mein Smartphone das berühmte Marx-Zitat wirklich zu »Proletarier aller Länder, verneigt euch« korrigieren?

Ernst Jordan

Stückwerk

Ich habe neulich einen stotternden Freund gefragt, ob in seiner Familie alle stottern. Er antwortete: »Sa…sage… gen w… wir ma… mal so, ich ko… komme a… aus ei… einer Patchwordfamilie.«

Uwe Geishendorf

… aber!

Vorweg: Ich bin nicht rassistisch! Jeder Zeitgenosse ist mir gleich lieb, unbesehen von Herkunft, Aussehen, Sprache oder noch so exotischen Gewohnheiten. Neulich im Bus zwängte sich zum Beispiel so ein Korpulenter auf den Sitzplatz neben mir, obwohl in den Reihen hinter uns alles frei war. Nun, dachte ich bei mir, schaut halt auch gern durch die große Scheibe oder ist das aus seiner Heimat so gewohnt. Allein Bus fahren in einer Metropole hat ja doch mitunter etwas Beängstigendes. Störte ja auch nicht weiter; der mehr Breite als Große bemühte sich auch, mich nicht mehr als nötig zu bedrängen. Und das, obschon er sich unablässig mit beiden Händen laut rasselnd über Stirn und Gesicht strich, hernach den Kopf heftig schüttelte, um dann erst seine Handflächen und anschließend die Finger eingehend zu betrachten. Einmal, dreimal, unablässig. In dieser Abfolge; schaben, schütteln, inspizieren. Wird wohl ein Tic sein, der ihn sicher mehr stört als mich, oder gar ein mir unbekanntes Gebetsritual. Ich bin ja so unwissend in dieser Richtung, kam daher nicht umhin, den Trumm von einem Kerl, der mir da auf die Pelle rückte, verstohlen und neugierig auf weitere Absonderlichkeiten hin zu erforschen. Alles, soweit sichtbar, erschien mir normal, nichts bot einen ungewöhnlichen oder gar verstörenden Anblick – bis auf die Fingernägel. Ich will ja nicht schlecht von meinen Mitmenschen denken, aber: die waren wirklich schwarz.

Maik Hölzel

Sternstunden des Irrens

Seitdem ich erfahren habe, daß es sich bei Morgenstern und Abendstern um denselben Himmelskörper handelt, verwechsle ich letzteren ständig mit Ringelnatz.

Isabelle Aimer

Kunstgeschichtliche Anekdoten

In seiner Eigenwerbung pries sich Girolamo Frescobaldi (1583 bis 1643) mit einem wirklich saublöden Wortspiel um seinen Nachnamen als Künstler an, der in der Lage sei, Wand- und Deckengemälde unverzüglich anzufertigen. Doch auch nach Online-Überweisung des geforderten Honorares erhielten die enttäuschten Kunden nach frühestens sechs Monaten lediglich eine Partitur eher mittelmäßiger Frühbarockmusik, mit der Aufforderung des Schelms, sich diese gegebenenfalls an die Wand zu tapezieren. Frescobaldi reüssierte daher nie richtig als Maler und ist bis zum heutigen Tage als Komponist verschrien.

Helge Möhn

Sucht und Ordnung

»Typisch deutsch!« schoß es mir durch den Kopf, als ich an der Bushaltestelle in den welken Fingern einer alten Frau eine blecherne »Fishermans Friend«-Dose erblickte, genutzt zur Aufbewahrung ihrer Zigaretten und folgsam beklebt mit dem ausgeschnittenen EU-Warnhinweis, wonach Rauchen die Gesundheit gefährdet.

Susanne Feldt

Metaphysisches, allzu Metaphysisches

Was mich mit zunehmenden Alter – und damit auch zunehmender Anzahl von Verstorbenen im Bekanntenkreis – an der Vorstellung eines Weiterlebens nach dem Tod am meisten stört, ist der Umstand, daß die Toten einen wahrscheinlich aus dem Jenseits beim Wichsen beobachten können.

Christian Y. Schmidt

Lebensziele

Die Möglichkeiten sind ungezählt. Sollte ich alles daran setzen, geringfügig älter zu werden als James Dean? Mich noch maßloser der Völlerei hingeben als Gandhi? Deutlich weniger Schaden anrichten als Hitler? Ehrgeiziger sein als der Typ, der neulich beim Kiosk vorne am Eck anfragte, ob die eine Aushilfe bräuchten, am besten an Samstagnachmittagen, damit er ausschlafen könne; der, als die Frau hinter der Ladentheke sagte, sie wisse nicht, aber erkundige sich bei Gelegenheit beim Inhaber, abwinkte und meinte, er wolle doch keine Umstände machen, so wichtig sei die Sache auch nicht – kurz: Das schaut mir doch nach einem recht vernünftigen Plan aus.

Theobald Fuchs

Nationalgedanke

Denk ich an Deutschland in der Nacht
muß ich einen wirklich seltsamen Abend verbracht haben.

Tim Wolff

Gedankengulasch

An einem sonnigen Tag im Spätsommer setzte ich mich an meinen Schreibtisch, um einen Witz für einen Cartoon-Wettbewerb zu zeichnen, dessen Einsendeschluß ein halbes Jahr vor Bekanntgabe der Gewinner lag. Als ich meine Idee skizzierte, in der ein junger Syrer bei »Wetten, daß…?« eine gute von einer bösen Bombe allein durch Betrachten der durch sie entstandenen Trümmer unterscheiden will, kam mir plötzlich dieser Gedanke: Hoffentlich ist dann da unten überhaupt noch Krieg, wenn die Jury den Cartoon sieht. Schockiert grübelte ich lange, wie mir nur so etwas Abartiges durch den Kopf gehen konnte. Nach ein paar Tagen entschied ich mich dann doch, den Cartoon noch schnell zu zeichnen. Und wie es der Zufall wollte: Als die Jury Anfang dieses Jahres schließlich tagte, gab es da unten tatsächlich noch Krieg. Nur hier kein »Wetten, daß…?« mehr.

Teja Fischer

Heisenberg am Tresen

Ich weiß zwar noch, wo ich getrunken habe, aber nicht mehr, wie schnell.

Karsten Wollny

Heitere Supermarktverleumdung

Bei Rewe gibt es einen Schokoaufstrich namens »Dunkles Geheimnis«. Das dunkle Geheimnis besteht darin, daß die dafür verwendeten Kakaobohnen besonders unfair gehandelt werden.

Torsten Gaitzsch

Smalltalk-Handwerk

Gelernt ist gelernt. Wie etwa, wenn meine Friseurmeisterin einer Kundin auf die Aussage »Daß es im Süden immer warm ist, ist auch nur ein Klischee!« dieses erwidert: »Stimmt, bei den heutigen Zeiten.«

Jan Küthe

Eine Frage des Stils

Lange habe ich zu ergründen versucht, warum es bisher noch keine Frau länger als bis zum nächsten Morgen bei mir ausgehalten hat. Nachdem ich – 1,88 m, durchtrainiert und gut situiert – als passionierter Hobbykoch, verständnisvoller Zuhörer und eloquenter Gesprächspartner mit vielseitigen kulturellen Interessen, als ebenso einfühlsamer wie ausdauernder Liebhaber und treuer Begleiter in allen Lebenslagen mittlerweile ausschließe, daß es an mir selbst liegt, kann als Ursache nur noch eines in Betracht kommen: die Abtörnfarbe an meinen Wänden.

Daniel Sibbe

Schockdiagnose

Von Minute zu Minute fiel mir das Atmen durch die Nase schwerer. War eine Erkältung im Anflug? Sollte ich das erste Mal in meinem Leben Heuschnupfen haben? Kurze Zeit später dann aber die Erleichterung: Meine Brille war lediglich nach unten gerutscht.

Vivien Tharun

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sie, Oliver Bäte,

Ihres Zeichens Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, erklärten im »Zeit«-Interview: »Für mich ist Gerechtigkeit ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.«

Und das, Bäte, ist eben die Crux mit dem Marxismus. Was Gerechtigkeit ist, erfahren Sie und Ihre Millionärsfreunde immer erst nach der Revolution. Dann aber sehr gut verständlich und gewissermaßen am eigenen Leib.

Kann es kaum erwarten: Titanic

 Klopf-klopf, Sting!

Klopf-klopf, Sting!

Wie wir aus dem »Spiegel« erfahren durften, sind Ihnen die Ideen zu Ihren bekanntesten Songs im Hotelzimmer gekommen. In der Langeweile einer Münchner Absteige entstand etwa »Walking Round the Room«, aus dem sich später das Lied »Walking on the Moon« entwickelte. Und ein anderes Mal pfiff Ihnen ein Fensterputzer die Melodie zu »Roxanne« direkt in die Herberge. Die Entstehungsgeschichten Ihrer übrigen Hits kennen wir zwar nicht, aber bei genauerem Blick scheinen die ebenfalls im Hotel entstanden zu sein: Die Idee zu »Don’t Stand so Close to Me« ist doch sicherlich am Frühstücksbuffet oder Pissoir gediehen. Und hier: »Message in a Bottle«, »Six Pack« und »De Do Do Do, De Da Da Da« beschreiben ja eindrücklich die drei Stufen vom Öffnen der Minibar über das Nachschubholen bis hin zum wohlverdienten Delirium.

Auch bei den drei Songs »So Lonely«, »Secret Journey« und »Every Little Thing She Does Is Magic« lässt sich ein kausaler Zusammenhang erkennen, aber diese Zimmertür lassen wir dann doch lieber geschlossen!

Weiterhin gute Reise Titanic

 Sorry, Librero Verlag,

aber Deine Bände »Mathematik«/»Kunst«/»Wirtschaft in 30 Sekunden« haben wir im Laden statt zu kaufen einfach schnell weggelesen!

Arbeitet jetzt an einem Geschenkbuch »Sparen in 30 Sekunden«: Titanic

 Schnurrbartträger Hannes Schrader!

Sie sind Redakteur für »Zeit Campus online«, das junge, hippe, aber nicht zu junge und zu hippe Junge-Leute-Ressort von »Zeit online«, zu dessen Anforderungsprofil Sie gerade so schicksalhaft passen wie Ihr Gesicht in Ihr Gesicht.

Neulich schimpften Sie Ihre Altersgenossen einmal kräftig, aber nicht zu kräftig, weil sie es nämlich verdienen. »Die Kürbissuppe ist das suppengewordene Ikea-Wandbild«, schrieben Sie. Ein mutiger, aber nicht zu mutiger Vergleich. Liegt Ihnen! »Sie ist die Times New Roman der Amateurküche«, aha, auch nicht schlecht, »eine Ausrede in Form eines Abendessens.« Lecker! Geht da noch was? »Sie ist das Bananenbrot der Hauptgerichte.« Donnerwetter! »Denn durch die AfD mag in Deutschland der Diskurs verrohen – aber durch Kürbissuppe verroht die deutsche Esskultur.«

Und so etwas lernt man auf einer Journalistenschule, ja? Oder im Debattierclub? An der Supermarktkasse? Schrader, Sie Musterstück eines wandelnden Generationenportraits!

Und natürlich tragen Sie in Ihrem ausgehöhlten Inneren auch eine große »Portion« Melancholie mit sich herum und räumen daher ein: »Zugegeben, auch ich habe Kürbissuppe schon unwidersprochen gegessen. Einmal hätte ich sie sogar fast selbst zubereitet, die Zeit war knapp und der große Suppentopf sauber.« Ist ja nicht wahr! Aber dann? »Doch ich besann mich, schnitt«, wenn schon nichts Lebenswichtiges auf, so immerhin »den Hokkaido in Scheiben, benetzte ihn mit Olivenöl, Zimt, Salz und Pfeffer und schob ihn in den Ofen. Er schmeckte wunderbar, beträufelt mit kühlem Joghurt und ein wenig scharfer Sauce. Leider bin ich die Ausnahme.« Glauben Sie uns: Leider sind Sie gerade das am wenigsten.

Und wir meinen damit nicht den Kürbis. Titanic

 Nachdem Du, Weltgeist,

es uns schon im Sommer gehörig besorgt hast (vgl. TITANIC 7/18, 8/18), gibst Du Dir zum Jahresende noch einmal richtig Mühe und stupst unsere Nasen sowohl auf den Göttinger Augenarzt Prof. Hoerauf als auch die Lübecker Zahnärztin Dr. Stein-Ziehfreund! Und dass wir in einem Artikel auf Sueddeutsche.de meinten gelesen zu haben, Amazon sei »inzwischen der größte Sklaventreiber der Welt«, wo tatsächlich nur vom größten »Serverbetreiber« die Rede war: das ging doch auf Dein Konto, oder?

Dafür danke und auf ein fruchtbares 2019: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Jauch

Günther Jauch ist noch nie mit dem Regionalexpress gefahren, aber er wüsste, wie es geht, und das ist für mich der Zauber, der diesen Mann so besonders macht.

Johannes Floehr

 Stimmt!

Ich kann mich noch gut an den Satz aus meiner Jugend erinnern: »Du wirst noch mal an die Worte deiner Mutter denken.« Nur worum es ging, weiß ich leider nicht mehr.

Markus Berger

 In unserer hektischen Zeit …

ist es wirklich gut, einfach mal anzuhalten, stehenzubleiben, die Welt Welt sein zu lassen, achtsam in sich hineinzuhorchen und ein paar köstliche Sekunden nur mit sich allein zu genießen – ABER NICHT GENAU IN DER SUPERMARKTTÜR, DU BLÖDE DUMPFKUH!!!

Katharina Greve

 Neuland betreten

Ich fahre zum Shoppen jetzt immer nach Berlin. Dort ist das Internet einfach besser.

Dominik Wachsmann

 Neues »Häkchen« auf WhatsApp

»Hat deine Nachricht bereits gelesen, will aber noch nicht, dass du es weißt.«

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 21.01.:

    "RP online" sprach mit Thomas Gsella über ein ernstes Thema.

  • 20.01.:

    Für "Unter Büchern" (MDR Kultur) bespricht Rayk Wieland den "Letzten Huelsenbeck" von Christian Y. Schmidt.

Titanic unterwegs
22.01.2019 Leipzig, Schaubühne Lindenfels Max Goldt
22.01.2019 Mainz, Frankfurter Hof Martin Sonneborn
23.01.2019 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt
23.01.2019 Freiburg, Vorderhaus Katharina Greve