Und Sie, König Richard III.,

haben sich in den letzten Stunden Ihres Lebens mit Shakespeare gefragt, wo Sie wohl dereinst liegen werden: »Here will I lie tonight; But where to-morrow?« Seit man Ihr buckliges Skelett im englischen Leicester unter einem Parkplatz fand, ist die Antwort bekannt – doch wer durch Shakespeare unsterblich wurde, den ficht vielleicht auch ein unglamouröses Grab nicht an. Aber was uns jetzt wirklich interessiert, Eure königliche Hoheit: War es denn auch ein Behindertenparkplatz?

Bückling, Titanic

Hui, Markus Söder!

Als Marilyn Monroe haben Sie sich zur Fastnacht also verkleidet, und, so entnehmen wir der SZ, »die Idee ist ihm selber gekommen. Die Angst, sich zum Deppen zu machen, hat Söder längst abgelegt. ›Man muß den Mut haben, auch mal was zu machen, was nicht dem Image entspricht‹, sagt er.«

Okay, super, wann geht’s los? Titanic

Auch Sie, Tilman Krause (»Welt«),

haben den frühen Tod des Frankfurter Schriftstellers Jakob Arjouni bedauert, wenn auch aus lokalpatriotischen Gründen: »Zuverlässig waren dessen Bücher schon bald nicht mehr in Frankfurt angesiedelt, wo die Musik nun schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr spielt, sondern in der alt-neuen deutschen Hauptstadt. Arjouni, der einstige Studienabbrecher und Teilzeit-Kellner, wollte dabeisein, als hier die Sinfonie einer Großstadt wieder zum Klingen kam.«

Nun ist es, Krause, zwar schön, wenn man einen Kopf hat und die Ohren nicht in die Hosentasche tun muß; aber dann muß man sie auch aufsperren, nicht wahr: »Illusionsneurose! Metropole, Großstadt, internationales Flair – die Leute kommen aus Kleindingsda, haben sich die große Welt vorgestellt und hocken jetzt Hermannstraße Hinterhaus. Dann werden sie Säufer oder schwul, quälen sich in absurde Klamotten, lernen die Namen sämtlicher Barkeeper auswendig – und das alles nur, damit es, wenn die Cousine zu Besuch kommt, heißt: ›Ick zeig dir’n Prenzelberg, det is wie New York‹« (Arjouni, Magic Hoffmann, S. 163). Und mittenmang der Krause, der auch Arjounis Hauptwerk nicht gelesen hat: »›Herr Wirt, wat solln wa mit dit Schwein machen?‹ Berliner. Hatten die jetzt überall ihre Finger drin? Ich drehte den Kopf, bis ich dem einen Kahlgeschorenen in die versoffenen Augen gucken konnte. ›Der charmante Ton, die gelenke Formulierung, man merkt doch gleich: Besuch aus der Hauptstadt‹« (Arjouni, Kismet, S. 122).

Aber so lange es im Land noch Leute gibt, die es beeindruckt, wenn im Welt-Feuilleton »die weitausholenden, fett aufklatschenden Alle-mal-herjehört-Hauptstadtschritte den Flur herunterkommen« (ebd., S. 160), ist doch alles dufte. Finden Sie nicht?

Sinfonisch grüßt Titanic

Coburger Polizeisprecherin!

Über einen von der Coburger Polizei aus dem Verkehr gezogenen Radfahrer sagtest Du, der 41jährige sei so benebelt gewesen, daß er das Alkoholtestgerät für ein Handy gehalten und einen Anruf probiert habe. Und fuhrst fort: »Er konnte aber weder mit dem Alkomat telefonieren noch hineinblasen.« Okay, Polizeisprecherin, aber hätten die Beamten vielleicht ein Auge zugedrückt, wenn der Trunkene mit dem Gerät doch ein gescheites Telefongespräch zustandegebracht hätte?

Antwort bitte via Alkomat: Titanic

Tina Hildebrandt (»Zeit«)!

Im Rahmen der Sexismusdebatte lieferten Sie uns endlich eine brauchbare Definition des Begriffs der »politischen Korrektheit«: »Political correctness ist das Gängeln einer Mehrheit durch eine Minderheit zu erzieherischen Zwecken.« Ja, prima! Aber wäre dann Südafrika zu Zeiten der Apartheid nicht der politisch korrekte Staat schlechthin gewesen?

Gängelnde Grüße:Titanic

Und noch mal, de Maizière!

Sehr gespannt sind wir ja auch auf die mit großem Pomp von Ihnen und dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer angekündigte engere Zusammenarbeit zwischen Ihrer Bundeswehr und den Gewerkschaften. Worauf dürfen sich unsere Soldaten denn künftig einstellen? Keine Bomben mehr nach 18 Uhr? Zwangsmittagspause im Schützengraben? Und maximal drei Feindexekutionen pro Werktag?

Bringen sich vor den drohenden Tarifkämpfen lieber schon mal in Sicherheit:

Ihre Streitkräfte von Titanic

Schade, Leonardo DiCaprio!

Wie neulich zu lesen war, planen Sie eine längere Auszeit vom Film. Natürlich nicht ohne Grund: Sie haben vor, sich dem Umweltschutz zu widmen, oder wie Sie wörtlich sagten: »Ich will um die Welt fliegen, um Gutes für die Umwelt zu tun.« Wir verstehen: Das viele Geld und der Ruhm machen Sie nicht mehr glücklich, und Sie wollen die innere Leere nun mit billigem Altruismus und Robbenbabys füllen. Alles schon gehört! Wir möchten Ihnen aber die neue Rolle gar nicht madig machen. Erlauben Sie uns lediglich, Ihnen ein bißchen Nachhilfeunterricht in Sachen Ökologie zu geben: Anstatt mit dem Flugzeug sinnlos und luftverpestend um den Planeten zu rotieren, sollten Sie sich lieber dorthin begeben, wo der Klimaschutz am dringendsten benötigt wird: in die Regionen nahe den Polkappen, dort, wo das Eis schmilzt und die Weltmeere flutet. Nicht im Flieger, sondern mit dem Schiff sollten Sie sich aufmachen, ins Polarmeer, zwischen Eisbergen hindurch und… Moment! Gab’s das so ähnlich nicht schon mal? Ach ja, richtig! Fast vergessen: Der größte Kinoerfolg aller Zeiten! Millionen Menschen auf dem ganzen Erdball verfolgten begeistert Ihren Untergang. Na, dann wissen Sie ja selbst, was auf Sie zukommt!

Ihre Eisberge von der Titanic

Du hingegen, Allgemeiner Senioren Service,

läßt Deine Mitarbeiter in Kleinwagen durch München sausen, auf denen fett und bunt das Kürzel »ASS« prangt. Dafür wollen wir uns bei Dir herzlich bedanken! Wie geht’s denn übrigens den Kollegen von der »Fürsorglichen Unterstützung Chronisch Kranker«?

Fragen die alten Witzpflegekräfte von Titanic

Sie, Anja Steinbruch und Jürgen Hoffmann,

hatten höchstwahrscheinlich gute Eltern, die Ihnen eine gute Ausbildung bezahlten und sich freuten, als Sie Journalist wurden und so die Möglichkeit bekamen, Ihre Stimme zu erheben gegen Lüge und Verbrechen, Gier und Gewalt, gegen Unmenschlichkeit in allen ihren Formen. Und als Sie dann gar für den Spiegel schreiben durften, ließen Ihre guten Eltern fünfe grade sein und machten einen teuren Sekt auf und waren stolz auf ihre guten Kinder, denn sie lasen: »Auf vielen Ägäisinseln ist von der Krise im fernen Athen wenig zu spüren – außer, daß die Ferienhäuser mittlerweile konkurrenzlos billig sind. Einst wohlhabende Griechen sind mittlerweile klamm und müssen ihre Zweitwohnsitze verscherbeln. Ihre Villen sind oftmals erst ein oder zwei Jahre alt.«

Und Ihre guten Eltern dachten an diese Griechen und die noch viel ärmeren, die keinen Lohn und keine Rente mehr erhalten und ihre kranken Eltern und Kinder in den überfüllten Notaufnahmen ungeheizter Krankenhäuser abgeben, weil die Arztpraxen und Apotheken längst geschlossen oder unbezahlbar sind; und dann dachten sie an die deutsche Politik und die deutschen Geldinstitute, die am Bankenüberfall auf Griechenland beide fein verdienen, und Ihre guten Eltern waren stolz auf ihre Kinder, und sie lasen weiter: »Nicht nur die griechischen Preise sind im europäischen Vergleich attraktiv, auch die Rahmenbedingungen für die Käufer sind gut. Doch beim Immobilienkauf in Griechenland gilt es einige Regeln zu beachten. Und die Preise könnten durchaus noch weiter fallen.«

Und da weinten Ihre guten Eltern bitterlich und lasen bei Freud noch einmal die Stelle über den Zusammenhang von Dummheit und Schamlosigkeit, bevor sie ihre alte Pumpgun aus dem Keller holten und sich die Birne wegschossen – war es so?

Hofft ganz und gar nicht: Titanic

Grüßgott, Florian Illies!

In Ihrem Sachbuch »1913« entführen Sie uns in die Welt, wie sie vor einhundert Jahren war. Damals, so teilen Sie uns mit, sei Thomas Manns Drama »Fiorenza« bei der Premiere in Berlin durchgefallen: »Gequält verfolgt er das Stück, das die Florentiner Hochrenaissance zum Leben erwecken soll, aber es kommt nicht in Fahrt, mehr Uff als Uffizien.«

Kolossal. Wo lernt man, so zu schreiben? Oder ist das angeboren?

Wir sind gespannt, wohin Sie es mit Ihren Fähigkeiten noch bringen werden. Vielleicht sogar bis in die Humorspalte einer mittelgroßen Schülerzeitung?

Weiterhin viel Erfolg! Titanic

Sie, Birgitt Gruber,

sind also »staatlich geprüfte Kräuterpädagogin«. Und nach dem Zweiten Staatsexamen dürfen Sie dann in der Baumschule unterrichten?

Gut Holz! Titanic

Sigmar Gabriel, alte Zündkerze!

Im Nachbeben der erfrischend albernen Sexismus-Debatte um Rainer Brüderle gaben Sie der Bild am Sonntag ein Interview, in dem Sie sich für Frauenquoten in der Politik stark machten, und zwar nicht allein aus Gründen der formalen Gleichstellung, sondern weil »die Politik schlicht dümmer ist, wenn sie die Sichtweise von Frauen nicht kennt«. Nun aber mal langsam, Gabriel! Demnach müßte die SPD vor Intelligenz ja nur so strotzen, denn im Erkunden des weiblichen Blickwinkels – von »in die Röhre gucken« bis zu »dumm aus der Wäsche schauen« – macht Ihrer Partei so schnell niemand etwas vor.

Sie müßte aber mal über den Tellerrand hinausblicken lernen!

Findet Ihr Küchenkabinett auf der Titanic

Baselitz, Sie Pinselclown!

Sie haben’s echt begriffen: Kunst ist, wenn man trotzdem lacht. Aber wenn es in Ihrem Nonsensgewerbe schon reicht, wahlloses Gepinsel grundsätzlich über Kopf aufzuhängen, um als Genie zu gelten, warum wollen Sie dann Ihre neuen Werke noch zusätzlich »schwarz übermalen«? Damit die Galerieintelligenz andächtig ins Schwarze hinein grübelt: »Was da wohl drunter ist? Hat der da vorher überhaupt was hingemalt? Und hängt das dann auch wieder über Kopf?«

Schon klar, Baselitz: Bilder entstehen im Kopf. Aber wer sagt denn, daß es unbedingt Ihr Künstlerquatschkopf sein muß?

Finden Ihre Schwarzmaler von: cinatiT

Hey, Deutschlandradio Kultur!

In einem Radiofeuilleton namens »Kakao und Kinderarbeit« berichtetest Du, daß Hunderttausende von Kindern auf Kakaoplantagen in Afrika schuften und ausgebeutet werden, wogegen laut Expertenmeinung nur helfe, auf dem deutschen Markt mehr Fairtrade-Schokolade zu vertreiben. Ein ernstes Thema, welches auch uns nachdenklich machte. Jedenfalls so lange, bis sich unter den Hörern, die während der Sendung anriefen und ihre Meinung äußerten, ein Herr Bueno meldete – wahrscheinlich direkt vom Süßwarenregal. Da fiel uns doch prompt der Alternativtitel »Kinderschokolade« ein. Und plötzlich sahen wir die Welt versöhnlich-lila, nahmen es einfach rittersportlich und alles so leicht, daß wir seither sogar in Milch schwimmen mit unserer Titanic

Prinz Charles (64), Thronfolger!

Geht man in Ihrem Gewerbe eigentlich auch mit 65 in Rente? Oder hängen Sie noch zwei Jahre Altersteilzeit dran, damit der Übergang zum Nichtstun nicht so schwerfällt?

Kleiner Scherz von Titanic

Ach, Jenny Elvers-Elbertzhagen!

»Meine Tagesdosis war vormittags eine Flasche Sekt, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whisky oder eine Flasche Gin«, lesen wir in der Gala mit leiser Anerkennung. Waren es nicht vielleicht sogar eine Flasche Wodka und eine Flasche Whisky und eine Flasche Gin? Egal. 35 volle Spirituosenflaschen jedenfalls habe Dein Ehemann nach Deinem Abgang in den Entzug versteckt in Eurem Haus gefunden. Und das sei nicht nur die übliche und unter überzeugten Alkoholikern beliebte Sicherheitsreserve für sieben weitere sorglose Tage gewesen, sondern, sagst Du, auch »ein Hilferuf«: »Ich wollte entdeckt werden.«

Ach, Jenny. Wollen wir das denn nicht alle? Entdeckt werden? Und dann irgendwie berühmt? Scheißegal wofür? Und, ja, voll blöd, wenn das eben nicht klappt.

Tröstendes »Stößchen!«: Titanic

Chris de Burgh, altes Haus!

Sollte sich Ihre aktuelle Tournee »An Evening at Home with Chris de Burgh and Band« nicht lieber auf einen einzigen Ort beschränken? Auf Ihr lauschiges Cottage in Enniskerry im irischen County Wicklow?

Sie bräuchten dann auch den Fährmann nicht zu bezahlen!

Vorschlag von: Titanic

Huhu, Norbert Lammert!

Bei der Gedenkveranstaltung zur Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler mahnten Sie im Bundestag: »Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war kein Betriebsunfall.« Das ist natürlich ganz richtig, schließlich sind auch ein eingeklemmter Fuß oder eine abgefetzte Hand während der Arbeit keine Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten. Ihr Dachschaden hingegen, Lammert, um auch das hier mal herauszuarbeiten, ist und bleibt ein ganz normaler Dachschaden. Interessant, nicht?

Meinen jedenfalls Ihre Betriebsärzte von der Titanic

Einfallsreiche Molekularköche!

Immer öfter serviert Ihr Euren betuchten Gästen Espuma, also mit Lachgas aufgeschäumte Speisen. Damit endlich mal ein anderer Wind durch den Leib weht?

Euphorisch: Titanic

Genossen der Shinmei Electric Company, Shanghai!

Wir gratulieren Euch tausend heldenhaften Fabrikarbeitern herzlichst, die Ihr Eure Manager gefangengenommen, gefesselt und in die Toiletten eingesperrt habt, weil Ihr die neueste Firmenverordnung, nicht länger als haargenau zwei Minuten auf dem Klo hocken zu dürfen, ohne ein fettes Strafgeld dafür bezahlen zu müssen, nicht mehr ohne weiteres hinnehmen wolltet. Nun entschuldigt sich das Unternehmen sogar und bietet eine Gehaltserhöhung an.

Ach bitte, Arbeiter aller anderen Länder: Macht tausend mal tausend solcher Aufstände! Und wir im Westen unterstützen Euren gerechten Kampf, indem wir uns solange solidarisch an den Händen fassen und betend Kerzen abbrennen.

Bis man uns die Kackzeit kürzt: Titanic

Guten Tag, Irina Galtsova (29)!

Sie entwickeln Online-Spiele für Frauen. Dazu suchen Sie »für Frauen interessante Themen, etwa Reisen oder Garten«. Nachdem eine Handlung skizziert worden ist, »zeichnen Grafiker erste Stimmungsbilder, vorwiegend in weichen Farben. Landschaften sind idyllisch, Kleider bunt, die Töne leiser und die Taktung langsamer als bei Games für Männer. Das Spiel muß schnell zu verstehen sein«, verrieten Sie der Süddeutschen Zeitung.

Wer nicht wüßte, Galtsova, daß es sich um Spiele für Frauen handelt, könnte denken, die Zielgruppe seien geistig behinderte Minderjährige.

Erschrocken: Titanic

Olé, olé olé olé, Angela Merkel!

Wir hatten mehr als ausreichend Gelegenheit, uns an Ihren Anblick in Fußballstadien oder in den Spielerkabinen der Nationalelf zu gewöhnen. Alptraumhafte Nächte aber bereitet uns Ihre Art, Tore zu bejubeln: wie Sie die Hände im Affekt krampfhaft über die Schultern werfen, während Sie den Kopf dazwischen zu verstecken suchen, womit Sie Ihrer duckmäuserischen Art eine physiognomische Entsprechung geben. Und wie Sie die geballten Fäuste dann nur wieder herunternehmen, um auf eine Art zu klatschen, daß es den Parodisten nur so graust, da er nichts mehr zu parodieren hat.

Seit dem jüngsten Länderspiel gegen Frankreich aber wissen wir: Das hat Ihnen jemand verraten! Sie haben tatsächlich Kontakt zur Außenwelt, die Ihnen gesteckt haben muß, wie diese Art zu jubeln aussieht. Ganz kurz nur rissen Sie deshalb, wohl aus alter Gewohnheit, Ihre Hände in die Höhe, schienen sich urplötzlich des Ratschlags zu erinnern, nahmen die Patscherchen wieder herunter, konnten dort erst einmal nichts mit ihnen anfangen, zuckten noch ein wenig hilflos und drehten sich dann panisch um, auf der Suche nach jemandem, mit dem Sie diese Situation des Alleinseins in der Masse womöglich beenden könnten.

Kurzum: Sie müssen das noch üben – am besten daheim vor dem Fernsehgerät.

Auf Dauer besser schlafen könnten dann zumindest die Stil- und Spielberater von der Titanic

Dich, Ärztlicher Bereitschaftsdienst

der Kassenärztlichen Vereinigungen, kann man nun also unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116 117 erreichen. Wobei Du, wie uns das DAK-Magazin Fit! warnt, nicht zu verwechseln bist »mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet«. Aha. »Die neue Nummer soll die Notfallnummer 112 nicht ersetzen, sondern entlasten.«

Verstanden. Aber würde eine Nummer wie 127 443 834 589 093 248 die Dienste nicht noch stärker entlasten?

Heute mal kurz angebunden: Titanic

He, Bela Anda!

Nachdem Sie als Regierungssprecher das Mietmaul von Gerhard Schröder waren und danach dem sogenannten Finanzdienstleister AWD von Schröder-Kumpel Maschmeyer dienten, schreiben Sie nun wieder an Ihrer früheren Wirkstätte, in der Bild-Zeitung. In einem Kommentar erklärten Sie dort, warum die plagiierende Bildungsministerin Annette Schavan zurücktreten müsse: »Wenn nun ausgerechnet die Bildungsministerin bei ihrer Doktorarbeit geschummelt hat, dann ist das so, als würde der Finanzminister sein Geld heimlich in der Schweiz verstecken oder der Verkehrsminister betrunken Auto fahren.«

Aber daß, Anda, der amtierende Finanzminister Schäuble sich in der CDU-Spendenaffäre einfach nicht an die 100 000 Mark vom Waffennarren Schreiber erinnern konnte und Verkehrsminister Ramsauer seit jeher vehement gegen null Promille für Autofahrer kämpft, ist für Sie kein Grund zur Skepsis?

Dann uns auch nicht: Titanic

Baufirma Moser, Merzhausen!

An der Baustelle der neuen Freiburger Universitätsbibliothek wirbst Du für Dich und Dein Gewerbe mit diesem Plakat: »Bau Dir Deine Karriere. Nutze Deine Chance! Lege den optimalen Grundstein für Deine Zukunft.« Schon recht, Moser. Wenn nun aber beim Bau dieser Bibliothek ein Arbeiter »aus ungeklärten Gründen« mitsamt seinem Gerüst fünfzehn Meter in die Tiefe stürzt und danach nicht mehr weiterlebt – könntest Du diese offenkundig manchmal in die Irre führende Werbung nicht einfach für ein paar Tage in Dein Wohnzimmer hängen?

Freundlicher Rat von Titanic

Allora, Umberto Eco!

Als Gast einer Pariser Konferenz zur Zukunft Europas trommelten Sie in seltener Eindeutigkeit für den maroden Staatenbund: Die Europäer müßten »ein europäisches Nationalgefühl entwickeln«, »ein Nationalgefühl ohne Nationalismus«. Und als alter Zeichenfex fanden Sie auch gleich das Emblem dieses Europatriotismus: »Was wir benötigen, ist ein kontinentaler Asterix, dessen Geschichte an allen Schulen Europas gelehrt wird.« Signor Eco! Haben Sie noch alle Römerhelme im Schrank? 32 Hefte lang verteidigt der unsympathische Gallier sein debiles Nest gegen ein vereinigtes Europa unter Julius Cäsar! Verprügelt Diplomaten, Geschäftsleute, Steuereintreiber! Verläßt seine inzestuös grundierte Sippe nur für Terroraktionen im Ausland! Und sorgt ansonsten dafür, daß alle Fremden das Dorf auch hübsch flott wieder verlassen!

Und überhaupt: Wenn Asterix Europa ist, wer ist dann Rom? Obama? Putin? Die wir dann, randvoll mit postnationalem Zaubertrank, gelegentlich durch Hinkelsteinraketen zu Klump schießen?

Lassen Sie die Allegorien doch lieber in Ihren Romanen.

Veni, vidi, tschüssi: Titanic

Denis »Big Black Mama« Scheck!

Weil der Thienemann-Verlag einen editorischen Eingriff in die »Kleine Hexe« nur mit Otfried Preußler, nicht aber mit Ihnen abgesprochen hatte, malten Sie sich in Ihrer Sendung »Druckfrisch« schwarz an, um »auf die Absurdität dieser Diskussion« über rassistische Begriffe in Kinderbüchern aufmerksam zu machen – und wurden dafür nur wieder von bildungsfernen Negern gerügt. Aber keine Sorge, Scheck, Sie sind nicht allein. Um auf die Absurdität solcher Vorwürfe hinzuweisen, werden wir demnächst als Schweinchen Dick verkleidet durch die Straßen ziehen. Denn nur so kann man das bedrohte Recht bildungsbürgerlicher Schwabbelbacken verteidigen, sich öffentlich einer rassistischen Tradition zu bedienen, um gegen die »Zensur« von Kinderbüchern zu kämpfen, die sie seit Jahrzehnten mit ihrem Riesenarsch nicht angesehen haben.

Für plumpe Witze über Körperlichkeit stets zu haben: Titanic

Bravo, »FAZ«!

Du betiteltest ein Foto der rötlich beschienenen Frankfurter Skyline mit den Worten: »Im Zentrum der Malaise: Skyline der hessischen Landeshauptstadt im blauen Licht der untergehenden Sonne«. Yeah! Zwei gravierende inhaltliche Fehler auf nur 14 Wörter – das soll Dir die Frankfurter Rundschau erst einmal nachmachen. Oder seid Ihr inzwischen schon fusioniert?

Grüße ins Zentrum der Malaise: Titanic

Spaßdoktor von Hirschhausen!

Bei Deinen medizinischen Kabarettauftritten reißt Du Dein eh schon hingerissenes Publikum regelmäßig mit folgendem Kabinettstückchen gänzlich vom Hocker: »Vieles hat sich rasant verändert. Vor zwanzig Jahren war es noch verpönt, Pornos zu gucken. Heute gilt man als verklemmt, wenn man es nicht tut. Und in zwanzig Jahren wird man wahrscheinlich ausgelacht, wenn man keine eigenen ins Netz stellt.« – Echt? So lange sollen wir noch warten auf die sexy Hirschhausen-Clips mit den vier roten Bäckchen? Komm, Eckart, sei kein Frosch! Frag doch einfach mal die Maus, wenn Du eine hast, was sie davon hält, und dann rein und raus und uploaden!

Könnte dann vielleicht endlich mal über Dich lachen:Titanic

Hochgeschätzter FC Bayern München!

Daß Du in der NS-Zeit eine vergleichsweise saubere Weste behalten hast, ist aller Ehren wert. Darüber, daß Du die Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag nun ausgerechnet in Deiner »Erlebniswelt« hast stattfinden lassen, könnte man daher großzügig hinwegsehen. Wenn Du dazu aber auch noch Deinen Karl-Heinz Rummenigge – falsch – mit den Worten zitierst: »Der FC Bayern hat eine sehr reiche und erfolgreiche jüdische Vergangenheit, auf die wir alle stolz sein können. Wir müssen alles dafür tun, daß solche Zeiten nie wieder aufleben«, können wir nur konstatieren: Zuerst hast Du nicht nachgedacht, und dann kam auch noch Dummheit dazu.

Aber Stürmerfouls könnt Ihr noch, gell?

Hofft wenigstens: Titanic

Unbekannte Einbrecher!

Da schafft Ihr es irgendwie, ins streng gesicherte Forschungszentrum von Microsoft im kalifornischen Mountain View einzudringen, vor Eurer Nase liegen Geheimakten, Notebooks, Surface-Tablets, und was macht Ihr? Klaut fünf I-Pads des Konkurrenten Apple, das Stück zu 600 Dollar!

Wenn das mal kein Zeichen war, das Ihr da gesetzt habt, weiß es auch nicht: Titanic

Krawallschachtel Katrin Sass!

Ehrlich gesagt mußten wir nach dem Getöse um Ihre Tirade gegen Dschungelcampsieger Peer Kusmagk in einer ZDF-Talkshow erst mal googlen, wer Sie sind. Dadurch landeten wir bei Stichworten wie »Goodbye, Lenin« und »Alkoholismus«. Dann haben wir uns Ihren »Ausraster« bei Youtube angesehen und wollen dennoch gerne glauben, daß Sie eine seriöse Schauspielerin sind. Ihre Aufregung hingegen verstehen wir nicht. Wenn man das Dschungelcamp nicht mag, schaltet man nicht ein – und gut ist. Wenn man sich für Ihre Tätigkeit nicht interessiert, kann man zwar ebenfalls weggucken, muß aber Ihr Wirken via Rundfunkbeitrag trotzdem finanzieren, genauso wie beispielsweise informationsleere Weltreisen von Korrespondenten, fürstliche Intendantengehälter, Michel Friedmans Kokserei, Töpperwiens Puffbesuche usw. usf.

Und das, Katrin Sass, das regt uns auf – ganz ohne Scheiß! Titanic

Thomas de Maizière (CDU)!

Im Interview mit domradio.de verkündeten Sie kürzlich stolz, die Bundeswehr sei »Teil der Friedensbewegung«. Wollen Sie, werter Herr Verteidigungsminister, damit etwa andeuten, die Ihnen unterstellte Armee sei ein unkontrollierbarer Haufen ständig zugedröhnter Nichtsnutze mit schlechten Frisuren?

Na, dann wollen mal nichts gesagt haben:

Ihre Verbündeten von der Wehrsportgruppe Titanic

Katholische Christenheit!

Als vor acht Jahren – Du erinnerst Dich – der Wojtyłapapst wochen- und monatelang öffentlich seinem Ende entgegensiechte, da fandest Du das keineswegs degoutant, sondern im Gegenteil beeindruckend, respekteinflößend und mutig; was Du, Christenheit, in jenen Sterbewochen praktisch jedem Journalisten mitteiltest, den Du am Petersplatz oder sonstwo auftreiben konntest. Nun, anno 2013, da der Ratzingerpapst alles hinschmeißt und sich aus dem Amt stiehlt, findest Du das keineswegs feige, fahnenflüchtig und enttäuschend, sondern empfindest hinwiederum »Respekt« (Wolfgang Thierse), »großen Respekt« (Kardinal Meisner), »größten Respekt« (Horst Seehofer), bist »beeindruckt« (Weihbischof Timmerevers, Münster), findest es »mutig« (Claudia Roth/Sky Du Mont), bist dann wieder »beeindruckt« (Kaplan Brüggemann, Köln) und lobst Benedikts »Mut« (Vatikan-Sprecher Lombardi /  Bischof Ackermann, Trier / Plattform »Wir sind Kirche«).

Dein Oberhaupt, katholische Christenheit, ist also offenbar selbst im Abgang unfehlbar. Und falls aber der nächste Papst sein Pontifikat mit einem Amoklauf im Vatikanstaat beendet und sich hernach im Petersdom selbst in die Luft sprengt – bist Du dann zum dritten Mal abrufbar beeindruckt und respektgeplättet? Ja? Weil Du sie ohnehin nicht mehr alle beisammen hast?

Dachte sich schon: Titanic

Lebemann Bernd Busemann!

Als Noch-Justizminister von Niedersachsen und strikter Verfechter der 0,3-Promille-Grenze im Straßenverkehr sind Sie der Polizei am Steuer Ihres Wagens mit dem Dreifachen des von Ihnen vorgeschlagenen Grenzwerts ins Netz gegangen. Zu Ihrer Eignung für künftige höhere politische Posten befragt, antworteten Sie: »Ich denke, daß ich unverändert geeignet bin, Landtagspräsident zu sein.« Sagen Sie mal, Busemann, sind Sie immer noch blau? Sie sind damit natürlich als Bundespräsident geeignet!

Prost! Titanic

Laura Himmelreich, Journalistin!

Ihr Artikel »Der Herrenwitz« im Stern war ja wirklich große Klasse und lieferte auch den Anstoß für die wichtige Sexismusdebatte. Aber eine Frage hätten wir noch, falls es uns gestattet ist: Wenn Sie ein geschlagenes Jahr für einen einzigen Artikel benötigen, haben Sie dann vielleicht andere Qualitäten, die dieses Manko wieder ausgleichen?

Juxen Ihre alten Herren von: Titanic

Ja, da sind Sie ja wieder, Guttenberg!

Glücklicherweise nur auf dem Titelbild der Bunten, aber da sogar zweimal: auf einem kleineren Foto, im edlen Frack und mit Gelfrisur aus der guten alten Angeberzeit, und auf einem großen akuellen, die Haare jetzt naturnah gefönt und dazu Klamotten im kumpelig-anbiedernden Ami-Look. Und darunter steht groß geschrieben: »Späte Reue – Karl-Theodor zu Guttenberg: ›Ich war eitel und dumm…‹«

Wie wahr! Aber wieso »war«? Karl-Theodor, Karl-Theodor, wenn das mal nicht wieder nur die halbe Wahrheit ist!

Immer noch eitel, aber nicht sooo dumm: Titanic

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Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 26.09.:

    Bei Arte im Portrait: Ex-TITANIC-Chef und PARTEI-EU-Abgeordneter Martin Sonneborn.

  • 18.09.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über den Niedergang der deutschen Plastiktüten-Manufakturen.

  • 15.09.:

    PARTEI-Führer Martin Sonneborn hält im Europaparlament eine gefeierte Rede zum "State of da Union".

  • 14.09.:

    Die Frankfurter Neue Presse gratuliert Eckhard Henscheid zum 75. TITANIC schließt sich an.

  • 14.09.:

    Oliver Maria Schmitt in der FAS über Liebesschrott an Brücken.

Titanic unterwegs
29.09.2016 Sassnitz, Grundtvighaus
  Max Goldt
29.09.2016 Madrid, Cafeteria der Deutschen Schule
  Thomas Gsella
29.09.2016 Wien, Reumannhof
  Michael Ziegelwagner mit Maximilian Zirkowitsch
30.09.2016 Stralsund, Kulturkirche St. Jakobi
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Liebe Leser!

Gegendarstellung: Die bedauernswerte Dame, die von Popstar Robbie Williams eine geschmacklose Geburtstagstorte mit der Aufschrift »Congrats, you’re the oldest person I’ve slept with« geschenkt bekommen hat, war nicht, wie in einer der letzten Ausgaben von »Briefe an die Leser« fälschlich behauptet, seine »Ex«. Und die sensationell stillose Torte wurde dem Ex-Popstar auch nicht von seiner Ex-, sondern seltsamerweise immer noch angetrauten Gattin leider nicht in die seinerseits auffällig alt gewordene (42) Goschn geklatscht. Was wiederum menschlich tadellos gefunden hätte: Titanic

 Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

 Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

 Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

 Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Die Bremer Stadtmusikanten mal anders:

Fleisch im Fleisch im Fleisch im Fleisch.

Julia Mateus

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch

 Beim Beobachten der Jugend

Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat.

Wolfgang Beck