Und Sie, König Richard III.,

haben sich in den letzten Stunden Ihres Lebens mit Shakespeare gefragt, wo Sie wohl dereinst liegen werden: »Here will I lie tonight; But where to-morrow?« Seit man Ihr buckliges Skelett im englischen Leicester unter einem Parkplatz fand, ist die Antwort bekannt – doch wer durch Shakespeare unsterblich wurde, den ficht vielleicht auch ein unglamouröses Grab nicht an. Aber was uns jetzt wirklich interessiert, Eure königliche Hoheit: War es denn auch ein Behindertenparkplatz?

Bückling, Titanic

Hui, Markus Söder!

Als Marilyn Monroe haben Sie sich zur Fastnacht also verkleidet, und, so entnehmen wir der SZ, »die Idee ist ihm selber gekommen. Die Angst, sich zum Deppen zu machen, hat Söder längst abgelegt. ›Man muß den Mut haben, auch mal was zu machen, was nicht dem Image entspricht‹, sagt er.«

Okay, super, wann geht’s los? Titanic

Auch Sie, Tilman Krause (»Welt«),

haben den frühen Tod des Frankfurter Schriftstellers Jakob Arjouni bedauert, wenn auch aus lokalpatriotischen Gründen: »Zuverlässig waren dessen Bücher schon bald nicht mehr in Frankfurt angesiedelt, wo die Musik nun schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr spielt, sondern in der alt-neuen deutschen Hauptstadt. Arjouni, der einstige Studienabbrecher und Teilzeit-Kellner, wollte dabeisein, als hier die Sinfonie einer Großstadt wieder zum Klingen kam.«

Nun ist es, Krause, zwar schön, wenn man einen Kopf hat und die Ohren nicht in die Hosentasche tun muß; aber dann muß man sie auch aufsperren, nicht wahr: »Illusionsneurose! Metropole, Großstadt, internationales Flair – die Leute kommen aus Kleindingsda, haben sich die große Welt vorgestellt und hocken jetzt Hermannstraße Hinterhaus. Dann werden sie Säufer oder schwul, quälen sich in absurde Klamotten, lernen die Namen sämtlicher Barkeeper auswendig – und das alles nur, damit es, wenn die Cousine zu Besuch kommt, heißt: ›Ick zeig dir’n Prenzelberg, det is wie New York‹« (Arjouni, Magic Hoffmann, S. 163). Und mittenmang der Krause, der auch Arjounis Hauptwerk nicht gelesen hat: »›Herr Wirt, wat solln wa mit dit Schwein machen?‹ Berliner. Hatten die jetzt überall ihre Finger drin? Ich drehte den Kopf, bis ich dem einen Kahlgeschorenen in die versoffenen Augen gucken konnte. ›Der charmante Ton, die gelenke Formulierung, man merkt doch gleich: Besuch aus der Hauptstadt‹« (Arjouni, Kismet, S. 122).

Aber so lange es im Land noch Leute gibt, die es beeindruckt, wenn im Welt-Feuilleton »die weitausholenden, fett aufklatschenden Alle-mal-herjehört-Hauptstadtschritte den Flur herunterkommen« (ebd., S. 160), ist doch alles dufte. Finden Sie nicht?

Sinfonisch grüßt Titanic

Coburger Polizeisprecherin!

Über einen von der Coburger Polizei aus dem Verkehr gezogenen Radfahrer sagtest Du, der 41jährige sei so benebelt gewesen, daß er das Alkoholtestgerät für ein Handy gehalten und einen Anruf probiert habe. Und fuhrst fort: »Er konnte aber weder mit dem Alkomat telefonieren noch hineinblasen.« Okay, Polizeisprecherin, aber hätten die Beamten vielleicht ein Auge zugedrückt, wenn der Trunkene mit dem Gerät doch ein gescheites Telefongespräch zustandegebracht hätte?

Antwort bitte via Alkomat: Titanic

Tina Hildebrandt (»Zeit«)!

Im Rahmen der Sexismusdebatte lieferten Sie uns endlich eine brauchbare Definition des Begriffs der »politischen Korrektheit«: »Political correctness ist das Gängeln einer Mehrheit durch eine Minderheit zu erzieherischen Zwecken.« Ja, prima! Aber wäre dann Südafrika zu Zeiten der Apartheid nicht der politisch korrekte Staat schlechthin gewesen?

Gängelnde Grüße:Titanic

Und noch mal, de Maizière!

Sehr gespannt sind wir ja auch auf die mit großem Pomp von Ihnen und dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer angekündigte engere Zusammenarbeit zwischen Ihrer Bundeswehr und den Gewerkschaften. Worauf dürfen sich unsere Soldaten denn künftig einstellen? Keine Bomben mehr nach 18 Uhr? Zwangsmittagspause im Schützengraben? Und maximal drei Feindexekutionen pro Werktag?

Bringen sich vor den drohenden Tarifkämpfen lieber schon mal in Sicherheit:

Ihre Streitkräfte von Titanic

Schade, Leonardo DiCaprio!

Wie neulich zu lesen war, planen Sie eine längere Auszeit vom Film. Natürlich nicht ohne Grund: Sie haben vor, sich dem Umweltschutz zu widmen, oder wie Sie wörtlich sagten: »Ich will um die Welt fliegen, um Gutes für die Umwelt zu tun.« Wir verstehen: Das viele Geld und der Ruhm machen Sie nicht mehr glücklich, und Sie wollen die innere Leere nun mit billigem Altruismus und Robbenbabys füllen. Alles schon gehört! Wir möchten Ihnen aber die neue Rolle gar nicht madig machen. Erlauben Sie uns lediglich, Ihnen ein bißchen Nachhilfeunterricht in Sachen Ökologie zu geben: Anstatt mit dem Flugzeug sinnlos und luftverpestend um den Planeten zu rotieren, sollten Sie sich lieber dorthin begeben, wo der Klimaschutz am dringendsten benötigt wird: in die Regionen nahe den Polkappen, dort, wo das Eis schmilzt und die Weltmeere flutet. Nicht im Flieger, sondern mit dem Schiff sollten Sie sich aufmachen, ins Polarmeer, zwischen Eisbergen hindurch und… Moment! Gab’s das so ähnlich nicht schon mal? Ach ja, richtig! Fast vergessen: Der größte Kinoerfolg aller Zeiten! Millionen Menschen auf dem ganzen Erdball verfolgten begeistert Ihren Untergang. Na, dann wissen Sie ja selbst, was auf Sie zukommt!

Ihre Eisberge von der Titanic

Du hingegen, Allgemeiner Senioren Service,

läßt Deine Mitarbeiter in Kleinwagen durch München sausen, auf denen fett und bunt das Kürzel »ASS« prangt. Dafür wollen wir uns bei Dir herzlich bedanken! Wie geht’s denn übrigens den Kollegen von der »Fürsorglichen Unterstützung Chronisch Kranker«?

Fragen die alten Witzpflegekräfte von Titanic

Sie, Anja Steinbruch und Jürgen Hoffmann,

hatten höchstwahrscheinlich gute Eltern, die Ihnen eine gute Ausbildung bezahlten und sich freuten, als Sie Journalist wurden und so die Möglichkeit bekamen, Ihre Stimme zu erheben gegen Lüge und Verbrechen, Gier und Gewalt, gegen Unmenschlichkeit in allen ihren Formen. Und als Sie dann gar für den Spiegel schreiben durften, ließen Ihre guten Eltern fünfe grade sein und machten einen teuren Sekt auf und waren stolz auf ihre guten Kinder, denn sie lasen: »Auf vielen Ägäisinseln ist von der Krise im fernen Athen wenig zu spüren – außer, daß die Ferienhäuser mittlerweile konkurrenzlos billig sind. Einst wohlhabende Griechen sind mittlerweile klamm und müssen ihre Zweitwohnsitze verscherbeln. Ihre Villen sind oftmals erst ein oder zwei Jahre alt.«

Und Ihre guten Eltern dachten an diese Griechen und die noch viel ärmeren, die keinen Lohn und keine Rente mehr erhalten und ihre kranken Eltern und Kinder in den überfüllten Notaufnahmen ungeheizter Krankenhäuser abgeben, weil die Arztpraxen und Apotheken längst geschlossen oder unbezahlbar sind; und dann dachten sie an die deutsche Politik und die deutschen Geldinstitute, die am Bankenüberfall auf Griechenland beide fein verdienen, und Ihre guten Eltern waren stolz auf ihre Kinder, und sie lasen weiter: »Nicht nur die griechischen Preise sind im europäischen Vergleich attraktiv, auch die Rahmenbedingungen für die Käufer sind gut. Doch beim Immobilienkauf in Griechenland gilt es einige Regeln zu beachten. Und die Preise könnten durchaus noch weiter fallen.«

Und da weinten Ihre guten Eltern bitterlich und lasen bei Freud noch einmal die Stelle über den Zusammenhang von Dummheit und Schamlosigkeit, bevor sie ihre alte Pumpgun aus dem Keller holten und sich die Birne wegschossen – war es so?

Hofft ganz und gar nicht: Titanic

Grüßgott, Florian Illies!

In Ihrem Sachbuch »1913« entführen Sie uns in die Welt, wie sie vor einhundert Jahren war. Damals, so teilen Sie uns mit, sei Thomas Manns Drama »Fiorenza« bei der Premiere in Berlin durchgefallen: »Gequält verfolgt er das Stück, das die Florentiner Hochrenaissance zum Leben erwecken soll, aber es kommt nicht in Fahrt, mehr Uff als Uffizien.«

Kolossal. Wo lernt man, so zu schreiben? Oder ist das angeboren?

Wir sind gespannt, wohin Sie es mit Ihren Fähigkeiten noch bringen werden. Vielleicht sogar bis in die Humorspalte einer mittelgroßen Schülerzeitung?

Weiterhin viel Erfolg! Titanic

Sie, Birgitt Gruber,

sind also »staatlich geprüfte Kräuterpädagogin«. Und nach dem Zweiten Staatsexamen dürfen Sie dann in der Baumschule unterrichten?

Gut Holz! Titanic

Sigmar Gabriel, alte Zündkerze!

Im Nachbeben der erfrischend albernen Sexismus-Debatte um Rainer Brüderle gaben Sie der Bild am Sonntag ein Interview, in dem Sie sich für Frauenquoten in der Politik stark machten, und zwar nicht allein aus Gründen der formalen Gleichstellung, sondern weil »die Politik schlicht dümmer ist, wenn sie die Sichtweise von Frauen nicht kennt«. Nun aber mal langsam, Gabriel! Demnach müßte die SPD vor Intelligenz ja nur so strotzen, denn im Erkunden des weiblichen Blickwinkels – von »in die Röhre gucken« bis zu »dumm aus der Wäsche schauen« – macht Ihrer Partei so schnell niemand etwas vor.

Sie müßte aber mal über den Tellerrand hinausblicken lernen!

Findet Ihr Küchenkabinett auf der Titanic

Baselitz, Sie Pinselclown!

Sie haben’s echt begriffen: Kunst ist, wenn man trotzdem lacht. Aber wenn es in Ihrem Nonsensgewerbe schon reicht, wahlloses Gepinsel grundsätzlich über Kopf aufzuhängen, um als Genie zu gelten, warum wollen Sie dann Ihre neuen Werke noch zusätzlich »schwarz übermalen«? Damit die Galerieintelligenz andächtig ins Schwarze hinein grübelt: »Was da wohl drunter ist? Hat der da vorher überhaupt was hingemalt? Und hängt das dann auch wieder über Kopf?«

Schon klar, Baselitz: Bilder entstehen im Kopf. Aber wer sagt denn, daß es unbedingt Ihr Künstlerquatschkopf sein muß?

Finden Ihre Schwarzmaler von: cinatiT

Hey, Deutschlandradio Kultur!

In einem Radiofeuilleton namens »Kakao und Kinderarbeit« berichtetest Du, daß Hunderttausende von Kindern auf Kakaoplantagen in Afrika schuften und ausgebeutet werden, wogegen laut Expertenmeinung nur helfe, auf dem deutschen Markt mehr Fairtrade-Schokolade zu vertreiben. Ein ernstes Thema, welches auch uns nachdenklich machte. Jedenfalls so lange, bis sich unter den Hörern, die während der Sendung anriefen und ihre Meinung äußerten, ein Herr Bueno meldete – wahrscheinlich direkt vom Süßwarenregal. Da fiel uns doch prompt der Alternativtitel »Kinderschokolade« ein. Und plötzlich sahen wir die Welt versöhnlich-lila, nahmen es einfach rittersportlich und alles so leicht, daß wir seither sogar in Milch schwimmen mit unserer Titanic

Prinz Charles (64), Thronfolger!

Geht man in Ihrem Gewerbe eigentlich auch mit 65 in Rente? Oder hängen Sie noch zwei Jahre Altersteilzeit dran, damit der Übergang zum Nichtstun nicht so schwerfällt?

Kleiner Scherz von Titanic

Ach, Jenny Elvers-Elbertzhagen!

»Meine Tagesdosis war vormittags eine Flasche Sekt, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whisky oder eine Flasche Gin«, lesen wir in der Gala mit leiser Anerkennung. Waren es nicht vielleicht sogar eine Flasche Wodka und eine Flasche Whisky und eine Flasche Gin? Egal. 35 volle Spirituosenflaschen jedenfalls habe Dein Ehemann nach Deinem Abgang in den Entzug versteckt in Eurem Haus gefunden. Und das sei nicht nur die übliche und unter überzeugten Alkoholikern beliebte Sicherheitsreserve für sieben weitere sorglose Tage gewesen, sondern, sagst Du, auch »ein Hilferuf«: »Ich wollte entdeckt werden.«

Ach, Jenny. Wollen wir das denn nicht alle? Entdeckt werden? Und dann irgendwie berühmt? Scheißegal wofür? Und, ja, voll blöd, wenn das eben nicht klappt.

Tröstendes »Stößchen!«: Titanic

Chris de Burgh, altes Haus!

Sollte sich Ihre aktuelle Tournee »An Evening at Home with Chris de Burgh and Band« nicht lieber auf einen einzigen Ort beschränken? Auf Ihr lauschiges Cottage in Enniskerry im irischen County Wicklow?

Sie bräuchten dann auch den Fährmann nicht zu bezahlen!

Vorschlag von: Titanic

Huhu, Norbert Lammert!

Bei der Gedenkveranstaltung zur Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler mahnten Sie im Bundestag: »Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war kein Betriebsunfall.« Das ist natürlich ganz richtig, schließlich sind auch ein eingeklemmter Fuß oder eine abgefetzte Hand während der Arbeit keine Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten. Ihr Dachschaden hingegen, Lammert, um auch das hier mal herauszuarbeiten, ist und bleibt ein ganz normaler Dachschaden. Interessant, nicht?

Meinen jedenfalls Ihre Betriebsärzte von der Titanic

Einfallsreiche Molekularköche!

Immer öfter serviert Ihr Euren betuchten Gästen Espuma, also mit Lachgas aufgeschäumte Speisen. Damit endlich mal ein anderer Wind durch den Leib weht?

Euphorisch: Titanic

Genossen der Shinmei Electric Company, Shanghai!

Wir gratulieren Euch tausend heldenhaften Fabrikarbeitern herzlichst, die Ihr Eure Manager gefangengenommen, gefesselt und in die Toiletten eingesperrt habt, weil Ihr die neueste Firmenverordnung, nicht länger als haargenau zwei Minuten auf dem Klo hocken zu dürfen, ohne ein fettes Strafgeld dafür bezahlen zu müssen, nicht mehr ohne weiteres hinnehmen wolltet. Nun entschuldigt sich das Unternehmen sogar und bietet eine Gehaltserhöhung an.

Ach bitte, Arbeiter aller anderen Länder: Macht tausend mal tausend solcher Aufstände! Und wir im Westen unterstützen Euren gerechten Kampf, indem wir uns solange solidarisch an den Händen fassen und betend Kerzen abbrennen.

Bis man uns die Kackzeit kürzt: Titanic

Guten Tag, Irina Galtsova (29)!

Sie entwickeln Online-Spiele für Frauen. Dazu suchen Sie »für Frauen interessante Themen, etwa Reisen oder Garten«. Nachdem eine Handlung skizziert worden ist, »zeichnen Grafiker erste Stimmungsbilder, vorwiegend in weichen Farben. Landschaften sind idyllisch, Kleider bunt, die Töne leiser und die Taktung langsamer als bei Games für Männer. Das Spiel muß schnell zu verstehen sein«, verrieten Sie der Süddeutschen Zeitung.

Wer nicht wüßte, Galtsova, daß es sich um Spiele für Frauen handelt, könnte denken, die Zielgruppe seien geistig behinderte Minderjährige.

Erschrocken: Titanic

Olé, olé olé olé, Angela Merkel!

Wir hatten mehr als ausreichend Gelegenheit, uns an Ihren Anblick in Fußballstadien oder in den Spielerkabinen der Nationalelf zu gewöhnen. Alptraumhafte Nächte aber bereitet uns Ihre Art, Tore zu bejubeln: wie Sie die Hände im Affekt krampfhaft über die Schultern werfen, während Sie den Kopf dazwischen zu verstecken suchen, womit Sie Ihrer duckmäuserischen Art eine physiognomische Entsprechung geben. Und wie Sie die geballten Fäuste dann nur wieder herunternehmen, um auf eine Art zu klatschen, daß es den Parodisten nur so graust, da er nichts mehr zu parodieren hat.

Seit dem jüngsten Länderspiel gegen Frankreich aber wissen wir: Das hat Ihnen jemand verraten! Sie haben tatsächlich Kontakt zur Außenwelt, die Ihnen gesteckt haben muß, wie diese Art zu jubeln aussieht. Ganz kurz nur rissen Sie deshalb, wohl aus alter Gewohnheit, Ihre Hände in die Höhe, schienen sich urplötzlich des Ratschlags zu erinnern, nahmen die Patscherchen wieder herunter, konnten dort erst einmal nichts mit ihnen anfangen, zuckten noch ein wenig hilflos und drehten sich dann panisch um, auf der Suche nach jemandem, mit dem Sie diese Situation des Alleinseins in der Masse womöglich beenden könnten.

Kurzum: Sie müssen das noch üben – am besten daheim vor dem Fernsehgerät.

Auf Dauer besser schlafen könnten dann zumindest die Stil- und Spielberater von der Titanic

Dich, Ärztlicher Bereitschaftsdienst

der Kassenärztlichen Vereinigungen, kann man nun also unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116 117 erreichen. Wobei Du, wie uns das DAK-Magazin Fit! warnt, nicht zu verwechseln bist »mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet«. Aha. »Die neue Nummer soll die Notfallnummer 112 nicht ersetzen, sondern entlasten.«

Verstanden. Aber würde eine Nummer wie 127 443 834 589 093 248 die Dienste nicht noch stärker entlasten?

Heute mal kurz angebunden: Titanic

He, Bela Anda!

Nachdem Sie als Regierungssprecher das Mietmaul von Gerhard Schröder waren und danach dem sogenannten Finanzdienstleister AWD von Schröder-Kumpel Maschmeyer dienten, schreiben Sie nun wieder an Ihrer früheren Wirkstätte, in der Bild-Zeitung. In einem Kommentar erklärten Sie dort, warum die plagiierende Bildungsministerin Annette Schavan zurücktreten müsse: »Wenn nun ausgerechnet die Bildungsministerin bei ihrer Doktorarbeit geschummelt hat, dann ist das so, als würde der Finanzminister sein Geld heimlich in der Schweiz verstecken oder der Verkehrsminister betrunken Auto fahren.«

Aber daß, Anda, der amtierende Finanzminister Schäuble sich in der CDU-Spendenaffäre einfach nicht an die 100 000 Mark vom Waffennarren Schreiber erinnern konnte und Verkehrsminister Ramsauer seit jeher vehement gegen null Promille für Autofahrer kämpft, ist für Sie kein Grund zur Skepsis?

Dann uns auch nicht: Titanic

Baufirma Moser, Merzhausen!

An der Baustelle der neuen Freiburger Universitätsbibliothek wirbst Du für Dich und Dein Gewerbe mit diesem Plakat: »Bau Dir Deine Karriere. Nutze Deine Chance! Lege den optimalen Grundstein für Deine Zukunft.« Schon recht, Moser. Wenn nun aber beim Bau dieser Bibliothek ein Arbeiter »aus ungeklärten Gründen« mitsamt seinem Gerüst fünfzehn Meter in die Tiefe stürzt und danach nicht mehr weiterlebt – könntest Du diese offenkundig manchmal in die Irre führende Werbung nicht einfach für ein paar Tage in Dein Wohnzimmer hängen?

Freundlicher Rat von Titanic

Allora, Umberto Eco!

Als Gast einer Pariser Konferenz zur Zukunft Europas trommelten Sie in seltener Eindeutigkeit für den maroden Staatenbund: Die Europäer müßten »ein europäisches Nationalgefühl entwickeln«, »ein Nationalgefühl ohne Nationalismus«. Und als alter Zeichenfex fanden Sie auch gleich das Emblem dieses Europatriotismus: »Was wir benötigen, ist ein kontinentaler Asterix, dessen Geschichte an allen Schulen Europas gelehrt wird.« Signor Eco! Haben Sie noch alle Römerhelme im Schrank? 32 Hefte lang verteidigt der unsympathische Gallier sein debiles Nest gegen ein vereinigtes Europa unter Julius Cäsar! Verprügelt Diplomaten, Geschäftsleute, Steuereintreiber! Verläßt seine inzestuös grundierte Sippe nur für Terroraktionen im Ausland! Und sorgt ansonsten dafür, daß alle Fremden das Dorf auch hübsch flott wieder verlassen!

Und überhaupt: Wenn Asterix Europa ist, wer ist dann Rom? Obama? Putin? Die wir dann, randvoll mit postnationalem Zaubertrank, gelegentlich durch Hinkelsteinraketen zu Klump schießen?

Lassen Sie die Allegorien doch lieber in Ihren Romanen.

Veni, vidi, tschüssi: Titanic

Denis »Big Black Mama« Scheck!

Weil der Thienemann-Verlag einen editorischen Eingriff in die »Kleine Hexe« nur mit Otfried Preußler, nicht aber mit Ihnen abgesprochen hatte, malten Sie sich in Ihrer Sendung »Druckfrisch« schwarz an, um »auf die Absurdität dieser Diskussion« über rassistische Begriffe in Kinderbüchern aufmerksam zu machen – und wurden dafür nur wieder von bildungsfernen Negern gerügt. Aber keine Sorge, Scheck, Sie sind nicht allein. Um auf die Absurdität solcher Vorwürfe hinzuweisen, werden wir demnächst als Schweinchen Dick verkleidet durch die Straßen ziehen. Denn nur so kann man das bedrohte Recht bildungsbürgerlicher Schwabbelbacken verteidigen, sich öffentlich einer rassistischen Tradition zu bedienen, um gegen die »Zensur« von Kinderbüchern zu kämpfen, die sie seit Jahrzehnten mit ihrem Riesenarsch nicht angesehen haben.

Für plumpe Witze über Körperlichkeit stets zu haben: Titanic

Bravo, »FAZ«!

Du betiteltest ein Foto der rötlich beschienenen Frankfurter Skyline mit den Worten: »Im Zentrum der Malaise: Skyline der hessischen Landeshauptstadt im blauen Licht der untergehenden Sonne«. Yeah! Zwei gravierende inhaltliche Fehler auf nur 14 Wörter – das soll Dir die Frankfurter Rundschau erst einmal nachmachen. Oder seid Ihr inzwischen schon fusioniert?

Grüße ins Zentrum der Malaise: Titanic

Spaßdoktor von Hirschhausen!

Bei Deinen medizinischen Kabarettauftritten reißt Du Dein eh schon hingerissenes Publikum regelmäßig mit folgendem Kabinettstückchen gänzlich vom Hocker: »Vieles hat sich rasant verändert. Vor zwanzig Jahren war es noch verpönt, Pornos zu gucken. Heute gilt man als verklemmt, wenn man es nicht tut. Und in zwanzig Jahren wird man wahrscheinlich ausgelacht, wenn man keine eigenen ins Netz stellt.« – Echt? So lange sollen wir noch warten auf die sexy Hirschhausen-Clips mit den vier roten Bäckchen? Komm, Eckart, sei kein Frosch! Frag doch einfach mal die Maus, wenn Du eine hast, was sie davon hält, und dann rein und raus und uploaden!

Könnte dann vielleicht endlich mal über Dich lachen:Titanic

Hochgeschätzter FC Bayern München!

Daß Du in der NS-Zeit eine vergleichsweise saubere Weste behalten hast, ist aller Ehren wert. Darüber, daß Du die Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag nun ausgerechnet in Deiner »Erlebniswelt« hast stattfinden lassen, könnte man daher großzügig hinwegsehen. Wenn Du dazu aber auch noch Deinen Karl-Heinz Rummenigge – falsch – mit den Worten zitierst: »Der FC Bayern hat eine sehr reiche und erfolgreiche jüdische Vergangenheit, auf die wir alle stolz sein können. Wir müssen alles dafür tun, daß solche Zeiten nie wieder aufleben«, können wir nur konstatieren: Zuerst hast Du nicht nachgedacht, und dann kam auch noch Dummheit dazu.

Aber Stürmerfouls könnt Ihr noch, gell?

Hofft wenigstens: Titanic

Unbekannte Einbrecher!

Da schafft Ihr es irgendwie, ins streng gesicherte Forschungszentrum von Microsoft im kalifornischen Mountain View einzudringen, vor Eurer Nase liegen Geheimakten, Notebooks, Surface-Tablets, und was macht Ihr? Klaut fünf I-Pads des Konkurrenten Apple, das Stück zu 600 Dollar!

Wenn das mal kein Zeichen war, das Ihr da gesetzt habt, weiß es auch nicht: Titanic

Krawallschachtel Katrin Sass!

Ehrlich gesagt mußten wir nach dem Getöse um Ihre Tirade gegen Dschungelcampsieger Peer Kusmagk in einer ZDF-Talkshow erst mal googlen, wer Sie sind. Dadurch landeten wir bei Stichworten wie »Goodbye, Lenin« und »Alkoholismus«. Dann haben wir uns Ihren »Ausraster« bei Youtube angesehen und wollen dennoch gerne glauben, daß Sie eine seriöse Schauspielerin sind. Ihre Aufregung hingegen verstehen wir nicht. Wenn man das Dschungelcamp nicht mag, schaltet man nicht ein – und gut ist. Wenn man sich für Ihre Tätigkeit nicht interessiert, kann man zwar ebenfalls weggucken, muß aber Ihr Wirken via Rundfunkbeitrag trotzdem finanzieren, genauso wie beispielsweise informationsleere Weltreisen von Korrespondenten, fürstliche Intendantengehälter, Michel Friedmans Kokserei, Töpperwiens Puffbesuche usw. usf.

Und das, Katrin Sass, das regt uns auf – ganz ohne Scheiß! Titanic

Thomas de Maizière (CDU)!

Im Interview mit domradio.de verkündeten Sie kürzlich stolz, die Bundeswehr sei »Teil der Friedensbewegung«. Wollen Sie, werter Herr Verteidigungsminister, damit etwa andeuten, die Ihnen unterstellte Armee sei ein unkontrollierbarer Haufen ständig zugedröhnter Nichtsnutze mit schlechten Frisuren?

Na, dann wollen mal nichts gesagt haben:

Ihre Verbündeten von der Wehrsportgruppe Titanic

Katholische Christenheit!

Als vor acht Jahren – Du erinnerst Dich – der Wojtyłapapst wochen- und monatelang öffentlich seinem Ende entgegensiechte, da fandest Du das keineswegs degoutant, sondern im Gegenteil beeindruckend, respekteinflößend und mutig; was Du, Christenheit, in jenen Sterbewochen praktisch jedem Journalisten mitteiltest, den Du am Petersplatz oder sonstwo auftreiben konntest. Nun, anno 2013, da der Ratzingerpapst alles hinschmeißt und sich aus dem Amt stiehlt, findest Du das keineswegs feige, fahnenflüchtig und enttäuschend, sondern empfindest hinwiederum »Respekt« (Wolfgang Thierse), »großen Respekt« (Kardinal Meisner), »größten Respekt« (Horst Seehofer), bist »beeindruckt« (Weihbischof Timmerevers, Münster), findest es »mutig« (Claudia Roth/Sky Du Mont), bist dann wieder »beeindruckt« (Kaplan Brüggemann, Köln) und lobst Benedikts »Mut« (Vatikan-Sprecher Lombardi /  Bischof Ackermann, Trier / Plattform »Wir sind Kirche«).

Dein Oberhaupt, katholische Christenheit, ist also offenbar selbst im Abgang unfehlbar. Und falls aber der nächste Papst sein Pontifikat mit einem Amoklauf im Vatikanstaat beendet und sich hernach im Petersdom selbst in die Luft sprengt – bist Du dann zum dritten Mal abrufbar beeindruckt und respektgeplättet? Ja? Weil Du sie ohnehin nicht mehr alle beisammen hast?

Dachte sich schon: Titanic

Lebemann Bernd Busemann!

Als Noch-Justizminister von Niedersachsen und strikter Verfechter der 0,3-Promille-Grenze im Straßenverkehr sind Sie der Polizei am Steuer Ihres Wagens mit dem Dreifachen des von Ihnen vorgeschlagenen Grenzwerts ins Netz gegangen. Zu Ihrer Eignung für künftige höhere politische Posten befragt, antworteten Sie: »Ich denke, daß ich unverändert geeignet bin, Landtagspräsident zu sein.« Sagen Sie mal, Busemann, sind Sie immer noch blau? Sie sind damit natürlich als Bundespräsident geeignet!

Prost! Titanic

Laura Himmelreich, Journalistin!

Ihr Artikel »Der Herrenwitz« im Stern war ja wirklich große Klasse und lieferte auch den Anstoß für die wichtige Sexismusdebatte. Aber eine Frage hätten wir noch, falls es uns gestattet ist: Wenn Sie ein geschlagenes Jahr für einen einzigen Artikel benötigen, haben Sie dann vielleicht andere Qualitäten, die dieses Manko wieder ausgleichen?

Juxen Ihre alten Herren von: Titanic

Ja, da sind Sie ja wieder, Guttenberg!

Glücklicherweise nur auf dem Titelbild der Bunten, aber da sogar zweimal: auf einem kleineren Foto, im edlen Frack und mit Gelfrisur aus der guten alten Angeberzeit, und auf einem großen akuellen, die Haare jetzt naturnah gefönt und dazu Klamotten im kumpelig-anbiedernden Ami-Look. Und darunter steht groß geschrieben: »Späte Reue – Karl-Theodor zu Guttenberg: ›Ich war eitel und dumm…‹«

Wie wahr! Aber wieso »war«? Karl-Theodor, Karl-Theodor, wenn das mal nicht wieder nur die halbe Wahrheit ist!

Immer noch eitel, aber nicht sooo dumm: Titanic

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Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
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Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 27.11.:

    Die "Märkische Allgemeine" hat einen TITANIC-Brief an Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke gelesen.

  • 26.11.:

    Die LVZ spricht mit Martin Sonneborn über Dumme in Sachsen.

  • 22.11.:

    Vice sprach mit PARTEI-Chef Sonneborn über Neuwahlen, Fünfprozenthürden und Geldverkäufe.

  • 21.11.:

    Das österreichische Radio FM4 empfiehlt die neue Jahrhundertchronik aus dem Hause TITANIC.

  • 21.11.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über arabische Clans, die Polizei und Gesellschaft unterwandern.

Titanic unterwegs
15.12.2017 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst
  Robert Gernhardt
16.12.2017 Offenbach, Wiener Hof
  Pit Knorr & die eiligen drei Könige
17.12.2017 Frankfurt, Stalburg-Theater
  Thomas Gsella
18.12.2017 Frankfurt, Mousonturm
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Was, Kathrin Spoerr (»Welt«),

Was, Kathrin Spoerr (»Welt«),

ist eigentlich bei Ihnen in der Redaktion los? In einem Kommentar zu Sexismus und #metoo schilderten Sie: Es gebe »Grund genug, sich belästigt zu fühlen«, berichteten Sie und erzählten auch von der Nachwuchsarbeit: »Praktikanten, die bei uns das Handwerk lernen wollen, lernen bei uns noch mehr. Daß es nicht nur alte Männer gibt, die junge Frauen anflirten, sondern auch alte Frauen, die junge Männer anflirten.« Zudem hätten Sie »Kollegen, die einander nur selten beim Namen nennen, weil sie die Anrede ›Zuckerpuppe‹, ›Baby‹ oder ›Liebchen‹ bevorzugen, Frauen genauso wie Männer. Es gibt Kollegen, die sich anschmachten, aufziehen.«

Uff! Nun kritisieren Sie diese Zustände in Ihrem Text aber gar nicht, sondern verteidigen sie und fragen rhetorisch: »Verbieten, was unsere Arbeit, unser Leben bunt macht?« Und da fragten dann wiederum wir uns: »Verbieten, was unser Leben bunt macht« – ist das denn nicht die Maxime von genau jenem im Kern staubgrauen Konservatismus, für den Springer-Schreiber/innen wie Sie seit jeher eintreten, wenn es um Ausländer, Drogen, Politik, kurz: mal nicht ums egomane Befriedigen der grenzenlosen Geilheit von Ihresgleichen geht?

Ihre Schätzelein von Titanic

 Gemeinde Obernfeld (Untereichsfeld)!

In Deinen Mauern beherbergst Du den RV Stahlross, der unlängst bei den Deutschen Meisterschaften im Radball und -polo auf sich aufmerksam machte – einen »gesamten Medaillensatz« nämlich konnte ein »Stahlross-Trio« dabei erringen: »Besonders auf den seit Jahren erhofften nationalen Meistertitel im Radball durch Andrè (sic!) Kopp und Manuel Kopp waren alle Anwesenden stolz. Aber auch die Vize-Meisterschaft im Radpolo durch Sandra Rakebrand und Jennifer Kopp wie auch die Bronzemedaille des zweiten Obernfelder Radballteams Julian Kopp und Raphael Kopp standen der Aufmerksamkeit im Range nicht zurück«, lobt mit Recht im »Göttinger Tageblatt« der berichtende Sportreporter Berthold Kopp.

Auf den ersten Blick scheint es in Dir, Gemeinde Obernfeld, ein bißchen arg kopplastig zuzugehen, aber im Grunde wird wohl alles Inzucht, pardon: in Zucht und Ordnung sein. Und S. Rakebrand ist vermutlich eine geborene Kopp? Oder verkoppelt als eine in spe?

Heute überhaupt nicht verkopft: Titanic

 Übrigens, Trump,

in die Kameras der Welt zu rufen: »Ich bin ein intelligenter Mensch!« – würde so etwas ein wirklich intelligenter Mensch von sich behaupten? Ist das nicht so, als würde ein bescheidener Mann seinem Gegenüber erklären: »Ich bin bescheiden, viel bescheidener als Sie begreifen können«?

Ach, das haben Sie neulich auch schon von sich gegeben? Sie machen es uns langsam echt zu einfach. Titanic

 Grüß Gott auch, »Süddeutsche Zeitung«!

Investigativ und kritisch wie immer hast Du noch vor den Paradise Papers einen weiteren Mißstand aufgedeckt: »Tausende Mieträder verstopfen europäische Großstädte.« Ist ja auch schon schlimm, wenn man vor lauter Fahrrädern seinen SUV nicht mehr auf dem Radweg parken kann. Was allerdings noch fehlt, sind Deine Top-Storys »Fußgänger atmen jährlich Tonnen von Kohlendioxid aus« und »Wie Ampeln den Straßenverkehr behindern«.

Brummbrumm: Titanic

 Julia Hackober!

Für die Verhaltensauffälligenselbsthilfegruppe »Iconist« bei »Welt online« irren Sie erwachsenenjobmäßig durch das Berliner Nachtleben – wo Sie aber erstaunlicherweise niemand hereinlassen will. »Ohne Connections zu Pressefrauen, Partyveranstaltern und Künstlern verbringt man einen Samstagabend in Berlin hauptsächlich mit Rumstehen, Warten und Hoffen. Unbeschwert losziehen und feiern, das ist in dieser Stadt einfach nicht drin. Egal, ob es um ein Konzert, eine Party oder eine verdammte Popupshoperöffnung geht – überall stehen mehr Menschen auf der Gästeliste, als in den Club, den Shop, den Konzertsaal überhaupt reinpassen«, beschweren Sie sich im gerechten Zorn der geprellten Popupshopbesucherin, finden das »superunwirtschaftlich« und müssen sagen, was Sie finden: »Ich muß sagen, ich finde, man kann so einen Samstagabend auch netter verbringen, als sich stundenlang mit irgendwelchen Strategien zu beschäftigen, wie man es am Gästelisten-Counter vorbei schaffen könnte.« Sodann fordern Sie: »Das muß aufhören! Ich habe wirklich keine Lust mehr, vor jeder Party krampfhaft meinen Facebook-Account nach Leuten zu durchsuchen, die jemanden kennen könnten, der jemanden kennt und so weiter.«

Vielleicht aber, Frau Hackober, ist genau das Ihr Problem: Wenn die Leute vorher mitbekommen, wer da anrauschen will, und womöglich schon mal etwas von Ihnen gelesen haben, stehen eben plötzlich sogar in der nächsten Dönerbude mehr Leute auf der Gästeliste, als hineinpassen. Versuchen Sie es doch mal inkognito.

Aber bitte nicht bei der nächsten Party der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Vice Versa

Was ist eigentlich ungesünder: Kaugummizigaretten zu rauchen oder echte zu kauen?

Teja Fischer

 Notwendiger Entschluß

Wenn mir bewiesen würde, daß unser gesamtes Denken und Handeln determiniert ist, würde sich für mich dadurch nichts ändern. Ich würde alles noch einmal ganz genauso machen.

Valentin Witt

 Vom Fenstersims berichtet

Gestern stand erst ein Krankenwagen, dann der Notarzt vor dem Nachbarhaus, abends ein Leichenwagen. Heute fuhr ein Umzugswagen zum Ausräumen vor. Wenn morgen ein weiterer Transporter mitsamt den neuen Bewohnern ankommt, sollte ich schon die Kriminalpolizei informieren, oder?

Tim Wolff

 Feststellung

Es gibt wenige Deutsche, bei denen sich der erste Satz im Wikipedia-Artikel so spannend liest wie bei Horst Mahler.

Konstantin Hitscher

 Farce

In einem Autobus der Linie 38A von Wien-Heiligenstadt nach Leopoldsberg war plötzlich kurz hinter Grinzing die Bandansage ein wenig malad, so daß nur ein Wort immerfort wiederholt wurde, wie das Mantra eines vorgestrigen FPÖ-Wählers: Anschluß, Anschluß, Anschluß, Anschluß (ad infinitum).

Tibor Rácskai