Das endgültige Rügenmagazin

Pflichtblatt für den Presserat


 

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[Dezember 2007]

Und, Deutsche Bahn!
Mal hergehört, NPD Sachsen-Anhalt!
Sagt mal, heute-Nachrichten (ZDF)!
Reinhard Mohr!
»Frankfurter Rundschau«!
Stefan Ulrich!
Sie, Wuppertaler Uni-Rektor Prof. Dr. Volker Ronge,
Und sag mal, Reality Import GmbH!
Jens Becker, Managing Director der Subaru Deutschland GmbH!
Tomi Ungerer!
Kaum, Willi Winkler,
Hallo, David Copperfield!
Wenn, unbekannte Mahnwachenteilnehmer,
Berlinerinnen!
Unser Beileid, Bundeswehr!
Und aber apropos, Westerwelle!
Früher, Arnulf Baring,
Web.de!
Und was eigentlich, Schäuble,
Schäuble!
»Frankfurter Rundschau«!
Und das, Alice Schwarzer,
Ihre neue CD, Kid Rock (Rock),
Donnerwetter, »Initiative Deutsche Sprache« und »Stiftung Lesen«!
Theater im Rathaus Essen!
Hey-ho, Qualitäts- und andere Medien!
Kim Jong Il!
Aufs Maul, Peter Maffay,
Und Du, »Novum – Haus der Gebrauchtprodukte« (Witten),



Und, Deutsche Bahn!

Seit wir an einer Deiner Gleisbaustellen ein Reparaturfahrzeug namens »Dynamic Stopfexpress« gesehen haben, wundern wir uns endgültig über gar nichts mehr.

Deine desillusionierten Dynamisten von immer wieder Deiner

Titanic


Mal hergehört, NPD Sachsen-Anhalt!

Deine Internetadresse lautet www.npd-sa.de – aber selbst wenn der Doppelsinn Zufall ist, findest Du ihn sicher toll und wärst im Verbund mit Deinen sog. freien Kameradschaften gern eine Art SA. Aaaber: Wirf doch mal einen Blick ins Lexikon und widme Dich dort speziell dem Aspekt der damaligen, sagen wir mal, spontanen Kaltstellung der SA-Chefetage.

Nachts immer schön abschließen!

Empfiehlt

Titanic


Sagt mal, heute-Nachrichten (ZDF)!

»Joachim Löw schätzt die Iren als stärkste britische Mannschaft ein« – seid Ihr sicher, daß J. Löw das so gesagt hat? Dann fahrt doch mal nach Dublin und wiederholt es dort, evtl. beim nächsten Länderspiel in einem Pub Eurer Wahl, ja?

Gespannt:

Titanic


Reinhard Mohr!

Genau einen Tag nachdem Sie den Balkankrieger Jock. Fischer zum »Dalai Joschka« hochgejubelt hatten, mokierten Sie sich über den anhaltenden Ruhm des Ernesto Guevara, weil der doch »Hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat« – schön, daß Sie sich bei Ihrem mutigen Eintreten für die herrschenden Verhältnisse durch so Kleinigkeiten wie Logik nicht aufhalten lassen. Schließlich, Geschichte wird gemacht: »Anders als die anderen großen Legenden der Weltrevolution des zwanzigsten Jahrhunderts – Marx und Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung – war Che Guevara eben kein ausgesprochener Parteiideologe gewesen, kein langjähriger Führer unübersehbarer Volksmassen und, trotz allem, kein Massenmörder, kein Bürokrat des Völkermords, kein Schreibtischtäter.« Stalin und Mao können Sie geschenkt haben, und im Falle Lenins hätte immerhin das Wörtchen »Bürgerkrieg« mal fallen können; daß aber Marx und Engels als ausgesprochene Parteiideologen lange Jahre unübersehbare Volksmassen führten und sich dabei werweiß noch als Massenmörder, Bürokraten des Völkermords und Schreibtisch­täter hervorgetan haben – das haben Sie exklusiv. Nämlich erfunden.

Ihre Legenden auf der

Titanic


»Frankfurter Rundschau«!

»ZEHN und 227 Gründe, wieso Menschen Sex haben« zählst Du auf Deiner vermischten »Magazin«-Seite auf. Ermittelt wurden diese Gründe von der Texas University und klingen nach solider amerikanischer Wissenschaft, denn Platz 2 (»Ich wollte das körperliche Vergnügen«) muß man erst einmal trennen von Platz 6 (»Ich war sexuell erregt und wollte Befriedigung«), was bekanntlich etwas völlig anderes ist als Platz 8: »Ich war geil.«

Aber so richtig amüsant wird’s erst bei dem, was Du unter »WAS NOCH – seltsame Begründungen« aufführst: Da finden sich nämlich so drollige Dinge wie »Ich wollte jemanden mit Krankheit anstecken« oder »Ich wollte mich bestrafen« oder, zum Brüllen komisch, total abgedreht und eben seltsam: »Ich hatte Angst abzulehnen, weil ich sonst körperlich verletzt worden wäre.«

Wenn das nicht ein paar Gründe mehr sind, Dich nicht zu lesen!

Titanic


Stefan Ulrich!

Als Berichterstatter der Süddeutschen Zeitung haben Sie uns darüber informiert, daß die vom Vatikan einst verketzerten Tempelritter nach den jüngsten Erkenntnissen und Auskünften einer Dame »vom Vatikanischen Geheimarchiv« in Wirklichkeit nun eben doch »keine Ketzer« gewesen seien. Sensationeller als diese Nachricht ist Ihr auf Seite 1 der SZ publizierter Kommentar: »Die Templer wurden folglich zu Unrecht verfolgt und ausgelöscht.«

Na, da schau her. Zu wünschen wäre Ihnen, lieber Herr Ulrich, ein längerer Aufenthalt in einer klösterlich stillen Mönchszelle, in deren Abgeschiedenheit vom Presserummel Sie darüber nachdenken dürften, ob es folglich jemals irgendwo irgendwelche Personen oder Personengruppen gegeben hat, denen kein Unrecht geschehen ist, als sie von den Häschern der Kirche verfolgt und ausgelöscht worden sind. Zusätzlich brächte dieses Moratorium in der Mönchsklause den Vorteil mit sich, daß Sie auch darüber grübeln könnten, ob das Wörtchen »ausgelöscht« eine triftige Bezeichnung für den Tod im Scheiterhaufenfeuer darstellt.

Gott befohlen!

Titanic


Sie, Wuppertaler Uni-Rektor Prof. Dr. Volker Ronge,

haben mal wieder gesprochen, und zwar zum Auftakt einer »Welcome Week« zu Studienanfängern, und die Pressestelle hat’s dokumentiert: »Sie kommen als Mitglieder, ja als ›Bürger‹, in eine Institution, die wir als ›Körperschaft‹ bezeichnen … Die ›Welcome Week‹ soll Ihnen die neue ›Umgebung‹ nahebringen, die in den nächsten Jahren Ihr ›Zuhause‹ sein wird. Am Anfang erscheint alles unübersichtlich – aber das gibt sich bald. ›Sie werden dabei ja geholfen‹ … Die Universität ist freilich viel zu groß und vielgestaltig, als daß sie für Sie einen angemessenen ›Lebensort‹ bilden kann … Diese Fachbereiche, d.h. jeweils einer davon, bilden in Zukunft so etwas wie Ihre ›Heimat‹ in der Universität … Von daher wird sich das Willkommen der Universität im weiteren auf die Ebene der Fachbereiche ›dezentralisieren‹ … Der Drang nach Wuppertal hängt auch damit zusammen, daß andere Unis in unserem Umkreis ihre ›Schotten‹ dichtgemacht haben … Wir sind allerdings nicht ›vor Schreck gelähmt‹, sondern wir bemühen uns so gut wir können, mit diesem großen Studentenandrang ›fertigzuwerden‹ … wenn alle Beteiligten ›mitspielen‹ … Besonders stark ›überbuchte‹ Fächer sind die Germanistik, die Anglistik und die Geschichte«

– puh! Bzw., Ronge, wirklich »nicht schlecht«. Aber: Wann wird Ihr Sprachzentrum endlich geholfen? Bzw. wie wär’s damit, einen der vielen, vielen Germanisten an der Uni Wuppertal als Redenschreiber zu »engagieren«?

Von daher »Grüße«:

Titanic


Und sag mal, Reality Import GmbH!

Mußt Du denn unbedingt einen »Crackglass-Tisch« im Programm führen? Wird da nicht ein Tick zuviel, ähm, Wirklichkeit vors Fernsehsofa importiert?

Dreams are our reality:

Titanic


Jens Becker, Managing Director der Subaru Deutschland GmbH!

»Gestatten Sie mir ein Wort zur in Deutschland wirklich hysterisch geführten Klimadebatte«, bitten Sie in Ihrem hauseigenen Subaru Magazin, und ausnahmsweise wollen wir’s mal gestatten: »Ich stelle immer wieder fest, daß die Leute das große Wort zum Thema CO2 führen, aber die simpelsten Basisdaten nicht kennen. Der Anteil des Kohlendioxids in unserer Atmosphäre beträgt 0,038 Prozent. Noch einmal ausgeschrieben, damit Sie das nicht für einen Druckfehler halten: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre beträgt null Komma null drei acht Prozent … Das sei erwähnt, um den Dingen die richtige Relation und den rechten Rahmen zu geben.«

Sie gestatten nunmehr, daß wir antworten: Von der weltweit von Schwerindustrie und Großkapital betriebenen Gegenaufklärung und Superinfamie erzeugen Sie, Jens Becker, nach aktuellem Stand 29,3 Prozent. Noch einmal, damit Sie das nicht für einen Druckfehler halten: Su-per-in-fa-mie. Das nur, damit Sie im Rahmen Ihres Basisschadens weitermachen können.

Gestatten,

Titanic


Tomi Ungerer!

Wie Sie der SZ steckten, hatten Sie als junger Vater Freude daran, Ihre Kinder zu traumatisieren, weshalb Sie Ostern mit einer Schrotflinte losgezogen seien, um den Osterhasen umzulegen. Ziel der Übung sei gewesen, den Kindern zu demonstrieren, daß »Menschen saufen und sterben«. Je eher Kinder begriffen, wie es in der Wirklichkeit aussehe, um so besser.

Aber wie, Ungerer, wollten Sie mit Ihrer Übung beweisen, daß es keinen Osterhasen gibt? Wildes, ergebnisloses Rumgeballer hätte Ihren Kindern nur eines gezeigt: Der Alte ist wieder besoffen. Und ein zufällig erlegter Hasenkadaver hätte Sie in Erklärungsnot gebracht.

Könnte es also, drittens, nicht sein, daß Sie einen ganz kleinen Schuß …?

Na dann!

Titanic




Kaum, Willi Winkler,

durften Sie mal im Auftrag Ihrer Süddeutschen Zeitung nach New York jetten und im Carlyle-Hotel Neil Young interviewen, da gerieten Sie auch schon gemeinschaftlich ins Schwärmen über, genau: Arnold Schwarzenegger. »Am besten gefällt mir, daß er sich hin und wieder in ein Zelt vor dem Gouverneurspalast setzt, um dort eine Havanna zu rauchen.« Worauf Neil Young nur noch matt sekundieren konnte: »Er ist ein guter Mann.«

Aber sicher. Man sollte schließlich auch als irgendwie Linker seine Scheuklappen abwerfen und auch einmal einem unkonventionellen Rechten den verdienten Tribut zollen. Nur, Willi Winkler, sollte man trotzdem vorher ein bißchen recherchieren, wann und zu welchem Anlaß der gute Governor sein Zigarrenzelt betritt: z.B. wenn er seinem Volk mal wieder einen Delinquenten zum Kaputtspritzen hat darbieten können? Am besten einen dunkler Hautfarbe, weil das besser zur Havanna paßt? Wahlweise ginge aber sicher auch ein irgendwie Linker, der kurz vor der Exekution noch seine Scheuklappen –

nein?

Doch.

Ihre guten Männer von der

Titanic


Hallo, David Copperfield!


Ganz ehrlich: Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Sie, die zur Zeit durch die Presse geistern, interessieren uns nicht, aber falls an der Sache doch was dran sein sollte: Hätten Sie die Dame nicht besser verzaubern sollen?

Titanic


Wenn, unbekannte Mahnwachenteilnehmer,

irgendwo Menschen auf ungewöhnliche, foto- und kamerafreundliche Weise sterben, dann ist es heutzutage üblich, daß andere Menschen die Verbliebenen in ebenfalls wegsendbarer Form ihres Bei- und Mitleids versichern. So auch bei dem Baustellenunfall der slowakischen und tschechischen Monteure in Grevenbroich. Aber wie verhält es sich mit dem von Euch gebastelten und dort in die Kameras gehaltenen Kreuz und seiner Aufschrift »An die Opfer: Jeder Unfall hat sein Sinn«?

Hat, Mahnwachenteilnehmer, er wirklich? Massenkarambolage durch Geisterfahrer, Gasexplosion im Kinderheim, Querschnitt nach Fenstersturz – hat alles sein Sinn? Am Ende sein tieferes?

An die Opfer:

Titanic


Berlinerinnen!

Laut einer Studie der Fitnessfachzeitschrift Men’s Health seid Ihr also Deutschlands Nr. 1 in Sachen »Sexperimente« (Bild); und kaum malten wir uns aus, wie Ihr, an die Hochbahn gekettet, mit wehendem Haar und Auge in Auge mit dem herannahenden Zug auf dem Gegengleis Euch ein, zwei, vielen Lustgipfeln nähert, da lasen wir weiter: »Besonders beliebt: ›Dirty Talk‹. Mit erotischem Geplauder kurbeln 94 Prozent der Frauen ihr Sexleben an. Danach kommt das gemeinsame Anschauen von Pornos (90 Prozent) und ein Striptease für den Partner (86 Prozent)« – was, Berlinerinnen, mögen da noch für Versautheiten auf dem Programm stehen: Licht anlassen? Vorhänge nicht zuziehen? Oder einfach mal ganz nackich?

Dann doch lieber Migräne:

Titanic


Unser Beileid, Bundeswehr!

Denn erstens tust Du Dich mit PR noch etwas schwer – so war am 8. Oktober nicht nur Dein Kampfpanzer Leopard 2 A6 M in Tangermünde von einer Fähre in die Elbe gerutscht, auch Deine Pressemitteilung war eher ein Unfall: »Drei der vier Besatzungsmitglieder des Kampfpanzers konnten sich selbst befreien und wurden durch den Rettungsdienst der Pioniere geborgen. Der Fahrer, ein grundwehrdienstleistender Obergefreiter, und der Kampfpanzer werden zur Zeit noch vermißt.« Zweitens gebührt Dir unser Mitgefühl, weil nach tagelanger Suche Marcel D. (23) und Leopard 2 A6 M (5) nur noch fahruntüchtig geborgen werden konnten. Da hängt bei Dir die Stimmung bestimmt noch auf Halbmast, und sicher gab’s ein standesgemäßes Ehrenbegräbnis mit Trommelwirbel, Tränenheer und Ministerrede: »Worte vermögen nur unzureichend Trost zu spenden. Wir haben einen guten Soldaten und einen unserer besten Kampfpanzer verloren« – aber immerhin hast Du die Überführungskosten (Afghanistan) gespart.

Wegtreten.

Titanic


Und aber apropos, Westerwelle!

Wie Sie da neulich in einer sog. »Münchner Runde« im Bayernfernsehen Lafontaine gegenübersaßen und auf dessen sauber formulierte und in der Sache kaum widerlegbare Vorhaltungen bezgl. der Generalverarsche des kleinen Mannes wirklich nur das Allerhilfloseste und -nichtigste von sich gaben und praktisch kein einziges auch nur halbwegs stich- und gedankenhaltiges Argument auf Lager hatten, das über ca. »Lieber tot als rot« und »Gute Nacht, Deutschland!« hinausgegangen wäre – das war dann doch erstaunlich. Denn auch wenn wir Sie nie für eine Leuchte gehalten haben: daß Sie, Westerwelle, tatsächlich nichts weiter sind als ein groteskerweise promovierter und naturgemäß seelenloser Aufsage­automat von Nullsätzen, die sich auch nur einen halben Schritt jenseits von Parteitag, Pressekonferenz oder der Bunten sofort in Luft auflösen und Sie als Marionette des BDI auf geradezu kathartische Weise decouvrieren, nein, das finden wir dann doch noch mal eine Meldung wert.

Gern geschehn!

Titanic


Früher, Arnulf Baring,

ja früher, das waren noch Zeiten, als Sie in jeder zweiten Talkshow herumhängen und dort diffus vor sich hin wüten durften. Heutzutage stolpern wir allenfalls mal über eine Zeitungsmeldung, die Sie zum Gegenstand hat; wobei uns jene in der FAS verriet, wie Sie die erste staatliche und insofern reichlich abgekartete Gedenkveranstaltung für die Opfer der RAF im Deutschen Historischen Museum Unter den Linden bereichert haben: indem Sie nämlich einen Wutanfall bekamen, erklärten, daß Ihnen die APO-Studenten schon seinerzeit als Wiederkehr der jungen Nationalsozialisten erschienen seien, und mahnten: »Die wirkliche Gefahr kommt von links, nicht von rechts!«, denn mit Oskar Lafontaine habe das Land einen »nationalen Sozialisten«, der die deutsche Republik bedrohe usw. –

und auch wenn Sie, Baring, damit u.U. sogar ein bißchen recht haben, so kommt doch, sofern Lafontaine ein nationaler Sozialist ist, die Gefahr dann aber letztlich doch von – rechts, gell.

Sieg Heil:

Titanic


Web.de!

Am 26. November hast Du gemeldet: »Cannabiskonsumenten werden jünger« – na, das hört sich doch gut an!

Ewig jung:

Titanic


Und was eigentlich, Schäuble,

soll der ganze Stuß mit Bundes­trojanern, Spähprogrammen und Schnüffelsoftware? Als böte das Web 2.0 nicht genügend Alternativen! Melden Sie sich doch einfach mal in einschlägigen Internet-Communities an: Ein Profil bei neon.de, Studi-VZ oder Gayromeo enthält ­alleweil mehr Informationen als eine durchschnittliche Stasi-Akte.

Im Zweifel immer besser informiert:

Titanic


Schäuble!


Gratulation zum neuen Reisepaß! Endlich so richtig supertotalfälschungssicher mit eingeschweißtem Chip, auf dem sich digitalisiert ein Foto sowie zwei Fingerabdrücke des potentiellen Verbrechers befinden: Bei 80 Millionen verkappten Bösewichten macht das 160 Millionen Fingerabdrücke, die Sie da demnächst in Ihrer Sammlung haben – nicht schlecht für den Anfang! Langsam aber sicher kriegen Sie das kriminelle Kollektiv der Deutschen in den Griff. Nur bei unseren Kleinen klafft noch eine erschreckende Lücke: Den Sechs- bis Zwölfjährigen steht es frei (!), ob sie ihre Fingerabdrücke für den Paß abliefern, und die unter Sechsjährigen sind davon ganz ausgenommen – wie, ­Schäuble, stellen Sie sich das nur vor, Sie leichtsinniger, gutgläubiger Mensch! Noch nie was von der grassierenden Kinderkriminalität gehört? Seit wann stellt man es notorischen Anarchisten und subversiven Sabotageaktivisten frei, ob sie erkennungsdienstlich behandelt werden möchten? Uns gehen die kleinen Racker ja nur bis zum Knie, aber Ihnen steht die organisierte Kriminalität doch – auf Augenhöhe gegenüber!

Ihre Kleinstkriminellen auf der

Titanic


»Frankfurter Rundschau«!

Da war ja neulich ordentlich was los in unserer sog. Mainmetropole: »Vollsperrung auf der Mainzer Landstraße. Berge von Pflastersteinen, Preßlufthämmer dröhnen um die Wette, und mittendrin ein Junge, der seinen Abenteuerspielplatz gefunden hat. Eine Reportage über den Wasserrohrbruch im Frankfurter Gallus« – da sind wir doch schon ganz gespannt auf Deinen nächsten journalistischen Höhenflug: »Überall Bretterberge, Haufen von Unrat, alte Sofas und Schränke neben den Gerippen ausgedienter Wäscheständer, donnerndes Motorengedröhn und unser Reporter mittendrin. Ein Bericht vom Sperrmüll in Oberrad.«

Deine Müllsammler auf der

Titanic


Und das, Alice Schwarzer,

sind so Fragen: Können »pseudo- und postfeministische Moden … den Kern des Feminismus aufgeweicht, ja umgestülpt haben«?

Vielleicht sollten Sie mal den Mund umstülpen; und zwar nach innen.

Pseudofreundliche Grüße:

Titanic


Ihre neue CD, Kid Rock (Rock),


haben Sie also »Rock’n’Roll Jesus« genannt, und das nicht einfach nur, weil so eine CD halt irgendwie heißen muß, sondern weil: »Ich fühle mich eben wie ein vom Schicksal Begünstigter, also ein bißchen wie Jesus. Seit vielen Jahren habe ich den Eindruck, mich in einer Multi­ballbonusrunde des Lebens zu befinden. Ich werde besser als Sänger und Songwriter, ich verdiene mehr Geld, als ich ausgeben kann, ich habe einen fantastischen Sohn, mir ist das Interesse der heißesten Bräute gewiß – was mehr kann man vom Leben erwarten?«

Keine Ahnung, welche neutestamentarischen Apokryphen Sie da gelesen bzw. geraucht haben – aber kann man wirklich allen Ernstes jemanden als »vom Schicksal begünstigt« bezeichnen, der, aus Furcht, einem Pogrom zum Opfer zu fallen, von seiner Mutter auf der Flucht in einem Viehstall zur Welt gebracht wurde? Und den man am Ende erst tüchtig durchgepeitscht und dann an ein Kreuz genagelt hat? Und der nicht mal seine Totenruhe hatte? Von Söhnen und heißen Bräuten u.W. sehr zu schweigen?

Auf diese jesusmäßige Multiballbonusrunde, Kid Rock, möchten wir jedenfalls gerne verzichten; liegt vielleicht daran, daß wir nicht so vollvernagelt sind.

Rock on:

Titanic


Donnerwetter, »Initiative Deutsche Sprache« und »Stiftung Lesen«!

Da habt Ihr nun also den »schönsten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur« gesucht und gottseis­gedankt auch gefunden, der da nämlich lautet: »Ilsebill salzte nach« aus G. Grassens »Butt«. Denn dieser Satz, so die Begründung der Jury, der literarische Top-Koryphäen wie Handball-Bundes­trainer Heiner Brand, Bordell-Tester Thomas Brussig sowie ZDF-Moderatorin Marietta Slomka angehörten, mache »nicht nur kulinarisch Lust auf die folgenden 700 Seiten«, sondern es basiere darauf auch noch eine »Weltgeschichte«, die »gespickt« sei mit »tollen Frauengestalten« und »viel, viel Essen« etc. Aber – habt Ihr denn da auch wirklich gründlich genug geschmökert? Sicherlich, »Ilsebill salzte nach«, keine schlechte Wahl. Aber: »Die Butter wird sahnig gerührt« (Mathilde Braun: »Die Führung der bürger­lichen und feinen Küche«) – klingt das denn nicht noch einen Tick lustvoller? Oder: »Am besten schmeckt ein Omelett mit Kartoffeln« (essen & trinken: »Für jeden Tag«) – will man da nicht gleich die folgenden 128 Seiten förmlich verschlingen? Und betreffs schließlich Weltgeschichte, Frauengestalten und viel, viel Essen: Hätte die Wahl da nicht konsequenterweise auf den einen ewiglichen und für immer ersten Satz fallen müssen: »Man nehme Dr. Oetker«?

Wohl bekomm’s:

Titanic


Theater im Rathaus Essen!

Ein Auszug aus Deinem Programm der nächsten Monate: »29.11.2007, ­10.1. + 28.2. + 10.5.2008: Ach du lieber Himmel von und mit Thomas Glup; 23.12.2007: Humorvolle Weihnachtslesung mit Thomas Glup; 21.2.2008: Best of Heinz Erhardt – Texte und Sketche von Heinz Erhardt mit Thomas Glup; 28.1. + 28.2.2008: Total verglupt von und mit Thomas Glup.«

Soweit, so Glup. Aber wieso dann im November und Dezember »Der kleine Prinz mit R. H. Herget als ­Pilot«? Wer bitteschön ist denn dieser R. H. Herget? Hat Thomas Glup etwa keinen Flugschein?

Glupschäugig:

Titanic


Hey-ho, Qualitäts- und andere Medien!

Da seid Ihr ja mal wieder richtig in Fahrt gekommen, als die »Talkerin« Maybrit Illner ihre Liaison mit »Telekom-Chef« René Obermann verkündete: »Mit dem Zweiten liebt man besser« (Financial Times Deutschland), »Maybri-T« (Spiegel), »Telekom Homezone« (Vanity Fair), »Vom Labern zur Liebe« (taz), »Festnetz der Liebe« (Bild), um nur ein paar Beispiele Eures hormonell bedingten Kreativ-Outbreaks zu nennen. Und dabei habt Ihr doch wieder das Nächstliegende wiewohl Zwingendste zielsicher übersehen: »Telefonsex mit Maybrit Illner« bzw. »Obermanns neue Flatrate« – geht’s denn nicht ein Mal ohne uns?

Verbindung wird gehalten:

Titanic


Kim Jong Il!

Da haben Sie nun einen Vertrag unterzeichnet, in dem Sie sich dazu bereit erklären, nicht mehr mit Atombrennstäben herumzuspielen und Ihrer Bevölkerung statt dessen was zu essen zu kaufen. Das ist schön und gut; aber nicht ausreichend. Wir nämlich warten seit langem auf den Vertrag, der endlich einmal regelt, daß Sie vernünftige Klamotten anziehen. Haben Sie sich eigentlich schon mal im Fernsehen gesehen? Wie Sie nur immer rumlaufen! Entledigen Sie sich doch bitte endlich dieser albernen Kindersoldatenuniform! Da sahen ja die Betriebskampfgruppen der DDR besser aus, und Sie sind immerhin Diktator! Gönnen Sie sich doch mal was Ausgefallenes: eine schicke rote Anzughose mit so Bügelfalten und Streifen draußen dran, eine flotte Seidenschärpe und überhaupt ein flippiges Sakko mit großen Glitzerknöpfen, die in der Sonne so blinken. Und vielleicht auch Epauletten, natürlich nicht ohne stilsicheren, am besten purpurroten Stehkragen. Würde auch besser zu Ihrer toupierten Frisur passen! Wer macht Ihnen die eigentlich? Also, bitte, tun Sie uns den Gefallen, werden Sie bunt! Bestellen Sie sich was bei QVC. Die Welt ist schon trist genug. Ihr Rentner-Ensemble können Sie schließlich auch dann noch tragen, wenn Ihr Volk Sie mal in selbige geschickt hat.

Stylische Grüße:

Titanic




Aufs Maul, Peter Maffay,

würden Sie also laut Bild-Zeitung bei Talentshows wie »Deutschland sucht den Superstar« einem Dieter Bohlen hauen bzw. sich keine blöden Kommentare von Juroren bieten lassen und statt dessen »aufstehen und denen aufs Maul hauen«.

Aber so gerne, Maffay, wir das auch sehen würden: Erstens wird dort nur Nachwuchs eingeladen und kein Deutschrock-Opa im Spätherbst seiner Karriere, zweitens muß man wenigstens ein Minimum an Talent haben, womit Sie also schon beim Casting ausscheiden würden, und drittens kämen Sie doch zu Bohlens Dieter gar nicht rauf!

Schade eigentlich!

Ihre Hünen von der

Titanic


Und Du, »Novum – Haus der Gebrauchtprodukte« (Witten),

wurdest doch sicherlich in einer dunklen Nacht, als nur der Mond hell schien, ausgetüftelt, oder?

Gebrauchte Grüße von

Titanic


 
Titanic unterwegs
13.03.2010 Düsseldorf-Bilk, Lot Jonn
  Fischer, Hintner (angefr.), Sonneborn u.a.
15.03.2010 Jena, Romantikerhaus
  Leonhard, Julian und Rudi Hurzlmeier
15.03.2010 Frankfurt, Klabunt
  Hans Zippert
17.03.2010 Hildesheim, Vier Linden
  Max Goldt

 Michael Spreng!

Sie waren bis zu Ihrem Rausschmiß im Jahr 2000 Chefredakteur der Bild am Sonntag, dilettierten als Edmund Stoibers Wahlkampfmanager und haben als »selbstständiger Medien- und Kommunikationsberater« offenbar jede Menge Zeit – zum Beispiel für Ihr sehr einfallsreich »sprengsatz« betiteltes »Politik-Blog aus Berlin«. Dort nämlich beglücken Sie Ihre Leser unter anderem mit der »Anekdote der Woche«, welche Sie stets als so unbequemen Journalisten wie grundsympathischen Superchecker ausweist.
So erfahren wir von irrwitzigen Pannen (»Das beste Kohl-Interview habe ich übrigens in der Vorweihnachtszeit  1975 in Mainz geführt … Als ich nach Bonn zurückkam, stellte ich fest, daß das Tonband nicht funktioniert hatte«), rührenden Männerfreundschaften (»Per du bin ich noch mit Volker Rühe als Ergebnis einer feucht-fröhlichen Nacht beim Medienpreis in Baden-Baden, mit Laurenz Meyer seit unserer gemeinsamen Wahlkampfzeit 2002, sowie mit Ex-Kanzleramtsminister Friedrich Bohl und dem heutigen Verteidigungsminister Franz Josef Jung«), liebenswerten Lausbubenstreichen (»Herold liebte seine Computer geradezu und so forderte er mich bei einem Besuch im BKA auf, die Leistungsfähigkeit seiner Computer doch einmal auszuprobieren. Ich ließ die Namen zweier ehemaliger Schulfreunde eingeben, die schon zu meiner Schulzeit ganz linksaußen standen...«) oder auch Ihrem exzellenten Standing in der Medienwelt: »Als Edmund Stoiber mich zu seinem Wahlkampfmanager berief, telefonierte er am Vorabend der offiziellen Vorstellung mit Friede Springer … Als ich ihn fragte, wie Frau Springer auf seine Entscheidung reagiert habe, berichtete er mir, sie habe über mich gesagt: ›Guter Mann, aber schwierig‹. Ein schöneres Kompliment kann eine Verlegerin einem Journalisten kaum machen« – zumal, wenn sich dessen Output auf eitelste Ranschmeißereien an die Charaktermasken der Macht beschränkt, gell?
Es grüßen die guten, unkomplizierten Männer der

Titanic

 Lotto Rheinland-Pfalz!

Als Co-Sponsor des SV Mainz 05 preist Du Dich selber von den Reklametafeln herab an, und zwar als »Partner aus Überzeugung«. Ach ja, wirklich? Heißt das, daß Dir massenträchtige PR eher weniger bedeutet? Spricht da also Dein soziales Herz, das die Förderung von jungen Talenten in den Vordergrund stellt? Und die Finanzen, wenn überhaupt, spielen nur eine untergeordnete Rolle? Bist Du gar ein Zentrum nonkonformistischen Denkens, das den ollen neoliberalen Brei für ganz ganz gefährlich hält? Gar eine verdeckte Denkfabrik, die die ersten Schritte zur Weltrevolution vorbereitet?
Na dann, auf zum letzten Gefecht:

Titanic

 Huhu, Ron Wood!

Ihr Kampf gegen den Alkoholismus hat Sie also in die Londoner Reha-Klinik »The Priory« geführt, und Sie haben es dort wie lange ausgehalten? Genau eine Stunde! Und diesen Umstand hat »ein Freund« womit begründet? »Er hat sich für den kalten Entzug entschieden.«
Daß damit aber »on the rocks« gemeint ist, darauf schwört rollenden Stein und Bein:

Titanic

 Oliver Bierhoff!

Schon klar, daß so ein mit allen Marketingwassern gewaschener Entscheidertyp und echter Top-Fußballmanager wie Sie sich nicht vorrangig über den sportlichen Erfolg definiert: »Wenn man auch einmal überlegt, was wir in den vergangenen sechs Jahren erreicht haben – nicht nur sportlich, sondern auch, was das Image der Nationalmannschaft betrifft: Die Image-Werte der DFB-Elf waren noch nie so gut wie jetzt«, verrieten Sie dem Manager-Magaz…, Quatsch, nein: »Eurosport«.
Aber, Bierhoff, alte Reizfigur, haben Sie schon mal überlegt, wie sich die Image-Werte der Nationalmannschaft noch signifikant steigern lassen? Wir hatten da an eine Neupositionierung der Marke Bierhoff im wahlweise osteuropäischen, südostasiatischen oder gerne auch südamerikanischen Raum gedacht.
Ihre Marketing-Koryphäen auf der

Titanic

 Sie, Bettina Röhl,

sind unter der eindrucksvollen Versammlung von Vollpfosten, die da für die Welt den Bereich »Debatte« bestreiten, zweifelsfrei die Königin. Immerhin haben Sie es geschafft, eine veritable Journalistenlaufbahn mit nur einer einzigen Zahl zu bestreiten. Denn »der 68er-Mainstream hat das Land fest im Würgegriff«, vertreten durch die »68er-Renegaten« natürlich, aber gerade auch »durch die jüngeren Nachläufer, die oft nicht einmal zu wissen scheinen, daß das, was sie reden, ›68‹ ist, und die deswegen auch die geistig-moralisch-politischen Alternativen zum Kosmos 68 nicht erkennen und solche gar für unmöglich erachten«; selbstverständlich auch durch die »medialen 68er-Oligarchen«, die sich sozusagen nur in eine schwarz-gelbe Mimikry begeben haben und damit die aktuelle Regierung an die Macht brachten: »Das müssen Merkel und Westerwelle offenbar noch erst schmerzhaft erkennen, daß sie nicht aus eigener Kraft an die Macht gelangt sind, sondern wegen eines konservativen Intermezzos des nach wie vor unumstritten herrschenden 68er-Mainstreams, der sich jeden Tag chamäleonartig weiter entwickelt.« Was besonders bemerkenswert auch deshalb ist, weil genau jenes 68er-Lager also, das erst Rotgrün und jetzt Schwarzgelb an die Macht brachte, »niemals wirklich mehrheitsfähig war, aber dennoch politische Mehrheiten mit medialer Macht organisieren konnte«. Und so auch den armen Guido Westerwelle »mit seiner politischen Korrektheit« steuert, der »ein stromlinienförmig mitschwimmender 68er durch und durch« ist, obwohl ihm womöglich gar nicht klar ist, daß »der Mainstream ein pop-linker Post-68er-Mainstream ist« usw. usf.
Wir chamäleonartigen pop-linken Post-68er-Mainstreamer aber möchten, nachdem wir ja gerade erfolgreich die Regierung ausgewechselt haben und deshalb kurz mal Zeit haben, auch Ihnen ein kleines Intermezzo gönnen und Ihnen ermöglichen, ein einziges Mal etwas Zutreffendes von sich zu geben. Also: Wieviel ist 100 minus 32? Na? Also!
Überhaupt keine Ursache:

Titanic

 Das Selbst wird ergänzt

Von symbolischer Selbstergänzung spricht man in der Psychologie z.B., wenn ein BWL-Student, der danach strebt, ein erfolgreicher Manager zu werden, sich mit typischen Managersymbolen, etwa einer Rolex oder einem überbordenden Terminkalender, ausstaffiert. In dieselbe Rubrik fällt auch der unentdeckte Maler, der sommers wie winters mit Künstlerschal herumrennt. Die Psychologie will außerdem herausgefunden haben, daß diese Symbole dem unfertigen Selbst tatsächlich helfen können, seine Ziele zu erreichen. Ich bezweifle allerdings, daß mich als kleinen Schreiberling, der gern ein großer Schriftsteller wäre, so eine waschechte Schreibblockade wirklich weiterbringt.

Friedrich Krautzberger

 Machtmissbrauch

Für Nachrichtenredakteure hat so ein drohendes Wetterchaos durchaus seine guten Seiten: Wenn man Freitagnachmittag ordentlich Panik mit Schneewehen und Glatteis macht, parkt man Samstagfrüh bei Ikea in der ersten Reihe.

Thomas Kuhlmann

 Ex aspera ad astra

Das Außergewöhnliche an außerkörperlichen Erlebnissen, sogenannten AKE, ist in meinen Augen nicht, daß die betroffenen Personen sich von ihrer materiellen Realisierung lösen und in einen rein spirituell-geistigen Bewußtseinszustand übertreten, in dem sich der eigene Körper mit frappierender Klarheit von außen betrachten läßt. Das mag zwar so sein. Wenn ich allerdings im alltäglichen Raum-Zeit-Kontinuum diejenigen Personen, welche notorisch von solchen AKE faseln, unter die Lupe nehme, finde ich es bemerkenswert, daß auch nur eine dieser Personen nach Beendigung ihres AKE freiwillig in ihre verwahrloste irdische Hülle zurückkehrt.

Theobald Fuchs

 Nix wie weg

StudiVZ hat ein gravierendes Problem. Sobald die Mitglieder dieser Online-Community ihren Hochschulabschluß in der Tasche haben, möchten sie nur noch eins: raus. In Fachkreisen spricht man deshalb bereits vom Tübingen unter den sozialen Netzwerken.

Magnus Maier

 Trennungssorgen

Dem Restmüll-Container in meinem Innenhof folgte ein Altpapier-Container, dann einer für Verpackungsmüll, dann ein Container für Kompost und einer für Altglas. Darf ich eigentlich als Privatmann auch einfach einen Container da hinstellen? Ich liebäugle mit einem Prachtexemplar ausschließlich für Alt-Rhönräder.

Markus Hennig