Fakt: Innerhalb weniger Tage wurde in den französischen Alpen eine Straße für den Abtransport der Germanwings-Trümmer angelegt.

Frage: Können sich die Verantwortlichen bitte als nächstes um den Berliner Flughafen kümmern?

Fakt: AfD-Vize Alexander Gauland will die weitere Zuwanderung von Menschen aus dem Nahen Osten verhindern, weil sie "unserer kulturellen Tradition völlig fremd seien".

Frage: Gehört zum Nahen Osten nicht auch Israel?

Fakt: Eine WWF-Studie warnt vor "importiertem Wasserrisiko" für die deutsche Wirtschaft.

Frage: War es das wert, Ice Bucket Challenge?

Fakt: Malaysia Airlines wird demnächst verstaatlicht.

Frage: Sollte man die Gesellschaft nicht besser gleich in die malaysische Luftwaffe integrieren?

Fakt: Angela Merkel verlangt die sofortige Freilassung der Militärbeobachter in der Ostukraine.

Frage: Aber hätten die nicht gerade jetzt, da es richtig losgeht, etwas zu beobachten? 

Fakt: Eine neue App namens "Spritz" ermöglicht es, Texte um ein Vielfaches schneller zu erfassen als bisher. Bücher mit mehreren hundert Seiten lassen sich so innerhalb weniger Stunden lesen.

Frage: Wer kann Frank Schätzing jetzt noch stoppen?

Fakt: Texas hat den Rapper Ray Jasper hingerichtet.

Frage: Wäre das nicht auch eine gute Lösung für Fler, Bushido und Kollegah?

 

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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
29.05.2015 Dessau, Altes Theater
  Max Goldt
30.05.2015 Cottbus, Theaterscheune Ströbitz
  Max Goldt
31.05.2015 Berlin, Kookaburra
  Heiko Werning, Joe Bauer
02.06.2015 Frankfurt am Main, Club Voltaire
  »TITeinander mit Herbert Feuerstein«
Briefe an die Leser

 Na na, SPD!

Was hören wir da: Du möchtest die Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten von sieben auf 19 Prozent erhöhen? Angeblich, weil die Deutschen sich zu ungesund ernähren. Gib’s doch zu: In Wirklichkeit machst Du doch auch das wieder nur, um den Edathy zu ärgern!

Aber bitte nicht auf Kosten Deiner Schleckermäuler von Titanic

 Und was, Web.de,

glaubst Du eigentlich, machen wir jedesmal mit Deiner alle paar Wochen eintrudelnden Werbemail mit dem Betreff: »Entfernen Sie unnötigen Datenmüll von Ihrem PC«?

Selten so gehorsam: Titanic

 Hütchenträger Roger Cicero!

Hütchenträger Roger Cicero!

Bei der »Echo«-Verleihung, zu der alle Stars nach der Flugzeugkatastrophe pflichtbedrückt anreisten, schwafelten Sie an der Teppichkante folgendes windelweiches Statement in die Mikrofone: »Ich habe nicht daran gedacht, heute hier nicht aufzutauchen, damit ist niemandem geholfen, aber natürlich ist die Stimmung gedrückt, und es führt einem auch wieder vor Augen, wie schnell es vorbei sein kann. Man kann auch mal an so einem Abend über das ein oder das andere nachdenken. So was muß drin sein.«

Und dann dachten wir doch tatsächlich über das eine und dann auch über das andere nach, aber vor allen Dingen darüber, ob es dann wohl auch mit Ihnen und Ihrer noch windelweicheren Musik wieder möglichst schnell vorbei sein könnte.

Auch so was muß drin sein. Titanic

 Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz!

Zur Abstufung der Kreditwürdigkeit Rußlands durch die Ratingagentur Moody’s schrieben Sie auf Welt.de einen Artikel mit der Überschrift »Für Putin kommt der Ramsch-Status zur Unzeit«, in dem Sie darlegten, weshalb Rußland die Anlegerwarnung gerade jetzt besonders kalt erwische. Es ist aber auch ein Kreuz mit den Ramschbewertungen, Sommerfeldt und Zschäpitz. Nie erhält man sie, wenn man sie brauchen kann!

Auf Eure Großreportage über die merkwürdig starke Korrelation von Pech und Unglück freut sich jetzt schon wie ein Hellseher: Titanic

 Moin, Spiekeroog!

Als wir uns unlängst im Fährhafen von Neuharlingersiel aufhielten, fielen uns Lkw auf, die mit der Beschriftung »SPIEKEROOG FRACHT« versehen waren. Unwillkürlich fragten wir uns, was das bedeutet, »fracht«. Zweifellos ein Verb, Infinitiv frachen. Ich frache, er/sie/es fracht und so weiter. So wie in »Spiekeroog, wie es singt und fracht«. Aber was ist das, »frachen«? So was wie fracken? Oder haben wir es einfach nur mit einem Phänomen zu tun, wie es zum Beispiel in jener Metzgerei anzutreffen ist, die als besonderen Service »Schlachte Platte« anbietet, ganz zu schweigen von einem ominösen »Haus gebackener Kuchen«, an dem wir vorbei flanierten? »Getrennt marschieren – zusammen schreiben«, das wußte ja schon Moltke. Oder doch lieber zusammenschreiben, wie es der Duden immer noch weiß?

Fracht rhetorisch: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Liebes Tagebuch

Heute in einem Erklärvideo die erste »Erika Mustermann« gesehen, die jünger war als ich. Lange geweint.

Torsten Gaitzsch

 Erleichterung

Vielleicht ist es ja mit dem viel beschworenen Datenkraken, der, alle persönlichen Merkmale ansaugend, überall seine Tentakeln im Spiel hat, doch noch nicht so weit her, wenn mir, etwas über sechzig Kilo wiegend und 1,80 Meter groß, von meinem E-Mail-Anbieter regelmäßig Mails mit Rabattaktionen der »Weight Watchers« zugestellt werden.

Burkhard Niehues

 Knappheit

Amüsiert war ich schon sehr, als ein Kumpel, mit dem ich die Ausstellung »Folter in Nordkorea« besuchte, angesichts der Fotos von Hautverbrennungen durch Hochspannungszäune nüchtern feststellte: »Dafür haben sie Strom.«

Markus Riexinger

 Mein lieber Collie

Der Collie meiner Nachbarin darf alles, sie verbietet ihm nichts, läßt alles durchgehen und erhebt niemals Frauchens Stimme, um ihn zur Ordnung zu rufen. Entsprechend verzogen ist der Hund und tanzt ihr auf der Nase herum. Sie nimmt es locker, nennt es scherzhaft antiautoritäre Erziehung – ich hingegen bevorzuge den Begriff Lassie faire.

Thorsten Mausehund

 Meinen Zöglingen zugedacht

Es gibt nicht viel, was man über den Stuttgarter Werbetexter Andreas Maier und den Osnabrücker Pädagogen Daniel Sibbe wissen muß. Der eine ist sich für nichts zu schade, Maier hingegen verlangt hohe Preise für seine immerhin ethisch stets saubere Arbeit. Seit einer geraumen Weile nun machen die beiden sich einen Spaß daraus, mich mit unbeholfenen Invektiven zu necken, gerade so wie Kinder ihren lieben Onkel zwicken, der beim Zeitunglesen auf dem Kanapee eingenickt ist; nicht eigentlich, um ihn zu ärgern, sondern weil sie aus naiver Bewunderung heraus seine Aufmerksamkeit wünschen. Und ich kann’s den Rackern kaum verdenken, wer würde nicht handeln wie die beiden Witt-Fans! Übrigens finden Sie mich auf Facebook, Twitter und neuerdings auch auf meinem Blog. Liken und Folgen nicht vergessen! Danke, macht 1000 Euro.

Valentin Witt