[06.07.2015]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen AfD rückt überraschend nach rechts

Große Freude auf dem AfD-Parteitag in Essen: Bei der Wahl zum Bundesvorsitzenden triumphierte die Heimatfrau und stolze Trägerin des Mutterkreuzes Frauke Petry in einer vernichtenden Abstimmungsschlacht über den bisherigen Parteiführer Bernd "Euro" Lucke. Damit rückt die Partei nach Einschätzung von Experten überraschend nach rechts. "Wir hätten selbst nicht für möglich gehalten, daß es dort noch Spielraum gibt, aber ganz offensichtlich ist man in der AfD willens, die politischen Ränder neu auszuloten", sagte der Politologe Dimitri Taube vom Mainzer Institut für Populismusforschung. "Natürlich ist deshalb nicht jeder in der Partei zugleich Anhänger von Pegida. Ebensohäufig trifft man auf Ausländerfeindlichkeit, andere begnügen sich wiederum mit bloßem Fremdenhaß."
Von einer Pegida-Gesinnung unter den Mitgliedern will Neuvorsitzende Frauke Petry jedoch nichts wissen: "Lügenpresse!" konterte sie routiniert. Petry, die selbst zum nationalsozialistisch-konservativen Flügel der Partei gezählt wird, will die AfD weiter für alle Teile der Gesellschaft offenhalten: "Bei uns ist es egal, wo einer herkommt und welche Ansichten er hat, solange er Deutscher ist und sich zu unseren Überzeugungen bekennt. Ob Deutschkonservative, Muslimkritiker, Reichs- oder andere besorgte Bürger – bei uns ist einfach jeder willkommen." Vom technokratischen Stil und den teilweise bizarren Ansichten zur Flüchtlingspolitik ihres Vorgängers Lucke distanzierte sich Petry: "Der strukturelle Rassismus Luckes hat unserer Partei geschadet. Ich möchte ihn gerne durch einen sehr konkreten, pogromartigen Rassismus ersetzen."
Der geschaßte Bernd Lucke zeigte sich indes angesichts der ihm entgegenschlagenden Ablehnung verbittert: "Von einer Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, bloß weil man ein bißchen anders ist, tut weh." Gemeinsam mit den anderen fünf Mitgliedern seiner Mobbingselbsthilfegruppe "Weckruf 2015" erwägt er jetzt einen Austritt aus der AfD und die Gründung einer neuen Partei. "Da werde ich dann wieder uneingeschränkt und despotisch regieren, da kann das Sachsenweib mir gar nichts, ha! Und wenn mir einer blöd kommt: schnippschnapp, Rübe ab! Bis zur nächsten Parteineugründung", so Politaktivist Lucke zuversichtlich.




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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
28.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
29.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
30.06.2016 Hattingen, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier

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Briefe an die Leser

 Himmel, Franz Josef Wagner!

Ja, man wird und wird nicht jünger, wähnt sich manchmal sogar schon nah und näher beim himmlischen Vater – und trotzdem muß ein alter Bild-Bock wie Sie sich so kurz vor dem gemeinsamen Treffen noch mit dem Allerhöchsten anlegen. Und etwa am 30. Mai angesichts quasibiblischer Regenfälle und Sintfluten die dürre Schmierenschreiberfaust drohend gen Himmel schütteln, daß der Morgenschnaps aus dem Glas spritzt, und fragen: »Was alles erlaubt Gott?«

Wir verraten’s Ihnen: alles. Gott erlaubt sogar solche Gestalten wie Sie.

Herzlichst Titanic

 Sicher, Heribert Prantl?

Sah der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, Mitgründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, wirklich nur aus »wie eine Mischung aus Rübezahl, Marathonläufer, dem heiligen Christophorus und Gottvater«? Nicht auch noch ein bißchen wie Ayatollah Khomeini, Vader Abraham, Papa Schlumpf, der Alm-Öhi, eine Hälfte von ZZ Top und ein Hipster der mittleren 2010er Jahre?

Oder anders gefragt: Hat beim Verfassen Ihres Nachrufs in der SZ vielleicht ein C2H6O-basiertes Getränk eine Rolle gespielt, zu dem in Ihrer Branche durchaus häufiger gegriffen wird?

Für die Feststellung der absoluten Vergleichsuntüchtigkeit bei mehr als 0,0 Promille: Titanic

 Sie, Binali Yıldırım,

erklärten öffentlich, mit der Bundestagsresolution zum Genozid an den Armeniern habe Deutschland einen »historischen Fehler« begangen.

Tja, was sollen wir sagen? Irgendwann ist halt immer das erste Mal.

Mit besten Empfehlungen Titanic

 Geht’s noch, ZDF?!

Wir kommen eines durchschnittlichen Sonntagmorgens angeheitert gegen 6 Uhr nach Hause und frohlocken, weil der Ü16-Klassiker »Halloween – Die Nacht des Grauens« über den Bildschirm flimmert, da brichst Du nach einer halben Stunde einfach ab und sendest diese völlig kranke Freakscheiße um einen nervigen Primaten namens »Coco – der neugierige Affe«. Weißt Du eigentlich, wer um diese Uhrzeit zuschaut?

Hat immer noch den Kater des Grauens: Titanic

 Huhu, Schwimmweltmeister Marco Koch!

Laut Süddeutscher Zeitung ernähren Sie sich »nach dem Konzept ›Vegan mit Fleisch‹« – das ist lustig, basieren unsere Trinkgewohnheiten doch auf dem verwandten Ansatz »Abstinent mit Doppelbock«!

Die »Milch« macht’s! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesundheit

Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben, heißt es. Bei der Thrombose meines Patenonkels hat sich das auf traurige Weise bewahrheitet.

Ernst Jordan

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz

 Verkettung glücklicher Umstände

Die Katze hat letzte Nacht mit viel Radau eine prall gefüllte Blumenvase umgeworfen. Gleichzeitig ist aber auch die Rolle Küchenpapier vom Tisch gefallen und hat die Wasserlache, getreu ihrer Bestimmung, schweigend aufgesaugt.

Dorthe Landschulz