Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2015


Saubere Sache

Mutter hat unsere alte Wohnung verkauft. Damit ist meine Kindheit dann zu 100 Prozent verwertet.

Teja Fischer

Späte Reue

Seit Jahren schon plagt mich eine unheilvolle Nervenschwäche, in der Sprache der einfachen Leute auch »Aufschieberitis« genannt, die mich zwingt, was immer es auch zu tun gibt, die Arbeit erst zum letztmöglichen Termin oder später zu beginnen, bis dahin allerdings jeder Form von Freizeit oder Freude zu entsagen, immer auf den richtigen Zeitpunkt für die Erledigung der inzwischen berghoch scheinenden Aufgabe wartend, der selbstredend – wie ich ja währenddessen auch schon weiß und mir darum gleich dreimal in den Arsch beiße – niemals kommen wird, bis ich dann schließlich unter Schmerzen und Verzicht auf Schlaf und Nahrung in Windeseile irgendeinen Dreck zusammenrotze, so daß mein Zustand insgesamt eigentlich der ist, daß ich zwar kaum je etwas tue, aber ständig drauf und dran bin; früher in der Schule war das allerdings noch anders: Da war ich immer dran und drauf.

Valentin Witt

Aus der Welt der Wissenschaft

Biologisch gesehen zählt der Mensch während eines Strandurlaubs zur Gattung der Meeresfrüchte.

Elias Hauck

Kunstgeschichtliche Anekdoten (5)

Peter Paul Rubens war mit Auftragsarbeiten für Adel und Klerus gut im Geschäft. Den meisten Reibach machte er allerdings mit der Darstellung von nackten Frauen. »Der Hugh Hefner des Barocks«, so tuschelte man in Antwerpens Gassen hinter ihm her. In den frühen 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wähnte sich der Meister plötzlich in einer Schaffenskrise. »Dies Inkarnat scheint mir ein wenig anämisch geraten, die Rundungen von Busen und Gesäß nicht rundlich genug!« so lamentierte er durch sein Atelier. Bei einer weiteren Betrachtung seines Werkes stellte Rubens jedoch fest: »Bäume, Mauer und der eine Apfel sind eigentlich ganz okay«, und der Maler konstatierte, daß die Fehler, die er in der Darstellung der weiblichen Figuren erkannt hatte, nicht auf seine, Rubens’, Unzulänglichkeiten in der malerischen Umsetzung zurückgingen, sondern dem in den Wirren des 30jährigen Krieges zunehmend schlechten Ernährungszustand seiner Modelle geschuldet waren. So exilierte Rubens von Antwerpen nach Spanien, um in Ruhe zu überlegen, wie er zu Frauen käme, die die ihm genehmeren Maße hätten. Schließlich ersann der Findige aus seiner Not heraus, dem damals noch jungen Pressewesen zum Nutzen, die Kontaktanzeige: PP Rubens sucht zeigefreudige Rubenslady (XXL).

Helge Möhn

Fachwitz für Weinkenner

Im Spätverkauf. Eine Kundin stellt einen Rotwein für 3 Euro 30 auf den Tresen und fragt: »Ist das ein guter Wein?« Der Spätverkaufsmann starrt erst die Flasche und dann sie lange an, schließlich löst sich ein zögerndes »Jaaa…« aus ihm. Die Frau kramt schon im Portemonnaie, da angelt er plötzlich einen Weißwein derselben Preisklasse aus dem Regal: »Aber der ist besser.« Ist schon ein guter Geschäftsmann, mein Spätverkaufsmann.

Katharina Greve

Kein Sprichwort

Kind, mach nicht wieder ins Bett, sonst gibt es morgen schlechten Sex.

Adrian Schulz

Konsequent

Umfangreiche Bauarbeiten auf dem Marktplatz machen eine Umstellung der Wochenmarktstände erforderlich. Um seinen Kunden die Suche zu erleichtern, hat der alternative Ökobäcker an gewohnter Stelle ein Schild mit der Aufschrift »Wir stehen vor der Commerzbank« aufgestellt. »Wie zu erwarten nicht dahinter«, denke ich mir und setze meinen Weg zum Backdiscounter (unschlagbare 15 Cent pro Brötchen) fort.

Daniel Sibbe

Im Spiegel

Zwar ist mir die klassische Einschüchterungsfrage »Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?« seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr gestellt worden, dafür weiß ich inzwischen wenigstens eine Antwort.

Theodor Treidler

X-Faktor

Es ist nicht angenehm, eine inzwischen vereinsamte, einstmals gute Bekannte zu besuchen. Sie ist überzeugt, von Geistern heimgesucht zu werden, und redet permanent davon. Sie habe nun sogar schon Exorzisten bestellt, um den Keller segnen zu lassen. Eine ihrer Geschichten aber hat mich dann doch zum Lachen gebracht: Zwei ihrer Haustiere waren gestorben (ich weiß nicht warum, und ich will es auch nicht wissen; immerhin besorgt sie sich inzwischen keine neuen mehr), woraufhin sie den Entschluß gefaßt habe, die Viecher unter einem schönen Baum zu begraben, am Rande eines nahen Feldes. Als sie aber mit der Schaufel ein Loch für die Kadaver habe ausheben wollen, hätten die Geister der toten Tiere Kontakt zu ihr aufgenommen. Sie habe immer leidvolles Seufzen gehört, wenn sie in die Erde habe stechen wollen, die dann urplötzlich auch von dichtem Wurzelwerk durchdrungen gewesen sei. Die beiden verstorbenen Wesen, so ihre Schlußfolgerung, wollten also an einem anderen Ort beerdigt werden, und zwar in ihrem kleinen Garten. Hier sei die Schaufel auch »wie Butter« ins Erdreich gedrungen, und sie habe die Tiere bestatten können, was – wie sie etwas später dann hinzufügte – leider die Nachbarn beobachten konnten, die daraufhin das Landratsamt verständigt hätten. Am Ende mußte meine Bekannte Hund und Katz wieder ausgraben und in den Biomüll schmeißen. Tiergeister scheinen nicht die hellsten zu sein.

Markus Riexinger

Verspätetes Lektorat

Als Cäsar seinen Weltliteratur gewordenen Kriegsschwank »De bello Gallico« (58 v. Chr.) mit dem Satz »Ganz Gallien ist in drei Teile geteilt« begann, hätte er das »ganz« auch streichen können. Meine Meinung.

Gunnar Homann

Befürchtung: Pizzazungen

Bekannte Szene im Zug. Er sagt zu ihr, er werde etwas essen, und beginnt in seinem Rucksack zu kramen. Miefende Pizzazungen und Salami-Snacks erwartend rolle ich schon innerlich die Augen. Als der junge Mann dann aber einen rohen Fenchel aus dem Rucksack holt, in ihn beißt wie in einen Apfel, ihn hastig verschlingt und anschließend noch einen Kohlrabi nachschiebt, fühle ich mich zwar olfaktorisch nicht minder belästigt als von den befürchteten Pizzazungen, doch immerhin angenehm in meinen Erwartungen getäuscht.

Leo Riegel

Zum Glück keine Zehe

Habe mir den Finger in der Knoblauchpresse eingeklemmt und krieg ihn nicht mehr raus. Gern würde ich jetzt googeln: »Finger in Knoblauchpresse eingeklemmt was tun?« – aber lieber nicht. Das ist mir sogar vor den Algorithmen zu peinlich.

Ella Carina Werner

Nationalkritik

Ich bin kein Gegner der Deutschen Einheit. Das einzige, was mich stört, ist, daß nie jemand klar sagt, welche gemeint ist. Der Zentner? Die Preußische Landmeile? Der Kohlepfennig? Das Kaliber Achtkommaacht? Ein Standard-Weltkrieg? Ein Drittes Reich (= 1000 Jahre)?

Theobald Fuchs

Jährliches Ritual

Ein Mann von den Stadtwerken klingelt, er möchte die Stromzähler ablesen. Wenn ich die Tür des Wandschranks öffne, in dem die Zähler hängen, erwartet mich jedes Jahr ein Schauerbild. Die Zähler surren hinter Schwaden von Spinnweben, abgeplatzter Wandfarbe und Staub vor sich hin. »Oh, da müßte man aber unbedingt mal staubsaugen!« sage ich jedes Jahr peinlich berührt und blicke in ein Gesicht, das jeden Ausdruck verweigert. Ich vermute, der wichtigste Teil der Stromableserschulung ist das Seminar »Wie reagieren auf Schlampigkeits-Selbstbezichtigungen«. Dort lernt man, wie wichtig es ist, niemals auf so einen Ausruf einzugehen. Abwiegelnde Bemerkungen wie »Ach, das bißchen Staub!« kämen einer leicht zu durchschauenden Lüge gleich. Beipflichtende Kommentare wie »Das kann man wohl sagen!« führen schnell zu Beschwerden. Ein hartes Rollenspieltraining muß also absolviert werden, bis man sich jede Antwort und jedes überspielende Hüsteln verkneifen kann. Nur die wenigsten schaffen die Abschlußprüfung dieses Lehrgangs. Mein Ableser jedenfalls ist ein Meister der Reaktionslosigkeit, geschäftig notiert er die Zahlen. Wir führen noch zwei Sätze Konversation, während ich den Schrank schließe und ihn zur Tür begleite. Den Staub habe ich da schon vergessen, bis der Mann von den Stadtwerken im nächsten Jahr wieder klingeln wird.

Miriam Wurster

Beziehung

Meine Freundin nennt mich Süßer. Aber das ist nur mein Glukosename.

Ernst Jordan

Neues Idiom

Jeder kennt das Gesprächsphänomen. Man befindet sich in einer großen Gesprächsrunde, zum Beispiel an einem Tisch, allerdings mitten zwischen den Zentren der Konversation. Ich empfehle dafür den Ausdruck: Man ist »innen vor«.

Volker Surmann

Facebook-Feinde

»Du teilst doch wohl nicht dein ganzes Privatleben mit jedem Deppen!« sprechen mich Freunde an. Sie haben Angst vor dem Verlust ihrer Privatsphäre. Andererseits würden sie gerne die Möglichkeit nutzen, über meine Zugänge zu Facebook, Linkedin, Twitter und anderen Medien mehr als einen ihrer Freunde zu informieren. Den zweiten nämlich auch. Sie wollen alarmieren, auf Skandale aufmerksam machen, ihrer Empörung Luft machen wie früher Leserbriefschreiber. »Könntest du nicht mal eine Nachricht posten? Das muß doch öffentlich gemacht werden! Da soll mal schön ein Shitstorm losbrechen. Aber laß bloß meinen Namen aus dem Spiel!« Wie löscht man eigentlich Freunde im richtigen Leben?

Ludger Fischer

Dilemma

Nüsse sind extrem teuer. Das geht mir inzwischen ziemlich auf die Nerven. Doch für die brauche ich die Dinger ja gerade!

Burkhard Niehues

Spuren im Schnee

Nachts angetüdelt aus der Kneipe zu kommen und ein Herz plus Inschrift in den Schnee zu pullern, ist sicher nicht originell und nur leidlich romantisch. Anders verhält es sich, wenn das Werk von der frisch abgeschleppten weiblichen Begleitung gefertigt wird.

Thorsten Mausehund

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 22.05.:

    Hans Traxler zum Neunzigsten gratulieren u.a. die "Frankfurter Rundschau"
    und das "Neue Deutschland". Der "Stern" zeigt Werke aus der Sonderausstellung im Frankfurter Caricatura-Museum, und für HR2 Kultur liest der Autor aus seinem aktuellen Kindheitserinnerungs-Buch.

  • 21.05.:

    Torsten Gaitzsch schreibt in der Taz über die schwindende Prozessierlaune der Deutschen.

  • 20.05.:

    Im "Neuen Deutschland": Stefan Gärtner über zwei aktuelle Fälle sogenannter Lyrik.

  • 20.05.:

    Ferda Ataman empfiehlt auf "Spiegel online", seine Stimme bei der Europawahl "einer sympathischen Kleinpartei" zu geben, Zwinkersmiley.

  • 20.05.:

    Martin Sonneborn, MdEP, beantwortet dem "Standard" Entscheidungsfragen.

Titanic unterwegs
24.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.