Eigeninitiative

An einem Montag morgen konnte ich in der Bahn zwei an der Grenze zum Erwachsensein stehende Burschen belauschen, die sich beim dritten Frühstücksbier über ihren engagierten Start in die Woche unterhielten: »Suchst du jetzt eigentlich intensiver nach Arbeit?« – »Naja, hab mir mal die App vom Arbeitsamt auf mein I-Phone gezogen.«

Matthias Stangel

Vorzüglicher Gastgeber

Bei unserem letzten Besuch in einem Gourmetrestaurant ließ es sich Chefkoch Dimitri Andropow nicht nehmen, sein Reich zu verlassen, um meine Frau und mich persönlich zu begrüßen. Wir waren ganz begeistert von dem Ruß aus der Küche.

Andreas Maier

Zwischentreten, das

Als Zwischentreten bezeichnet man das Entfernen von Schnee von den Schuhrändern durch kräftiges Auftreten auf einem geräumten Asphaltstück, wenn wenige Meter dahinter der Gehweg wieder eingeschneit und das Verhalten somit sinnlos ist

Robert von Cube

Undenkbares vermeiden

Vor einem Gedankenaustausch sollte man immer erst einen strengen Gedankenabgleich vornehmen. Sonst hat man nachher das krudeste Zeug im Kopf.

Günter Flott

Sparen und genießen

Wer seine Begleitung beim Bummel durch die Innenstadt spontan auf ein oder mehrere Getränke einladen möchte, ohne seinen Geldbeutel über Gebühr zu belasten, sollte im Gedächtnis behalten, daß die Filialen der Drogeriekette DM mit Wasserspendern ausgestattet sind, an denen man das köstliche, kühle Trendgetränk in bereitstehende Pappbecher zapfen und nach Herzenslust genießen kann – völlig kostenlos und meiner Erfahrung nach bis zum Ladenschluß in nahezu unbegrenzter Menge.

Mark-Stefan Tietze

Das Auge ißt mit

Seit ich um die Situation in der Fleischindustrie weiß, kann ich Bärchenwurst nicht mehr ins Gesicht sehen.

Tobias Speckin

Zitate

»Die meisten Zitate sind falsch.«
»Wer sagt das?«
»Fontane.«
»Weißt du, was ich glaube?«
»Sag schon!«
»Die meisten Fontane-Zitate sind falsch.«
»Und wer sagt das?«

Ludger Fischer

Vor kurzem

geträumt, ich hätte mein Abi endlich fertigbekommen, und im Traum gedacht: »Cool, jetzt muß ich nie mehr träumen, ich hätte mein Abi noch nicht fertig, weil das habe ich ja jetzt.«

Paula Irmschler

Brecht für Kinder

Daß sich inzwischen auch Kindertheater um anspruchsvolle Darbietungen bemühen, ist ausdrücklich zu loben. Bei der Aufführung eines Kasperlestücks im hiesigen Familienzentrum war folgender Dialog zu vernehmen, bei dem die Hauptfigur aus ihrer Rolle fiel und sich moralisierend, dem epischen Theater entsprechend, an das Publikum wandte:

Kasper: Ach Kinder, mir ist so langweilig. Was soll ich tun?
Kinder (wild durcheinander rufend): Scheißen! – Zocken! – Sterben!
Kasper: Luis, jetzt reiß dich mal zusammen, sonst landet die Playstation auf dem Müll!

Ingo Krämer

Zukunftsplanung

Wenn ich echt mal sterben sollte, dann am liebsten fallend von einer Autobahnbrücke. Wenn meine Angehörigen meine Leiche im Anschluß ein letztes Mal sehen wollen, würde niemand diesen einen, ekligen Satz raunen: »Sie sieht aus, als ob sie schläft.«

Ella Carina Werner

Teil 17

der Serie »Wörter, mit denen ein Zeitreisender aus dem Neolithikum wohl extreme Probleme hätte, sie zu begreifen«: Rettungsgassenblockiererbeweisfoto.

Theobald Fuchs

All-Tägliches

Wenn ein Astronaut Urlaub macht, ist er dann ein Prokrastronaut?

Anika Mustermann

Heilschlaf

Es gibt eine medizinische Maßnahme, die man bei kranken Tieren, die Ruhe brauchen, anwendet. Sie nennt sich Heilschlaf. Dabei werden Tiere in einen künstlichen Winterschlaf versetzt. Beim Menschen geht das ja leider nicht, weil er immerzu, mehr oder weniger bei vollem Bewußtsein, Nahrung zu sich nehmen und ebenso von sich geben muß. Das ist schade, denn für manch einen wäre ein Heilschlaf durchaus eine Übergangslösung, die gegenüber der spontanen Selbsttötung erst einmal zu bevorzugen wäre. Das Ende des Heilschlafs ist, wie das des Winterschlafs auch, je nach Wetter variabel und somit offen. Der ewige Tod wird mit dieser Methode nicht angepeilt, was ich grundsätzlich positiv finde.

Bettie L. Alfred

Essen ist Pfertig

Der Zubereitung und Verkostung von Pferdefleisch stand ich bisher immer skeptisch gegenüber. Mit meinem ersten rheinischen Sauerbraten traditioneller Art ist mir jedoch direkt ein kulinarisches Husarenstück gelungen.

Daniel Sibbe

Frühlingserwachen

An alle Menschen, deren Sexualhormonspiegel angesichts länger werdender Tage verrückt spielt: Kaninchen rammeln und vermehren sich wie die Kaninchen, da sie auch wie die Kaninchen sterben. Denkt mal drüber nach.

Katharina Greve

Berechtigte Frage

Neulich im Bus, zwei Sitzreihen hinter mir, disst ein Kind ein anderes: »Wie kann Gott zulassen, daß du so dumm bist?!« Da wußte ich, daß die Theodizee heute so aktuell ist wie eh und je.

Wanja Lindenthal

Gesund leben

Jute statt Plastik,
Hummus statt Popcorn,
Pute in Aspik,
Uhus und Cop-Porn.

Adrian Schulz

Die Jugend

Letztens stand ich am U-Bahngleis, als sich neben mir auf einmal eine Schulklasse versammelte. Kurzentschlossen packte ich mein Beil aus dem Rucksack, rannte auf die Klasse zu und schrie: »Here’s Johnny!« Doch auch nach mehrmaligem Nachfragen konnte mir keiner der SchülerInnen, noch nicht einmal der verdutzte Lehrer, beantworten, auf welchen Kultfilm ich mich bezog. Die Jugend von heute …

David Zauner

Grenzen der Gesichtsbehaarung

Nasenhaare, die einem ins Auge stechen.

Tim Ulrich

Kuratorerei

Ich kuratiere ab heute den Zeitungsstapel bei uns im Klo, das Altpapier und die Kartons im Schuppen. Sollte mich das unerwarteterweise nicht auslasten, kuratiere ich zudem meine öffentlich zugängliche Spotify-Playlist DbisE1973Rock und unsere Hausapotheke. Mehr schaffe ich nicht. Kuratieren ist hart und erfordert nicht nur ein entsprechendes Hochschulstudium, sondern auch eine Menge Zeit für Rotweinkonsum und Kommunikation. Wohl oder übel werde ich daher, wie die meisten Kuratoren, mindestens Subkuratoren, wahrscheinlich allerdings Subsubkuratoren einsetzen müssen. Unkuratiert lasse ich jedenfalls nichs.

Sascha Dornhöfer

Probeliegen

Im neuen Jahr wenigstens einmal am Tag innehalten, auf einer Parkbank liegend in den Himmel schauen und über die Rente nachdenken.

Dominik Wachsmann

Gerissen

Den Halunken vom Schuhdiscount, der mir, nachdem ich ihm mein Leid mit den ständig aufriebelnden Schnürsenkeln geklagt hatte, die passenden Bändel heraussuchte und mir diese ostentativ als »reißfest« zu verkaufen suchte, sollte man zwecks Überprüfung seiner Behauptung an selbigen aufknüpfen. Allein, es würde nicht funktionieren!

Burkhard Niehues

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Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 22.05.:

    Im SWR spricht Christian Y. Schmidt über seine Wahlheimat China.

Titanic unterwegs
22.05.2018 Nürnberg, Kulturhaus K4
  Stefan Gärtner
22.05.2018 Shanghai, Zhong Shu Ge Bookstore
  Christian Y. Schmidt
23.05.2018 Buchholz (Nordheide), Empore
  Max Goldt
24.05.2018 Hamburg, Fabrik
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Sie, Manuel Hagel,

sind CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg und spielten als Gastredner bei der Verabschiedung des »konservativen Manifests« dem Auditorium diesen Ball zu: »Der Doppelpaß ist ein Integrationshindernis. Der Doppelpaß ist wie Petersilie auf dem Schnitzel: Beides ist überflüssig.«

Sie halten also sowohl paniertes Schweinefleisch als auch die Kräuterauflage für überflüssig? Und haben sich damit in nur einem Satz als Vegetarier und als Gegner der Nationalstaatlichkeit geoutet?

In diesem Falle dankt Ihnen mit antideutschem Gruße Titanic

 Sie, Bloggerinnen Mareike Bölsche und Judith Karbstein,

»lieben« Ihr »Berlin«. »Seit 2013«, so erfahren wir in der FAS-Beilage »Life Design«, »bringen die beiden das unter ihrem Berlin Blog berlin-ick-liebe-dir.de zum Ausdruck«. »Frühling, wir lieben dir!« heißt originellerweise denn auch der »Essay«, den Sie dem Heft beisteuern und in welchem Sie – auf einer ganzen Seite! – charmante und kluge Beobachtungen liefern, die uns zum Nachdenken bringen.

Da, also in Berlin, »herrscht reges Treiben«, »Musik ertönt«, es »recken Sonnenhungrige ihre Gesichter in den Himmel« und »läßt sich niemand diese Lebensfreude streitig machen« – auch wenn ab 22 Uhr die Polizei dafür sorgt, »daß die Anwohner ihre Nachtruhe erhalten«. Es ist eben einfach funky, dieses Berlin! Und »wurde und wird ein Stück erwachsener«. Klaro, wa?! Gerade im Frühling: »Es ist die Zeit, wenn Berlin wieder zum Leben erwacht!« Und natürlich auch die Zeit, wenn Berlin-Bloggerinnen wie Sie um Ausdruck für ihre Berlin-Bloggerinnen-Worte ringen.

Sie können auch dialektisch: »Mag der Wechsel der Jahreszeiten sich vielerorts in Deutschland nicht wesentlich unterscheiden«, so in Kempten, Kassel oder Bad Gandersheim, »hier in der Hauptstadt« (also Berlin!) »scheint der Winter dann doch grauer, kälter und länger als in anderen Regionen zu sein«; welch scharfe Beobachtung! Doch Vorsicht, weitere Wendung, vorbereitet durch Gedankenstrich: »zumindest gefühlt. Oder«, jetzt wird es ganz ausgefuchst, »nehmen wir den Berliner«, nicht den Bad Gandersheimer, daß das klar ist, »Winter nur deshalb trister und grauer wahr, weil die warme Jahreszeit im Vergleich dazu bei uns um so vieles schöner, lebendiger und folglich kontrastreicher als in anderen Städten ist?«

Was, ja was soll man denn nur machen, wenn man so vor kreativer Energie glüht wie Sie? Als »Berliner« halt »das Leben«, natürlich, »zelebrieren«, und zwar »außerhalb der eigenen vier Wände«, in, unglaublich: »Cafés« gehen, »in denen«, jawoll, »die Innenräume fast schon überflüssig werden«, oder »sich an den Spätis dieser Stadt« treffen. Amen! »Zugezogene aus dem Schwabenland, Urberliner – es gibt sie wirklich! – oder bärtige Hipster. Alle kommen zusammen. …Wer sein Essen nicht selbst zubereiten will, läßt sich auf einem der vielen Food-Events bekochen.« Und »am Sonntag zieht das allwöchentliche Karaoke zahlreiche Musikbegeisterte in den Mauerpark«.

Keine weiteren Fragen. Obwohl, doch, zwei: Kann Gott einen Stein erschaffen, der schwerer als Berlin ist? Und was passiert, wenn er ihn fallen läßt?

Recken schon ungeduldig ihre Gesichter in den Himmel: Ihre Frühlingsfans von Titanic

 Hey, Richard David Precht!

Hey, Richard David Precht!

Philosophie ist, wenn der Rubel rollt. Dafür hast Du Dir jetzt ein neues Betätigungsfeld erschlossen: Im Yuppie-Skiresort Sölden diskutiertest Du beim Symposium »Denken im Eis« mit »renommierten Vordenkern« die brennende Frage »Was kostet die Welt?«

Antwort: für die neureichen Anhänger des alpinen Après-Ski-Vergnügens schlappe 320 Euro. Wenn das nicht nach Urlaub fürs Gehirn klingt!

Denkt lieber an Speiseeis: Titanic

 Servus, Patrick Schwarzenegger (24)!

Sie treten nicht nur beruflich (Sohn) in die Fußstapfen Ihres Vaters, sondern fühlen sich der »Bild« zufolge auch mit dessen Heimat, in die Sie gerne reisen, sehr verbunden: »Ich liebe zum Beispiel deutsches Essen. Das gab es zu Hause immer.«

Wennst manst! Zumindest werden Sie mit solch einer Haltung nicht nur in der Steiermark schnell Anschluß finden.

Schon jetzt im Widerstand: die John Connors von Titanic

 Salü, Philipp Vetter!

Als Wirtschaftsexperte der »Welt« analysierten Sie den Unfall, den ein selbstfahrendes Auto in Arizona verursacht hatte, und prophezeiten schlimme Konsequenzen auch für die deutsche Autoindustrie, »denn Fehler werden hier kaum verziehen. Hierzulande baut man perfekte Autos – oder gar keine.«

In der Tat! In der »perfektionistischen« deutschen Autobranche führen Fehler bzw. krimineller Betrug zum Schlimmsten, was im Rechtsstaat möglich ist: einem runden Tisch mit der Kanzlerin, und als sei das nicht schlimm genug, muß man den Schmierlappen J. Reichelt ertragen, der mitsamt seiner »Bild«-Zeitung eine superpeinliche Aufkleberkampagne für einen vom Zaun bricht!

Wahrlich, Ihre Vorstellung von Perfektion möchte nicht haben: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Beweisführung

Daß der Mensch in mehreren tausend Jahren Evolution als überaus effektiver Organismus geformt wurde, läßt sich unter anderem dadurch belegen, daß man auf die Frage »Welche drei Körperteile würdest du dir zuerst abschneiden lassen?« kaum eine Antwort weiß.

Konstantin Hitscher

 Da rein, da raus!

Ein Grund, warum ich den öffentlichen Raum so gerne meide, sind die immer wahnwitzigeren Anweisungen und Regeln, mit denen man sich heute konfrontiert sieht, verläßt man doch einmal sein trautes Heim. So etwa neulich an der S-Bahn-Haltestelle, als die Forderung »Bitte benutzen Sie alle Einstiegstüren!« aus den Lautsprechern schallte. Natürlich bemühte ich mich, der Bitte Folge zu leisten, doch am Ende fuhr mir die Bahn direkt vor den Füßen weg. Was lob’ ich mir da den guten alten Bus: Da steigt man zwei-, maximal dreimal ein und gut ist.

Fabian Lichter

 Faxen im Büro

Aktenvernichter mit kombinierter Konfettikanone, und der Büroalltag wäre weniger trist.

Tobias Speckin

 Urbane Naturbeobachtung

Ich bin gerade fertig mit meinen Besorgungen und verlasse den Supermarkt. Direkt an der Türschwelle kommt mir eine fette Spinne entgegen, die zielstrebig in den Laden krabbelt. Ein Großeinkauf sollte es wohl nicht werden: Sie hatte kein Netz dabei.

Katharina Greve

 Luftnummer

Unter dem Gesichtspunkt der Luftreinhaltung habe ich meine Wohnung, basierend auf den Ergebnissen einer Nasa-Studie, mit Pflanzen bestückt, die besonders viel Sauerstoff produzieren und sogar bestimmte Giftstoffe, wie etwa Formaldehyd, aus der Luft filtern können sollen. Besonders gute Resultate werden der Grünlilie, oder Chlorophytum comosum, attestiert. Im Gartencenter wird sie sogar mit der Bezeichnung »Air Cleaner« auf dem Plastiktopf angepriesen. Bald wird die Luft in meinem Zuhause hoffentlich wieder so rein sein, daß ich ohne Mühe von der Haus- bis zur Balkontür werde sehen können. Blöd nur: Der Schnitt der Wohnung läßt das gar nicht zu!

Burkhard Niehues