Vom Fachmann für Kenner | März 2016


Neues aus der Haßküche

Halt’s Maultaschen

Kampfnudeln

Lügenpreßsack

Gulhaß

Wirsingdasvolkrouladen

Braunkohl

Tibor Rácskai

Preaching to the converted

Kennen Sie den Ausdruck »preaching to the converted«? Also sein Anliegen einem Publikum vorzutragen, das sowieso schon der eigenen Meinung ist. Das ist ja leider sehr verbreitet. Im traditionellen Kabarett mit seinen CSU-Witzen für Studienräte, aber auch in neueren Formaten wie der »Heute-Show« oder dem »Satiregipfel« wird meines Erachtens oft nur das bedient, was bei der breiten Mehrheit der Zuschauer ohnehin schon Konsens ist. Da findet keine Aufklärung statt, sondern es werden nur Erwartungen bestätigt, ohne Überraschungen, ohne hellen, schnellen Witz. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß diese Art von Satire eine große Veränderung im Bewußtsein der Rezipienten auslösen kann – wenn sie es denn überhaupt zu leisten vermag! Das aufklärerische Moment ist jedenfalls verschwindend gering, machen Sie sich da bitte keine Illusionen. Wenn immer nur der Erwartung der Zuschauer entsprochen, und – ob aus Bequemlichkeit oder Opportunismus – alles Provokative, den Geist Herausfordernde konsequent vermieden wird, dann kann nichts Neues entstehen. Menschen, die bereits von einer Sache überzeugt sind, noch einmal überzeugen zu wollen, ist so überflüssig wie albern. Verschwendete Energie, die auch sinnvoller eingesetzt werden könnte. Mir ist das Phänomen des »preaching to the converted« jedenfalls zutiefst suspekt. Meinen Standpunkt werde ich Ihnen bei Gelegenheit gerne einmal ausführlicher erläutern.

David Schuh

Über den Geschmack

Wenn Haribo Erwachsene ebenso froh macht, frage ich mich schon, warum es noch keine Jägermeister-Schnuller, Bier-Flaschen oder Haschkatzen gibt.

Jan Blum

Klingt besser

Wenn ich, vom Einkaufen zurückkommend, zu Hause bemerke, daß ich mal wieder vergessen habe, den bescheuerten Pfandbon an der Kasse einzulösen, ärgere ich mich neuerdings nicht mehr darüber, sondern stelle nur zufrieden fest, daß ich noch eine Forderung gegen den Rewe-Konzern innehabe. Das klingt gleich viel besser.

Burkhard Niehues

Home Entertainment Unplugged

In meiner Zweitwohnung verfüge ich weder über Internet noch über Fernsehen und habe dank der medialen Abstinenz ein ganz neues Interesse entdeckt: sehr früh schlafen gehen.

Leo Riegel

Umzugsstreß

Als ich meinen Eltern eröffnete, vom Bahnhofsviertel in eine gediegene Wohngegend zu ziehen, war ihre Erleichterung groß. Schwer hatte in den vergangenen Jahren die Sorge auf ihnen gelastet, ihr Junge aus gutem Hause könnte durch das verruchte Szenequartier in Kreise geraten sein, vor denen sie ihn zeitlebens gewarnt hatten. Noch während des Auszuges sahen sie sich mit ihren schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Voller Entsetzen mußten sie mitansehen, wie zwischen Umzugskartons und abgebauten Möbeln eine Prostituierte ungeniert um Freier warb, zwei Junkies vor meiner Wohnungstür mit neuem Stoff versorgt wurden und mir im Treppenhaus eine Gruppe Nordafrikaner Prügel androhte. Einerseits kann ich meine Eltern verstehen, daß sie daraufhin die Polizei riefen. Andererseits hätte ich mir ohne die Zuhälterei und den Drogenverkauf die neue Wohnung niemals leisten können.

Daniel Sibbe

Aufatmen

Habe vor kurzem bei einem guten Freund, dem ich bis dahin immer einen exzellenten Musikgeschmack attestiert hatte, ein Helene-Fischer-Album entdeckt und mir ehrlich Sorgen gemacht, daß er abrutscht und ich ihn für immer an die stets gemeinsam verachtete Schlagerszene verliere. Aber dann konnte ich aufatmen. Es handelte sich bei besagtem Album zum Glück um die wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe.

Volker Gahrmann

Kleine Kinder sind gar nicht niedlich

Sie tun nur so, weil sie genau wissen, daß man sie ganz einfach zusammenschlagen kann.

Christian Y. Schmidt

Wildschweinreflex, der

Dieser bezeichnet den von Verhaltensbiologen noch völlig unverstandenen, unbezwingbaren Impuls vieler Menschen, beim Anblick eines Wildschweins im Tierpark folgende Worte zu sagen: »Jetzt stell dir mal vor, wenn so einer im Wald auf dich zurennt.«

Robert von Cube

Hier spricht der Ober

Wer im Gasthaus sitzt, soll nicht mit Trinkgeld geizen.

Wilm Johann to Settel

Unbezahlbar

Das Gefühl, wenn man am FKK-Strand entlangläuft und sich nacheinander alle Penisse erheben, eine La-Ola-Welle beschreibend.

Linus Volkmann

Paßt schon

Daß von all den Online-Shoppern heutzutage auch nur ein einziger die Retoure-Option nutzt und sich also gegebenenfalls nochmals zur Post bequemt, das kann mir nun beim besten Willen keiner weismachen! Denn wie sonst wäre es zu erklären, daß plötzlich abscheuliche Trends wie die Dreiviertelhose oder umgeschlagene Hosenbeine zurück ans Tageslicht kommen?

Fabian Lichter

Nachteil der Genesung

Seitdem mein Bein nicht mehr gebrochen ist, vergesse ich ständig die Krücken in der U-Bahn.

Elias Hauck

Beim offiziellen Empfang

Eine junge Kollegin wird einem hohen Ministeriellen vorgestellt.

Er: »Gerhard mein Name, angenehm.«

Sie: »Ja, also ich bin die Sabine. Freut mich echt, daß wir hier gleich per du sind!«

Er: »Dr. Gerhard!«

Sebastian Sobota

An morgen denken

Es mag schon sein, daß eine Serie wie »The Walking Dead« uns einerseits abstumpft und der seelischen Vorbereitung auf das kommende Zeitalter der Barbarei dient sowie der mentalen Einübung jener Überlebenstechniken, die wir dann unvermeidlicherweise gegeneinander anzuwenden haben – aber andererseits ist es schon ziemlich seltsam, eine Folge der Serie zu schauen, während man gerade ein halbes Hähnchen ißt und dabei mit den Zähnen gründlich einen Schenkel zerpflückt. Mein Tip: Unbedingt mal ausprobieren! Unserer Zukunft zuliebe.

Mark-Stefan Tietze

Quissen

Überflüssiges Wissen, das nur für Antworten bei Ratespielen benötigt wird.

Tom Kronenberg

Music makes the people come together

Wie überrascht und freudig erregt war ich, als durch das geöffnete Fenster meines Zimmers leise die Klänge einer mir wohlbekannten, lieblichen Melodei ans Ohr drangen: Sollte es etwa in meiner direkten Nachbarschaft jemanden mit einem ähnlich erlesenen Musikgeschmack geben? Jemand, der als Gleichgesinnter, als Seelenverwandter gar gelten könnte? Die Antwort lautete selbstverständlich nein. Die Melodei kam nämlich dann doch nur aus dem MP3-Player in meiner Jackentasche.

Fabio Kühnemuth

One-Post-Wonder

Auch 40 Jahre nach seinem einen genialen Facebook-Post bekam er immer noch täglich Likes.

Teja Fischer

Frage der Antike

Warum wurden die Pyramiden eigentlich von den alten Ägyptern erbaut? Mit den jungen wäre es bestimmt schneller gegangen.

Arne Behrent

Faltenknigge

Gereifte Menschen mit »alte Haut« anzusprechen, ist reichlich rüde. Andererseits ist deren Haut den Werbeversprechen von Ü50-Hautcremes zum Trotz äußerst unstraff. Redete man also Senioren statt dessen mit »lockere Haut« an, täte man Freundlichkeit und Ehrlichkeit gleichermaßen Genüge.

Michael Höfler

Im Laden

»Guten Tag. Haben Sie Künstlerbedarf?«

»Ja…«

»Voilà – da bin ich!«

Theodor Treidler

Flora und Fauna

Wenn ich im Frühjahr mit der Säge in den Obstbäumen herumklettere, werden die Vögel deutlich zutraulicher. Sie akzeptieren mich als entfernt verwandt, eine aus den Fugen geratene Amsel vielleicht. Die mangelnden Flugeigenschaften und das lahme Von-Ast-zu-Ast-Gehangele sehen sie mir großzügig nach.

Miriam Wurster

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 22.05.:

    Hans Traxler zum Neunzigsten gratulieren u.a. die "Frankfurter Rundschau"
    und das "Neue Deutschland". Der "Stern" zeigt Werke aus der Sonderausstellung im Frankfurter Caricatura-Museum, und für HR2 Kultur liest der Autor aus seinem aktuellen Kindheitserinnerungs-Buch.

  • 21.05.:

    Torsten Gaitzsch schreibt in der Taz über die schwindende Prozessierlaune der Deutschen.

  • 20.05.:

    Im "Neuen Deutschland": Stefan Gärtner über zwei aktuelle Fälle sogenannter Lyrik.

  • 20.05.:

    Ferda Ataman empfiehlt auf "Spiegel online", seine Stimme bei der Europawahl "einer sympathischen Kleinpartei" zu geben, Zwinkersmiley.

  • 20.05.:

    Martin Sonneborn, MdEP, beantwortet dem "Standard" Entscheidungsfragen.

Titanic unterwegs
24.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.