Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2009


Ins Netz

Aus technischen Gründen mußte ich neulich mein WLAN umbenennen. Nach langem Überlegen – einerseits sollte der Name etwas hermachen, andererseits auch zu meinem Surfverhalten passen – heißt es jetzt »Bundeskriminalamt«.

Thomas Tonn

ÖPNV-Knigge

Die U-Bahn hält, ein Haufen Fahrgäste strömt in den Waggon, alle Plätze sind besetzt, einige Passagiere stehen. Nur eine 4er-Sitzgruppe bleibt bis auf einen älteren Herrn leer, der sich nuschelnd mit den Sitzen um sich herum unterhält. Jetzt stellt sich folgende Frage: Halten die anderen Fahrgäste einfach einen natürlichen Sicherheitsabstand zu einem leicht Irren – oder ist es ein Zeichen feinsinniger Höflichkeit, sich nicht auf unsichtbare Freunde zu setzen?

Katharina Greve

U-Book

Von E-Books halte ich nichts. Ich mag keine ernste Literatur.

Dominik Mauer

Jetzt mit allen Details!

Dieses moderne HDTV ist ja tatsächlich superscharf! Wenn man damit Pay-TV guckt, sieht man in den Gesichtern der Darstellerinnen nicht mehr einfach nur Sperma, man sieht die Samenfäden!

Nils Heinrich

Geburtshilfe

Bei versiertem Umgang mit dem Backofen könnte man aus einem gewöhnlichen Ei ein exquisites Stubenküken zaubern.

Sascha Dornhöfer

Das neue Leben der Anderen

Meine Nachbarin aus der Wohnung über mir und ich sehen uns selten, und dennoch nimmt man ja am Leben der anderen gelegentlich teil. Jedenfalls mußte ich mir unlängst, als ich die Hochschwangere im Treppenhaus traf, sehr auf die Zunge beißen, um sie nicht mit den Worten zu begrüßen: »Oh, Gratulation! Hat’s endlich geklappt…?«

Volker Surmann

Wirkungslos

Die neue Vodafone-Werbung mit dem Claim »Es ist deine Zeit« spricht mich überhaupt nicht an. Schließlich durfte ich mir diesen Spruch, mit meinem Vornamen vorangesetzt, vor 10 Jahren regelmäßig einmal die Woche als Ermahnung von meinem Kinderpsychologen anhören.

Christian Martin

Ein Schnippchen

Dem Sensenmann eins auswischen – einfach schon tot sein, wenn er kommt.

Björn Högsdal

Hauptstadtpädagogik

Dienstagmittag, U-Bahn-Station Kottbusser Tor in Berlin. Ein Kindergartenkind: »Gibt es ein Medikament dafür, daß die Ohren kleiner werden?« Die Erzieherin: »Ja, das heißt Messer.«

Maik Söhler

Gedanken zum Fest

Wenn silbernes Lametta auf dem Christbaum frischgefallenen Schnee symbolisiert, für was steht dann goldenes Lametta?

Matthias Gaebel

Vergleichende Werbung

Quarkzwerge enthalten viermal mehr Eisen und wichtige Vitamine als andere Fruchtgeschmacksprodukte. Das fördert den Aufbau gesunder Kinderknochen. Sehen Sie den Vergleich: Die Beine des linken Jungen brechen bereits beim ersten Hieb mit der Eisenstange. Der Junge rechts hatte über zehn Jahre nur Quarkzwerge als Pausenbrot. Bei ihm mußten wir drei Mal zuschlagen. Quarkzwerge – zum Wohl Ihrer Kinder!

Christian Ritter

Charterflug

Wenn ich eins nicht verstehe, dann gewisse Flugpassagiere. Direkt nach der Landung klatschen sie frenetisch Beifall, aber wenn mein Mann und ich uns von ihrer guten Stimmung anstecken lassen und den Piloten lautstark zu einer Zugabe auffordern, glotzen sie blöd.

Tanja Hötzle

Auf den Leib

Ich bin mir sicher, daß die Superreichen sich sogar ihre Krawatten maßschneidern lassen.

Christian Widder

Eine Schnurre

Neulich träumte mir, ich sei sehr groß und ginge über Land und wie eine Allegorie des Glücks leerte ich dabei ein riesiges Füllhorn, welches ich mit beiden Händen in großen Bögen ausschwang. Die guten Gaben flogen weit hinaus in Feld und Flur und es waren kleine pelzige Kugeln in vielerlei Farben. So erquickte ich die Erde. Als gerade die Sonne unterging, kam ich müde, doch zufrieden nach Hause, aß gut und kräftigend, und bevor ich mich niederlegte, entnahm ich noch rasch einer großen Tonne tausend kleine tapsige Kätzchen mit großen Augen, die allesamt herzwärmende Geräusche von sich gaben, und tat sie in meinen Katzenstreuer, um auch am nächsten Tag die Menschen ein bißchen glücklicher machen zu können.

Tibor Rácskai

Eschatologisches Fragment

Ich frage mich schon eine ganze Weile, ob die armen, verirrten Seelen, die im Jenseits für niedere Arbeiten zuständig sind, eigentlich die Redewendung »Naja, von irgendwas muß man ja tot sein« benutzen.

Alex Speh

Zweiter Bildungsweg

Wenn irgendwann niemand mehr meinen Comedykram haben will, dann sattle ich um und schreibe nur noch, was wirklich gebraucht wird. TAN-Listen.

Markus Hennig

Ausziehen, ausziehen

Da hatte ich es mir soeben mit meiner neuen weiblichen Bekanntschaft in verheißungsvoller Atmosphäre auf der heimischen Couch bequem gemacht, als aus der Wohnung unter uns heftiges Sexgestöhn drang, begleitet von vulgären Lustschreien. Was sich als amüsant oder sogar inspirierend hätte erweisen können, wirkte sich auf meine Libido kontraproduktiv, ja geradezu vernichtend aus. Folge: Die Luft war raus, es lief überhaupt nichts mehr, und meine Besucherin zog kurz danach von dannen. Das hat man nun davon, wenn man noch oben bei den Eltern im Haus wohnt.

Thorsten Mausehund

Suchste neues Hobby?

Bislang mußte man als passionierter Fußgänger seine Wut über unverschämte Falschparker stets runterschlucken; jetzt aber nicht mehr. Das Amtsgericht München hat gerade geurteilt: Wer sein Auto ordnungswidrig abstellt, zum Beispiel trotz absoluten Parkverbots mitten auf dem Bürgersteig, haftet für eventuell entstehende Schäden selbst. Weißte Bescheid.

Mark-Stefan Tietze

Haushaltstip

Alte Liebe rostet nicht, wenn man sie über Nacht in Cola einlegt.

Harald Mühlbeyer

Prävention

Leiden Kinder, die mit Playmobil spielen, später eigentlich seltener an Legosthenie?

Victoria Reith

Wo sonst?

In der »Ethik II«-Vorlesung meldet das Virenprogramm des Professoren-Laptops mitten in seine PowerPoint-Folien hinein, er habe einen Trojaner in einer .exe-Datei namens »Karte des alten Griechenland und des Römischen Reichs«. Manchmal ist die Welt noch in Ordnung: Nicht nur, daß solche Dateien herunterzuladen einem grauhaarigen Philosophen niemand verübeln wird, so eine Karte ist auch der würdige Aufenthaltsort für einen Trojaner.

Wolf Kantelhardt

Unfallursache

Der Vertreter der Unfallversicherung habe es genau wissen wollen, berichtet die Großmutter. Deshalb habe sie es ihm auch ganz klar gesagt: Sie habe den Nachbarn ausdrücklich gefragt, ob ihn die riesige Hecke störe, die auf ihrem Grundstück wachse. Der niederträchtige Kerl aber habe freundlich geantwortet »Überhaupt nicht, kein bißchen, find’ ich schön so«. So eine Frechheit sei von dieser Sorte Mensch aber zu erwarten gewesen. Natürlich habe sie ihrem Enkel danach sofort gesagt, daß das verhaßte Gewächs wegmüsse. Natürlich habe sie ihn auch zur Eile angetrieben, damit der dem Nachbarn unerträgliche Zustand beseitigt werde. Dann sei der Finger ihres Enkels beim Roden in die Schlinge geraten und abgerissen worden. Dieser Finger, schimpft die Großmutter, könnte noch heute an seinem Platz sein, wenn der Nachbar nur nicht so frech reagiert hätte. Schuld an dem Unfall sei also einzig der Nachbar. Von so einem, meint die Großmutter, lasse sie sich doch nicht ihre Gartengestaltung diktieren.

Ludger Fischer

Weltkriegsgewinner der Herzen

Hat Deutschland eigentlich schon einen Untertitel?

Andreas Schriewer

Geräuschkulisse

Im »Tal der Nachtigallen« auf Samos gibt es nur wenige Häuser. Vielleicht fürchten die Leute, sie könnten wegen des Trapsens nicht schlafen.

Uwe Geishendorf

Eskalation

Daß die Kochsendungen im deutschen Fernsehen immer aggressiver werden, erkennt man schon an ihren Titeln. Hießen sie früher noch »Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch«, »Essen wie Gott in Deutschland« oder schlicht »Alfredissimo«, so nennt man sie heute »Fast-Food-Duell«, »Küchenschlacht« oder »In Teufels Küche«. Wenn das so weitergeht, müssen wir uns wohl bald auf »Die Nachtischnazis« gefaßt machen, und natürlich auf »Tim Mälzer kocht Johann Lafer«.

Thea Unangst

Endlich Ruhe!

In meinem Abteil des Eurostar-Zuges von London King‘s Cross nach Brüssel Midi nervte mich bis eben eine hyperaktive und lautstarke Schulklasse. Gut, daß in der ersten Klasse Naomi Campbell mitfährt. Da habe ich die jetzt mal alle mit ihren Handykameras hingeschickt.

Emily Wood

Artungerecht

Flugenten aus Bodenhaltung.

Ronald Klemptner

Postwendend

»Was mache ich hier eigentlich? Ist das mein Leben?«, frage ich mich, während ich vor dem Fernseher hocke und mich durch das nächtliche Fernsehprogramm zappe. Ich bleibe hängen, als ich auf einem regionalen Sender sechs oder sieben Spatzen entdecke, die im Kreis sitzend einen in der Mitte befindlichen Haufen Hundescheiße betrachten. Keine weiteren Fragen.

Susanne Feldt

Nick

Ein Jahr vor dem Abitur besuchen ein paar französische Austauschschüler die Klasse meines Neffen. Einer seiner Freunde heißt Nick. Nun ist »niquer« im Französischen ein derber Ausdruck fürs Kopulieren. Innerhalb weniger Tage haben die Franzosen die wichtigsten deutschen Vokabeln gelernt. Nach ein paar Bier schaut einer der Jungs Nick versonnen an und fragt schließlich, wobei er eine Verbeugung andeutet: »Darf isch disch ’eißen Fick?« Seitdem hat der Angesprochene alle Mühe, einen wenig geliebten Spitznamen wieder loszuwerden.

Christof Goddemeier

Prämie

Wenn man sich für ein Abonnement der Zeit entscheidet, wird man dafür mit einer Uhr belohnt. Was darf denn dann der Leser des Hannoverschen Stadtmagazins Schädelspalter erwarten?

Margaux Jeanne Erdmann

Frommer Wunsch

Musiker, bedauerte ein Kollege, bekommen von ihrem Publikum ja entweder Lob oder gar nichts zu hören – die Verrisse werden hinter vorgehaltener Hand dem Sitznachbarn oder draußen vor der Tür den Begleitern mitgeteilt. Einige der Ausnahmen von dieser Regel verdienen es, der Nachwelt erhalten zu bleiben. Zuhörerin zum Klarinettisten, der im Jazz-Trio das einzige Melodieinstrument spielt: »Das Geflöte muß nicht sein.« Nach dem Konzert, in einer anderen Bar: »Wann löst ihr euch endlich auf? Ihr macht noch die ganze Stadt depressiv mit eurem Mist!« Mein vorläufiger Favorit: die Live-Aufnahme einer befreundeten Bluegrass-Band, auf der permanent zwei nörgelnde Damen zu hören sind, die dann in eine überraschende Musikpause hineinkommentieren: »Taub müßte man sein.«

Martin Quetsche

Ausgeglichen

Wer von Job und Lebenspartner gleichermaßen genervt ist, kann immerhin vor seinen Freunden mit einer perfekten Work-Life-Balance prahlen.

Tina Manske

Wege zum Erfolg

In Ludwigshafen am Rhein wurde ein alter Bunkerturm renoviert und ein durchaus ansehnliches Kulturcafé darin eröffnet. Mit der Auslastung gibt es noch Probleme. Jetzt braucht es viel Werbung und Mundpropaganda, bis der Laden mal richtig voll ist. Oder einen Krieg.

Tim Wolff

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Originell, Dieter Janecek (Grüne),

war Ihre Anfrage an die Bundesregierung, wie diese auf einen Erstkontakt mit Außerirdischen vorbereitet sei, natürlich nicht. Wie jeder Mensch weiß, landen Aliens bevorzugt in den USA, weil sie dort fetziger in den Medien abgefeiert werden. Für Deutschland bleiben dann nur die Extraterrestrischen übrig, die problemlos eine Partei wie die Grünen bevölkern können.

Den Erstkontakt gab es also längst, und sich auf grüne Männchen wie Sie, Janecek, vorzubereiten, ist so öde, dass man es nicht mal der Bundesregierung wünscht. Titanic

 Wunderbar hingegen, Universität Innsbruck,

ist, dass an Deinem Institut für Systematische Theologie ein Professor Palaver lehrt.

Lol in Tirol: Titanic

 Isabel Vollmer (Schauspiel)!

Im neuen Til-Schweiger-Film »Klassentreffen 1.0« lutschen Sie drehbuchbedingt an des Meisters Fingern und berichteten hinterher über den Dreh: »Es war lustig, denn später steckte ich auch meinen Finger in Til Schweigers Mund. Er konnte seine Regieanweisungen dann nur nuschelnd geben.«

Ach, interessant, das erklärt einiges. Nur nicht: Steckt Ihr Finger wirklich erst seit diesem Dreh da drin? Und wann nehmen Sie ihn endlich mal heraus?

Würdeingserträglchrmachnfür: Titanic

 Respekt, Julia Klöckner (CDU),

Respekt, Julia Klöckner (CDU),

wie Ihnen der Job als Landwirtschaftsministerin bereits nach wenigen Monaten in Mark und Bein übergegangen ist! Ja, man kann sagen, Sie haben schon ordentlich Stallgeruch. Der »Stern« konfrontierte Sie mit der rustikal formulierten Frage, »was Sie fühlen, wenn Sie in einen Schweinestall kommen, in dem die Tiere auf 0,75 Quadratmeter stehen und in der eigenen Scheiße liegen«. Bauernschlau konterten Sie: »Es gibt sehr unterschiedliche Ställe. Ich betrachte die Landwirtschaft differenziert ... Groß ist nicht gleich böse. Es gibt ganz kleine Betriebe, die ihre Tiere nicht artgerecht halten. Oder große, die sehr viel fürs Tierwohl tun ... Dort laufen Kühe frei herum, gehen selbstständig zum Melkroboter, ihr Gesundheitszustand wird ständig durch digitale Halsbänder überwacht.«

Und ist das nicht das perfekte Sinnbild für den Zustand aller Regierungsparteien? Die großen sind nicht zwangsläufig böse, stinken kann es überall, ehemalige Volksparteien dümpeln im Kot, Wähler werden nicht artgerecht zur Schlachtbank geführt – ach, sagen Sie: Was vermeldet Annegret Kramp-Karrenbauers Digitalhalsband gerade? Und schafft es Jens Spahn schon ganz allein zur Melkmaschine?

Muh! Titanic

 Noch was, Kretschmer!

»Es ist widerlich, wie Rechtsextreme im Netz Stimmung machen und zur Gewalt aufrufen. Wir lassen nicht zu, dass das Bild unseres Landes durch Chaoten beschädigt wird«, twitterten Sie, nachdem der Nazimob durch Chemnitz gefegt war. Machen Sie sich da mal keine Sorgen: Das Bild, das wir von dem Land haben, für das Chaoten wie Sie verantwortlich zeichnen, kann gar nicht mehr beschädigt werden.

Ihre Sachsen-Basher von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Comicidee

Das Ermittlerduo »Die Algorith-Men« ist immer da, wo am wahrscheinlichsten was passiert.

Johannes Floehr

 Tragik

Seit ich meine Therapeutin geghostet habe, fürchte ich, ihr irgendwann einmal über den Weg zu laufen und mich dann erklären zu müssen. Diese Angst ist inzwischen so groß, dass ich mich kaum mehr auf die Straße traue, Menschen meide, eine regelrechte Sozialphobie entwickelt habe. Nun bräuchte ich eine neue Therapie – aber woher weiß ich, dass ein anderer Psychologe mich nicht verpetzen würde? Die stecken doch alle unter einer Decke!

Valentin Witt

 Perspektivwechsel

»Du machst ’ne Kur«, ruft mir mein Nachbar zu, als er mich, gerade vom Einkaufen zurückkommend, vor meiner Wohnung antrifft. »Nein«, sage ich, »ich schließe die Tür auf.« »Also gut«, korrigiert er sich: »Du gehst in Kur.« Woraufhin ich – wahrheitsgemäß – antworte: »Nein, ich fahre mit dem Zug.« Daraufhin er: »Du bist echt anstrengend.« Aus dieser Perspektive hatte ich das noch gar nicht betrachtet: dass man Leute zur Kur schickt, damit sie ihren Mitmenschen mal eine Zeitlang nicht auf den Keks gehen.

Burkhard Niehues

 Ein Gutes

hat die Zerstörung der Umwelt ja auch: Sie beschenkt die Poesie mit neuen Bildern. Zum Beispiel: »Die Latte Macchiato hatte den zarten Braunton eines komplett verbrannten Rasens.« Oder: »Der Boden vibrierte wie hundert SUVs morgens um halb acht vor der Grundschule.« Oder auch: »Der Ozean strich sanft über den Sandstrand wie mit Plastikhandschuhen.«

Theobald Fuchs

 Verlorene Generation

Kürzlich habe ich mit unserer neunzehnjährigen Praktikantin über Musik diskutiert. Als alter Grunge-Liebhaber fragte ich natürlich, ob sie Soundgarden kenne. Sie meinte nur, sie sei mit Spotify total zufrieden.

Ringo Trutschke

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 20.10.:

    Die "Morgenpost" rezensiert Christian Y. Schmidts Erinnerungsroman "Der letzte Huelsenbeck".

  • 16.10.:

    Jetzt.de schildert Impressionen vom CSU-Trauermarsch, und die Taz schreibt über Buchmessenaktionen gegen Rechts, u.a. von TITANIC.

  • 16.10.:

    Über den TITANIC-Trauermarsch für die CSU berichten die Münchner "Abendzeitung" und der Radiosender AFK M94.5.

  • 11.10.:

    Stern.de berichtet über einen "geköpften Söder" und recherchiert, was die PARTEI damit zu tun hat.

  • 09.10.:

    Martin Sonneborn erklärt "Vice", warum die CSU-Spitze "das Maul halten" soll.

Titanic unterwegs
23.10.2018 Suhl, CCS Kulturkeller Vampir Max Goldt
24.10.2018 Jena, Volksbad Max Goldt
25.10.2018 Berlin, Raumerweiterungshalle Christian Y. Schmidt
30.10.2018 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner