Vom Fachmann für Kenner | September 2007


Mißtrauische Siegermacht

Neulich beim Berlinbesuch, Kneipe in der Oranienburger Straße, Nebentisch.

Amerikanischer Gast (erkennbar am starken Akzent): »Ein Mineralwasser, bitte.«

Deutsche Bedienung: »Mit oder ohne Gas?«

Amerikanischer Gast (nach kurzer Denkpause): »Lieber ohne – euch Krauts traue ich nicht.«

Thorsten Mausehund

Hufschlag

Ganz genau erinnert sich die Großmutter, daß es nicht Friesen gewesen seien, die der Verstorbene gezüchtet habe, sondern Schleswiger Kaltblutpferde. Mit ihnen sei er seinerzeit bis nach Rußland gefahren und mit den meisten von ihnen auch heil wieder zurückgekehrt. Erst bei seiner Beerdigung habe sich jener Vorfall ereignet, bei dem ein zum Spalier aufgestelltes Pferd gestiegen sei und seiner Halterin Gesicht und Brustbein zertreten habe. Diese Frau, von der es immer heiße, sie sei bei der Beerdigung gestorben, lebe aber immer noch, da ist sich die Großmutter ganz sicher. Seit diesem Unfall sei sie allerdings völlig entstellt, und außerdem habe sie sie auch vorher kaum gekannt.

Ludger Fischer

Vom Wesen der Kühe (2)

Jedes Landkind weiß: Kühe sind sehr neugierige Tiere. Jeder Spaziergänger, der schon mal eine Kuhweide passiert hat, wird die Erfahrung gemacht haben, daß ihn mindestens eine Kuh den gesamten Weg lang verfolgte. Mit anderen Worten: Kühe sind die Stalker unter den Nutztieren.

Volker Surmann

Freiwillig

Vertrauen ist gut – solange der Mann nicht der Frau vertraut. Diese Erkenntnis gewann ich nach mehreren Gerichtsprozessen, die ich in letzter Zeit mitverfolgte. Da wanderten Männer in den Knast, weil ihren Ex-Partnerinnen nach Jahren eingefallen war, daß die eine oder andere Zärtlichkeit wohl doch nicht so ganz freiwillig gewesen war. Ich zog daraus meine Konsequenzen und formulierte ein Schreiben: »Hiermit bestätigt Frau X., daß sie am (Datum) in (Ort) mit Herrn S. vollkommen freiwillig ins Bett gegangen ist.« Diesen Schrieb lege ich den Mädels in den entsprechenden Situationen jetzt immer vor. Aber glauben Sie, daß auch nur eine bisher unterschrieben hat? Nix! Keine einzige! Noch Fragen, was die »Ehrlichkeit« der Frauen betrifft?

Christian Schroeder

Hervorragend gelesen

Unlängst begab es sich, daß ich im Prospekt eines Verlags für Audioprodukte herumblätterte und Headlines und Fettgedrucktes überflog: »Katharina Wackernagel liest Karen Duve«, »Katharina Schüttler liest Jenny Erpenbeck«, »Inga Busch liest Franziska Gerstenberg«, »Cosma Shiva Hagen liest Juli Zeh«, »Hugo Egon Balder liest hervorragend«. Kurz schämte ich mich einer weiteren, frisch enttarnten Wissens­lücke, ließ es aber recht rasch wieder bleiben.

Thomas Schaefer

Ein-Mann-Armee

Ein Blick in den Spiegel offenbart, daß der Begriff »Sportskanone«, auf mich angewandt, weit untertrieben ist. Vielmehr gleiche ich einem »Sportspanzer«, wenn nicht gar einem »Sportsflugzeugträger«. Wenn ich weiter trainiere in meiner Königsdisziplin, dem einarmigen Reißen in der Halbliterklasse, bringe ich es sogar zum »Sportstodesstern«, nehmt euch in acht, prost!

Thomas Tonn

Noch mal Literaturgeschichte

J.R.R. Tolkien war der einzige Schriftsteller, der seinen Hobbit zum Beruf machte.

Thea Unangst

Live dabei

Es ist soo geil! Die neue Technik ermöglicht es jetzt, ganze Reportagen komplett im Handy zu schreiben :) :) :)! Vorteil: Man ist nicht mehr an den Schreib- oder Kaffeehaustisch gefesselt, sondern kann raus ins pralle Leben gehen, z.B. samstags kurz vor Ladenschluß in die Bäckerei, und fragen: »Was ist denn das für ein Brot?« Und gleichzeitig alles mittippen, z.B., daß die Verkäuferin mißvergnügt antwortet: »Das ist eines unserer Biobrote… mit Kirschenkernen.«

Nachteil aber: Wenn sich die Ereignisse überschlagen und man verdutzt nachfragt: »Echt? Mit Kirschenkernen?« und die Verkäuferin ihre Augen verdreht und antwortet: »Nein, mit CASHEWKERNEN!!«, dann kommt man mit dem Tippen nicht mehr nach, hört sich überfordert »Okay, nehm ich« sagen und steht dann draußen vor der Tür, mit einem superteuren Brot, das man gar nicht mag. Und hinter einem wird abgeschlossen :( :( :( !

Mark-Stefan Tietze

Gut versichert

Neulich rief mich mein Versicherungsvertreter an. Ich solle doch unbedingt eine Überspannungsversicherung abschließen, falls ein Blitz einschlägt, wegen dem Computer und so: Seinem Sohn sei da vor kurzem der ganze Rechner flötengegangen. Vor zwei Jahren sollte ich bei ihm unbedingt eine Glasversicherung abschließen: Ein umstürzender Baum habe die Terrassentüren seiner Nichte zerlegt. Letztes Jahr war es eine Unfallversicherung: Seinem Cousin seien gerade beide Arme abgerissen worden. Die Verwandten meines Versicherungsvertreters leben wirklich gefährlich. Nur gut, daß sie einen Fachmann in der Familie haben.

Katharina Greve

Geschichten aus 1001 Nacht

Auf der Rückfahrt vom Theater sitze ich in der U-Bahn, wo drei türkische Mädels, dritte Generation, im knappsten Outfit, das mir jemals vor die Augen gekommen ist, den ganzen Wagen unterhalten. Die kleinste zieht sich jedes Mal, wenn der Zug hält, die Lippen nach. »Als ich zwölf war, hab ich mir die Achseln und Beine rasiert«, läßt sich die zweite vernehmen, »und mit vierzehn die Muschi.«

Dann doch lieber Kopftuch.

Fanny Müller

Kindlicher Konservatismus

Bereits als Kind verfügte ich über umfangreiches Wissen in politischen Fragen. Meine hervorragenden politischen Kenntnisse waren nicht zuletzt meinem ausgeprägten Interesse für das Medium Fernsehen geschuldet. Am liebsten und regelmäßig sah ich die Tagesschau. Ich erinnere mich noch genau daran, daß ich lange Zeit davon überzeugt war, daß der dicke Tagesschausprecher Werner Veigel und der dicke Bundeskanzler Helmut Kohl ein und dieselbe Person seien. Ich dachte, es sei Aufgabe des Bundeskanzlers, sein ihm ergebenes Volk über die neuesten Geschehnisse aus dem In- und Ausland in Kenntnis zu setzen. Eine Sache irritierte mich jedoch, und als die Irritationen zur Qual wurden, fragte ich meine Eltern: »Warum sagt der denn immer Bundeskanzler Kohl und nicht ich

Schon wenig später drängte sich mir eine neue, weitaus bedeutendere Frage auf, denn ich mußte feststellen, daß das Volk seinem Kanzler gar nicht so ergeben war, wie ich dachte. Im Gegenteil: Allerorten wurde schlecht über ihn geredet, keiner schien ihn zu mögen. Aber warum? Uns ging es doch gut. Mir jedenfalls ging es gut. Ich wollte keinen anderen Kanzler, ich mochte Kohl.

Nun, all dies fiel mir wieder ein, als ich vor einiger Zeit via TV Zeuge werden durfte, wie Kinder im Kontext irgendeines Kinderwahlrechtsquatsches von einer Frau mit Mikrofon dazu gezwungen wurden, auf ihre Frage »Na, und wen würdest du denn wählen?« zu reagieren. Ein schüchterner Junge sagte mit sehr leiser Stimme: »Ach, ich will, daß alles so bleibt, wie es ist.« Ich verstand den Jungen so gut.

Peer Schneider

Geschmacklos, aber wahr:

Wenn die Deutschen ihren letzten Weltkrieg gewonnen hätten, wäre ihr Führer Adolf Hitler neben vielem anderen als großer Sozialreformer in die Geschichte eingegangen, denn er hätte ja die Slawerei abgeschafft.

Stefan Gärtner

Überprüftes Sprichwort

Wer anderen eine Grube gräbt, der fällt gar nicht selbst hinein, sondern sitzt nebenan im Bauwagen, trinkt ein Bier und hat bloß »vergessen«, ein Umleitungsschild aufzustellen.

Tibor Rácskai

Siehe Anhang

Es ist allgemein bekannt, daß bei schätzungsweise der Hälfte aller E-Mails, an die ein Attachment angefügt werden soll, dieses vergessen wird und man eine peinliche »Jetzt aber mit Attachment!«-Mail hinterherschicken muß. Mir aber kam die Idee: Warum nicht einfach die Mail-Programme so umprogrammieren, daß sie vor dem Absenden jeder Mail fragen: »Haben Sie auch an das Attachment gedacht?« Ein gleichwohl einfacher wie auch praktikabler Einfall, dachte ich, den mußt du dir patentieren lassen, dann hast du für die Zukunft ausgesorgt. Gesagt, getan. Keine zwei Wochen später kam eine Mail vom Deutschen Patentamt in München: Sie hätten in meiner Mail den Anhang mit dem angekündigten patentierungswürdigen Vorschlag nicht finden können.

Ich mag es nicht, wenn Ämter sarkastisch werden.

Peter Alberts

Aus dem Tagebuch eines Bungee-Jumpers

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

hhhhhhhhhhhhhhh!!!

AAAAAAAAAAAAAAAAAAA

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!

Niko Burger

In der U-Bahn

Das gleichförmige Rattern der U-Bahn. Dunkle Tunnelwände. Langsam fallen die Augen zu. Da – plötzlich – ertönt diese nasale Stimme: »Sehr verehrte Damen und Herren, entschuldigen Sie bitte die Störung! Der Herr mit den fauligen Zähnen hier heißt Horst, und mein Name ist Robi. Ich bin arbeitsloser Sozialarbeiter und habe auf Ein-Euro-Basis die Einzelfallbetreuung von Horst übernommen, um Ihnen in Zukunft an seiner Statt die Obdachlosenzeitung ›Die Stütze‹ zu verkaufen. Dies steigert Horsts Umsatz und verbessert Ihren Fahrkomfort. Leider mußte der Preis der Zeitung dafür angehoben werden. Sie kostet nun glatte 5 Euro, wovon ein Euro an Horst geht, ein Euro an die Redaktion, ein Euro an mich und zwei Euro an den privaten Arbeitsvermittler, der mich im Auftrag des Job-Centers hierher vermittelt hat.«

Und beim Aussteigen dann diese Unsicherheit, ob es wirklich ein Traum war…

Markus Liske

Brüder im Geiste

Heinrich Mann ist der Ralf Schumacher der Literaturgeschichte.

Kajo Strauch

SMS-Terror

Falls sich jemand fragen sollte, ob das neue iPhone von Apple auch SMS-Botschaften versenden kann: Es kann, sehr gut sogar – bis zu 50 am Tag. Im Grunde habe ich auch gar nicht daran gezweifelt, sah mich aber trotzdem veranlaßt, dies an einem der ausgestellten iPhones im New Yorker Ap­ple Store zu testen. Ich hätte jedoch die Nummer meiner Frau aus dem Gerät löschen sollen, nachdem ich ihr einen kurzen Gruß gesendet hatte. Am Anfang fanden wir die zahllosen SMS irgendwelcher New Yorker und vor allem Touristen noch lustig, jetzt ist es aber nur noch lästig. Daß der Apple Store 24 Stunden am Tag geöffnet hat, hilft auch nicht gerade. Ich habe zudem die Vermutung, daß meine Frau mit einem spanischen Touristen eine SMS-Affäre angefangen hat. Sie behauptet allerdings, nur ihr schriftliches Spanisch trainieren zu wollen.

Felix Waldthausen

Maß und Einheit

Meine chemische Lieblingsmaßeinheit bezeichnet die Konzentration von Metall­ionen im Wasser und nennt sich »deutsche ­Härte«. Zwar kennen die Chemiker auch noch die »französische Härte« – aber die kann unmöglich hart genug sein.

Leo Fischer

Beim Spaziergang

An einem kleinen Spielplatz im malerischen Örtchen Frankenthal hat die Dorfjugend hier (Rutsche) und da (Wippe) einige Gedanken notiert:

»Lesbem-WG!«

»Goofy du Flach-Wixxa«

»Du kannst Blasen, während ich auf Klo sitz und scheiß Nutte!«

Wahrscheinlich sind sie verliebt. Romantische Jugendzeit!

Dirk Warnke

Paradox

Ich verstehe nicht, warum die Angst vor Selbstmordattentätern steigt. Die werden doch ständig weniger.

Jonas Haas

Wenn‘s nicht mehr geht

Für alle, die schon öfter vergeblich versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich meines Erachtens die ultimative Methode gefunden: Einfach den langjährig geliebten Partner durch rüdes Verhalten dauerhaft in die Arme eines anderen treiben und kraft des Liebesleids den Nikotinhunger ganz lässig und müde lächelnd wegstecken.

Klaus Weidenbrücher

Original und Fälschung

Markenpiraten sind wenigstens ehrlich. Die lassen zwar auch in fiesen fernöstlichen Sweatshops billigen Ramsch zusammenstückeln; während aber die hippen Klamottenfirmen dessen Marktwert ungefähr verhundertfachen, indem sie ihr Logo draufbügeln, verkloppen die Markenpiraten das Zeug später für nur unwesentlich mehr, als es auch wert ist.

Sebastian Mecklenburg

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sie, Oliver Bäte,

Ihres Zeichens Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, erklärten im »Zeit«-Interview: »Für mich ist Gerechtigkeit ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.«

Und das, Bäte, ist eben die Crux mit dem Marxismus. Was Gerechtigkeit ist, erfahren Sie und Ihre Millionärsfreunde immer erst nach der Revolution. Dann aber sehr gut verständlich und gewissermaßen am eigenen Leib.

Kann es kaum erwarten: Titanic

 Klopf-klopf, Sting!

Klopf-klopf, Sting!

Wie wir aus dem »Spiegel« erfahren durften, sind Ihnen die Ideen zu Ihren bekanntesten Songs im Hotelzimmer gekommen. In der Langeweile einer Münchner Absteige entstand etwa »Walking Round the Room«, aus dem sich später das Lied »Walking on the Moon« entwickelte. Und ein anderes Mal pfiff Ihnen ein Fensterputzer die Melodie zu »Roxanne« direkt in die Herberge. Die Entstehungsgeschichten Ihrer übrigen Hits kennen wir zwar nicht, aber bei genauerem Blick scheinen die ebenfalls im Hotel entstanden zu sein: Die Idee zu »Don’t Stand so Close to Me« ist doch sicherlich am Frühstücksbuffet oder Pissoir gediehen. Und hier: »Message in a Bottle«, »Six Pack« und »De Do Do Do, De Da Da Da« beschreiben ja eindrücklich die drei Stufen vom Öffnen der Minibar über das Nachschubholen bis hin zum wohlverdienten Delirium.

Auch bei den drei Songs »So Lonely«, »Secret Journey« und »Every Little Thing She Does Is Magic« lässt sich ein kausaler Zusammenhang erkennen, aber diese Zimmertür lassen wir dann doch lieber geschlossen!

Weiterhin gute Reise Titanic

 Sorry, Librero Verlag,

aber Deine Bände »Mathematik«/»Kunst«/»Wirtschaft in 30 Sekunden« haben wir im Laden statt zu kaufen einfach schnell weggelesen!

Arbeitet jetzt an einem Geschenkbuch »Sparen in 30 Sekunden«: Titanic

 Nachdem Du, Weltgeist,

es uns schon im Sommer gehörig besorgt hast (vgl. TITANIC 7/18, 8/18), gibst Du Dir zum Jahresende noch einmal richtig Mühe und stupst unsere Nasen sowohl auf den Göttinger Augenarzt Prof. Hoerauf als auch die Lübecker Zahnärztin Dr. Stein-Ziehfreund! Und dass wir in einem Artikel auf Sueddeutsche.de meinten gelesen zu haben, Amazon sei »inzwischen der größte Sklaventreiber der Welt«, wo tatsächlich nur vom größten »Serverbetreiber« die Rede war: das ging doch auf Dein Konto, oder?

Dafür danke und auf ein fruchtbares 2019: Titanic

 Schnurrbartträger Hannes Schrader!

Sie sind Redakteur für »Zeit Campus online«, das junge, hippe, aber nicht zu junge und zu hippe Junge-Leute-Ressort von »Zeit online«, zu dessen Anforderungsprofil Sie gerade so schicksalhaft passen wie Ihr Gesicht in Ihr Gesicht.

Neulich schimpften Sie Ihre Altersgenossen einmal kräftig, aber nicht zu kräftig, weil sie es nämlich verdienen. »Die Kürbissuppe ist das suppengewordene Ikea-Wandbild«, schrieben Sie. Ein mutiger, aber nicht zu mutiger Vergleich. Liegt Ihnen! »Sie ist die Times New Roman der Amateurküche«, aha, auch nicht schlecht, »eine Ausrede in Form eines Abendessens.« Lecker! Geht da noch was? »Sie ist das Bananenbrot der Hauptgerichte.« Donnerwetter! »Denn durch die AfD mag in Deutschland der Diskurs verrohen – aber durch Kürbissuppe verroht die deutsche Esskultur.«

Und so etwas lernt man auf einer Journalistenschule, ja? Oder im Debattierclub? An der Supermarktkasse? Schrader, Sie Musterstück eines wandelnden Generationenportraits!

Und natürlich tragen Sie in Ihrem ausgehöhlten Inneren auch eine große »Portion« Melancholie mit sich herum und räumen daher ein: »Zugegeben, auch ich habe Kürbissuppe schon unwidersprochen gegessen. Einmal hätte ich sie sogar fast selbst zubereitet, die Zeit war knapp und der große Suppentopf sauber.« Ist ja nicht wahr! Aber dann? »Doch ich besann mich, schnitt«, wenn schon nichts Lebenswichtiges auf, so immerhin »den Hokkaido in Scheiben, benetzte ihn mit Olivenöl, Zimt, Salz und Pfeffer und schob ihn in den Ofen. Er schmeckte wunderbar, beträufelt mit kühlem Joghurt und ein wenig scharfer Sauce. Leider bin ich die Ausnahme.« Glauben Sie uns: Leider sind Sie gerade das am wenigsten.

Und wir meinen damit nicht den Kürbis. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Stimmt!

Ich kann mich noch gut an den Satz aus meiner Jugend erinnern: »Du wirst noch mal an die Worte deiner Mutter denken.« Nur worum es ging, weiß ich leider nicht mehr.

Markus Berger

 In unserer hektischen Zeit …

ist es wirklich gut, einfach mal anzuhalten, stehenzubleiben, die Welt Welt sein zu lassen, achtsam in sich hineinzuhorchen und ein paar köstliche Sekunden nur mit sich allein zu genießen – ABER NICHT GENAU IN DER SUPERMARKTTÜR, DU BLÖDE DUMPFKUH!!!

Katharina Greve

 Jauch

Günther Jauch ist noch nie mit dem Regionalexpress gefahren, aber er wüsste, wie es geht, und das ist für mich der Zauber, der diesen Mann so besonders macht.

Johannes Floehr

 Neues »Häkchen« auf WhatsApp

»Hat deine Nachricht bereits gelesen, will aber noch nicht, dass du es weißt.«

Teja Fischer

 Neuland betreten

Ich fahre zum Shoppen jetzt immer nach Berlin. Dort ist das Internet einfach besser.

Dominik Wachsmann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
17.01.2019 Oberhausen, Ebertbad Max Goldt
17.01.2019 Hamburg, Hafenklang Paula Irmschler mit Jens Friebe
18.01.2019 Köln, Comedia Max Goldt
19.01.2019 Leverkusen, Scala Max Goldt