Und daß Du, Spezialklinik Dr. Schlemmer in Bad Tölz,

unter anderem Eßstörungen behandelst, macht direkt Appetit auf mehr: Titanic

O là là, ZDF-Anchorman Claus Kleber!

Für die »Welt am Sonntag« sind Sie einen Monat lang hocherregt in einem Elektroauto herumgesurrt und haben den Fahrbericht schließlich unter dem Titel »Meine Affäre mit Tesla« zu Papier gebracht. Ihre Spitzenidee für den Text: das Chauvi-Bild vom automobilen Gefährt als anschmiegsamer Gefährtin so schwiemelig, abstoßend und unzeitgemäß wie nur irgend möglich auszuwalzen. Diesen Riemen ziehen Sie tatsächlich vom Anfang (»Sofort erwischt mich die Leidenschaft von neuem«) bis zum Ende (»Nicht nur Tesla ist reifer geworden«) fernsehtauglich durch. So prahlen Sie mit den Umständen Ihres Kennenlernens: »Wir begegnen uns auf dem Parkplatz eines Autobahnhotels in der Nähe des Wiesbadener Kreuzes.« Und verschweigen auch nicht, daß jede Affäre ihren Preis hat: »Mich kostet dieser Monat … bei einem Anbieter im Raum Frankfurt 3500 Euro.« Zwischendurch erinnern Sie sich an eine Testfahrt mit einem früheren Modell, »als Tesla noch ein pubertierender Teenager im Flegelalter war, mit großen Sprüchen und noch größeren Problemen«. Mittlerweile vermelden Sie jedoch: »Dieses Mal sitze ich am Steuer und kontrolliere mit sanfter Berührung des Bildschirms das Temperament der Schönheit.« Weshalb Sie denn auch resümieren können: »Es ist wie beim ersten Mal, nur eleganter«, was vermutlich darin begsründet ist, zwinker zwinker, »daß Tesla den Nahbereich im Griff hat«.

Mit anderen Worten, Herr Kleber: Einfach schade, daß Tesla nicht – wie andernorts schon geschehen – unter Ihrem Hintern explodiert ist!

Zum Totalschaden gratuliert dennoch: Titanic

Liedermacher Reinhard Mey (74)!

Angesichts Ihrer anstehenden Tournee räumten Sie ein, von Vergeßlichkeit geplagt zu sein und sich Ihre eigenen Songs nicht merken zu können: »Wenn ich ein Lied geschrieben habe, weiß ich nach zwei Tagen nicht mehr, wie der Text genau lautet, in einer Woche weiß ich nicht mehr, wovon es handelte. Und nach einem Monat weiß ich nicht mehr, daß ich es geschrieben habe.« Da es bis zu Ihren Konzerten im Herbst noch etwas hin ist, fragen wir uns, welche Hits das Publikum dann laut Bühnensetlist (DIN A4-Blatt, weiß, unbeschrieben) nicht zu hören bekommen wird: »Don’t Speak«, »Hush«, »The Sound of Silence« oder »Stille Nacht«? Wie, die sind alle gar nicht von Ihnen? Wissen Sie’s?

Stummer Gruß von Dings

Als wir, »Zeit online«,

neulich abgehetzt ins Büro kamen und nur kurz sehen wollten, was auf Facebook los ist, poppte eine Mitteilung von Dir auf. »Was ist Streß?« stand dort, und darüber: »›Zeit online‹ ist jetzt live«. Um Deine Frage zu beantworten: Genau das ist Streß!

Schon längst ganz woanders: Titanic

Klaus Gehrig, Chef von Lidl und Kaufland!

Vom »Spiegel« gefragt, ob nach dem für alle Mitarbeiter der Schwarz-Gruppe im letzten Jahr eingeführten Duzen nun auch Lidl-Gründer Dieter Schwarz von allen geduzt werde, antworteten Sie: »Nein, nur von uns«, und als das Magazin nachhakte: »Also vom Vorstand?«, stellten Sie klar: »Nein, von mir und meiner Frau. Er hat uns vor etwa einem halben Jahr das Du angeboten, kurz nach meinem 40. Dienstjubiläum.«

Donnerwetter, Gehrig, nach so langer Zeit und exklusiv für Sie und Ihre Gattin! Na, dann war es ja wohl, diesen naheliegenden Scherz mögen Sie uns zubilligen, ein Sonderangebot, was?

Buckeln lohnt sich, meint Titanic

Du, Zweirad Feld,

erleichterst potentiellen Kunden in einer Werbeanzeige die Qual der Wahl: »Welches Fahrrad paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Rad nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende ein Trekkingbike, Cityrad oder Mountainbike wird.«

Toll! Wunderbar! Nachahmenswert! Und so warten wir bereits gespannt auf Werbetexte à la »Welches Paar Schuhe paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Paar Schuhe nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende Lederslipper, Springerstiefel oder Ballerinas werden.«

Paßt schon: Titanic

Bild.de-Kommentatorin Christiane Hoffmann!

»Laßt Sarah Lombardi endlich in Ruhe!« forderten Sie am 27.4., nachdem ein Tag zuvor die Noch-Ehefrau des Ex-DSDS-Siegers Pietro Lombardi ein gemeinsames Foto mit ihrem neuen Freund veröffentlicht hatte, und empörten sich: »Ich habe gerade eine gute Stunde verbracht mit dem Lesen von Kommentaren, die nicht mich betreffen, sondern das TV-Sternchen Sarah Lombardi (24). Ich verspüre Übelkeit, Wut und Unverständnis. Was läuft in den Hirnen der Hater falsch? Warum kümmern sie sich nicht um ihren eigenen Mist, sondern bewerfen Menschen, die sie nicht kennen mit Schimpf und Scheiße?«

Bravo, Frau Hoffmann, für dieses längst überfällige Statement! Denn treffender läßt sich nach den ungezählten Bild.de-Schlagzeilen der letzten Monate wie »Betrügt Sarah Lombardi ihren Pietro?«, »Die pikanten Fotos von Sarah Lombardi«, »Belegen SMS-Protokolle Sarahs Seitensprung?«, »Böser Streit von Sarah & Pietro – DAS VIDEO!«, »Hat Sarah Pietro eiskalt reingelegt?« oder »Stimmt der Spruch: Einmal Betrüger, immer Betrüger?« die immanente Bigotterie Ihres mit Schimpf und Scheiße nur so um sich werfenden Haßblattes nicht in Worte kleiden.

Verspürt Übelkeit, Wut und Unverständnis: Titanic

Aha, aha, Wolfgang Bosbach!

Daß die CDU in Wahljahren mit kräftigem Identitäterä die fremdenfeindliche Klientel umwirbt, um so mehr, seit die AfD erfolgreich den rechten Rand abfischt, ist ja nichts Neues. Daher überraschte es auch nicht, daß Sie Thomas de Maizières durchsichtigen Leitkultur-Vorstoß unterstützten und meinten, diese solle nicht etwa »ausgrenzen, sondern einladen«. Wie aber muß man sich so eine Einladung im Hause Bosbach vorstellen? Gäste, die nicht Deutsch können, müssen zuvor einen Integrationskurs besuchen? Wer das Deutschlandlied nicht fehlerfrei rezitieren kann, darf nicht ans kalte Buffet? Und wer ein Kopftuch trägt, muß nach der Party aufwischen?

Hat heute eh schon was Besseres vor: Titanic

Yo, Samy Deluxe!

Bisher seien Sie bekennender Nichtwähler gewesen, doch das, so sagten Sie im Gespräch mit der »Hannoverschen Allgemeinen«, würden Sie jetzt, beim Blick auf die USA, in Frage stellen: »…wenn ich sehe, wie kraß es doch werden kann, bringt mich das schon zum Nachdenken. Ich meine, das kann man sich in Deutschland irgendwie nicht vorstellen, daß da so ein trumpesker Mensch Bundeskanzler wird, weil es ja doch ein intellektuelles Land ist im Gegensatz zu Amerika.«

Genau; schließlich ist hinlänglich bekannt, daß Amerikaner hauptsächlich Burger essen und fernsehen, während man im vergeistigten Deutschland beständig an kulturellen Höchstleistungen feilt. Eben ganz so wie Sie einst mit den Zeilen: »Und wir haben kein’ Nationalstolz / und das alles bloß wegen Adolf / ja toll, schöne Scheiße / der Typ war doch eigentlich ’n Österreicher«. Na ja, genauer betrachtet schon ein bißchen platt. Eigentlich regelrecht trumpesk, oder wie sehen Sie das?

Fragt Titanic

Dagrun Hintze!

Über die Wirkmacht Ihres Buches »Ballbesitz – Frauen, Männer und Fußball« erklärten Sie: »Was mich sehr freut, ist, daß sich viele meiner fußballfernen Freundinnen mit dem Buch beschäftigen und feststellen, daß der Fußball vielleicht doch ein Feld sein könnte, mit dem man sich mal ernsthaft auseinandersetzen sollte. Im besten Fall führt das dazu, daß sie in Zukunft keine Knalltüten-Kommentare mehr abgeben, wenn sie bei einer EM oder WM vor meinem Fernseher sitzen.«

Was aber ist mit Sätzen von Ihnen wie diesen hier zu einem Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund: »Diese Paarung ist ja quasi der Shakespeare unter den Pokalspielen, ein echter Klassiker und wahnsinnig aufgeladen, auch durch die besondere Situation, in der sich der BVB gerade befindet. Und mein schwarz-gelbes Herz und ich wollen da auf gar keinen Fall eine Tragödie erleben«? Wäre es nicht durchaus ein Gewinn, ja gar ein Pokalsieg für Frauen, Männer und den Fußball, wenn Sie Ihre Knalltüten-Kommentare in Zukunft wieder ausschließlich vor der heimischen Glotze abgäben? Und wenn Sie vorher noch vorsichtshalber Ihre Freundinnen auslüden, würden die es Ihnen bestimmt auch nicht verdenken.

Glauben Ihre maximal fußballfernen Turnbeutelvergesserinnen und Ersatzbankdrücker von Titanic

So so, Thea Dorn!

»Es geht«, halfen Sie derselben SZ souverän bei der Orientierung, »bei der Bundestagswahl auch um die Zukunft der westlichen Welt. Diese befindet sich offensichtlich in der Krise … In Frankreich feiert der Front National mit Marine Le Pen Erfolge – wenn auch der erste Wahlgang nicht ganz so dramatisch ausgegangen ist wie befürchtet. In der Türkei errichtet Präsident Erdoğan eine ausgewachsene Diktatur. Hinzu kommt Donald Trump, ein politischer Amokläufer im Weißen Haus. Man kann 2017 keinen Wahlkampf machen, als befänden wir uns im seligen Entenhausen und es ginge nur um Steuersenkungen für die einen oder die anderen.«

Und da wir uns nicht im seligen Entenhausen befinden, sondern zwischen dramatisch ausgewachsenen Amok-Diktaturen, sollen wir nicht aus den falschen Gründen zur Wahl: »Wer beim Wählen vor allem an seine eigenen Probleme denkt und sich dafür Lösungen von der Politik erhofft, sollte sich vor Augen halten, daß sich jede Veränderung der Weltlage auch unmittelbar auf ihn auswirkt. Wenn es zu größeren Auseinandersetzungen in der Welt kommt, betrifft das den Hartz-IV-Empfänger in der Provinz genauso wie die Club-Mate-Trinkerin in Berlin-Prenzlauer Berg. Es geht bei diesem Wahlkampf jedenfalls um mehr als Klassenfragen. Natürlich gibt es in der westlichen Welt nach wie vor Armut. Aber ich glaube nicht, daß sie momentan unser größtes Problem ist.«

Also das Ihre ja nun sowieso nicht, und freilich mußte die SZ da doppelt dumm fragen: »Unterschätzen Sie die soziale Frage nicht dramatisch?« Und Sie so: »Für uns alle, für uns als Gesellschaft, ist das größte Problem die Tatsache, daß uns gerade von zwei Seiten her der Kontinent angezündet wird – im Westen liebäugelt Le Pen mit dem Feuer, im Osten sind mit Putin und Erdoğan zwei ausgemachte Zündler an der Macht. Und darauf, daß Amerika abermals zum Löscheinsatz über den Atlantik eilt, sollten wir uns in Zeiten von Trump nicht verlassen.«

Also kommt der Russe wieder? Und der Türke marschiert auf Wien? Le Pen besetzt das Rheinland, so daß soziale oder gar Klassenfragen vorm kommenden Weltenbrand so peinlich und verfehlt sind wie die, warum eine bestsellernde »Hirnkönigin« (Buchtitel) mit Blödmetaphern aufgerüschte Nullansichten in Deutschlands Qualitätspresse quengeln darf?

Die Zukunft der westlichen Welt: Titanic

Shalom, Thorsten Schmitz (SZ)!

»Allein im vergangenen Jahr«, übernahmen Sie die von der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau gelieferte Zusammenfassung des Berichts des »Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus«, »seien 644 antisemitisch motivierte Gewalttaten in Deutschland offiziell registriert worden. Die Dunkelziffer indes sei hoch, sagte Pau, denn viele Opfer würden sich nicht an die Polizei wenden. Der klassische Antisemitismus, der Juden ›zuviel Einfluß‹ unterstellt, gehe zwar zurück. Allerdings verträten rund 40 Prozent der Bevölkerung einen israelbezogenen Antisemitismus. Die Folge: Viele in Deutschland lebende Juden empfinden Antisemitismus unter Muslimen als persönliche Bedrohung, so ein Fazit des Expertenkreises.«

Keine fünf Millionen Menschen in Deutschland haben einen muslimischen Hintergrund, das sind sechs Prozent. Wenn vierzig Prozent der Bevölkerung also Antisemiten sind – mithin 34 Prozent Nichtmuslime –, dann hat das zur Folge, daß in Deutschland lebende Juden Muslime als persönliche Bedrohung empfinden: Eine schönere Folge, verehrter Kollege Schmitz, hätten Sie sich für Ihre verläßliche »Süddeutsche« wirklich nicht ausdenken können!

Folglich grußlos: Titanic

Hey, Klaas Heufer-Umlauf!

Da gingen Sie aber neulich ganz schön viral, als Sie in der NDR-Talkshow saßen und der bekanntermaßen an fundierten politischen Gesprächen sehr interessierten Barbara Schöneberger folgendes ins Phrasenbuch diktierten: »Wenn wir Europa kaputtmachen würden, wären wir die dümmste Generation, die je gelebt hat!«

»Wären«? Beispiele für die unfaßbare Dummheit unserer Generation und der europäischen Identität zugleich wurden doch in der Vergangenheit schon zur Genüge geliefert: Zum Beispiel als Sie beim sogenannten Zukunftskongreß kumpelhaft versuchten, Sigmar Gabriel zu interviewen. Oder als Sie in einem Wahlwerbespot für die Europawahl 2014 sagten: »Man darf Martin Schulz nicht nur privat, ganz geheim gut finden, man muß auch zur Wahl gehen.«

Bleiben Sie doch bitte bei Ihren ja doch ganz unterhaltsamen TV-Kapriolen!

Noch im Guten: Titanic

Die Altersweisheit, Mario Gomez,

die Ihnen in letzter Zeit aus unerfindlichen Gründen von »den Medien« zugeschrieben wird, ließen Sie tatsächlich aufblitzen, als Sie, im Aktuellen Sportstudio danach gefragt, mit welcher Einstellung man sich als Fußballspieler im Abstiegskampf idealerweise behaupten könne, erklärten, man dürfe zuvörderst »keine Angst haben, Mut zu haben«.

Heißt das, man sollte so couragiert sein, sich nicht zu fürchten, keine Hemmungen haben, selbstbewußt zu sein und so weiter?

Hat verstanden, Sie zu begreifen: Titanic

Huhu, Corinna Milborn!

Sie leben in Wien, sind studierte Politikwissenschaftlerin und Informationsdirektorin der Sendergruppe Pro-Sieben-Sat-1-Puls-4. Soweit Ihre Umstände, wir kommen später darauf zurück. Auf Twitter jedenfalls äußerten Sie sich in einer vielgeteilten Nachricht kurz vor der französischen Stichwahl zwischen Macron und Le Pen so: »All diese französischen Linken, die nun nicht wählen gehen, weil ›eh der Neoliberale gewinnt‹, könnten sich am Sonntag wundern, was alles geht.«

Ja, hier paßt und fügt sich alles vortrefflich! Aus Österreich, wo man derzeit in Sachen Rechtsradikalismus ausnahmsweise sogar mal den Deutschen voraus ist, erklärt eine Vertreterin des neoliberalen Medienpuffs Pro-Sieben den französischen Linken, was zu tun ist. Als Politikwissenschaftlerin weiß sie natürlich, daß linke Widerspenstigkeit Faschisten wie Le Pen in die Stichwahl bringt. Und nicht etwa neoliberale Typen wie Macron, die sich jahrzehntelang im Verbund mit neoliberalen Kanälen über linke Argumente als dümmliche Träumereien oder gar staatsgefährdend auskotzen, und eine gnadenlos asoziale Politik betreiben, die, auch wenn es diesmal dann doch noch nicht geklappt hat, dann halt in fünf Jahren Le Pen ins Präsidentenamt hieven wird.

Ach, Milborn, drauf gepfiffen! Es beruhigt sich wieder, wundert sich nicht mehr und übernimmt gerne die Verantwortung für AfD, Ihre FPÖ und zur Not dann eben auch noch für den Front National: Titanic

Daß Ihr, liebe Schweizer,

immer häufiger mal rübermacht und die grenznahe deutsche Gastronomie bevölkert, können wir angesichts der Tatsache, daß eine Bratwurst mit Rösti bei Euch ungefähr so viel kostet wie hierzulande ein Mountainbike, sehr gut verstehen.

In Anbetracht der beiden Eidgenossinnen, die sich letztens in einem Gasthaus im baden-württembergischen Süßen derart überdreht aufgeführt haben, daß die Wirtin sie des Lokals verweisen mußte, woraufhin die beiden Hübschen kurzerhand zur Polizeiwache marschierten, wo sie die Beamten beleidigten, die Scheiben bespuckten und schließlich demonstrativ ins Revier pinkelten, drängt sich allerdings langsam die Frage auf: Könnte es sein, daß Ihr einfach die deutsche Küche nicht gut vertragt?

Grüezi unwohl: Titanic

Stößchen, Kool Savas!

Frauenrechte sind genau Dein Ding! Das ließest Du uns auf Laut.de wissen: »Ich bin schon Feminist, bis zu einem gewissen Maß.« Wo dieses Maß voll ist, sagtest Du zum Glück gleich dazu. So seien Frauen z.B. häufiger Vokalisten: »Das Singen ist eigentlich das einzige, wo du relativ unbedarft rangehen und sagen kannst: ›Ich mach’ das jetzt einfach, aus dem Bauch raus.‹ Ich glaube fast, darauf ist das zurückzuführen. Ein Mann setzt sich hin und lernt einfach mal so richtig detailliert die Scheißgitarre, bis er da einen Ton rauskriegt, und fängt dann an, sich selbst darin zu verwirklichen.«

So sind sie halt, die Weiber: Immer nur lalala, träller, träller, pfusch, pfusch, während der Mann es durch Fleiß und Beharrlichkeit zu etwas Gescheitem bringt. Da fällt es auch einfach schwer, Feminist über dieses gewisse Maß hinaus zu sein, das – wie wir Deinem Rapgestammel entnehmen können – Frauen maximal die Würde einer Topfpflanze oder eines Staubsaugers zugesteht, nicht wahr? Vielleicht solltest Du Dich lieber einfach mal hinsetzen, Kool Savas, und so richtig detailliert die Scheißgitarre lernen, bis Du da einen Ton rauskriegst. Alles verkabeln und anschalten nicht vergessen. Damit solltest Du wenigstens die nächsten fünf bis zehn Jahre gut beschäftigt sein!

Würde es Dir danken: Deine Butch-Lesbe Titanic

Konichiwa, unbekannter Gründer des Sushirestaurants »Pearl Harbor«!

Bist Du jemals in Deinem Leben in die Nähe eines Geschichtsbuches gekommen? Fragen einfach nur so:

Deine Senpais von Titanic-san

Patricia Yang et al. vom Georgia Institute of Technology!

Sie sind in Ihrer Studie »Hydrodynamik der Defäkation« zu dem Ergebnis gekommen, daß Tiere unabhängig von ihrer Größe rund zwölf Sekunden für die Darmentleerung benötigen. Von uns dazu keine infantilen Witzchen, es handelt sich schließlich um ernsthafte Forschung. Und daß Sie die Arbeit im Fachjournal »Soft Matter« publiziert haben, findet sachlich nur angemessen: Titanic

Jodelahiti, Andreas Gabalier!

Weil sich Ihr Bundespräsident Alexander van der Bellen in einer Diskussionsrunde zu der Aussage hinreißen ließ: »Wir werden noch alle Frauen bitten müssen, Kopftuch zu tragen aus Solidarität mit jenen, die es aus religiösen Gründen tragen«, fühlten Sie sich aufgrund dieses – zugegeben recht wirren – Zitates veranlaßt, einen ach wie ulkigen Facebookpost in den Äther zu jodeln. Auf einem Foto haben Sie Ihren, nennen wir es Kopf, mit einem Tischtuch (»aus Solidarität unseren Frauen gegenüber«) umknotet, darunter bombardieren Sie van der Bellen mit weiteren Versuchen ironischer Überhöhung: »In weiser Voraussicht auf das noch folgende Alkoholverbot aus Solidarität jenen Religionen gegenüber, in denen man keinen Alkohol trinkt, habe ich heute schon einmal damit begonnen, mein Verdauungsschnapserl nach meinem geliebten Schweinsbraten gegen ein Stamperl steirisches Kernöl zu ersetzen!«

Fast witzig, Herr selbsternannter »Volks-Rock’n’Roller«. Doch um die Pointe zu perfektionieren, hätten Sie das tendenziöse Klischeeschauspiel noch weiter auf die Spitze treiben sollen. Zum Beispiel, indem Sie sich aus Solidarität mit jenen Religionen, in denen man Ungläubige ermordet, von einem feschen Kässbohrer-Lastwagen überrollen lassen.

Wenn schon, denn schon.

Meint Titanic

Spon-Kolumnist Christian Stöcker!

Einen Text über »Konsumkapitalismus« und Berufskonsumenten beendet man zur Pflege seiner Leserschaft am besten mit? Genau, trotzigem Neid: »Ich stelle meine Arbeitskraft als Konsument prinzipiell nicht unentgeltlich zur Verfügung.« Mit Ihrem Eingeständnis aber, »dabei bin ich gar kein Influencer«, machen Sie Ihren Job als »der Rationalist« und Meinungsgenerator aber ziemlich schlecht, bescheinigt Ihnen unentgeltlich: Titanic

Und Sie, Uli Hoeneß,

fühlen sich also ungerecht behandelt, weil Sie tatsächlich für die Hinterziehung von ein paar Milliönchen in den Knast mußten. »Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren«, beklagten Sie sich. Und zwar auf einer Galaveranstaltung. Im Steuerparadies Liechtenstein. Hoeneß, Sie Schlingel, sagen Sie es doch: Sie bereiten sich schon mit hartem Training auf das Rückspiel vor, stimmt’s?

Immer für Fairplay: Titanic

Kurz zu Ihnen, Stephen Hawking!

In Ihrer noch nicht ganz so steilen Weissagung vom vergangenen Herbst hatte die Menschheit auf dieser Erde immerhin noch 1000 Jahre zu leben. Nun, im Frühjahr, sind es Ihrer neuesten Meinung nach nur noch 100 Jahre bis ans selbstgemachte Ende!

Und wenn das so weitergeht, Stephen, könnte es schon im Sommer vielleicht nur noch zehn Jahre oder sogar bloß eines dauern? Und Sie dürften dann diesen letzten großen Moment der Menschheit noch live miterleben – galaktisch, oder?

Grüße ins Schwarze Loch Titanic

Hello there, US-Staat Arkansas!

Du hast kürzlich die Vollstreckung mehrerer Todesurteile vorgezogen, weil die Vorräte des verwendeten Gifts Midazolam andernfalls ihr Haltbarkeitsdatum überschritten hätten. Verständlich – bei uns wurde früher auch nie etwas weggeworfen! Doch was passiert eigentlich, wenn Gift verdirbt, fragen wir uns: Wird es ranzig? Bildet es so eine eklige Puddinghaut? Und haben andere Tötungsmittel ebenfalls Verfallsdaten? Wenn ja, sind sie an Euren Atomwaffen hoffentlich nur sehr schwer zu finden, haha! Oh, Verzeihung, der Witz war etwas abgestanden!

Läßt nichts verkommen: Titanic

Und sagen Sie, Gabriel,

da Sie die Juden ausweislich jüngster Äußerungen für ein Volk halten, würde uns interessieren, worum es sich Ihrer maladen Meinung nach bei den sogenannten Sozialdemokraten handelt. Sind sie eine Nation? Eine Hunderasse? Die Rentnerorganisation der AfD? Oder womöglich gar ein Geschlecht?

In letzterem Fall sexistisch: Titanic

Sie, Sigmar Gabriel,

waren in Yad Vashem und haben fürs Gästebuch so deutliche wie bewegende Worte gefunden: »Nirgendwo sieht man so überdeutlich, zu wieviel Bösem Menschen fähig sind und wie unvergleichlich das Leid ist, das über andere gebracht wurde.«

Schön. Das heikle Täterproblem hätte ein aussageidentisches und dabei sehr viel peppigeres »Shit happens!« allerdings genauso aus der Welt gebracht; beim nächsten Mal, ja?

Passiv: Titanic

N-TV!

Es ist natürlich nicht leicht, im Dickicht der widersprüchlichen Statements aus Washington den Überblick zu behalten; da können wohl sogar elementare Formen schwer wiederzuerkennen sein. So verlautbartest Du angesichts amerikanischer Flugzeugträger auf dem Weg Richtung Asien: »Wann der Verband nun wirklich an seinem Ziel ankommen soll, wollten ein Pentagonsprecher sowie der Sprecher des Pazifikkommandos nicht sagen. Die ›New York Times‹ berichtet unter Berufung auf Kreise, die Ankunft sei für nächste Woche geplant.« Auf Kreise, N-TV? Das Pentagon heißt so, weil es ein Fünfeck ist! Die Kreise haben damit gar nichts zu tun, haben meist sogar den größten Abstand zur Quelle (Zentrum). Auch bei den Quadraten (»Washington Square Park«) brauchst Du gar nicht erst anzuklopfen. Wenigstens nicht, wenn es gilt, Meldungen schlampig aus dem Englischen zu übersetzen.

Springt im Dreieck: Titanic

Grüezi, Reinhold Messner!

In Ihrem Nachruf auf den verunglückten Bergsteiger-Kollegen Ueli Steck, genannt die »Schweizer Maschine«, präsentierten Sie noch mal Ihr schönes Wort für jenen Kletterirrsinn, bei dem Leute die Eiger-Nordwand hinaufrennen wie auf der Flucht vor sich selbst und auf dem Gipfel keuchend auf die Stoppuhr drücken: »Zahlenalpinismus« nämlich.

Jahaa, zu Ihrer großen Gefühlsalpinismuszeit, Reinhold, da hat man unterm Gipfelkreuz erst mal gemütlich mit dem Yeti Tee getrunken, was?

Nur schön langsam bergan und dann oben bleiben! Titanic

Was denn nun, Beate Zschäpe?

Einerseits gestanden Sie laut mehreren Medienberichten Ihrem psychologischen Gerichtsgutachter, daß es Ihnen im Knast gar nicht so schlecht gehe: »Wenn ich nachts wach werde, denke ich, zum Glück bist du im Gefängnis. Ich habe dort im Vergleich zu früher ein Stück Freiheit zurückgewonnen.« Aber warum versuchen Ihre Anwälte dann andererseits ununterbrochen und mit allen Mitteln, ein geringeres Strafmaß für Sie herauszuschlagen? Machen Sie es sich und uns doch nicht so schwer und gestehen Sie Ihre Schuld einfach in allen Anklagepunkten. Dann ist Ihnen lebenslange »Freiheit« garantiert, und wir sind auch zufrieden.

Win-win! Titanic

Es ist, Partei »Die Linke«,

so eine Sache mit der Sprachmäkelei: Alles, was die Leute am Ende verstehen, wird nicht ganz falsch formuliert sein. Es kommt also schon irgendwie an, was Du willst, wenn Du zu Deinem »Hessischen Sozialgipfel« herumclaimst: »Soziale Gerechtigkeit für alle!« – etwas ca. Bad-Godesberg-Sozialdemokratisches wohl. Doch unsereins fragt sich durchaus: Ist diese Forderung nicht eine Tautologie? Kann es soziale Gerechtigkeit nur für z.B. Reiche geben? Und sollte, wer eine andere, bessere Gesellschaft anstrebt, nicht wenigstens bei den zentralen Botschaften einigermaßen kohär …

Ach, »Die Linke«, vergiß, was wir gerade gesagt haben. Man muß nicht alles so genau nehmen, es wird ja alles irgendwie irgendwann werden, nicht?

Viel Erfolg beim Weiterwurschteln wünscht Titanic

Ein bißchen kleinlaut, Karl-Heinz Rummenigge,

waren Sie aber schon nach der Niederlage Ihres Vereins im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid, nicht? Denn über den Schlagstockeinsatz spanischer Polizisten gegen Münchner Fans waren Sie zwar »entsetzt«. Aber was folgte daraus? Sie baten das Bundeskanzleramt darum, »im Namen des FC Bayern bei der spanischen Regierung gegen den unverhältnismäßigen, gewalttätigen Polizeieinsatz Protest einzulegen und Aufklärung zu verlangen.«

Protest und Aufklärung, geht’s noch? Offensichtlich wurden hier doch Deutsche, Bayern, sogar Fußballfans des FC Bayern München auf fremdem Territorium von einer ausländischen Polizei angegriffen! Warum forderten Sie, Rummenigge, nicht gleich, daß sich eine Legion Condor in Marsch setzt und irgendwas in diesem elenden Spanien in Schutt und Asche legt? Aber das hätten selbst Sie sich wohl nur getraut, wenn Ihre Kicker nicht so erbärmlich versagt hätten, vermuten Ihre Sportpsychologen von der Titanic

Ewiger Donald Trump!

»Ich vermisse mein altes Leben«, schreien Sie uns mit entwaffnender Ehrlichkeit aus sämtlichen Presseorganen an. Wissen Sie was, Trump? Uns geht es genauso. Womit wir nicht meinen, daß wir unser altes Leben vermissen würden, sondern: Ihr altes Leben.

Aufrichtiges Mitgefühl! Titanic

Nanu, Hans-Peter Bartels (SPD)!

Nachdem Verteidigungsministerin von der Leyen infolge der Enthüllungen um den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A. ihrer gesamten Mannschaft ein »Haltungs-« und »Führungsproblem« unterstellt hatte, nahmen Sie als Wehrbeauftragter des Bundestages die angeschlagene Truppe umgehend in Schutz: »Viele Soldaten tun heute im Einsatz und Grundbetrieb weit mehr als ihre Pflicht.« Stimmt, Bartels, tun sie! Mobben, Hakenkreuze auf Kasernenböden streuen und Terrorzellen gründen zum Beispiel. Oder gehört das noch zur Grundausbildung?

Wahrheit oder Pflicht! Titanic

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Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
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Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 22.05.:

    Bei Vice lesen Sie, wie die Große Koalition Martin Sonneborn loswerden will.

  • 22.05.:

    Im SWR spricht Christian Y. Schmidt über seine Wahlheimat China.

Titanic unterwegs
24.05.2018 Hamburg, Fabrik
  Max Goldt
24.05.2018 Suzhou, Zuo Wang Bookhouse
  Christian Y. Schmidt
25.05.2018 Frankfurt, Bildungsstätte Anne Frank
  Leo Fischer
26.05.2018 Suzhou, Zuo Wang Bookhouse
  Christian Y. Schmidt

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Briefe an die Leser

 Torsten Kolbe (Feuerwehr Leipzig)!

Als nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses Ihre Kollegen mit Feuereifer noch damit beschäftigt waren, die immer wieder aufflammenden Glutnester zu löschen, diktierten Sie bereits der Boulevardpresse: »Bislang ist nicht auszuschließen, daß sich doch noch jemand im Gebäude befindet. Unsere Kameraden suchen alles mit Wärmekameras ab.«

Echt jetzt? Dann können wir ja auch zukünftig in hitzigen und brenzligen Situationen stets einen kühlen Kopf bewahren.

Qualmt beruhigt weiter: Titanic

 Immer wieder gern, »Göttinger Tageblatt«,

studieren wir ja Deine Über- und sonstigen Schriften: »Göttinger Autor veröffentlicht Buch«. Und was machen die Göttinger Bäcker so?

Laß mal raten: Titanic

 Sie, Manuel Hagel,

sind CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg und spielten als Gastredner bei der Verabschiedung des »konservativen Manifests« dem Auditorium diesen Ball zu: »Der Doppelpaß ist ein Integrationshindernis. Der Doppelpaß ist wie Petersilie auf dem Schnitzel: Beides ist überflüssig.«

Sie halten also sowohl paniertes Schweinefleisch als auch die Kräuterauflage für überflüssig? Und haben sich damit in nur einem Satz als Vegetarier und als Gegner der Nationalstaatlichkeit geoutet?

In diesem Falle dankt Ihnen mit antideutschem Gruße Titanic

 Sie, Bloggerinnen Mareike Bölsche und Judith Karbstein,

»lieben« Ihr »Berlin«. »Seit 2013«, so erfahren wir in der FAS-Beilage »Life Design«, »bringen die beiden das unter ihrem Berlin Blog berlin-ick-liebe-dir.de zum Ausdruck«. »Frühling, wir lieben dir!« heißt originellerweise denn auch der »Essay«, den Sie dem Heft beisteuern und in welchem Sie – auf einer ganzen Seite! – charmante und kluge Beobachtungen liefern, die uns zum Nachdenken bringen.

Da, also in Berlin, »herrscht reges Treiben«, »Musik ertönt«, es »recken Sonnenhungrige ihre Gesichter in den Himmel« und »läßt sich niemand diese Lebensfreude streitig machen« – auch wenn ab 22 Uhr die Polizei dafür sorgt, »daß die Anwohner ihre Nachtruhe erhalten«. Es ist eben einfach funky, dieses Berlin! Und »wurde und wird ein Stück erwachsener«. Klaro, wa?! Gerade im Frühling: »Es ist die Zeit, wenn Berlin wieder zum Leben erwacht!« Und natürlich auch die Zeit, wenn Berlin-Bloggerinnen wie Sie um Ausdruck für ihre Berlin-Bloggerinnen-Worte ringen.

Sie können auch dialektisch: »Mag der Wechsel der Jahreszeiten sich vielerorts in Deutschland nicht wesentlich unterscheiden«, so in Kempten, Kassel oder Bad Gandersheim, »hier in der Hauptstadt« (also Berlin!) »scheint der Winter dann doch grauer, kälter und länger als in anderen Regionen zu sein«; welch scharfe Beobachtung! Doch Vorsicht, weitere Wendung, vorbereitet durch Gedankenstrich: »zumindest gefühlt. Oder«, jetzt wird es ganz ausgefuchst, »nehmen wir den Berliner«, nicht den Bad Gandersheimer, daß das klar ist, »Winter nur deshalb trister und grauer wahr, weil die warme Jahreszeit im Vergleich dazu bei uns um so vieles schöner, lebendiger und folglich kontrastreicher als in anderen Städten ist?«

Was, ja was soll man denn nur machen, wenn man so vor kreativer Energie glüht wie Sie? Als »Berliner« halt »das Leben«, natürlich, »zelebrieren«, und zwar »außerhalb der eigenen vier Wände«, in, unglaublich: »Cafés« gehen, »in denen«, jawoll, »die Innenräume fast schon überflüssig werden«, oder »sich an den Spätis dieser Stadt« treffen. Amen! »Zugezogene aus dem Schwabenland, Urberliner – es gibt sie wirklich! – oder bärtige Hipster. Alle kommen zusammen. …Wer sein Essen nicht selbst zubereiten will, läßt sich auf einem der vielen Food-Events bekochen.« Und »am Sonntag zieht das allwöchentliche Karaoke zahlreiche Musikbegeisterte in den Mauerpark«.

Keine weiteren Fragen. Obwohl, doch, zwei: Kann Gott einen Stein erschaffen, der schwerer als Berlin ist? Und was passiert, wenn er ihn fallen läßt?

Recken schon ungeduldig ihre Gesichter in den Himmel: Ihre Frühlingsfans von Titanic

 Hey, Richard David Precht!

Hey, Richard David Precht!

Philosophie ist, wenn der Rubel rollt. Dafür hast Du Dir jetzt ein neues Betätigungsfeld erschlossen: Im Yuppie-Skiresort Sölden diskutiertest Du beim Symposium »Denken im Eis« mit »renommierten Vordenkern« die brennende Frage »Was kostet die Welt?«

Antwort: für die neureichen Anhänger des alpinen Après-Ski-Vergnügens schlappe 320 Euro. Wenn das nicht nach Urlaub fürs Gehirn klingt!

Denkt lieber an Speiseeis: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Beweisführung

Daß der Mensch in mehreren tausend Jahren Evolution als überaus effektiver Organismus geformt wurde, läßt sich unter anderem dadurch belegen, daß man auf die Frage »Welche drei Körperteile würdest du dir zuerst abschneiden lassen?« kaum eine Antwort weiß.

Konstantin Hitscher

 Da rein, da raus!

Ein Grund, warum ich den öffentlichen Raum so gerne meide, sind die immer wahnwitzigeren Anweisungen und Regeln, mit denen man sich heute konfrontiert sieht, verläßt man doch einmal sein trautes Heim. So etwa neulich an der S-Bahn-Haltestelle, als die Forderung »Bitte benutzen Sie alle Einstiegstüren!« aus den Lautsprechern schallte. Natürlich bemühte ich mich, der Bitte Folge zu leisten, doch am Ende fuhr mir die Bahn direkt vor den Füßen weg. Was lob’ ich mir da den guten alten Bus: Da steigt man zwei-, maximal dreimal ein und gut ist.

Fabian Lichter

 Faxen im Büro

Aktenvernichter mit kombinierter Konfettikanone, und der Büroalltag wäre weniger trist.

Tobias Speckin

 Urbane Naturbeobachtung

Ich bin gerade fertig mit meinen Besorgungen und verlasse den Supermarkt. Direkt an der Türschwelle kommt mir eine fette Spinne entgegen, die zielstrebig in den Laden krabbelt. Ein Großeinkauf sollte es wohl nicht werden: Sie hatte kein Netz dabei.

Katharina Greve

 Luftnummer

Unter dem Gesichtspunkt der Luftreinhaltung habe ich meine Wohnung, basierend auf den Ergebnissen einer Nasa-Studie, mit Pflanzen bestückt, die besonders viel Sauerstoff produzieren und sogar bestimmte Giftstoffe, wie etwa Formaldehyd, aus der Luft filtern können sollen. Besonders gute Resultate werden der Grünlilie, oder Chlorophytum comosum, attestiert. Im Gartencenter wird sie sogar mit der Bezeichnung »Air Cleaner« auf dem Plastiktopf angepriesen. Bald wird die Luft in meinem Zuhause hoffentlich wieder so rein sein, daß ich ohne Mühe von der Haus- bis zur Balkontür werde sehen können. Blöd nur: Der Schnitt der Wohnung läßt das gar nicht zu!

Burkhard Niehues