Und daß Ihr, liebe deutsche Buchkäufer,

bei den Sachbüchern im letzten Jahr am häufigsten zu »Darm mit Charme« gegriffen habt, und gleich auf dem zweiten Platz aber schon »Der Junge muß an die frische Luft« von Hape Kerkeling folgt – das findet immer noch scheiße, doch wenigstens konsequent: Titanic

Joachim Herrmann (CSU),

Innenminister Bayerns! Nach Bränden in drei Flüchtlingsunterkünften in der Nähe von Nürnberg zitierte der Bayerische Rundfunk Sie so: »Es ist ganz offensichtlich Brandstiftung, und diese Hakenkreuzschmierereien lassen den Verdacht zu, daß es sich hier um rechtsradikale Täter handeln könnte.« Sagen Sie bloß, Herrmann! Hakenkreuze sind rechtsradikal? Die NSDAP etwa auch?

Aber sagen’s Sie nicht dem Führer, bitte! Titanic

Freunde und Helfer von der Bundespolizei!

Jetzt haben Euch die Behördenkollegen vom Verwaltungsgericht Darmstadt letztinstanzlich rechtgegeben, und Ihr dürft endlich alle tätowierten Bewerber mit dem Verweis darauf ablehnen, daß solcherlei verruchte Körperzier der Rechtsprechung zufolge doch als »Zeichen eines gesteigerten Erlebnisdrangs« gewertet werden kann. Gut so! Soll doch die Landes- oder Autobahnpolizei all die Teufelskerle einstellen, denen der Sinn nach einer zünftigen Rangelei mit Fußballhooligans oder Verfolgungsjagden im übermotorisierten Dienstwagen steht. Bei Euren Kerngeschäften – dem Schwarzfahreraufschreiben, Herumstehen vor Behördengebäuden und monotonen Aktenschreddern – wäre der Drang nach Erlebnissen doch eher hinderlich, nicht wahr?

Grüßt ganz lieb: Titanic

Margot Käßmann, Theologin!

Über die Sat.1-Show »Hochzeit auf den ersten Blick«, in der zwei Kandidaten heiraten sollen, die sich zuvor nie gesehen haben, urteilten Sie in der Bild am Sonntag: »Die Ehe ist definitiv kein Spaß für eine kurze Fernsehunterhaltung, bei der zwei Menschen sich auf Medienexperten verlassen, ohne zu wissen, ob sie sich im wahrsten Sinn des Wortes überhaupt riechen können.« Hauptsache, Käßmann, Sie stehen mit Ihrem Gekräh mal wieder in der Zeitung, was? Schon mal gehört, daß solche Shows bis in die Schuhwichse der Moderatoren gefaked sind? Und die Bild-Zeitung als Kampfgenossen für die gewissensgeprüfte und spaßfreie Ehe heranzuziehen ist nicht Ihr Ernst, oder?

Manchmal helfen Promille, rät Titanic

Sie, Robert Hansen c/o »White Hat Security«,

kommen in einem hübschen Blogeintrag über den ziemlich ausgeprägten staatlichen Kontrolltrieb in Nordkoreas speziellem Browser und Betriebssystem zu dem Schluß, daß das Land sein Internet wie das Intranet einer x-beliebigen Firma betreibt. Leider kommen Sie nicht zu dem anderen Schluß, daß unsere Unternehmen, für gewöhnlich aus ähnlichen Beweggründen, ihr Intranet genauso betreiben, wie Nordkorea sein Internet betreibt.

Na ja, schade! Für die Mühe dankt trotzdem: Titanic

Fernsehkoch Horst Lichter!

Neben der Küche sind also Oldtimer Ihre große Leidenschaft, wie Sie jüngst verrieten: »Wenn es kracht, knattert und stinkt, dann geht mein Herz auf.« So weit, so bekannt. Aber was finden Sie denn nun an alten Autos?

Wrummm! Titanic

Seien Sie, Jean-Claude Juncker,

als EU-Kommissionspräsident wegen der Luxemburg-Leaks völlig unbesorgt, selbst wenn, wie Sie dem Heute-Journal anvertrauten, Ihre »Glaubwürdigkeit unter dieser Geschichte relativ solide gelitten hat«: Unser Vertrauen in Sie war auch vor den aufgeflogenen Steuertricksereien nur mäßig felsenfest.

Vergleichsweise herzlich: Titanic

Prost, »Göttinger Tageblatt«!

Wieviel Restalkohol hattest Du noch intus, als Du über die nachsilvesterlichen Aufräum- und Säuberungsaktivitäten in der südniedersächsischen »Stadt, die Wissen schafft« (Göttinger Eigenwerbung) berichten mußtest: »Die restlichen Stadtgebiete werden dann in den nächsten Tagen im normalen Reinigungsturnus von Böllerresten, Raketenbatterien und Sektflaschen befreit und auf die Müllkippe gebracht – um Sondermüll handelt es sich nämlich nicht«? Gar keinen Restalkohol, Göttinger Tageblatt? Du warst so stocknüchtern, wie Du es immer bist, wenn Du Deine Stilblütenbatterien und Inkompetenzböller in regelmäßigem Deutschverunreinigungsturnus auf die Stadtgebiete Deines Einzugsbereichs herunterkrachen läßt?

Dann freut sich riesig: Deine Sprachsondermüllabfuhr von Titanic

Alle elf Minuten, parship.de,

verliebt sich laut Deiner Werbung ein Single bei Dir. Da drängt sich die Frage auf: Wer ist diese arme, aber hartnäckige Seele? Und könntest Du, selbst wenn es gegen Deine Geschäftsidee geht, ihm oder ihr nicht den Account sperren, wo sie oder er doch offensichtlich nie länger als zehn Minuten beziehungsfähig ist? So wird’s ja eh nichts mehr.

In Liebe: Titanic

Paul-Philipp Hanske, Journalist!

In Ihrem Essay »Es wird eng« in der Süddeutschen beschreiben Sie die erzwungene Koexistenz auf engem Raum, die für das Leben in der Stadt typisch sei, so: »Im öffentlichen Raum der Stadt begegnet man nicht nur lustigen Nachbarn. Hier treffen Frühaufsteher auf Nachtschwärmer, Autofahrer auf Radler, Eltern auf Hundebesitzer und Muslime auf AfD-Wähler. Der soziale und politische Raum Stadt bedeutet immer auch Konfrontation mit Fremdheit, Aushalten von Belästigung, Reibung, Interaktion. Es ist nicht schwer, in dieser Reibung jene Kraft zu erkennen, die alle wichtigen kulturellen Innovationen der letzten hundert Jahre angestoßen hat.« Hä, Hanske? Welche wichtige kulturelle Innovation der letzten hundert Jahre hat denn beispielshalber die Konfrontation von Eltern und Hundebesitzern angestoßen? Nebenbei: Wer ist in Ihren Gegensatzpaaren jeweils der lustige und wer der nicht so lustige Nachbar?

Fragen Ihre Nachtschwärmer auf der Titanic

Ts ts, Herbert Grönemeyer!

Sie sind laut Süddeutsche.de mit einem Kameramann und einem Fotografen »aneinandergeraten« und wurden daraufhin von den beiden angezeigt. Der Vorwurf lautet: Körperverletzung. Oha! Aber unserer Ansicht nach übertrieben. Wenn man Ihre Musik als Körperverletzung empfindet, muß man Sie noch lange nicht anzeigen. Abschalten und ignorieren genügt vollkommen.

So macht es jedenfalls schon sehr lange: Ihre Titanic

Mercedes-Chef Zetsche!

Selbstfahrende Automobile, so fordern Sie und Ihr Bart, müßten auch wissen, wohin sie ausweichen sollen, wenn ein Kind auf die Straße läuft. Und dafür sei eine neue Ethik-Debatte fällig, damit die Autobranche einen »Algorithmus« dafür entwickle. Himmel, ein Ethik-Algorithmus, Zetsche! So was wird es also auch bald geben? Und werden dann auch Sie, Ihr Bart und sämtliche Managerklone Ihres Schlages damit programmiert? Allein schon wegen der Kinder?

Das Algorithmusparadies auf Erden erwartend: Titanic

Merkel, Angela, vortrefflichste Herrscherin!

Am Tag nach dem Massaker von Paris waren wir aus begreiflichen Gründen etwas orientierungslos und grübelten, wer in Allahs Namen uns denn jetzt ein wenig Halt geben oder wenigstens versprechen könnte bzw. was denn eigentlich Sie, Merkel, zu dem ganzen heillosen Schlamassel sagen würden. Gott sei Dank ging bereits nachmittags die erlösende Nachricht herum, daß Sie, Merkel, sich nach einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten eigens die Zeit genommen hatten, der Presse zu versichern, Sie sähen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland über die Religionsgrenzen hinweg auch nach dem Terroranschlag keine Gefahr; und für alles weitere würden schon die Sicherheitsbehörden sorgen: »Wir tun alles, Menschen jeden Glaubens, egal ob jüdischen, christlichen, muslimischen oder gar keinen Glaubens, in gleicher Weise als Bürgerinnen und Bürger Deutschlands zu schützen.« Als Menschen gar keinen Glaubens haben wir uns nicht nur über diese im Gewand vorgeblicher Gleichgültigkeit daherkommende Fürsorglichkeit gefreut, sondern vor allem darüber, daß Sie zudem in zärtlichsten Worten bekannten: »Was das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland anbelangt, so haben wir mit der überübergroßen Mehrheit der Muslime in Deutschland ein sehr gutes Verhältnis.« Denn exakt so ein Verhältnis, Angela Merkel, hätten wir auch gern mit Ihnen! Überübergern!

Wie frisch verknallt: Titanic

Und, Grass,

im selben Interview warnten Sie: »Der dritte Weltkrieg hat schon begonnen – und es ist ein Verteilungskrieg. Historiker werden im Nachhinein darüber streiten, wann genau er anfing.« Das ist natürlich nicht so schön; aber ein bißchen erleichtert, daß Sie diesen Satz nicht noch mit Zeilenumbrüchen versehen und als Gedicht veröffentlicht haben, sind wir dann doch.

Atmet auf: Titanic

Fruchtbarer Günter Grass!

Dem österreichischen Standard gewährten Sie eine Audienz, in der Sie noch einmal gefragt wurden, weshalb Sie Ihr »Israel-Gedicht« (Standard) bzw. das antisemitische Gestümpere »Was gesagt werden muß« veröffentlicht hätten, obwohl Ihnen klar gewesen sei, daß Sie damit großen Unmut auf sich ziehen. »Ich habe in dem Gedicht erklärt, warum ich lange geschwiegen habe«, erklärten Sie. »Meiner Generation ist die Lektion erteilt worden, daß niemand hinterher sagen darf, daß man es nicht gewußt hätte.« Zum Ende des Interviews sprachen Sie schließlich darüber, worauf Sie im Leben stolz seien. Zum einen nämlich, sich alles selbst beigebracht, zum anderen, sich kräftig vermehrt zu haben: »Und ich habe, der Tendenz entgegen, immerhin sechs Kinder in die Welt gesetzt, meine Frau hat noch zwei mitgebracht, und wir haben schon achtzehn Enkelkinder.« Also schlossen Sie: »An mir liegt es nicht, wenn die Deutschen aussterben.« Das, Grass, möchten wir nur einmal festgehalten haben, damit später niemand sagen kann, man habe von nichts gewußt.

Hat ihre Lektion gelernt: Titanic

Haben Sie, German Hacker,

Bürgermeister von Herzogenaurach, sich eigentlich schon mal über eine Karriere beim BND informiert? Und sei es nur im Referat Kompetenzvortäuschung?

Immerhin besser als Ihr jetziger Beruf, meinen Ihre Karriereprofis von Titanic

Kommunistische Partei Chinas!

Vom China-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung, Kai Strittmatter, haben wir soeben erfahren: »Die KP hat ihre eigenen Vorstellungen von Sauberkeit, seit dem Amtsantritt von Parteichef Xi Jinping sind die Zensoren wieder besonders heikel: Religion, Astrologie, Sex, für die Partei ist vieles davon Schmutz.« Und jetzt halt Dich fest – für uns ist vieles davon auch Schmutz! Vielleicht kommen wir ja ins Geschäft?

Träumt von 1,4 Milliarden neuen Abonnenten: Titanic

Huhu, Philips!

»Hue« heißt Deine App-gesteuerte »Beleuchtungslösung«. Sie wird in Clips voller wilder Flackergrafik samt Hochleistungsgeturne in Superslomo mit dem Slogan beworben: »Mit Hue wird aus Licht Emotion.« Zieht man das Gezappel und Geflimmere allerdings wieder ab, bleiben für den Ambient-Light-Fan daheim genau vier verschiedene Emotionszustände: Küchenlindgrün und Pufflaternenrot, Kleinejungshellblau und Einhornmädchenrosa.

Dafür leider schon zu erwachsen: Titanic

Sie wiederum, Armin Laschet,

stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, haben am Thema Einbruchsbekämpfung offenbar großen Gefallen gefunden. Der Saarbrücker Zeitung steckten Sie, die wachsende Zahl der Einbrüche zerstöre das Vertrauen in den Staat: »Wir müssen zeigen, daß wir den organisierten Banden nicht das Feld überlassen.« Und weiter: »Ich erwarte, daß gegen diese Täter endlich konzertierter und effektiver vorgegangen wird.« Das, Laschet, ist natürlich rundum zu begrüßen. Was aber genau wollen Sie gegen die Einbrüche in private Computer durch britische und amerikanische Geheimdienste veranstalten? Und meinen Sie wirklich, Sie könnten den mutmaßlichen Bandenchefs Obama und Cameron eines Tages das Handwerk legen?

Passen Sie in Zukunft vielleicht besser auf Ihren Rechner auf, rät Titanic

Ach komm, RTL!

Wie heißen zwei Kandidatinnen der neuen Staffel Deiner Kuppelsendung »Der Bachelor« mit Vornamen – Liesa-Marie und Scharlen? Falls das Selbstieronie sein soll, RTL: Die steht Dir nicht, dazu fehlt es Dir einfach an Suweränität!

Urteilen die Junggesellen von Titanic

Pin-up-Liberale Katja Suding!

»Solche Bildmontagen sind nicht angemessen«, ließen Sie sich vernehmen, als die ARD-Nachrichtenkamera etwas zu sabbernd über Ihre kaum zu übersehenden Beine auf dem FDP-Dreikönigstreffen geschwenkt hatte. Daß sich Ihre Partei dagegen ein neues Image aus dem Signal-Magenta der österreichischen Neos, Christian Lindners Headset-Schnöseligkeit und den JuLi-Flachwitzen Ihrer eigenen Kampagne zur Bürgerschaftswahl (»Unser Mann für Hamburg«) montieren läßt, finden Sie kein bißchen unangebracht? Und mit kurzem Rock in die Stuttgarter Staatsoper zu gehen schon gleich gar nicht?

Wünscht, Sie hielten sich bedeckter: Titanic

Fotografenlegende Peter Lindbergh (70)!

Zu Ihrem Projekt, den amerikanischen Kindsmörder Elmer Carroll 38 Minuten in Ihre hochauflösende Filmkamera starren zu lassen, erklärten Sie bereitwillig: »Mich reizte die Frage, ob man einem Mörder das Böse auch ansieht. Letztlich ist das doch nur eine Frage des Glücks, ob das Böse bei dir ausbricht.« Und, Lindbergh, sieht man einem Mörder das Böse nun an oder nicht? Nicht? Dann sind 38 Minuten hochauflösend zu kurz, Mann! Einfach länger draufhalten! Bis man’s halt ausbrechen sieht, das Böse!

Tip von Titanic

Liebe Helene Fischer!

»Meins« würden wir kein Produkt nennen, das wir verkaufen (lassen) wollen, wie Sie Ihre Schmuckkollektion bei Tchibo. Denn Ihre Fans werden Ihnen nicht wegkaufen, was doch ausdrücklich »Ihrs« ist, und alle anderen sind schlau genug, um zu erkennen, daß Sie hier einfach nur Kohle machen wollen mit einem Produkt, das normaler Tchibo-Schrott wäre, wenn es nicht Ihren Namen trüge. Und übrigens: Warum eigentlich Tchibo? Sind vor allem Ihre Fans Tchibokunden oder hauptsächlich Tchibokunden Ihre Fans? Das zu fragen ist eben »unsers«, sagen die ungeschliffenen Edelsteine von der Titanic

Sportskanone Winfried Kretschmann!

Als grüner Ministerpräsident Baden-Württembergs bemühen Sie sich so ausdauernd, als ökologischer Musterschüler mit dennoch scharf neoliberalem Profil rüberzukommen, daß wir ein Interview mit Ihnen im Tagesspiegel fast nicht zu Ende gelesen hätten, an welchem Sie dann sagten: »Ich bemühe mich, vernünftig zu essen, ein bißchen Sport zu machen und wenig zu trinken.« Aber Sie wissen schon, Kretsche, daß man auch bei mäßigem Sporttreiben ordentlich trinken sollte? Nicht, daß Sie vorschnell Ihrem Geist folgen und auch noch körperlich verwelken!

Warnen die Profitrinker von der Titanic

Nicht, »Spiegel online«,

daß der bei Dir kurz vor Weihnachten erschienene Artikel »Tägliches Lüften: Sauerstoff rein, Schadstoffe raus« irgendwie falsch gewesen wäre. Besonders interessant fanden wir diesen Hinweis: »Lüften ist immer noch die beste Art, Raumluft zu reinigen.« Und jetzt freut sich schon auf all die gewiß noch folgenden Ratgeber, z.B. »Saugen hilft gegen Staub«, »Türen öffnen sich durch Aufmachen« und »Nasebohren führt nicht zu Ölfund«,

Deine wie immer frisch durchgelüftete Titanic

Wohlan, Christopher Lauer!

Sie sind ein vieltwitternder Ex-Vorsitzender der Berliner Piraten, seit einiger Zeit parteiloses Mitglied in deren Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und dem Geld nicht unbedingt abgeneigt. Neben Ihrer Bezahlung als Feierabendpolitiker mit rund 3500 zu versteuernden Euro monatlich (jedoch, wie Sie auf Ihrer Webseite hinzufügen, ohne 13. Monatsgehalt) und der angeblich nicht ernst gemeinten Forderung nach 500 Euro für ein Interview mit der Taz über Ihre Twitterei beraten Sie seit Jahresanfang für drei Monate auch den Axel-Springer-Konzern. Das bringt Ihnen noch mal zwischen 3500 und 7000 Euro ein, wie Sie, wenn auch ein bißchen unpräzise, selbst offenlegen. Das regt jetzt natürlich einige auf, besonders in Ihrem Zweithabitat Twitter. Wenn es, Lauer, allerdings nach uns ginge: Nehmen Sie halt das Geld aus dem Bild-Zeitungskonzern, werden Sie damit glücklich oder auch nicht, kaufen Sie sich neue Adidas-Jacken, die Sie offenbar gerne mögen, was auch immer.

Aber ist es bei solchen Beraterverträgen nicht üblich, eine Verschwiegenheitsverpflichtung zu unterschreiben? Könnten Sie die nicht einhalten, vielleicht sogar proaktiv, wie’s im Beratersprech so schön heißt, einfach auf den Rest Ihres Lebens ausdehnen und die Klappe halten?

Fragt wie immer honorarfrei, jedoch vermutlich umsonst: Titanic

Sie, Thomas Meggle,

sind seit kurzem Sportchef des FC St. Pauli, der nicht nur seinen angestammten Wohnsitz in der 2. Bundesliga, sondern bekanntlich auch einen Ruf zu verteidigen hat. Deshalb sind wir freudig gespannt, was vom neu verpflichteten Abwehrspieler Julian Koch zu erwarten ist, den Sie mit den Worten vorstellten, er bringe »Qualität mit, die uns im Klassenkampf direkt weiterhelfen kann«. Wir hoffen allerdings, daß Sie damit seinen starken linken Fuß meinen und nicht etwa eine Arbeitseinstellung nach dem Motto »Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen«.

In diesem Sinne: Alle Macht den Grätschen! Titanic

Einfach schön, Christian Sievers,

Moderator der Heute-Nachrichten, wie Sie da neulich übergeleitet haben: »Im Saarland verunglückten mehrere Lastwagen auf einer knapp zehn Zentimeter starken Neuschneeschicht. Damit sind wir beim Sport.« Leider wurde die aufkeimende sadistische Hoffnung auf einen Riesenunfall beim Biathlon oder ähnliches sogleich von Wolf-Dieter Poschmann enttäuscht: »Jürgen Klopp… Tabellenplatz… Ernst der Lage…« usw.

Guckt dann doch lieber Pornos: Titanic

Rasender Reporter Willi Weitzel!

Mit dem »dm«-Kundenmagazin Alverde plauderten Sie über Ihre Arbeit als Journalist für kleine Leute (»Ich knie mich zwischendurch gerne hin, um mir zu verdeutlichen, wie die Welt aus Kinderaugen aussieht«) und die Abenteuer, die Sie bei der Produktion Ihrer Sendungen schon erlebt haben. Unter anderem erzählten Sie: »Ich bin mit einem Esel von Nazareth nach Bethlehem gewandert.« Hey, stark, Weitzel! Und wissen Sie, was das Allerbeste ist? Ihr Reisebegleiter kann jetzt genau dasselbe sagen!

Etwas kindisch: Titanic

Yeah, Oliver Bierhoff!

Als die über Wochen hinweg zuverlässig gegen Moslems und Asylbewerber hetzende Bild-Zeitung Sie und 49 andere Promis plötzlich schön heuchlerisch dazu aufrief, »Nein zu Pegida!« zu sagen und mit Foto und Statement ein »Zeichen gegen Fremdenhaß und Intoleranz« zu setzen, waren Sie in der ersten Reihe dabei. Ihr Appell: »So selbstverständlich, wie wir in der Nationalelf Integration leben, so sollte es auch in der Gesellschaft funktionieren.« Wie lebensnah, Bierhoff! Einfach mal alle Mitglieder der Gesellschaft mit Erfolgsbewußtsein und Millionengehältern ausstatten, Frauen und Schwule natürlich ausgenommen, und die bunte Riesentruppe anschließend auf einen gemeinsamen Feind einschwören, zum Beispiel die Mannschaften anderer Nationen. Diese dann der Reihe nach besiegen, Weltmeistertitel einfahren – und schon sind Fremdenhaß und Intoleranz innerhalb des Gesellschaftsteams wie weggeblasen!

Man muß eben nur mal einen fähigen Manager fragen.

Selbstverständlich! Titanic

Hallihallo, Peter Maffay!

Im Interview mit »Merkur-Online« haben Sie erklärt, wie es mit Ihrem Kinderdrachen »Tabaluga« weitergehen soll: »Alle Einnahmen aus ›Tabaluga‹ gehen in meine Stiftung, die etwa 1200 traumatisierte Kinder pro Jahr unterstützt. Die Stiftung braucht im Jahr gut eine Million Euro. Dafür muß ›Tabaluga‹ arbeiten – mit Platten, einem Film, mit Merchandising und anderem.«

Schon gut, Maffay, aber wäre es nicht sinnvoller, diese vielen Kinder gar nicht erst zu traumatisieren? Zum Beispiel, indem man sie nicht mit Ihnen und Ihrem albernen Drachen konfrontiert?

Ach, jetzt haben wir die ganze schöne Geschäftsidee verraten?

Entschuldigt sich kein bißchen: Titanic

Verehrte Veronica Ferres!

Als Seelsorgerin »Lena Fauch« haben Sie Ihr beachtliches Repertoire um die Rolle einer weiteren starken Frau erweitert. Zu Ihrer darstellerischen Leistung gibt’s wie immer wenig zu sagen, nur am Namen der Figur könnte man vielleicht noch etwas drehen. Gut vorstellen könnten wir uns z.B. »Mona Gähn« , »Elena Ächz« oder »Wanda Heul«. Nicht zu Ende besprochen wurde der Vorschlag »Verona Ferrezzzzz«, weil plötzlich alle so müde wurden.

Mit schweren Lidern: Titanic

Inschallah, Wolfgang Röhl!

Unter der Überschrift »Die ist bestimmt nicht Charlie« haben Sie es uns auf Ihrer ach so guten »Achse des Guten« aber gezeigt: »Die TITANIC war mal richtig gut; damals, als sie noch den Kohl hatte und die Wiedervereinigung … Charlie ist (oder war) eine Schnellfeuerkanone des anarchischen Brachialhumors, die wahrhaftig vor nichts zurückschreckt. Die TITANIC wirkt dagegen wie eine mit kleinkalibrigem Ulk armierte Schwester von Gremlizas Klugscheißerkurier Konkret.« Hihi. »Den Papst als bepißten Tattergreis aufs Cover zu stellen bildete vor einiger Zeit den Höhepunkt der Gratiscourage. So etwas trägt den Satireerzeugern zwar keine Massaker, aber schon mal eine Unterlassungserklärung ein, welche sie für ein Weilchen im Gespräch hält. Der Spaß hört beim Islam allerdings auf. Mit dessen zuweilen ja nicht unkomischen Erscheinungsformen oder mit ›Islamkritik‹ oder gar mit Mohammed-Anmache haben die Religionsverächter auf der TITANIC wenig am Griffel. Statt dessen stänkern sie gern gegen den – im Gegensatz zur TITANIC – ziemlich erfolgreichen Kabarettisten Dieter Nuhr.« Haha. »Um ihre Ahnungslosigkeit über die TITANIC unter Beweis zu stellen, riefen gestern diverse Blätter und Sender bei den Frankfurter Spaßgesellen an. Ob diese sich jetzt auch in Gefahr fühlten, wollte man wissen. Was sehr lustig war, denn ebenso gut hätte man einen Hartz IV-Empfänger fragen können, ob er sich von den neuen Gesetzen gegen Geldwäsche bedroht fühlt. Oder einen Menschen ohne Führerschein dazu interviewen können, wie empfindlich ihn die Pkw-Maut treffen wird.« Hoho!

Gut gegeben, Röhl! Aber sagen Sie mal: Während unsereins das Verhalten von islamistischen Terroristen eher für irrational hält, auch weil sie sich auf ihre sehr eigene Weise aus einer heiligen Schrift bedienen, wissen Sie offensichtlich sehr genau, weswegen welcher Satiriker für den Islamisten tötungswürdig ist und welcher nicht. Also, Röhl, leichter hätten Sie es uns nicht machen können vorzuführen, wie nah Ihr Denken dem der Schlimmsten der akuten Religionsfanatiker ist.

Dafür Dank, und viel Spaß beim Lachen über Dieter Nuhr wünscht: Titanic

Und Du, Trendsetter »Rügenwalder Mühle«,

hast jetzt den »vegetarischen Schinkenspicker« im Angebot. Raffiniert! Schon der Produktname wird jedem Vegetarier das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Unser Vorschlag für die nächste, noch zeitgemäßere Kreation: »Vegane Bio-Schlachtplatte ›Jägerart‹ mit Blutwurstersatz aus fairem Handel«.

Hoch das Beil! Titanic

Grüß Gott, Thomas Strobl!

Sie sind CDU-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, also dort, wo die Polizei 2010 im Stuttgarter Schloßgarten ihre Leistungsfähigkeit besonders augenfällig bewies. Auf dem CDU-Bundesparteitag haben Sie nun erklärt, Kennzeichnungsschilder für Polizeibeamte seien »läppisch«, schließlich trügen Verbrecher ja auch keine. Gut gebrüllt, Löwe – nur: Wie soll man die denn dann auseinanderhalten?

Fragt Titanic

Air Chief Marshal Arthur Harris!

Dresden wird derzeit wieder von einer Naziplage heimgesucht! Könnten Sie mit der Ihnen unterstellten Royal Air Force und ggf. in Kooperation mit den United States Army Air Forces eventuell erneut ein deutliches Zeichen setzen? Notfalls auch in einer Neuauflage Ihres flächendeckenden Engagements von 1945?

Fragen die Partisanen von der Titanic

Wie zur Hölle, »Check24«,

schafft Ihr das bloß, daß in Euren Werbespots sämtliche Darsteller, Mann wie Frau wie Kinder, so dermaßen horrorhousemäßig unsympathisch bis schon schier widerlich rüberkommen mit ihren verzerrten Visagen und zuckenden Verrenkungen? Man wäre bei diesen ekelerregenden Mittelstandseigenheim-Zombiefamilienszenen mit Zickendrahtdance und Vollfressenplayback (»Everybody dance now!«) jedenfalls gar nicht so traurig, wenn jetzt auch noch ein Kettensägenmassakermensch, das Alien, Freddy Krueger und Edward mit den Scherenhänden gleichzeitig auftauchen würden, um diesem Werbegesichtelend ein Ende zu machen.

Gnade! Titanic

Und Sie, Jörn Kruse,

Spitzenkandidat der Hamburger AfD, fanden angesichts des Terrors in Paris die Ihrer Partei angemessenen Worte: »Leider ist es viel früher passiert, als ich gehofft hatte.« So zirka eine Woche vor dem 15. Februar, dem Tag der Hamburger Bürgerschaftswahl, hätte Ihnen sicher viel besser gepaßt, oder? Daß auf diese Muselmänner aber auch so gar kein Verlaß ist!

Kopfschüttelnd: Titanic

Hessischer Direktversicherer AGIDA!

Was gehört eigentlich so zu Deinem Leistungsspektrum? Lohnfortzahlung im Fall der Jobwegnahme durch einen Immigranten? Ausweitung der Auslandskrankenversicherung aufs Inland? Vorsorgeuntersuchungen bei familiärer Vorgeschichte von Religionsunverträglichkeit?

Leicht verunsichert: Titanic

Recep Tayyip Erdoğan!

Sie überraschen uns immer wieder mit Ihren Stellungnahmen. Nun sollen Sie laut einer Meldung der DPA die Meinungsfreiheit in der Türkei gelobt haben. Wörtlich hieß es: »Ich sage das sehr deutlich, die Türkei ist am besten, wenn es um Meinungsfreiheit geht.« Und auch da haben Sie selbstverständlich wieder vollkommen recht, Erdoğan! Eine solch lächerliche Äußerung wäre in vielen anderen Ländern, die von irren Machthabern gelenkt werden, verboten worden. In der Türkei hingegen wird sie veröffentlicht und bleibt obendrein auch noch straffrei.

Dafür Respekt von: Titanic

Ehrerbietiger Christoph Dallach!

Dem hingeschiedenen Joe Cocker schrieben Sie auf »Spiegel online« einen Nachruf und rühmten Cocker dort als einen Künstler, »der sich nach vielen Abstürzen vor allem aufs Überleben konzentrierte. Bis zuletzt.« Was ihm dann ja sogar auf die Mikrosekunde genau gelang – wahrscheinlich weil er kein ADS hatte.

Konzentriert sich aufs Juxen: Titanic

Pech gehabt, Gabriele Pauli!

Nun sind Sie doch nicht Bürgermeisterin geworden, obwohl Sie als Ex-Landrätin aus Süddeutschland, »CSU-Rebellin« und bekannt wilde Societymaus den steifen Syltern im heißen Wahlkampf sogar »ein eigenes Autokennzeichen« versprochen haben. Sie würden allerdings trotzdem gern da oben an der Nordseeküste bleiben, sagten Sie, wenn sich vielleicht etwas anderes ergäbe. Na, warum versuchen Sie’s dann nicht noch mal auf Pellworm oder als Bürgermeisterin von Hallig Hooge? Die hätten bestimmt auch gern was Individuelles an ihren drei Autos.

Hupengrüße aus TIT: Titanic

Und, Diekmann,

über das Leben als Preis der Pressefreiheit haben natürlich auch und gerade Sie an der Front der Boulevardmedien schriftlich nachdenken müssen und sind zu dem ergreifend schlichten Schluß gekommen: »Unsere Kollegen in Paris haben diesen höchsten Preis bezahlt. Wir verneigen uns vor ihnen.«

Von Ihrem Schleimkotau können wir Sie nicht abhalten, Diekmann. Aber wie kommen Sie auf »Kollegen«? Diese Männer in Paris hatten Charakter.

Salut: Titanic

Oho, Kai Diekmann!

Als Redner durften Sie anläßlich einer Veranstaltung der »International Advertising Association« Ihre ganz eigene, brandheiße Technologiemeinung auspacken: »Daten sind das neue Öl«, gossen Sie Öl ins digitale Debattenfeuer. Brillant, Diekmann! Aber was gedenken Sie denn nun mit diesen Unmengen an hochwertigen Daten anzustellen? Die Salate in der Kantine anmachen? Die Brüste der Redaktionsmätressen massieren? Oder schütten Sie sich das Zeug ganz einfach literweise in die Haare?

Weiß jedenfalls, weshalb Sie ein so unerträglich schmieriger Typ sind: Titanic

Cher Michel Houellebecq!

Abseits Ihres neuen und wieder mal sagenhaft skandalösen Romans »Soumission« (auf deutsch: »Unterwerfung«), der gegenwärtigen Terrorgefahr sowie der möglichen Islamisierung Frankreichs täte uns vor allem eine Frage interessieren: Warum sehen Sie neuerdings so aus wie eine Mischung aus Ralf Husmann und einer rothaarigen Hexe, der die Muslime das Knusperhäuschen weggefressen haben? Zur Abschreckung?

Klappt bei uns jedenfalls schon mal ganz gut. Hu!

Submissest: Titanic

Werte Sicherheitsbehörden!

Seit dem 11. September 2001 und, aus gegebenem Anlaß im Namen der Kollegen aus Frankreich, fragen wir uns: Warum ruft Ihr eine erhöhte Terrorwarnstufe eigentlich immer erst nach einem Attentat aus? Wir Satirezeitschriftenredaktionen nähmen zur Not auch eine davor.

U.A.w.g.: Titanic

Hurra, Wolfgang Schäuble!

Über Angela Merkel urteilten Sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, Merkel habe »es viel besser als viele andere Regierungschefs in Europa geschafft, die Interessen einer sehr heterogenen Gesellschaft zu bündeln«. Weiter schwärmten Sie: »Das ist eine neue Form von Führungsqualität. Die ist nicht so hurra-mäßig wie bei Napoleon – aber erfolgreicher.« Ihre historische Bewertung Merkels in allen Ehren, Schäuble, aber sind Sie da nicht etwas voreilig? Warten Sie doch erst mal ab, wie sich die Kanzlerin auf ihrem Rußlandfeldzug und in Waterloo schlägt!

Stets hurra-mäßig: Titanic

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi!

Sie wollen, wie unter anderem auf »Zeit online« nachzulesen war, etwas gegen die sinkende Wahlbeteiligung unternehmen und Wahlen in Deutschland künftig attraktiver machen. Sehr gut! Dann wird also die SPD vom Wahlzettel gestrichen?

Es freuen sich jetzt schon: die Wahlbeobachter auf der Titanic

Huhu, »Sächsische Zeitung«!

Für die Beschreibung der wöchentlichen Pegida-Zusammenrottungen hast Du ein neues Adjektiv gefunden, nämlich »asylkritisch«. Da freuen sich schon auf Deine Artikel über den judäoskeptischen Nationalsozialismus und die satiremißbilligenden Attentäter von Paris:

Deine Sachsenstupser von Titanic

Amen, Til Schweiger!

In einem Interview taten Sie kund: »Ich bin überzeugt, daß es einen Himmel gibt, tue mich aber schwer mit dem Glauben an Gott.« Für eine »Supersache« hielten Sie jedoch, wenn Sie dereinst überrascht würden: »Mensch, den gibt es ja doch.« Sehen Sie, Schweiger, bei Ihnen ist es grad andersherum: Eine richtig megageile Supersache wäre die Überraschung: »Mensch, den gibt es ja gar nicht!«

Für die vielen Ungenannten: Titanic

Sehr geehrte Islamisten,

jetzt, da offensichtlich auch Satiriker auf Euren Abschußlisten stehen, möchten wir Euch inständig bitten: Schießt nicht auf uns! Nicht nur, weil wir gerne noch eine Weile leben möchten, das sicherlich auch, aber zuvörderst, weil, wer immer von uns überlebt, auf keinen Fall an der Seite von Angela Merkel einen Trauermarsch anführen und von einem tränenüberströmten Gauck abgeknutscht werden will. Diese Vorstellung müßte doch sogar für Eure Verhältnisse zu brutal sein.

Peace! Titanic

Obacht, Hans-Olaf Henkel (AfD)!

Der DPA vertrauten Sie an: »Ich beschäftige mich mit den Auswüchsen des Islam schon seit 20 Jahren. Es kann kein Zufall sein, daß in den meisten islamischen Ländern die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.« Und mindestens ebenso lange beschäftigen Sie sich ja schon mit der deutschen Wirtschaft. Da kann es doch wohl kein Zufall sein, daß die Arbeitnehmerrechte dort ebenfalls seit Jahren mit Füßen getreten werden! Könnten Sie, Henkel, sich denn nicht zukünftig lieber mit etwas Unverfänglichem beschäftigen? Briefmarken, zum Beispiel? Oder passender noch: Fußball?

Bitte! Bittet: Titanic

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Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 26.09.:

    Bei Arte im Portrait: Ex-TITANIC-Chef und PARTEI-EU-Abgeordneter Martin Sonneborn.

  • 18.09.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über den Niedergang der deutschen Plastiktüten-Manufakturen.

  • 15.09.:

    PARTEI-Führer Martin Sonneborn hält im Europaparlament eine gefeierte Rede zum "State of da Union".

  • 14.09.:

    Die Frankfurter Neue Presse gratuliert Eckhard Henscheid zum 75. TITANIC schließt sich an.

  • 14.09.:

    Oliver Maria Schmitt in der FAS über Liebesschrott an Brücken.

Titanic unterwegs
29.09.2016 Sassnitz, Grundtvighaus
  Max Goldt
29.09.2016 Madrid, Cafeteria der Deutschen Schule
  Thomas Gsella
29.09.2016 Wien, Reumannhof
  Michael Ziegelwagner mit Maximilian Zirkowitsch
30.09.2016 Stralsund, Kulturkirche St. Jakobi
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Liebe Leser!

Gegendarstellung: Die bedauernswerte Dame, die von Popstar Robbie Williams eine geschmacklose Geburtstagstorte mit der Aufschrift »Congrats, you’re the oldest person I’ve slept with« geschenkt bekommen hat, war nicht, wie in einer der letzten Ausgaben von »Briefe an die Leser« fälschlich behauptet, seine »Ex«. Und die sensationell stillose Torte wurde dem Ex-Popstar auch nicht von seiner Ex-, sondern seltsamerweise immer noch angetrauten Gattin leider nicht in die seinerseits auffällig alt gewordene (42) Goschn geklatscht. Was wiederum menschlich tadellos gefunden hätte: Titanic

 Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

 Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

 Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

 Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Die Bremer Stadtmusikanten mal anders:

Fleisch im Fleisch im Fleisch im Fleisch.

Julia Mateus

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch

 Beim Beobachten der Jugend

Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat.

Wolfgang Beck