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Buon giorno, Frank Schätzing!

Der Held Ihres neuen Romans »Breaking News«, der eine mörderische Intrige im Nahen Osten aufdeckt, heißt Tom Hagen. Genau: Tom Hagen. So wie jener Consigliere der Corleones im Weltbestseller »Der Pate« von Mario Puzo, der in den Filmen von Robert Duvall gespielt wird. Hut ab, Schätzing, Sie wissen eben, in welcher Liga Sie spielen!

Doch was kommt als nächstes? Eine unerschrockene Reporterin namens Scarlett O’Hara, die in Südafrika dafür sorgt, daß die Erinnerung an Mandelas Haftzeit nicht von Winden verweht wird? Oder ein weiterer, ebenso unerschrockener Reporter namens Harry Potter, der dem Zauber der Historie auf der Spur ist? – Aber nein, das geht natürlich nicht. Literarische Magie ist ja nicht so Ihre Sache. Sie sind eher der Experte für ratternde Klischees wie aus der Maschinenpistole, eine Sprache, die sich in Betonschuhen zum Fluß zu schleppen scheint, und große Zahlen auf allerlei Konten. Insofern paßt der Name des Mafia-Buchhalters doch prima!

Gruß ohne Pferdekopf und -fuß: Titanic

Und wenn, Tim Neshitov (»SZ«),

die Russen an einem jeden 9. Mai das »Lied des Sieges« singen, was singen sie dann? Doch hoffentlich kein Lied, das den Sieg der Kommunistischen Partei über die faschistischen deutschen Mordbrenner feiert: »Wenn es ein Lied gibt, bei dem jeder in Rußland (und sehr viele in der Ukraine) innehalten [sic], ob Putingegner oder Putinwähler, ein Lied, das den Sieg über Adolf Hitler in einfache Worte faßt, den Sieg der Menschen, nicht den der kommunistischen Partei, dann ist es dieses Lied … Es wird am 9. Mai gesungen, wenn die Enkel von Stalins Henkern und die Enkel von Stalins Opfern sich versöhnen, wenn die wenigen noch lebenden Veteranen sich ihre Medaillen an die Brust heften und auf die Straße gehen.«

Viele, lieber Herr Neshitov, sind gestorben, damit irgendwann ein »Lied des Sieges« angestimmt werden konnte und 70 Jahre später ein gebürtiger Russe (*1982) in der deutschnationalen Presse »Opfer« und »Henker« exklusiv mit jenem Stalin zusammendenkt, der den Großvätern süddeutscher Führungsredakteure beim geschäftsmäßigen Henken von Millionen russischer Untermenschen in den Arm gefallen ist. Und natürlich besteht Journalismus darin, sich immer da hinzustellen, wo’s warm rauskommt, und was sollen Ihnen die Sieger von gestern, wenn die Sieger von heute Ihre Miete zahlen; aber Obacht: Vielleicht begegnet Ihnen mal einer der wenigen noch lebenden Veteranen und heftet Ihnen eine Medaille ins Gesicht dafür, daß der größte Tag der Sowjetunion Ihnen bloß Anlaß für totalitarismustheoretische Ferkeleien in der Feindpresse ist.

Unversöhnt: Titanic

»5. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival«!

Weißt Du, was uns an Deinem Programm mit zehn Lesungsveranstaltungen Ende Mai/Anfang Juni am allerbesten gefällt? Daß dort nur Schauspieler wie Iris Berben, Senta Berger, Martina Gedeck, Dominique Horwitz, Sebastian Koch und Esther Schweins auftreten. Und keine Poeten oder Literaten – die nerven schließlich nur!

Nicht nur Dich, auch uns: Titanic

Huhu, Ina Groll (alias Kitty Blair)!

Ihnen als stramm deutschnationaler Ex-Pornodarstellerin hat die NPD wegen Ihrer Erwachsenenfilme und vor allem der darin gut ausgeleuchtet zu sehenden Schleimhautkontakte mit offensichtlich Nichtariern Hausverbot für alle ihre Veranstaltungen erteilt. Vollkommen verständlich ist die Ablehnung, die die NPD Ihnen entgegenbringt, jedoch nicht, wenn man z.B. Ihr Interview mit dem rechten Blog »Sache des Volkes« liest: »Tatsache ist folgende, daß Dinge in meiner Vergangenheit passiert sind und gelebt wurden, die nicht immer zu meinem Vorteil in der gegenwärtigen Situation sind, steht ganz außer Frage. Und natürlich bereue ich gewisse Dinge, die von mir gelebt wurden; nichtsdestotrotz aber bin ich ein positiv eingestellter Mensch, der aus jeder Situation ein Maximum an Erfahrung in sein kollektives Bewußtsein aufnimmt und damit arbeitet. Ich möchte da auch nicht unbedingt wertend mit mir selbst umgehen, aber gewisse Dinge waren einfach nicht vorbildlich, wie andere damit umgehen, kann ich nicht beeinflussen, aber auch meine Vergangenheit in der Pornobranche ist ein Teil von meinem Leben, aber eben Vergangenheit.«

»Nicht vorbildliche« »Dinge«, die »in der Vergangenheit gelebt« wurden, die Sie auch »bereuen«, die Sie als »positiv eingestellter Mensch« aber in Ihr »kollektives Bewußtsein« aufnehmen und »damit arbeiten«, Vergangenheit ist »eben Vergangenheit«: wenn die Nazis noch ganz bei Trost wären – was sie natürlich nicht sind, sonst wären sie ja keine –, hätten sie Ihnen alle Türen für eine glänzende Karriere in der Bewegung, auch über den Unterleib hinaus, öffnen müssen.

Empfiehlt Ihnen Renationalsozialisierungsmaßnahmen für Sie: Titanic

Und übrigens, Richter!

Früher, bei der FAS, waren Sie mal ein gedankenvoller Kunsthistoriker, Architekturkritiker und Kulturbeobachter; heute, als alleweil viser Big-Apple-Kulturchecker für die Konkurrenz, reicht’s meist nur zu Geschwätz. Wie kam’s? Zuviel Pastrami? Die anstrengenden Insidernächte zwischen Williamsburg und Meatpacking District? Oder einfach besoffen von der eigenen Bedeutung als Welthauptstadtbewohner? Aber waren Sie das nicht in Berlin schon?

Gruß aus Frankfurt-Bockenheim: Titanic

Peter Richter (»Süddeutsche«)!

So absolut nötig und allerhöchste Zeit es war, sich auf der Vorderseite des Wochenendteils in der launigen Art eines New Yorker Kulturkorrespondenten für die Legalisierung von Cannabis auszusprechen, aber nicht, weil man’s gern hat, sondern weil einem »eine Kifferfolklore schon rein ästhetisch auf den Wecker geht, die sich bis dahin als Widerstandsbewegung aufführen darf« – eine Kifferfolkore, die man freilich problemlos umgehen kann, wenn man nicht auf 500 launigen Druckzeilen darüber Beschwerde zu führen plant –, so konsequent wäre es aber von den Kollegen gewesen, die Rückseite desselben Wochenendteils nicht der sich als Widerstandsbewegung aufführenden Nervensäge Ai Weiwei zur Verfügung zu stellen; für deren Legalisierung es, rein ästhetisch, halt gleichfalls allerhöchste Zeit wäre.

Was einem alles so auffällt, wenn man bekifft ist! Titanic

Also wirklich, Altphilologen!

Euer ewiges Gejammer, daß Ihr nicht wißt, an welcher Seite diese neuartigen Klappcomputer aufgehen und wo man nun das Internet reinstecken kann und daß der Akku immer leer ist – das ist doch mittlerweile schon ein Laptopos.

Griecht am Boden vor Lachen: Titanic

Fritz J. Raddatz!

Auf »Welt online« lamentierten Sie über eine von Ihnen diagnostizierte »Nachahmungswut«, die sich darin zeige, daß alle tätowiert sind, bunte Schuhe tragen und ihr Basecap verkehrtherum aufsetzen. Vor allem letzteres läßt darauf schließen, daß der Artikel schon seit gut 20 Jahren in Ihrer Schublade geschlummert hat, bevor Sie sich endlich entschlossen, der Öffentlichkeit ihre angebliche Gleichförmigkeit vorzuhalten. »Herr Meyer will partout aussehen wie Herr Lehmann, Frau Schulz wie Frau Müller.« Nur noch wenige widersetzten sich dieser Uniformierung, und selbstverständlich seien Sie dabei. »Also sind wir wenigen, die wir kein weißes T-Shirt unterm offenen Hemd tragen, Verfemte. Also ist der großartige Romancier Mosebach, weil er ein Einstecktuch benutzt, ein Paria.« Und Sie schließen für sich daraus: »Da bin ich aber gerne und unter allen Umständen begeisterter Überzeugungsaußenseiter.« Hätten Sie das nicht noch griffiger formulieren können? Zum Beispiel so: Herr Raddatz will partout aussehen wie Herr Mosebach.

Sieht aus wie Titanic: Titanic

Sagen Sie mal, Bischof Dröge (Berlin),

Ihre Predigten, sind die eigentlich – mitreißend?

Entrückt: Titanic

Liebster Volker Kauder, Fraktionschef!

Über Gott und die Welt plauderten Sie neulich mit dem blöden Focus, fanden zwischendrin aber auch warnende Worte. Der »Wettbewerb mit den asiatischen Staaten« z.B. sei nur dann zu gewinnen, wenn man eine erfolgreiche Bildungspolitik betreibe, denn für die Deutschen gelte folgender Merkspruch: »Wer nix im Boden hat, muß es in der Birne haben.« Prima, Kauder: Wie gut hat’s da im Umkehrschluß der Asiat! Sein Boden proppenvoll mit Gold, Silber und Seltenen Erden, sein Kopf so angenehm leer, daß es gerade noch zum Plagiieren reicht. Oder der Italiener: Nix im Boden, nix in der Birne, dafür aber ordentlich Zunder in der Hose und la dolce vita mit Antipasti und Rotwein. Nur der Deutsche müht sich ab, muß erst aufs Gymnasium, dann an die Uni und schließlich, am schlimmsten, in die CDU, wo er wie Sie, Kauder, sein Kauderwelsch und seine depperten Kalendersprüche in unerträglichstem Badener Dialekt pausenlos aus der prall aufgepumpten Birne plätschern läßt, freudlos und verklemmt.

Singt lieber ein Loblied auf Sitzenbleiber und Schulabbrecher: Titanic

Menschenskind, Ikea!

Mit Sorge lasen wir, daß Du einige Deiner herzallerliebsten Baldachine für Kleinkinder wegen »Strangulationsgefahr« zurückgerufen hast. Wir verstanden dann auch, warum Du die Stoffdächer seit jeher »Betthimmel« nennst.

Mit paradiesischem Gruß: Titanic

Russische Soldaten, Towarischi!

Euch möchten wir herzlich beglückwünschen zu der Idee, einfach ohne Hoheits- und Rangabzeichen irgendwo einzumarschieren, so daß keiner dahinterkommt, wer da jetzt genau eigentlich Krieg führt und ob überhaupt. Das ist fantastisch! Wenn das Eure Kollegen aus den anderen Ländern jetzt auch noch machen würden, dann könntet Ihr Euch einfach alle, sagen wir mal, in der Sahara treffen und so lange gegenseitig vor die Mappe schlagen, bis Ihr alle umgefallen seid. Damit wäre dann endlich der Weltfrieden gesichert.

Freuen sich die Pazifisten von der Titanic

Yo, »Aspekte«-Team!

In einer Eurer letzten Sendungen hattet Ihr die Rapperin Sookee eingeladen, die mit ihren recht queeren Texten ein angenehmes Antidot zu all dem testosterongeschwängerten Müll darstellt, der den deutschen Hip-Hop sonst so überschwemmt. Im Kurzinterview fragtet Ihr Sookee, augenscheinlich ehrlich erstaunt, weshalb es denn so wenige Musikerinnen in dem Genre gebe, und die Gefragte gab ebenso brav die altbekannten Antworten (alles von testosterongeschwängertem Müll überschwemmt etc.). Dann kam der männliche Rapperkollege Marteria hinzu, nahm kurz für ein Gespräch auf der Couch Platz, um u.a. eine hanebüchene, testosterongeschwängerte Rechtfertigungsrede für Bushido zu halten, und performte alsdann auf der Bühne gleich zwei Tracks hintereinander – während Sookee auf der Couch weiterhin zum Zuschauen verdonnert war. Kann es also sein, daß Ihr die Antwort auf Eure dumme Frage schon kennt?

Falls nicht, gibt gern Auskunft: Titanic

Musikproduzent Thomas Stein!

Helene Fischer, so erzählten Sie der Bunten, sei im Gegensatz zu Andrea Berg »so elegant angezogen, daß keine Frau befürchten muß, ihr Mann könne sich zu der Blondine hingezogen fühlen«. Uns wird damit jetzt endlich klar, warum wir uns kaum retten können vor sexuellen Angeboten: Wir sehen aus wie die letzten Penner!

Hihi! Nur ein Spaß Ihrer eleganten Blondinen von Titanic

Heda, Jan Kleihues!

Sie sind der Architekt des neuen Gebäudes für den Bundesnachrichtendienst in Berlin. Zur Teileröffnung der neuen Schnüffler-Bleibe bestritten Sie in einem Interview mit »Deutschlandradio Kultur«, vor Jahren einmal gesagt zu haben, die neue BND-Zentrale erinnere von oben an ein Arschgeweih. »Ich habe das nie gesagt, sondern das hat eine bezeichnenderweise blonde Mitarbeiterin gesagt.« Wobei wir, Kleihues, Ihre seltsame Verteidigung nicht richtig verstehen: Erstens sieht das Gebäude von oben einfach aus wie ein Arschgeweih. Und ist es, zweitens, bei Ihrem Hang zu nazimäßiger Bau-Gigantomanie in Ihrem Büro etwa nicht Einstellungsvoraussetzung, blond zu sein?

Dann wären aber enttäuscht: Ihre blauäugigen Bauherren von der Titanic

Schamhaare, Christine Kaufmann,

liegen Ihnen am Herzen. Bzw. in noch borstigerer Metapher: »Christine Kaufmann (69) ebnet dem Schamhaar das Comeback!« So schreibt es die Bild und zitiert aus Ihrem neuen Buch »Lebenslust«, worin Sie Für und Wider des wichtigen Themas weise abwägen: »Kein wucherndes Gestrüpp«, aber auch kein »Kahlschlag wie mit dem Mähdrescher« dürfe dort herrschen, sondern, wie überall, das Gesetz der Mäßigung und des Mittelweges. Deshalb Ihre Empfehlung: »Die Schambehaarung sollte wie ein kleiner Garten gepflegt werden.« Aha. Soll heißen: für Artenvielfalt da unten sorgen? Das Genitalhaar als Naherholungsgebiet nutzen? Und im Sommer die Kinder drin spielen lassen?

Kongenitale Grüße von Titanic

Dich, »Bild«-Reporter Claas Weinmann,

hat Dein Arbeitgeber Ende März auf die Geisterroute des Fluges 370 von Malaysia Airlines geschickt. Das Protokoll konnte Deine Leserschaft wenig später nachlesen. »00:33 Uhr: Ich sitze auf Platz 29A, neben dem Notausgang. Durchsage von der Kabinen-Crew: ›Wir heißen unsere Gäste herzlich willkommen.‹« Blanke Ironie, Weinmann: Hier werden Passagiere begrüßt, während andere noch nicht einmal verabschiedet worden sind!

»1:27 Uhr: Abendessen: Es gibt Hühnchen-Sandwich und Erdnüsse. ›Das wird das letzte gewesen sein, was die MH370-Passagiere bekommen haben‹, denke ich.« Außer vielleicht, Weinmann, Todesangst oder Ohnmachtsanfälle? Weiter: »2:26 Uhr: Turbulenzen. Die Anschnallzeichen leuchten, die Flugbegleiter kontrollieren mit Taschenlampen, ob unsere Gurte angelegt sind.« Oje, Weinmann, ist Deiner Maschine etwa auch etwas zugestoßen? Aber wer hat dann den Bild-Artikel geschrieben? »4:54 Uhr: Das Licht geht an, das Frühstück wird ausgeteilt. Es gibt Shrimps in roter Currysauce, dazu Reis. ›Das werden die Passagiere von MH370 nicht mehr bekommen haben‹, denke ich.« Das stimmt wohl leider. Immerhin: Als kleiner Trost mag dienen, daß die Unglückspassagiere nicht auch noch Dich, Weinmann, in ihren Reihen ertragen mußten. Aber wenn die Spesenkasse noch ein paar Euro hergibt, dann reise doch bitte bei Gelegenheit mit dem American Airlines-Flug 11 über New York nach Los Angeles, nimm den ICE 884 von Hannover nach Eschede oder setze mit einer Nachbildung der Estonia von Tallinn nach Stockholm über.

Drückt dann kräftig die Daumen: Titanic

Klaus Kocks!

Als PR-Legende, Dauertalkshowgast und Schnauzbart der Herzen – würden Sie uns bitte einen Gefallen tun und mit dem TV-Humormann Guido Cantz eine Agentur gründen? »Kocks & Cantz Inc.« oder so ähnlich? Mit Geschäftsort in den USA fürs internationale Standing?

Bitte!

Wäre heiß auf jedes Ihrer Events: Titanic

Mensch, Boris!

Da liegt man nun mit kaputter Hüfte im Krankenhaus, nicht ganz so weggetreten wie Schumi, aber eben doch in diesem angeborenen, lebenslangen Halbkoma, hat nichts mehr außer seinem Smartphone, bei dem auch schon langsam der Akku abkackt, und dann twittert man mit letzter Geisteskraft: »Ich bin einfach nur traurig für den Mensch Uli #Hoeness!«
Traurig hingegen für den einfachen Mensch Boris #Titanic!

Lieber Harald Staun (»FAS«)!

In Ihrem ansonsten gar nicht schlechten Artikel über den Haßprediger Akif Pirinçci machen Sie einen seltsamen Vorschlag: »Womöglich ist in der Tatsache, daß so ein reaktionäres Gedankengut in den bürgerlichen Zeitungen und im Fernsehen nicht adäquat repräsentiert wird, tatsächlich eine strukturelle Schieflage zu erkennen. Und vielleicht könnte man die Erregung der alten weißen Heteromänner wirklich am besten dadurch abkühlen, indem man sie aus den Schmuddelecken des Internets auf die großen Bühnen des gesellschaftlichen Diskurses holt.« Also zu den tausend anderen alten weißen Heteromännern mit dem reaktionären Gedankengut? Wie sollen die denn abkühlen bei dem ganzen Gedränge? Wäre nicht, nun ja, Sibirien der adäquatere Ort? Dort ist es schön kühl, und genug Platz gäb’s ja auch.

Fragt aus der papiernen Schmuddelecke: Titanic

Was wir, Süddeutsche.de,

noch nicht so richtig verstanden haben: Wenn Du über einen Deiner unvermeidlichen Live-Ticker zum Streik der Lufthansa-Piloten »Brutalstmöglicher Streikauftakt« schreibst, ist das dann dialektisch im CDU-Sinne gedacht? Also so, wie weiland im Jahr 2000 Schreckgesicht Roland Koch als Parteichef und Ministerpräsident in der Spendenaffäre der hessischen CDU »brutalstmögliche Aufklärung« versprach – und dann das Gegenteil stattfand? Willst Du, Süddeutsche.de, mithin mitteilen, in Wirklichkeit sei der Streikauftakt mit 3800 gestrichenen Flügen doch läppisch und milde ausgefallen? Oder hältst Du es, wie wir vermuten, doch eher mit dem Neoliberalismus, ähnlich der restlichen deutschen Presse, und somit jeden Streik für ein unbotmäßiges Aufbegehren von übergeschnappten und gewalttätigen Angestellten?

Ticker uns das doch mal, bittet zärtlichstmöglich: Titanic

Unbekanntes Schlitzohr c/o Vatikan!

Das war ja eine entschieden clevere Idee, Dir Deine heiße Ware nicht namentlich an Dich persönlich schicken zu lassen, sondern ganz allgemein an die Poststelle des Papstsitzes, auch wenn der Zoll die Sendung ärgerlicherweise schon am Leipziger Flughafen abgefangen hat. Und nachgerade genial muß man es wohl nennen, wie Du die 14 Kondome mit einer Kokainfüllung hast tarnen lassen.

Chapeau! Titanic

Ach, Mönchengladbach!

Gerade hatte uns die Netz-WAZ mit der Nachricht deprimiert, Du gehörtest neben anderen, meist nordrhein-westfälischen Städten zu den Regionen »mit den schlechtesten Lebensbedingungen in Deutschland. Nur in Frankfurt/Oder lebt es sich noch schlechter als in Mönchengladbach und Herne«, da erreichte uns wenige Tage später per »Rheinische Post online« die frohe Botschaft: »Die beste Versorgung für Patienten mit Depressionen gibt es einer Studie zufolge in Nordrhein-Westfalen. Besonders gut wird in Remscheid und Mönchengladbach behandelt.«

Und prompt dachten wir versöhnt: Ach, wie sich bei Dir letztlich alles auf das glücklichste fügt, Mönchengladbach!

Mit einem lachenden und einem weinenden Augenzwinkern: Titanic

Ave »Handelsblatt«!

In Deinem Artikel »Was einen zum guten Chef macht« besprichst Du Managementratschläge des Stanford-Professors Bob Sutton und ziehst folgendes Fazit: »Ein Chef, der seine eigenen Mitarbeiter für Versager hält, muß sich erst einmal an die eigene Nase fassen, so Sutton. Keine neue Erkenntnis: Bereits der römische Senator Titus Petronius, Autor des Romans ›Satyricon‹, gab zu bedenken: Qualis dominus, talis et servus (Wie der Herr, so auch der Sklave).«

Und das bringt die spätkapitalistischen Zustände dann doch sehr hübsch auf den Punkt.

Morituri te salutant. Titanic

So so, »Vorstandschef« Karl-Heinz Rummenigge!

Der »Uli war der Kopf, das Herz und der Bauch von Bayern München«, haben Sie den Fans im Stadionblatt Bayern Magazin zwei Wochen nach Hoeneß’ Rücktritt von all seinen Vereinsämtern geschrieben und dabei wahrscheinlich nur schwer ein Schluchzen zurückhalten können. So weit, so brav, so rummenigge. Aber welche Körperteile sind denn nun Sie beim FC Bayern, Karl-Heinz? Das Rolex-Handgelenk? Die vorbestraften langen Finger? Oder die vier Rotbäckchen vorne und hinten?

Bussi: Titanic

Gotthilf Fischer (86), Chorleiter!

Zum Erhalt des deutschen Liedguts haben Sie jetzt in Bayern einen Verein gegründet. Der Dpa sagten Sie: »Bei alten Liedern bekomme ich immer den größten Beifall. Die deutsche Kultur wird im Ausland ernster genommen als in Deutschland. Hier schämt man sich dafür.« In China »standen« dagegen »alle stramm und haben begeistert ›Freude schöner Götterfunken‹ gesungen«. Was ist, Fischer, los? Menschen in aller Welt mit drittklassigen deutschen Liedern zu behelligen haben Sie jahrzehntelang auch ohne Vereinssatzung prima erledigt. Die Hauptsache ist doch, daß alle ein bißchen strammstehen!

Lied Heil: Titanic

Na ja, Stephan Scherzer!

Demnächst soll der deutsche Ableger von Buzzfeed starten, der Online-Plattform mit ihren erfolgreichen »Schmunzellisten und Katzenbildern« (Faz.net). Dies müsse aber nicht das Ende des Journalismus bedeuten, zeigten Sie sich als Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger überzeugt und begründeten dies so: »Am Ende des Tages ist für Zeitungen und Magazine jeder eine Herausforderung, der Zeit von Menschen abruft. Die Frage ist: Wie wertig sind diese Kontakte, wie vermarktbar sind sie tatsächlich? Man muß beobachten, ob Buzzfeed sein gigantisches Netzwerk vermehrt dazu nutzen kann, um Premiumcontent aufzubauen.«

Und wissen Sie was, Scherzer? Dieser gigantische Wortschrotthaufen mit seinen mindestens sieben mausetoten Phrasen, von »Am Ende des Tages« bis »Premiumcontent«, hat uns schließlich davon überzeugt, daß der »wertige« Qualitätsjournalismus, dem Sie offiziell vorstehen, tatsächlich dem Untergang geweiht ist – und davor aber niemandem bange sein muß.

Schlimmer geht’s ja nicht!

Beobachtet: Titanic

Aber, Wladimir Putin!

Was machen Sie eigentlich nun, da Sie aus dem G8 geworfen wurden? Zurück an die Hauptschule? Abendgymnasium? Ausbildung zum Tyrannen?

Empfiehlt den Eintritt ins Berufsleben: Titanic

Zackiges Salut, Bundeswehr!

Du wirbst gerade mal wieder in zivilem Gerät wie unseren U-Bahnen für die Karriere bei Dir und preist Deine Seestreitkräfte beispielsweise mit dem Slogan »Meer als ein Beruf« an. Das ist so gelungen, daß uns wie aus der Pistole geschossen gleich noch ein paar Vorschläge eingefallen sind: Bier als ein Beruf. Zwang als ein Beruf. Dumm als ein Beruf. Nicht zu vergessen: Tod als ein Beruf. Kannst Du alle haben, diese Sprüche, Bundeswehr, versprochen.

Deine Berufswerbetexter von der Titanic

Unbekannte Notärztin!

Jetzt hacken alle auf Ihnen herum, weil Sie einem 51jährigen Toten im brandenburgischen Prenzlau eine natürliche Todesursache bescheinigt haben, obwohl die Leiche drei Stichwunden aufwies. Dabei, unbekannte Notärztin, haben Sie in einer Region, in der man den Tod natürlicherweise mit Messerstichen herbeiführt, vollkommen korrekt attestiert!

Läßt Sie nicht allein: Titanic

Miau, Akif Pirinçci!

Über »Felidae«, Ihren Katzenkrimi-Bestseller von vor 25 Jahren, schreibt die »Krimi-Couch.de«-Kritik: »Eine Geschichte von serienmäßigen Morden und religiösen Sekten … von Wahnideen und Omnipotenzphantasien … eine Tierfabel, die in einem spannenden und furiosen Finale menschliche Abgründe enthüllt.«

Wahnideen und Omnipotenzphantasien, Morde und menschliche Abgründe… Pirinçci, Pirinçci – wie autobiographisch gefärbt Ihr Schreiben damals schon war! Wenn der neueste Blick in Ihren ganz persönlichen Marianengraben jetzt allerdings auch Ihr furioses Medienfinale wäre, würde keine falsche Katzenträne verdrücken: Titanic

KiK, Textil-Diskont!

Eine glatte Million Dollar spendierst Du also jenen Sklavenarbeitern in Bangladesch, denen letztes Jahr Deine dortige Fabrikhalle auf die Köpfe gekracht ist. Eine Million Dollar, das sind immerhin 720 000 Euro! Zwar mag mancher mäkeln, daß pro Toten (von denen es 1127 gab) und je Verletzten (2438) unterm Strich nur knapp 200 Euro bleiben – aber hey, KiK, solche Vorwürfe wären echt unfair!

Schließlich kriegen die Versehrten und Hinterbliebenen dafür in Deinen Filialen doch jeder mindestens dreißig T-Shirts, hundert Paar Socken, fünfzehn Hosen – und auch ein letztes Hemd pro Person sollte noch locker drin sein! Vielleicht sogar mit Taschen!

Fein-RIP wünscht Deinen Opfern: Titanic

Dürfen wir, werte FC Bayern-Fans,

Euer Transparent beim Spiel gegen Bayer Leverkusen, auf dem Ihr Uli Hoeneß ein »Danke Uli. Bis bald« hinterhergerufen habt, so verstehen, daß Ihr dem Patriarchen wirklich alles nachmacht und ihn bald beim Hofgang wiederzutreffen hofft?

Fragen die Schließer auf der Titanic

Und Du, »Bunte«,

fragst in der Überschrift eines Interviews mit Klaus Wowereit: »Wie bewältigen Sie all diese Krisen?« Ein kleiner Tip, Bunte: Es ist flüssig, wird in Flaschen ausgeliefert, und wenn man es trinkt, wird einem vieles einfach egal.

Hinweis Ihrer Krisenbewältiger von Titanic

Sehr verdienstvoll, Oberster Führer Kim Jong-un,

daß Sie mit Ihren Nordkoreanern die »feindliche US-Politik nicht tolerieren und vollständig vernichten« wollen, wie Sie laut Handelsblatt gelobten. Aber haben Sie denn dafür auch eine ausreichend leistungsfähige Politikvernichtungsanlage? Wir könnten Ihnen eine verkaufen: Sie heißt BER und steht gleich südlich einer Stadt, die auf »-lin« endet.

Um Ihr freundliches Angebot bittet: Titanic

Frauenzeitschrift »Lisa«!

Was hat denn Dich geritten, daß Du in Deinen Produktempfehlungen zum Frühjahr (»Wie putzig! Lustige Helfer fürs Großreinemachen«) ein Spülbürstenset vorstellst, bei dem die stilisierten Frisuren von Afroamerikanern zur Reinigung von dreckigem Geschirr verwendet werden? In Deinen Worten: »Geschirrspülmittel statt Shampoo auf die Haare: Diese Spülbürsten mit Afro-Frisur finden das echt klasse!« Und wirst Du demnächst gleichermaßen Klobürsten »Zigeuner-Art« oder Fußabtreter »Griechisch« bewerben?

Fragen die Tugendterroristen von der Titanic

Mensch, Schäuble!

»Das kennen wir alles aus der Geschichte. Mit solchen Methoden hat schon der Hitler das Sudetenland übernommen – und vieles andere mehr.« Mit diesen Worten erklärten Sie Berliner Schülern den kalten Krieg um die Ukraine. Nicht ohne anzufügen: »Deshalb müssen wir den Russen sagen, wir vergleichen euch mit niemandem. Aber ihr müßt wissen, das geht nicht.«

Putin und Hitler – der Vergleich hinkt, Schäuble! Und zwar ziemlich genau so, wie unser Propagandaminister einst hinkte! Nein, damit wollen wir jetzt selbstverständlich niemanden vergleichen. Wir meinen nur: dieses Rumpelstilzchenhafte, Verschmitzt-Diabolische, Verdruckst-Fanatische, Perfide-Verbohrte! Dieses systematische Auf-den-Kopf-stellen der offensichtlichen Realität, dieses unbeirrte Beharren auf der Parteilinie und todesmutige Verfechten der Staatsräson! Und dann dieses Sichzufriedengeben mit der ewigen Nummer zwei, dieses bescheiden-asketische Zurückstehen hinter dem Führer und Reichskanzler!

Aber abgesehen von diesen klitzekleinen Gemeinsamkeiten wollen wir wie gesagt keinerlei Vergleiche anstellen. Schon allein weil es Goebbels mit seinem Klumpfuß nie gelang, sich so geräuschlos auf Gummireifen anzupirschen.

Einbestellung des Botschafters an die Adresse im Impressum: Titanic

ZDF-Sportbubi Jochen Breyer!

Nach einem normal belanglosen TV-Geplänkel mit BVB-Trainer Jürgen Klopp, das von sogenannten Journalisten wegen irgendwas normal Belanglosem wie üblich zum »Eklat« hochtrompetet worden war, fühlten Sie sich zu folgender Klarstellung bemüßigt: »Mir tut es leid, wie es gelaufen ist. Ich könnte nicht weiter davon entfernt sein, provozieren zu wollen.« Und wissen Sie was, Breyer? Das glauben wir Ihnen aufs Wort! Andernfalls wären Sie auch kaum beim ZDF. Sie wohlerzogener Bengel, Sie!

Weit davon entfernt, provozieren zu wollen: Titanic

Apropos, »Finish PUR & KLAR Quantum«!

Besten Dank auch für Deinen Werbespruch! Nein, nicht den von wegen »nutzt die Reinheit und Kraft von Aktiv-Sauerstoff«. Und auch nicht den, in dem es heißt: »reinigt kraftvoll und sorgt für strahlenden Glanz.« Nein, es geht uns vielmehr um den Satz: »Für das gute Gefühl, mit weniger schädlichen Chemikalien sauber zu spülen!« Denn »pur« hin, »klar« her – weniger schädlich ist ja bekanntlich trotzdem immer noch was? Genau!

Deine Spülschädlinge von: Titanic

Sie wiederum, Martin Schulz (SPD),

teilten in Ihrer Funktion als Präsident des Europäischen Parlaments im ARD-Interview jetzt folgendes Selbstverständnis mit: »Die Leute, die mich kennen, wissen, daß ich ein relativ ausgesprochen Klartext redender Politiker bin.«

Und was soll man sagen, Martin Schulz, Spitzenkandidat der Europäischen Sozialisten bei der Europawahl? Relativ genau so hört sich das auch an!

Ihre Klartexter von der Titanic

Sorry, Barack Obama!

Aber wenn Sie inmitten des ständigen NSA-Enthüllungsgewitters lobenswerterweise schon mal die Wahrheit zu sagen versuchen (»Die Wahrheit ist, daß ich grundsätzlich sehr scharf in Jeans aussehe«), dann sagen Sie gutgelaunter Grüßaugust doch gleich die ganze Wahrheit!

Und die ist: Ihre Jeans sehen ohne Sie sogar noch schärfer aus.

Extrem angespitzt: Titanic

Frank Elstner, alter Showhase!

Nachdem Markus Lanz verkündet hatte, daß »Wetten, daß…?« nach drei weiteren Ausgaben zum Jahresende eingestellt wird, erzählten Sie »Spiegel online«, Sie hätten bei der Nachricht »einen ziemlichen Schreck gekriegt«. Und weiter: »Ich habe mich gefühlt wie ein Boxer, der einen Tiefschlag verpaßt bekommt.«

Das, Elstner, können wir nur allzugut verstehen. Denn: Noch dreimal »Wetten, daß…?« mit Markus Lanz – das ist in der Tat eine schreckliche Vorstellung!

Geht beim Gedanken an die kommenden Sendungen schon jetzt k.o.: Titanic

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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Mark-Stefan Tietze: "Allein unter Veganern"
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Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Oliver Maria Schmitt: "Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen durch die Hölle und zurück"
TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Wiglaf Droste: "Der Ohrfeige nach"
"Ein Jahr ohne neues Drostebuch ist ein verlorenes Jahr", lautet eine alte Indianerweisheit, die "Häuptling eigener Herd" (= W. Droste) seit gut zwei Jahrzehnten beherzigt. In dieser Geschichten- und Glossensammlung nimmt uns der gemütliche Wüterich mit auf eine Reise zu abgedroschenen Phrasen ("jmd. mit auf die Reise nehmen"), schändlichen Servicewüstensöhnen und den allerletzten Medien- und Werbeauswüchsen. Merke: Der Großstadtalltag im 21. Jahrhundert ist schwer erträglich – mit Wiglaf Droste als Gefährte aber wenigstens unterhaltsam.Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Schmitt, Tietze, Zippert (Hrsg.): Promi-Massaker: Die endgültige People-Bibel
Promis sind wie Omis, nur mit besserer PR? Von wegen! Sie sind Vollpfosten, Spackos, Troglodyten, Piesepampel, Gammelfleisch, Psychopathen und Arschgranaten, und als solche behandelt sie TITANIC seit über 30 Jahren. Die wichtigsten Abrechnungen finden Sie in diesem Buch.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Christian Y. Schmidt: "Bliefe von dlüben: Der China-Crashkurs"Er kannte den Großen Vorsitzenden Mao noch persönlich (aus seinen Büchern), weiß, was sich hinter der "Nr. 17" verbirgt und spricht fließend in einem fort: China-Experte Christian Y. Schmidt. Wer wissen will, von was für einem Volk er künftig beherrscht wird, sollte sich diesen Crashkurs nicht entgehen lassen. Ein Buch wie ein großer Sprung nach vorne.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 02.12.:

    TITANIC-Chefredakteur Tim Wolff spricht mit dem Deutschlandradio Kultur über die erste deutsche Ausgabe Charlie Hebdo.

  • 29.11.:

    PARTEI-Führer Martin Sonneborn spricht mit der Taz u.a. über den Wahlkampf 2017.

  • 23.11.:

    Das Radio SFR1 bespricht Thomas Gsellas neuesten Gedichtband "Saukopf Natur".

  • 22.11.:

    Über eine Lesung der TITANIC-BoyGroup in Ulm berichtet die Augsburger Allgemeine.

  • 22.11.:

    Die Allgemeine Zeitung über einen Mainzer Auftritt der 3 TITANIC-Chefredakteure.

Titanic unterwegs
05.12.2016 Hannover, Schauspiel
  Heiko Werning, Hartmut el Kurdi, Teilzeitflaneure
06.12.2016 Frankfurt am Main, Club Voltaire
  TITANIC-Ersatzveranstaltung mit Mark-Stefan Tietze
08.12.2016 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Thomas Gsella
11.12.2016 Kiel, Metro-Kino
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Theologin Margot Käßmann!

Theologin Margot Käßmann!

In Ihrer BamS-Kolumne schrieben Sie: »Beim Essen sind wir alle gestört. 90 Prozent aller weiblichen Teenager wollen abnehmen. Das ist doch verrückt. Schön ist, wer Ausstrahlung hat und lebenslustig ist. Das sollten wir anderen öfter sagen. Wie heißt es in der Bibel: ›Siehe, meine Freundin, du bist schön.‹«

Ja, Käßmann. Wie heißt es aber auch in der Bibel: »Deine zwei Brüste sind wie zwei Kitzen, wie Zwillinge einer Gazelle, die weiden in den Lilien.« Und: »Goldenen Säulen auf silberner Basis gleichen ebenmäßige Beine auf schlanken Fesseln.« Das steht auch drin: »Ein großer Verdruß ist eine Frau, die trinkt; sie kann ihre Schande nicht verbergen.« Ist für jeden was dabei, auch für Ihre Bibelfreunde auf der Titanic

 Laut Bild.de, Joachim Löw,

verbotst Du kürzlich vor einem Spiel »Arroganz gegenüber Fußballzwerg San Marino«. Tja, was sollen wir sagen? Bei Bild.de hat es schon mal nicht gefruchtet.

Petzt Titanic

 Hoi, Liechtensteiner Amt für Statistik!

Wie in Deiner Broschüre »Liechtenstein in Zahlen 2016« im Abschnitt »Viehbestand und Milchproduktion« zu lesen war, gab es anno 1990 in Deinem Land 171 Ziegen, zehn Jahre später schon 239 und noch einmal zehn Jahre später bereits 416 Exemplare der paarhufigen Hornträger. Glückwunsch erst mal dazu, und nicht nur zur Akkuratesse der Erfassung. Doch, o weh, was sticht uns nur eine Zeile weiter in Herz und Auge? Ein profanes Nichts prangt an der Stelle, an der eigentlich die Anzahl der Nutzhühner von 1990 bis 2000 angegeben sein sollte. Rinder, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, ja selbst Bienenvölker sind erfaßt, doch Hühner: k.A.

Solch Schlamperei macht auch die bis aufs letzte Federvieh genau angegebene Zahl (12 626) im Jahr 2010 nicht wieder gut. Im Gegenteil, zeigt sie doch nur, daß es möglich gewesen wäre, alle Hühner zu erfassen, es aber schändlichst unterlassen wurde! Und überhaupt, nur Nutzhühner gibst Du an? Die unzähligen Last- und Haushühner im Alpenreich fallen einfach unter den Tisch, als gäbe es sie nicht? Allen hätten wir so etwas zugetraut, nur nicht Dir, Liechtensteiner Amt für Statistik!

Tief verletzt und bitter enttäuscht verbleibt wehklagend Deine Titanic

 Und mußtest Du, »Taz«,

den Artikel »Auch Frauen prügeln«, in dem es um männliche Opfer häuslicher Gewalt ging, wirklich einen Autor namens André Zuschlag schreiben lassen?

Pardauz! Titanic

 Allerliebster Justin Bieber!

Kürzlich erfuhren wir, daß Du Dich für die Legalisierung von Marihuana einsetzt, für den medizinischen Gebrauch natürlich, hihi. Bevor Du Dich zu sehr in die Sache reinhängst, wollen wir vorsichtshalber aufklären: Auch das beste Gras macht ein totes Hirn nicht wieder lebendig.

Gönnt sich erst mal ’ne große Zigarette: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Die 3.0 Fragezeichen

Die beliebte Hörspielreihe »Die drei Fragezeichen« könnte gänzlich neue Zielgruppen erschließen, wenn die Macher endlich die Zeichen der Zeit erkennen und die entsprechenden Anpassungen vornehmen würden. So müßte es etwa auf der legendären Visitenkarte unter dem Ressort des dritten Detektivs Bob Andrews statt der Anachronismen »Recherchen und Archiv« selbstverständlich zeitgemäß »Google und Dropbox« heißen.

Fabio Kühnemuth

 Alternative Romanenden

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Daniel Sibbe

 Künstliche Intelligenz

Im Moment sind Staubsaugerroboter noch recht simple technische Geräte. Aber machen wir uns nichts vor: Diese primitiven Maschinen werden sich unweigerlich weiterentwickeln und eines Tages ein Bewußtsein erlangen wie unseres. Erkennen wird man diesen Zeitpunkt daran, daß sie nicht mehr selbst saugen, sondern die Arbeit einem Roboter überlassen.

Andreas Maier

 Wieder das Vergessen

In einer europäischen Hauptstadt hatten sie eine Art Aufklärungsjahrmarkt zu den Themen Demenz und Alzheimer aufgebaut. Angesichts der guten Sache kam mir ein gleichermaßen guter Gedanke: Wie wäre es, wenn ich mir an einem der Infostände einen Gratiskugelschreiber mitnähme, mir fünf Minuten danach an selbigem Stand noch einen Kugelschreiber griffe, wieder fünf Minuten später um ein weiteres Giveaway bäte usf.? Da hätte sich gezeigt, wie weit es mit Geduld und Verständnis von sozial engagiertem Standpersonal her ist. Nur: Was hätte ich mit all den Stiften gesollt?

Torsten Gaitzsch

 Feststellung

Das Leb ist zu kurz.

Ernst Jordan