Und sag mal, NSA:

Daß Du Dir Zutritt zu praktisch allem immer durch sogenannte »Backdoors« verschaffst – was hält der liebe Gott eigentlich davon?

Der Ölberg ist nicht Brokeback Mountain! Titanic

Hey, Friseure!

Das in Euren Kreisen am häufigsten benutzte Werkzeug ist in den originellen Namen Eurer Salons für unseren Geschmack bisher noch zu wenig vertreten. Warum also nicht mal »Haar schering«, »Mon Schéri«, »Scherholder« oder »Schere, Schere, Lady«? Na? Naaa? Da nich’ für! Und viele Grüße Eurer überzeugten Langhaarzottel von der Titanic

Und Du, NSA,

möchtest anscheinend ganz genau wissen, was wir so über die USA und Dich und insbesondere Deine Mitarbeiter denken. Also gut: Wir denken durchaus, daß Ihr das seid, was man in unseren Breiten als »Arschkrampen« bezeichnet. Einige von uns halten Euch für das widerlichste Geschmeiß, das jemals das Licht der Welt erblickte, andere meinen, daß Eure Hände verdorren sollen, sobald sie jemals wieder einen Computer berühren. Außerdem denken wir, daß Ihr nicht bis drei zählen könnt, höchstens bis zwei, und daß Ihr allesamt in Guantánamo eingesperrt gehört, damit man Euch mal so richtig Mores lehrt. Dann sollte man Euch standrechtlich erschießen, nachdem man Euch auf kleiner Flamme ganz langsam geröstet und Euch alle Finger- und Fußnägel einzeln ausgerissen hat. Kurzum: Solche Gestalten wie Ihr, die den lieben langen Tag nichts anderes tun, als uns die Laune zu vermiesen, kann hier wirklich keiner leiden. So, jetzt wißt Ihr’s aber ganz genau. Könnt Ihr das Internet nun bitte wieder frei machen?

Eure freiheitsliebenden Demokraten von der Titanic

Ludwig Spaenle!

Als sich herausstellte, daß Cornelius Gurlitt das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt hat, drohten Sie als bayerischer Kunstminister damit, den »Schwabinger Kunstfund« in das »Verzeichnis national wertvollen Kulturguts« aufzunehmen, so daß all die Rodins, Liebermanns und Chagalls nur mit bayerischer Genehmigung in die Schweiz gebracht werden könnten. Grandiose Idee, Spaenle! Das Land Bayern ist geradezu prädestiniert, dagegen anzugehen, daß NS-Raubkunst und als »entartet« verfemte Kunst ins Ausland verbracht wird!

Angefangen vom Münchner Volksgericht, das 1924 den Putschisten Adolf Hitler mit der ausdrücklichen Zubilligung »edelster« Absichten davonkommen ließ, über die 1937 in München eröffnete Wanderausstellung »Entartete Kunst« bis zum Gedächtnisverlust nach 1945: Bayern stand stets an vorderster Front. Die Washingtoner Erklärung von 1998, in der sich Deutschland verpflichtet, seine Museumsbestände auf Raubkunst hin zu überprüfen und Diebesgut zurückzugeben, wird in Bayern derart eifrig erfüllt, daß Ihren eigenen Angaben zufolge seitdem genau 23 Kunstwerke rückerstattet wurden. Wenn Bayern in dem Tempo weitermacht, wird die Raubkunst in seinen Museen bis zum Jahr 2500 locker an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben sein!

Angesichts dieser Sachlage können Sie, Spaenle, sich mit Fug und Recht als der Hüter deutschen Kulturguts betrachten, der dagegen kämpft, daß die vom bayerischen Staat so heiß geliebte »entartete« Kunst in undeutsche, womöglich welsche Hände gerät.

Bleiben Sie dran, Spaenle! Die Kulturnation schaut auf Sie!

Und natürlich Titanic

Näselwunder Jan Delay!

Du wiederum sendest in den Verkaufsgesprächen für Dein neues Album eifrig Signale an den linken Konsumenten, der Nazis nicht besonders schätzt. In der Jungle World sagst Du aber auch: »Früher, als ich noch politisch aktiver war und Aktionen in den Antifa-Kreisen machen wollte, ist das oft daran gescheitert, daß alles totdiskutiert wurde. Auf der anderen Seite waren die Nazis viel eher zu Aktionen imstande.« Huch, Delay! Wozu dieses Eingeständnis? Willst Du etwa vorbereitet sein, falls sich die gemäßigt antifaschistische Stimmung Deiner Klientel wandelt zu einer gemäßigt faschistischen? Und ist es dann nicht eher Ausdruck von Hochachtung, wenn Du Heino einen Nazi nennst?

Stellt zur Diskussion in den Raum: Dein Debattierclub von der Titanic

Abgedreht, Fanta!

»100 Dinge, die du tun solltest, bevor du erwachsen bist«, lautet das Motto Deiner Werbekampagne »#Fanta100«. Und als wir uns daraufhin fragten, welchen Grund es geben könnte, irgend etwas noch schnell vor der Volljährigkeit zu tun, wurde es uns plötzlich fantaklar: damit man schlimmstenfalls nur nach dem Jugendstrafrecht verurteilt wird!

Behalten Dich im Auge: Deine Kriminalisten von Titanic

Du, Bundesinnenministerium,

hast dem Deutschen Schachbund die Leistungssportförderung aberkannt und zwar wegen, wie Du so schön formulierst, »beim Denksport nicht vorliegender eigenmotorischer Aktivität«.
Dürfen wir uns aber statt dessen darauf freuen, daß demnächst Taschenbillard olympisch wird?

Wäre sofort dabei: Titanic

Sag mal, Rapper 50 Cent,

wenn Du jetzt wirklich nach dem Rechtsstreit mit einem Kopfhörer-hersteller 16 Millionen Dollar Strafe zahlen müßtest, mit was für, hihi, Münzen würdest Du es machen? Und hättest Du, Bruder, dann vielleicht trotzdem noch einen Dime für uns übrig?

Fragen die Numismatiker der Titanic

Liebe KLAUS Wohnbau GmbH!

Du bist »einer der renommiertesten Projektentwickler und Bauträger Süddeutschlands« und inserierst im Immobilienteil der SZ eine 200 Quadratmeter große, reichlich 1,4 Millionen Euro teure Erdgeschoßwohnung am Isarhochufer mit 400 Quadratmeter Garten samt altem Baumbestand unter der Zeile »ein Hauch von Luxus«.

Wie, liebe KLAUS Wohnbau GmbH, sieht denn dann bei Dir brausender, evtl. sogar stürmischer Luxus aus? Hubschrauberlandeplatz aus Marmor? Pförtnerloge mit Louis-Seize-Mobiliar? Ein Negerkind als Handtuchhalter?

Nachricht bitte nicht an Titanic

Sehr geehrter Jochen Hieber,

im FAZ-Feuilleton nennen Sie es eine »Verschwörungstheorie«, daß Deutschland 1914 der »eigentliche Drahtzieher in Sachen Krieg«, also hauptverantwortlich für den Kriegsausbruch war. Darauf, daß Sie ähnliche Verschwörungstheorien zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entdecken und der Lächerlichkeit preisgeben, warten gespannt:

Ihre Myth-Busters von der Titanic

Hui, Prof. Barbara Vinken!

Nachdem Ihr Werk »Angezogen« für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert worden war, wurden Sie in der Taz zum Thema Mode interviewt. Angesprochen auf Ihre Prada-Handtasche sagten Sie: »Der Witz an dieser Tasche ist, daß man sie nicht schließen kann. Viele meiner Bekannten, aber auch Wildfremde auf der Straße weisen mich immer panisch darauf hin, daß meine Handtasche geöffnet ist. Dieser Bruch von Erwartungshaltungen gefällt mir. Ich habe diese Tasche gekauft, um mich zu amüsieren.«

Nun, Frau Vinken, daß das Geld Prada-Taschenbesitzern recht locker sitzt, bricht kaum mit unseren Erwartungen, und daß eine Mode-Intellektuelle Handtaschen ohne Reißverschluß gleich zum Erwartungsbruch stilisiert, überrascht uns ebenfalls nur wenig.

Tatsächlich verwundert und auch ein wenig verstört hat uns allerdings Ihre Vorliebe für Pelzmäntel: »Was Pelz angeht, denke ich nicht in moralischen Kategorien. Sollte ich vermutlich. Zum Pelz habe ich ein fetischistisches Verhältnis. Ich habe das Gefühl, daß die Kraft des Tiers in mich hineinströmt. Einen Pelz nehme ich überall mit hin, er ist Tag und Nacht bei mir, ich trage ihn als Morgen- und Hausmantel, lebe und schlafe darin.«

Uuh, Vinken, wenn Ihnen die Tiere schon egal sind, hätten Sie doch wenigstens an uns Leser denken können! Wir haben nämlich nun ein grausiges Bild im Kopf: Sie mit Kopfkissenfalten im Gesicht, mit nichts am Leib als einem Schlafrock aus Nerz, den Sie schon seit Tagen anhaben, Ihr dünstender Körper bis in die letzte Pore elektrisiert von der, nun ja, »Kraft« des toten Tieres! Haben Sie denn gar kein Mitleid mit uns armen Kreaturen?

Wünscht sich manchmal ein dickeres Fell: Titanic

Matthias Schweighöfer, altes Milchgesicht!

Eine richtige Überraschung war es für uns nicht, daß auch Du Dich eines Tages zur Werbehure der Getränkeindustrie machen würdest. Daß Du Dich dabei aber so prinzipienlos und kriecherisch in Widersprüche verstricken würdest, wie Du es jetzt getan hast, bringt selbst das größte Faß zum Überlaufen. Von der Bravo vor einer Weile im Interview vor die Alternative »Bier oder Limo« gestellt, antwortetest Du, dem jugendlichen Publikum Vorbildlichkeit vorheuchelnd: »Limo!« Kaum gehen wir in diesen Tagen aber mal vor die Tür, grinst uns wer groß vom Werbeplakat mit einer Krombacherflasche in der Hand an? Kein Geringerer als Du, Schweighöfer, bzw. eben der Geringste von allen! Der Du mit einem Mal bekennender Bierkenner bist!

Und demnächst wirst Du dann uns, Deinen Kritikern, erklären, daß Du eigentlich Limo und Bier meintest – also eine Plörre wie Radler oder »Krombacher Hell«? Mensch, Schleimhöfer, das ist nicht das, was wir unter »ein Mann – ein Wort« verstehen!

Werden jedenfalls bis auf weiteres keinen mehr mit Dir heben: Deine Saufbrüder von der Titanic

Berliner Wasserbetriebe!

Ihr tut viel für die Gesundheit Eurer Mitarbeiter, wie die RBB-Abendschau berichtet. Neben der schweren körperlichen Arbeit setze nämlich vor allem der Schichtbetrieb den Angestellten zu: »Schicht allgemein ist immer anstrengend. Ist auch für die Familie belastend«, so ein Mitarbeiter der Leitzentrale. Um diese psychische Belastung zu verringern, gibt es laut Personalmanagerin Kerstin Hamann »ein Programm, wo sich die Beschäftigten über eine Telefonberatung 24 Stunden 7 Tage die Woche beraten lassen können«. Aber was, wenn die Telefonberater mal Probleme mit ihrer Schichtarbeit haben? Rufen die sich dann selbst an? Und stellt dieses Programm damit nicht letztlich den Versuch dar, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben?

Fragen Eure Exorzisten von Titanic

»Vertrauen ist gut«, Netto Marken-Discount,

»Kontrolle ist besser«. So sagt Lenin, und Du scheinst ihm zuzustimmen, wenn Du den Merkspruch an Deine Kassen schreibst und überdies dazu aufforderst, sofort die Marktleitung zu informieren, sobald in der Warteschlange mehr als fünf Kunden vor einem stehen. Dann sitzt da nämlich womöglich ein übler Konterrevolutionär am Kassenband, der mit Faulheit den Sieg der Arbeiterklasse sabotiert und daher am besten gleich ausgeschaltet wird! Denn die »Arbeitsproduktivität ist in letzter Instanz das Allerwichtigste, das Ausschlaggebende für den Sieg der neuen Gesellschaftsordnung«, weiß der große Bolschewik.

Vorwärts immer: Titanic

Unter welchen Umständen, Konrad Schuller,

Sie neulich für Faz.net zur Lage in Donezk berichteten, ob Projektile an Ihrem Kopf vorbeipfiffen oder Sie vielleicht doch in Ihrer Korrespondentenstube saßen, wissen wir nicht. Aber wir wissen, daß Ihnen ein schöner Satz über Miroslaw Rudenko gelungen ist, den Ko-Vorsitzenden des Präsidiums im Volksrat von Donezk, über den Sie schrieben: »Wie groß sein Rückhalt wirklich ist, erschien am Freitag aber zweifelhaft.« Und wie groß der Sinn dessen ist, erscheint aber noch heute zweifelhaft: den Qualitätsjournalisten von Titanic

Moritz Bleibtreu (42), »Schauspieler«!

Du kannst laut Playboy mit der heutigen Mode nichts anfangen, weshalb gilt: »Grundsätzlich trage ich dieselben Klamotten, die ich mit 19 getragen habe.«

Wir sind auch ganz alte Modeschule, Bleibtreu (!), und zwar was Sprache angeht, weshalb wir Dir auf altsprachlich bedeuten möchten: Nomen est omen et olet, wenn Dir das was sagt.

Puh: Titanic

Was Ihnen, Jürgen Fitschen,

als Deutsche-Bank-Boß und frischgebackenem Bankenverbandschef zum Begriff »Demut« einfalle, wollten zwei Interviewer der Welt rotzfrech wissen. Na, denen haben Sie’s aber volles Rohr in den klaffend aufgerissenen Notizblock gestoßen: »Jeder, der im Dienstleistungsgeschäft erfolgreich sein will, braucht sie.« Diese saubere Lektion werden die beiden Mediendienstleister ihr Lebtag nicht vergessen. Uns bleibt nur zu gratulieren: Gut gedemütigt, Herr Fitschen!

Ihre servilen Servicekräfte von Titanic

Ei, Thüringer Polizei!

Du hast zu Ostern Deine 33 Tonnen schweren und gut 900 000 Euro teuren Wasserwerfer einem Test mit Eier-, Tennisball- und Plastikflaschenbewurf unterzogen. Laut »MDR Info« traten an »WaWe10« in der Folge »faustgroße Schäden« an der Frontscheibe auf, die daraufhin als »schwer beschädigt« gelten mußte. Nun wärst Du, Thüringer Polizei, eigentlich dafür zu loben, daß Du diese Schwachstelle der Staatsmacht selbst aufgedeckt hast. Skeptisch macht uns allerdings die Aussage Deines Polizeihauptkommissars Jörg Schwarz, demzufolge der Wasserwerfer dennoch »ohne Einschränkungen einsatzbereit« sei. Soll das heißen, daß Du das Fahrzeug angeschafft hast, um völlig blind mit Hochdruckwasser auf Menschen zu schießen und sie gegebenenfalls auch mal zu überrollen?

Fragt mit feuchten Augen: Titanic

Lieber Karamba Diaby (SPD)!

Sie sind der erste aus Afrika stammende Bundestagsabgeordnete, wohnen in Halle und haben festgestellt: »Viele Westdeutsche … haben einen Blick auf uns Ostdeutsche, der dem Blick vieler Mitteleuropäer auf Afrikaner ähnelt.« Sie, Diaby, meinen also, daß die Wessis denken, man müsse die Ossis mit Waffen beliefern, damit sie sich in Stammesfehden und Diamantenkriegen gegenseitig ausrotten, bevor sie mit ihren riesigen Penissen den Wessis die Weiber wegnehmen?

Ihr Klischeedenken möchte nicht haben: Titanic

»Fack ju Göhte«-Macher!

Enttäuscht sind wir von Euch nicht etwa, weil Ihr Komparsenrollen für den zweiten Teil Eures Erfolgsfilms vom doofen Media Markt verlosen laßt, sondern weil diese Fortsetzung nur langweilig »Fack Ju Göhte 2« heißen soll.

Warum denn nicht »Fack ju Göhte änd Schiller tuu«? Das ließe sogar Platz für Prequels wie »Christoph Maserfacker Wieland« und »Mit Kloppstock im Arsch ät se gäi Odenwaldschule«!

Auch schon ein bißchen blöd: Titanic

Seitdem Du, Bild.de,

Beiträge auf Deiner Startseite mit dem Konterfei des jeweiligen Autors versiehst, wissen wir endlich, daß bei Dir genau solche Ohrfeigengesichter arbeiten, wie wir sie uns schon immer vorgestellt haben.

Trotzdem nicht weniger erschüttert: Titanic

Eine Geisteshaltung wie die Ihre, Vince Ebert,

Ihres Zeichens »Wissenschaftskabarettist«, hat der eher erzkonservativ eingestellte The European als vorbildlich auf seiner Online-Titelseite zitiert: »Kapitalismus ist so ähnlich wie Sex. Selbst wenn er schlecht ist, ist er immer noch besser, als überhaupt keinen zu haben.«

Sehen Sie, Ebert, und das ist es, was aufgeklärte und bewußte Menschen von kapitalismushörigen Wissenschaftskaspern unterscheidet, die lieber fauliges Fleisch fressen statt gleich das harte, aber ehrenhafte Brot der Selbstbefriedigung zu genießen.

Oder haben Sie etwa auch schlechten Sex mit sich selbst?

Fünf gegen Willy: Titanic

Sie, ZDF-Chefredakteur Peter Frey,

lassen sich aus Stolz über eine Fastfoodketten-Vergleichssendung in der FAS mit dem schaurigen Satz zitieren: »Das gern als Rentnersender geschmähte ZDF zeigt, daß wir auch jung können.« Sie »können« also tatsächlich »jung«? Wir finden ja, Sie können viel eher dumm, aber natürlich auch gut, nämlich modischen Sprachmüll nachplappern. Einen großen Gefallen täten Sie uns übrigens, wenn Sie in Zukunft vor allem eines könnten: still!

Könnte sonst evtl. kotzen: Titanic

Wunderbare Manuela Schwesig (SPD)!

Im Handelsblatt warben Sie für eine »neue Arbeitskultur«, damit Frauen »Job und Familie unter einen Hut bekommen«. Wenige Tage später antworteten Sie auf die Frage der Bunten, was Sie mit Ihrer Mutter gemeinsam hätten: »Mit meiner Mutter teile ich die Eigenschaft, das Leben mit gesundem Optimismus und viel Fröhlichkeit anzugehen. Vor allem aber auch die Kraft, Familie und Beruf gemeinsam zu stemmen. Gerade diese Selbstverständlichkeit, mit der meine Mutter ihre eigene Berufstätigkeit, das Leben und die Verantwortung in der Familie gemeistert hat, hat mich geprägt. Daher ist es heute für mich auch selbstverständlich, beides miteinander zu verbinden.« Super, Schwesig! Bei so viel Selbstverständlichkeit, Optimismus und gesunder Fröhlichkeit fragen wir uns einzig, warum Sie nur Familienministerin sind. Übernehmen Sie doch einfach noch das Arbeitsministerium dazu! Wenn eine Frau beides gemeinsam stemmen oder gar meistern kann, dann Sie!

Auch schon ganz fröhlich unter dem Hut: Titanic

Grüezi, Martin Meyer!

Als Leiter des Feuilletons der Neuen Zürcher Zeitung beleuchten Sie angesichts der Zustände in der Ukraine die aktuellen »außenpolitischen und konstitutionellen Schwächen Europas«. Und, Meyer, Sie tun das sehr anschaulich: »Ein Riese, der nach alter Größe trachtet und dabei im klassischen Stil seine Geopolitik betreibt, drückt einen Zwerg, der weder nach innen noch nach außen zu sich selber gefunden hat. Interessant ist dabei, daß Putins gelenkte ›Demokratie‹ nicht nur zunehmend autoritäre Karten ausspielt, sondern die Kommunikation mit dem Rest der maßgeblichen Welt auf ein Minimum beschränkt.« Die gelenkte »Demokratie« des russischen Riesen spielt also Karten und kommuniziert wenig – fein beobachtet. Doch was müßte man dagegen unternehmen? »Was dagegen unternommen werden müßte, um ein Zurück nicht nur auf Feld eins, sondern überhaupt zum Spiel unter Partnern einzuleiten, steht bis jetzt in den Sternen.« Und nicht etwa in den Spielregeln dieses Brett-und-Karten-Spiels, das Sie sich da ausgedacht haben?

Aber, Meyer, ist das Ganze wirklich ein Spiel? Ist Europa nicht vielmehr ein Mietshaus mit einem Wächter und einem Hügel irgendwo, in dem es seltsam zugeht? Doch, doch: »Im gemeinsamen Haus streiten und diskutieren die Mieter durch viele Etagen, immer vor dem Hintergrund des Unbehagens, die eigenen Aufgaben mehr schlecht als recht zu erfüllen. Hinzu kommt, daß der amerikanische Wächter ebenfalls mit viel unfroher und unbeispielhafter Innenpolitik beschäftigt ist. Derweil der russische Renegat mit kalter Freude auf seinem Feldherrenhügel sitzt und die Muskeln reckt.« Irgendwie, Meyer, kommt uns dieser Metaphernsalat bekannt vor. Schreiben Sie auch unter dem Pseudonym Josef Joffe?

Oder, um es in einer Sprache zu sagen, die Sie verstehen: Sind Sie und Joffe rein zufällig Mieter eines gemeinsamen, auf zusammenhanglosen Bildern erbauten Gedankengebäudes, dessen Dach nicht mehr ganz dicht ist und aus dessen zugigem Oberstübchen wirre Worte rauskommen, damit die Zeitungsseiten voll werden? Dann sind für eine schleunige Entmietung: Ihre Abrißbirnen von der Titanic

Huhu, Fa. Nomos Glashütte (Uhren)!

Deinen »Manufaktur-Klassiker Tetra« bietest Du lt. Reklame »in vier neuen hauptstädtischen Farben an«, als da sind Türkis, Gold, Grün und Blau, und das ist freilich fein gedacht; herrscht doch in der nichtberliner Provinz bloß der Vierklang aus den unhauptstädtischen Farben Grau, Beige, Fahl und Mumps, mithin jene trendferne Blässe des Gedankens, in deren Ablehnung Du Dich mit einer Kundschaft einig weißt, der »echte Berliner Großstadtuhren« 1600 Euro wert sind.

Zeitlos nebenstädtisch grüßt Titanic

O je, Johannes Kneifel (31)!

Nach einer langen, schweren Kindheit haben Sie Springerstiefel mit Stahlkappen angezogen und einen Mann niedergeschlagen und totgetreten. Nicht schön. Doch nun, wieder aus dem Gefängnis entlassen, haben Sie sich vom Saulus zum Paulus gewandelt, und aus dem ekligen Ex-Nazi ist ein evangelischer Pfarrer geworden, der mit sich und seinem Gott um Schuld und Sühne ringt. Schön.

Nur: Warum müssen Menschen wie Sie denn immer gleich so schrecklich übertreiben? Wäre ein schlichter Kfz-Mechaniker mit Lottoschein und Bierbauch nicht Buße genug gewesen?

Trotzdem unseren Segen auf pannenfreien Wegen: Titanic

Geil, Deutschland!

Laut Bild.de bist Du »Porno-Weltmeister«. Aber sag mal, warum feierst Du diesen Arbeitssieg nicht wie üblich mit einem Autokorso? Immerhin gäbe Dir das die Möglichkeit, erneut Deine spitzenmäßig dicken Hupen zu präsentieren und dicht an dicht gedrängt ordentlich loszuknattern – vielleicht bumst es dabei ja sogar mal versehentlich!

Freut sich schon auf die Spritztour: Titanic

Was Sie »falsch« machen, Lena Meyer-Landrut?

Als Jurymitglied der Casting-Show »The Voice Kids« werden Sie von den Kids nie als Coach gewählt, vermutlich, weil alle Kinder mit noch halbwegs intaktem Restinstinkt vor der komischen Tante mit der total aufgesetzten Tour zurückschrecken. Doch nun fragen Sie auch noch öffentlich: »Was mache ich dieses Jahr falsch? Stinke ich? Bin ich nicht mehr in? Oder bin ich unfreundlich?«

Trotz angeborener Unfreundlichkeit, inzwischen-aber-sowas-von-2010-Sein und sicherlich auch einem leichtem Ziegengeruch, Frau Meyer-Landrut – vielleicht machen Sie ja gar nichts falsch. Vielleicht sind Sie’s einfach nur.

Ihre Küchenpsychos von der Titanic

Soweit, Jürgen Elsässer,

wir das aus sicherer Entfernung mitverfolgt haben, kommst Du bei Deiner offenbar lange geplanten Schlagerstarwerdung gut voran. Die Fönfrisur und die reaktionären Ansichten hast Du Dir ja bereits wachsen lassen, und wie wir Deinem Blog entnehmen, hast Du Dich auch in die Materie gut eingearbeitet. Unter dem Titel »Eurovision: Statt Ekelwurst – ich will Lena zurück!« schwadronierst Du verdruckst homophob, der ESC sei »schon immer etwas für ein besonderes Völkchen« gewesen, und trotz des Votums von »ein paar Millionen aus der gender-affinen Subkultur« verkaufe jemand wie Helene Fischer weiterhin mindestens »das Zehnfache« von »dieser eierlegenden Wollmilchsau«, die diesmal gewonnen habe.

Der nächste logische Schritt, Elsässer, kann da doch nur Deine Bewerbung als nächstjähriger Vertreter Deines neuerdings so geliebten Deutschland sein! Trau Dich, als richtiger Mann, wir ekeln uns jetzt schon.

Aus welcher Höhe genau Du so um die Jahrtausendwende auf den Kopf gefallen bist, wüßte indes zu gern einmal Titanic

Flug MH370 der Malaysia Airlines!

Es war ja schon halbwegs mysteriös, daß Du einfach so spurlos verschwunden bist. Noch mysteriöser war aber Dein zweites abruptes Verschwinden, nämlich das aus den Medien. War es ein technisches Versagen, stecken Terroristen dahinter? Oder lag es einfach am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom der Journaille? Tippen auf die Terroristen:

Deine Ritalinjunkies auf der Titanic

Torsten Krauel c/o »Welt«!

Beim derzeit ja ohnehin schwer angesagten Dämonisieren des bösen Russen setzten Sie noch eins drauf, indem Sie einen originellen Vergleich zogen: »Wäre der Westen 1989 gegenüber der DDR so aufgetreten wie jetzt Wladimir Putin gegenüber der Ukraine, hätte das ungefähr so ausgesehen: Einen Tag nach dem Sturz der Mauer schleust Bonn Offiziere in Zivil und CDU-Funktionäre über die Grenze, die von Rostock bis Plauen die Leute aufwiegeln … In Sachsen rufen Bürgerkomitees zum Referendum über den Beitritt auf. Kohl stimmt mit ›tiefem Respekt‹ zu. Nach dem Referendum marschiert die Bundeswehr am dritten Advent in Sachsen ein.« Abgesehen davon, daß der Westen und zahllose CDU-Funktionäre die Leute von Rostock bis Plauen ja schon lange vor 1989 auf jede erdenkliche Weise aufgewiegelt hatten, ist Ihrer Meinung nach also der Mauerfall vergleichbar mit einem Putsch unter der Beteiligung von Faschisten? Ganz so streng hätten wir das gar nicht beurteilt, aber wenn wir uns anschauen, was diese Typen von Joachim Gauck bis Vera Lengsfeld heute alles so von sich geben – dann denken wir vielleicht noch einmal darüber nach.

Mit tiefem Respekt: Titanic

Über Sie, Kevin Großkreutz,

wird berichtet, Sie hätten einem FC-Köln-Fan während der Aufstiegsfeier einen Döner ins Gesicht geschmettert. »Die Soße brannte höllisch in den Augen«, klagte das Opfer laut Kölner Express. Großkreutz, das nächste Mal bestellen Sie wohl besser ohne scharf. Und wenn es dann doch richtig wehtun soll, nehmen Sie einen Doppel-Whopper – dann ist sogar noch eine ordentliche Lebensmittelvergiftung drin!

Rät, mit alles, aber ohne Zwiebeln: Titanic

Hallöchen, Daniela Katzenberger (27)!

Sie sind Gastronomin und Sängerin, ein Vorbild für junge Frauen möchten Sie jedoch nicht sein: »Wie würde ich das finden, wenn meine Tochter Daniela Katzenberger als Vorbild hätte?« fragten Sie die Zeitung Die Rheinpfalz. »Würde ich das toll finden, wenn sie sich blonde Haare und Silikonbrüste wünschte? Nein, ich würde wahrscheinlich nicht wollen, daß meine eigene Tochter so aussieht.« Bon, Katzenberger, aber wollen Sie denn eigentlich selbst so aussehen?

Rätselt nun Titanic

Na ja, Frank Elstner (71)!

Auf die Frage, was mit Ihrer Showerfindung »Wetten, daß..?« schiefgelaufen sei, sagten Sie der Süddeutschen Zeitung: »Ich habe meine Gäste immer in den Mittelpunkt gestellt, der Thomas war selbst der Mittelpunkt, was auch sehr gut war und funktioniert hat. Von diesem stark auf den Moderator fokussierten Prinzip wieder wegzukommen ist schwierig, und das, obwohl Markus Lanz mir in vielerlei Hinsicht gar nicht unähnlich ist. Wir sind beide Journalisten und stellen gute Fragen, nur daß er hundertmal besser aussieht als ich.«

Manchmal, Elstner, gründet Selbstbewußtsein halt auf gar nichts, und vor allem darin sind Sie Markus Lanz nicht unähnlich!

Vermißt keinen von Ihnen: Titanic

Holla, Peter Tauber!

Als neuer CDU-Generalsekretär werden Sie in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht besonders hoch gehandelt. Deshalb regten Sie jetzt im Focus etwas Interessantes an: »Jeden Tag wird im Fernsehen mit bierernster Miene der Aktienindex verkündet. Die Börse ist also wichtig – und Kinder? Um zu zeigen, daß uns Familie viel bedeutet, könnte beispielsweise auch regelmäßig eine Art Geburtenindex verlesen werden.«

Ausgezeichnete Idee, Tauber! Die Kleinen sind ja immer eine gute Erbanlage. Allerdings erführe der Zuschauer gewiß auch gerne, welche Kinder nun gerade wie hoch im Kurs stehen. Wenn dann Babys aus Familienunternehmen mit Gewinnwarnung oder gar aus alleinerziehenden Ich-AGs mit Altschuldenlast eine schlechte Rendite versprechen und ihr Kurs gleich nach der Geburt eine gnadenlose Talfahrt hinlegt, wenn also der Markt knallhart gegen sie entscheidet – sollte man das den Eltern im Fernsehen nicht ebenso bierernst mitteilen?

Fragt der Investorennachwuchs der Titanic

Alle Achtung, Berthold Kohler!

Daß Wladimir Putin 300 Journalisten mit einem Orden für Verdienste um das Vaterland und einer Vervierfachung ihrer Pension belohnt, finden Sie als FAZ-Herausgeber nicht fair, weshalb Sie in einer Glosse an die Bundesregierung appellieren, sich am russischen Präsidenten ein Beispiel zu nehmen: »Aufgepaßt, ihr Geizkragen in Berlin: So gewinnt man die öffentliche Meinung für die eigene Sache! Wir aber kriegen für unseren publizistischen Einsatz nicht einmal ein paar Rentenpunkte gutgeschrieben.«

Gratulation, Herr Kohler! Die Selbsterkenntnis, daß es im Prinzip keinen Unterschied zwischen Ihnen und den Kreml-Journalisten gibt, hätten wir Ihnen gar nicht zugetraut. Allerdings ist es in der freien Marktwirtschaft dummerweise so: Wieso sollte Merkel für Regierungspropaganda bezahlen, wenn sie die bei Ihnen kostenlos bekommt?

Unbezahlbar: Titanic

Yo, Firma Apple!

Das überteuerte I-Pad kaufen Menschen laut Deiner Werbung also, »um den Geschichten des Lebens ihren eigenen Vers hinzuzufügen«. Nun sind Deine Kunden bekanntlich alles Kreative, wo nicht gar schon Creatives. Aber wenn man zu einem Prosatext einen lyrischen Vers hinzufügt, ist das dann nicht – inkompatibel? Um nicht zu sagen: ein schwerer Ausnahmefehler? Na, Du wirst ja wissen, was Deine Zielgruppe für »awesome« hält!

Absturzsicher dank Notizblock: Titanic

Ei der Daus, Carsten Maschmeyer!

Laut Bild werden Sie »Finanzunternehmer« erpreßt, bekommen Drohbriefe, weil Sie sich gegen einen dubiosen Investmentfonds wehren, der Ihr Geld veruntreut haben soll. Das ist nicht so toll, Maschmeyer, hört sich aber nach einer Geschäftsidee an, mit der man es zum Multimillionär und Liebling der Politik schaffen könnte!

Ach, wußten Sie schon? Dann will nichts gesagt haben: Titanic

Ach herrje, Franz Müntefering!

Mit 74 Jahren macht man sich schon einmal Gedanken über die letzten Dinge, weshalb Sie sich auch bereits eine Grabinschrift überlegt haben. Die soll, wie Sie an angemessener Stelle, in der Bild am Sonntag, verkündet haben, lauten: »Er hat sich bemüht.«

Da fehlt zwar nun ein Wörtchen, korrekt heißt es schließlich »Er hat sich stets bemüht«, und knapp daneben ist immer noch vorbei – aber, Müntefering: Näher dran als mit diesem Selbstarbeitszeugnis waren Sie nie.

Mit vollster Zufriedenheit: Titanic

Ja servus, Lothar Matthäus!

Da holen wir die Bunte aus dem Briefkasten, schauen auf den Titel und lesen voll verblüfft: »Lothar Matthäus, 53, heimlich Vater geworden«. Erstmal Glückwunsch, Lothar! Und: heimlich Vater? Respekt dafür! Nur: Was sagte denn Deine aktuelle russische Freundin Anastasia, 25, dazu, als sie die frohe Kunde einem Klatschmagazin entnahm?

Wir erzählen’s auch keinem weiter. Verspricht Dir Deine Titanic

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100 Jahre saß TITANIC-Urgestein Mark-Stefan Tietze in der Redaktion des endgültigen Satiremagazins, 100 Tage davon lebte er vegan. Folgen Sie dem "Gentleman der Satire" auf eine spannende Expedition durch Frankfurt Bornheim, Berlin Mitte und heimlich mitgeschnittene Redaktionssitzungen.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Georg Behrend, Martin Sonneborn: "Ein Schild sagt mehr als 1000 Worte"
Wenn es ein Schild gäbe, das in einem einfachen Symbol mitteilen würde: "Dieses außergewöhnlich sorgsam zusammengestellte Buch, in dem die lustigsten und schrägsten Fundstücke rund um Schilder, Tafeln und Schaufenster versammelt sind, und das jedes Regal, jeden Nachttisch und jede Toilette ziert, bekommt, wer jetzt TITANIC bestellt", bräuchte es diese 1000 Worte nicht. So nur noch eines: Zugreifen!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit  "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern  wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur  gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert  statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze  Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des  Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des  Buchmarkts!Oliver Maria Schmitt: "Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen durch die Hölle und zurück"
TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone" (signiert)
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Katharina Greve: "Hotel Hades"
Darauf hat die Unterwelt gewartet: die schönsten Totenorte der griechische Mythologie als Schauplätze in einer Graphic Novel. Katharina Greve, Freizeitdenkerin und TITANIC-Hellseherin vom Dienst, schickt drei ermordete Berliner auf die Reise in den Hades, wo es so jenseitlich-phantastisch wie weltlich-bürokratisch zugeht. "Selten war der Tod so absurd und amüsant", urteilte der Tagesspiegel, und der Berliner Tip nannte "Hotel Hades" "eine der wichtigen Berliner Veröffentlichungen der Saison". Die perfekte Prämie für das letzte Hemd.Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser" + 15 Postkarten + 1 Feuerzeug
TITANIC-Postkarten -- die schönste Art, einem ganz speziellen Menschen zu sagen: "Hallo." Mit diesem Abo erhalten Sie nicht weniger als 15 wahllos aus der Ramschkiste gezogene TITANIC- und PARTEI-Karten, über die man immer und immer wieder lachen kann. Damit nicht genug: Das Original-TITANIC-Kult-Feuerzeug gibt es als kostenlose Gratisprämie obendrauf! (Ach ja, und diesen Ziegelwagner-Roman da kriegen Sie auch noch.)
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Schmitt, Tietze, Zippert (Hrsg.): Promi-Massaker: Die endgültige People-BibelPromis sind wie Omis, nur mit besserer PR? Von wegen! Sie sind Vollpfosten, Spackos, Troglodyten, Piesepampel, Gammelfleisch, Psychopathen und Arschgranaten, und als solche behandelt sie TITANIC seit über 30 Jahren. Die wichtigsten Abrechnungen finden Sie in diesem Buch.Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 04.05.:

    Oliver Maria Schmitt erklärt bei Zapp (NDR) ungeschnitten die Uneigentlichkeit satirischer Sprechakte.

  • 30.04.:

    In der FAS berichtet Oliver Maria Schmitt, wie er sich in Südafrika erfolgreich abschoß.

  • 28.04.:

    Martin Sonneborn hält im voll besetzten Europaparlament eine Rede mit dem Titel "Schmutziges Türken-Bashing".

  • 27.04.:

    Vote-Befehl: Wählen Sie Katharina Greve und ihr Projekt "Das Hochhaus" in der Publikumskategorie des Max-und-Moritz-Preises.

  • 19.04.:

    MDR Sputnik berichtet über "Allein unter Veganern" von Mark-Stefan Tietze.

Titanic unterwegs
25.05.2016 Hamburg, Buchhandlung Christiansen
  Mark-Stefan Tietze
27.05.2016 Berlin, Heimathafen Neukölln
  Max Goldt
27.05.2016 Pirna, Tom Pauls Theater
  Heiko Werning, Michael Bittner, Peter Ufer
31.05.2016 Düsseldorf, Zakk
  Max Goldt

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Briefe an die Leser

 Schwierig, schwierig, Amazon Deutschland!

Du verhökerst mitnichten nur leichte Schmöker, sondern auch Bücher aus der Rubrik »Schwierige Themen«. Das ist löblich! Aber warum gibt es bei Dir – von Drogen über Tod bis Sex – lediglich »Schwierige Themen für Kinder« und »Schwierige Themen für Jugendliche«?

Wo bleibt denn da die Buchsparte »Schwierige Themen für Erwachsene«? Über Angelegenheiten wie Agrarsubventionen, Kannibalismus, brutale Arbeitsbedingungen im Onlinehandel oder, ganz kraß: Gewerkschaften?

Fragen sich Deine Freunde leichter Kost von Titanic

 Sie, PR-Berater Klaus Kocks,

kritisierten im Tagesspiegel-Interview den soeben wegen zu offenherziger Äußerungen als BER-Pressesprecher entlassenen Kollegen Abbou: »Er ist nicht etwa Opfer seiner Ehrlichkeit geworden, sondern Opfer seiner Eitelkeit, denn er weiß offensichtlich nicht, welche Rolle ein Pressesprecher in einem Unternehmen hat.« Und Sie empfehlen als leuchtendes Beispiel: »Schauen Sie sich den Bahnsprecher Oliver Schumacher an, der hat auch viel Scheiße zu verkaufen und macht das sehr gut.« Womit Sie uns dankbarerweise einen so eitlen wie ehrlichen Einblick in das geben, was in Ihrer Branche und damit nicht zuletzt auch in Ihrem Kopf vorgeht.

Kauft Ihnen auch weiterhin nichts ab: Titanic

 Hallöchen, SPD Thüringen!

Da haben wir aber neulich nicht schlecht über Dich gestaunt, als Du den ehemaligen AfD-Kameraden Oskar Helmerich in Deinen Fraktionen im Erfurter Stadtrat und im Thüringer Landtag aufgenommen hast. Noch mehr staunten wir dann über eine ganz spezielle Passage im gleichen Medienbericht, in welchem man doch tatsächlich folgendes lesen kann: »Aber vielleicht gucken alle Beteiligten jetzt erst mal in ihr frisch verfaßtes SPD-Strategiepapier. Darin steht: Wenn eine Entscheidung mit Mehrheit getroffen ist, dann wird das Abstimmungsergebnis von der unterlegenen Minderheit akzeptiert.« O toll, Ihr Sozialdemokraten! Jetzt hat es nur ein bißchen mehr als 150 Jahre gebraucht, um die Demokratie zu verstehen. Dann könnt ihr ja jetzt endlich auch mal klären, was sozial bedeutet.

Vorwärts! Titanic

 Hand aufs Scheinherz, Oliver Pocher!

Hand aufs Scheinherz, Oliver Pocher!

Sie wirken, vielleicht schuldlos, weil angeboren, als Erscheinung ein bißchen zu kurz gekommen und insgesamt leicht unappetitlich, im Emotionalbereich auffallend reaktionsarm und selbst für einen Durchschnittsmenschen bemerkenswert hirn- und herzbefreit.

Aber man wirkt auch nicht menschlicher, Pocher, wenn man plötzlich bei Facebook schwallartig über die verstorbene Oma absülzt. Nur weil man bei der immer »alles durfte«, was man zu Hause bei den Zeugen-Jehovas-Eltern nicht durfte, für welche man als Jugendlicher an fremden Türen »missioniert« hat und mit denen zusammen man bis heute ungekündigtes Glaubensmitglied ist.

Und in so einer elenden und rettungslosen Sektensituation kann man doch eigentlich nur zu einem unbedingt raten: Den Irrglauben bewahren!

Und weiter einfach nur doof sein. Titanic

 Ruhrbarone.de!

Als Blog von Ruhrgebietsjournalisten beleuchtet Ihr nicht nur eifrig Euren Pott, sondern seid in letzter Zeit auch gerne in der ganz großen Politik zu Hause. So habt Ihr Euch sehr aufgeregt, als Ayman Mazyek vom Zentralrat der Muslime nach den Anschlägen von Brüssel auf Facebook fast wortgleich seine Erklärung zu den Pariser Anschlägen postete. Den Copy+Paste-Fauxpas von Mazyek, der sich vom Terror distanzierte und im radikalen Islamismus auch einen Krieg gegen Muslime sieht, habt Ihr als bewußte Floskelhaftigkeit gedeutet und kommentiert: »Für Mazyek ist offenbar nur eines wichtig, sich und seine Religion zum Opfer zu verklären. Denn natürlich hat das alles nichts mit dem Islam zu tun. Wirklich nicht. Gar nichts. Echt nicht.«

Aber, Ruhrbarone, was genau erwartet Ihr denn? Daß der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland in aller Öffentlichkeit sagt: »Entschuldigung, Leute! Dieser blutige Terror ist ursächlich Schuld des Islam mit seinen problematischen Strukturen und gewaltproduzierenden Praktiken«? Das wäre ja beinahe so, als ob Beatrix von Storch, Jürgen Elsässer oder sonst einer von Euch Islamkritikern mal auf den Tisch haute und sagte: »Entschuldigung, Leute! Aber ein bißchen ist auch der Kapitalismus mit seinen problematischen Strukturen und gewaltproduzierenden Praktiken schuld!«

Findet jedenfalls Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ausstattung

Ich finde, daß die Grundsätze der Humanität unabdingbar verlangen, keinen Flüchtling abzuschieben, ohne ihn zuvor mit hochwertigem Zahnersatz zu versorgen, auch über die Kassenleistung hinaus. Die Kosten dafür sollte der Staat tragen.

Dr. med. dent. Uwe Geishendorf

 Wundermittel Analyse

Von allen Wissenschaften scheint mir die Seelenkunde doch die erstaunlichste zu sein. So berichtete mir neulich ein befreundeter Psychologe von einem Fall, bei dem ein neurotischer Patient stark darunter litt, daß er sein Umfeld regelmäßig durch zwanghafte Schuldzuweisungen vergraulte. Es sei ihm gleich entschieden besser gegangen, als sich in der Analyse herausstellte, daß wohl seine Eltern dafür verantwortlich zu machen sind.

Fabian Lichter

 Hardliner

Seitdem ich in die tiefste bayerische Provinz gezogen bin, habe ich sowohl zu freilaufenden Kötern im Park als auch zu herumlungernden Jugendlichen eine klare Meinung: a) einschläfern lassen! Und b) für die Hunde Leinenzwang.

Daniel Sibbe

 Werbespruch, unveröffentlicht

»Ketchup – kühlt die Speise ab!«

Elias Hauck

 Frostig

Eine Mütze wirkt bei mir wie eine Tarnkappe. Freunde und Bekannte, die mich sonst offenbar nur anhand der Haare identifizieren, reagieren auf mich zuerst entgeistert und grüßen reserviert zurück. Ich komme mir dann immer vor wie eine Grußerschleicherin.

Miriam Wurster