Und sag mal, NSA:

Daß Du Dir Zutritt zu praktisch allem immer durch sogenannte »Backdoors« verschaffst – was hält der liebe Gott eigentlich davon?

Der Ölberg ist nicht Brokeback Mountain! Titanic

Hey, Friseure!

Das in Euren Kreisen am häufigsten benutzte Werkzeug ist in den originellen Namen Eurer Salons für unseren Geschmack bisher noch zu wenig vertreten. Warum also nicht mal »Haar schering«, »Mon Schéri«, »Scherholder« oder »Schere, Schere, Lady«? Na? Naaa? Da nich’ für! Und viele Grüße Eurer überzeugten Langhaarzottel von der Titanic

Und Du, NSA,

möchtest anscheinend ganz genau wissen, was wir so über die USA und Dich und insbesondere Deine Mitarbeiter denken. Also gut: Wir denken durchaus, daß Ihr das seid, was man in unseren Breiten als »Arschkrampen« bezeichnet. Einige von uns halten Euch für das widerlichste Geschmeiß, das jemals das Licht der Welt erblickte, andere meinen, daß Eure Hände verdorren sollen, sobald sie jemals wieder einen Computer berühren. Außerdem denken wir, daß Ihr nicht bis drei zählen könnt, höchstens bis zwei, und daß Ihr allesamt in Guantánamo eingesperrt gehört, damit man Euch mal so richtig Mores lehrt. Dann sollte man Euch standrechtlich erschießen, nachdem man Euch auf kleiner Flamme ganz langsam geröstet und Euch alle Finger- und Fußnägel einzeln ausgerissen hat. Kurzum: Solche Gestalten wie Ihr, die den lieben langen Tag nichts anderes tun, als uns die Laune zu vermiesen, kann hier wirklich keiner leiden. So, jetzt wißt Ihr’s aber ganz genau. Könnt Ihr das Internet nun bitte wieder frei machen?

Eure freiheitsliebenden Demokraten von der Titanic

Ludwig Spaenle!

Als sich herausstellte, daß Cornelius Gurlitt das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt hat, drohten Sie als bayerischer Kunstminister damit, den »Schwabinger Kunstfund« in das »Verzeichnis national wertvollen Kulturguts« aufzunehmen, so daß all die Rodins, Liebermanns und Chagalls nur mit bayerischer Genehmigung in die Schweiz gebracht werden könnten. Grandiose Idee, Spaenle! Das Land Bayern ist geradezu prädestiniert, dagegen anzugehen, daß NS-Raubkunst und als »entartet« verfemte Kunst ins Ausland verbracht wird!

Angefangen vom Münchner Volksgericht, das 1924 den Putschisten Adolf Hitler mit der ausdrücklichen Zubilligung »edelster« Absichten davonkommen ließ, über die 1937 in München eröffnete Wanderausstellung »Entartete Kunst« bis zum Gedächtnisverlust nach 1945: Bayern stand stets an vorderster Front. Die Washingtoner Erklärung von 1998, in der sich Deutschland verpflichtet, seine Museumsbestände auf Raubkunst hin zu überprüfen und Diebesgut zurückzugeben, wird in Bayern derart eifrig erfüllt, daß Ihren eigenen Angaben zufolge seitdem genau 23 Kunstwerke rückerstattet wurden. Wenn Bayern in dem Tempo weitermacht, wird die Raubkunst in seinen Museen bis zum Jahr 2500 locker an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben sein!

Angesichts dieser Sachlage können Sie, Spaenle, sich mit Fug und Recht als der Hüter deutschen Kulturguts betrachten, der dagegen kämpft, daß die vom bayerischen Staat so heiß geliebte »entartete« Kunst in undeutsche, womöglich welsche Hände gerät.

Bleiben Sie dran, Spaenle! Die Kulturnation schaut auf Sie!

Und natürlich Titanic

Näselwunder Jan Delay!

Du wiederum sendest in den Verkaufsgesprächen für Dein neues Album eifrig Signale an den linken Konsumenten, der Nazis nicht besonders schätzt. In der Jungle World sagst Du aber auch: »Früher, als ich noch politisch aktiver war und Aktionen in den Antifa-Kreisen machen wollte, ist das oft daran gescheitert, daß alles totdiskutiert wurde. Auf der anderen Seite waren die Nazis viel eher zu Aktionen imstande.« Huch, Delay! Wozu dieses Eingeständnis? Willst Du etwa vorbereitet sein, falls sich die gemäßigt antifaschistische Stimmung Deiner Klientel wandelt zu einer gemäßigt faschistischen? Und ist es dann nicht eher Ausdruck von Hochachtung, wenn Du Heino einen Nazi nennst?

Stellt zur Diskussion in den Raum: Dein Debattierclub von der Titanic

Abgedreht, Fanta!

»100 Dinge, die du tun solltest, bevor du erwachsen bist«, lautet das Motto Deiner Werbekampagne »#Fanta100«. Und als wir uns daraufhin fragten, welchen Grund es geben könnte, irgend etwas noch schnell vor der Volljährigkeit zu tun, wurde es uns plötzlich fantaklar: damit man schlimmstenfalls nur nach dem Jugendstrafrecht verurteilt wird!

Behalten Dich im Auge: Deine Kriminalisten von Titanic

Du, Bundesinnenministerium,

hast dem Deutschen Schachbund die Leistungssportförderung aberkannt und zwar wegen, wie Du so schön formulierst, »beim Denksport nicht vorliegender eigenmotorischer Aktivität«.
Dürfen wir uns aber statt dessen darauf freuen, daß demnächst Taschenbillard olympisch wird?

Wäre sofort dabei: Titanic

Sag mal, Rapper 50 Cent,

wenn Du jetzt wirklich nach dem Rechtsstreit mit einem Kopfhörer-hersteller 16 Millionen Dollar Strafe zahlen müßtest, mit was für, hihi, Münzen würdest Du es machen? Und hättest Du, Bruder, dann vielleicht trotzdem noch einen Dime für uns übrig?

Fragen die Numismatiker der Titanic

Liebe KLAUS Wohnbau GmbH!

Du bist »einer der renommiertesten Projektentwickler und Bauträger Süddeutschlands« und inserierst im Immobilienteil der SZ eine 200 Quadratmeter große, reichlich 1,4 Millionen Euro teure Erdgeschoßwohnung am Isarhochufer mit 400 Quadratmeter Garten samt altem Baumbestand unter der Zeile »ein Hauch von Luxus«.

Wie, liebe KLAUS Wohnbau GmbH, sieht denn dann bei Dir brausender, evtl. sogar stürmischer Luxus aus? Hubschrauberlandeplatz aus Marmor? Pförtnerloge mit Louis-Seize-Mobiliar? Ein Negerkind als Handtuchhalter?

Nachricht bitte nicht an Titanic

Sehr geehrter Jochen Hieber,

im FAZ-Feuilleton nennen Sie es eine »Verschwörungstheorie«, daß Deutschland 1914 der »eigentliche Drahtzieher in Sachen Krieg«, also hauptverantwortlich für den Kriegsausbruch war. Darauf, daß Sie ähnliche Verschwörungstheorien zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entdecken und der Lächerlichkeit preisgeben, warten gespannt:

Ihre Myth-Busters von der Titanic

Hui, Prof. Barbara Vinken!

Nachdem Ihr Werk »Angezogen« für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert worden war, wurden Sie in der Taz zum Thema Mode interviewt. Angesprochen auf Ihre Prada-Handtasche sagten Sie: »Der Witz an dieser Tasche ist, daß man sie nicht schließen kann. Viele meiner Bekannten, aber auch Wildfremde auf der Straße weisen mich immer panisch darauf hin, daß meine Handtasche geöffnet ist. Dieser Bruch von Erwartungshaltungen gefällt mir. Ich habe diese Tasche gekauft, um mich zu amüsieren.«

Nun, Frau Vinken, daß das Geld Prada-Taschenbesitzern recht locker sitzt, bricht kaum mit unseren Erwartungen, und daß eine Mode-Intellektuelle Handtaschen ohne Reißverschluß gleich zum Erwartungsbruch stilisiert, überrascht uns ebenfalls nur wenig.

Tatsächlich verwundert und auch ein wenig verstört hat uns allerdings Ihre Vorliebe für Pelzmäntel: »Was Pelz angeht, denke ich nicht in moralischen Kategorien. Sollte ich vermutlich. Zum Pelz habe ich ein fetischistisches Verhältnis. Ich habe das Gefühl, daß die Kraft des Tiers in mich hineinströmt. Einen Pelz nehme ich überall mit hin, er ist Tag und Nacht bei mir, ich trage ihn als Morgen- und Hausmantel, lebe und schlafe darin.«

Uuh, Vinken, wenn Ihnen die Tiere schon egal sind, hätten Sie doch wenigstens an uns Leser denken können! Wir haben nämlich nun ein grausiges Bild im Kopf: Sie mit Kopfkissenfalten im Gesicht, mit nichts am Leib als einem Schlafrock aus Nerz, den Sie schon seit Tagen anhaben, Ihr dünstender Körper bis in die letzte Pore elektrisiert von der, nun ja, »Kraft« des toten Tieres! Haben Sie denn gar kein Mitleid mit uns armen Kreaturen?

Wünscht sich manchmal ein dickeres Fell: Titanic

Matthias Schweighöfer, altes Milchgesicht!

Eine richtige Überraschung war es für uns nicht, daß auch Du Dich eines Tages zur Werbehure der Getränkeindustrie machen würdest. Daß Du Dich dabei aber so prinzipienlos und kriecherisch in Widersprüche verstricken würdest, wie Du es jetzt getan hast, bringt selbst das größte Faß zum Überlaufen. Von der Bravo vor einer Weile im Interview vor die Alternative »Bier oder Limo« gestellt, antwortetest Du, dem jugendlichen Publikum Vorbildlichkeit vorheuchelnd: »Limo!« Kaum gehen wir in diesen Tagen aber mal vor die Tür, grinst uns wer groß vom Werbeplakat mit einer Krombacherflasche in der Hand an? Kein Geringerer als Du, Schweighöfer, bzw. eben der Geringste von allen! Der Du mit einem Mal bekennender Bierkenner bist!

Und demnächst wirst Du dann uns, Deinen Kritikern, erklären, daß Du eigentlich Limo und Bier meintest – also eine Plörre wie Radler oder »Krombacher Hell«? Mensch, Schleimhöfer, das ist nicht das, was wir unter »ein Mann – ein Wort« verstehen!

Werden jedenfalls bis auf weiteres keinen mehr mit Dir heben: Deine Saufbrüder von der Titanic

Berliner Wasserbetriebe!

Ihr tut viel für die Gesundheit Eurer Mitarbeiter, wie die RBB-Abendschau berichtet. Neben der schweren körperlichen Arbeit setze nämlich vor allem der Schichtbetrieb den Angestellten zu: »Schicht allgemein ist immer anstrengend. Ist auch für die Familie belastend«, so ein Mitarbeiter der Leitzentrale. Um diese psychische Belastung zu verringern, gibt es laut Personalmanagerin Kerstin Hamann »ein Programm, wo sich die Beschäftigten über eine Telefonberatung 24 Stunden 7 Tage die Woche beraten lassen können«. Aber was, wenn die Telefonberater mal Probleme mit ihrer Schichtarbeit haben? Rufen die sich dann selbst an? Und stellt dieses Programm damit nicht letztlich den Versuch dar, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben?

Fragen Eure Exorzisten von Titanic

»Vertrauen ist gut«, Netto Marken-Discount,

»Kontrolle ist besser«. So sagt Lenin, und Du scheinst ihm zuzustimmen, wenn Du den Merkspruch an Deine Kassen schreibst und überdies dazu aufforderst, sofort die Marktleitung zu informieren, sobald in der Warteschlange mehr als fünf Kunden vor einem stehen. Dann sitzt da nämlich womöglich ein übler Konterrevolutionär am Kassenband, der mit Faulheit den Sieg der Arbeiterklasse sabotiert und daher am besten gleich ausgeschaltet wird! Denn die »Arbeitsproduktivität ist in letzter Instanz das Allerwichtigste, das Ausschlaggebende für den Sieg der neuen Gesellschaftsordnung«, weiß der große Bolschewik.

Vorwärts immer: Titanic

Unter welchen Umständen, Konrad Schuller,

Sie neulich für Faz.net zur Lage in Donezk berichteten, ob Projektile an Ihrem Kopf vorbeipfiffen oder Sie vielleicht doch in Ihrer Korrespondentenstube saßen, wissen wir nicht. Aber wir wissen, daß Ihnen ein schöner Satz über Miroslaw Rudenko gelungen ist, den Ko-Vorsitzenden des Präsidiums im Volksrat von Donezk, über den Sie schrieben: »Wie groß sein Rückhalt wirklich ist, erschien am Freitag aber zweifelhaft.« Und wie groß der Sinn dessen ist, erscheint aber noch heute zweifelhaft: den Qualitätsjournalisten von Titanic

Moritz Bleibtreu (42), »Schauspieler«!

Du kannst laut Playboy mit der heutigen Mode nichts anfangen, weshalb gilt: »Grundsätzlich trage ich dieselben Klamotten, die ich mit 19 getragen habe.«

Wir sind auch ganz alte Modeschule, Bleibtreu (!), und zwar was Sprache angeht, weshalb wir Dir auf altsprachlich bedeuten möchten: Nomen est omen et olet, wenn Dir das was sagt.

Puh: Titanic

Was Ihnen, Jürgen Fitschen,

als Deutsche-Bank-Boß und frischgebackenem Bankenverbandschef zum Begriff »Demut« einfalle, wollten zwei Interviewer der Welt rotzfrech wissen. Na, denen haben Sie’s aber volles Rohr in den klaffend aufgerissenen Notizblock gestoßen: »Jeder, der im Dienstleistungsgeschäft erfolgreich sein will, braucht sie.« Diese saubere Lektion werden die beiden Mediendienstleister ihr Lebtag nicht vergessen. Uns bleibt nur zu gratulieren: Gut gedemütigt, Herr Fitschen!

Ihre servilen Servicekräfte von Titanic

Ei, Thüringer Polizei!

Du hast zu Ostern Deine 33 Tonnen schweren und gut 900 000 Euro teuren Wasserwerfer einem Test mit Eier-, Tennisball- und Plastikflaschenbewurf unterzogen. Laut »MDR Info« traten an »WaWe10« in der Folge »faustgroße Schäden« an der Frontscheibe auf, die daraufhin als »schwer beschädigt« gelten mußte. Nun wärst Du, Thüringer Polizei, eigentlich dafür zu loben, daß Du diese Schwachstelle der Staatsmacht selbst aufgedeckt hast. Skeptisch macht uns allerdings die Aussage Deines Polizeihauptkommissars Jörg Schwarz, demzufolge der Wasserwerfer dennoch »ohne Einschränkungen einsatzbereit« sei. Soll das heißen, daß Du das Fahrzeug angeschafft hast, um völlig blind mit Hochdruckwasser auf Menschen zu schießen und sie gegebenenfalls auch mal zu überrollen?

Fragt mit feuchten Augen: Titanic

Lieber Karamba Diaby (SPD)!

Sie sind der erste aus Afrika stammende Bundestagsabgeordnete, wohnen in Halle und haben festgestellt: »Viele Westdeutsche … haben einen Blick auf uns Ostdeutsche, der dem Blick vieler Mitteleuropäer auf Afrikaner ähnelt.« Sie, Diaby, meinen also, daß die Wessis denken, man müsse die Ossis mit Waffen beliefern, damit sie sich in Stammesfehden und Diamantenkriegen gegenseitig ausrotten, bevor sie mit ihren riesigen Penissen den Wessis die Weiber wegnehmen?

Ihr Klischeedenken möchte nicht haben: Titanic

»Fack ju Göhte«-Macher!

Enttäuscht sind wir von Euch nicht etwa, weil Ihr Komparsenrollen für den zweiten Teil Eures Erfolgsfilms vom doofen Media Markt verlosen laßt, sondern weil diese Fortsetzung nur langweilig »Fack Ju Göhte 2« heißen soll.

Warum denn nicht »Fack ju Göhte änd Schiller tuu«? Das ließe sogar Platz für Prequels wie »Christoph Maserfacker Wieland« und »Mit Kloppstock im Arsch ät se gäi Odenwaldschule«!

Auch schon ein bißchen blöd: Titanic

Seitdem Du, Bild.de,

Beiträge auf Deiner Startseite mit dem Konterfei des jeweiligen Autors versiehst, wissen wir endlich, daß bei Dir genau solche Ohrfeigengesichter arbeiten, wie wir sie uns schon immer vorgestellt haben.

Trotzdem nicht weniger erschüttert: Titanic

Eine Geisteshaltung wie die Ihre, Vince Ebert,

Ihres Zeichens »Wissenschaftskabarettist«, hat der eher erzkonservativ eingestellte The European als vorbildlich auf seiner Online-Titelseite zitiert: »Kapitalismus ist so ähnlich wie Sex. Selbst wenn er schlecht ist, ist er immer noch besser, als überhaupt keinen zu haben.«

Sehen Sie, Ebert, und das ist es, was aufgeklärte und bewußte Menschen von kapitalismushörigen Wissenschaftskaspern unterscheidet, die lieber fauliges Fleisch fressen statt gleich das harte, aber ehrenhafte Brot der Selbstbefriedigung zu genießen.

Oder haben Sie etwa auch schlechten Sex mit sich selbst?

Fünf gegen Willy: Titanic

Sie, ZDF-Chefredakteur Peter Frey,

lassen sich aus Stolz über eine Fastfoodketten-Vergleichssendung in der FAS mit dem schaurigen Satz zitieren: »Das gern als Rentnersender geschmähte ZDF zeigt, daß wir auch jung können.« Sie »können« also tatsächlich »jung«? Wir finden ja, Sie können viel eher dumm, aber natürlich auch gut, nämlich modischen Sprachmüll nachplappern. Einen großen Gefallen täten Sie uns übrigens, wenn Sie in Zukunft vor allem eines könnten: still!

Könnte sonst evtl. kotzen: Titanic

Wunderbare Manuela Schwesig (SPD)!

Im Handelsblatt warben Sie für eine »neue Arbeitskultur«, damit Frauen »Job und Familie unter einen Hut bekommen«. Wenige Tage später antworteten Sie auf die Frage der Bunten, was Sie mit Ihrer Mutter gemeinsam hätten: »Mit meiner Mutter teile ich die Eigenschaft, das Leben mit gesundem Optimismus und viel Fröhlichkeit anzugehen. Vor allem aber auch die Kraft, Familie und Beruf gemeinsam zu stemmen. Gerade diese Selbstverständlichkeit, mit der meine Mutter ihre eigene Berufstätigkeit, das Leben und die Verantwortung in der Familie gemeistert hat, hat mich geprägt. Daher ist es heute für mich auch selbstverständlich, beides miteinander zu verbinden.« Super, Schwesig! Bei so viel Selbstverständlichkeit, Optimismus und gesunder Fröhlichkeit fragen wir uns einzig, warum Sie nur Familienministerin sind. Übernehmen Sie doch einfach noch das Arbeitsministerium dazu! Wenn eine Frau beides gemeinsam stemmen oder gar meistern kann, dann Sie!

Auch schon ganz fröhlich unter dem Hut: Titanic

Grüezi, Martin Meyer!

Als Leiter des Feuilletons der Neuen Zürcher Zeitung beleuchten Sie angesichts der Zustände in der Ukraine die aktuellen »außenpolitischen und konstitutionellen Schwächen Europas«. Und, Meyer, Sie tun das sehr anschaulich: »Ein Riese, der nach alter Größe trachtet und dabei im klassischen Stil seine Geopolitik betreibt, drückt einen Zwerg, der weder nach innen noch nach außen zu sich selber gefunden hat. Interessant ist dabei, daß Putins gelenkte ›Demokratie‹ nicht nur zunehmend autoritäre Karten ausspielt, sondern die Kommunikation mit dem Rest der maßgeblichen Welt auf ein Minimum beschränkt.« Die gelenkte »Demokratie« des russischen Riesen spielt also Karten und kommuniziert wenig – fein beobachtet. Doch was müßte man dagegen unternehmen? »Was dagegen unternommen werden müßte, um ein Zurück nicht nur auf Feld eins, sondern überhaupt zum Spiel unter Partnern einzuleiten, steht bis jetzt in den Sternen.« Und nicht etwa in den Spielregeln dieses Brett-und-Karten-Spiels, das Sie sich da ausgedacht haben?

Aber, Meyer, ist das Ganze wirklich ein Spiel? Ist Europa nicht vielmehr ein Mietshaus mit einem Wächter und einem Hügel irgendwo, in dem es seltsam zugeht? Doch, doch: »Im gemeinsamen Haus streiten und diskutieren die Mieter durch viele Etagen, immer vor dem Hintergrund des Unbehagens, die eigenen Aufgaben mehr schlecht als recht zu erfüllen. Hinzu kommt, daß der amerikanische Wächter ebenfalls mit viel unfroher und unbeispielhafter Innenpolitik beschäftigt ist. Derweil der russische Renegat mit kalter Freude auf seinem Feldherrenhügel sitzt und die Muskeln reckt.« Irgendwie, Meyer, kommt uns dieser Metaphernsalat bekannt vor. Schreiben Sie auch unter dem Pseudonym Josef Joffe?

Oder, um es in einer Sprache zu sagen, die Sie verstehen: Sind Sie und Joffe rein zufällig Mieter eines gemeinsamen, auf zusammenhanglosen Bildern erbauten Gedankengebäudes, dessen Dach nicht mehr ganz dicht ist und aus dessen zugigem Oberstübchen wirre Worte rauskommen, damit die Zeitungsseiten voll werden? Dann sind für eine schleunige Entmietung: Ihre Abrißbirnen von der Titanic

Huhu, Fa. Nomos Glashütte (Uhren)!

Deinen »Manufaktur-Klassiker Tetra« bietest Du lt. Reklame »in vier neuen hauptstädtischen Farben an«, als da sind Türkis, Gold, Grün und Blau, und das ist freilich fein gedacht; herrscht doch in der nichtberliner Provinz bloß der Vierklang aus den unhauptstädtischen Farben Grau, Beige, Fahl und Mumps, mithin jene trendferne Blässe des Gedankens, in deren Ablehnung Du Dich mit einer Kundschaft einig weißt, der »echte Berliner Großstadtuhren« 1600 Euro wert sind.

Zeitlos nebenstädtisch grüßt Titanic

O je, Johannes Kneifel (31)!

Nach einer langen, schweren Kindheit haben Sie Springerstiefel mit Stahlkappen angezogen und einen Mann niedergeschlagen und totgetreten. Nicht schön. Doch nun, wieder aus dem Gefängnis entlassen, haben Sie sich vom Saulus zum Paulus gewandelt, und aus dem ekligen Ex-Nazi ist ein evangelischer Pfarrer geworden, der mit sich und seinem Gott um Schuld und Sühne ringt. Schön.

Nur: Warum müssen Menschen wie Sie denn immer gleich so schrecklich übertreiben? Wäre ein schlichter Kfz-Mechaniker mit Lottoschein und Bierbauch nicht Buße genug gewesen?

Trotzdem unseren Segen auf pannenfreien Wegen: Titanic

Geil, Deutschland!

Laut Bild.de bist Du »Porno-Weltmeister«. Aber sag mal, warum feierst Du diesen Arbeitssieg nicht wie üblich mit einem Autokorso? Immerhin gäbe Dir das die Möglichkeit, erneut Deine spitzenmäßig dicken Hupen zu präsentieren und dicht an dicht gedrängt ordentlich loszuknattern – vielleicht bumst es dabei ja sogar mal versehentlich!

Freut sich schon auf die Spritztour: Titanic

Was Sie »falsch« machen, Lena Meyer-Landrut?

Als Jurymitglied der Casting-Show »The Voice Kids« werden Sie von den Kids nie als Coach gewählt, vermutlich, weil alle Kinder mit noch halbwegs intaktem Restinstinkt vor der komischen Tante mit der total aufgesetzten Tour zurückschrecken. Doch nun fragen Sie auch noch öffentlich: »Was mache ich dieses Jahr falsch? Stinke ich? Bin ich nicht mehr in? Oder bin ich unfreundlich?«

Trotz angeborener Unfreundlichkeit, inzwischen-aber-sowas-von-2010-Sein und sicherlich auch einem leichtem Ziegengeruch, Frau Meyer-Landrut – vielleicht machen Sie ja gar nichts falsch. Vielleicht sind Sie’s einfach nur.

Ihre Küchenpsychos von der Titanic

Soweit, Jürgen Elsässer,

wir das aus sicherer Entfernung mitverfolgt haben, kommst Du bei Deiner offenbar lange geplanten Schlagerstarwerdung gut voran. Die Fönfrisur und die reaktionären Ansichten hast Du Dir ja bereits wachsen lassen, und wie wir Deinem Blog entnehmen, hast Du Dich auch in die Materie gut eingearbeitet. Unter dem Titel »Eurovision: Statt Ekelwurst – ich will Lena zurück!« schwadronierst Du verdruckst homophob, der ESC sei »schon immer etwas für ein besonderes Völkchen« gewesen, und trotz des Votums von »ein paar Millionen aus der gender-affinen Subkultur« verkaufe jemand wie Helene Fischer weiterhin mindestens »das Zehnfache« von »dieser eierlegenden Wollmilchsau«, die diesmal gewonnen habe.

Der nächste logische Schritt, Elsässer, kann da doch nur Deine Bewerbung als nächstjähriger Vertreter Deines neuerdings so geliebten Deutschland sein! Trau Dich, als richtiger Mann, wir ekeln uns jetzt schon.

Aus welcher Höhe genau Du so um die Jahrtausendwende auf den Kopf gefallen bist, wüßte indes zu gern einmal Titanic

Flug MH370 der Malaysia Airlines!

Es war ja schon halbwegs mysteriös, daß Du einfach so spurlos verschwunden bist. Noch mysteriöser war aber Dein zweites abruptes Verschwinden, nämlich das aus den Medien. War es ein technisches Versagen, stecken Terroristen dahinter? Oder lag es einfach am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom der Journaille? Tippen auf die Terroristen:

Deine Ritalinjunkies auf der Titanic

Torsten Krauel c/o »Welt«!

Beim derzeit ja ohnehin schwer angesagten Dämonisieren des bösen Russen setzten Sie noch eins drauf, indem Sie einen originellen Vergleich zogen: »Wäre der Westen 1989 gegenüber der DDR so aufgetreten wie jetzt Wladimir Putin gegenüber der Ukraine, hätte das ungefähr so ausgesehen: Einen Tag nach dem Sturz der Mauer schleust Bonn Offiziere in Zivil und CDU-Funktionäre über die Grenze, die von Rostock bis Plauen die Leute aufwiegeln … In Sachsen rufen Bürgerkomitees zum Referendum über den Beitritt auf. Kohl stimmt mit ›tiefem Respekt‹ zu. Nach dem Referendum marschiert die Bundeswehr am dritten Advent in Sachsen ein.« Abgesehen davon, daß der Westen und zahllose CDU-Funktionäre die Leute von Rostock bis Plauen ja schon lange vor 1989 auf jede erdenkliche Weise aufgewiegelt hatten, ist Ihrer Meinung nach also der Mauerfall vergleichbar mit einem Putsch unter der Beteiligung von Faschisten? Ganz so streng hätten wir das gar nicht beurteilt, aber wenn wir uns anschauen, was diese Typen von Joachim Gauck bis Vera Lengsfeld heute alles so von sich geben – dann denken wir vielleicht noch einmal darüber nach.

Mit tiefem Respekt: Titanic

Über Sie, Kevin Großkreutz,

wird berichtet, Sie hätten einem FC-Köln-Fan während der Aufstiegsfeier einen Döner ins Gesicht geschmettert. »Die Soße brannte höllisch in den Augen«, klagte das Opfer laut Kölner Express. Großkreutz, das nächste Mal bestellen Sie wohl besser ohne scharf. Und wenn es dann doch richtig wehtun soll, nehmen Sie einen Doppel-Whopper – dann ist sogar noch eine ordentliche Lebensmittelvergiftung drin!

Rät, mit alles, aber ohne Zwiebeln: Titanic

Hallöchen, Daniela Katzenberger (27)!

Sie sind Gastronomin und Sängerin, ein Vorbild für junge Frauen möchten Sie jedoch nicht sein: »Wie würde ich das finden, wenn meine Tochter Daniela Katzenberger als Vorbild hätte?« fragten Sie die Zeitung Die Rheinpfalz. »Würde ich das toll finden, wenn sie sich blonde Haare und Silikonbrüste wünschte? Nein, ich würde wahrscheinlich nicht wollen, daß meine eigene Tochter so aussieht.« Bon, Katzenberger, aber wollen Sie denn eigentlich selbst so aussehen?

Rätselt nun Titanic

Na ja, Frank Elstner (71)!

Auf die Frage, was mit Ihrer Showerfindung »Wetten, daß..?« schiefgelaufen sei, sagten Sie der Süddeutschen Zeitung: »Ich habe meine Gäste immer in den Mittelpunkt gestellt, der Thomas war selbst der Mittelpunkt, was auch sehr gut war und funktioniert hat. Von diesem stark auf den Moderator fokussierten Prinzip wieder wegzukommen ist schwierig, und das, obwohl Markus Lanz mir in vielerlei Hinsicht gar nicht unähnlich ist. Wir sind beide Journalisten und stellen gute Fragen, nur daß er hundertmal besser aussieht als ich.«

Manchmal, Elstner, gründet Selbstbewußtsein halt auf gar nichts, und vor allem darin sind Sie Markus Lanz nicht unähnlich!

Vermißt keinen von Ihnen: Titanic

Holla, Peter Tauber!

Als neuer CDU-Generalsekretär werden Sie in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht besonders hoch gehandelt. Deshalb regten Sie jetzt im Focus etwas Interessantes an: »Jeden Tag wird im Fernsehen mit bierernster Miene der Aktienindex verkündet. Die Börse ist also wichtig – und Kinder? Um zu zeigen, daß uns Familie viel bedeutet, könnte beispielsweise auch regelmäßig eine Art Geburtenindex verlesen werden.«

Ausgezeichnete Idee, Tauber! Die Kleinen sind ja immer eine gute Erbanlage. Allerdings erführe der Zuschauer gewiß auch gerne, welche Kinder nun gerade wie hoch im Kurs stehen. Wenn dann Babys aus Familienunternehmen mit Gewinnwarnung oder gar aus alleinerziehenden Ich-AGs mit Altschuldenlast eine schlechte Rendite versprechen und ihr Kurs gleich nach der Geburt eine gnadenlose Talfahrt hinlegt, wenn also der Markt knallhart gegen sie entscheidet – sollte man das den Eltern im Fernsehen nicht ebenso bierernst mitteilen?

Fragt der Investorennachwuchs der Titanic

Alle Achtung, Berthold Kohler!

Daß Wladimir Putin 300 Journalisten mit einem Orden für Verdienste um das Vaterland und einer Vervierfachung ihrer Pension belohnt, finden Sie als FAZ-Herausgeber nicht fair, weshalb Sie in einer Glosse an die Bundesregierung appellieren, sich am russischen Präsidenten ein Beispiel zu nehmen: »Aufgepaßt, ihr Geizkragen in Berlin: So gewinnt man die öffentliche Meinung für die eigene Sache! Wir aber kriegen für unseren publizistischen Einsatz nicht einmal ein paar Rentenpunkte gutgeschrieben.«

Gratulation, Herr Kohler! Die Selbsterkenntnis, daß es im Prinzip keinen Unterschied zwischen Ihnen und den Kreml-Journalisten gibt, hätten wir Ihnen gar nicht zugetraut. Allerdings ist es in der freien Marktwirtschaft dummerweise so: Wieso sollte Merkel für Regierungspropaganda bezahlen, wenn sie die bei Ihnen kostenlos bekommt?

Unbezahlbar: Titanic

Yo, Firma Apple!

Das überteuerte I-Pad kaufen Menschen laut Deiner Werbung also, »um den Geschichten des Lebens ihren eigenen Vers hinzuzufügen«. Nun sind Deine Kunden bekanntlich alles Kreative, wo nicht gar schon Creatives. Aber wenn man zu einem Prosatext einen lyrischen Vers hinzufügt, ist das dann nicht – inkompatibel? Um nicht zu sagen: ein schwerer Ausnahmefehler? Na, Du wirst ja wissen, was Deine Zielgruppe für »awesome« hält!

Absturzsicher dank Notizblock: Titanic

Ei der Daus, Carsten Maschmeyer!

Laut Bild werden Sie »Finanzunternehmer« erpreßt, bekommen Drohbriefe, weil Sie sich gegen einen dubiosen Investmentfonds wehren, der Ihr Geld veruntreut haben soll. Das ist nicht so toll, Maschmeyer, hört sich aber nach einer Geschäftsidee an, mit der man es zum Multimillionär und Liebling der Politik schaffen könnte!

Ach, wußten Sie schon? Dann will nichts gesagt haben: Titanic

Ach herrje, Franz Müntefering!

Mit 74 Jahren macht man sich schon einmal Gedanken über die letzten Dinge, weshalb Sie sich auch bereits eine Grabinschrift überlegt haben. Die soll, wie Sie an angemessener Stelle, in der Bild am Sonntag, verkündet haben, lauten: »Er hat sich bemüht.«

Da fehlt zwar nun ein Wörtchen, korrekt heißt es schließlich »Er hat sich stets bemüht«, und knapp daneben ist immer noch vorbei – aber, Müntefering: Näher dran als mit diesem Selbstarbeitszeugnis waren Sie nie.

Mit vollster Zufriedenheit: Titanic

Ja servus, Lothar Matthäus!

Da holen wir die Bunte aus dem Briefkasten, schauen auf den Titel und lesen voll verblüfft: »Lothar Matthäus, 53, heimlich Vater geworden«. Erstmal Glückwunsch, Lothar! Und: heimlich Vater? Respekt dafür! Nur: Was sagte denn Deine aktuelle russische Freundin Anastasia, 25, dazu, als sie die frohe Kunde einem Klatschmagazin entnahm?

Wir erzählen’s auch keinem weiter. Verspricht Dir Deine Titanic

»

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Das schreiben die anderen
  • 26.09.:

    Bei Arte im Portrait: Ex-TITANIC-Chef und PARTEI-EU-Abgeordneter Martin Sonneborn.

Titanic unterwegs
28.09.2016 Hanau, Café des Vereins Lebensgestaltung
  Thomas Gsella
28.09.2016 Wiesbaden, Gemeindezentrum
  Gerhard Henschel
29.09.2016 Sassnitz, Grundtvighaus
  Max Goldt
29.09.2016 Madrid, Cafeteria der Deutschen Schule
  Thomas Gsella

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Briefe an die Leser

 Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

 Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

 Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

 Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

 ARD- und NDR-Moderator Alexander Bommes!

Vom Tagesspiegel gefragt, was Sie von Millionengagen für prominente Ex-Sportler als Kommentatoren im Fernsehen halten und ob Sie selbst schon Millionär seien, sagten Sie: »Wer die Besten haben will, der muß auch etwas dafür bezahlen. Und wenn man die Besten hat, könnte man ja auch stolz darauf sein, wie wäre es damit?« Was ja bedeutet, daß Sie umsonst arbeiten und niemand stolz auf Sie ist!

So viel Ehrlichkeit hätte Ihnen nicht mal für Millionen zugetraut

Ihre Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch

 Beim Beobachten der Jugend

Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat.

Wolfgang Beck

 Erfassung

Jetzt mal bitte alle die Hände hoch, die nicht gerne an Umfragen teilnehmen.

Ernst Jordan