Der Bussard "Medusa" ist gut drauf

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Vom Fachmann für Kenner

 Psychologischer Lifehack

Wirklich erstaunlich oft finde ich auf der Straße Eincentstücke, die ja bekanntlich Glück bringen. Da ich davon aber schon so viel habe, lasse ich sie meist liegen für Passanten, denen das Leben weniger freundlich gesonnen ist. Bei der Vorstellung, wie das gramgebeugte Mütterchen oder der trübsinnige Nerd hinter mir den kleinen Kupferling aufhebt und sich freut, wird mir jedes Mal ganz warm ums Herz! Das Beste daran ist jedoch, dass ich damit meine gute Tat des Tages getan habe und den Rest der Zeit ganz entspannt einfach das sein kann, was ich bin: ein egozentrisches Arschloch.

Katharina Greve

 Kohlerischer Anfall

Manchmal bin ich so wütend, dass ich am liebsten irgendwas kaputtmachen will, aber mit Gegenständen zu werfen ist mir zu anstrengend. Deswegen kaufe ich einfach Gemüse und koche es so lange, bis die Vitamine zerstört sind.

Loreen Bauer

 Ausgeplaudert

»Ich schlurfe gerade in die Eckkneipe, grüße die Bardame und schnipse nach dem ersten Schnaps …« Zahllose Geschichten, ob aus den Fächern Poetry Slam, Lesebühne oder Hochliteratur, fangen genau so an. Doch Obacht: Glauben Sie das nicht! Es sind Scharlatane und Scharlataninnen, die ihre arglosen LeserInnen trickreich hinters Licht führen. Die AutorInnen hocken, während sie ihre Texte schreiben, ja alle gerade am heimischen Schreibtisch, im Schein ihrer Louis-Poulsen-Designerlampe, und checken zwischendurch ihre Hello-Fresh-Aktien. Nur das mit dem Saufen stimmt.

Ella Carina Werner

 Kopfgeld

Als die Friseure nach monatelangem Lockdown endlich wieder öffnen durften, habe ich noch circa drei Wochen zugewartet, bis ich mich dann aufraffen konnte hinzugehen. Einmal, um den ersten Ansturm zu umgehen, andererseits aber auch, weil ich zu meiner anfänglichen Freude entdeckt hatte, dass meine Treuekarte bereits randvoll war. Ich dachte, wenn ich da direkt nach der langen Durststrecke des Kappers direkt nach der Öffnung freudestrahlend meinen Gratisschnitt geltend mache, reißen die mir direkt den Kopf ab! Obwohl: Dann hätte ich mir über so etwas in Zukunft ja auch keinen Kopf mehr machen müssen, und Geld gespart hätte es dann obendrein!

Burkhard Niehues

 Dienstleistermentalität

So, wie man zu viel Salz nicht mit der gleichen Menge Zucker neutralisieren kann, kann man Respektlos-behandelt-Werden nicht dadurch neutralisieren, dass man Geld dafür bekommt. Dann ist das Leben zu salzig und zu süß zur gleichen Zeit.

Teja Fischer

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Titanic unterwegs
Titanic unterwegs
17.05.2021 Berlin, Berliner Ensemble Martin Sonneborn mit Gregor Gysi
29.05.2021 Radio, WDR 5 Ella Carina Werner
30.05.2021 München, Volkstheater Max Goldt

Briefe an die Leser

 German Genetic Schweinezuchtverband Baden-Württemberg e.V.!

Dass Du auf den »Wunsch vieler Betriebe nach ruhigen und umgänglichen Tieren mit der Möglichkeit zur Langschwanzaufzucht« reagiert hast und seit März 2020 »in den Stationen der Besamungsunion Schwein (BuS) den GENTLEMAN-Eber« anbietest, finden wir saugut. Denn wenn es eins gibt, was noch wichtiger ist als »Ruhe im Stall«, dann ja wohl die »Unversehrtheit von Schwänzen«!

Zumindest den kleinen Ferkeln von Titanic

 Annegret Kramp-Karrenbauer!

Das RND konfrontierte Sie mit folgender Frage: »Höhere Rüstungsausgaben sind nicht gerade populär in Deutschland. Sind Sie bereit, die Forderungen zu erfüllen?« Darauf Sie u.a.: »Wenn wir sicher und in Wohlstand leben wollen, müssen wir in unsere Sicherheit investieren.«

Die Frage, die sich nun aber ganz Deutschland stellt, lautet: Wer schützt uns bei der nächsten Wahl vor Ihnen? Die SPD? Die Grünen? Die FDP?

Dieses Land ist dem Untergang geweiht, weiß Titanic

 Hendrik Munsberg (»SZ«)!

»Zur politischen Klugheit gehört aber auch diese Einsicht: Die ökonomischen Folgen der Pandemie und die enormen Staatsschulden werden sich nicht beseitigen lassen, indem der Staat nur darauf setzt, von Reich zu Arm umzuverteilen. Unverzichtbar ist in den nächsten Jahren ein möglichst hohes Wirtschaftswachstum. Das aber erfordert es, besonders die produktiven Kräfte im Land zu stärken«, statt bloß die unproduktiven Armen, den Ausschuss, ja Abschaum – es muss einmal gesagt werden. Und wird es darum immer wieder, zumal von politisch allerklügsten Köpfen, die für ihren armseligen Antibolschewismus auch wirklich schon genug Geld bekommen.

Eine Einsicht Ihrer produktiven Kräfte von Titanic

 Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

hast Dich von einigen Deiner früheren Tracks losgesagt. Im Spiegel-Interview gibst Du Dich als geläuterter Anhänger eines verschwörungstheoretischen, antisemitisch konnotierten Weltbildes aus: »Ich habe über Chemtrails gerappt. Ich habe auch über die Rothschilds gerappt. In Anführungsstrichen, weil ich damals nicht überzeugt von diesen Dingen war. Ich war jung und wirklich noch auf der Straße unterwegs. Auf der Suche nach irgendwas. Eine verlorene Seele. Mittlerweile sehe ich das ganz anders.« Nämlich so: »Ich war ja selber mal Verschwörungstheoretiker, in Anführungsstrichen, aber, ganz ehrlich: Corona, das gibt’s.«

Das gibt’s doch gar nicht! Gratulation zu dieser Erkenntnis! Aber ganz ehrlich? Als Du damals auf Deinem 2015er-Album »Unzensiert« kreisende »Chemtrails« und die »Rothschild-Theorie« besprechsangst, warst Du mit 30 Jahren schon nicht mehr ganz so jung und bereits öfter in den Mainstream-Charts als auf der Straße unterwegs. Von Deinem Imagewandel von der verlorenen Seele auf der Suche nach irgendetwas zum schwarzen Schlafschaf sind wir heute dennoch überzeugt. In Anführungsstrichen. »Weiter so!«

»Deine« Titanic

 Bitte lächeln, Paparazzi!

»Schwere Zeiten für Promi-Fotografen«, heißt es ebenda in der SZ, weil ja auch Prominente zu Hause bleiben beziehungsweise Maske tragen müssen und dann von Euch nicht erkannt werden. Hoffentlich beschwert Ihr Euch deshalb bald bei der Regierung, denn zu gerne läsen wir die Schlagzeile: »Paparazzi protestieren: Maßnahmen greifen zu sehr ins Privatleben ein!«

Sagt mal »Cheese«: Titanic