Newsticker

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Inside TITANIC (22)

Intime Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Ella Carina Werner über erhellende Hingucker bei der Homeoffice-Konferenz.

Das Schönste am Homeoffice sind die Videokonferenzen, und das Schönste an Videokonferenzen sind die Raumhintergründe der Kolleg/innen. Die könnte ich mir stundenlang ansehen. Oft beuge ich mich dafür über den Bildschirm, ganz dicht. Da ist das Regal mit den nachlässig quer übereinander gestopften Büchern (lesbar: "Beim Fressen beim Fernsehen fällt der Vater dem Kartoffel aus dem Maul", Eckhard Henscheid). Da ist der magische dreiköpfige Holzaffe. Da lugt die halbleere Flasche Anisschnaps hervor. Zufall oder raffiniertes Arrangement? Da schmunzelt die Stoffente vom Bildrand. Seelenlose Satire vs. Schmusetier, bei solch starken Antinomien erklärt sich manch charakterliche Auffälligkeit von selbst.

Ein, zwei KollegInnen drehen ihre Rechner so, dass man im Hintergrund nur eine weiße Wand sieht, aber auf jeder weißen Wand gibt es den einen geheimnisvollen Fleck oder den einsamen Eisennagel, der von einem überstürzt abgehängten Manet- oder Uli-Stein-Druck erzählt. Den Inhalten der Konferenzen folgen kann ich bei alledem nicht, aber das macht nichts. Als ob es in Homeoffice-Zeiten noch um Content ginge. Auch Videobotschaften von Promis und Politikern betrachte ich aus selbigen Gründen gern, vor allem als Standbild. Nicht jeder hat eine knuddelige Diddl-Maus auf dem Fensterbrett sitzen wie Dorothee Bär, aber ein bukolisches Landschaftsgemälde, ein Globus und zwei hübsche blonde "Töchter" wie in der Villa von US-Komiker Jimmy Fallon tun's auch.

Ich für meinen Teil habe hinter meinem Schreibtisch meine TITANIC-Sammelordner aufgereiht, 39 an der Zahl, dazu mehrere komiktheoretische Kompendien, darunter auch englische (Empfehlenswert: "A Cultural History of the Fart"), und alles, aber auch wirklich alles von Oliver Maria Schmitt; Erstausgaben, handsigniert, was man von außen leider nicht sieht. Das Arrangement hat mich zwei Arbeitstage gekostet. Der Chef fragt, wo meine Beiträge bleiben, aber Homeoffice kostet eben Zeit. Leider mosern die KollegInnen, mein Videobild sei verpixelt bzw. komplett unscharf, also alles für die Katz. Heute Abend Schlag 20 Uhr sind unsere privaten Gemächer übrigens exklusiv in einer TITANIC-Live-Lesung sehen, wofür ich den Raum noch mal kräftig umdrapiere.

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Jeder kämpft für sich allein

Liebe Leser*innen,

gestern Mittag erreichten mich die ersten wütenden E-Mails: Wo denn die zweiwöchige Kolumne bliebe, es sei langsam ja einmal Zeit und die Fernsehgebühren für den April vorerst einbehalten. Deswegen an dieser Stelle: Bitte beruhige dich, Mama! Keine Entschuldigung, aber der Versuch einer Erklärung: Ich bin beim Streamen eingeschlafen und habe schon länger kein Gefühl mehr dafür, welchen Tag wir eigentlich schreiben. Als ich eben aufwachte, lief jedenfalls das Amazon Original von Chris Tall: Mich hat das irgendwie angepowert, diese subtile "Jeder kann es ins Fernsehen schaffen"-Submessage, das Tröstende in der Tragödie. Und ich glaube, das ist genau der Spirit, den Christian Lindner meinte, als er diese Woche in "Bild" erklärte, dass die Bevölkerung in Normalzeiten betüddelt und unterfordert werde und die Krise eigentlich erst so richtig zeige, was in uns stecke.

Auch mein Eindruck in den letzten Tagen, dass die Ausnahmesituation das Beste aus uns rausholt: In den Supermärkten herrscht zum Beispiel blanker survival of the fittest. Wer nicht schon eine Stunde vor Ladenöffnung auf dem Parkplatz ausharrt, hat es in my humble opinion nach auch nicht verdient, entspannt auf Toilette gehen zu können oder in den Genuss von Bananen zu kommen. Viele Menschen in diesem Land haben den köstlichen Geschmack von purem Weizenmehl (405) inzwischen schon vergessen, weil sie nach wie vor zu zweistelliger Uhrzeit aufstehen. Nichts erzählt die Geschichte dieser Pandemie eindrücklicher als die Blicke der Menschen zwischen den Tiefkühlfächern und dem Aktionsregal. Zwischen "Von hier an kämpft jeder für sich allein" und "Ich habe vier Wochen lang keine Nachrichten gelesen, was ist hier eigentlich los?" ist im Grunde alles dabei.

Und dann sehe ich in junge, hungrige Gesichter, die – Gnade der frühen Geburt – Abitur und Studium schon hinter sich haben und jetzt eigentlich bereit wären für Karriere und Gehaltsverhandlung. Doch statt Zukunftsgeilheit geht bei vielen die Angst um: Was, wenn Julia Klöckner mobilmacht und mich aufs Spargelfeld schickt? Wie macht sich die Saison dann später im CV? Planungssicherheit sieht anders aus.

Full Darwin Mode offenbar auch in der Virologenbubble: Der von mir erst vor zwei Wochen an dieser Stelle hochgelobte Cheferklärer Prof. Dr. Christian Drosten erwägt offenbar den Rückzug aus den Medien. In seinem Podcast beschwert er sich, dass Wissenschaftler mehr und mehr als Entscheidungsträger dargestellt werden. Manche unken schon: Vielleicht ist dieser Mann einfach nicht gemacht für das Haifischbecken Aufmerksamkeitsökonomie. Ich glaube, ich weiß, wie Drosten sich fühlen muss: Als mein erster Tweet bei "Twitterperlen" gefeatured wurde, war da auch erst einmal ein paar Tage Leere. Aber dann ging's weiter. Denn es muss weiter gehen. Irgendwie.

Keep on fighting, Prof. Drosten.

Dein Dax Werner

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Inside TITANIC (21)

Intime Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Torsten Gaitzsch über Gebrechen und fliegende Masseurinnen.

Wenn man von Deutschlands führendem Satireblatt rekrutiert wird, freut man sich zwar wie Bolle, kriegt aber auch leichtes Muffensausen eingedenk des berüchtigten TITANIC-Fluches. Zumindest mir ging es so. Denke ich an die vielen TITANIC-Legenden, die vor ihrer Zeit aus dem Leben geschieden oder üblen Gebrechen anheimgefallen sind, bin ich wirklich geneigt zu glauben, ein Fluch laste auf diesem Magazin, übrigens unabhängig vom aktuellen Redaktionssitz (wir sind bekanntlich vor knapp zwei Jahren von einer Kapitalistenschweinevilla in eine ehemalige Pferdeschlachterei umgezogen). Und dieser Eindruck verfestigt sich jedes Mal, wenn wieder eine Kollegin oder ein Kollege von Keuchhusten, Kniebrüchen oder grippalen Gefechten außer Infekt gesetzt wird, äh: andersrum.

An mir ist dieser Kelch bislang – psychische (Vor-)Belastungen bewusst ausgeklammert – gottlob vorübergegangen. Ich verfüge noch über all meine wichtigsten Organe, ich habe meine Allergien im Griff, meine Sehkraft hat nicht sonderlich nachgelassen, und ich halte seit zehn Jahren meinen BMI. Gesamtbilanz: Mit einer Kehlkopfentzündung, einem schweren Kater und einer Lebensmittelvergiftung durch den aserbaidschanischen Geheimdienst (Verdacht) dürfte ich es auf kaum sieben krankheitsbedingte Fehltage gebracht haben. Ähnlich abgehärtet ist höchstens Bürogenossin Ella Carina Werner, aber die darf sich ja auch regelmäßig an heilsamer norddeutscher Meeresluft gütlich tun.

In der letzten Heftproduktionsphase hat es mich dann aber doch erwischt: Nackenbeschwerden machten mir drei Tage lang zu schaffen. Jede Bewegung des Halses ließ mich exaltiert jammernd zusammenzucken, und ich hatte keine Ahnung, wo das herkam. Ein heißes Kirschkernkissen im Hemd verschaffte kurzzeitig Linderung, hat aber in mein Gehirn, genauer: ins Sprachzentrum gestrahlt, so dass ich jetzt Ausdrücke wie "Muffensausen" und "sich freuen wie Bolle" benutze. Abwarten und Tee trinken hat letztlich geholfen. Beinahe hätte ich in Erwägung gezogen, jene "fliegenden Masseurinnen" einzubestellen, die uns mal vor Jahren in einer Kneipe ungefragt ihre Dienste anpriesen. Was für ein Albtraum: Da kommen wildfremde Menschen in dein Büro und kneten dir den Rücken! Aber damit ist's ja vorerst eh "Essig", wegen Corona. Ach ja, Covid-19 – daran werden wir selbstverständlich alle zugrunde gehen. Doch das ist ein Thema für die kommende Hauskolumne.

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Der große Corona-Podcast-Test

Der Virus hat uns fest im Würgegriff, ein Land in Quarantäne: Während der Dax inzwischen unter 9000 Punkte rutscht (was immer noch eine sehr hohe Zahl ist, wie Chefredakteur Moritz Hürtgen gestern gelassen kommentierte), hat eine Zukunftstechnologie Hochkonjunktur: der öffentlich-rechtliche Corona-Podcast mit männlichem Experten! In den letzten Wochen sind mindestens drei solcher Formate an den Start gegangen, und die Frage ist nicht, ob es noch mehr werden, sondern wann. Und ich hab sie mir für Euch angehört!

"Coronavirus – Doc Esser klärt auf" (WDR) war eines der ersten öffentlich-rechtlichen Corona-Audioangebote am Markt. Doc Esser, bürgerlich Heinz-Wilhelm Esser, Fans auch bekannt unter seinem Alias "Heiwi", ist joviale Frohnatur, Lungenfacharzt und tätowierter Rockmusiker. Augenscheinlich ist "Doc Esser klärt auf" in der WDR-Verbraucherredaktion angesiedelt, bei den Episodentiteln wird niedrigschwellig gearbeitet: "Heiwi, was kommt denn jetzt noch auf uns zu?" (14.03.2020). Esser ist – im Gegensatz zu seinen direkten Mitbewerbern Drosten und Kekulé – offenbar nicht beratend für den Bund oder NRW tätig. Bedeutet aber auch inhaltliche Beinfreiheit, im Podcast selber herrscht eigentlich immer gute Stimmung. Interpretiert den Medizinexperten entlang der Schnittstelle von Fachmann und rheinischem Jung mit dem Herz am rechten Fleck ("Müssen gucken, dass wir das Ding gewuppt bekommen!"). Auch dafür gibt es einen Markt. Fazit: Schöner Einsteiger-Podcast zum Thema.

"Coronavirus-Update mit Christian Drosten" (NDR) ist ohne Zweifel das "Fest und Flauschig" der Viren-Podcasts: Branchenprimus, Benchmark-Angebot, Konsens-Format. Anja Martini, NDR-Wissenschaftsredakteurin, und Prof. Dr. Christian Heinrich Maria Drosten bearbeiten das Thema auf so einem hohen und gleichzeitig verständlichen Niveau, dass dieser Podcast für viele Menschen in diesem Land inzwischen längst zur Daily-Quarantäne-Routine gehört. Ein kleiner RSS-Anker in einer Welt aus den Fugen. Um den Professor hat sich inzwischen ein regelrechter Kult entwickelt, ausufernde Liebesbekundungen an das Genie in Weiß machen im Internet seit Wochen die Runde. Liegt auch daran, dass Drosten bei allem Elfenbeinturm immer nah am Menschen bleibt und sich im Podcast auch mal mit Flaschenbier und Fassbier aus virologischer Perspektive beschäftigt oder seine Wochenendpläne ("Studien durcharbeiten, spazieren") mit uns Hörern teilt. Dem Mitentdecker des SARS-assoziierten Coronavirus dürften (wenn "das hier mal alles vorbei ist") karrieretechnisch alle Türen offen stehen: Vom ARD-Vorabendquizmaster bis zum UN-Generalsekretär ist wenig undenkbar.

Gestern verkündete der Mitteldeutsche Rundfunk dann den Transferhammer der Woche – für "Kekulés Corona-Kompass" (MDR) hat man sich in Leipzig die Dienste des zweitwichtigsten Virologen des Landes sichern können: Dr. Alexander S. Kekulé. Was für viele Außenstehende überraschend über die Timeline vibrierte, war für uns Insider im Grunde nur eine Frage der Zeit: Seit Wochen schon schießt Kekulé mal mehr und mal weniger deutlich gegen das Robert Koch-Institut, Gesundheitsminister Jens Spahn und seinen Intimfeind Drosten, in so gut wie jedem öffentlichen Auftritt zitiert Kekulé seine eigenen Empfehlungen von vor ein paar Wochen. Tenor: Ich hab's euch doch gesagt. Ein Mann hat Redebedarf, der Hype um den Professor mit der sanften Stimme und den Wuschelhaaren macht ihm ganz offensichtlich zu schaffen. Marketingtechnisch ist die Kooperation zwischen MDR und Kekulé ein Match auf Augenhöhe. Gegen die Wohlfühlkonkurrenz wird schon gleich in der ersten Folge nicht lang drumherum geredet, Titel: "Risikogruppen sollen Vorräte anlegen". Auch Sparringspartner Camillo Schumann (MDR aktuell) setzt mit seiner ersten Frage den Ton für die Veranstaltung: "Herr Kekulé, sind das noch medizinisch notwendige oder nur noch politisch kopflose Entscheidungen?" Antwort Kekulé: "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand." Auch für Kekulé ist prognostisch alles drin: Von der Gründung einer Professorenpartei bis zur nächsten Causa Uwe Steimle scheint derzeit alles möglich. Fazit: Schöner Podcast für alle, die keine Infos, sondern Anweisungen brauchen.

Spannend bleibt, wann sich die erste Rundfunkanstalt an einen Corona-Podcast mit weiblicher Protagonistin traut. Aber vielleicht sind die Viren-Expertinnen gerade (wie zum Beispiel Marylyn Addo) auch einfach mit wichtigeren Dingen beschäftigt, als jeden Tag neue Einschätzungen in ein Mikrofon zu sprechen – oder um es mit Kurt Prödel zu sagen: "Shout out an alle Personen, die wirklich in der Wissenschaft arbeiten & den Impfstoff anrühren, statt nur Podcasts darüber zu machen." Bleibt zu Hause & gesund!

Euer Dax Werner

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Inside TITANIC (20)

Indiskrete Einblicke in das Innere der Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Paula Irmschler brainstormt über Brainstorming.

"Schreib doch darüber, wie es ist, kein Thema zu finden, ahahahaha, kotz", schwallen mir Freundinnen oft des Nachts vor, wenn ich erzähle, dass ich bis gleich eine Kolumne geschrieben haben muss. Das ist diesmal gar nicht so, vielmehr habe ich rechtzeitig angefangen, wirklich, echt, schon letztens im Zug. Aus dem Fenster geschaut, an meinem Wasser genippt, zarte Indiemusik aufgelegt, über uns als Redaktion nachgedacht, was uns eint und trennt und antreibt. Aber ich erinnere mich jetzt trotzdem mal an diese Worte der Freundinnen, weil sie so schön an den Anfang passen. Auch ein schöner Anfang ist: Es sind herrliche Zeiten für Satire. Die Themen liegen ja derzeit auf der Straße. Corona, Hamsterkäufe, Thüringen, Geisterspiele, der Dax, Rechtsterror, Woody-Allen-Fans und die Buschfeuer in Australien. Ach, nee, die sind rum oder egal, aber wen interessiert das schon in dieser schnelllebigen Zeit.
Wie finden wir also unsere Themen? Einige von uns surfen viel im Internet. Klick, Klick, und schon ist was notiert. Wiederum andere regen sich bei Zigaretten und Kaffee und noch mehr Zigaretten und noch mehr Kaffee darüber auf, was andere im Internet geschrieben haben, und dann ist auch schon Feierabend. Dann gibt es noch Leute, die richtig Nachrichten gucken, abends mit dem Partner, schön kuschelig, dann wird geknutscht und sich gestreichelt ... Seufz. Entschuldigung. Es gibt außerdem die, die unterwegs schnell die Nachrichten-Podcasts abklappern, dabei Käse-Ei-Brot im Maul und der starke Wille, gleich was zu pitchen. Der eine ist immer auf Twitter. Die Pendlerinnen befragen die Menschen in den DB-Lounges. Nur wenige lesen noch Zeitung. Deswegen wurde gestern auch mal heftig auf den Tisch gehauen (so dass einige Zeitungen runterfielen) und gesagt, dass wieder mehr Zeitung gelesen werden muss. Nicht immer hier schnelle Mark mit dem schnellen Witz. Was wird das für unser Heft bedeuten? Werden wir wieder genial?

Unlängst wurde ich in einem Interview gefragt, woran wir gerade fürs neueste Heft arbeiten würden. "Äh", stammelte ich, "lustige Fotos, dings, Kostüme!" Die Wahrheit ist, wir wussten es natürlich noch nicht. Wir sammeln jetzt erst mal ganz in Ruhe. Bei eurer Hysterie machen wir nicht mit! Auch mal wieder was fühlen, sich rantasten, etwas aushalten. Hamsterkäufe, haha!

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Corona im Kopf

Liebe Leser*innen,

die Ereignisse des vergangenen Monats hätten früher für ein ganzes Jahr gereicht: Am 5. Februar wählen CDU und AfD gemeinsam einen völlig unbekannten FDP-Landtagsabgeordneten zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen (von dem man seither nichts mehr gehört hat), AKK kündigt als Reaktion darauf ihren Rückzug vom CDU-Parteivorsitz an, Mitte Februar werden ein Dutzend Rechtsterroristen mit konkreten Anschlagsplänen um einen Trödelhändler namens "Teutonico" festgenommen (auch darüber hört man nichts mehr) und einige Tage später ereignet sich in Hanau der zweitgrößte rechtsextreme Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.

So richtig Luft, mal auch nur irgendeines dieser Themen in Ruhe einzuordnen, blieb jedoch leider nicht, weil zeitgleich Karnevals-Session war, oder wie wir in der TITANIC-Redaktion sagen: "Deutsche Spring Break!" Für jede der ARD-Landesrundfunkanstalten muss jeweils eine sechsstündige Fastnachtssitzung übertragen werden, so will es der Jecken-Paragraph im Rundfunkstaatsvertrag. Und wenn zu Hanau und Teutonico erst einmal alles valide ausrecherchiert ist, werden wir in der nahen Zukunft ohnehin noch mal eine breite mediale Debatte dazu führen, daran lassen zahlreiche ähnliche Beispiele aus der Vergangenheit jedenfalls keinen Zweifel.

Einen Vorgeschmack gab es ja ohnehin schon bei "Mainz bleibt Mainz", als die im breiten Rheinhessisch gehaltene Rede des Obermessdieners Andreas Schmitt viral die Runde machte: "Hanau war ein Angriff auf uns alle!" Gänsehaut im Festsaal und am Smartphone! "Auf uns alle" klingt zwar wunderbar demokratisch, blendet aber schon aus, dass Andreas Schmitt in seinem Alltag wahrscheinlich weniger beeinträchtigt bleibt als direkt Betroffene. Sperriger Gedanke, ich weiß, weil man dazu den Betroffenen ja überhaupt erst einmal zuhören müsste.

Und auch in einem anderen Punkt ist die bierselige Rede von Schmitt in den eineinhalb Wochen nach Veröffentlichung nicht besonders gut gealtert, denn was vermutlich als (etwas weirder) Verweis auf den 2. Weltkrieg gemeint war ("Unsere Kinder werden nicht mehr für euch erfrieren"), ist in dieser Sekunde Realität für Zehntausende Flüchtende an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland.

Klar, in der Rückschau ist man immer schlauer. Doch was "Sea Watch" aktuell zu Recht als "vollständige Auflösung der Europäischen Union als sogenannte Verteidigerin der Menschenrechte" bezeichnet, ist für den marktradikalen Lindner – der vor nicht mal vier Wochen noch gemeinsame Sache mit der Höcke-AfD in Thüringen machte – nicht mehr als ein Stichwort, "Frau Merkel" via Twitter an ihr Versprechen, dass es keinen "#Kontrollverlust bei der Zuwanderung wie 2015" mehr geben dürfe, zu erinnern. Erstaunlich frech für einen, der streng genommen gar nicht mehr im Amt sein dürfte!
Und gerade in dem Augenblick, in dem man sich ernsthaft fragt, ob es überhaupt noch kaputter geht, spawnt er plötzlich doch noch aus dem Nichts auf, der langersehnte gesellschaftliche Konsens gegen Gewalt, denn: Ein Milliardär aus Sinsheim wurde bei einem Fußballspiel als "Hurensohn" bezeichnet. Man spürt's: Hier wurde dann doch eine Grenze zu viel überschritten, wenn's hart auf hart kommt, steht man gesellschaftlich zusammen gegen Hass und Gewalt. United we stand. Ein Zeichen, das Mut macht.

Was mir auch Mut macht: Dass man von Tom Buhrow seit seinem Video-Statement zu #Omagate Ende Dezember 2019 – in unserer Familien-Whatsappgruppe übrigens liebevoll als Outsider-Art gelabelt – nicht mehr so wirklich was gehört hat. Das kann für mich nur heißen, dass Buhrow gerade fleißig an der Verwirklichung seines vollmundig angekündigten neuen "Klima des Miteinanders" arbeitet. Ich freue mich darauf!

Bleibt sauber und wascht Euch zwischendurch mal die Hände, Euer: Dax Werner ...

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Inside TITANIC (19)

Indiskrete Einblicke in das Innere der Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute hat Redaktionspraktikantin Julia Mateus für Sie im Materiallager herumgestöbert.

Betritt man den TITANIC-Fundus, stellt man zunächst einmal fest: Hier sieht es recht ordentlich aus. Die meisten Gegenstände befinden sich in Ikea-Umzugskartons. Und das nicht etwa, weil der Bezug der neuen Redaktionsräume noch nicht lange her ist, sondern weil Weißraumfreund Tom Hintner hier aufräumt – und zwar fortlaufend. Alle Kartons sind ausführlich beschriftet. Manche geben sogar zusätzlich Auskunft darüber, was sich nicht in ihnen befindet: Wolle, Seide, Kordel, "Sex", Nähzeug steht auf einem. Ein anderer bietet Platz für Hosen, Damenröcke "Petry", zwei weitere etwas allgemeiner für WAFFEN und Arzt.

Wirft man allerdings einen Blick hinter die Kulissen bzw. Kartonwände, wird der propere erste Eindruck schnell gestört. In der Militär-Helme-Kiste befindet sich auch ein Umschlag mit Friedensfähnchen. Muss man wissen! Auf eine nähere Untersuchung der Gegenstände im rosa "Sex"-Korb verzichtet hingegen lieber, wer die Bilder aus jenem Fotoroman, in dem diese zum Einsatz kamen, noch im Kopf hat.

Trotz intensiver Nachforschung bleiben einige Fundus-Phänomene am Ende mysteriös: Warum enthält die redaktionseigene Werkzeugkiste fünf verschiedene Hämmer (aber keinen aus Holz)? Und was hat es mit den 1,5 kg Kaffeesatz auf sich, die in einer Glasschale aufbewahrt werden? Ich habe leider keine Antworten auf diese Fragen, aber vielleicht ja Sie? Mailen Sie sie mir gern an crowdfundus@titanic-magazin.de.

Vielen Dank!

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
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Zweijahres-Abo: 98,60 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn