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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

Poesie der Proteine

Die Lieder, Comedy-Nummern, Cartoons und Kolumnen der letzten Jahre, die sich um Pizza-Bestellungen, Wagyu-Rinder, Erlebnisse mit veganer Küche oder den obligaten Chinarestaurant-Witz mit Ente #43 drehen, sie sind im Grunde Wiederaufnahmen einer schreiberischen Ahnenreihe von Courths-Mahler und Marlitt, Fontane und Thomas Mann, bei denen das Essen stets auch zur Abschilderung sozialer Distinktion dient; die dampfende Kloßschüssel, der Wein, der in kristallnen Gläsern funkelt, der Duft der Weihnachtsgans, das steht alles in einer Tradition, die auch beim ersten Sex mit Helmut Kohl nach dem Verzehr eines "Puddings" (der eigentlich eine Mousse ist) noch nicht an ihr Ende gekommen ist, im sich fortschrittlich gebenden Lager jedoch fast nur noch in ironisch gebrochener Form sich zu thematisieren wagt. Die den Verdauungsvorgang einleitenden Rituale, die zu den wenigen zählen, mit denen wir täglich konfrontiert werden, sie können, so scheint es, nach Grass' fünfzigstem Gang in die Pilze nebst Kosung des Köchinnenhinterns nicht mehr für sich stehen und verraten doch immer noch viel über existentielle Aufschwünge und Schwundstufen der Zivilisation. Unverstellte Verzehrgeilheit wird kompensatorisch durch Fernsehköche genossen und umgehend wieder in kritischer Distanz verarbeitet; anschließend jedoch Bereitung und Verzehr eines Ramen zum 1000-Zeichen-Event aufgebläht. Und alles laviert nur um den eigentlichen Sündenfall herum, der an dem Tage geschah, als der erste Mensch für sein Essen bezahlen musste. Die Folgen können wir bis heute beileibe nicht nur in Sachsen (Saure Flecke) und Brandenburg (Klemmkuchen) sehen.

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Life & Style mit Antonia Stille

Life: Aperol, save the Queen 

Um so viel vorwegzunehmen: Dies ist (leider) kein gesponserter Text. Das beworbene Produkt war höchstens indirekt an seiner Entstehung beteiligt. Aber von vorne. Habt ihr auf dem (Bild-)Schirm, was gerade in Großbritannien/UK/England/London abgeht? Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber, so sagen es zumindest "Spiegel" und "Heute-Show": Das britische Unterhaus der Stars hat jetzt Sendepause. Der wuschelköpfige Sendedirektor hat die Handbremse gezogen, und deshalb steht das Parlamentsflugzeug still. Meine Meinung: Die Pause ist eine Chance. Wanne-Eickel an London: Entspannt euch einfach mal, dann wird das schon mit Europa! Offensichtlich haben jahrelanger Bier- und Essigkonsum das britische Parlament in den Untergang getrieben. Aber das muss nicht das Ende vom Leid, äh, Lied sein. Ich kenne ein Hausmittelchen, das mich noch schwupp-di-wupp durch jede kleine und große Demokratiekrise getragen hat: Aperol Spritz, der Aperitivo, der so ikonisch italienisch schmeckt, dass selbst Jamie Oliver sich seinen Namen nur im Flüsterton auszusprechen traut. Aperol Spritz ist die unangefochtene Queen der Getränke und muss sich dafür nicht mal wöchentlich mit Boris Johnson zum Tee treffen. Egal, ob ein gescheitertes Update das MacBook Air oder ein böswilliger Wischmob das Parlament lahmlegt – wenn man leicht einen spritzen hat, sieht die Welt gleich ganz anders (verschwommen) aus. Deshalb, liebe Engländer: Knallt euch einen Aperol in die Birne, steckt euch ein paar Eiswürfel in die Ohren und genießt, wie eure Sorgen langsam gemeinsam mit eurem Hörvermögen dahinschmelzen. Und wenn das rote Gold (Farbe der Hoffnung!) dem feinen britischen Gaumen zu sehr nach Europa schmeckt, kann immer noch ein Schuss Essig oder ein Beutel PG-Tip Abhilfe schaffen. Jeder kann Aperoliker sein.

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Inside TITANIC (8)

Intime Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Torsten Gaitzsch über eine verbrechensfreie Zone.

Ich habe ja mal als junger Hüpfer so ein Work-&-Travel-Dings gemacht – das würde ich am liebsten gar nicht zugeben, denn heutzutage machen so was nur Bonzenkinder ohne Flugscham und Bento-Redakteurinnen, die sich nach der Rückkehr über "die große Leere" ausheulen und darüber schreiben, dass sie seit dem WWOOFing-Gap-year auf der Lamafarm nur noch auf spanisch träumen, aber vor 15 Jahren war das halt gang und gäbe; na ja, jedenfalls wurde mir im Rahmen dieser Reise einmal in einem Hostel eine Schachtel Speiseeis gestohlen. Aus dem Gemeinschaftskühlschrank! Mit meinem Namen beschriftet! Obendrein so eine richtig geile Sorte, "Rocky Road" oder "Hokey Pokey", mmhhh! Diese Schandtat fällt locker in die Top 20 der größten Ungerechtigkeiten, die ich je erfahren musste, und war so INFURIATING, dass ich noch heute regelmäßig voller Ingrimm daran denke. In der TITANIC-Redaktion könnte sich dergleichen nicht zutragen. Was hier einmal im Kühlschrank landet, bleibt auch dort, es ist wie in Las Vegas. Selbst Dinge, die von einzelnen Redaktionsmitgliedern vergessen oder der Allgemeinheit vermacht werden, pflegen darin weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus zu lagern. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich im Frostfach ein Viererpack Semmelknödel, das irgendwer im Frühjahr dieses Jahres auf dem Wochenmarkt gekauft hat, und im Herzen des Kühlschranks ruht auf einer Untertasse seit – I kid you not – unserer letzten Weihnachtsfeier ein Stück Butter. Eine Schweizer Bank, deren Privatschließfächer zur Neige gegangen sind, könnte ruhigen Gewissens unseren Kühlschrank zwischenmieten, denn selbst Edelmetallbarren und Wertpapiere wären in dieser inter- oder transdimensionalen Niedrigtemperatur-Ausbuchtung auf alle Zeit sicher.

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Thread über Threads

Mein Vater hatte mal eine VHS-Kassette vom Freddie Mercury Tribute Concert im Wembley Stadion 1992 und irgendwie lief diese Kassette sonntags öfter mal bei uns im Wohnzimmer. Wie hypnotisiert starrte ich dann auf den Bildschirm, wo Axl Rose oder Zucchero Queen-Hits interpretierten, derselbe Bildschirm, auf dem ich nur Stunden zuvor Super Mario oder Fifa gespielt hatte. Manchmal fand mein Vater sein IG-Metall-Feuerzeug nicht schnell genug und zündete sich seine filterlose Reval an der einzigen Kerze im Wohnzimmer an. Dann war es immer an meiner Mutter, ihn zu ermahnen: Er wisse ja hoffentlich, dass jedes Mal ein Seemann stirbt, wenn er sich die Zigarette an einer Kerze anzündet.

Auch wenn die Zukunft des Rauchens inzwischen im E-Zigarettensegment liegt (Stichwort junge Verkaufskategorie & hohe Handelsspanne), lässt sich immer noch im volkswirtschaftlichen Ton mahnen: Jedes Mal, wenn ein Twitter-Nutzer einen Analyse-Thread – also mehr als zwei Tweets hintereinander mit Punkt und Komma – über eine Landtagswahl ins Netz schiebt, verliert ein/e Politikwissenschaftler/in Projektmittel für das nächste Semester. Ein hochproduktives Sprüche-Pattern, um seinen Mitmenschen auf den Geist zu gehen!

Auf den Geist sollen mir in dieser Kolumne aber vor allen Dingen Threads gehen. Neben dem ordoliberalen Approach beider Bonmots, in denen so was wie Disruption oder Innovation bedauerlicherweise noch gar nicht mitgedacht werden kann, zündet mich an den großen Erklärthreads zur Sachsenwahl und Brandenburgwahl am Wochenende besonders an, wie sehr man sich an den eigenen Mutmaßungen hochrauschen kann, so dass man diese Minuten nach der ersten Hochrechnung als wissenschaftliche, peer-reviewte Befunde verkauft. In vielen Erklärthreads wird der bzw. die ostdeutsche Wähler/in zu einer Aufziehpuppe, an der mal der Neoliberalismus, mal die Medien, mal die AfD kräftig ziehen, und schon kommen 27 Prozent für die AfD raus. Oder wie der Nutzer @turboateng on point zusammengefasst hat: "Jörg schönborn hats grad bestätigt: das wahlergebnis kann mit der einstellung der buslinie 12 im kreis schmöckwitz-siebengau vollständig erklärt werden."

Woher kommt das? Ich erinnere mich, dass ich als Bub vor dem Einschlafen oft noch wach lag und leise dieses Gitarrensolo oder jenen Refrain von diesem Wembley-Konzert nachsang. Vielleicht ist das ja bei Wahlanalysen genauso: Wir sind hypnotisiert von der Expertenaura, wenn im Fernseher dieses oder jenes Wahlergebnis wieder mal mit Stress in der GroKo, schlechtem Ifo-Geschäftsklimaindex oder einfach zu vielen Nazis wegerklärt wird. Wir sind die kleinen Jungen und Mädchen, die noch wachliegen, obwohl morgen Schule ist, und davon träumen, mal was im Fernsehen erklären zu dürfen.

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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

Smoke gets in your eyes

Die Tabakkonzerne, so hört man, wollen sich in naher Zukunft aus dem zunehmend unersprießlich gewordenen Geschäft mit Analogkippen zurückziehen und auf das konzentrieren, was sie am besten beherrschen, das Geldverdienen. Zu groß das Risiko, stets aufs Neue durch Menschen verklagt zu werden, die im Irrglauben an die gesundheitsfördernde Wirkung des Rauchens 50 Jahre lang am Tag ihre drei Päckchen weggeschmurgelt haben, sich plötzlich mit Atembeschwerden oder unerwünschtem Zellwachstum konfrontiert sehen und den Hersteller aus enttäuschter Liebe erfolgreich auf die Zahlung einiger Trilliarden (in Europa: Trillionen) Dollar in kleinen, unnummerierten Scheinen verklagen. Solche Wandlungen des Kerngeschäfts sind gar nichts so Seltenes, man denke an Nokia, vom Gummistiefel zum Handy (und wieder zurück). Auch Tankstellen, so heißt es, wollen sich schon bald statt auf mobilitäts- und CO²-fördernden Kraftstoff ganz auf den Abverkauf von Sushi und Bier verlegen. Überall weht Rauchern der Wind ins Gesicht (der Nebentisch wird sich dennoch beschweren); Analogbücher aus Raucherhaushalten sind im Antiquariat praktisch unverkäuflich, und Lesern mit der obligaten Sartre-Fluppe wird empfohlen, ihre Bücher nach dem Ableben gleich mit kremieren zu lassen. Als Traditionsnikotinisten bekümmert mich ein solcher Trend zutiefst; die allseits angepriesenen Verdampfer vermögen mich nicht zu locken, sie sind mir gleichsam elektronischer Tofu, wo meine Bronchien nach Lungenmett letzen. Beschimpft und ausgegrenzt wandele ich seither unruhig durch die Welt, letzte Reservate von Freiheit und Risiko suchend in einer Welt der Enge und Lebensgier. Und finde sie ausgerechnet hinter einer Zapfsäule, wo ich mit dem Tankwart hastig eine Zigarette verdrücke und mich mit ihm erinnerungsselig über Eimerrauchen und Stummelantennen austausche.

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Life & Style mit Antonia Stille

Style: Adiletten und Moral 

Heute ist Crossover-Time: Rap und Badelatschen. Klingt erst mal befremdlich, aber gleich ergibt alles einen Sinn. Trettmann, ein Deutsch-Rapper mit schwarzen Klamotten, Hut und Sonnenbrille, also quasi der ostdeutsche Udo Lindenberg, hat am Freitag die zweite Single seines neuen Albums gedroppt. Aber an der Sache ist ein Haken, denn Tretti, wie ihn seine Fans nennen, hat auf seiner neuen Platte auch mindestens ein Feature mit Gzuz von der 187 Straßenbande (Panzerknacker der Rapszene), der Frauen und Schwäne verprügelt. Was hat das jetzt mit Badelatschen zu tun? Trettmann ist so was wie der Adilettenkönig der Musikszene. Seine Fans eifern ihm trettbrettfahrend nach und schlappen sich durch ihre Insta-Stories und Facebook-Timelines. Adilette ist also zwangsweise Rap, wenn nicht sogar Trettmann-Merch. Sollte man auf die Latschen verzichten, nur weil der aktuelle deutsche Latschenpapst (Schlurfi et Schlappi) mit einem gewalttätigen Arschloch rumhängt? Am Ende stellt sich also die Frage, mit der wir uns so oft konfrontiert sehen. Was geht vor: Style oder Moral? Wie ihr wisst, plädiere ich am Ende immer für den Style. Wer auf der einen Seite gerne den ganzen Tag in Jogginghose rumlaufen würde, aber auf der anderen Seite weiter stilsicher Kreuzberg rocken will, für den (oder die!) sind Adiletten eben oft die einzige schlappbare Option, denn aus irgendeinem Grund sind diese zehenzwischenraumschonenden Gummi?-/Plastik?-Füßlinge gerade Trend und das muss man ausnutzen. Badelatschen sind gerade für eine Gesellschaft geeignet, die zunehmend auf Segway, E-Scooter und Boosted Board umsteigt, denn zum Gehen sind sie – unangenehmer Nebeneffekt – leider nicht geeignet. Man könnte es Schicksal nennen.

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Inside TITANIC (7)

Intime Einblicke in das Innere der TITANIC-Redaktion und ihrer Mitglieder. Heute: Fabian Lichter über die Raumaufteilung der Redaktion.

Die Redaktionsräume der TITANIC werden nach einem durchdachten Konzept genutzt: Wer den Eingangsbereich betritt, muss an Redaktionsassistenz Moritz Post vorbei, der von weitem schon Eindringlinge von erwünschten Besuchern (Foodora) zu unterscheiden weiß und Einlasssuchende kritischer befingert, als jeder Berghain-Torwächter es je könnte. Außerdem ist die Redaktion bestens alarmgesichert (gesammeltes Flaschenpfand seit 2003 rollt über den Boden), versuchen Sie also erst gar keine krummen Dinger! Die restlichen Flaschen (haha) sitzen verteilt auf hauptsächlich drei Räume. Nun unterscheiden sich die Naturelle der Mitarbeiter gewöhnlich wie Tag und Nacht. Da gibt es die Geselligen, die für ihr Leben gerne fröhlich herumschreien und ohne kräftige Gegenstimme verkümmern würden. Zurückgeworfen lediglich auf das eigene, einsame Grunzen würden sie sich irgendwann den goldenen Schluck gönnen, um nie wieder oder zumindest sehr spät am nächsten Morgen wieder aufzuwachen. Sie leben und werkeln in Raum 1. Dann gibt es die zarten Pflänzchen, die je nach Tagesform zwischen Menschenscheu und beinharter Depression changieren, für die ein zu lautes Vogelzwitschern selbst an guten Tagen schnell einmal akustischer Folter gleichkommt, und die schon aus arbeitspraktischen Gründen durch Glaswände separiert gehören. Sie vegetieren im Dunkeln in Raum 2. Raum 3 ist aus einer langen Tradition heraus (knapp eineinhalb Jahre) dem Chefredakteur vorbehalten und enthält kein (!) Fenster, damit die erwünschte Entwicklung zum weltentrückt schrulligen Satire-Großmufti möglichst schnell vonstatten geht. Für derzeit unbesetzte Räume wird noch Verwendung gesucht. Aktuell wird erwogen, die restlichen Räume zu fluten und sich einen Alligator anzuschaffen. Der Vorschlag stammt übrigens aus Raum 3.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 16.11.:

    Die "Schaumburger Nachrichten" verweisen auf eine interessante Anzeige aus der aktuellen TITANIC.

Titanic unterwegs
17.11.2019 Frankfurt, Mousonturm »Die große 40-Jahre-TITANIC-Gala«
20.11.2019 Oldenburg, Wilhelm 13 Bernd Eilert mit Joachim Kersten und Klaus Modick
22.11.2019 Köln, Literaturhaus Katharina Greve
25.11.2019 Stuttgart, Theaterhaus Oliver Maria Schmitt