Newsticker

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Life & Style mit Antonia Stille

Life: Pray for Avocado 

Hey, ihr Crema-Chaoten! Okay, also heute muss ich mal was ansprechen, was mich WIRKLICH beschäftigt momentan. Ihr wisst ja, dass ich mich immer schon für alles eingesetzt habe, was uns und unserer Welt gut tut. Wholesome life, wholesome planet! Aber ein Thema habe ich immer mit ein wenig vorsichtigen Fingern angefasst, muss ich sagen. Richtig geraten: Ich meine … Avocados. Ein Obst, das ein richtig DELIKATES Politikum ist inzwischen. Aber das Private ist auch politisch. Das Problem mit meinem favorite food add-on ist nämlich, ich will da ganz offen sein, der Wasserverbrauch. Habt ihr bestimmt schon mitbekommen. Umwelt! Und ihr habt bestimmt auch mitbekommen, dass Avocados gleichzeitig sehr lecker und überhaupt gut für einen sind, zum Beispiel für die Haut, obwohl sie selbst so eine rubbelige Oberfläche haben. Verrückt! Aber ich muss sagen: Ich bin in dieser Hinsicht nicht perfekt. Also von der Haut her schon, aber das ist ein anderes Thema. Mir ist unsere Welt nicht egal. Ehrlich! Aber man kann ja nicht immer alles beachten, sonst würden wir ja auch an den eigenen Ansprüchen zugrunde gehen. Deshalb entscheide ich mich, trotz der erwähnten Nachteile, dafür, Avocados zu essen. Ja, richtig gehört. Was bringt es nämlich dem armen Kind in Afrika, wenn ich meine Bowls nach dem Fotografieren nicht aufesse? Und überhaupt: Das Wasser, das für meine Avocados benutzt wird, kann Nestlé ja nicht mehr bekommen. So kann man es nämlich auch sehen … Es ist alles eine Frage der Abwägung. Ich will mich für mich und meinen Körper ideal ernähren, damit ich jeden Tag mit Schwung in den Beinen und Power in der Seele aus dem Bett komme. Man kann ja nicht immer so grün sein wie Avocado-Fleisch! Deshalb sage ich: Je suis Guacamole.

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Operation Kreuterkolle

Liebe Leser,

es wäre ohne Zweifel als DAS Mega-Event 2019 in die Geschichte eingegangen: Das gemeinsame, ganztägige Ultra-Mentoring unter dem sauber gearbeiteten Branding "Alpha Offensive" der beiden Mentalmonster Dirk Kreuter und Deutschrap-Legende Kollegah, genannt "Kolle", in der Kölner Lanxess-Arena. Auch ich hatte natürlich schon meine 2500 Euro-Karte gebucht (locker mit der 14-Tage-später-zahlen-auf-Paypal-Option geordert) für acht Stunden Bühnenaction, gemeinsames Steakessen mit Dirk und Kolle und anschließender Party irgendwo auf den Kölner Ringen. All Nighter bei Tageslicht und mit Vollverpflegung. Doch der Traum vom Mega-Event ist geplatzt und plötzlich beefen sich zwei erwachsene Männer gegenseitig in halbstündigen Youtube-Videos. How did we get here?

Vielleicht erstmal die Basics: Wer ist überhaupt Dirk Kreuter? Kreuter lebt den Traum und das heißt bei ihm: Nur 100 Tage in Deutschland, den Rest des Jahres in Dubai oder der Karibik. Er ist ein Macher, ein Möglichmacher, er denkt sich coole Bücher aus wie "Umsatz extrem" oder "So generieren sie Anfragen ohne Ende". Ein durchtrainierter Mittfünfziger, der es mit gnadenlosem Verkaufstalent, Call-Center-Lächeln und einem Traum in der Tasche zu etwas gebracht hat. Und: Er lebt nach einem einzigen Gesetz. Seinem Gesetz. Es lautet: "Sieger zweifeln nicht. Zweifler siegen nicht."

Doch Kollegah wurde schwach, er begann zu zweifeln. Als sich auf Instagram unter seiner Ankündigung zum Event drei Zwölfjährige über die 2500-Euro-Karte für die "Alpha-Offensive" austauschen, fabuliert Kolle in der Orga-Whatsapp-Gruppe mit Dirk vom "schlimmsten Shitstorm seiner Karriere" – und jawohl, wir befinden uns zeitlich bereits nach seinem Echo-Auftritt. Was wir wissen: Kreuter antwortet mit einem Privat-GIF aus dem Mallorca-Thinktank 2017 mit Matthew Mockridge. "Sehr, sehr geiler Spruch. Episch! Lachsmiley. Und jetzt lass uns die Hütte vor den Sommerferien vollmachen!" Aber Kolle meint die Nummer ernst. Und sagt die gesamte Veranstaltung kurzerhand über Whatsapp ab. Blaue Haken. Abgeblasen.

Das ist das Gegenteil von Alpha. Und das ist nicht das einzige Traurige an dieser Geschichte: Es macht betroffen, dass da offenbar eine Generation heranwächst, die zweieinhalb Mille für ein Verkaufsseminar mit Dirk Kreuter und Kollegah, dem Überboss, für überteuert hält. Oder dass eben jener Kollegah Dirk Kreuter in einem unübersichtlichen Instagram-Video vorwirft, es mit dem geplanten Event nur auf die junge Kernzielgruppe des Rappers, die aus Jungs zwischen 8 und 12 besteht, abgesehen zu haben. Und zwar in einem Tonfall, als sei das was Schlechtes. Wir können doch froh sein um jeden High Performer, der die junge Zielgruppe abholen & mitnehmen will auf die Erfolgsspur von Learnings, Mantras und Umsatzsteigerung. Aber hier in Germany ist man eben noch lange nicht so weit. Und so ist es auch kein Wunder, dass Kreuter den Großteil des Jahres im Ausland verbringt. Ich möchte nun zu ihm fliegen, wo immer er auch gerade ist, und für einen privaten Thinktank mehrere Tausend Euro ausgeben. Ohne zu zögern.

Mal wieder nachdenkliche Grüße: Dax Werner

 

 

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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

Aus Brauch und Tum: Der Spargel

Veilchenduftend zieht der Frühling durch die Urinale und Besuchertoiletten – es ist Spargelzeit. Und Deutsche, als nahezu einziges Volk mit einem Enzym zum Abbau dieses gleichgeschlechtlichen Bruders der Schwarzwurzel ausgestattet, sind einmal mehr an vorderster Front, wenn es um das Vertilgen geht: Durchschnittlich 25 Meter der bleichen Spieße wird auch dieses Jahr jeder von uns zum Ende der Saison verzehrt haben, gerade für die Neugeborenen eine beeindruckende Leistung. Dabei ist die Liebe zum Drumstick der Persephone nicht einmal unter seinen Essern ungeteilt: Rund ein Drittel aller Niederrheiner etwa gibt an, ihn nur um der Hollandaise willen zu essen, ein weiteres Drittel nennt Schinken oder Schnitzel als Grund, und nur ein Drittel nickt rückhaltlos mit vollem Mund, weil die einmal mehr zu lang gekochten Stangen faserig und hartnäckig in den Mündern lungern. Woher rührt also das große Gedäh (um diesem schönen Wort auch außerhalb des Kolumnentitels zu seinem Recht zu verhelfen), das Jahr für Jahr um den Spargel anbricht und zum deutschen Frühling gehört wie Erektion und Heuschnupfen? Einmal mehr ist es die Erotik, die uns hier den Weg weist. Schon im ausgehenden Mittelalter schälte [sic!] sich heraus, dass diese dünn besiedelte und reizarme Region niemals imstande sein würde, ihren Bevölkerungsstand aus eigenen Mitteln zu erhalten: Die Idee des "Erntehelfers" war geboren. Angelockt von kargem Lohn und aufwendig gestalteten Beeten ziehen seither die sogenannten Spargelstecher in die Region um Geldern, die uralten Rituale aus Erneuerung und zerlassener Butter zu vollziehen. Der reiche Erlös der Bauernschaft, ursprünglich zur dringend benötigten Verschönerung der Landschaft gedacht, fließt nahezu vollständig in die Schankstuben, in welchen die Bevölkerung nach dem Johannistag die neunmonatige Tragzeit abwartet, an deren Ende zugleich der Beginn der neuen Spargelsaison steht. Geheimnisvoller Kreislauf der Natur!

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Life & Style mit Antonia Stille

Style: Das Urteil 

What's poppin', meine Trendtomaten? Es gibt gute Nachrichten!!! Die deutsche Justiz funktioniert, auch für uns Internetkünstler! Ja genau: Cathy (catherinyyy) ist innocent wie ein Smoothie! Schleichwerbung? Fehlanzeige! Beim Bericht auf "Spiegel Online" bezeichnet man uns zwar nur als "sogenannte Influencer", aber davon lassen wir uns nicht kleinmachen. WIR haben gewonnen. So wahnsinnig gute Gerichte gibt's sonst nur bei Vapiano! Cathy hat selbst gesagt: Dieses Urteil ist für UNS! Das hat sie wirklich gut ausgedrückt, meiner Meinung nach. Judikative is a girl's best friend! Da können diese sogenannten Journalisten schreiben, was sie wollen. Was zählt, ist das Ergebnis … Wenn einen etwas wirklich begeistert, dann darf man das auch verlinken. Wo wäre sonst die Meinungsfreiheit? Einfach mal ins Grundgesetz schauen! In jeden unserer Posts fließt harte Arbeit und vor allem mindestens (!!!) genauso viel Liebe wie in die wahnsinnig leckeren Lowcarb Schokodrops von LOCA – ganz ohne Geld zu machen natürlich. Das brauchen und wollen wir nämlich gar nicht. Wenn wir nicht mit jeder Schnalle unserer Zalando-Sandaletten hinter dem stünden, was wir machen, wären wir auch nicht immer so glücklich. Also sollen alle, die uns das nehmen wollen, es auch erstmal besser machen, würde ich sagen. Just do it! Als Content Creator ist das Leben nämlich auch kein Chupa-Chups-Schlecken. Und ich habe noch nie einen Journalisten gesehen, den ich als well-dressed bezeichnen würde – das einfach mal nebenbei. Kostenloser Tipp: Versucht doch mal Cartier statt C&A. Denn an so etwas Ehrliches wie die Arbeit von uns Influencern kommen diese Zeitungsmenschen zumindest eh nie heran.

Von meinem iPhone gesendet

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Der große Europawahl-Spitzenkandidatencheck von Dax Werner – Folge 4

Les amis de l'Europe, saustark, wie ich am Freitag schon meine Wahlbenachrichtigung für die Eurowahl aus dem Briefi gegrabbelt hab, ich bin jedenfalls jetzt komplett pumped! Heute melde ich mich mit der vierten und letzten Folge des großen Dax-Werner-Wahlomats zurück, bevor es dann am 26. Mai so richtig ernst wird in der Kabine. Da müsst Ihr dann alleine durch, ohne mich. Let's rock this election! Heute der Sondercheck des Europawahlkandidaten schlechthin: Manfred Weber für die EVP!

 

Manfred Weber (Europäische Volkspartei, EVP)

Wenn das Europäische Parlament das Pendant zur Nachtwache ist ("Mittlerweile ist die Nachtwache mehr eine Strafkompanie als ein edler Orden, man schickt all jene an die Mauer, die man los werden möchte." Quelle: Game of Thrones Wiki), ist Manfred Weber der deutsche Jon Snow: ein cooler Typ mit eigenwilliger Frisur, dessen Zeit definitiv schon sehr bald kommen wird. Wird er sich auf den europäischen Thron setzen können? Wird er den Nachtkönig Silvio Berlusconi zerstören können? Das war's auch eigentlich schon mit den arg weit hergeholten Parallelen, es tut mir auch leid, dass Ihr da jetzt durch musstet, aber zur Wahrheit gehört auch: Aktuell klickt sich einfach jeder Content affengeil, der auch nur entfernt mit GoT zu tun hat.

Potenzielle Wähler: GoT-Heads, Bayern, Pulse-of-Europe-Geher.

Prognose:
Zwei Tage vor der Wahl der vielleicht entscheidende Plottwist - Robin Alexander twittert, dass Manfred Weber laut "WELT-Informationen" (Robin-Alexander-Deutsch für: SMS aus dem CDU-Vorstand) der uneheliche Sohn von Horst Seehofer ist, der anschließende Buzz schießt Manfred und die EVP über die 50-Prozent-Marke. Hodor!

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Nur kein Gedäh! – von Martin Knepper

Familienkonzert

Es gibt diese spezifische Form von Popsongs, die von vornherein auf Airplay schielen, indem sie das Medium selbst zum Thema machen, so Donna Summer ("On the Radio"), Roxy Music ("There’s a Band playing on the Radio"), Velvet Underground, die 1970 auch endlich mal ein paar Platten verkaufen wollten ("Despite all the amputations you know you could just go out and dance to a rock 'n' roll station") bis hin zu, horribile, Rolf Zuckowski ("Du da im Radio"). Und weil das Radio es mag, gut gefunden zu werden, sind viele dieser Stücke auch veritable Dauerbrenner geworden. Doch der allbeschrieene Markt kennt auch andere Formen von Redundanz und Referenz, Bauchpinselei und Selbsterregung: Lyriker schreiben über Lyriker beim Lyrikschreiben, Politiker preisen salbungsvoll und legislaturzyklisch die Weisheit des Wählers, Metzger formen Schweine aus Mett und Kolumnisten schreiben über Kolumnisten. Autopoiesis heißt das Zauberwort, ein sich selbst gießendes Bäumchen, von alters her reichlich Frucht tragend für all jene, die ihren Dung pH-sensibel einzusetzen wissen. Allerdings empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit auch mal einen neuen Gedanken einzukreuzen, sonst läuft irgendwann die ganze Medienlandschaft mit einer Habsburger Lippe durch die Gegend. Und die resultierende verwaschene Aussprache wird auch mit Autotune nicht wirklich besser. Deshalb weg von den Keyboards und ran an die Keyboards, und statt des fünfmillionsten Blogbeitrags über Hater und Follower mal wieder eine knackige Zwölftonreihe komponiert! "Du da - im Radio: Ich schalt dich jetzt mal ab." (R. Z.)

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Meditation und Markt mit Dax Werner

Der große Europawahl-Spitzenkandidatencheck von Dax Werner – Folge 3

Hallo Leute, in Anbetracht der Ereignisse von Paris machen wir es heute kurz und schmerzlos: Hier ist Teil 3 des großen Europawahlkandidatenchecks! Diesmal mit der Tierschutzpartei und der Alternative für Deutschland!

Bildquelle: facebook.com/Spitzenkandidat

Martin Buschmann (Die Tierschutzpartei): Bei der Tierschutzpartei und ihrem Spitzenkandidaten Martin Buschmann haben wir es mit einer Partei zu tun, für die die ganzen lästigen Spielregeln der "Großen" nicht gelten: Die Selfies sind noch handgemacht, die Facebookseiten-URL von Martin Buschmann lautet selbstbewusst facebook.com/Spitzenkandidat und für den aus 25 Fragen bestehenden Online-Parteitest muss man das Ergebnis noch selber mit Kuli und Papier ausrechnen – Swag! Peinliche Europahoodies sucht man hier vergeblich, stattdessen verwöhnt uns das Parteiprogramm mit schonungslosen politischen Tiefenanalysen: "Noch niemals sind Tiere in so riesiger Zahl tagtäglich derart gequält worden, wie dies in unserer Zeit der Fall ist. Die Gründe sind bekannt: Es regiert das Geld." Ich weiß nicht, was Ihr, liebe Europafreunde, am 26. Mai machen werdet, ich jedenfalls wähle: das Mitgefühl.

Potenzielle Wähler:
Hannes "Orang-Utan" Jaenicke und die unheimliche Katzenoma aus dem 4. Stock.

Prognose: Wird der den professionalisierten Politikbetrieb unterlaufende Approach der circa. 800 Mitglieder starken Tierpartei den gewünschten Erfolg bringen? Einen Sieger gibt es jedenfalls jetzt schon: Das Mitgefühl.

Jörg Meuthen (NPD): Dass der Essener Wirtschaftswissenschaftler & AfD-Klapskalli Jörg Meuthen Social Media besser verstanden hat als alle anderen, wissen wir spätestens seit der Causa Kantholz. Als Meuthen am Abend des 7. Januar seinen Bremer Parteifreund Frank Magnitz nach einem "Stolpler" auf dem Heimweg im Krankenhaus besuchte, erkannte Meuthen die Gunst der Stunde und briet Magnitz mit den Worten "Fürs Vaterland" und "Das tut mir mehr weh als dir" noch mal mit seinem Samsung Galaxy Tab eins über, schoss mit dem selben Gerät schnell ein Foto von seinem Freund und arbeitete die Nummer professionell auf Twitter und Facebook. Das Ding skalierte selbst für AfD-Verhältnisse in ungekannte virale Höhen. Mal schauen, welchen Joker der Tausendsassa noch für die Europawahl im Ärmel hat.

Potenzielle Wähler: 25 Millionen aktive Facebook-Nutzer in Deutschland.

Prognose: Insgesamt schwierig.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!
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Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«