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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Lotse, von Bord

Die Preisakte Handke ist ja nun fürs erste zu, und damit ich’s für mich und alle, die mit meiner Einlassung, den Fall betreffend, nicht einverstanden waren, auch abschließen kann: Nein, ich bin kein Handke-Fanboy. Ich bin ein Gremliza-Fanboy.

Hermann Ludwig Gremliza ist gestorben, und hätte ich’s, im Weihnachtsurlaub jottweedee im Bette liegend, nicht aus einer morgendlichen E-Mail, ich hätte es aus dem Morgenblatt erfahren, in dem Willi Winkler mitteilte, Gremlizas „Konkret“ sei längst für die Tonne, abgesehen von seinem „Express“, und daran ist natürlich bloß wahr, dass Gremlizas „Konkret“ ihre Daseinsberechtigung an solch windigem Feuilletonismus noch viel zwingender beweist als etwa daran, dass in der Januar-Ausgabe mein Urteil in obiger Sache wiederholt wird. (Akte hiermit wirklich zu.)

Denn „Konkret“, wie immer man zu Einzelnem stand und steht, ist eben der Widerstand, den bürgerliche Blätter nicht leisten wollen können, und Hermann L. Gremliza war dieser Widerstand in Person und Wort. Besonders Dumme nannten den, der „Konkret“ war, „Karlchen Kraus“, wie Winkler sich zu dem schönen Lob herabließ, der Jüngere sei mitunter nicht schlechter als der Ältere gewesen. Wahr ist, dass Gremliza der war, an dem sich orientierte, wer heute hasst, was Kraus schon gehasst hat; und dass Gremliza, wenn er wollte, ohne weiteres schreiben konnte wie Kraus, beweisen seine Karl-Kraus-Preisreden auf Wallraff und Raddatz.

„An die Freundin eines Freundes, die dem Moribunden zur Konsultation eines Naturheilkundigen rät: Ich sterbe lieber an Krebs als an Esoterik.“ Gremliza, 2016

Im übrigen konnte Gremliza so schreiben wie Gremliza, und was er Kraus sogar voraus gehabt haben mag, in dessen Riesenwerk ja auch allerlei Scharmützeliges steckt, ist, dass Gremliza in den Jahrzehnten, die ich überblicke, keine einzige fade oder wenigstens irrelevante Zeile unterlaufen ist. Gremliza war vieles und vor allem nie langweilig, und wer seine Textsammlungen in die Hand nimmt (und ich nehm’ sie immer wieder in die Hand), von „Was Gabriele Henkel alles mit der Hand macht“ über „Betrug dankend erhalten“ und „Gegen Deutschland“ bis hin zu den „Haupt- und Nebensätzen“, der wird sie nur schwer wieder aus der Hand kriegen. (Wer, bitte, besorgt die Gesamtausgabe?) Als Fan und Adept so schreiben zu wollen hatte zwar auch mit der Meinung zu tun, die man da las, aber vor allem mit der Form, die diese Meinung schon war. „Wer nicht denken und also nicht schreiben kann“, lautet ein ewiger Gremlizascher Halb- und Merksatz, und umgekehrt ist er sogar noch wahrer.

Als ich dem Verehrten das erste und zugleich letzte Mal begegnete, vor sechs Jahren bei einem Hamburger Diskussionsabend mit Leo Fischer und Lisa Politt, freute er sich. Die Freude dürfte meinerseits noch erheblich größer gewesen sein. Zum Du hat es damals nicht gelangt, und also:

Lieber Herr Gremliza: Der Kampf geht weiter; sie sollen uns nicht auskommen.

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Gärtners kritisches Vorweihnachtsfrühstück: Dasselbe in Grün

Wenn man etwas lernt als kritischer Kolumnist, dann gegen die Wand zu reden oder in den Wind, und was Kollege Mentz vor Jahren ahnte, dass nämlich „Olli Dittrich jetzt immer mal wieder im Fernsehen sitzt und Witzfiguren bis zur Kenntlichkeit unentstellt lässt“, das werde ich nicht aufhalten; aushalten freilich auch nicht. „Frust“ heißt die neuste, in der Mediathek der ARD abrufbare Magazinsparodie, in der gescheiterte Promis wie der Tierfilmer Andreas Baeseke zu Wort kommen, der, ein Relotius der Tierfilmerwelt, am Nordpol ein Polarzebra und in der Südsee eine Luftqualle gesehen haben will. Der Tierfilmer nun sieht aus wie ein Tierfilmer, der Moderator sieht aus und heißt („Sören Lorenz“) wie ein Moderator, es ist alles haargenau wie in echt, und deswegen ist sogar der eigentlich gute Holger Gertz von der SZ mal wieder begeistert.

Mentz hat zum Fall das Nötige gesagt; doch war’s nicht wiederum Adorno, der gegen die Parodie einzuwenden hatte, dass sie im Gewande der Verlächerlichung das Parodierte feiere? Selbst wenn man das nicht unterschreiben will, ist das, was Dittrich macht, ja nicht mal Parodie (und diesen Fehler merkt er sowenig wie alle anderen), denn eine Parodie ist nie dasselbe in Grün; sie ist dasselbe in anders, sie verzerrt, und falls nicht, redet man besser von einem Pastiche, einer Kopie also, die (um ein verlässliches Adorno-Zitat anzubringen) das „So-Sein“ ist, und davon gibt es doch weiß Gott genug.

„Olli Dittrich übertreibt nie, er sieht einfach nur genau hin. Er reproduziert die Realität und offenbart so ihre Absurdität“, war „Spiegel online“ zu einer früheren Bemühung eingefallen, und meine damals in „Konkret“ gestellte Frage, ob man dann nicht gleich das Original nehmen könnte, blieb natürlich unbeantwortet. Dittrich ist kein Reaktionär, aber seine kopistische Leidenschaft hat etwas Reaktionäres da, wo die Absicht, für ein reines Wiedererkennen zu sorgen, die komische (als potentiell subversive) unterläuft: Ein Polarzebra will unser Tierfilmer gesehen haben, ein Einfall, der stark nach Kinderbuch riecht und über Bande mitteilt, dass diese medienkritische Tür vielleicht doch ein wenig weit offensteht. Dabei ist, anders als das Wort von der „Realsatire“ suggeriert, nie die Realität schuld, wenn sie wer nicht komisch zurechtzurücken versteht; die Geissens etwa sind in ihrer „Switch“-Parodie tatsächlich echter als in echt und sehr viel lustiger. Den Witz muss man freilich machen wollen, zwecks Erleichterung, Widerstand und Herausforderung; will man ihn nicht machen, ja, was will man dann eigentlich?

„Hölle Hölle Hölle Hölle“ Wolfgang Petry, 1996

Die Frage ist so gut, dass weder Dittrich noch sein Team (noch gar das Feuilleton) sie sich stellen wollen, und das wäre dann der Moment, in dem ein ästhetischer Einwand in den politischen kippt: Die Welt als Endlosschleife braucht nur der, der keine andere kennen will, und aus der Hölle des Immergleichen würde einzig das Lachen befreien, das anzeigte, dass noch ein Ausweg sei. Dittrichs Imitationen indes „dienen, als mühsam verhohlene Selbstreferentialitäten, zu praktisch gar nichts“ (Mentz): Sie sind die totale Immanenz gerade darum, weil sie (und für alle Welt scheint’s glaubhaft) das Gegenteil behaupten, und mit etwas weihnachtlich gutem Willen ließe sich finden, dass der Witz just in dem Nachweis besteht, dass sich die Hölle nicht parodieren, allenfalls seriell ad infinitum verlängern lässt, nicht weil sie der Witz schon ist, sondern eben die Hölle. Der Witz wäre also das so ausdrücklich wie stur wiederholt Witzlose, und ob das funktioniert, können Sie, liebe Leserin, lieber Leser, an Weihnachten gern ausprobieren.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Das Zauberwort

Es soll ja keinesfalls so werden, dass an dieser Stelle Kindermund zum Einsatz kommt; aber die gute Frage war halt schon, warum man an einer Supermarktkasse nicht viel Geld verdient und warum die Kassiererinnen das Geld, das sie einnehmen, nicht behalten können. Na ja, weil das der bekommt, dem der Supermarkt gehört, und der zahlt davon den Kassenkräften ihren (kleinen) Lohn. Und jetzt Einsatz Grundschulkindermund: „Aber das ist doch ungerecht!“

Dass der Kommunismus leicht sei, hat Brecht schon vermutet, und ganz so schwierig ist sein Gegenteil gleichfalls nicht. Reichtum, sagt der schwäbische Schraubenfabrikant Würth, der für eine (freilich erst nach den Tagesthemen ausgestrahlte) ARD-Doku über den „Wert der Arbeit“ zum Interview saß, sei systemimmanent, und er habe damit auch kein Problem. Denn wenn sie in Kreuzberg (er sagt wirklich wie selbstverständlich: Kreuzberg) am hellichten Tage auf der Wiese säßen und „Zigarettle“ rauchten, dann müssten sie sich nicht wundern. Er arbeite seit 70 Jahren 15 Stunden am Tag, und also was.

Der Film, der die ausdrückliche Prämisse hat, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, zeigt die, die arbeiten, und die, die arbeiten lassen, also den alten Würth hie, der ein paar Milliarden Umsatz im Jahr macht und seine zigmillionenschwere Kunstsammlung durchaus auch als „Inveschtment“ sieht, und seine Arbeiterin da, bei der, weil der Mann berufsunfähig ist und nur eine kleine Rente kriegt, stets so viel mehr Monat als Geld da ist, dass ihr die Tränen kommen. Dem Außendienstmitarbeiter, der bei 60 Prozent Fixum für Würth auf Provision fährt und der den direkten Zusammenhang von Würths Zahlen und den eigenen rudernd in Sätze zu packen versucht, die ihre Wahrheit möglichst geschminkt vor die Kamera tragen, steht beim Kundengespräch, das er in hündischer Jovialität zu absolvieren hat, der Schweiß in dicken Tropfen auf der Schläfe, denn es ist Sommer. Würth rechnet währenddessen vor, wieviel Geld ihn das koschtet, wenn der Außendienst seine Autos in der Arbeitszeit betankt, und drum muss es jetzt in der Freizeit geschehen.

„Schläft ein Lied in allen Dingen, / Die da träumen fort und fort, / Und die Welt hebt an zu singen, / Triffst du nur das Zauberwort.“ Eichendorff, 1835

Im Sauerland sitzen sie beim Grillen, Leute, die auf 60-Prozent-Stellen 900 Euro netto verdienen, und ein braver, um Wort und Gedanke verlegen gemachter Mann versteht von der Welt genau jenen Teil nicht mehr, den nicht zu verstehen im Interesse von Würth und Springer ist: dass nämlich noch mehr von denen, die in Kreuzberg auf der Wiese sitzen, nach Deutschland kommen und mit Handy und Laptop ausgerüstet werden. Eine Frau versucht einen Einwand, getragen von der Ahnung, dass sie denen viel ähnlicher ist als den Fabrikanten, aber auf den Begriff kriegt sie es nicht und dreht bei. Andernorts tut es dem Chef eines mobilen Pflegedienstes leid, dass er seiner altgedienten Krankenschwester nicht mehr als 15 Euro die Stunde zahlen kann, aber mehr kriege er nicht abgerechnet. Die hochqualifizierte Krankenschwester, seit dreißig Jahren unterwegs, sagt, auf die eine oder andere Weise seien sie alle kaputt, Rücken, Knie, und mehr Geld wäre schon schön, aber sie sei ohnehin dabei, bei einem anderen Arbeitgeber noch einmal „durchzustarten“. Ein paar Einstellungen weiter ist sie wieder da, wo sie immer war, es habe nicht gepasst.

„And I, I don't know how to take it / And you, you don't know how to spell it“ Shout Out Louds, 2007

Der Autor tritt aus dem Off hauptsächlich mit der einen Frage heraus: „Was verdienen Sie?“ und lässt im übrigen die Leute reden (oder weinen). Es ist die Frage aller Fragen, die die freie soziale Marktwirtschaft auf ihren Kern zurückführt: Die einen kriegen wenig, die anderen viel, und es gibt genau zwei, die das in Ordnung finden: die Studentin vom Lieferdienst, die auf Lehramt studiert und weiß, dass sie’s mal besser haben wird, und der Schraubenmagnat. Alle anderen wissen, dass sie die Angeschmierten sind, und so schwer, s.o., ist das auch nicht zu verstehen. Aber so richtig sagen können sie’s nicht, denn erstens sieht der Arbeitgeber zu, und zweitens fehlt denen, denen die Worte fehlen, schlicht das Zauberwort, das allein der mit patriarchaler Leutseligkeit ausspricht, der von dem, was es bezeichnet, so glänzend profitiert.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Ansprüche

Das Glück, wir Best Ager wissen es, liegt ja in den kleinen Dingen, etwa der Blume am Wegesrand oder einer Programmankündigung im Morgenblatt: „Kuba im globalen Spiel. Arte, 20.15 Uhr. Fidel Castro steuerte die Welt an den Rand eines Atomkriegs, als er 1962 russische Mittelstreckenraketen in Kuba stationieren ließ.“

Nein, diese Kommunisten! Steuern die Welt einfach so an den Rand eines Atomkriegs, indem sie einfach so Mittelstreckenraketen stationieren lassen, so wie man sich vielleicht einen Kühlschrank liefern lässt (außer auf Kuba, versteht sich). Jedenfalls haben die Kommunisten ja auch einfach so eine Mauer um Westberlin herum gebaut, und weil ihnen das noch nicht genug der Bosheit war, haben sie, nach Idee und auf Anordnung von F. Castro (Kuba), Raketen in Kuba stationieren lassen, und dass dann kein vom Weltkommunismus verantworteter Atomkrieg folgte, müssen wir genau jenem Gott danken, an den die Kommunisten nicht glauben. Sie werden wissen, warum.

In unserer modernen Welt erfährt man ja ständig und ungefragt alles, aber alles erfährt man dann eben doch nicht, oder jedenfalls nicht immer. Dass nach allerneusten Pisa-Untersuchungen ein Fünftel der Fünfzehnjährigen nicht in der Lage ist, einen Text zu lesen und hernach zu wissen, was drin steht, haben wir erfahren; was wir nicht erfahren haben, ist, dass nach allerneusten Pisa-Untersuchungen immer noch, nach wie vor, unverändert ein Fünftel der Fünfzehnjährigen funktional analphabetisch ist, und das erfahren wir nicht, weil wir dann ja erfahren würden, dass sich zur felsenfest etablierten Zwei-Drittel-Gesellschaft – heißt: Egal wie es dem Land und seiner Börse geht, einem Drittel geht es mittel bis schlecht, weshalb sich für dieses Drittel auch nur Sonntagsreden interessieren – eine Vier-Fünftel-Gesellschaft gesellt hat: 80 Prozent können im wesentlichen lesen und schreiben, 20 Prozent können es im wesentlichen nicht. Just zu diesem Zeitpunkt fällt denen, die es können, ein, dass sie diesen ganzen Pisa-Quatsch langsam nicht mehr hören können, und weist der Kommentar im liberalen Morgenblatt darauf hin, dass Pisa schon eine fragwürdige Gschicht sei und man doch aufhören solle, hysterisch usw.

„I have the simplest tastes. I am always satisfied with the best.“ Oscar Wilde, o.J.

Ja. Mehr Gelassenheit! Den Gymnasien geht es schließlich gut, und wo nicht, gibt es Privatschulen, und um die 20 Prozent kümmert sich schon irgendeine Sozialarbeit; und wenn sich einmal im Jahr das Handwerk beschwert, es finde keine Auszubildenden mehr, die in Deutsch wenigstens eine Vier haben, dann haben wir ein Integrationsproblem. Die im Dunkeln, Brecht wusste es, sieht man nicht, und so wie Armut erblich ist, ist es die sog. schlechte Bildungschance auch, und sie muss es sein, weil die Klassengesellschaft sonst ins Rutschen käme, was niemand wollen kann. „Mittelmaß kann nicht unser Anspruch sein“, hat Bildungsministerin Karliczek mitgeteilt, was für sich genommen schon ein sehr schöner Witz ist. Aber wenn aus dem Mittelmaß Weltspitze werden muss, kann aus dem Bodensatz nicht Mittelmaß werden, das ist eine Frage der Ressourcen, wo nicht der Priorität.

In Kuba, nebenbei, liegt der Alphabetisierungsgrad bei praktisch 100 Prozent; es ist dies eine Frage des Anspruchs. Und eine Folge der Tatsache, dass es in der Schweinebucht einst schiefgegangen ist, damals, ehe Fidel den Atomkrieg angeordnet hat.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Ein Stürmer

Ich hatte gar nicht vor, das „Zeit“-Magazin ungelesen dem Altpapier zu überantworten, ich kaufe die „Zeit“ so gut wie nie und lasse mich auch mal überraschen. Die bei lockerer Durchsicht aus dem Augenwinkel erhaschte Titelzeile der Kolumne von Harald Martenstein, zirka „Warum man heute keine Meinung mehr haben darf“, ließ aber anderes als Wegschmeißen nicht zu, ich habe, bitte, meine Grenzen, und dass Martenstein hochdotiert sagen darf, man dürfe nichts mehr sagen, muss reichen.

Interessant und glücklich eingerichtet aber, dass die SZ ihre Reportageseite ebenfalls dem Thema gewidmet hatte, und zwar mit völlig anderem Tenor. Das war eine Überraschung, ist doch etwa Klutes Hilmar mit Martenstein ganz einer Meinung. Boris Herrmann nun, ehedem Südamerika-Korrespondent und wahrlich kein Linker, hat sich umgehört und nachgefragt und ist zu dem Ergebnis gekommen: Den linken Meinungsterror gibt es nicht, und das Problem sind nicht vermeintliche Sprechverbote, sondern dass alle ihre Meinung elektronisch auskrähen können. Es gibt also nicht zuwenig Meinung, sondern zuviel. Der Text bezieht sich u.a. auf eine Infratest-Umfrage, wonach die Hälfte der Ostdeutschen glaubt, dass es heute sowenig Meinungsfreiheit gebe wie in der DDR. Herrmann hat nun Leute gefragt, die sich mit Umfragen auskennen; die haben den Kopf geschüttelt. „Zwei angeblich so alarmierende Umfragen – die eine wurde überinterpretiert, die andere komplett falsch verstanden.“ Herfried Münkler, ebenfalls kein Kommunist, spricht von „Selbsthysterisierung der Gesellschaft“. Die Parole vom Sprechverbot, weiß der Text, ist eine zentrale rechte.

„Keine Fragen, einfach mitziehn“ Mark Forster, 2016

Martenstein nun, dessen Kolumne, die ich aus dem Altpapier zurückholt habe, mit vollem Namen „Über die Feinde der Freiheit und die Angst, seine Meinung zu äußern“ heißt, hat es sich einfacher gemacht. Er hat nicht nachgefragt, sondern wiedergekäut, denn sein Publikum, das mit der „Zeit“ von links nach rechts gewandert ist, will wieder sagen, was es denkt, etwa dass die Juden unser Unglück sind oder Tunten ekelhaft: „Hauptwaffe gegen die Meinungsfreiheit ist der Shitstorm. Die Moderatorin Barbara Schöneberger war unvorsichtig. Sie hat öffentlich zugegeben, dass sie es nicht mag, wenn Männer sich schminken. Nach einem Shitstorm musste sie sich dafür entschuldigen. Wo leben wir?“

Musste Schöneberger sich entschuldigen? Oder hat sie sich entschuldigt, weil sie wollte? Man denkt und redet ja viel Blödsinn zusammen, wenn der Tag lang ist, und heute wird davon das meiste veröffentlicht. Vielleicht möchte man sich dann entschuldigen, weil sich Leute ja nicht immer nur zu Unrecht beschweren. Martenstein will aber, dass man alles sagen kann, ohne dass sich wer beschwert. Er will, dass man nicht mal mehr auf den Gedanken kommt, eine Reaktion sei möglich, weil sie unnötig ist in der besten aller Spießerwelten. Etwas verantworten, und sei’s eine Äußerung, will weder die Bourgeoisie noch das ihr angeschlossene Kleinbürgertum, und also ist nicht das SUV die Gewalttat, sondern die Nachricht unter dessen Scheibenwischer („Ihr Auto ist zu groß“), die Axel Hacke neulich sehr folgerichtig totalitär fand.

Dass man nichts mehr sagen dürfe, ist die halb projektive, halb autoritärsüchtige Umformulierung von Schernikaus „ende der mitteilungen“: Im geschlossenen System bleibt nichts zu sagen. Also beruft sich Marte auf eine Vorsitzende des Verbandes „Die jungen Unternehmer“, die geäußert habe: „Wir durchleben gerade eine Art Übergangszeitalter von einer freien in eine totalitäre Welt.“ Und daran haben die jungen und alten Unternehmer natürlich nicht den allermindesten Anteil, sondern einzig die mit den Einwänden, also ich, der weiß, wer den Wind macht, in dem die Scheiße so verlässlich weht.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Schöne alte Welt

Ein gutes FAZ-Wort ist „rechtskonservativ“. Rechtskonservativ, das ist Gauland oder Netanjahu; normal- als nämlich liberalkonservativ, das ist die FAZ, und die hat in London einen Korrespondenten, und der trägt eine moderne Glatze samt moderner Brille und stellt seinen Text zum britischen Labour-Wahlkampf unter einen modernen Titel: „Klassenkampf mit Corbyn: Vorwärts in die Vergangenheit!“ Denn „mit der Verheißung einer schönen, neuen Welt staatlicher Fürsorge will der Labour-Chef die britischen Wähler vom Brexit ablenken. Mehr Sozialismus war lange nicht.“

Es gibt ja bekanntlich mehrere Universen. Das FAZ-Universum ist eines davon: „… bedient sich Corbyn schamlos linkspopulistischer Feindbilder. Eine Stimme für den von ihm versprochenen ,echten Wandel’ sei ein Votum gegen ,die Reichen und Mächtigen’, gegen das ,korrupte System’, das sich im Land breitgemacht habe, gegen ,Banker, unseriöse Vermieter und Millionäre’, kurz: gegen ,das Establishment’“, als wäre das schuld an irgendwas. Ausgerechnet! Die, die auf den weichen Stühlen sitzen, die mit Macht und Geld und Einfluss, wie könnten die schuld an irgendwas sein; es ist schlicht unlogisch:

„Dass im Vereinigten Königreich einiges aus dem sozialen Lot geraten ist, lässt sich schwer bestreiten. Trotz des pulsierenden Arbeitsmarktes sind viele Menschen, vor allem im Norden Englands, in prekäre Verhältnisse abgerutscht. Jeder fünfte Brite lebt mittlerweile unter Bedingungen, die an Armut grenzen.“ Wo nicht ganz einfach Armut sind; und in jedem anderen Universum würde nun die Linie gezogen von einem Arbeitsmarkt, der trotz (eigentlich freilich: wegen) Pulsierens prekäre Verhältnisse schafft, zu einem korrupten System der Reichen und Mächtigen. Im Frankfurter Allgemeinen Universum hingegen muss es schamlos liberalpopulistisch werden, damit die, die was merken könnten, es nicht zu merken brauchen: „Es ist daher nicht auszuschließen, dass Corbyns Verheißung einer schönen neuen Welt die Sorgen um den Brexit verdrängen und auf fruchtbaren Boden fallen. Ob der Labour-Vorsitzende mit seinem klassenkämpferischen ,Manifesto’ einen Weg aus der Krise der linken Volksparteien weist oder nur ein letztes, verzweifeltes Aufbäumen vorführt“, das muss sich der Jochen Buchsteiner nicht beantworten, denn es liegt ja auf der Hand: Eine schöne neue Welt (wahrscheinlich denkt Buchsteiner, es wär’ dies was von Orwell, denn Huxley hat ja eher die Welt vom Buchsteiner beschrieben) ohne Banker und Millionäre, aber mit staatlicher Fürsorge, wie verrückt ist allein der Gedanke! Bzw. wer soll ihn, den Buchsteiner, denn dann bloß bezahlen?

„One believes things because one has been conditioned to believe them.“
Aldous Huxley, 1932

Da im FAZ-Universum unsere Gesetze der Logik aber nicht gelten oder nur dann, wenn wir nach dem Cui bono fragen, darf eine kurze Scrollstrecke die Seite hinab die Information stehen, jedes vierte Schulkind in Deutschland sei „psychisch auffällig“, vermutlich aus Angst vor zuviel staatlicher Fürsorge oder Gleichmacherei. Andernorts lasen wir von Trump und davon, dass sie in diesem Ausschuss sagen und belegen und bezeugen können, was sie wollen, es schade Trump kein Stück, weil die, die an ihn glauben, sich für die Wahrheit nicht den Hauch interessierten. Darüber schütteln wir dann den Kopf. So was aber auch. 

Die Wahrheit ist freilich ebenfalls, dass Corbyn antisemitisch auffällig geworden ist. Ist sie auch nicht schön, die Welt, so ist sie immerhin alt.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Hell, Yes

Schön, ich habe den besten Beruf der Welt: Ich ärgere mich, und dann habe ich die Gelegenheit, meinen Ärger nicht nur in die Welt zu posaunen, sondern bestenfalls zu etwas zu machen, was den Ärger wert war. Das kann auch nicht jeder.

Andererseits habe ich den schlimmsten Beruf der Welt: weil der Ärger nie aufhört und es sturheil immer weitergeht, als hätte ich nie ein Wort verloren. In Jugendzeiten verbrachte ich Ferienzeit einmal in einem Türenlager: Türen wurden angeliefert, mussten in die Regale, andere Türen wurden benötigt, mussten aus den Regalen. So ging es tagein, tagaus, und ich bitte, das mit dem „schlimmsten Beruf“ als schriftstellerische, recht eigentlich sehr anmaßende Übertreibung zu buchen.

Aber schon sind wir beim Thema. Ich lese ein Buch, finde es fürchterlich, schreibe eine Rezension, und bevor ich sie absende, fällt mir ein, bei Perlentaucher zu sehen, was anderen so aufgefallen ist. Es ist ihnen allen das Gleiche aufgefallen: was für ein tolles Buch es sei. Es sei geradezu großartig, vor allem glanzvoll geschrieben.

Nun lässt sich über Geschmack angeblich nicht streiten. Aber erstens stimmt das nicht, und zweitens gibt es in Texten ganz objektive Fehler. Wenn der Erzähler in einem Roman, der 1970 spielt, einen Satz sagt wie: „Das geht gar nicht“, dann geht das gleich zweimal nicht und ist erstens ein Indiz dafür, dass der Autor nicht weiß, was eine Phrase ist, und ihm zweitens ein Begriff davon fehlt, dass Sprache ihre Zeit hat. Wenn ein Erzähler 1970 „dufte“ sagt, geht es an, wenn er es 1930 tut, nicht, und was wie das kleinste denkbare Einmaleins klingt, ist vielen schon zu groß.

Das Problem, wäre es eins von und an Stellen, ließe sich durch Lektorat (wo es das überhaupt noch gibt) aus der Welt schaffen. Eher ist aber ganze Prosa durchseucht von Phrase als jenem fehlendem Schritt beiseite, der über Mittel und Zwecke Bescheid wüsste und die Rede der Apparate nicht für den Maßstab hielte. Das tut nicht einmal der Sechzehnjährige, der in seinem ersten, nach fünf Seiten abgebrochenen Romanversuch wie Siegfried Lenz oder Charles Bukowski klingen will, und so, nämlich anders klingen zu wollen ist allemal weniger verächtlich, als überhaupt nicht mehr klingen zu wollen, sondern bloß noch reproduzieren zu können.

„etwas anderes kam nie vor, immer nur das was war, kein kleinster schritt hinaus. dieses war es, das das leben zu etwas machte, das ich niemals ertrug, zu einer hölle.“ Schernikau, 1989

Es gibt in Prosa nichts Übleres; es gibt heute auch nichts Erfolgreicheres, und Adorno wusste wieder mal warum: „Nur, was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen für verständlich; nur das in Wahrheit Entfremdete, das vom Kommerz geprägte Wort berührt sie als vertraut. Weniges trägt so sehr zur Demoralisierung der Intellektuellen bei.“ „erstaunlicherweise“, schreibt Ronald M. Schernikau in seinen immer wieder phantastischen „Tagen in L.“, „bedeuten die wörter ja etwas über ihren gegenstand hinaus“, aber das sollen sie nicht mehr; sie sollen bloß den Gegenstand kennzeichnen, eine Geschichte als Stoffliches transportieren. „verinhaltlichung von kunst“ nennt Schernikau das. Eine Kunst aus Inhalt ist aber keine.

Das gab es freilich immer schon; Tucholsky kannte mehr als nur ein Buch, „das ich auswendig kenne, ohne es je gelesen zu haben.“ Schlimm ist die mittlerweile fast vollständige Geschlossenheit der Reihen derer, die doch dazu da wären, dass ihnen etwas auffiele. Aber es soll ihnen nichts mehr auffallen, und es kann ihnen vielleicht auch nichts mehr auffallen. Erfolgreiche, massenpublikumsnahe Bücher müssen gelobt werden, denn ihre Kundschaft ist die Kundschaft der Rezension. Das System ist geschlossen, und niemand erfährt mehr, was und wie es anders ginge; dass die Phraseure, die Verinhaltlicherinnen Schullektüre werden, liegt in der Logik der Sache.

Kunst, als Transzendentes, ist das Nichtkonforme, Verstörende, darin Beglückende und darum zu missachten; ihr Gegenteil ist die immanente, zu reproduzierende Hölle. Ein Heizer dort heißt Denis Scheck, und dass er Scheck heißt, ist ein angemessen vulgärer Wink.

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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ihren Senf, Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin,

zum Umstand, dass Ihr 30 Jahre altes Pony Dolly offenbar von einem Wolf gerissen worden war, gaben Sie schon dazu, als das Tier noch nicht mal die Chance hatte, Wurst zu werden. »Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen von der Nachricht«, ließen Sie mitteilen. Klar, von dem Pony können Sie logischerweise nicht mehr mitgenommen werden.

Sendet Ihnen diese Nachricht mit dem Pony-Express: Titanic

 Hut ab, »Star Insider«!

Unsere Aufmerksamkeit war Dir sicher, als Du Deinen Artikel »Kluge Köpfchen: Das sind die intelligentesten Promis« mit den Gesichtern von Rowan Atkinson, Emma Watson und nun ja … Wladimir Putin bebildertest.

Du scheinst ein wirklich erfrischend offenes Verständnis davon zu haben, was einen Promi zum Promi macht: Ob mit Grimassen schneiden oder Angriffskrieg führen, alle können es schaffen, wenn sie sich nur anstrengen und eben ein kluges Köpfchen sind. Das macht uns Mut!

Stets mit Köpfchen: Titanic

 Dein Kindersport-Angebot, Hannover 96,

bietet laut Deiner Webseite »Sport ohne Leistungsdruck«, seine Basis bestehe aus Spaß und der Entwicklung persönlicher und kognitiver Eigenschaften. Toll, das hätten wir von einem Verein aus dem Profifußball-Kapitalismus wie Dir gar nicht erwartet! Antizipiert, wie es im Kommentatoren-Sprech heißt, hätten wir eher Internate für Fußballtalente im Grundschulalter und Sportleistungskrippen für Hoffnungsträger ab drei Monaten.

Doch schon angesichts des Mottos der Abteilung stellt sich Ernüchterung ein: »Fördern und fordern«. Damit führst Du Deine Kindersport-Sparte unter dem gleichen Leitbild wie Hartz IV, das bekanntlich alles andere als »Arbeitslosengeld ohne Leistungsdruck« ist.

Aber, Hannover 96, wo sich der Vater von Hartz IV, Gerhard Schröder, vor einigen Monaten aus dem Verein zurückgezogen hat, um einem Ausschluss zuvorzukommen, wäre es da nicht an der Zeit für ein neues Motto?

Empfiehlt Dir ein paar Einheiten Denksport: Titanic

 Namenloses australisches Känguru!

Du zeichnest für die erste tödliche Känguru-Attacke auf einen Menschen seit 85 Jahren verantwortlich: Dein 77jähriges Opfer hatte Dich offenbar illegalerweise als Haustier gehalten. Das darf man nur, wenn man eine spezielle Ausbildung nachweisen kann. Aber deswegen gleich töten? Hat der Mann Dich nicht artgerecht gehalten? Hat er verlangt, dass du neunmalkluge Sprüche, Binsenweisheiten und halbgare politische Witze von Dir gibst? Dich am Ende sogar verfilmen wollen?

Schön und gut, aber Gewalt sollte dennoch nicht die Lösung sein, findet Titanic

 Hey, Martin Huber (CSU)!

Wahrscheinlich, weil Sie Martin Huber heißen, wurden Sie, der Huaba-Martin, im Mai zum CSU-Generalsekretär gemacht. Was soll ein Martin Huber auch sonst tun in Bayern? Herzliche Glückwünsche nachträglich jedenfalls!

Als christsozialer Generalsekretär ist es natürlich Ihre wichtigste Aufgabe, für Stimmung zu sorgen. »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und außer Symbolfotos vor einer Turbine ist vom Kanzler nichts zu hören und zu sehen. D ist faktisch führungslos«, twitterten Sie neulich famos. Und legten wegen des großen Erfolgs (über 600 Faves!) zwei Tage später nach: »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und dabei vollkommen führungslos.«

Respekt, Huber (Martin)! Mit Ihrer digitalen Performance würden Sie auch ein Bierzelt im Metaverse zum Kochen bringen. Nur eine Frage haben wir jetzt: Im Zweiten Weltkrieg war »D« ja nun vieles, aber gewiss nicht »führungslos« … Herrscht demnach aktuell nicht eine noch größere Krise als damals?

Bitte um Antwort auf Twitter! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Nicht nur für Cineasten

Um unprofessionelle Anschlussfehler zu vermeiden (»Mist, schon wieder eine Videokonferenz! Welches Hemd hatte ich heute Morgen an? Mit welchem Videofilter habe ich noch mal den Wäschehaufen im Hintergrund übermalt?« oder eben auch: »Huch, wieso sind Sie denn auf einmal nackt?«), könnte man direkt eine Continuity-Agentur für Heimarbeiter gründen. Schnapsidee oder innovatives Geschäftsmodell? Oder hatte ich das im letzten Meeting schon mal vorgeschlagen?

Alexander Grupe

 Alttestamentarisch

Führende Theologen bestreiten, dass die Bibel Selbstjustiz rechtfertigt. Aber war nicht Moses im Grunde der Erste, der das Gesetz in die Hand nahm?

Wieland Schwanebeck

 Künstliche Idiotie (KI)

Seit Youtube mir vor dem Abspielen meiner Suchanfrage »Give Peace a Chance – John Lennon« eine Werbung für den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr zeigte, mache ich mir keine Sorgen, dass intelligente Maschinen bald schon die Macht übernehmen. Außer das war bereits ein Anzeichen für Humor.

Jürgen Miedl

 Grüner Daumen

Manches im Leben fällt einem einfach in die Hände, z. B. ein umfallender Kaktus, während man morgens das Rollo hochzieht.

Ferri Bueller

 Für Facebook

Vorschlag eines tiefgründigen Denkspruchs für Tierärzte: Real eyes realize real lice.

Karl Franz

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.
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Das schreiben die anderen

  • 05.09.:

    TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen spricht bei 1LIVE Stories vom WDR über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" und liest daraus vor (auch bei Spotify und sonstigen Podcast-Plattformen).

  • 02.09.:

    Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet über das aktuelle Editorial der neuen TITANIC-Intendantin Patricia Schlesinger.

  • 17.08.:

    DLF Kultur spricht mit Bernd Eilert über sein Buch »Meine Île de Ré«

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

Titanic unterwegs
08.10.2022 Baden-Baden, Kurhaus Max Goldt (mit einer Laudatio von Bernd Eilert)
08.10.2022 Köln, Klüngelpütz Ella Carina Werner
10.10.2022 Darmstadt, Centralstation Martin Sonneborn
11.10.2022 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Tucholsky-Gala