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Fragen und Antworten zur Pflegemafia

Rund 230 osteuropäische und russische Pflegedienste in Deutschland haben die Pflegekassen um Millionenbeträge an Versichertengeldern betrogen. Sind auch meine pflegebedürftigen Angehörigen von den Betrügereien betroffen?


Schon möglich. Wie heißt denn ihr Pflegeanbieter?

Schwer zu sagen, ich kann kein Kyrillisch.

Я понимаю. Spätestens wenn Patienten trotz Rundumversorgung nur noch ein Polenstrich in der Landschaft sind oder sich tot stellen, sobald der ambulante Pflegedienst mit den Worten "Der Iwan ist wieder da!"  die Tür eintritt, sollten bei allen Familienmitgliedern die NATO-Alarmglocken schrillen.

Wie funktioniert die kriminelle Masche der Pflegemafia überhaupt?

Die Abrechnung der Pflegekosten erfolgt stets über die inkassoärztliche Vereinigung Moskau. Dubiose, in das betrügerische Netzwerk involvierte Mediziner wie der als Sexbestie bekannt gewordene Wunderheiler Wladimir Rasputin fälschen Atteste oder deklarieren Krimsekt und roten Kaviar für die Hintermänner als Urinflaschen und Stuhlproben mit Verdacht auf Hämatochezie. Die Lieferung erfolgt dann durch den Medikamentenkurier des Zaren.

Inwieweit sind Pflegefälle selbst von den Betrügereien betroffen?

Von den Pflegediensten werden Leistungen aus der Pflegedokumentation in Kosten gestellt, die nie erbracht worden sind. Sei es bei der Körperpflege ("einkremlen"), der Nahrungszufuhr ("Sonntag: Kesselfleisch, Montag bis Freitag: Gulagsuppe") oder der Unterbringung während der Kurzzeitpflege in Feldlazaretten statt des veranschlagten Einzelbernsteinzimmers. Darüber hinaus hat es immer wieder Fälle gegeben, bei der trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme Pfleger im Dauerdelirium vorgefunden wurden. Andererseits sollen sich auch Patienten selbst mit Ausnahme von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Pflegegrad CDU) hilfsbedürftiger gestellt haben als sie tatsächlich waren.

Wie kann ich Familienangehörige vor der Pflegemafia schützen?

Wenn sich demente Pflegebedürftige erst als "Mütterchen Rußland“ oder "Väterchen Frost“ ausgeben und das Pflegepersonal als ihre neuen Patenkinder Sergej (47) und Anastasia (63) mit offenen Armen und Beinen empfangen, ist es meist schon zu spät. Setzen Sie stattdessen präventiv auf bewährte deutsche Unternehmen (Barbarossa) und hoffen Sie auf ein zusätzliches Heer frischer Pflegekräfte von den Philippinen.

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Fragen und Antworten zur WannaCry-Attacke

Was ist passiert?

Am Wochenende wurden zahlreiche IT-Systeme von dem erpresserischen Computerwurm WannaCry, sogenannter Ransomware, angefallen und mit vorgehaltenem Browserverlauf dazu gezwungen, ihre Dateien zu verschlüsseln und nur gegen Zahlung eines Geldbetrags wieder freizugeben. Vereinzelt wurden Nudes als Geiseln genommen und die Besitzer mit Jamba-Klingeltönen gefoltert.

Wer ist von dem Angriff betroffen?

Neben zahlreichen Privatpersonen wurden insbesondere Firmen und Organisationen Opfer des digitalen Fieslings. So war es Krankenhäusern in Großbritannien über Stunden hinweg unmöglich, neue Alkoholleichen aufzunehmen; viele Bürgersteige des Landes waren schon nach kurzer Zeit unbegehbar. In Deutschland konnten die Züge der Bahn ihre üblichen Verspätungen nicht einhalten und fuhren ausnahmslos pünktlich, Lautsprecherdurchsagen erfolgten in fehlerfreiem Englisch. Zahlreiche fest eingeplante Lustig-Kolumnen in Tageszeitungen mußten daraufhin abgelehnt werden.

Was weiß man über die Ransomware?

Experten zufolge ist das Schadprogramm wenig größer als ein Damendaumennagel, faucht bei geringster Annäherung und ist äußerst bissig. Noch ist unklar, wie ein derart dicker Wurm durch dünne Leitungen gelangen konnte. Angeblich ähnelt er zudem optisch stark dem Startup-Junkie Oliver Samwer, dessen Unternehmen Rocket Internet in jüngster Zeit herbe Kursverluste hinnehmen mußte.

Wer steckt dahinter?

Bisher tappt die Polizei im Dunkeln, da die computergesteuerte Beleuchtung in den Wachen ebenfalls angegriffen wurde. Es verdichten sich jedoch die Hinweise, daß die Samwer-Brüder mit der Sache zu tun haben könnten (siehe Antworten eins und drei). Betroffene berichten, ihnen sei bei umgehender Bezahlung der geforderten Summe ein Zalando-Rabattcode in Aussicht gestellt worden. Darüber hinaus sei im Erpressungsschreiben an einigen Stellen der Verschreiber "Ransamwer" aufgetaucht; das Konto, an das das Lösegeld überwiesen werden solle, sei "zufällig" mit dem Firmenkonto von Rocket Internet identisch usw. Die Polizei versprach, den Spuren zeitnah nachzugehen, warnte jedoch vor Optimismus.

Wie kann man sich vor Ransomware schützen?

Die Bundesregierung empfiehlt, während des Surfens im Internet unbedingt Schutzhandschuhe zu tragen und E-Mail-Anhänge wie "WannaCry.exe" oder "Ransomwarehack.doc" nur bei heruntergelassenen Rolläden zu öffnen. Falls es bereits zu einer Infektion gekommen sei, genüge es, den Stecker des Geräts zu ziehen, langsam bis zehn zu zählen und die betroffene Festplatte dann ganz vorsichtig in Säure aufzulösen. Falls dies alles nichts nutze, helfe nur noch, hektisch den Forderungen der Erpresser nachzukommen und sich innerlich schon mal mit dem Verlust der Daten anzufreunden, z.B. bei Facebook.

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Fragen und Antworten zur Vierschanzentournee

Skispringen – Ist das nicht gefährlich?
Ja, sehr! Wenn Sie wie Millionen andere ohnehin dazu neigen, bei den Öffentlich-Rechtlichen einzunicken, sollten Sie es tunlichst vermeiden, zur Übertragung der Vierschanzentournee zu zappen, vor allem wenn Sie Raucher sind oder es sich bei Kerzenlicht zu Hause gemütlich gemacht haben.

Worum geht es denn überhaupt beim Skispringen?
Das ist eigentlich ganz einfach: Abgemagerte Jugendliche in schrillen Outfits, oftmals der Schwarm kleiner Mädchen, versuchen sich in spektakulären Stunts gegenseitig auszustechen und im Wettbewerb möglichst weit nach vorne zu kommen. Dabei sind sie den willkürlichen Bewertungskriterien einer mehrköpfigen Jury ausgesetzt. 

Ist das nicht wie bei "Germany's Next Topmodel"?
Nein, nein! Mit Terror hat das ganze nichts zu tun.

Wie sieht es denn mit den deutschen Teilnehmern aus?
Schlecht. Während früher bei Springern wie Jens Weißflog der Name Programm war, heißen die Hoffnungsträger der Tournee heute Eisenbichler, Geiger oder Freitag. Dreimal dürfen Sie raten, wo die in diesem Jahr landen.

In Heathrow?
Quatsch!

Auf dem BER?
Hihi, der war gut. Aber auch falsch.

Im Kunstschnee auf dem Hang?
Richtig!

Hat die Vierschanzentournee denn auch ein Maskottchen, zum Beispiel einen Eisbären ohne Hose?
Das nicht, aber in den 80er-Jahren gab es mal einen absoluten Underdog unter den Skispringern namens Michael Edwards, besser bekannt als Eddie the Beagle. Ein absolut verrückter Hund, dessen Geschichte es sogar ins Kino geschafft hat: Die Peanuts – Der Film. 

Mit Verlaub, aber hieß der Typ nicht Eddie the Eagle?
Ha, da haben Sie diesen gedrungenen Engländer mit dem blaßweißen Teint und seinen viel zu kurzen Beinchen aber nie springen sehen!

Ich verstehe es trotzdem immer noch nicht. Was finden Zuschauer an der Vierschanzentournee denn jetzt so interessant oder gar spannend?
Wir können ja mal kurz reinschauen. Gerade läuft das dritte Springen auf der Bergiselschanze in Innsbruck. In der Anlaufspur: Der Slowene Domen Prevc. Er springt ab und...

Chrrrrr...

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Fragen und Antworten zu Knuspertoffel® – dem knusprigen Kartoffelsnack

Wir sprachen mit Eno Ladewig, Chef des Knuspertoffel®-Herstellers Knutofaktur GmbH & Co. KG.

TITANIC: Warum heißen Knuspertoffel® Knuspertoffel®?

Ladewig: Weil Knuspertoffel® einfach wunderbar knusprig und herrlich kartoffelig schmecken. Es war uns wichtig, daß beide Aspekte im Produktnamen zur Geltung kommen. "Knusper" für die Knusprigkeit und "toffel" für Kartoffel, zusammen: Knuspertoffel®.

TITANIC: Was macht Knuspertoffel® so wunderbar kartoffelig?

Ladewig: Für die Manufaktur von Knuspertoffel® kommen nur ausgewählte Zutaten zum Einsatz. Wir verwenden ausschließlich Biokartoffeln der Sorte Alman, einer besonders alten und langlebigen Kartoffelsorte. Zusammen mit verschiedenen Steinsalzen, echtem Paprika aus Nepal und einer hochwertigen Aromakomposition aus natürlichen Farbstoffen wird alles von unseren "Toffels" genannten Küchenkräften in reinem Dinkelöl ausgebacken.

TITANIC: Wie sind Sie auf die Idee zu Knuspertoffel® gekommen?

Ladewig: Ich saß mit meinem besten Kumpel abends beim Bierchen auf der Terrasse, und wir haben einfach wild vor uns hingesponnen. Irgendwann fiel uns auf, daß es eigentlich keinen Kartoffelsnack gibt, den wir noch gerne essen. Also haben wir uns schlau gemacht über Zutaten, Herstellung, uns wochenlang in der Küche eingeschlossen und herumexperimentiert, bis wir mit dem Produkt zufrieden waren. Dann hieß es Klinken putzen und Investoren für unser Projekt begeistern.

TITANIC: Ihr Partner ist ja leider kürzlich bei einem tragischen Unfall in der Fritteuse ums Leben gekommen. Was waren seine letzten Worte?

Ladewig: "Wechsel das Fett, Eno. Mmmh, ich werde schon ganz knusprig."

TITANIC: Dürfen wir den Snack probieren?

Ladewig: Sehr gerne.

TITANIC: (knuspernd) Verzeihung, aber Knuspertoffel® schmecken wie ganz normale Kartoffelchips. Gibt es Knuspertoffel® wirklich?

Ladewig: Nein.

TITANIC: Sie kaufen einfach Kartoffelchips beim Discounter und verpacken sie in edle Dosen, um reiche Idioten abzuziehen, oder?

Ladewig: Ja.

TITANIC: Und "fak" in "Knutofaktur" steht für "fake".

Ladewig: Genau.

TITANIC: Wir danken für das Gespräch.

Ladewig: Hey, ich danke!

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Aktuelle Fragen und Antworten

Wie ist die Lage?

Nicht gut. Nach Unicef-Angaben sind im syrischen Aleppo zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten, die Stadt sei seit vier Tagen ohne fließendes Wasser. Und das mitten in einer Hitzewelle. Viele Menschenleben sind in Gefahr.

Wie traurig, nein tragisch. Aber gibt’s denn nun endlich die erste Medaille für Jogis Jungs in Rio?

Ja, endlich hat’s geklappt. Der Vielseitigkeitsreiter Michael Jung holte Gold für unsere herrlich unverkrampfte Nation, die Zeitung titelte "Er war Jung und brauchte das Gold", was ich persönlich total originell finde. Das Pferd ging leider leer aus, weil niemand das Medaillenband über den riesigen Schädel des Wallachs kriegte, da half kein Ziehen und kein Zerren. Als Ersatz wurde eine Mohrrübe angeboten, aber der Gaul lehnte pikiert ab, die brächte bei Ebay nichts ein. Ein weiteres Zeichen für die zunehmende Kommerzialisierung des Sports, früher ging es ja noch um Rum und Ehre.

Das können Sie laut sagen, müssen aber nicht: in der gedruckten Form macht’s eh keinen Unterschied. Stimmt es eigentlich, daß Donald Trump Hillary Clinton erschießen lassen will?

Natürlich, wer will das nicht? Das Problem sind einmal mehr die Gesetze. Clinton ist Politikerin und genießt damit Immunität – sie kann nicht einfach eliminiert werden. Die Kugel würde an ihrem Immunsystem abprallen und womöglich jemand anderen treffen: wie im Billard, etwa Bill. Vielleicht ist ja ein Spin-Doctor-med. im Raum und kann wenigstens die Organe retten.

Ja, da helfen nur Alchemie und Kabbala. Was anderes: In NRW soll es Razzien gegen extremistische Netzwerke gegeben haben. Was wissen Sie darüber zur Stunde?

Alles.

Na, da ist aber jemand gut informiert. Dann können Sie mir bestimmt auch sagen, warum Peter Hintze seinen Lebenslauf gefälscht hat?

Hat er gar nicht. Alles ist wahr. Von vorne bis hinten. Kein Wort erfunden. Er muß das tatsächlich alles genauso durchgestanden haben – bei vollem Bewußtsein. Na ja, sagen wir: bei Bewußtsein. 

Wie traurig, nein tragisch.

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Fragen und Antworten zu Sperma-Allergie

Ich habe unlängst zum ersten mal von der Sperma-Allergie und den beängstigenden Folgen (Jucken, Erbrechen, Fäulnis etc.) gehört. Auf einmal ist Sperma jetzt in aller Munde. Ist das alles nicht einfach nur wieder so eine von den Medien erfundene Krankheit wie einst BSE, Vogelgrippe oder AIDS?
Nein, diesmal ist die Lage wirklich ernst!!! 

Ich bin Sperma-Allergiker. Was, wenn ich aus Versehen mit Sperma in Kontakt komme?
In einem solchen Fall ist Schnelligkeit gefragt: Nutzen Sie ein Seil, einen Gürtel oder ähnliches, um die entsprechende Stelle abzubinden, und setzen Sie mit der Säge etwa einen Penis breit oberhalb der befallenen Stelle an. Andere schwören hier voll und ganz auf homöopathische Mittel (Wasser).

Warum gab es Sperma-Allergie früher nicht? 
Die Sperma-Allergie gab es immer schon, allerdings kannte man sie früher nicht unter diesem Namen, sondern sortierte die Betroffenen unter verschiedenen Diagnosebegriffen wie "frigide", "Eisenbahnliebhaber" oder "evangelisch" ein. 

Also ist Sperma-Allergie keine Zivilisationskrankheit?
Jein! Es gibt prozentual immer schon einen größeren Anteil an Sperma-Allergikern in Städten. Dies ist ähnlich wie bei der Pollenallergie darauf zurückzuführen, daß die Landjugend, wie mit Blumen und Bienen eben auch, meist von klein auf – und im Schnitt viel öfter – mit Sperma in Kontakt kommt, als ihre Altersgenossen im zivilisierten, urbanen Raum.

Ist Sperma-Allergie ansteckend?
Ja, per Lusttröpfchen-Infektion!

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Nachgereicht: Fragen und Antworten zum vergangenen Wochenende

Was ist denn so alles passiert?
Ach, sooo viele Dinge. Man weiß ja gar nicht, womit man anfangen soll: Mit der neuen AfD-Tortengrafik (ekelhaft) vielleicht, der vorzeitigen Haftentlassung von "El Chapo", der Oskar-Verleihung im Swingerclub Saarbrücken, der gescheiterten Initiative der Schweiz, Sibylle Berg abzuschieben, dem Steinjahr, der Erika Schaltbach? Ein Thema unerfreulicher als das andere. Flüchten wir uns also lieber in Eskapismus. 

Gerne, welches Thema schlagen Sie vor?
Och, weiß nicht. Schlagen Sie doch was vor!

Nein, Sie!
Nein, Sie!

Okay, wie Sie wollen. Oder darf ich bereits "Du" sagen?
Gerne, ich bin ja Student und erst 43, da ist man sowieso etwas "lockerer" drauf.

Verstehe, Alter. Wie findest Du Jamie-Lee Kriewitz?
Kann ich nichts Negatives berichten. Sie hat tadellose Manieren, kommt aus derselben Stadt wie Lena Meyer-Landrut und Fritz Haarmann und kann die Menschen wunderbar abholen mit ihrer Stimme. Sie fährt zurecht nach Stockholm für unser herzerfrischendes Land.

Sollte sie nicht besser das Flugzeug nehmen, um Reisestrapazen zu vermeiden und beim Auftritt topfit und "auf den Punkt da" zu sein, wie Jogis Jungs?
Meinetwegen. Die Logistik obliegt mir nicht.

Stimmt. Anderes Thema: US-Präsidentschaftswahl.
Kenn’ ich!

Schön. Was ist Deine Prognose?
Ich möchte mich mit Prognosen zu diesem Zeitpunkt zurückhalten. Aber eines steht fest: Der neue Präsident wird im Weißen Haus wohnen. Dort ist es immer sauber und aufgeräumt, wegen des gewissenhaften Reinigungspersonals. Sollte Hillary gewinnen, würden die alle entlassen, denn sie ist ein Kontrollfreak, muß sich um alles selbst kümmern. Sie hat ja Staubsaugen in Yale studiert.

Nur als Nebenfach - Hauptfächer waren Politikwissenschaft und Krokodilstränen. Du hast wohl ein ziemlich reaktionäres Rollenbild.
Ja, leider. Deswegen studiere ich auch Genderforschung, um das ’n Stück weit zu kompensieren. 

Klingt plausibel. Letzte Frage: Wieviele Einwohner hat die Stadt Indaiatuba im brasilianischen Bundesstaat São Paulo?
Interessant, daß Sie das fragen. Dort lebt mein Bruder. Inklusive ihm beträgt die Einwohnerzahl 205 808, richtig?

Keine Ahnung, interessiert mich auch nicht. Ich lese nur ab, was auf der Karte steht.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Pflegeroboter!

Was müssen wir da im »Handelsblatt« lesen? »Corona könnte Tür für Roboter öffnen«. Aber ist nicht gerade der Punkt, dass Ihr angeblich so nützlichen Pflegeroboter Euch selbst die Tür zu Corona bzw. Corona-Patienten öffnen können solltet? Solange ein kleines Virus schweren Maschinen wie Euch noch den Weg frei machen muss, ist Eure Zeit wohl doch noch nicht gekommen!

Meinen mitleidlos wie Ihr: die Witzmaschinen von Titanic

 Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

In Ihrem Kampf gegen Kontaktverbote und für das Menschenrecht auf Infektion tönten Sie in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«: »Mittlerweile habe ich das Gefühl, einige Ministerpräsidenten gefallen sich in der Rolle, dass sie auftreten können wie Sonnenkönige, und den Eindruck vermitteln, die Gewährung von Freiheiten sei Gnadensache.«

Und das, Kubicki, sagten Sie gewiss auf die selbstherrlichste, herablassendste Art, die man sich nur denken kann, fuhren mit Ihren Fingern lächelnd durch die gepuderte Allongeperücke und ließen sich von Ihrer Mätresse ein paar Weintrauben in den Mund schieben – einfach weil Sie keine anderen Sonnenkönige neben sich dulden, nicht wahr?

Winkt zur Warnung mit der Guillotine: Titanic

 Kneipp GmbH!

»Der einfachste Weg zum Glück ist«, sofern wir Deiner Werbung glauben dürfen, »das Leben mit einem Augenzwinkern zu sehen« und also Aroma-Pflegeduschen namens »Sei frech, wild und wunderbar!« bzw. sogar »Sei frech, verrückt und glücklich!« zu kaufen.

Wunderbar glücklich wären wir aber erst beim Erwerb eines Pflegeprodukts mit der frech-wilden Bezeichnung »Sei nicht traurig, dass der Name dieser Aroma-Dusche so lang ist, dass wir ihn gar nicht vollständig auf die Aroma-Pflegeduschen-Verpackung dru«.

Zwinker, zwinker: Titanic

 Monika Maron!

Das war natürlich eine Menschenrechtsverletzung erster Güte, dass Sie im Zuge der Corona-Bekämpfungsverordnungen nicht mehr in Ihrem Landhaus im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern bleiben durften. Klar, dass Sie das nicht einfach hinnehmen konnten und sich durch die Ausreiseverfügung »an die DDR erinnert« fühlten. Und wo Sie schon mal an die erinnert wurden, ist Ihnen als Tochter des ehemaligen DDR-Innenministers Karl Maron auch gleich noch eingefallen, wie man sich als Bonze dort eine Vorzugsbehandlung sichert: sich nämlich via Parteizeitung (»Bild«) direkt beim Innenminister (Caffier) beklagen, der diesem unhaltbaren Zustand dann trotz anderslautender Verordnung gleich Einhalt gebot.

So weit, so zwingend. Stutzig macht uns lediglich, warum Sie eigentlich so unbedingt in Ihrem Zonenhäuschen zu bleiben trachten, schrieben Sie doch im »Spiegel« einst: »Der Osten verursacht mir Ekel. Ich halte es für eine Krankheit und weiß nicht, wie man sie heilt. Die Krankheit nenne ich Zonophobie.« Ein Glück, scheint zwischenzeitlich ja erfolgreich therapiert.

Ihre Pillen hätte auch gern: Titanic

 Scorpions-Fossil Klaus Meine!

Ihre Powerballade »Wind of Change« soll von der CIA geschrieben worden sein. Das behauptet zumindest der amerikanische Journalist Patrick Radden Keefe, der daraus gleich eine ganze achtteilige Podcast-Serie bastelte, in der Sie, Meine, in der letzten Folge selbst auftreten und alle Behauptungen verneinen.

Was für eine Zeitverschwendung, ist doch schon vorher klar gewesen: So manche schmutzige Geschichte hat die CIA sicherlich am Hals, aber für ein Verbrechen wie »Wind of Change« sind selbst die nicht skrupellos genug.

Pfeift auf Sie: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Idee für 2021: Spargelernte per Silvesterrakete

Die jungen Feuerwerkskörper werden im April ins Spargelbeet gesät, wachsen dort bis zur erntereifen Rakete. Am 5. Mai heißt es dann: DER SPARGEL SCHIESST, und zwar uns unter großem Hallo und Funkenregen direkt in die Münder. Tradition (Spargel) trifft auf Tradition (Feuerwerk), bzw. »Volksspeisung mal anders«. Noch eine kleine Gegendemo (Querfront) dazu, einem Kind fliegt ein Spargel direkt ins Auge, im Folgejahr wird es Einschränkungen geben müssen, fertig ist DAS DEUTSCHE NEUJAHR.

Elias Hauck

 Verwöhnt

Meinen Lebensstil muss man sich erst mal leisten können. Ich zum Beispiel konnte es noch nie.

Tanja Schmid

 Deutsch, wie es singt und kracht

Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, wird zunächst naiv annehmen, dass sich hinter einem Wort wie »Scheiblettenkäse« etwas unsagbar Absurdes, in der Muttersprache nur unter Zuhilfenahme sperrigster Umschreibungen Wiederzugebendes verbirgt, ähnlich gewissen japanischen oder isländischen Vokabeln, die zum Beispiel die mundwässernde Wirkung eines seit sechs Monaten im eigenen Sperma marinierten Walhodens bezeichnen. Um dann, mit wachsendem Sprachverständnis, zu begreifen, dass diese Ahnung nicht getrogen hat.

Jasper Nicolaisen

 Filmkunde

In Zeiten von Zoom-Konferenzen kann es nicht schaden, der Leserschaft ein wenig Nachhilfe in filmischen Fachtermini zu geben. Eine sogenannte Text-Bild-Schere zum Beispiel kann für einen visuellen Bruch und Komik sorgen. Während der Video-Sprechstunde mit meiner Internistin erzählte ich ihr zum Beispiel, dass ich seit vier Monaten nichts trinke, während sie auf eine Galerie leerer Weinflaschen hinter mir starrte. Wichtig ist auch, dass man sich bereits vor jeder Zoom-Konferenz im Klaren ist, auf welches Genre man hinaus will, sich dabei aber genug Raum offenlässt für spontane Änderungen. Meine Video-Sprechstunde hatte ich zum Beispiel eher als »Komödie« gepitcht (aktuelle Blutwerte), am Ende wurde dann aber ein ziemlich bombastischer High-Budget-Horrorstreifen daraus (Privatbehandlung).

Jürgen Marschal

 Zieleinlauf eines Dialogs

Kundin (alte Dame): »Das ist dann schon sehr anstrengend.«
Kassiererin (ältere Dame): »Nein, ich könnte das nicht!«
Kundin: »Aber es macht auch Spaß.«
Kassiererin: »Das ist die Hauptsache.«
»Ja.«
»Ja. 14,60 bitte.«

Worum auch immer es sich dreht, das Gespräch ergibt Sinn.

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
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Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

     

  • 18.05.:

    Das Neue Deutschland rezensiert Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod", ein Interview dazu gibt es auf Deutschlandfunk Kultur.

     

  • 14.05.:

    Marlen Hobrack bespricht im "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der Kleine Herr Tod".

  • 13.05.:

    RTL, die »Hessenschau« und die SZ berichten über die Aktion "Torona: TITANIC hilft der DFL".

  • 05.05.:

    Im Kaput Mag gratuliert Tim Wolff TITANIC-Legende Thomas Hintner zum 60.

     

Titanic unterwegs
03.06.2020 Hachenburg, Hähnelsche Buchhandlung Gerhard Henschel
04.06.2020 Berlin, Buchhändlerkeller Gerhard Henschel
10.06.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve
14.06.2020 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »Beste Beste Bilder – Die Cartoons des Jahrzehnts«