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Fragen und Antworten zum Saisonstart in der Fußball-Bundesliga

Schon wieder Fußball? Muss das denn sein?
Unbedingt! So sind Spieler, Trainer und Fans wieder für ein paar Stunden in der Woche nicht zu Hause können dann wenigstens dort nicht herumnerven.

Wie haben die Bayern gespielt?
2:2 gegen Berlin – und das ohne Sané, Boateng, Müller, Hummels, Kahn, Effenberg, Löw, Kachelmann und Werner Hansch. Eine Sensation! Der 95. Titel in Folge ist ihnen damit praktisch nicht mehr zu nehmen.

Zuletzt gab es für Clemens Tönnies viel Ärger wegen rassistischer Äußerungen. Wie hat Schalke am Wochenende darauf reagiert?
Knallhart. Der neue Trainer hat ihn keine Sekunde spielen lassen. Ja, er hat Tönnies nicht einmal einen Platz auf der Ersatzbank gegönnt.

Oha, und hat das etwas gebracht?
Eindeutig! Die Experten der Check24-Paulaner-Doppelpass-Runde im DSF waren sich am Sonntagmittag nach fünfzehn Bananen-Weizen einig: Schalke hat damit ein ganz starkes Zeichen gegen Rassismus gesetzt!

Alle reden derzeit von der Klimakrise. Wie klimafreundlich ist eigentlich die Bundesliga?
Urst klimafreundlich! Am Wochenende hat zum Beispiel kein Spieler den Rasen in einem SUV überquert – was will man mehr? Auch die Fans waren sehr vorbildlich. Kein einziger ist mit einem Segelboot zum Stadion gekommen – dem Klimakillergefährt schlechthin, wie wir seit Greta Thunbergs Atlantik-Trip wissen.

Und was gibt’s neues vom Transfermarkt?
Ein Knaller steht bevor: Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen will Uli Hoeneß demnächst die Bayern verlassen und zur SPD wechseln. In einem Selbstgespräch soll er verraten haben, dass er gerne noch einmal eine neue Herausforderung annehmen würde. Angeblich möchte er für den SPD-Vorsitz kandidieren, am liebsten mit Andrea Kiewel.

Hoeneß und die SPD? Passt das überhaupt?
Klar, wer im Knast war, den kann nichts mehr erschrecken.

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Fragen und Antworten zum Fall Strache in Österreich

Was ist überhaupt passiert?
Ein Politiker hat vollgedröhnt über Korruption, Bestechung und die Übernahme einer Zeitung schwadroniert und wurde dabei sieben Stunden gefilmt – also eigentlich ein ganz normaler, beinahe täglicher Vorfall in der österreichischen Politik.

Um wen geht es?
Um Heinz-Christian Strache, genannt HC. Freunde nennen ihn auch Vodka-Heinzi, Koks-Chrissi und Ibiza-Strachi.

Und wer hat das Video gedreht?
Das ist noch unbekannt. Einige sagen Jan Böhmermann, andere glauben, der Putin war’s. Und wiederum andere behaupten, der Video-Assistent der Fußball-Bundesliga hatte seine Finger im Spiel. Wahrscheinlich ist alles richtig.

Hat sich auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz etwas zu Schulden kommen lassen?
Nein, das Video wurde 2017 aufgenommen. Da war Kurz noch nicht volljährig, ja noch nicht einmal schulpflichtig.

Kann so etwas auch in Deutschland passieren?
Solange die CSU nicht den Vizekanzler stellt, besteht keine Gefahr. Und was ist mit der AfD?
Deutschland ist nicht Österreich: Um wirres Zeug zu reden, muss Alexander Gauland nicht erst nach Ibiza fliegen – er kann sich einfach bei Maischberger, Illner und Plasberg in die Sendung setzen. Außerdem muss die AfD nicht über die Übernahme eines Blattes phantasieren, "Bild", "Welt" und "Focus" drucken eh schon alles, was die AfD will.

Werden auch jetzt, in diesem Moment, irgendwelche politischen Videos gedreht?
Ja, im Eisenbahnkeller von Horst Seehofer.

Oha, und wann wird das Material veröffentlicht?
Hoffentlich nie.

Wie geht es weiter in Österreich?
Im September gibt’s Neuwahlen, Sebastian Kurz wird wieder Bundeskanzler und regiert mit der FPÖ – jedenfalls bis zur erneuten Neuwahl im Dezember. Dann wird vermutlich HC Strache Bundeskanzler.

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Fragen und Antworten zur Mueller-Untersuchung

FBI-Sonderermittler Robert Mueller hat nach knapp zwei Jahren seinen Bericht vorgelegt. Was ist nun damit? Das FBI ermittelt sich doch nicht zwei Jahre lang einen Reißwolf, um am Ende mit nichts Handfestem aufzuwarten. Wird Trump nicht langsam nervös?
Iwo, der Präsident liest grundsätzlich nie mehr als anderthalb Seiten am Stück, und dann auch nur, wenn sie zu zwei Dritteln mit Grafiken gespickt sind, oder als Comic-Story mit Ihm als Superhelden daherkommen.

Was ist denn jetzt mit dieser "Russia-Gate" genannten Affäre? Trump twitterte doch "no collusion" und "which hunt!". Ist er tatsächlich mit Putin kollidiert und um welche Jagd handelte es sich denn jetzt genau?
Natürlich ist Trump nicht mit Putin "kollidiert", diesen Knall hätte man überall gehört. Mueller hat mögliche Verbindungen des Trump-Wahlkampf-Teams mit Moskau untersucht, und der US-Präsident hat dies als "witch hunt" bezeichnet. Vielleicht kaufen Sie sich einfach einmal ein ordentliches Wörterbuch, anstatt mit dieser unsäglichen Google-Übersetzung zu hantieren.

Müssen wir uns nach 2020 also auf weitere vier Jahre Trump einstellen?
Es hängt natürlich viel von den Wahlen ab. Die Republikaner betrügen, was das Zeug hält, Mitglieder des Ku-Klux-Klan gehen unerkannt gleich mehrmals wählen und Trumps Stammwähler, die den IQ einer ihrer MAGA-Kappen besitzen, wählen Trump "no matter what". Es ist also wirklich wie verhext.

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Fragen und Antworten zur Fastenzeit

Ich faste seit nunmehr zwei Tagen und Nächten und halte es kaum noch aus. Ich fühle mich auch nicht besser, sondern einfach nur sehr, sehr schlecht. Was mache ich falsch?
Nichts, Sie sind einfach ein disziplinloses Weichei und neigen darüber hinaus offensichtlich zur Weinerlichkeit.

Wieso gibt es überhaupt so viele komplizierte Anleitungen zum Thema. Ist Fasten denn nicht ganz einfach? Weit gefehlt: Beim Fasten gibt es so viele verschiedene Varianten, wie Mangelernährung Folgesymptome hat.

Aha. Und welche Varianten wären das?
Da wäre zum Beispiel das sogenannte Klimafasten.

Was ist denn Klimafasten?
Sie wissen ja gar nichts. Beim Klimafasten verzichten Sie für 40 Tage auf fossile Brennstoffe. Reichern Sie Ihr Müsli dazu mit einer Tankfüllung Rapsöl an und meiden Sie um Himmels Willen Kerosin. Das sorgt für ein sättigendes Schwereempfinden und Sie fühlen sich gleich weniger abgehoben.

Was noch?
Groß im Trend ist dieses Jahr auch das digitale Fasten. Statt sich morgens schon gepfefferte Powertweets reinzuziehen, blicken Sie doch zur Abwechslung morgens eine halbe Stunde lang auf ein Glas Magermilch. Nur trinken Sie sie es nicht. Wenn Sie Hunger bekommen sollten, denken Sie einfach an das Profilbild von Julian Reichelt.

O Gott, mir wird schlecht!
Mahlzeit!

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Fragen und Antworten zum Vulkanausbruch auf Hawaii

Die wichtigste Frage zuerst: Kann so etwas auch in Deutschland passieren?
Nein. Der Kilauea befindet sich auf der Insel Big Island, welche mehr als...

Hahaha! "Big Island", was ist denn das für ein Name?
Der offizielle Name lautet Hawaii, genau wie die Inselgruppe und der Bundesstaat, was zu Verwirrung führen kann. Im Moment haben die Hawaiianer jedoch drängendere Probleme.

Kann man den Vulkan eventuell mit einem Menschenopfer besänftigen?
Wahrscheinlich schon, leider ist das versicherungstechnisch nicht ganz unkompliziert.

Wie verhalte ich mich, wenn ich einer Lavawelle begegne?
Ganz wichtig: Ruhe bewahren! Verharren Sie an Ort und Stelle, senken Sie den Blick und ziehen Sie auf keinen Fall die Aufmerksamkeit der Lava auf sich. In der Regel verschwindet sie nach einer Weile von selbst.

Darf ich mir Lava für den Eigenbedarf abschöpfen?
So köstlich Lava auch aussehen mag - rein rechtlich ist sie vom Austritt bis zum Erhärten Eigentum des Staates. Also besser Finger weg!

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lava und Magma?
Das kann man sich mit einer simplen Faustregel merken: Lava fließt immer von oben nach unten, Magma von unten nach oben.

Hä, wo ist denn da die Faustregel?
Das klären wir ein anderes Mal.

Wo kommen die Risse im Erdboden her?
Darüber wird noch gestritten. Die einen sagen, da wurde einfach schlampig gearbeitet (ungelernte Hilfskräfte aus Tonga), die anderen sagen, es handelt sich um die gerechte Strafe von Gott dem HErrn, um zu richten die Kuppler und die Sodomiten und die Social Justice Warriors.

Kann so etwas wirklich nicht in Deutschland passieren?
Um ganz ehrlich zu sein: Doch, kann es. Wenn Sie in den nächsten Tagen Temperaturen von über 25 Grad Celsius registrieren oder wenn es beispielsweise auf einer vielbefahrenen Bundesstraße unheimlich rumort und vibriert, werden wir wohl alle sterben.

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Fragen und Antworten zum päpstlichen Weihnachtssegen

In der "Cosmopolitan" habe ich gelesen, daß der Papst heute auf dem Roten Platz in St. Petersburg den traditionellen Weihnachtssegen erteilt. Was zum Teufel hat es damit auf sich?
Der Segen "urbi et orbi" (der Stadt und dem Landkreis, dieses Jahr ist übrigens Pinneberg an der Reihe) wird regelmäßig zum Weihnachtsfest in Rom auf dem Petersplatz, also dem Parkplatz des Heiligen Stuhls, ausgesprochen. Sie ignoranter, gottloser Kretin!

Schön und gut. Aber was bedeutet das ganz konkret für mein persönliches Umfeld?
Wenn Sie sich nicht in der ewigen Stadt oder im Landkreis Pinneberg, zu dem auch Hell-Go-Land zählt, aufhalten, höchstwahrscheinlich nichts, denn der Segen nimmt umgekehrt popeportional mit der Entfernung vom Vatikan ab. Oder doppelt umgekehrt, Franziskus’ Ausstrahlung hin oder her.

D.h. ich komme direktemang in die Hölle, wenn ich heute nicht vor Ort bin?
... oder ins Fegefeuer.

Welche Auswirkungen hat die Zeremonie auf meinen Finanzstatus?
Falls Sie dem Ereignis online per Livestream beiwohnen, können Sie bequem eine Segensspendenquittung anfordern und diese von der Kirchensteuer absetzen.

Was geht denn da heute noch so ab in Rom?
Mit dem Lied "Macht hoch die Autotür, die Garagentore macht weit!" läutet der Pontiac Pontifex die traditionelle Fahrzeugsegnung in der vatikanischen Tiefgarage ein.

Ist das noch zeitgemäß? Sollte Franziskus nicht besser Elektrofahrräder oder Segways segnen?
Die Glaubenskongregation hat sich erst kürzlich in einer 2000 Seiten umfassenden Studie dagegen ausgesprochen. Die Segnung von Zweirädern sei mit der Trinitätslehre der Katholischen Kirche nicht in Einklang zu bringen.

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Heute vor 48 Jahren: Die erste Mondlandung im Faktencheck

Heute vor 48 Jahren gelang den beiden Kosmonauten Neil Armstrong und Buzz "Feed" Aldrin angeblich ein Spaziergang auf dem Mond. Doch fand dieses Ereignis wirklich so statt? Die Mondlandung im Faktencheck:

Sowohl Armstrong als auch Aldrin tragen Raumanzüge, wie man sie aus zahlreichen Hollywoodfilmen kennt. Hat die NASA also eine Fakelandung im Studio gedreht?

  • Die Frage ist nicht leicht zu entscheiden. Es gibt zahlreiche Indizien dafür, daß die beiden Herren nie von der Erde abgehoben sind. Armstrong litt zum Zeitpunkt der angeblichen Mission an einem Hexenschuß, Aldrin hat angeblich Höhenangst und war schon damals nicht mehr gut zu Fuß. Man darf jedoch nicht vergessen, daß die Erdanziehungskraft auf dem Mond gleich null ist, da können Rückenleiden und Gelenkprobleme schon mal wie weggeblasen sein.

Stichwort Gravitation: Auf dem Erdtrabanten (Mond) hat der Mensch nur ein Sechstel seines Körpergewichts und einen entsprechend geringeren BMI, also statt, sagen wir: 24, nur noch 4 – bei einem solchen Wert ist man normalerweise tot. Wie konnten die beiden Raumritter in dieser Umgebung überleben?

  • Da die beiden Herren Amerikaner waren, kann man ruhig davon ausgehen, daß sie sich den lieben langen Tag mit fettigem Fastfood vollgestopft haben und deshalb einen BMI von 100 oder gar 120 aufwiesen, mit umgerechnet 16 bis 20 im All also durchaus komfortabel herumtollen konnten.

Es existieren Amateuraufnahmen, die zeigen, wie die scheinbar so todesmutigen Weltraumtouris nach dem Besteigen der Raumfähre auf der Rückseite wieder herausspazieren und sich anschließend sogar in die Menge der Schaulustigen mischen. Wie paßt das zur offiziellen Version der geglückten Mondlandung?

  • Man muß bei solchen Geschichten eben auch ein bißchen seine Phantasie anstrengen. Mondlandung, Schmondlandung, wer will denn das alles schon so genau wissen?

Auf einigen Fotos und Filmaufnahmen von der vermeintlichen Mondmission ragen aus früheren Filmen bekannte Requisiten wie Alien- oder Dinosaurierfiguren ins Bild, hier und da auch ein Mikrofon oder ein Scheinwerfer. Warum wurde bei den Dreharbeiten auf solche Details nicht geachtet?

  • Herrgott noch eins! Man war eben in Eile! Das CIA hatte sichere Informationen, daß die Russen eine eigene Version der Mondlandung bereits abgedreht hatten, und zwar auf dem Mond! Da mußte man halt etwas improvisieren und nahm dabei auch ein paar für Laien kaum erkennbare Ungereimtheiten in Kauf!

Wo waren Armstrong und Aldrin am 11. September 2001, Stichwort WTC 7?

  • Muß Subjekt töten, muß Subjekt töten, muß Subjekt töten...

Aaaahrrrrbrrblubberblubber...

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn