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Dax Werners Debattenrückspiegel KW 27

Liebe Leser:innen,

das war sie also auch schon wieder, die Fußball-Europameisterschaft der Herren 2021 oder wie wir UEFA-Fans sagen: die Fußball-Europameisterschaft der Herren 2020. Und wenn der niederländische Referee Björn Kuipers heute Abend dann auch das letzte Spiel dieses Turniers abgepfiffen haben wird und die Investorengruppe um Per Mertesacker, Christoph Kramer und Jochen Breyer im ZDF-EM-Studio zum letzten Mal das Licht ausmachen, werden wir zufrieden feststellen können: Die Euro 2021 bzw. 2020, sie war auch eine Fußball-Europameisterschaft der Herzen.

Die hat das Mega-Event nämlich im Sturm erobert. Und auch wenn sich die ausrichtenden Länder dieser Euro in den Farben getrennt gezeigt haben mochten – etwa hinsichtlich der zugelassenen Fans in den Stadien: 350 000 Zuschauer:innen in Budapest versus den 500 "Freunden der Nationalmannschaft" in München –, war man doch immer in der Sache vereint: Nämlich darin, innovativen Unternehmen aus spannenden Wachstumsbranchen eine hochwertige Fläche beim größten Sportevent Europas zu bieten. Man sagt, Fußball sei ein Ergebnissport, und hier kann man nur sagen: Das Ergebnis stimmt. 746 Millionen Europäer:innen haben eine ganze Reihe wahnsinnig spannender Unternehmen aus den aus rechtsstaatlicher Perspektive etwas problematischeren Fleckchen dieser Erde kennen lernen dürfen, ein nicht geringer Anteil könnte sich laut einer Allensbach-Studie nun, Mitte Juli, sogar vorstellen, mit Qatar Airways eine Besichtigungstour einiger Gas-Pipelines in Nord-Russland zu buchen (natürlich mit Alipay), ein paar eiskalte Heineken 0.0 zu zischen und zum Schluss noch einige TikToks zum Thema Meinungsfreiheit hochzuladen.

Zwar gab es hier und da immer Streit und Missgunst in old europe, etwa als die deutsche Öffentlichkeit vor dem Gruppenspiel gegen Viktor Orbáns Elf zum ersten Mal von L.G.B.T.Q.I.A.+-Rechten hörte und daraufhin (vielleicht etwas überambitioniert) gleich die gesamte Allianz-Arena in Regenbogenfarben tauchen wollte. Eine gut gemeinte Idee, gegen die jedoch gleich dreierlei sprach: 1. Politik hat im Fußball nichts verloren, 2. hatte Oli Bierhoff schon ein geiles Imagevideo mit "Die Mannschaft" produziert, in dem sich Jogis Jungs den Schriftzug "Human Rights" auf die T-Shirts gekritzelt hatten (irgendwann muss ja auch mal gut sein) und 3. hat sich der DFB comitted, die Farben und das Turnierdesign der UEFA konsequent leben zu wollen. Wissen, wer die Miete zahlt: Eine Tugend, von der sich viele Debatten-Fighter im Internet mal eine Scheibe abschneiden könnten!

Am Ende hat das Turnier für mich vor allen Dingen eines bewiesen: Wann immer in den letzten Jahren Kritik an Groß-Sport-Events in Ländern mit einem niedrigeren Demokratie-Index als Nordrhein-Westfalen laut wurde, wurde zu Recht ins Feld geführt, dass der Sport eben auch gesellschaftliche Prozesse in Bewegung setzen und unterstützen könne. Wandel durch Annäherung. Allein: Bislang fehlte der Beweis für diese These, doch die EM 2020 bzw. 2021 hat diesen aus meiner Sicht nun endlich erbracht. So verhandelt der DFB nur wenige Tage nach dem Achtelfinal-Aus mit Qatar Airways über eine Partnerschaft für die WM 2022.

Ich für meinen Teil freue mich schon auf spritzige TikToks mit dem kultigen Thomas Müller aus dem Cockpit einer Boeing 747.

Ein würdiges EM-Finale wünscht euch: Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW26

Liebe Leser:innen,

er hat es wirklich getan. Frank Thelen, Skateboard-Legende und Seriengründer aus Bonn, hat gemeinsam mit einigen anderen windigen Gesellen aus dem Bereich fantasievolle Geschäftsmodelle insgesamt 500 000 Euro an die FDP gespendet. Bumm, der sitzt. Durchatmen. Muss eine unheimlich intensive Atmosphäre in der Sparkassenfiliale gewesen sein, als die zehn der Reihe nach das Knax-Taschengeldkonto leergeräumt haben. So sieht Aufbruch aus, so geht Veränderung! Der Plan dahinter wurde unverhohlen mit kommuniziert: Rot-Rot-Grün im Bund verhindern und eine schwarz-gelbe Koalition ermöglichen.

Wenn man bedenkt, dass R2G so ziemlich die unwahrscheinlichste Koalitionsoption nach der Bundestagswahl sein wird – selbst wenn Grüne, SPD und Linke auf 60 Prozent kämen, würde sich Olaf Scholz wohl mit staatspolitischer Miene für Neuwahlen einsetzen –, hätte man die halbe Million auch nachhaltiger investieren können. Zum Beispiel hätten die zehn Techträumer vom selben Geld genauso gut den 31jährigen Rechtsfuß Paolo Bartolomei vom italienischen Zweitligisten US Cremonese (Lombardei) verpflichten können (aktueller Marktwert: 550 000 Euro) und ihn zum puren amusement den ganzen Tag auf eine Torwand schießen lassen. Ab und zu würde Thelen den Kopf aus seinem Bürofenster stecken und Paolo mit ein paar Brocken Urlaubsitalienisch coachen. Eine herrliche Vorstellung! Bartolomei brachte es in dieser Spielzeit zwar nur auf 16 Einsätze, doch stand er damit immer noch öfter auf dem Feld als Wolfgang Kubicki bei Markus Lanz, Maybrit Illner und Gunnar Kaiser zusammen.

Thelen, den nicht wenige für den deutschen Mark Cuban halten, weil er vor 30 Jahren mal eine GmbH gegründet hat, bis vor kurzem auf VOX in molekulare Massagerollen und blinkende Bierhelme investiert hat (und diese invests in 6 von 10 cases im Nachgang zurückgerufen hat), geht es ohnehin weniger um die nackten Zahlen als vielmehr ums Gefühl und die Symbolwirkung seiner Megaspende. Mit dem neuesten investment case will er vor allen Dingen den Grünen medial einen mitgegeben werden. Diesen Faden griff er ein paar Tage später auch noch einmal in einem Videostatement auf, in dem er den grünen Wähler:innen eine "hohe Emotionalität" attestierte und von einem Bitcoin-Millionär schwadronierte, der angeblich eine Million Bitcoins (oder so) direkt an das gemeinsame Paypal-Konto von Habeck und Baerbock überwiesen habe. Was von alledem stimmt und was nicht: Unklar. Sicher ist nur eines: Es braucht keine Russenbots, um den Wahlkampf so langsam richtig schmutzig werden zu lassen. Pfui!

Klar ist auch: Wo der Eindruck entsteht, dass sich Parteien für solch mickrige Summen vor den Karren spannen lassen, geht Vertrauen in demokratische Prozesse verloren. Parallel dazu sehe ich jedoch noch eine viel gewaltigere Baustelle: Die mittelfristige Positionierung von Frank Thelen als Startup-Profi, Fernsehnase und public intellectual. Der Mann, der immer gern wie ein Hybrid aus Tony Hawk und Jeff Bezos rüberkommen möchte, wirkte zuletzt eben doch eher wie ein Frank aus Bonn. Welchen Technologiebaum will er für sich ganz persönlich einschlagen? Wo soll die Reise für ihn als Vordenker und Visionär letztendlich hingehen?

Vielleicht aber überrascht uns Thelen auch noch einmal alle: Zum Beispiel als Bildungsminister in einer neuen schwarz-gelben Koalition. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir diese Idee.

Einen herrlichen Sonntag wünscht:

Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW 24

Liebe Freund:innen,

nach dem Abpfiff gestern Abend schnappte ich mir unseren südrussischen Owtscharka (Listenhund) und drehte eine nachdenkliche Runde um den Block, als plötzlich ein vollbesetzter Fiat Panda mit 16 festverklebten Deutschland-Fähnchen hupend an mir vorbei rauschte. Jogis Jungs hatten die Portugiesen soeben mit 4:2 im zweiten EM-Gruppenspiel (die "Hitzeschlacht von München") besiegt, zwei der vier deutschen Treffer waren portugiesische Eigentore, außerdem landete eine Taube auf dem Rasen und machte es sich dort minutenlang gemütlich.

Die Menschen im Fiat Panda waren ungefähr so alt wie ich, die Gesichter waren schwarz-rot-geil-geschminkt, sie schrien und jubelten, sie machten sich bemerkbar, einer kurbelte hastig das Beifahrerfenster herunter, um mir voller Freude "Deutschland!" entgegen zu brüllen, eine Träne kullerte seine Wange hinab und verschmierte leicht die dort drapierte Flagge, dann wurde das Gefährt immer kleiner, verschwand auf der Straße Richtung Stadtmitte, von wo ich bereits Böller und Raketen hören konnte, aber so gerade konnte ich den Heckaufkleber noch entziffern, der sich in weißen altdeutschen Lettern über das konvexe Glas bog, da steht doch wohl nicht, doch, ich lese richtig: "Santiano".

"Deutschland", wiederholte ich das eben Gehörte flüsternd. Was für ein Wort. Und dann wiederholte ich noch ein anderes Wort: "Santiano". Welch exotischer Klang von diesen drei unscheinbaren Silben ausgeht, beinahe betörend. Wenn man das Wort ganz langsam sagt, nein: buchstabiert und die Augen dabei schließt, dann kann man fast die Südsee riechen, man hört den morgendlichen Trubel der Piraten an Deck, während man selbst nach einem harten nächtlichen Kampf mit einem Seeungeheuer in der Koje versucht, ein paar Minuten Schlaf zu finden. Doch immer wieder taucht die Visage dieses feuerspeienden Ungetüms vor dem inneren Auge auf, immer wieder geht man die zurückliegende Schlacht durch, in allen Einzelheiten. Santiano? Eine Verheißung, das Versprechen, das ein anderes, ein aufregenderes Leben möglich ist. Irgendwo da draußen.

Schon morgen müssen wir alle, die Fiat-Panda-Insassen und ich, wieder auf die Maloche, zurück an die Schüppe. Die Fahrerin verschlägt es vielleicht wieder in die F&E-Abteilung von Bayer in Wuppertal, wo im Labor mit Hochdruck an neuen Medikamenten oder Düngern geforscht wird. White collar work. Der Beifahrer hingegen pendelt morgen früh möglicherweise mit dem Regionalexpress zu einem Automobilzulieferer nach Leverkusen-Quettingen, wo er sich als Mechatroniker verdingt. Parallel dazu werde ich vor dem Laptop sitzen und Deadline-Verlängerungen aushandeln.

So unterschiedlich wir auch sein mögen: Im postmodernen Durcheinander dessen, was wir Gegenwart nennen, gibt es ein paar wenige Dinge, auf die wir uns einigen können, in der wir uns als soziale Gruppe mit gemeinsamen Interessen erkennen und verbinden. Ihr fragt, welches also nun der stärkste Connector sein könnte, was denn nun die Kraft und Power hat, unterschiedlichste Menschen für einige Sekunden zusammenzubringen und Grenzen zu überwinden? Für mich ist die Antwort eindeutig: Piratenrock. Also ein Genre von Bands mit zehn und mehr Männern aus Norddeutschland, in denen seemännische Motive besungen werden.

Danke für diesen magischen Augenblick, für diese magische Nacht, lieber Fiat Panda.

Euer: Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW 23

Liebe Freund:innen,

es gibt aktuell nur wenig, das mehr in mir auslöst als dieses wunderschöne Wort mit den 11 Buchstaben: Außengastro. Es ist ein schnelles und wendiges Wort, das überflüssige Suffix ("-nomie") wird nonchalant eingespart, weil es nach Ministerpräsidentenkonferenz, Bananenbrot und Öffnungsmatrix klingt, also nach Erinnerungen an dunklere Zeiten; wer so redet, hat beim Namen Dietmar Woidke auch direkt ein Gesicht vor Augen. Wir wollen anders reden, weg mit dem "-nomie" dahinten. Die Außengastro hat sich in wenigen Wochen vom Nicht-Ort der schmuddeligen Campingstühle, Teelichter und laminierten Speisekarten zum zentralen Sehnsuchtsort entwickelt. Vielleicht übertreibe ich, aber die Außengastro ist aus meiner Sicht auf dem Weg, zum Buzzword dieser Dekade zu werden, so wie "Industrie 4.0" in den Zehnerjahren. Die Außengastro, sie ist nun Verheißung. Eine Verheißung, auf die ich mich gerne einlasse.

Da, wo früher eine Bordsteinkante war, kommt das Land in dieser KW wieder zusammen. Und ist landauf, landab, von Kiel bis Weiler Einödsbach, gezeichnet von langen Monaten ohne social gatherings mit drei Menschen aufwärts. Wie Jan-Josef Liefers, der seit über einem Jahr in keinem Film mehr mitspielen konnte, fehlten auch uns einfachen Bürger:innen auf der Straße die Auftrittsmöglichkeiten. Obzwar man uns nicht bei Eventim buchen kann, so leben auch wir vom Applaus, dem Lachen des Publikums, vom Moment, wenn der Vorhang fällt und die erste Pointe im Biergarten versenkt wird. Kurzum: Der Gagdruck ist aktuell so hoch wie nie und liegt zur Zeit auf dem höchsten, jemals in Deutschland ermittelten Wert. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass jeder zweite Deutsche zur Zeit mit Gagdruck zu kämpfen hat, Männer sind dabei bis zu dreimal häufiger vom Long Covid des gepflegten Kalauers betroffen. Gagdruck ist ein Thema, über das wir als Gesellschaft ins Gespräch kommen sollten.

Der Verlauf ähnelt sich in den allermeisten Fällen. Einmal in der Außengastro angekommen, werden zunächst die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen diskutiert ("Du, ich blick' echt seit Wochen nicht mehr durch!"), dann die Voll-Vakzinierten identifiziert ("Jessi und Marc, ihr hattet schon eure Zweite oder?") und rausgerechnet ("Dann sind wir ja eigentlich nur zwei Haushalte!"). Im nächsten Schritt geht es dann ganz kurz darum, wie viel das mit einem persönlich macht, dass man sich endlich wieder treffen kann, doch spätestens wenn die Bestellungen aufgenommen werden, muss der erste Schub Gagdruck abgebaut werden: "Kölsch? Ich dachte, wir wollten Bier trinken! Haha!" Bei diesem Biergarten-Klassiker bleibt es natürlich nicht, noch vor der zweiten Runde beginnen die ersten zu brüllen, sich gegenseitig anzuschreien. Darf man ja jetzt wieder. "Frikadelle nennt man bei euch zuhause 'Delle'? Komplett wahnsinnig!" Der Winter war lang und die Gags suchen ihren Weg in die Freiheit wie ein Vöglein, das mit den ersten Sonnenstrahlen gar nicht anders kann, als endlich aus dem Nest zu fliegen. Von den Nachbartischen mit weniger Gagdruck wird hin und wieder neidisch und angewidert herübergelugt. Soso, denkt man sich dort, auch das macht Corona mit uns.

Die Blicke machen es uns Betroffenen nicht leichter. Ja es stimmt, Deutschland witzelt sich in den Sommer, aber bei manchen (mir) bestimmt der Gagdruck mittlerweile den gesamten Alltag. Und ob es für uns jemals ein Zurück in die "Normalität" vor Corinna geben wird, das weiß nur - Gott hab ihn selig - Fips Asmussen, der uns von oben zuschaut.

Lasst uns endlich offen über Gagdruck in der Außengastro reden. Diese Kolumne kann vielleicht ein Anstoß sein.

Euer: Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW22

Liebe Freund:innen,

die Kalenderwoche 22 biegt ein auf ihre letzte schnelle Runde und damit sind auch schon wieder 42 Prozent des Jahres rum. Irre: Eben noch debattierten wir – in der Sache hart, im Umgang immer fair – über das Böllerverbot an Silvester und das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Und dann ist plötzlich schon Juni: Laschet will immer noch Kanzler werden und Merkel macht die Gyms nach monatelangem Druck aus den sozialen Medien endlich wieder auf. Vielleicht ist dieser sachsen-anhaltinische Wahlsonntag eine schöne Gelegenheit, auch einmal persönlich Zwischenbilanz zu ziehen: Sind wir mit den von uns im Privaten formulierte Zielen und Wünschen für das laufende Jahr im Soll? Wo muss möglicherweise noch nachgesteuert, feinjustiert werden?

Vorschlag: Jede*r macht das erstmal für sich daheim in Stillarbeit, während ich die dickeren Fäden der heutigen Kolumne aufgreife. Der dickste Faden lautet: Historisch waren Krisensituationen immer auch Chancen, im größten Chaos eröffnen sich auch immer wieder große Möglichkeiten für Wachstum, für Veränderung. Auf Clubhouse haben wir Anfang des Jahres dazu "opportunities" gesagt. Das war 1989 so, nach dem Fall der Mauer, als Glücksritter und Drückerbanden aus der westdeutschen Provinz ihr Glück dort versuchten, wo das sozialistische Experiment kurz zuvor gescheitert war und die Ostdeutschen mit lebensnotwendigen Abos der großen westdeutschen Tages- und Wochenzeitungen, Postkarten und Versicherungen versorgten. Die Message war denkbar einfach: Willkommen zuhause, liebe Freund*innen, das hier können wir euch anbieten, lasst uns von nun an gemeinsam an der Erfolgsstory Deutschland basteln. Oder die Treuhandanstalt, die anno dazumal die Ärmel hochkrempelte, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen zu sichern und bei den Betrieben, wo selbst der Medizinschrank der sozialen Marktwirtschaft kein Mittel mehr hergab, die Ladentür mit mehr als einer Träne im Knopfloch für immer zu schließen. Hart in der Sache, fair im Umgang.

Es sind eben Geschichten von Menschen, die in der Not für andere da waren, anpackten, über sich selbst hinauswuchsen. Erzählungen, die eine Gesellschaft über kurz oder lang eben auch braucht, um sich selbst zu erkennen. Perspektivwechsel: Für mich könnten die aktuellen Berichte von Testzentren, die sich bei der Abrechnung von Schnelltests hier und da verrechnet haben, eigentlich genau solche Geschichten sein. Wenn da nicht die wären, deren Gemütszustand seit Pandemie-Beginn auf Dauer-Empörung kalibriert scheint und die über weniger Fantasie verfügen als ein durchschnittliches Tatort-Drehbuch. Für Rücktrittsforderungen haben diese Leute inzwischen eine Tastenkombination auf dem Handy, damit’s mittags nach dem Aufstehen schneller geht. Auch wenn die Aufregung mal wieder groß ist: Die Selbstheilungskräfte des Spätkapitalismus und der unbedingte Glaube an das berühmte Diktum von Norbert Röttgen ("Frag lieber, was du für dein Land tun kannst!") haben es doch erst möglich gemacht, dass jemand als Eventgastronom aus Duisburg-Wedau das Gesundheitsamt betritt und eine halbstündige Schulung später als Corona-Testzentren-Betreiber wieder verlässt. Und anschließend Arbeitsplätze schafft, Steuern generiert und den Tourismus ankurbelt.

Wenn es bald als Verbrechen gilt, die Ärmel hochzukrempeln, so die Situation es erfordert, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn Slowenien uns bald im internationalen Glücklichkeitsindex überholt. Mein Vorschlag für die letzten 58 Prozent des Jahres lautet: Fragen wir uns doch einmal selbst, ob wir uns bei so vielen Tausenden Schnelltests nicht auch verzählt hätten. Und schlagen wir nicht auf die ein, die in diesen herausfordernden Zeiten "German Mut" beweisen.

Einen besinnlichen Wahlabend in Magdeburg wünscht: Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW21

Liebe Leser_innen,

diese Woche erlebte ich eine Debatte im privaten Umfeld, die mich regelrecht verstörte. Die jedoch, so glaube ich, eine Menge darüber erzählen kann, warum es mit der Deutschland AG seit Jahren bergab geht. Doch der Reihe nach: Ein befreundetes Pärchen, Sabine und Jürn, beide mit abgeschlossenem GeiWi-Studium und 2017 während des großen Schulzzugs in die SPD eingetreten, beschwerte sich in kleiner Runde darüber, dass die Auslaufzonen der Supermarktkassen in den letzten Jahren immer kürzer geworden sind: Als Kund_in werde man, so die krude Denke, ja regelrecht "gezwungen", die Einkäufe jedes Mal in Rekordtempo zu verstauen, da sonst die gesamte Idee des gestreamlineten Lebensmittel-Einzelhandels ins Stocken gerate. "Ich habe keine Lust mehr, mich von der der perfiden Einzelhandels-Architektur instrumentalisieren zu lassen", erklärte Jürn in seinem proto-revolutionären Bariton, Susanne ergänzte: "I am not your workforce. Das ist neoliberal!"

Ich brach den gemütlichen Grillabend an dieser Stelle ab. Für mich war dieser Vorfall mal wieder BRD unterm Brennglas. Wessen Zeitungslektüre seit Jahren nur noch daraus bestand, paywalllose Rezensionen der neuesten Erbauungsliteratur von Byung-Chul Han zu überfliegen, konnte natürlich nicht wissen, wie viele große Einzelhandelsmarken zuletzt dichtmachen mussten: Galeria Kaufhof, real, Schlecker – you name it. Mein Eindruck war, dass den beiden grundlegende Verständnisse von dem fehlten, was wir den "Gesellschaftsvertrag" nennen. Wer heute als Kunde das volkswirtschaftliche Parkett des Lebensmittel-Einzelhandels betritt, schlüpft eben nicht mehr als Kund*in, sondern auch und vor allem in die Rolle des Dienstleister*in, wird Teil des Unternehmens. Meine Oma sagte immer: Viele Hände, schnelles Ende. Dass man deswegen beim Einkaufen einfach mal mit anpackt, herumliegende Waren wieder einsortiert oder Kund_innen ohne FFP2-Maske aus dem Laden schmeißt und, jawohl, auch ein Auge darauf hat, ob in der Hygiene-Abteilung mal wieder ein Parfüm unbezahlt in die Jackentasche wandert: Für mich schon lange selbstverständlich. Oder, wie ich Augenblicke nach meinem Gespräch mit dem Pärchen klickgeil im Internet schrieb: "Die Fünfziger haben angerufen und wollen ihre Rollenbilder zurück: Stop crediting customers for doing the bare fucking minimum!" Den Post garnierte ich mit einem Privatfoto der beiden beim Abendessen. Ich nahm es von ihrem Instagram-Account, den sie schon vor einer Weile vorsorglich auf “Privat” gestellt hatten. Die Welt da draußen hat ein Recht auf die Wahrheit, dachte ich, als der Screenshot im Bildbearbeitungsprogramm zurechtgecroppt wurde.

Wer wieder sechs Stunden damit zubringen will, eine halbes Kilo Hack, Nudeln und Korn einzukaufen, kann die DDR meinetwegen gern wieder aufbauen, muss dann aber auch mit den Mauertoten leben. Bei vielen fehlt die Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln, um das westdeutsche Kulturerbe "Supermarkt" am Leben zu halten. Dabei gibt es ja sogar ein paar Hacks, mit denen sich wieder ein ganz kleines bisschen Wirtschaftswunder-Flair in die Kassenschlange zaubern lässt. Statt seine Wunschprodukte stumpf wie ein Fabrik-Roboter aus dem Einkaufswagen zu räumen, kann man das Kassenband auch mit etwas Witz und Dramaturgie bespielen, in dem man die auf dem Laufband drapierten Einkäufe alle paar Dezimeter mit einem seltenen Gemüse oder einer merkwürdigen Frucht würzt, also kleine challenges für den Studenten hinter der Plexiglas-Scheibe einbaut: Ob er den Kassencode für die Cantaloupe-Melone im Kopf hat? Oder muss der Kollege drei Kassen weiter aushelfen?

Lasst uns gemeinsam anpacken, um die Supermarkt-Kultur am Leben zu halten.

Euer Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW 20

Liebe Leser:innen,

Olaf Scholz, der Kanzlerkandidat der Herzen, dessen "schlumpfiges Grinsen" vom SPD-Wahlkampfteam aus Mangel an Alternativen zum thematischen Kern seiner Kampagne gemacht worden ist, landete diese Woche aus seiner Sicht einen Big Point im Wahlkampf und stellte fest: Europa, das ist vor allen Dingen der Euro und diese putzigen kleinen gelben Sterne vor blauem Grund auf unseren Kennzeichen. Man könnte meinen, dass Scholz hier ein Europabild ganz nah am Menschen rendert: KFZ-Zulassungsstellen in ansonsten menschenleeren Gewerbegebieten, stadtplanerische Fehlermeldungen voller McDonald’s Drive-Ins und POLO Motorrad Stores, in denen man mit Euros bezahlt. Hier in NRW sagen wir dazu NRW Noir. Da ist er wieder, dachte Scholz auch über sich selbst, der große Hanseat mit dem sachlichen Blick aufs Wesentliche, ein nüchterner Denker und Lenker in der Tradition von Helmut Schmidt – er fehlt –, dessen leicht angegrautes Diktum "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen" heute vor allem in den Social-Media-Profilen von Männern mit Kinnbart, UV-Sonnenbrille und "Weder links noch rechts" in der Bio weiterlebt. Große Olafliebe eben.

Europa, das hat uns der gestrige Abend einmal mehr gezeigt, ist aber vor allem und in erster Linie Vision. Genauer gesagt: Der Eurovision Song Contest (ESC). Denn Europa, das ist so gesehen nur einmal im Jahr. Der deutsche Finalteilnehmer Jendrik holte mit seinem wichtigen Song "I Don't Feel Hate" zwar nur 3 Punkte und landete auf Platz 25, immerhin vor Großbritannien. Viel wichtiger aus meiner Sicht jedoch: Mit seinem Padawanzopf erinnerte er mich an meinen Jugendfreund Marcel, den alle nur "Sally" riefen, und der sich eigentlich nur dadurch auszeichnete, dass er ständig nach Kaugummi roch und die anderen Kinder auf dem Abenteuerspielplatz terrorisierte. Ein bisschen so wie Deutschland in Europa.

Inzwischen hat sich im Umgang mit deutschen letzten Plätzen im ESC eine gewisse Lockerheit breit gemacht. Während nach der Underperformance der letzten Jahre immer noch reflexhaft der NDR, Musik an und für sich oder Europa als Ganzes in Frage gestellt wurde, hat man sich hierzulande nun endlich an die hinteren Plätze gewöhnt, der vierte Platz von Michael Schulte 2018 in Lissabon wird uns vielleicht auch noch ein paar Jahre trösten. Entsprechend angetrunken und gelöst erschien Jendrik dann auch nach Mitternacht beim obligatorischen Interview mit der obligatorischen Barbara Schöneberger: "Es geht nicht ums Gewinnen, es geht um diesen ganz speziellen Eurovision-Vibe."

Damit hören die Parallelen zur SPD jedoch noch nicht auf. Vielleicht hatte Jendrik nämlich einfach nur bei der italienischen ESC-Party genascht, denn der ESC wurde durch einen Vorfall am Tisch der italienischen Siegerband Måneskin "überschattet", ich würde sagen: "aufgelockert". Die internationale ESC-Regie blendete den Tisch der Italiener nämlich genau in dem Moment ein, als sich der Sänger Damiano David gerade eine köstliche Linie Kokain genehmigte. Das sorgte international zwar für viel Aufregung, für mich machte sich der ESC in dieser Stelle jedoch ehrlich und transparent: Wer auf internationalem Niveau reüssieren will, kommt an Aufputschmitteln nicht vorbei. Für mich ein Fall für die ARD-Dopingredaktion und der erste Fernsehabend im Ersten, der mich mit einer unzähmbaren Lust, Kokain auszuprobieren, in die Nacht entlässt.

In diesem Sinne: Mission accomplished, ARD!

Angegeilte Grüße, Dax Werner

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Namenloses australisches Känguru!

Du zeichnest für die erste tödliche Känguru-Attacke auf einen Menschen seit 85 Jahren verantwortlich: Dein 77jähriges Opfer hatte Dich offenbar illegalerweise als Haustier gehalten. Das darf man nur, wenn man eine spezielle Ausbildung nachweisen kann. Aber deswegen gleich töten? Hat der Mann Dich nicht artgerecht gehalten? Hat er verlangt, dass du neunmalkluge Sprüche, Binsenweisheiten und halbgare politische Witze von Dir gibst? Dich am Ende sogar verfilmen wollen?

Schön und gut, aber Gewalt sollte dennoch nicht die Lösung sein, findet Titanic

 Hut ab, »Star Insider«!

Unsere Aufmerksamkeit war Dir sicher, als Du Deinen Artikel »Kluge Köpfchen: Das sind die intelligentesten Promis« mit den Gesichtern von Rowan Atkinson, Emma Watson und nun ja … Wladimir Putin bebildertest.

Du scheinst ein wirklich erfrischend offenes Verständnis davon zu haben, was einen Promi zum Promi macht: Ob mit Grimassen schneiden oder Angriffskrieg führen, alle können es schaffen, wenn sie sich nur anstrengen und eben ein kluges Köpfchen sind. Das macht uns Mut!

Stets mit Köpfchen: Titanic

 Ihren Senf, Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin,

zum Umstand, dass Ihr 30 Jahre altes Pony Dolly offenbar von einem Wolf gerissen worden war, gaben Sie schon dazu, als das Tier noch nicht mal die Chance hatte, Wurst zu werden. »Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen von der Nachricht«, ließen Sie mitteilen. Klar, von dem Pony können Sie logischerweise nicht mehr mitgenommen werden.

Sendet Ihnen diese Nachricht mit dem Pony-Express: Titanic

 Dein Kindersport-Angebot, Hannover 96,

bietet laut Deiner Webseite »Sport ohne Leistungsdruck«, seine Basis bestehe aus Spaß und der Entwicklung persönlicher und kognitiver Eigenschaften. Toll, das hätten wir von einem Verein aus dem Profifußball-Kapitalismus wie Dir gar nicht erwartet! Antizipiert, wie es im Kommentatoren-Sprech heißt, hätten wir eher Internate für Fußballtalente im Grundschulalter und Sportleistungskrippen für Hoffnungsträger ab drei Monaten.

Doch schon angesichts des Mottos der Abteilung stellt sich Ernüchterung ein: »Fördern und fordern«. Damit führst Du Deine Kindersport-Sparte unter dem gleichen Leitbild wie Hartz IV, das bekanntlich alles andere als »Arbeitslosengeld ohne Leistungsdruck« ist.

Aber, Hannover 96, wo sich der Vater von Hartz IV, Gerhard Schröder, vor einigen Monaten aus dem Verein zurückgezogen hat, um einem Ausschluss zuvorzukommen, wäre es da nicht an der Zeit für ein neues Motto?

Empfiehlt Dir ein paar Einheiten Denksport: Titanic

 Scharf, Frankreich!

Aufgrund von Dürreausfällen gibt es kaum mehr Senf in Deinen Supermarktregalen. Vor allem der beliebte Dijon-Senf wird derzeit knapp. Da kommt ein Gastronom wie Pierre Grand-Girard in Douarnanez aus
der Bretagne schon mal in die »Bredouille«, wie die Tagesschau uns mittelscharf aufs Baguette zu schmieren versucht. Und ein Ende der Geschmacklosigkeit ist noch lange nicht in Sicht! Es wird wohl Jahre dauern, bis die Landwirtschaft so umgestellt ist, dass das goldfarbene Gold endlich wieder in Strömen fließt.

Vielleicht kannst Du Dich bis dahin ja mit etwas Ketchup über Wasser halten.

Deine pommes de terre von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Für Facebook

Vorschlag eines tiefgründigen Denkspruchs für Tierärzte: Real eyes realize real lice.

Karl Franz

 Grüner Daumen

Manches im Leben fällt einem einfach in die Hände, z. B. ein umfallender Kaktus, während man morgens das Rollo hochzieht.

Ferri Bueller

 Nicht nur für Cineasten

Um unprofessionelle Anschlussfehler zu vermeiden (»Mist, schon wieder eine Videokonferenz! Welches Hemd hatte ich heute Morgen an? Mit welchem Videofilter habe ich noch mal den Wäschehaufen im Hintergrund übermalt?« oder eben auch: »Huch, wieso sind Sie denn auf einmal nackt?«), könnte man direkt eine Continuity-Agentur für Heimarbeiter gründen. Schnapsidee oder innovatives Geschäftsmodell? Oder hatte ich das im letzten Meeting schon mal vorgeschlagen?

Alexander Grupe

 Alttestamentarisch

Führende Theologen bestreiten, dass die Bibel Selbstjustiz rechtfertigt. Aber war nicht Moses im Grunde der Erste, der das Gesetz in die Hand nahm?

Wieland Schwanebeck

 Künstliche Idiotie (KI)

Seit Youtube mir vor dem Abspielen meiner Suchanfrage »Give Peace a Chance – John Lennon« eine Werbung für den freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr zeigte, mache ich mir keine Sorgen, dass intelligente Maschinen bald schon die Macht übernehmen. Außer das war bereits ein Anzeichen für Humor.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
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Das schreiben die anderen

  • 05.09.:

    TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen spricht bei 1LIVE Stories vom WDR über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" und liest daraus vor (auch bei Spotify und sonstigen Podcast-Plattformen).

  • 02.09.:

    Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet über das aktuelle Editorial der neuen TITANIC-Intendantin Patricia Schlesinger.

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    DLF Kultur spricht mit Bernd Eilert über sein Buch »Meine Île de Ré«

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

Titanic unterwegs
01.10.2022 Kirchlengern, Forum Ella Carina Werner
03.10.2022 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule«
03.10.2022 Dreieich, Dreieich-Museum »Unkraut vergeht nicht«
05.10.2022 Leipzig, Kupfersaal Max Goldt