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Dax Werners Debattenrückspiegel KW22

Liebe Leser:innen,  

"Ich lade alle ein, das mit einem Lächeln zu machen, Freude daran zu empfinden." Ein paar Tage rätselte ich, worüber Volker Wissing in diesem Zitat aus dieser Woche eigentlich sprach: Den Tankrabatt? Bei REWE klauen? Oder vielleicht sogar das versaute Wort mit den 3 Buchstaben? Nein, Zoo machte keinen Sinn, Sex auch nicht. Zug? Ja, es geht um Zugfahren! Die andächtige, fast protestantische Energie, mit der Wissing das Neun-Euro-Ticket dieser Tage bewarb, steckt einfach an. Doch einige können sich mal wieder nicht beherrschen und überspannen den Bogen. Ein Einwurf.  

Wenn ich eines über das Leben gelernt habe, dann das: Wünscht man sich eine Sache wirklich aus tiefstem Herzen, dann muss man einfach nur nichts tun und abwarten, bis es von alleine kommt. Jetzt ist es da, das Neun-Euro-Ticket. Meine Jungfernfahrt damit habe ich schon hinter mir und ich empfand tiefe Dankbarkeit, nicht mehr jedes Mal 3 Euro zahlen zu müssen, wenn ich vom Kölner Hbf zwei Stationen bis zum Heumarkt fahre.   

Für mich ist das Neun Euro Ticket eben nicht nur ein Mobilitäts-Schub, sondern auch Stärkung der Schiene, Verkehrszeitenwende, Demokratisierungsrakete und Teilhabe-Enabler in einem. Für andere wiederum ist das alles nichts weiter als ein großer Spaß. Der Spiegel etwa schickt am Freitag sechs Journalist:innen auf Reportage und zimmert mithilfe des Digital-Dienstleisters Tickaroo einen Liveticker zum "Neun-Euro-Experiment in vollen Zügen" zusammen. Einen Feldenkirchen sucht man unter den Ticker:innen natürlich vergebens, die meisten der sechs haben auf Twitter drei bis niedrige vierstellige Followerzahlen und gehen ziemlich aufgeladen ins Experiment. "Das muss jetzt einfach klappen", scheinen sich einige am Morgen im Share Now BMW noch beim Red Bull Zero gedacht zu haben und spammen den Liveticker so ironisch zu, als wäre es 1997 und Guildo Horn wäre gerade beim Eurovision Song Contest 7. geworden.   

Muss nicht sein imho. Was mir auch aufstößt: Viele sogenannte "Bahnfans" machen sich an diesem Wochenende auf nach Sylt, als sei es 1995 und das Schönes-Wochenende-Ticket (SWT) gerade erfunden worden. Die Insel soll verwüstet werden, den reichen Schnöseln auf ihrer Protz-Insel wird es jetzt mal so richtig gezeigt. Antiquiertes Freund-Feind-Denken wie auf den ersten Platten der Toten Hosen, mit echter Bahnliebe hat das alles schon lange nichts mehr zu tun. Count me out!  Was ich mir für die kommenden drei Monate wünsche? Etwas wenig Brechhammer-Ironie wie vor 25 Jahren, dafür mehr Dankbarkeit, Achtsamkeit und Entspannung auf all euren Bahnwegen. Oder wie Volker Wissing eben sagen würde: "Ich lade alle ein, das mit einem Lächeln zu machen." 

Fährt heute ausnahmsweise auf Gleis 2 direkt gegenüber ein: 

Euer Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW 21

Liebe Leser:innen,  

es war der erste heiße Tag in diesem Jahr, ich spazierte gut gelaunt durch den Kölner Grüngürtel als ich eine Gruppe junger Studierender entdeckte, die "es" spielten: Spikeball. Ich hatte zwar schon davon gehört, live miterleben durfte ich es jedoch noch nicht. Und just in diesem Augenblick kam mir die Idee für die heutige Kolumne: Ein Listicle, in der wir gemeinsam die derzeit gängigen Freizeitsportarten bewerten. Was ist cool und angesagt, was darf in die Tonne? Lasst es uns herausfinden!  

Bouldern: 
Ein inzwischen absolut etablierter Freizeitspaß mit gut ausgebauter Infrastruktur in ganz Deutschland. Zieht seinen Reiz vermutlich daraus, dass man kurz abtauchen kann und sich für ein, zwei Stunden wie Reinhold Messner 1970 auf dem Nanga Parbat fühlen darf. Für mich das Go-Kart-Fahren des Bergsteigens, was mich jedoch daran nervt ist, dass am Ende niemand verliert. 6/10  

Flunkyball:
Das Wort "Bouldern" versprüht durch die weichen Konsonanten und die wohlklingende ou-Kombination eine extrem anziehende Aura – "Flunkyball" markiert das exakte Gegenteil davon und macht genauso viel Spaß, wie es klingt. Eine obszönes Trinkspiel mit dem simpelsten Regelwerk, das mir je untergekommen ist. Beliebt bei Studierenden der Geisteswissenschaften von der Erstiwoche bis zum Master sowie die vielleicht schlimmste Festival-Angewohnheit. Wirkt dabei so cool wie eine Oktoberfest-Eröffnung in der Käfer-Wiesn-Schenke zwischen Philipp Lahm und Jens Jeremies. Für mich der kleine JGA in der Düsseldorfer Altstadt. 1/10  

Wikingerschach: 
Für uns lässigen Millennials, deren Synapsen durch StudiVZ, Instagram und Mastodon inzwischen komplett zerfräst sind, eine niedrigschwellige Alternative zum Spiel der Könige, für das wir weder über die notwendige Konzentrationsfähigkeit noch die intellektuelle Kapazität verfügen. Eben ein Spiel für Menschen, die wissen, wo ihr Platz im Leben ist. Denn hier geht es einzig und allein darum, Holzblöcke mithilfe anderer Holzblöcke umzuwerfen. Entspannend, gesellig und trotzdem eine Sache, bei der ich völlig übertriebenen Ehrgeiz entwickeln kann – so geht Outdoorspiel! Ich empfehle Wikingerschach trotzdem nur in abgelegen Parks oder Gärten mit Sichtschutz. 7/10  

Scootern: 
Auch bekannt als Limen. Hat eine Weile gebraucht, bis Scootern es in die Mitte der Gesellschaft geschafft hat, inzwischen kann ich mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Wann immer es geht, buche ich ein Gefährt und erkunde damit die Stadt: Weltgewandt, nachhaltig und mit gut und gerne 20 Stundenkilometern unter den Schuhen. 10/10  

Frisbee: 
Der Klassiker, der zwar ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt, jedoch auch signalisiert, dass man auf aktuelle Trends herzlich wenig gibt, und Traditionen zu schätzen weiß. Ich kann mir zum Beispiel Joe Laschet gut beim Frisbee vorstellen. 3/10  

Hacky Sack: 
Sorry, das muss nun wirklich nicht sein. 0/10  

Spikeball: 
Mal wieder einer dieser Fälle, in denen ich ein Outdoor-Spiel zunächst mit jeder Faser meines Seins verachte, bis ich es dann selbst ausprobieren darf. Letzten Sonntag war es soweit und was soll ich sagen: Ich habe mich verliebt – und spiele inzwischen mit einem selbst gegründeten Team in der Wilden Liga Köln Süd. Achtung: Trotzdem ein Spiel mit bedenklich hohem Single-Männer-Anteil. Daher: 9/10  

Alles Gute und einen schönen Sonntag: Euer Dax Werner  

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW20

Liebe Leser:innen,   

der Aufhänger für die heutige Kolumne erreichte mich über WhatsApp. In unserer "Quasselgruppe Wuppertal" bin ich mit einigen Freund:innen aus dem Bergischen Land verbunden, um gemeinsam die Lokalpolitik zu diskutieren. Am Donnerstag jedoch machte darin plötzlich eine Meldung ganz anderer Art die Runde: Haustaube Tröti aus Elberfeld wird vermisst! Sie trägt einen roten und neongelben Ring, hört auf ihren Namen und setzt sich auf die Schulter von Menschen, wenn sie gerufen wird. Ich begann mich für den Fall zu interessieren, der jedoch noch einige überraschende Wendungen nehmen würde.

Zunächst hielt ich Augen und Ohren offen, studierte die auf Facebook kursierenden Sichtungsberichte ("Getroffen haben wir uns am Karlsplatz und sind dann Richtung Nordstadt gegangen. Wir haben auch seinen Namen gerufen in der Hoffnung das er vllt angeflogen kommt aber leider haben wir nichts erreicht.....Geteilt in Wuppertal 42119") und postete den Beitrag von Radio Wuppertal pflichtschuldig auf meiner Instagram-Seite, nicht ohne eigene Einordnung: "Wer hat am 8. Mai in Elberfeld etwas Ungewöhnliches im Zusammenhang mit einer Taube bemerkt? Wer kann sachdienliche Hinweise zum Verbleib von Tröti machen? Jede Kleinigkeit zählt."

Es dauerte nicht lang, bis mich der erste Hinweis eines befreundeten Ermittlers, der hier anonym bleiben soll, erreichte: "Weiß’ nicht, wie es dir geht, Dax, aber mich erinnert das alles verflucht an Red Dragon 222." Verflucht, er hatte Recht. Dass ich da nicht von selbst drauf gekommen war! Das neueste TKKG-Hörspiel "Roter Drache 222", erst vor kurzem erschienen, handelte auch von einer verschwundenen Taube. Zufall oder Chiffre? Für eine Antwort war es noch zu früh. Nur eines war klar: Ich musste mit meinen Ermittlungen noch einmal von ganz vorn anfangen.

Und hörte mir zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Folge TKKG an. Vieles wirkte gleich wieder vertraut, beispielsweise die unfassbar unsympathische Schlaumeierei von Anführer Tim, die leicht rassistischen Untertöne ("Chinesen stehen auf überteuerte Statussymbole, obwohl sie so beherrscht sind") und der kaum versteckte Hass auf alles, was zu extravagant oder sich sonstwie abseits der Norm bewegt. Zu den kaum gewürdigten Leistungen der TKKG-Hörspielserie zählt es, dass sie seit nunmehr 40 Jahren ein Wertegerüst stabilisiert, innerhalb dessen sich im Prinzip nichts anderes zurückgewünscht wird als die westdeutschen 1980er Jahre unter Helmut Kohl. Andererseits wäre es auch kaum zu verkraften, wenn Willi "Klößchen" Sauerlich plötzlich auf der Conference Stage der "Online Marketing Rockstars" über nachhaltige Kakaoplantagen im Speziellen und "purpose für Unternehmen" im Allgemeinen referieren würde.

Tatsächlich, eine seltene Brieftaube wurde in dieser Folge gestohlen, da war die Parallele zu Tröti, und fast fühlte sich alles wie ein TKKG-Fall an, der auch 1994 hätte erscheinen können, doch etwas war anders. War das nur meine Wahrnehmung oder wirkten die Figuren hier und da ein wenig "off", betonten einzelne Worte ihres Skripts merkwürdig, jawohl: Schienen sich ihrer eigenen Künstlichkeit während des Sprechens halb bewusst zu werden? Wann immer sie über ihr Zuhause, die "Millionenstadt" sprachen, nahm ich ihnen das nicht mehr ganz ab, es erinnerte mich ein wenig an die erste Staffel der Serie "Westworld", in der sich die Avatare eines Wild-West-Freizeitparks langsam bewusst werden, gar keine Cowboys zu sein, sondern in einer Illusion zu leben. Von wem zu welchem Zweck erschaffen? Keine Ahnung.

Ich bekam es mit der Angst zu tun, beendete die Folge schnell.

Was das nun alles zu bedeuten hat? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Die letzte Tröti-Sichtung wurde vor dem Wochenende aus Solingen berichtet.

Haltet die Augen und Ohren offen.

Euer: Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW19

Liebe Leser_innen,   

die Mega-Debatte zur Causa Kliemann bewegt sich langsam aber sicher in die Fadeout-Phase: Die ersten Meinungsmacher_innen verlieren sich in Meta-Spielereien, newstechnisch grenzwertigen Paywall-Artikeln und unvermittelten Angriffen auf diejenigen, die bislang eigentlich nur Nebenrollen besetzten. Alle Welt versucht, noch den letzten Tropfen Reichweite aus dem Masken-Shitstorm zu pressen; so auch ich. Wie der Maskenschlingel "es" auch in seinem letzten Instagram-Post nicht sein lassen konnte: Eine gemütliche Sonntags-Analyse mit mir, Dax Werner. 

Leider finde ich das Original-Zitat nicht mehr aber der shitstormerprobte Schmetterlingsforscher Vladimir Nabokov fantasierte sich die Erfindung der Literatur mal so zurecht: Diese sei nicht dann erfunden worden, als der erste Mensch, panisch vor einem Wolf in Richtung Höhle flüchtend, "Ein Wolf! Ein Wolf!" brüllte, sondern, als dieser das erste Mal "Ein Wolf!" rief, ohne dass auch nur eine einzige pelzige Fellnase in Sichtweite gewesen wäre. Für mich spricht Nabokov in diesem von mir sehr frei erinnerten Zitat nicht über Literatur, sondern von der Erfindung von PR. 

Und wenn jemand in den letzten Jahren geile PR gemacht hat, dann Fynn Kliemann (im Folgenden abgekürzt als FK). Selbst sein letzter Instagram-Post, der - wenn ich richtig liege - insgesamt dritte Erklärungsversuch binnen weniger Tage, verrät den vielleicht etwas nachlässigen, doch immer noch auf seinem Zenit operierenden PR-Meister. Es ist ein kurzes Statement, schwarze schnörkellose Buchstaben auf iPhone-weiß, kein Schnickschnack, nur 363 Zeichen lang, 69 Wörter zählend, nur 5 mal davon "ich". 

Doch schon der erste, eigentlich schnöde wirkende Satz verrät dem genauen Beobachter (close reading) ein weiteres Juwel aus der Feder des Meisters: "Guten Tag, mein Name ist Fynn Kliemann und die meisten von euch mochten mich vor 4 Tagen mehr als heute." Es ist, wie so oft in der Welt von FK, nicht nur ein ehrliches Statement von ihm an seine inzwischen knapp unter 800 Tausend Instagram-Fans; es ist gleichzeitig ein Skript, der erste Satz in einem schwarzweiß gedrehten Kurzfilm mit neoklassischem Ludovico-Einaudi-Type-Beat auf der Tonspur. Ganz nahe Kamera, FK in einem kargen Backstage-Raum an die Wand gelehnt und in die Leere blickend, ein zerbrochener Spiegel, eine flackernde Glühbirne. Dann: Tunnel, FK auf dem Weg zur Bühne, aber die Bühne ist ein kleiner heruntergekommener Raum eines Gemeindezentrums, ein Stuhl ist frei, er setzt sich zögernd hin, er blickt in enttäuschte Gesichter, die Gesichter sind wir, seine Fans, einigen (mir) laufen in Slomo Tränen an der Wange herunter, dann wieder Schnitt auf FK, die Musik setzt plötzlich aus, dann kommt der Satz: "Guten Tag, mein Name ist Fynn Kliemann." 

Was uns Kliemann-Fans eigentlich weh tut ist vielleicht gar nicht so sehr die Tatsache, dass Fynni ein kleines bisschen den Überblick verloren hat - Schwamm drüber! Viel tiefer sitzt der Schmerz darüber, dass die Idee, dass sich durch Kaufen und Verkaufen von Anziehsachen wirklich irgendetwas für irgendwen verbessern könnte, vielleicht immer schon großer Käse war. 

Zaghafte, fast zerknirschte Grüße:

Euer Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW17

Liebe Leser_innen,    

seit gestern kursiert auf der Homepage des Magazins Emma ein offener Brief vieler Promis aus der deutsche Kulturszene, die Bundeskanzler Scholz eindringlich davor warnen, die Ukraine mit schweren Waffen zu unterstützen. Was bislang niemand wusste: Auch ich, der TITANIC-Kolumnist Dax Werner, war zum Treffen der Erstunterzeichner_innen eingeladen. Spannende Leaks aus den eigentlich vertraulichen Diskussionen und warum ich letztendlich doch nicht auf der Liste der Unterstützer_innen aufgetaucht bin erfahrt ihr: hier.    

Es war Dienstagabend, ich war schon zu Lanz im Zweiten weggedöst, als mich plötzlich eine Sprachi von Juli Zeh aufweckte: "Daxi, mein Bester, Juli hier. Wir planen da PR-mäßig was zur Ukraine, einen kleinen Appell an Olaf, Eidinger und Yogeshwar sind auch schon im Boot, ich kann doch auf dich zählen?" Na klar, dachte ich, PR - ob positiv oder negativ - kann ich immer gut gebrauchen. Und schon am nächsten Abend fand ich mich in einem lichtdurchfluteten Speisesaal auf einem Brandenburger Ökohof wieder, inmitten der Geistesgrößen dieser unserer Republik: Dieter Nuhr, Reinhard Mey, Alice Schwarzer, you name it. Martin Walser hatte leichtes Gebäck für alle mitgebracht (das sich allerdings beim Probieren als sehr trocken entpuppte, vielleicht noch von Weihnachten über?) und Lars Eidinger spielte über eine Bluetooth-Box Techno von seinem Telefon ab, "the sound of peace" wie er uns erklärte. Dann ging es schon los:

Juli Zeh: "Ich wäre glücklich, wenn wir uns der Ukraine-Herausforderung pragmatischer und sachlicher nähern könnten. Je sachlicher man denkt und handelt, desto besser wird die Entscheidung. Ich denke zum Beispiel, dass…"    

Dieter Nuhr: "Annalena Baerbock, oder Leute?"    

Großes Gelächter im Raum.    

Ranga Yogeshwar und Martin Walser aus einem Mund: "Das ist noch gepflegtes Kabarett! Bravo!"    

Alice Schwarzer: "Moment mal, mir wurde gesagt, dass es hier heute eigentlich gegen Transsexualität gehen soll?" 

So ging das eine ganze Weile. Wir diskutierten in der Sache hart, aber im Umgang immer fair. Einigkeit herrschte nur ein einziges Mal, als plötzlich Dietrich Brüggemann und Jan Josef Liefers auftauchen und mitmachen wollten. "Lasst die Spinner bloß nicht rein", brüllte Lars Eidinger ohne von seinem Telefon aufzuschauen. Man sieht es ihm nicht an, aber der Mann mit dem Instagram-Account hat ein feines Gespür dafür, wann es Zeit ist, sich von den politischen Extremen zu distanzieren.    

Je länger das Treffen lief, desto mulmiger wurde mir jedoch. Waren wir Intellektuellen wirklich in irgendeiner Weise in der Lage, in der komplexen Frage um Waffenlieferungen an die Ukraine ein Wörtchen mitzureden und dem Kanzler seinen Job zu erklären? Ich brachte meinen Missmut unmissverständlich zur Sprache:

Dax Werner: "Ich muss sagen, ich finde dieses Treffen und die Idee mit dem offenen Brief wirklich richtig, richtig genial. Danke für die tolle Organisation, Jule! Ich unterschreibe alles gern, aber ich würde ungern als Dax Werner direkt hinter Martin Walser auftauchen."    

Svenja Flaßpöhler: "Aber aus alphabetischen Erwägungen wäre das der einzig gangbare Weg!"    

Alexander Kluge: "Was soll überhaupt ein Dax Werner sein? Kann man das essen?"    

Dax Werner: "Ich hatte überlegt, ob wir vielleicht noch Lars Weisbrod fragen? Oder Marina Weisband? Dann käme ich in der Liste direkt hinter denen, das sieht irgendwie cooler aus."    

Ranga Yogeshwar: "Toller Impuls, dann könnte uns Twitter auch nichts, wenn die beiden erstunterzeichnen."    

Martin Walser: "Es sind noch Kekse da, die habe ich doch extra gestern noch gebacken. Oder war das letztes Jahr?"    

Antje Vollmer: "Wir fragen vielleicht einfach mal nicht Marina Weisband? Hast du dir den Brief überhaupt mal durchgelesen, du Vollidiot?"

Langsam neigte sich der Tag dem Ende. Hinter Walser wollte ich aber auf keinen Fall auftauchen, deswegen unterschrieb ich den Brief zwar zum Schein, entfernte jedoch im Hotelzimmer angekommen meinen Namen im schwachen Schein des Chromebooks wieder aus dem Google Doc.    

Es fiel niemandem auf.    

Hat mal wieder unverschämtes Glück gehabt: Euer Dax Werner  

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW16

Liebe Leser_innen,    

200 000 Kund_innen hat Netflix von Januar bis März verloren, das sind, auf Deutschland umgerechnet, fast 20 000 zahlende Accounts. Auch die Aktie brach um 25 Prozent ein. Was muss der Streaming-Riese jetzt tun, um sich vor dem freien Fall zu retten? Eine Unternehmensberatung von Dax Werner.

Wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender auf einem Sendeplatz 200 000 Zuschauer_innen verliert, ist eigentlich klar, was passieren muss: Man produziert kurzfristig 24 Ausgaben einer neuen Quizshow mit Kai Pflaume und lässt Bernhard Hoëcker in verschiedenen Rollen auftreten. Wieder ein halbes Jahr Ruhe. So easy ist es bei Netflix natürlich nicht.

Dabei ist die Lösung denkbar einfach. Denn wenn ich von mir als repräsentativen Netflix-Kunden ausgehe, der sich gut und gerne mal 45 Minuten lang Trailer ansieht, sich dann nicht entscheiden kann und schließlich entnervt in die Formel 1-Soap "Drive to survive" klickt, könnte das Unternehmen aus Kalifornien eine Menge Geld sparen, in dem es die beworbenen Filme und Serien nur in 10 Prozent aller Fälle auch wirklich produziert. Verirren sich dann doch mal Kund_innen in das Eckart von Hirschhausen-Special "Glück kommt selten allein" bleibt ja immer noch die charmante Fehlermeldung: "Hoppla, da ist etwas schiefgelaufen." Und zwar grundsätzlich.

Sparpotenzial gäbe es auch auf kleineren Posten: So hätte man die deutsche Synchronisierung der Science-Fiction-Mysteryserie "Dark" eigentlich komplett streichen können, denn hierzulande hat die geheimnisvolle Erzählung rund ums Thema Zeitreisen ohnehin niemand verstanden. Vielleicht hätte ich beim beiläufigen Weg-Bingen der drei (?) Staffeln "Dark" sogar mehr Freude gehabt, wenn Netflix statt des Originaltons einfach die Tonspur einer guten alten "Alarm für Cobra 11"-Folge eingefügt hätte? Copy and paste, moderne EDV macht’s möglich.

Dass man im Bereich Synchro bares Geld sparen kann, sobald sich getraut wird, outside the box zu denken, beweist der auch ansonsten verhaltensauffällige Salzburger TV-Sender "Servus TV". Der ließ erst neulich die japanische Fernsehserie "Hanbun, Aoi" von Gisela Schneeberger, Michael Ostrowski, Christian Tramitz und Gerhard Polt in verschiedenen Dialekten synchronisieren. Entsprechend wird die deutschsprachige Fassung jetzt unter dem Titel "Die Vroni aus Kawasaki" vermarktet. Ein starkes innovatives Beispiel für lineares TV und vielleicht auch best practice für Netflix? Mit entsprechend volksnaher Synchronisierung ließen sich Evergreens wie Breaking Bad noch einmal ganz neu verwerten ("Unser Lehrer Dr. White") oder mithilfe von CGI-Technik ganz neu und aufregend erzählen ("Tiger King" zum Beispiel als "Die Bert Wollersheim Story" oder "Squid Game" als "Schlag den Raab - Extrem!").

Eine Maßnahme hat der Streaming-Gigant nun schon angekündigt: Demnächst soll es bezahlbare Abo-Modelle mit Werbepausen geben. Meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung, was jetzt noch zum echten Privatsender fehlt wäre eine Wiederholungsstrecke "Big Bang Theory" von 9 bis 18 Uhr und eine fragwürdige Call-In-Sendung ab 1 Uhr nachts.

Frohes Streamen und bis bald: Euer Dax Werner

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Dax Werners Debattenrückspiegel KW14

Liebe Leser_innen,    

es war ein Schritt, der so und nicht anders zu erwarten war: Das Greifswalder Katapult-Magazin, der Go-to-Place in Sachen tagesaktueller Berichterstattung, ging die ersten 4 Tage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine auf die Matratzen, produzierte im Akkord Infografik um Infografik, darunter ein dezent in rot getauchtes Sharepic "Putin versetzt Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft". Anschließend wurde per Handzeichen über einen freiwilligen Gehaltsverzicht zum Aufbau einer ukrainischen Redaktion abgestimmt. Wie tickt die Photoshop-Redaktion in Greifswald, die dpa-Meldungen ganz neu denkt? Was können wir von ihr lernen? Ein Ortsbesuch.    

Es ist Mittwochmorgen, kurz nach 5 Uhr, als ich in Greifswald ankomme. Wer verstehen will, wie ein Sharepic entsteht, muss hier hinkommen: Katapult-Länd. Langsam rolle ich mit dem Share Now Mini über den Schotter, als mich der Chef persönlich an einem selbstgebauten Checkpoint ungefähr 500 Meter vor dem Redaktionsgebäude rauswinkt. Sein Atem verdampft und bleibt einen Moment lang in der Luft stehen: Es ist kalt. "Werner von der Titanic? Alles klar, einmal durch zum Haupteingang", ordnet er kurz an und schultert dann wieder sein Gewehr, das er, wie er mir später erklären wird, nur zum Teil aus Solidarität trägt: Vorgestern seien Leute vom DJV in der Gegend gesehen worden, Gewerkschafter könne er hier gerade überhaupt nicht brauchen.    

Dann führt mich Benjamin Fredrich in der Redaktion herum. Ich will es wissen: Wie arbeitet Deutschlands wichtigstes Medium, wenn es um tagesaktuelle Berichterstattung geht? Fredrich lächelt: "Im Grunde liegen die News auf der Straße. Die Deutsche Presseagentur schreibt jeden Tag hunderte Meldungen, aber keiner setzt sich hin und kopiert die Überschrift mal in Photoshop rein. Old-economy-mindset. Hier kommen wir ins Spiel." Ich nicke begeistert: Bin ich gerade dabei, wie die Zukunft des Journalismus in Greifswald gelebt wird? Vielleicht. Ich spreche ihn auf das Sharepic zur Atomwaffenbereitschaft vom 27. Februar an. Hätte das Magazin hier nicht noch weiter einordnen müssen, einige Leser_innen hätte die Meldung sicher in Panik versetzt? "Nein, wieder falsch gedacht. Als Magazin können wir nur Denkanstöße liefern. Zuviel Hintergrund kann eine Geschichte auch schnell kaputt machen. Die Story muss im Kopf des Lesers entstehen. Stichwort Fantasie." Fredrich formt einen Kreis mit seinen Händen und blickt mich lange an. Ich blicke lange in den Kreis und kurz befürchte ich, dass er nun doch eingeschlafen ist, doch dann ist er wieder da: "Komm, ich zeig dir was." 

Auf dem Weg in den Keller spreche ich ihn auf den Gehaltsverzicht an: "Habt ihr wirklich per Handzeichen darüber abgestimmt, wer auf sein Gehalt verzichten will? Ist das nicht irgendwie schwierig, also rechtlich?" Wer wirklich Journalismus betreiben will, für den sei es zweit- bis drittrangig, ob er dafür bezahlt werde, erklärt Fredrich. Das sei auch so ein Satz von ihm, über den er lange nachgedacht habe und der mit der Zeit immer besser werde. "Aber da endet es nicht. Matthias?" Ein schlaksiger Mittzwanziger mit Augenringen gesellt sich plötzlich zu uns, offenbar ist das Matthias und er führt stolz aus: "Ich habe gestern mein Abschlusszeugnis von der RTL-Journalistenschule verbrannt. Aus Solidarität! Die ZDF Drehscheibe kommt morgen Mittag vorbei, dann stellen wir das im Hof nochmal für die Kameras nach!”    

Als wir den Keller betreten, höre ich plötzlich nur noch wildes Wasserrauschen. Dies sei das Katapult Klima Lab, brüllt mir Fredrich ins Ohr. Hier werde abgebildet, wie Redaktionen in einigen Jahren in den Niederlanden und an der Ericusspitze arbeiten werden. Im Keller schwimmen einige Mitarbeiter_innen in Tauchanzügen, als sie Fredrich sehen, zeigen sie kurz einen Daumen nach oben.

Ein Leben am Limit im Dienste der Berichterstattung. Das geht irgendwann an die Substanz: "Gestern Nachmittag habe ich mich dabei erwischt, dass ich mal kurz eine Sekunde nicht an den Ukraine-Krieg gedacht habe. So geht's natürlich nicht. Ich hab mir jetzt freiwillig die andere Hälfte meines Gehalts gekürzt."

Als ich mit dem Mini vom Hof fahre, winkt mir Fredrich kurz hinterher. Dann geht es zurück an die Newsfront: das Geschäft mit den dpa-Meldungen kennt keinen Schlaf.    

Euer: Dax Werner            

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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Vonovia!

In einem Schreiben an Deine Mieter formulierst Du hilfsbereit: »Uns ist bewusst, dass die Mieterhöhung für einige Mieter finanziell sehr belastend sein kann. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, wenden Sie sich bitte an das Vonovia Mietenmanagement. Vielleicht können wir bei der Suche nach einer Lösung behilflich sein, zum Beispiel, indem wir Ihnen eine kostengünstigere Wohnung anbieten.«

Wie gutherzig, Vonovia! Du scheinst in Sorge zu sein, Du könntest zahlende Kundschaft, die sich Deine Miete nicht mehr leisten kann, endgültig verlieren. Aber kostengünstigere Wohnungen? Ernsthaft? Vermietest Du noch keine Parkbänke und Schlafplätze unter Brücken, die von ihres Wohnraums Beraubten bald aufgesucht werden müssen?

Tapeziert bereits die Hundehütte: Titanic

 Winfried Kretschmann!

Winfried Kretschmann!

Bei einer Debatte über Künstliche Intelligenz und Ethik beim Katholikentag in Stuttgart sagten Sie: »Ich schaue mir gern Opern auf Youtube an. Das Tolle ist und auch das Beängstigende: Diese Maschine kennt uns ja nach kurzer Zeit, sie weiß, wo mein Geschmack liegt.« Und über den Algorithmus befanden Sie: »Und dann ist er noch so raffiniert, weil er wahrscheinlich rausgefunden hat, dass ich ein Mann bin, denn ab und zu kommt ein Porno dazwischen. Und ich denke, was ist jetzt das?«

Bon, Kretschmann, aber verhält es sich nicht anders herum? Sie sind ein Mann und schauen gern Pornos auf Youporn an. Das Tolle ist und auch das Beängstigende: Diese Maschine kennt Sie ja nach kurzer Zeit und weiß, wo Ihr Geschmack liegt. Und dann ist sie noch so raffiniert und hat wahrscheinlich rausgefunden, dass Sie Opernfreund sind, denn ab und zu kommt »Tosca« oder »Fidelio« dazwischen. Und Sie denken, was ist jetzt das?

Da nicht für: Titanic

 Hotel Detva, Detva, Slowakei,

in Deiner Hausordnung schreibst Du: »Das Umssstellen der Mobel ist verboten. Bei Zuwiderhandlung Berechnen wir EUR 3,32.« Und, Hotel Detva, für EUR 6,64 darf man auch das Nachbarzimmer umräumen?

Frage für die Urlaubsplanung von Titanic

 Computercracks der ersten Stunde!

Als wir neulich die Oma ins Sanitätshaus begleiteten, vertrieben wir uns die Wartezeit mit dem Lesen der Namen von Rollatoren und staunten nicht schlecht: Es gab ein Modell »Pixel«, eins hieß »Server«, ein drittes war nach dem Prozessor »Athlon« benannt.

Da die Benennung von Gehhilfen vermutlich wie bei allen anderen Waren auch auf der Basis von Zielgruppenanalysen entsteht, fragen wir uns nun und hier auch Euch: Ist es schon so weit mit Euch? Gerade noch die Wochenenden im WDR Computerclub durchgemacht und anschließend gleich weiter zu den Kumpels, um bei den Summer Games den Joystick im Staffellauf zum Glühen zu bringen, und nun schiebt Ihr Euch nur mühsam vorwärts? Bei »Civilisation« einen Kontinent nach dem anderen erobert, jetzt inkontinent? Den ehemaligen Königen im Assembler-Programmieren musste ein Chirurg den gesplitterten Oberschenkelhals wieder zusammensetzen? Statt »Resident Evil« zocken in der Seniorenresidenz hocken?

Und kommt es Euch eigentlich auch so vor, als sei die Lebenszeituhr ziemlich übertaktet? Titanic

 Unangenehm, »Spiegel«!

In Deinem Porträt der Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker weißt Du uns das Folgende zu berichten: »Wenn man ein paar Stunden mit Decker verbringt, kann man sich gut vorstellen, warum sie viele Freunde hat. Man kann mit ihr aufs Klo gehen und neben ihr pinkeln, ohne dass es sich komisch anfühlt.«

Damit hast Du, Spiegel, einen neuen Lackmustest für Freundschaften etabliert. Nach vielen Litern Bier haben wir unsere Freund/innen antanzen lassen und müssen nun traurig zugeben, dass es sich jedes Mal komisch angefühlt hat, vor ihnen zu pinkeln.

Leergepisst und schrecklich einsam: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Der Fehler im Rogen

Ich kann mir nicht helfen: Jedes Mal, wenn ich Kaviar esse, habe ich ein Störgefühl.

Lukas Haberland

 Kein Mitgefühl

In Leute, die keine Empathie empfinden, kann ich mich einfach nicht hineinversetzen.

Laura Brinkmann

 Fragment

Kafka war schon deshalb ein größerer Autor als Proust, weil dieser zu Lebzeiten nur einen einzigen Meisterroman nicht vollenden konnte, Kafka hingegen gleich drei unabgeschlossen ließ? Äußerst reizvolle These! Aber irgendwie unfertig …

Andreas Maier

 Selbsterkenntnis

Dass ich dann doch ein ziemlich verwöhntes Arschloch bin, habe ich gemerkt, als ich neben einem schlafenden Obdachlosen eine geschenkte Tüte Nachos sah und ganz kurz dachte »Was soll er damit? Er hat doch gar keinen Dip.«

Karl Franz

 Frühwarnsystem

Aufgrund meines spärlichen Haupthaars merke ich stets als Erster, dass es zu regnen beginnt.

Fabio Kühnemuth

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

  • 23.07.:

    Tag24 berichtet, dass TITANIC den Tod Uwe Seelers für einen "fragwürdigen Witz missbraucht" hat.

  • 08.06.:

    Christian Y. Schmidt lehrt bei Arte Karambolage Wissenswertes über den Gießkannenhalter auf deutschen Friedhöfen.

  • 19.05.:

    Herausgeberchefin Ella Carina Werner verrät im Fragebogen vom Medium Magazin ihre Zukunftsideen für TITANIC.

Titanic unterwegs
16.08.2022 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
17.08.2022 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Buchpräsentation »Die große Marie Marcks«
19.08.2022 Zeven, Volksbank Gerhard Henschel
24.08.2022 Chemnitz, Villa Esche Tim Wolff