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Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Der Milchstein-Nachlaß (Urfassung)

1. Teil

Das Haus war nur eine Bleistiftskizze auf holzhaltigem Papier, dementsprechend günstig fiel die Wohnungsmiete aus. Zudem lockte ein Schild im Vorgarten mit dem Versprechen: „Geräumiger Wein mit Heimvorteil, wann immer Sie wollen.“
Ich konnte nicht widerstehen und klingelte bei der Vermieterin. „Gott sei Dank, Sie leben!“ rief sie aus, als sie die Tür öffnete. Sie freue sich immer darüber, wenn jemand lebe, erklärte die Frau, denn tote Menschen seien ihr weniger lieb. Wir einigten uns. Eine halbe Stunde später zog ich ein. Die weitläufige Wohnung bestand aus unterschiedlich großen Archivräumen. ‚Schade, daß ich meine frühen Sinfonien vernichtet habe’, dachte ich, ‚die Partituren könnte ich hier gut aufbewahren.’
Außer mir gab es noch einen zweiten Mieter der Wohnung, einen älteren Herrn, den ich nie zu Gesicht bekam. Die große Distanz zwischen unseren Wohnbereichen verhinderte auch, daß ich ihn je hörte. Genau genommen lag das nicht allein an der Entfernung, zusätzlich wirkten die zahllosen Schränke, Regale, Kommoden und Wandstücke, die ein labyrinthartiges Gefüge aus Zimmern und Gängen entstehen ließen, enorm schallabsorbierend. Eigentümlich war der Umstand, daß nicht die vorgenannten Aufbewahrungsmöbel an vorhandene Wände gestellt, sondern daß offensichtlich Wandabschnitte hinter die Möbel gemauert worden waren. Für mich sah es nicht so aus, als ob dabei ein Plan zugrundegelegen hätte, doch ich war nie ein guter Beobachter.

 


 

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Die Unhörbarkeit der Formalhantierung

Mein Leben lang hatte ich gedacht, ich sei taub, bis sich dann herausstellte, daß lediglich der rechte Lautsprecher meiner alten Stereoanlage defekt war.
Selbstverständlich war mein Leben danach völlig verändert. Nichts war mehr wie vorher. Zu jener Zeit betrachtete ich es als eine günstige Koinzidenz, daß ich ein Paar neuwertiger Lautsprecher erbte. Ich schloß sie an die alte Stereoanlage an, und nun konnte ich sogar Musik hören! Der erste musikalische Eindruck, den ich auf diese Weise empfing, war eine Rundfunkübertragung der Oper "Die Robbe des Winzers". Als ich später zu einem Freund davon sprach, erinnerte er sich: "Bei dieser Musik habe ich mir einmal unheimlich die Nase geputzt!"
Deshalb und weil "diese Musik" das erste war, das ich jemals hörte, möchte ich mir an dieser Stelle die Arbeit machen, ein paar Bemerkungen zur Oper "Die Robbe des Winzers" anzufügen. Zunächst: Von wem ist die Komposition? Wer schrieb das Libretto? Ich will nur so viel verraten, daß die Urheberschaft umstritten ist, zumindest spricht einiges dafür, daß ich mir das Ganze lediglich einbilde (kreislaufbedingte Einbildung). Die Handlung ist opernunspezifisch komplex und kreist im wesentlichen um die Themenfelder "Füllhahn" und "Formalhantierung der Braut" - das eine so heikel wie das andere. Allein der Umstand, daß sich ein Komponist an so einen dicken Brocken gewagt hat, ist schon sensationell. Um die aus diesem unerhörten Themenkomplex erwachsende Problematik wenigstens in ihren Grundzügen ermessen zu können, muß man wissen: Füllhahn und Braut gehören von vornherein nicht derselben Spezies an. Trotzdem war der unbekannte Komponist entschlossen gewesen, diese Oper zu komponieren. Durch den Gebrauch ungedeckter Akkorde und Neunernoten ließ er keinen Zweifel daran, wie die Formalhantierung bei der Braut klingen sollte, einer Inszenierung jedoch standen große Hindernisse im Weg. Während der ersten Stellprobe erwies sich der praktische Vollzug einer Hantierung der Braut (ob formal, passiv oder aktiv) wegen der Unverständlichkeit des Begriffs so lange als nicht darstellbar, bis geklärt war, ob nun am Füllhahn (durch die Braut) oder an der Braut (durch wen auch immer) eine Hantierung vorgenommen werden sollte. Es wurde auch überlegt, ob dann nicht schicklichkeitshalber der Vorhang geschlossen werden mußte. All das scheint heute für Außenstehende vielleicht schwer verständlich, war tatsächlich aber für die Betroffenen völlig unbegreiflich. Die Unbegreiflichkeit stellte für die Dramaturgen ein echtes Hindernis dar. Weil der Komponist nicht um Rat gebeten werden konnte, probierte man experimentelle Ansätze aus, etwa eine veränderte Formulierung wie "Der Formalhahn bei der Füllhantierung der Braut", doch führte dies ebenfalls zu keiner zufriedenstellenden Lösung. Zuletzt entschied die Regierung rechtskräftig, daß die Oper ausschließlich konzertant aufgeführt werden sollte. Damit war es vollkommen egal, wer wen hantierte.
Zuletzt vielleicht eine kurze Zusammenfassung der Handlung: Der Winzer macht die Robbe formal zur Schönheitskönigin, nach der Pause dann sogar zur Bezirksvertretungsgöttin des Weinbauern-Verbands.

 

 

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Bruder und Schwester

In einem anderen Leben war ich ein minderjähriges Geschwisterpaar, bestehend aus Bruder und jüngerer Schwester (Namen unbekannt). Es war auf Dauer sehr anstrengend für mich, zur selben Zeit zwei Personen sein müssen, deshalb konzentrierte ich mich, wie ich gestehen muß, mehr darauf, die Schwester zu sein. Sie war von grüblerischem Wesen und zog stets ein mürrisches, wo nicht grimmiges Gesicht. Die meiste Zeit verbrachte sie lesend, schreibend und dem Leben Vorwürfe machend. Zudem litt sie unter der Angst, ein riesiger, in einer Gartenhütte nur unzureichend verwahrter Jungvogel aus einem ihrer Träume könne sie jederzeit fressen. Von daher war sie mir, das heißt meinem Wesenskern, wesentlich verwandter als der so offenkundig an Welt und Technik interessierte Bruder. Der reiste schon in jungen Jahren zur Frankfurter Automobilmesse, oblag dem Modellbau und besaß eine elektrische Eisenbahn – alles nichts für mich. Am ähnlichsten waren sich mein Schwester- und mein Bruder-Ich, wenn sie lesend nebeneinander am Wohnzimmertisch saßen. Beide beugten wir dann unsere bebrillten Gesichter über die Blätter der Journale. Durch einen strohhalmdünnen Schlauch tranken wir die Weisheit der Schrift, die sich nicht allein über die Augen erschloß. Welche Informationsmengen meinem zentralen Bewußtsein dadurch zugeführt wurden, kann sich niemand vorstellen. Früher oder später mußte die völlige Überlastung eintreten.
Zu der Zeit, als die Schwester zur Tanzschule und der Bruder zum Militärdienst sollten, war es endgültig soweit. Unausweichlich kam der Tag, an dem das Faß überlief. Mein Schwester-Ich schwang sich, immer vierschrötiger werdend, vor der Wohnzimmer-Schrankwand zu einer klumpigen Ekstase auf, und mein Bruder-Ich sprang bellend an die Decke. Das hätte jemand photographieren müssen!
Unsere Mutter brachte uns zur Graafschen Heilanstalt. Diese Heilanstalt, die vielleicht gar keine war, sondern etwas Geheimes und Monströses, füllte die Etagen sämtlicher Häuser einer Straße in Bahnhofsnähe. Durch eine so einfache wie geniale Maßnahme, bei der eine kleine Gummipuppe zum Einsatz kam, konnten die Geschwister zum Abklingen gebracht werden. Was übrigblieb, war ein Strunk von einem Einzelbewußtsein, das sich gut zum Kuchenessen und Schlafen eignete.

 

 

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Dichterlesung (Fortsetzung vom 19.08.2017)

Etwas neben mir stieß mich an, und beim Hinsehen mußte ich feststellen, daß mein Sitznachbar ebensolche gotteslästerlichen Auswüchse kultivierte wie der Vortragende auf der Bühne. Die Person auf meiner anderen Seite hatte ich bisher nicht anzusehen gewagt, jetzt tat ich es und erschrak zutiefst. Was ich erblickte, war kein menschliches Wesen. Vielmehr räkelte sich auf der Sitzfläche eine formlose, unselig pulsierende Masse von beträchtlichem Volumen. Angewidert sprang ich auf und richtete hilfesuchend den Blick auf die Sitzreihen. Das sich mir Darbietende ließ mich aufschreien. Ich kann und will es an dieser Stelle nicht näher beschreiben, weil sonst die Seelenruhe der Leserschaft unweigerlich Schaden nähme. Mir war klar: Hier half nur eilige Flucht. Wie ich aber bekümmert zur Kenntnis nehmen mußte, war mir der Fluchtweg zur Tür verstellt. Unirdisch ekles Riesengewürm wälzte sich schlürfend heran und drohte, mich binnen Sekunden zu erreichen. In meiner äußersten Not gewahrte ich ein Stück Kanalisationsrohr am Boden, dessen Durchmesser ausreichte, um einen Erwachsenen aufzunehmen. Ohne nachzudenken, kroch ich hinein und entkam mit knapper Not. Am anderen Ende des Rohrs erreichte ich eine ganz andere Welt, in der ich mir später als Opfer von Realitätsstrahlen einen Namen machte.

 


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Malen ohne Lampe

 


 

 

 

Langeweile

Im Schlafanzug ging ich zur Wohnung nebenan und klingelte. Als die Nachbarin öffnete und mich erstaunt ansah, sagte ich: „Ich langweile mich.“
„Sie können mit mir fernsehen“, lautete der Vorschlag der Frau. Fernsehen! Was wurde da verhandelt! Man machte viel Aufhebens um die Quadergeburt von Waldbröl, dann war von einer Ratlosigkeitsschleife die Rede, in der der moderne Mensch gefangen sei, und irgendwann trat ein Mann namens Schmidt auf, der machte für sehr viel Geld Gesäßgrimassen. „Schalten Sie das bloß aus!“ verlangte ich, doch die Nachbarin antwortete mit einem schneidenden „Still!“
Ich, dessen Lebensmitteleinkäufe Legende sind, mußte mir weiterhin all diesen Unrat gefallen lassen. Ich wand mich vor Langeweile. Als nächstes kam ein Film mit ausgedachter Handlung. Auch wieder langweilig! Ich konnte nicht an mich halten und redete dazwischen: „Wenn ich einen Film drehen müßte, dann über Menschen, die unsichtbar werden, sobald sie einschlafen. Das wäre etwas ganz Seltenes. Ich überlege, ob diese Menschen nicht auch unsichtbar würden, wenn sie in Ohnmacht fielen. Was wäre bei Vollnarkose? Wie soll man Personen operieren, die unsichtbar sind? ‒ Das wäre ein interessantes Thema!“
Die Nachbarin schlug mit einem Stock nach mir. Als dann im Fernsehen gesungen wurde, versuchte ich verzweifelt, mir die Schallwellen vom Leibe zu halten. Ganz dumpf hörte ich noch, wie die Nachbarin mich geradezu feindselig anherrschte: „Mein Gott, wie kann ein Mensch nur versuchen, sich seinen Schlafanzug in die Ohren zu stopfen!“

(Manuskript bricht vor Langeweile ab.)

 

 


Malen mit Lampe

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Aus der Welt der Musik

 


 

Dialog
A: Wie geht es Ihrem Mann?
B: Er führt oberflächliche Gespräche mit der Wand.

 


 

Gedicht
Der Dachdecker stand
Am Straßenrand
Dachpfannen
Aufblasend.

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Wie gut, daß man sich nicht allnächtlich mit Nadel und Faden ins Bettzeug einnähen muß.

 


 

Eines Nachts träumte jemand, daß er aufwachte und ein Licht bemerkte, das unter seinem Bett hervorschien. ‘Licht unter meinem Bett?’ dachte er im Traum. ‘Das ist jetzt wohl das Allerneuste!’ Als er sich hinunterbeugte und nachsah, erwachte er wirklich und war enttäuscht, nur geträumt zu haben. Zum Schlafen hatte er nun keine Lust mehr und ging in den Keller.

 


Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Filzhut ab, Queen Elizabeth II.!

Filzhut ab, Queen Elizabeth II.!

Wie Sie all das wieder durchstehen: endlos öde Ordensverleihungen, den noch endloseren Brexit-Trubel und jetzt auch noch den Skandal um Ihren Spross und Obertrottel Prinz Andrew.

Jedoch, seit Lektüre des Buches »The Other Side of the Coin: The Queen, the Dresser and the Wardrobe«, verfasst von Ihrer Mitarbeiterin Angela Kelly, wissen wir endlich, woher Ihre Standfestigkeit kommt: Selbige Mitarbeiterin trägt alle Ihre Schuhe erst einmal gründlich ein, bevor Sie selbst hineinschlüpfen, egal ob Pumps, Wintertreter oder Hauspuschen! Schön eingelatscht und vorgewärmt, drückt natürlich kein Schuh mehr, Sie müssen sich in den sinnlosen Meetings mit B. Johnson nicht die Füße wund laufen. Und Ihren ausgelatschten Stiefel ziehen Sie die nächsten zehn, zwanzig Jahre einfach stoisch weiter durch!

Ihre Schuhauszieher von Titanic

 Jungwinzer Johannes Bauerle!

Nachdem wir erfahren hatten, dass Sie in und bei Stuttgart das »Weingut Johannes B.« betreiben, drängte es den Trollinger, den Lemberger und den Riesling bereits sehr vernehmlich zurück nach draußen. Aber als sich dann auch noch herausstellte, dass Sie unter anderem Kerner anbauen, konnten wir selbst den Cabernet Sauvignon und den Pinot noir nicht mehr im Magen halten!

Kehrt beschämt zurück zum Stöffsche: Titanic

 Respekt, RTL,

für die Ehrlichkeit und Selbsterkenntnis, mit denen Du letztens Deinen Spendenmarathon in einer Printanzeige beworben hast. Denn treffender als mit dem Slogan »Pssst… für Ihren sorglosen Schlaf geben wir alles« hätten wir Dein immer gleiches Schnarchprogramm aus Daily Soaps, Reality-Shows und Endlosserien auch nicht beschreiben können.

Schaut bei Einschlafproblemen wieder mal bei Dir rein: Titanic

 Schade, Scheuer-Andi!

Bei der Meldung »Spanischer Verein bietet Greta Thunberg Esel zur Weiterreise an« dachten wir logischerweise zuerst an Sie, erfuhren dann aber, dass es sich offenbar um einen echten Esel handelte. Nicht mal in diesem Fall konnten Sie sich also nützlich machen!

Wieviel Maut wird für so ein Grautier eigentlich veranschlagt?

I-ah: Titanic

 Glück auf, »Fußballarbeiter« Jürgen Klopp!

Als solcher wurden Sie zumindest von der »Zeit« bezeichnet: »Nun steht der Trainer mit dem FC Liverpool ganz oben – und definiert die Marke des Fußballarbeiters neu.«

Wie hat man sich das denn so vorzustellen als Fußballarbeiter? Wird man frühmorgens mit dem Werksbus in die Stadionkatakomben gebracht, wo dann noch so richtig malocht und das wertlose Rohmaterial, nämlich die Mannschaft, nutzbar gemacht wird? So wie der junge Matthäus einst in die Kamera brüllte: »Das ist Arbeit, wo man leistet am Samstagnachmittag!«

Nein, so ist es gar nicht? Na, dann haben Sie ja Glück gehabt.

Prost! Die Gag-Arbeiter von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 In Netzen hetzen

Auch ich nutze soziale Netzwerke dazu, all meinen Hass auf die Welt im Allgemeinen und die Menschen im Besonderen loszuwerden. Dafür sind sie wirklich praktisch. Sie haben nur einen kleinen Nachteil: Man kann auf der Timeline nicht mit Blut schreiben.

Katharina Greve

 Neugründung

Vor kurzem veranstaltete der Verein der Naturfreunde in meiner Nachbarschaft eine Feier, bei der sich die Naturfreundejugend der Natur mehr als nur freundschaftlich verbunden zeigte. Sie düngten den Rasen vor meinem Haus mit ihrem Erbrochenen, pinkelten an die Bäume und trieben es im Gebüsch, Müll und Verwüstung hinterlassend. Daher gebe ich nun die Gründung des Vereins der Naturfeinde bekannt, denn eine Natur, die dies mit sich machen lässt, ohne dass sich ein Abgrund auftut, die Vandalen zu verschlingen – eine so saudumme Natur verdient unsere Zuneigung nicht.

Tibor Rácskai

 Mikrovermutung

Wenn sich die kleinen Krankheitserreger partout in keiner Situation so verhalten, wie man das erwartet, handelt es sich vermutlich um multirenitente Keime.

Uwe Geishendorf

 Hits für nix

Bei all dem Streit und Hass denke ich oft: Das ist nicht die Welt, für die sich die ganzen Eurodance-Bands in den Neunzigern den Arsch aufgerissen haben.

Ringo Trutschke

 Die Unmöglichkeit von Kommunikation

»Ein Dialog braucht einen Konflikt!«

»Schwachsinn!«

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
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Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.01.:

    Für die Taz hat Fabian Lichter zusammen mit Christian Lindner die Tagebau-Arbeiter in der Lausitz besucht.

  • 13.01.:

    Die "Welt" wünscht sich Martin Sonneborn in den Bundestag.

  • 08.01.:

    Christian Y. Schmidt u.a. schauen auf culturmag.de auf ihre kulturellen Highlights des Jahres 2019 zurück.

  • 07.01.:

    Den fünften Jahrestag des Charlie-Hebdo-Anschlages beging Oliver Maria Schmitt unfeierlich im rbb kulturradio.

  • 07.01.:

    Deutschlandfunk Kultur spricht anlässlich des fünften Jahrestags des Anschlags auf "Charlie Hebdo" mit Tim Wolff.

Titanic unterwegs
23.01.2020 Berlin, Kookaburra Heiko Werning mit den Brauseboys
24.01.2020 Berlin, Kookaburra Heiko Werning mit den Brauseboys
25.01.2020 Berlin, Kookaburra Heiko Werning mit den Brauseboys
28.01.2020 Leipzig, Schaubühne Lindenfels Max Goldt