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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

 


Der Ich-Erzähler erinnert sich

Mein Vater empfing mich ungewohnt fröhlich mit den Worten: "Heute ist das Böse aus der Welt verschwunden. Großmutter hat dem Teufel ein Leids getan."  Müde, wie ich war, konnte ich nur antworten: "Oh, gut."


Einmal fand ich ein leeres Blatt. Ich dachte: 'Ein leeres Blatt! Wie schön! Man sollte es nicht beschmutzen.'


Ich wußte nicht mehr, wie lange ich schon unterwegs war. Irgendwann griffen mich Menschen auf, die in einem hier nicht näher zu beschreibenden offenen Fahrzeug einen Sonntagnachmittagsausflug machten. Wenn ich nicht irre, wurde ich liegend transportiert. Auf einmal hieß es, ein riesiger Braunbär laufe auf uns zu. Wir konnten ihn sogar schon von weitem sehen. Vorsorglich warnten wir alle Spaziergänger. Eine ältere Dame erschrak darüber dermaßen, daß sie vom Weg abkam und sich auf dem Feld mehrmals überschlug. Mit dem Fahrzeug vermochten wir uns geschwind aus der Gefahrenzone hinauszubewegen. Innerlich aufgewühlt hielten wir an einem einsamen Haus, um dort Hilfe zu holen, und augenblicklich befand ich mich wieder in einer ganz anderen Geschichte.

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Aus den Anfangstagen der Gesichtsfrüherkennung

 


 

Aus der Wissenschaft:

Der Kranzvorfall-Schadensplan
(Ein überaus vernünftiger Text)

Ich möchte jetzt über die Gretelmasse sprechen. Wenig ist über die Gretelmasse bekannt, gleichwohl ist sie unser Freund. Alles, was wir über sie wissen, geht auf eine mythologische Erzählung zurück, die ich einer älteren Ausgabe des Blockstellenwärter-Journals entnommen habe. Hier die betreffende Passage (wegen des besseren Verständnisses im krausen Originalzusammenhang):
Das Bremsmaterial des Zahnkranzes kehrte am Abend mit ein paar bescheidenen Walzen heim. Da kam der Kondensor und zog den Schraubring von der halben Ölbüchse ab. Alle, der Balgen, der Buchsenmund und der Erzbischof, bördelten am Boden an. Im Kontrollgerät blieb alles dunkel. Plötzlich scharfes Anhocken in der Luft!

Als nächstes fuhr die Gretelmasse auf. Sie hatte, wie sie glaubte, den Personalausweis vergessen, denselben dann aber doch am Kopf kleben. Nach diesem letzten Höhepunkt wurde das Heiligtum der Gretelmasse vernichtet. Die Vernichtung des Gretelmassen-Heiligtums wird, wie viele andere Schandtaten auch, Brahms zugeschrieben. Selbstverständlich, möchte man sagen. Brahms hatte zu der betreffenden Zeit schon seinen nach dem österreichischen Nationalgericht benannten Kranzvorfall-Schadensplan entwickelt (siehe Seite 4 dieser Ausgabe). Damals führten wir bei relativ rascher Generationenfolge ein erfülltes Leben. Infolge des Umstands, dass wir ausschließlich nachtaktiv waren, fiel uns bald auf, daß die Nacht vielfältige, von Brahms gut vorbereitete Gefahren bereithielt. Im Dunkeln lauerten u.a. rasende Randfiguren und klobige Komsomolzen mit Tabulaturen. Am schlimmsten waren die Kulanzmänner. Ihre Übergriffe begannen stets mit dem Aufzeigen der kritischen Stellen:
"Hier."
"Hier."
"Und hier."
Zudem machten auch sie, wie bereits verschiedentlich zu lesen war, viel Aufhebens um die Quadergeburt von Waldbröl. Ihr anhaltendes Brüllen aus religösen Gründen gefiel indessen nicht allen. Sie befürworteten einen Volksentscheid für mehr Mürbeteig, im Zusammenhang mit dem Kranzvorfall-Schadensplan spielen sie aber, wie man heute weiß, keine Rolle.

Fassen wir also zusammen: Daß Brahms den Einsatz von Nachtgefahren, Komsomolzen und Kulanzmännern finanzieren konnte, war kein Wunder, denn wir hatten jahrelang wie die Wahnsinnigen Geld auf sein Konto eingezahlt. In den Achtzigern war er so reich, daß er, wie er selbst sagte, "in die Toscana flog, nur um zu scheißen". Heute wird über Brahms nicht mehr gesprochen. Mit seinem völlig vergeigten Klavier ging er schon vor Jahren als Gebrauchsinkarnation in die dritte Sülvenz. Dadurch wurde das Universum etwas größer, weshalb wir einige neue Wörter lernen mussten (in der Mehrzahl einsilbige Interjektionen aus labio-dentalen Frikativen). Doch das macht nichts, denn inzwischen zeigt sich, daß der Kranzvorfall-Schadensplan unser Freund ist.

Über die Gretelmasse gibt es sonst weiter nichts mitzuteilen. Niemand kann von mir verlangen, dass ich mich auf meine alten Tage mit so etwas abgebe. Jetzt habe ich genug über die Gretelmasse gesprochen. 

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Ohne Bildunterschrift gültig


 

Mein Vater, von Beruf Friseur, riß sich die Pfeife aus dem Mund, sprang auf und sprach enthusiasmiert: "Meine Kollegin aus dem Damensalon und ich betrachteten heute schwer atmend unser Werk. Als Folge einer gemeinsam durchlebten Ekstase lagen zahlreiche Gummipuppenköpfe auf dem Fußboden. Da trat unser Lehrbub hinzu und sprach: 'Ich hätte zu Haus auch gern Gummipuppenköpfe auf dem Fußboden, aber meine Mutter räumt immer alles weg.'"

Nach diesen Worten schaute er eindringlich in die Runde, ob ihn Frau und Sohn auch richtig verstanden hatten, denn wir sahen ihn nur schweigend an. "Aber meine Mutter räumt immer alles weg", wiederholte mein Vater vorsichtshalber, wobei er den Stiel seiner Pfeife nacheinander auf uns richtete. Mit besorgter Miene fixierte ihn meine Mutter und sagte: "Du wirkst überdreht, hast dir ja schon wieder lauter Zahlen ins Gesicht geschrieben."

"Socken stopfen würde ihm jetzt sicher gut tun", schlug ich vor. Doch der Vater wies den Stapel löchriger Socken, den wir ihm gemeinsam entgegenstreckten, unwirsch zurück. Offensichtlich hatten wir nicht das Richtige getroffen. Wir mußten etwas anderes versuchen, ihm ein neues Angebot unterbreiten. Vielleicht wollte er ein wenig spielen? Ein Bällchen jagen? Nein, er wollte nicht. Mein Vater drehte sich wortlos um und ging zum Fenster. Eine Weile starrte er hinaus, dann öffnete er einen Flügel und streckte seinen erhitzten Kopf ins Freie. Es regnete, sein Mund wurde naß.

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Zu diesem Zeitpunkt war schon nichts mehr zu machen

 


 

Die Unterhaltung in Professor Blums Arbeitszimmer fand unter denkbar un­günstigen Umständen statt. Des Professors Sohn störte nach Kräften. Anfangs wiederholte er mit krähender Stimme alles, was die beiden zusehends enervierten, doch hilflosen Männer sprachen. Dann aber bemächtigte er sich vermöge schwarzkünstlerischer Kräfte der Unterhose seines Vaters. Blitzschnell stülpte er sie dem Oberförster über den Kopf, wobei er sie bis zu den Schultern des Mannes herunterzog. Der entledigte sich mit einem Aufschrei des verbrauchten Textils und schleuderte es angewidert zu Boden.

Bevor Professor Blum sich er­zieherisch betätigen konnte, hatte der Knabe die Unterhose aufgehoben und ihm unter meckerndem Gelächter auf die gleiche Weise appliziert wie vorhin dem Oberförster. Blum fuhr auf und brüllte Grobheiten. Der Sprössling lachte aber nur und wiederholte seine Übergriffe noch etliche Male. Als er nicht mehr weiterwusste, griff der Vater zu seinem einzigen wirksamen Disziplinierungsmittel. Er drohte, die Dematerialisierungs-Crème zur Anwendung zu bringen. Der ungeratene Sohn reagierte mit einer Mischung aus Kichern und Win­seln, und für ein Weilchen gab er Ruhe. Der Oberförster wollte schon aufatmen, da wurde ihm abermals die Unterhose über den Kopf gezogen.

"Jetzt reicht's", schnaubte Blum.
Er holte die Crème. Mit der aufgeschraubten Tube in der Hand machte er Jagd auf seinen unter schrillem Kreischen fliehenden Sohn. Nach langem Hin und Her bekam er ihn zu packen. Mit dem Knie hielt er den sowohl Heulenden als auch La­chenden am Boden und cremte ihn wie angedroht von oben bis unten ein. Danach wurde der Übeltäter laufengelassen. Er verschwand spuckend und jaulend im Bad, wo er versuchte, sich die Crème ab­zuwaschen. Wieder gab es etwas Ruhe.

"So, nun können wir uns endlich vernünftig unterhalten", sagte Blum. Doch in diesem Moment wurde er in sein Labor gerufen, jemand wollte sich ein Talent wegmachen lassen. Blum lud den Oberförster ein mitzukommen.
"Und Ihr Sohn?" fragte der Oberförster.
"Der hört auf zu existieren, sobald wir die Wohnung verlassen", antwortete der Professor. "Er wird von den Tapeten resorbiert."

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Große Überforderung (2. Teil)

Ich war damit so überfordert, daß ich, der ich stets ein Einzelkind gewesen war, eines Morgens eine Schwester hatte. Mir war sogleich klar: Es handelte sich um eine stressbedingte Verdopplung zweiten Grades. Der erste (oder der dritte?) Grad wäre ein identischer Doppelgänger gewesen. Die Schwester sah mir nicht übermäßig ähnlich, insgesamt schien sie etwas stämmiger geraten als ich. Laut Mendel-Detektor entsprachen ihre Eigenschaften mehr der mütterlichen Linie meiner Vorfahren. Es kann ein erwachsener Mensch nicht plötzlich Geschwister haben, ohne Aufsehen zuerregen. Die Behörden reagieren empfindlich auf so etwas, und als Betroffener ist man daher gut beraten, die Angelegenheit wenigstens unter Verschluß zu halten. Noch besser ist es, sie ungeschehen zu machen. Letzteres wollte ich versuchen und schickte mich an, Korrekturen an der sogenannten Realität vorzunehmen. Hierbei kam mir zugute, daß ich Berufserfahrung in der Realitätsumwidmung hatte. Wer über die nötigen Kenntnisse verfügt, kann nämlich schon mit relativ einfachen Mitteln gute Resultate erzielen. Mir standen Modelleisenbahn, Chemiekasten und Photoapparat zu Gebote. Wie bereits erwähnt, sah ich jünger aus als ich war, viel jünger sogar. Die meisten schätzten mich auf zwölf, manche auf elf Jahre. Auch die Modelleisenbahn, der Chemiekasten und der Photoapparat unterlagen diesem Irrtum. Indem sie mich für ein Kind hielten, ließen sie es an Vorsicht mangeln, und so konnte ich sie überlisten und für meine Zwecke umwidmen. Doch gelang es mir trotzgrößter Anstrengung nicht, die Schwester verschwinden zu lassen – nicht einmal, indem ich ihr das Nichtexistieren mit einem Lippenstift ins Gesicht zu schreiben versuchte. Zum Glück bezieht sie eine üppige Rente, von der wir beide gut leben können, nachdem mich der staatseigene Betrieb unehrenhaft entlassen hat.

(Hiermit endet diese schöne, lehrreiche Geschichte für Mädchen und Jungen gleichermaßen. An eine weitere Fortsetzung ist aus Gründen der Lebensführung nicht zu denken.)


 

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Gesellschaftstanz

 

 


 

Große Überforderung (1. Teil)

Den folgenden Fall habe ich bereits vor einigen Jahren zu referieren versucht, muss jedoch gestehen, dass es mir damals nicht gelungen ist, die Geschehnisse auch nur annähernd zutreffend und schon gar nicht vollständig zu schildern. Zwischenzeitlich dank höheren Alters zu vermehrter Geisteskraft gelangt, sehe ich mich heute imstande, einen Bericht abzugeben, der allen Erwartungen gerecht wird.

Mit Anfang Dreißig (ich sah aber jünger aus) arbeitete ich bei einem staatseigenen Betrieb, der für digitale Realitätsumwidmung zuständig war. Wie aus meiner früheren Studie hervorgeht, verlangte die Regierung eines Tages, dass landesweit an allen Fußgängerampeln in kindgerechter Bedienungshöhe elektronische Vorrichtungen installiert werden sollten, mit denen es möglich war, den Autoverkehr fernzusteuern und die Gedanken der Menschen aufzuzeichnen. Die Entwicklung dieser Vorrichtungen oblag der Abteilung, der ich angehörte. Niemand hatte eine Vorstellung, was nun zu tun sei. Meine Kolleginnen und Kollegen bemühten sich, die unmögliche Herausforderung auf mich abzuwälzen. "Das ist doch etwas für dich", meinten alle. Es muss hinter den Kulissen zur Zahlung von Bestechungsgeldern gekommen sein, denn die Abteilungsleiterin zitierte mich in ihr Büro und versuchte, mir einzureden, nur ich allein könne das von der Regierung Verlangte leisten. Meine Einwände wurden ignoriert. Bevor sie mich aus der Besprechung entließ, sagte die Abteilungsleiterin zu mir: "Betrachten Sie es als Chance für Ihr berufliches Vorankommen."

Als abhängig Beschäftigter hatte ich mich jedoch zu fügen. Man wies mir einen neuen Arbeitsplatz im abgelegensten Teil des Firmengebäudes zu und ließ mich mit meiner schier übermenschlichen Aufgabe allein. 

(Soll, wie man hört, fortgesetzt werden. )

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Himmelschreiend, Wallfahrtsort Medjugorje,

was man über Dich altes Katholiken-Disneyland lesen musste: »Im Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erhält eine jener Personen, die … regelmäßige Erscheinungen der Jungfrau Maria erhalten soll, diese nur noch jährlich statt monatlich. Mirjana Dragicevic-Soldo (55) erklärte laut dem Informationszentrum ›Mir‹ Medjugorje, die Jungfrau habe ihr am 18. März mitgeteilt, sie werde ihr fortan nicht mehr monatlich erscheinen und ihr keine Botschaft mehr geben.«

Unglaublich, dass sich anscheinend selbst die Jungfrau Maria an das Kontaktverbot hält, damit sich irdische Pandemien nicht auch noch auf das Himmelreich ausweiten. Wohlgetan!

Erscheint weiterhin monatlich: Titanic

 Hamburger Behörden!

Ihr wollt die Covid-19-Infektionszahlen in den einzelnen Hamburger Bezirken nicht bekannt geben und begründet das so: »Wir sind eine Stadt, das sind unsere Infektionsfälle, wir stehen zusammen.«

Aber kann es nicht sein, Hamburger Behörden, dass gerade dies das Problem ist? Lieber mit etwas Abstand an das Thema rangehen (aber bitte nicht zu nah), empfiehlt Deine stets distanzierte Titanic

 Guck-guck, Optiker-Kette Fielmann!

Angesichts Deiner coronabedingt rund 770 seit dem 20. März weitgehend geschlossenen Filialen im In- und Ausland hast Du vorausschauend bei der Universität Bonn ein Gutachten in Auftrag gegeben, wie künftig im Einzelhandel eine effektivere Vorbeugung gegen Infektionen zu sichern sei. Die Antwort dürfte Dich freuen, kann sie doch nur lauten: mit einem weitsichtigen Unternehmensmanagement.

Bis dahin Augen zu und durch! Titanic

 Sie, Gabriel Felbermayr,

Sie, Gabriel Felbermayr,

ordoliberaler Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, haben uns in den zwölf Monaten Ihrer Amtszeit reichlich Kopfzerbrechen bereitet. Öffentlich mit Zahlen jonglierend, setzten Sie sich für den Abschluss des klimafeindlichen Mercosur-Freihandelsabkommens mit Südamerika ein, erklärten den deutschen Ökos, dass deren Klimapolitik das genaue Gegenteil bewirke, sind sowieso für die sofortige Abschaffung des Solidaritätszuschlages und forderten von der Bundesregierung im Handelsstreit mit den USA, dass man den Amerikanern als Zeichen der »Kompromissbereitschaft und Ehrlichkeit« auch schon mal Kampfflugzeuge abkaufen könne.

Doch angesichts der Coronakrise scheinen Sie jetzt die Sprache der einfachen Bürgerinnen und Bürger sprechen zu wollen: »Eine Woche auf 50 Prozent Leistung runter reguliert kostet uns 35 Milliarden Euro. Nimmt man diese Zahl mal vier, ergibt sich eine Summe von 140 Milliarden Euro … Pro Woche, in der die deutsche Wirtschaft nur zu 50 Prozent läuft, würde 400 Euro pro Kopf weniger ausmachen. Dies wiederum auf einen Monat gesehen dann 1600 Euro pro Nase«, und: »Wenn die Wirtschaft für einen Monat um 50 Prozent runtergefahren wird, sind das rund vier Prozent Wirtschaftswachstum, aufs Jahr gerechnet«.

Wir sind deshalb trotz Krise zuversichtlich, dass ein Taschenrechner (zweizeiliges Display) Sie bald gänzlich überflüssig machen wird.

Eins im Sinn: Titanic

 »Bunte«!

Du hattest vor kurzem »3 Fragen an …«, nämlich an Schauspielerin Lisa Maria Potthoff: zunächst »Gibt es etwas, mit dem Sie jeden Tag zu kämpfen haben?«, sodann die Anschlussfrage »Und?« sowie »Und welchen Kampf führen Sie noch im Alltag?«. Eine einzige Frage als drei Fragen verkaufen: So geht Sparflammen-Journalismus!

Weißt Du übrigens, »Bunte«, welches Hochglanz-Promi-Schmierblatt wir am allerdööfsten finden? Wir sagen’s Dir: 1.) die »Bunte«, 2.) Dich, 3.) fällt uns gerade nicht ein; es war auf jeden Fall nicht Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ein Hoch auf die Menschheit

In nur 20 Jahren von »Schau mal im Netz, was du da für eine Beule am Bein hast« zu »Schau bloß nicht im Netz, was du da für eine Beule am Bein hast«.

Teja Fischer

 Gespräch im Aldi zwischen zwei Teenagern

»Wenn du geboren wirst, bist du automatisch in der AOK.«
»Echt? Ich bin aber bei der Barmer.«
»Dann ist da was schiefgelaufen. Vielleicht bist du unehelich geboren, und solche Leute kommen zu der Barmer.«
Achselzucken.

Robert Rescue

 Daheim

Das Anstrengendste am Homeschooling ist, das Email-Postfach ständig zu leeren, damit die Lehrer jederzeit weitere 35MB-Emails schicken können.

Felix Scharlau

 Stimmt nicht, aber wahr

Mein verquatschter Mitbewohner
Redet nur noch von Corona,
Ihm fällt gar nichts andres ein.
Ach, mein blöder Mitbewohner!
Ein Glück lebe ich allein.

Gunnar Homann

 Gratis ICE fahren in Uniform

Ich sehe zwar nicht mehr aus wie zwanzig, aber dass meine Tarnung als Bundeswehr-Archivarin so schnell auffliegen würde, hätte ich nicht gedacht.

Miriam Wurster

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
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Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

     

  • 18.05.:

    Das Neue Deutschland rezensiert Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod", ein Interview dazu gibt es auf Deutschlandfunk Kultur.

     

  • 14.05.:

    Marlen Hobrack bespricht im "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der Kleine Herr Tod".

  • 13.05.:

    RTL, die »Hessenschau« und die SZ berichten über die Aktion "Torona: TITANIC hilft der DFL".

  • 05.05.:

    Im Kaput Mag gratuliert Tim Wolff TITANIC-Legende Thomas Hintner zum 60.