Newsticker

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Platz 1 - Die Spitzenkolumne #6

Wie geht’s Ihnen? Mir spitzenmäßig, muss ja! In dieser Woche haben alle unsere Chartsstürmer das Potenzial, völlig durchgedreht in den sozialen Medien hoch und runter diskutiert zu werden.

Zum Beispiel Platz 1 der Kinocharts: “Chantal im Märchenwald” - ein Spin-Off von “Fack ju Göhte” rund um den Charakter Chantal, gespielt von der tollen Jella Haase. Da ging’s schon los im Internet. Sie sei zu alt, um eine Teenager- oder sonstwie junge Figur zu spielen. Haase ist 31 und dass Leute in diesem Alter Teenager spielen, hat uns bei Beverly Hills 90210, sämtlichen Netflixproduktionen der vergangenen Jahre und Kai Pflaume doch auch nicht gestört. Haase kennt wahrscheinlich einfach noch nicht die hilfreichen Rabattcodes von Mirna Funk.

“Diese Nationalitäten sind unter ausländischen Tatverdächtigen am häufigsten” - so versucht die dümmste aller Welten, “Die Welt”, uns auf ihre Webseite zu locken. Wie dumm wird der Artikel wohl die dumme Kriminalstatistik, deren Ergebnisse nur so ausfallen, weil die Bullen an Bahnhöfen und in Fußgängerzonen Leute wie mich, die die Taschen voll haben mit Diebesgut von Bijou Brigitte und Hugendubel und dabei laut rufen “ich verkaufe Drogen” - oder auch Vermieter, Chefs, Vorstände, Steuerhinterzieher und andere parfümierte Verbrecher -, vollkommen ignorieren und sich stattdessen den ärmsten, süchtigsten und dunkelhäutigsten Menschen auf der Straße widmen. Zum Glück verreckt der dumme Artikel hinter der Paywall. Sogar Leute, die wissen, über welche Seiten man Paywalls umgehen kann, weil sie KLAUEN, KLAUEN, KLAUEN, lassen das Ding lieber liegen.

Apropos Hugendubel. “Toni's Mealprep Küche” ist Platz 1 auf der Spiegel-Bestsellerliste in der Kategorie “Ratgeber: Essen & Trinken”. Das sei hier mal kommentiert von meinen neuen Kolumnen-Gast-Podcastern.

Mario Barth: Früher hieß dit einfach mal “Vorkochen”, Mädels!

Marc-Uwe Kling: Ja, und früher war Prepping mal was für Rechte, da sieht doch keiner mehr durch!

Sorry, schon vorbei. Tschüss!

Nur diese Kategorie anzeigen:Heftinhalte Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Tradwife, Tradlife

Immer mehr junge Frauen, aber zum Teil auch Endezwanzigjährige, wenden sich von der Karriereleiter ab und einem anderen Gegenstand aus Holz zu – dem Kochlöffel. Eine davon ist Lara (24). Sie liebt das Leben als traditionelle Hausfrau und Mutter. Das heißt: kochen, putzen, Kinder aufziehen, mit ihrem Rhönrad Akrobatik-Übungen machen und sich für ihren Ehemann aufopfern. Es gibt nur ein Problem: Sie hat noch keinen Ehemann. Doch das hält sie nicht davon ab, ihren Traum zu verfolgen. Ein Tag im Leben einer Tradwife.

Der ganze Artikel aus der aktuellen Aprilausgabe: hier!

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


Durch einen dummen Fehler, den 341,2 eines Nachts beim Träumen machte, geriet Professor Drusian in Schwierigkeiten. Er beschloß, eine Kur zu machen. Wie es der Dienstweg vorschrieb, beantragte er beim Präsidenten zwei Feriensemester. Seine Eingabe wurde jedoch ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Ihm blieb nichts übrig, als fristlos zu kündigen. Auf die Kur mochte er aber trotzdem nicht verzichten und meldete sich im Sanatorium des Dr. Hoffmann an. Seine Ersparnisse reichten gerade für einen einjährigen Aufenthalt, und weil er sich nach all dem Ärger endlich einmal etwas gönnen wollte, buchte er das Kafka-Zimmer. Im Anschluß an seine Abschiedsvorlesung schenkte er den Studentinnen und Studenten Geld, damit sie sich etwas kaufen konnten. Einige gaben jedoch viel zuviel aus, sodaß Professor Drusian fürchten mußte, sich das Kafka-Zimmer nicht mehr leisten zu können. Obendrein wurde er von der eifersüchtigen Tochter des Universitätspräsidenten umgebracht.Damit hatte 341,2 seine schöne Einkommensquelle verloren. Ersatzweise versuchte er zu träumen, er arbeite als Konstrukteur synthetischer Tiere bei einem riesigen Konzern und pflege ein Verhältnis mit der Sekretärin des Chefs. Selbstverständlich gelang ihm das nicht. Er fiel lediglich aus dem Bett. Für den Rest des Jahres träumte er mit geschwollener Unterlippe, eine ältere Dame stelle ihn als monströsen Leichnam unbekannter Herkunft auf Jahrmärkten aus. Von den Einnahmen gab sie ihm nichts ab.

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Müters Söhne #2

Zukunftspläne

„Von dem Geld kaufe ich uns eine Ferienwohnung in Dubai“

Henry ist 12 Jahre alt. Seine Mutter Viola Müter schreibt hier im wöchentlichen Wechsel über ihn und ihre anderen zwei Söhne im Alter von 5 und 16 Jahren. Die Mutter nennt sie liebevoll ihre „Mütersöhnchen“.

„Manchmal ist das Leben voller Überraschungen“, denke ich, als Henry mir eröffnet, dass er Krypto-Coach werden möchte. Er reicht mir seinen Business-Plan. 17 Seiten, Ringbuchbindung, grelle Farben auf dem Deckblatt. Einen Sinn für Ästhetik hatte er noch nie. Ich merke schon nach kurzer Lektüre, dass es sich um unseriöse Methoden handelt, mit denen er sich an seinen zukünftigen Kunden bereichern will. „Von dem Geld kaufe ich uns eine Ferienwohnung in Dubai.“

Dieser Satz ließ mich aufhorchen. Mich überraschte nicht, dass Henry sich für Dubai entschied. Die junge Generation interessiert sich für Dubai. Wahrscheinlich wegen des bösen Rappers, der jetzt in der Wüstenmetropole wohnt. Ich glaube, er heißt Smudo. Ich war schon einmal in Dubai. Es gefiel mir nicht. Der Beton und das mit den Menschenrechten. Homosexuelle haben dort nichts zu lachen.

Dass Henry Coach werden wollte, überraschte mich auch nicht. Erst kürzlich hatte er mich gebeten, ein Video von ihm aufzunehmen. Er erklärte mit festem Blick in die Kamera, dass man das richtige Mindset brauche, um bei Tipico erfolgreich zu sein.

Dass Henry sich für Kryptowährungen interessierte, entlockte mir höchstens ein Schulterzucken. Henry schreibt gerne Geschichten. In einer, die ich auf seinem Laptop gefunden habe, geht es darum, dass Andrew Tate sein Vater ist und sie zusammen Memecoins kaufen. In unserer Beziehung zählte bisher eine andere Währung. Aber ich bin nicht naiv. Ich weiß, dass er uns mit Liebe kein Haus in Dubai kaufen kann.

Mich überraschte etwas anderes. Dass Henry Krypto-Coach werden und uns von dem Geld ein Ferienhaus in Dubai kaufen wollte, zeigte mir, wie sehr er uns liebte. Ich habe einen Freund, der mit Krypto-Coaching Millionär geworden ist. Jedem seiner Kinder konnte er eine Eigentumswohnung ermöglichen. Täglich muss er mit dem moralischen Dilemma umgehen, sein Geld mit einem illegalen Schneeballsystem verdient zu haben.

Schneeballsystem – in dem Fall gibt es wohl kein größeres Wort für Liebe. Es rührte mich, wie viel Henry auf sich nehmen wollte, um uns als Familie einen gemeinsamen Ort zu schenken. Mittlerweile habe ich mich sogar mit Dubai abgefunden. Dabei hatte ich mir für einen Zweitwohnsitz im Warmen eher die Seychellen ausgemalt.

Die neue Kolumne von Viola Müter erscheint ab jetzt jeden Donnerstag - nur bei TITANIC.

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

"Frei von der Leber gesprochen"

Auf seiner China-Reise übte sich Olaf Scholz weithin in Zurückhaltung, Kritiker werfen ihm vor, wichtigen Fragen aus dem Weg gegangen zu sein, sich gar von der Xi-Regierung einwickeln zu lassen. Dabei zeigte der Kanzler durchaus Willen zur Konfrontation: Bei einem Treffen mit Studierenden der Shanghaier Tongji-Universität soll sich Scholz zahlreiche Anspielungen zum Thema Freiheit erlaubt haben. Verstanden worden sein dürften diese Spitzen kaum, denn er hielt seine betont lockere Rede auf deutsch. TITANIC liegt das ungekürzte Manuskript vor:

"Verehrte Anwesende, liebe Freundinnen und Freunde, ich bin mal so frei und spreche ohne Mikrofon. Die Rauschunterdrückung scheint nicht zu funktionieren. Dabei dachte ich, mit Unterdrückung kennt ihr euch aus. Also, frei von der Leber gesprochen: Ich bedanke mich bei all den jungen Leuten und ihren Geschwistern – kleiner Scherz! –, dass sie sich für dieses Event freigenommen haben. Mir ist bewusst, dass Studieren in China knüppelhart ist, besonders in Hongkong. Puh, ganz schön heiß hier, was? Da will man direkt ins Freibad fahren. Freilich, das dürfte mit dem Auto grad schwierig werden, bei dem Reformstau, aber Sie haben hier ja auch öffentliche Hinrichtungen, äh: Verkehrsmittel. Ich tibete, dass es noch freie Plätze gibt. Oder ich sehe mir ein Freilichtkonzert an! Habe gehört, die freischaffenden Künstler machen Bella Uigura. Kann ich mit Sozialkreditkarte zahlen? Vorher muss ich jedenfalls noch das Buffet annektieren, ich habe – puh! – Bärenhunger. Mmhhh, Freiwildgulasch, French Freis und Hegemohnkuchen, das sieht ja taiwahnsinnig gut aus. Und alkoholfreies Freibier! Eiweiwei, ich habe doch keinen Freibrief zum Schlemmen … Sonst werde ich noch ganz dick *hust* -tator! Außerdem soll ich auf meine freien Radikalen achten. Vielleicht trinke ich besser einen Tee aus Jasminrevolutionsblüten. Oh, fast schon wieder Freitag, ich muss los! Rufen Sie mich jederzeit an, mein Handy hat eine Freisprechanlage, eh-yooooo!"

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Werbeunterbrechung

"Schrei mich bitte nicht so an!" versammelt erstmals die besten Karikaturen und Cartoons der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin Miriam Wurster. Ein Buch, so lustig wie ein Besuch im Knallfroschmuseum, so politisch wie Karriere und Konfitüre, so heiter wie Banksy im Urlaub und so verkäuflich wie Eier, Öl und Erdnüsse.

Jetzt im TITANIC-Shop bestellen!

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Genau einen Tag, Husqvarna Group (Stockholm),

nachdem das ungarische Parlament dem Nato-Beitritt Schwedens zugestimmt hatte, mussten wir was auf heise.de lesen? Dass auf Deinen Rasenmähern der »Forest & Garden Division« nach einem Software-Update nun der alte Egoshooter »Doom« gespielt werden kann!

Anders gesagt: Deine Divisionen marodieren ab sofort nicht nur lautstark mit Rasenmähern, Traktoren, Motorsägen, Motorsensen, Trennschleifern, Rasentrimmern, Laubbläsern und Vertikutierern durch unsere Gärten, sondern zusätzlich mit Sturmgewehren, Raketenwerfern und Granaten.

Falls das eine Demonstration der Stärke des neuen Bündnispartners sein soll, na schön. Aber bitte liefere schnell ein weiteres Software-Update mit einer funktionierenden Freund-Feind-Erkennung nach!

Hisst die weiße Fahne: Titanic

 Persönlich, Ex-Bundespräsident Joachim Gauck,

nehmen Sie inzwischen offenbar alles. Über den russischen Präsidenten sagten Sie im Spiegel: »Putin war in den Achtzigerjahren die Stütze meiner Unterdrücker.« Meinen Sie, dass der Ex-KGBler Putin und die DDR es wirklich allein auf Sie abgesehen hatten, exklusiv? In dem Gespräch betonten Sie weiter, dass Sie »diesen Typus« Putin »lesen« könnten: »Ich kann deren Herrschaftstechnik nachts auswendig aufsagen«.

Allerdings hielten Sie sich bei dessen Antrittsbesuch im Schloss Bellevue dann »natürlich« doch an die »diplomatischen Gepflogenheiten«, hätten ihm aber »schon zu verstehen gegeben, was ich von ihm halte«. Das hat Putin wahrscheinlich sehr erschreckt. So richtig Wirkung entfaltet hat es aber nicht, wenn wir das richtig lesen können. Wie wär’s also, Gauck, wenn Sie es jetzt noch mal versuchen würden? Lassen Sie andere Rentner/innen mit dem Spiegel reden, schauen Sie persönlich in Moskau vorbei und quatschen Sie Putin total undiplomatisch unter seinen langen Tisch.

Würden als Dank auf die Gepflogenheit verzichten, Ihr Gerede zu kommentieren:

die Diplomat/innen von der Titanic

 Und übrigens, Weltgeist …

Adam Driver in der Rolle des Enzo Ferrari – das ist mal wieder großes Kino!

Grazie mille von Titanic

 Ziemlich beunruhigt, Benjamin Jendro,

lässt uns Ihr vielzitiertes Statement zur Verhaftung des ehemaligen RAF-Mitglieds Daniela Klette zurück. Zu dem beeindruckenden Ermittlungserfolg erklärten Sie als Sprecher der Gewerkschaft der Polizei: »Dass sich die Gesuchte in Kreuzberg aufhielt, ist ein weiterer Beleg dafür, dass Berlin nach wie vor eine Hochburg für eine gut vernetzte, bundesweit und global agierende linksextreme Szene ist.«

Auch wir, Jendro, erkennen die Zeichen der Zeit. Spätestens seit die linken Schreihälse zu Hunderttausenden auf die Straße gehen, ist klar: Die bolschewistische Weltrevolution steht im Grunde kurz bevor. Umso wichtiger also, dass Ihre Kolleg/innen dagegenhalten und sich ihrerseits fleißig in Chatgruppen mit Gleichgesinnten vernetzen.

Bei diesem Gedanken schon zuversichtlicher: Titanic

 Dear Weltgeist,

das hast Du hübsch und humorvoll eingerichtet, wie Du an der Uni Jena Deiner dortigen Erfindung gedenkst! Und auch des Verhältnisses von Herr und Knecht, über das Hegel ebenfalls ungefähr zur Zeit Deiner Entstehung sinnierte. Denn was machst Du um die 200 Jahre später, lieber Weltgeist? Richtest an Deiner Alma Mater ein Master-Service-Zentrum ein. Coole Socke!

Meisterhafte Grüße von Deiner Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Teigiger Selfcaretipp

Wenn du etwas wirklich liebst, lass es gehen. Zum Beispiel dich selbst.

Sebastian Maschuw

 Tiefenpsychologischer Trick

Wenn man bei einem psychologischen Test ein Bild voller Tintenkleckse gezeigt bekommt, und dann die Frage »Was sehen Sie hier?« gestellt wird und man antwortet »einen Rorschachtest«, dann, und nur dann darf man Psychoanalytiker werden.

Jürgen Miedl

 Kehrwoche kompakt

Beim Frühjahrsputz verfahre ich gemäß dem Motto »quick and dirty«.

Michael Höfler

 Neulich

erwartete ich in der Zeit unter dem Titel »Glückwunsch, Braunlage!« eigentlich eine Ode auf den beschaulichen Luftkurort im Oberharz. Die kam aber nicht. Kein Wunder, wenn die Überschrift des Artikels eigentlich »Glückwunsch, Braunalge!« lautet!

Axel Schwacke

 Überraschung

Avocados sind auch nur Ü-Eier für Erwachsene.

Loreen Bauer

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
24.04.2024 Trier, Tuchfabrik Max Goldt
25.04.2024 Köln, Comedia Max Goldt
27.04.2024 Schwerin, Zenit Martin Sonneborn mit Sibylle Berg
28.04.2024 Lübeck, Kolosseum Martin Sonneborn mit Sibylle Berg