Inhalt der Printausgabe

Januar 2005


Humorkritik
(Seite 5 von 5)

Dummbilanz 2004
Den Witz des Jahres als Dummbeutelei des Jahrhunderts fraglos bewerkstelligte die Schwedische NobelpreisMannFrauschaft mit der Erwählung der österreichischen Vollnullität Elfr. Jelinek, die auch prompt wünschenswert dämlich, nämlich "erfreut", aber vor allem "verzweifelt", nämlich "bedroht" eben darauf reagierte. Zu jeder Doofheit aber findet sich bekanntlich ein Nochdööferer, in dem Fall stellte sich Claus Peymann zur Verfügung: "Eine der besten Entscheidungen. Jelinek ist jene Kassandra, die das Schreckliche kommen sieht, das Unheil, den Tod, und niemand glaubt ihr" usw. - schon tragisch fast, daß hinsichtlich dieser "mutigen Entscheidung" (Drecksblatt Kronenzeitung) ausgerechnet zwei ihrerseits Unsägliche der Wahrheit näher kamen. Jörg Haiders freidemokratische Kultursprecherin H. Partik-Pablé erwitterte Schizophrenie bei jenen Landsleuten und Verantwortlichen, die jetzt jubeln, während sie vorher ebenso einhellig klagten, Jelinek ziehe als ihre einzige poetische Leistung mit "hochsubventionierten Österreich-Beschimpfungen" ihr Land "in den Dreck". Und: Es braucht heute schon den greisen Altseichtkopf Reich-Ranicki, damit wenigstens einer ausspricht, daß sich die Qualität dieses Werks "in Grenzen hält".
Reich-Ranicki seinerseits graste im 85. Lebensjahr als "europäische Persönlichkeit mit Vorbildfunktion" vorbildlich den "Europäischen Kulturpreis" ab und versöhnte sich dann aber leider doch noch mit den "Geschwistern Jens" (M. Walser); während Jelineks allzeit unzurechnungsfähiger Landsmann A. Hrdlicka mit jenem Graphikzyklus "Wie ein Totentanz" zu fesseln vermochte, der in Nürnberg im dortigen Dokumentationszentrum mustergültig "eine Auseinandersetzung mit Macht, Gewalt, Tätern und Opfern im Kontext des 20. Juli 1944 darstellt"; welches Datum auch sonst 2004 kraftvollst gefeiert wurde. Kollege J. Immendorff dagegen teilte bereits am 17.2. dem und im Fernseh mit: "Mit aller Energie, über die ich verfüge, möchte ich mich einbringen, und das ist, glaube ich, viel spannender" als sogar die uns noch gut erinnerliche kokaingewürzte Nutteneinbringung ein halbes Jahr vorher, für die der todkranke Kunstesel einerseits verurteilt und dann aber doch irgendwie freigesprochen worden war.
Schon auf Ende 2003 zurückgreift gleichfalls W. Jens' "absurde und läppische" (W. Jens) späte Enttarnung als alter Nazi - vielleicht ja auch deshalb wollte er sich dann mit R.-Ranicki sogar überpersonal wiederversöhnen, und die zwei angeschlossenen Frauen gleich mit dazu. Zumal Altschleimer Thierse gleichfalls seinen "Aufstand der Anständigen" von 2002 im Berichtsjahr runderneuerte, insofern er dem Hohen Haus in Berlin feierlich zusagte, seinen ewigen "Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung" von was auch immer als Rocker gegen rechts fortzuführen - belohnt für das nämliche und wiederholt laut geröhrte Anliegen wurde Jockel Fischer, indem er kurz nach Iris Berben den Leo Baeck-Preis der deutschen Juden einfuhr. Während Reemtsma den etwa gleichbedeutenden Heinz Galinski-Preis einstrich, sich dabei aber eventuell doch zu weit aus dem Fenster hängte, weil er sich vor den Ohren der Berliner Jüdischen Gemeinde beinahe zum geschaßten CDU-Hohmann schlug: "Die Begründung", so Reemtsma, für dessen allseits als "unerträglich" bekrähten Antisemitismus sei man "schuldig geblieben". Ähnlich äußerten sich mit Verspätung und aus der sicheren Deckung heraus auch andere wie Hans Olaf Henkel - das gab Jock. Fischer anscheinend Zeit und Muße, sich im Fernsehen für den neuen Roman von Carlos Ruiz Zafón zu verwenden: "Sie werden alles liegenlassen und die Nacht durchlesen." Statt weiter wachsam ein neues Auschwitz zu verhindern. Oder wenigstens Hohmann. Oder mindestens endlich mal ein bißchen Englisch zu lernen.
Es war ein kulturell rühriges Jahr. Aber während Altschmock Karasek sich damit beschied, als "Aggregat eines Schwabbelzustands" (novo) gänzlich "verrottet und unwürdig" (taz) uns auch noch und schon zum viertenmal mit seiner erregenden Biographie auf den Wecker zu gehen; derweil hat Christoph Hein im Verein mit seinem Suhrkamp-Verlag und dessen neuer "Unseldkultur" (Ulla Unseld-Berkéwicz, 2004) eine einigermaßen neoschmockische Gaunerei ausgebrütet: Er las nicht, er - ließ lesen, nämlich in Hamburg U. Wickert, in München Jutta Limbach, in Berlin R. v. Weizsäcker für ein hoffentlich sechsstelliges Honorar. Hein kreierte damit auch gleich einen neuen Beruf, den des "Vorstellers" - eskalieren konnte die literarische Ferkelei höchstens noch im Frühsommer der Ex-Mannesmann Klaus Esser, der, obwohl bereits absehbar freigesprochen, in seinem gerichtlichen Schlußwort stellvertretend für seine eigene tragische Lebenssituation den Freiherrn von Eichendorff rezitierte: "Was ich wollte, liegt zerschlagen, Herr, ich lasse ja das Klagen, und das Herz ist still."
Mit Grund, denn anders als Eichendorff kriegte der Ruchlose ja seine 32 Mio plus Nebenspesen. Also weniger ein Fall für die Dummheits-, sondern schon für die Obszönitäts-, ja Perversitätsbilanz 2004.
Versagt hinsichtlich der allzeit treulich "geldanschaulichen" (K. Kraus 876/84) Esser, Ackermann und Konsorten hat 2004 abermals der dazu eigentlich gegründete Deutsche Ethikrat, der aber nur wieder sinnlos in Genmanipulations- und Stammzellenproblembrühen herumpanschte - vielleicht deshalb noch mehr zusammengetan haben sich im Berichtszeitraum Habermas und Ratzinger. Möchte jener mit allerlei "herrschaftsfreier" Diskursethik den Glauben "säkularisieren", so dieser halt einfach einen irgendwo verlorenen Sohn irgendwie wiederhaben, vielleicht wollten auch beide gar nichts, sondern damit nur in die FAZ und später ins Fernseh - das damals, im Frühjahr, sonst besetzt war mit Gaunern und Untreuen und mächtigen Sonnenkönigen wie Florian Gerster von der Nürnberger Arbeitsmangelagentur mit ihren 80000 Angestellten; deren atemraubendes Treiben im Februar aber zuweilen sogar die Vodafone-Mannesmann-Heroen Neid lehren mochte.
"Das größte Ereignis seit 10000 Jahren!" versprach im Juni in machtvollen Anzeigen der etwas kleiner gedruckte Film "The Day After Tomorrow" und verschwieg damit nicht nur zu Jockels Schmerz Auschwitz, sondern auch den vor 7600 Jahren stattgehabten Gleitflug des Neandertalers Detlev, wie er auf der Riesenhummel Ruth II den Turm von Babel rammte. Aus dem engeren nationalen Filmbereich wurde gleichzeitig gemeldet, daß die Nachwuchsschauspielerin Felicitas Woll nach dem gleichfalls millenniumsmäßigen Erfolg der TV-Serie "Berlin, Berlin" sich vorsorglich "zurückgezogen hat", weil sie nämlich jetzt "durchstarten will". "Der Schauspielerberuf zerrüttet die Moral beim Weibe total" (Martin Mosebach, Regensburg, Karmeliterhof, 30.9., 7.45 Uhr). Beim Verstand dagegen hat er nichts mehr zu zerrütten.
Hinwiederum im namentlichen Frauenbereich kam es wenn schon zu keinem weiteren Paradox, so doch zu harter Rivalität zwischen der neu bekanntgewordenen "Burgel Biersack-Mattenklott" und der per Todesanzeige damit leider auch schon wieder verschwundenen "Tilde Forelle geb. Kalbfleisch", Kondolenzadresse: "Gesine Simpfendörfer-Dell". Im Ressort Bundespräsidentin blieb uns zwar gottseidank eine weitere und bereits extrem aufgezogen-durchstartwillige Gesine (Schwan) erspart; dafür brillierten weiterhin im politischen Bindestrich-Amt "Alexandra Dinges-Dierig" (parteilos) und, die Schraube eins weitergelockert, die hessische Abgeordnete "Veronika Kiekheben-Schmidt-Winterstein".
Bombig geradezu placierte kurz vor Jahresverhauchen die für dergleichen Spitzenjournalismus noch immer bolzengerade einstehende Frankfurter Rundschau mit der Aufmacher-Headline "Union bekommt Dresche" eine schon nicht mehr verhoffte Infantilinferiorität des Jahres - versüßt war der Saft durch die gepefferte Würze, daß der Schleim auch inhaltlich vollends haltlos war: Es ging bloß um irgendeinen vergessenswerten Dissens halt mit der SPD.
Diskursbegriffsinnovativ kam aus Amerika zur weiteren Zubetonierung des leicht stagnierenden Psychomarkts die "Quarterlife"-Crisis, die da irgendwie, so liest man, "die Sinnkrise der Mittzwanziger" im Auge behält. Im heimischen Wortdreckswesen dagegen hat sich 2004 die allseitige "Kompetenz" nach vorne gegaunert, vor allem in Gestalt sog. "Kompetenzzentren" (vorm.: Rathaus, Handelskammer usw.) - das deutsche Volk dagegen? Hat uns im Vorjahr enttäuscht. Es kürte tatsächlich, animiert vom Deutschen Sprachrat und vom Goetheinstitut, in einer Art Umfrage als das schönste deutsche Wort keineswegs wie Esser "Geld", auch nicht "Euro", nicht mal "Liebe", nicht mal Claudia und Nadja und Heidi hatten Chancen; sondern komplett konsternierend: "Habseligkeiten". Sollte tatsächlich, ein letztesmal, Geist, der Weltgeist, in die Masse, den Plebs, eben ins Volk eingefahren sein? Das hätte gerade noch gefehlt. Immerhin: Ein Plebiszit, dem man sich, anders als dem saudummen des ZDF über der Deutschen liebste Bücher, hier ohne Saumseligkeit (dafür hätte ich votiert) stramm anschließen kann.
Ohne zu säumen führt unsere Torheitsjahresbilanz wohl auch darum stracks nach Österreich zurück. Nicht allein hatte es dort erstmals, in Wien in der Vogelsanggasse 36, ein bis dahin "Kaffee-Erlebnismuseum" geheißenes neues "Kaffee-Kompetenzzentrum" mit der Aufgabe der weiteren Festigung der Wiener "Kaffeehauskultur". Nein, mit Marlene Streeruwitz holte sich erstmals auch ein Österreicher die Trophäe für den hirnrissigsten, weggetretensten, allerdämlichsten Satz des Jahres; selbstreferenziellerweise wieder ein weiblicher: "Ich habe mich des Begriffs Heimat entschlagen" (Fischer-TB "Heimat", 2004). Streeruwitz meint übrigens: Sie nimmt das Wort Heimat nicht mehr in den Mund; es sei denn gegen etwas Geld. Das gerade hätte sie nun allerdings nicht tun sollen. Denn zwar rundet das den Kreis inhaltlich und stilistisch geradewegs retour zu E. Jelinek (geb. Mürzzuschlag), dem vorerst unerreichten Leitbild. Allein, eben das schlagend, totschlagartig, ja schlagobersartig, fast schon mürzzuschlagartig Heimatliche des Österreichischen war es wohl gerade, was die Stockholmer Jury - - und mithin auch die nächste Nobelkandidatin - - - ja, doch, Marlene hätte das Zeug dazu.


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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 »Soester Anzeiger«!

Wenn es laut Ausgabe vom 3.7. in Deinem Wirtschafts-Ressort heißt: »Edeka schluckt Netto komplett«, hätte es dann nicht genügt, der Einfachheit halber zu titeln: »Edeka schluckt Brutto«?

Fragen die Betriebswirtschaftsgelehrten von Titanic

 Mary Trump!

Mary Trump!

Sie sind die Nichte des amtierenden US-Präsidenten und haben ein Enthüllungsbuch veröffentlicht, das wir aus Sorge um unser Seelenheil leider nicht lesen können. Trotzdem nett, von Ihrer Existenz erfahren zu haben. Und die nächsten beiden Bücher über Onkel Donald schreiben dann Ihre Schwestern Miry und Mury, ja?

Quak-quak! Titanic

 Susanne Viernickel!

Sie sind Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Universität Leipzig. Die jetzt durchgeführte OECD-Befragung von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung enthält zum ersten Mal internationale Vergleichsdaten zu deren Selbstverständnis und Arbeitsbedingungen.

Im Deutschlandfunk benannten Sie als ein wesentliches Ergebnis der Studie den Fachkräftemangel in Deutschland: »Personal, Personal, Personal.« Und: »Auch Leitungskräfte klagen, denn sie können nicht leiten.« Soweit klar; wenn niemand da ist, der sich führen lässt, können Führungskräfte nicht führen. Aber statt darüber zu klagen, könnten diese beispielsweise vorübergehend aufs Leiten und Führen verzichten und direkt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tätig werden. Die Kinder tät’s womöglich freuen.

Tipp von Ihrer Titanic

 Philipp Amthor!

Um weiter an Ihrem konservativen Profil zu feilen, machten Sie – wie einfallsreich! – einen Jagdschein und ließen es sich nicht nehmen, sich auf der Jagd vom »Spiegel« begleiten zu lassen: »Wenn Philipp Amthor über die Jagd redet, spricht er gern in Jägerdeutsch.« Was unter anderem so klingt: »Natürlich ist .300 Winchester Magnum jagdlich ein relativ großes Kaliber.« Oder: »Ein Maisfeld, sagt Amthor, sei für einen Jungjäger keine einfache jagdliche Situation.« Einmal klagen Sie über das Fehlen von »jagdbarem Wild« und bezeichnen irgendeinen Stephan als Ihren »jagdlichen Mentor«.

Täuscht das, oder besteht Ihr Jägerdeutsch vor allem im Voranstellen des Wortes »jagdlich«?

Und wie kann es sein, dass ein ach so gewiefter Jägerjunge einen solchen Bock schießt wie Sie mit Ihrer Affäre um Augustus Intelligence? Ach, das Wortspiel machten Sie im Interview selbst? Dann lassen wir Sie dieses Mal noch davonkommen!

Bleibt Ihnen satirlich auf den Hufen: Titanic

 Dass Sie, Frau Dr. med. Irene Jung,

als praktische Ärztin im altehrwürdigen Städtchen Detmold neben »Naturheilverfahren« und »ästhetischer Dermatologie« als »besonderen Schwerpunkt« Ihrer Tätigkeitspalette »Altersprävention« anbieten, ist naheliegend, können Sie doch ganz überzeugend mit sich selbst als Vorbild werben: Sie zumindest bleiben ja forever Jung.

Kalauert heute etwas altbacken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Beauty-Tipp

Jüngst wollte ich Wimperntusche im Schönheitssalon kaufen. Die Visagistin nahm sich viel Zeit, empfahl ein gutes Produkt, auch noch den passenden Lidschatten dazu und fragte dann: »Kennen Sie weißen Kajal? Nein? Probieren Sie den doch mal am unteren Lidrand.« Ich machte den Versuch, fand das Ergebnis aber irgendwie sonderbar: Der Blick wirkte starr, glubschig-wässrig, die Tränensäcke schwollen an, wurden durch breite Schattenringe untermalt, und als die Kosmetikerin erläuterte: »Horst Tappert, Sie wissen schon, der Derrick, der schwor auf weißen Kajal. Niemals stellte er sich ohne weißen Unterlidstrich vor die Kamera«, entschloss ich mich, fürs erste auf diesen Stift zu verzichten.

Miriam Wurster

 Fahrt in den Urlaub

Wer schon mal auf der Autoroute unterwegs war, dem ist es bestimmt aufgefallen: In Frankreich und nur in Frankreich überholt man alle paar Kilometer ein einsam auf der rechten Spur vor sich hin blinkendes Auto. Wo ist man mit seinen Gedanken, fragen wir Deutschen uns da entzückt, wenn man nach dem Spurwechsel nicht nur vergisst, den Blinker auszuschalten, sondern es sogar schafft, sein enervierendes Klacken dauerhaft aus der Wahrnehmung zu verdrängen? In jedem Fall nicht auf der Straße, das verdient schon mal Bewunderung. Vielleicht sogar überhaupt nicht unterwegs, sondern auf Seite 93 der buchstäblich fesselnden Ménage-à-trois, die zu Hause aufgeschlagen vor dem Kamin liegt und sich bereits darauf freut, am Abend wieder einen Tropfen Chardonnay abzubekommen? Oder bei den zwei kleinen Töchtern und ihrer bezaubernden Mutter, von der man in genau diesem Moment angerufen wird, aber nur, weil sie sich am Piano auf das Telefon gesetzt hat und einem jetzt unbemerkt ein Ständchen spielt? Es wird wohl immer ein süßes Geheimnis bleiben.

Teja Fischer

 Wo das wahre Outdoor beginnt

Dass du dich in einer echten Wildnis aufhältst, merkst du spätestens dann, wenn du im lichtlosen Gestrüpp stolperst und dir während des Fallens in Sekundenbruchteilen überlegst, ob es sicherer wäre, den Sturz aufzufangen oder die Hände in den Hosentaschen stecken zu lassen. Brennnesseln, Nacktschnecken, Jauchepfützen, das sind alles extrem schwer einzuschätzende Landezonen. Profis fallen übrigens erst gar nicht hin.

Theobald Fuchs

 Ethische Frage

Gesetzt den Fall, der Bandwurm wäre vom Aussterben bedroht –, sollte man ihn dann retten? Und wenn ja: Wer meldet sich freiwillig?

Katharina Greve

 Körpereigene Alarmanlage

Mittlerweile gibt es ja allerhand Smartwatches und Apps zur Überwachung und Optimierung des Schlafes auf dem Markt. Dass aber auch die natürliche Schlafregulation ganz gut funktioniert, merkt man, wenn man nach versehentlichem Wegdösen am Nachmittag vom eigenen Schnarchen prompt wieder geweckt wird.

Julia Mateus

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 10.08.:

    Martin Sonneborn gibt der "Berliner Zeitung" ein großes Sommerinterview.

     

Titanic unterwegs
14.08.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Christian Y. Schmidt
20.08.2020 Düsseldorf, Zakk Paula Irmschler
26.08.2020 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
26.08.2020 Hamburg, Kampnagel Paula Irmschler mit Linus Volkmann