Inhalt der Printausgabe

Gesellschaft

VERHÄRTUNG

»Die Kessler kann hier noch was lernen!«

Im vergangenen Sommer ging Kai Diekmann, Chef der »Bild«-Zeitung, nach Amerika. Bei kalifornischen Spezialisten sollte er lernen, wie er den Leser wieder da abholt, wo er steht – außerdem hatte ihn inzwischen selbst die Springer-Witwe satt. Nun kehrt Deutschlands potentester Journalist zurück. Eine Spurensuche

„Du mußt es dir selbst machen, bevor es die anderen tun.“

Praller Sonnenschein, 45 Grad. Hitze-Chaos pur. Vor der Villa im Verschwendete-JugendStil stapeln sich die Umzugskartons. Der Hausherr spaziert mit freiem Oberkörper durch die aufgereihten Massivholzregale, vorbei an der schon leicht angeschmolzenen Helmut-Kohl-Wachsfigur, vorbei an der in Plexiglas gegossenen Locke Karl-Theodor zu Guttenbergs. Souvenirs aus dem bewegten Leben des Kai Diekmann.

Seine Frau Katja Kessler, 44, älter aussehend, schleppt die letzten Koffer in die Garage, Diekmann hilft ihr mit guten Ratschlägen zur korrekten Gewichtsverteilung im VW-Bus: »Die großen Sachen hintenrein! Wie in der Liebe, Schätzchen.« Als seine Gattin unter der dritten Deluxe-Hollywoodschaukel zusammenbricht, wendet er sich enttäuscht ab: »Manche schaffen hier in Garagen den Durchbruch. Die Kessler schafft nur ’nen Leistenbruch.«

Sein feiner Humor täuscht nicht darüber hinweg, daß Diekmann professionell geworden ist. Die kalifornische Luft, gesättigt mit Feeds, Tweets und Tits, hat ihn verändert. Wer jeden Tag mit Top-Managern, mit Buffern und Fluffern zu tun hat, hat für so etwas Banales wie einen Bandscheibenprolaps wenig Verständnis. Seit acht Monaten lebt Kai Diekmann, 48, im San Fernando Valley, dem Eruptionszentrum der amerikanischen Pornoindustrie. Ein Sabbatical, das ihm sein Verlag verschrieben hat. Denn die Auflage der Bild-Zeitung sinkt, und Diekmann fand kein Mittel, etwas dagegen zu tun. Ursprünglich sollte er ins Silicon Valley, aber da gab es nichts, was Diekmann nicht schon kannte: »Plastiktitten habe ich schon zu Hause; sie haben die Kessler ja gesehen.«

Im Juni wird Diekmann zur Bild zurückkehren. Er wird dann ein anderer sein. Sein Bildungsurlaub hat ihn verändert, hat ihn härter gemacht, zumindest am Morgen. Auf den ersten Blick würde man ihn rein äußerlich gar nicht erkennen. Aus dem schmierigen, aalglatten Medienfuzzi mit feist glänzender Zuhältervisage ist ein typischer Bewohner von San Fernando geworden: kräftige, leuchtende Gesichtshaut, geöltes Haar, an jedem Finger ein Ehering. Statt Armani-Hemden trägt er jetzt T-Shirts von der Stanford School of Anal Bleaching, Hosen nur noch zu feierlichen Anlässen. Ausgedörrt sieht er aus, richtig leergepumpt. Aus Deutschlands spritzigstem Boulevardhengst ist ein Nerd mit Sehnenscheidenentzündung geworden.

»Sie müssen mir auf Twitter folgen«, verabschiedet sich Diekmann von seiner Frau und rast mit seinem gepimpten Hummer die Straße hoch. Über seinem Auto wölben sich die Studiodächer von San Fernando; leise Lustschreie wehen gelegentlich herein. Diekmann stellt das Radio leiser. Am Bordstein wackeln zwei Damen o-beinig Richtung Feierabend. »Hier im Valley gehen die Huren anders«, scherzt Diekmann galant und läßt die Damen einsteigen. »Das sind Jinx und Ashley, sie sind Expertinnen für digitales Videomarketing. Eventuell kriegen wir heute zusammen noch ein paar Clips hoch.«

Mit großen Gesten stellt er den entsetzt blickenden Frauen seine Ideen vor, als sich plötzlich was in seiner Hose tut: Sein I-Phone vibriert lustvoll. Der Patentanwalt ist dran. Diekmann wird bleich, legt nach dem Gespräch ohne Abschiedsworte auf. »Also manchmal möchte ich mich einfach nur erschießen.« Es sind diese Momente, in denen Diekmann seinen Lesern ganz nahe ist. Vor wenigen Wochen, erklärt er, habe er einen echten »Valley-Gedanken« gehabt. »Hier geht’s ja ganz oft darum, die Funktionen von verschiedenen Geräten miteinander zu verbinden. ›Connection‹ nennen wir das hier. Und dann hatte ich die Idee zur ›Diekomatic‹: die erste Nutte, die auch Kaffee kochen kann. Mit Timerfunktion! Damit die Schlampe korrekt abrechnet.«

Und jetzt? Jetzt ist das Gerücht aufgekommen, daß Apple genau so eine Nutte bereits im Trainingscamp ausbildet. Apple war schneller als Diekmann. »That’s valley-life. If it doesn’t fuck you, you fuck it. Fuck!«

Im Valley sollte Diekmann lernen, wie die Großen zu denken – für Diekmann (2cm, sog. Hypogenitalismus) eine Herausforderung. Zur Zeit denkt er eher an kleine Sachen. Vor allem an neue Apps. Man müßte eine App erfinden, mit der man Gesichter erkennen kann. »Man fotografiert eine Passantin, die einem gefällt, und die App ermittelt eine Pornodarstellerin, die ihr ähnlich sieht.« Oder eine App, die ausrechnet, bei welchem Autounfall in der Region gerade die meisten Kinder ums Leben gekommen sind. »Die App checkt dann automatisch die Facebook-Fotos der Kinder und legt sie mir in den Newsroom, für die Titelseite. Alles, was ich noch tun muß, ist abspritzen!«

Diekmann hält vor einem rotbeleuchteten Bungalow. Hier wohnt er unter der Woche: »Das dumme Geschnatter von der Kessler spare ich mir fürs Wochenende auf.« Das Haus teilt er sich mit seinem IT-Berater Martin Sinner und seinem Marketingchef Matthias Geyer (Spiegel ). Vormittags kommt ein Asiate und fischt die Nutten vom Vorabend aus dem Jacuzzi; nachmittags kommen nacheinander der Klempner, der Milchmann und der Postbote. Heute ist jedoch ausnahmsweise ein junger Mann mit roten Haaren zu Gast: Catelyn Votz, 17. Ein Deutscher, der in San Fernando ein revolutionäres neues Tag-System für Youporn entwickelte. Er ist der heimliche Chefberater Diekmanns hier im Valley, stellt dem Trio jede Woche einen frischen Medikamentencocktail zusammen.

»Zeitungen sind wie Bettlaken«, meint Votz, »muffig und total verwichst!« Votz stellte drei Tage lang den Top-Kommentar beim »Harlem Shake« auf Youtube und entwickelte ein revolutionäres Mousepad mit Lotuseffekt, das selbst hartnäckigen Verkrustungen vorbeugt. Votz ist ein ganz und gar papierloser Mensch. Deswegen kann ihm Diekmann auch mit der Einwanderungsbehörde drohen, falls der Cocktail mal wieder nur ein »Virgin« ist.

Diekmanns PR-Chef Geyer teilt die Sorgen des jungen Schlawiners. Auch öffentlich: »Die Leute geben einfach nicht mehr so viel Geld für Zeitungen aus wie früher«, weinte er im Spiegel der Bild hinterher. Diekmann sei ein »Papierkönig«, und »Papierkönige sind gefährdete Könige«. Was der servile Wirrkopf (Henri-Nannen-Preis 2008) damit sagen will: Wichsen ist digital geworden, Papier wird dafür nicht mehr gebraucht. Oder nur mehr hinterher.

Was wird Diekmann mitnehmen aus dem Valley? Außer Chlamydien und (bei guter Führung) seine Frau? Wie sieht die Bild-Zeitung der Zukunft aus, lieber Kai? »Vom Sommer an wird Bild.de Geld kosten. Man kann an Unfallopfer ranzoomen, sich die Zerstückelung von Metzgermeistern live erklären lassen. Und danach ein schöner Flirt auf unserem Dating-Portal. Franz Josef Wagner freut sich schon auf viele aussagekräftige Zuschriften!« Und das Papier? »Niemand kann das haptische Erlebnis einer Zeitung ersetzen. Deswegen ist die Print-Ausgabe künftig genoppt und schmeckt nach Erdbeere.«

Er selbst wird bald wieder in seinem Haus an der Glienicker Brücke in Berlin sitzen (viertes Haus links, bei der Kunstgalerie). Auf der Dachterrasse, nackt, umsorgt von den Koch- und Lippenkünsten der Kessler, entspannt mit Votz, Rotz und Geyer skypend. Und wie immer wird er sich ein bißchen wundern, warum keiner vorbeikommt und ihn einfach abknallt. »Ein leichteres Ziel ist kaum vorstellbar«, schmunzelt Diekmann. Vielleicht ist diese kalifornische Entspanntheit das wichtigste Mitbringsel.

 

Leo Fischer / Moritz Hürtgen

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Glückwunsch, Bill Kaulitz,

Glückwunsch, Bill Kaulitz,

zu Ihrer Autobiografie »Career Suicide«! Mit deren Erscheinen haben Sie im Alter von 31 Jahren – ob Sie wollen oder nicht – Ihren Lebensabend eingeläutet. Folgende Tätigkeiten stehen Ihnen somit noch zur Verfügung: Sentimental aus dem Fenster schauen; über die Zeitläufte sinnieren; im Ohrensessel sitzend ein Glas Cognac schwenken; imkern; Leute, die an Ihrem Haus vorbeigehen, böse anstarren; in Talkshows über Social Media und Gendersterchen schimpfen; Pfeife rauchen; im Hunsrück wandern; mit der Armbrust auf leere Erbsendosen schießen.

Jedenfalls nicht: Ihre Karriere als Musiker weiterverfolgen. Und dafür möchten wir uns im Voraus herzlich bedanken.

Ihre Jungspunde von Titanic

 Als Generalbundesanwalt, Dr. Peter Frank,

sollten Sie sich in Zukunft lieber doch wieder auf Ihre dröge Amtssprache beschränken und bildliche Ausdrücke strikt vermeiden. Denn wenn Sie in einem Interview mit dem SWR behaupten, dass Terroristen nicht vom Himmel fallen, sind Sie ja fast schon selbst ein Fall für den Generalbundesanwalt. Manchmal – Stichwort »11. September« – tun Terroristen nämlich genau dies.

Grüßt ohne Metaphern: Titanic

 Annalena Baerbock!

»Die CDU hat kein Abo aufs Kanzleramt«, konstatieren Sie im Stern-Interview. Sind Sie sich da auch wirklich sicher? So ein Abo wird, wenn es einmal abgeschlossen wurde, nämlich gerne vergessen und automatisch verlängert. Die letzten Bundestagswahlergebnisse sprechen zumindest dafür. Lassen Sie vorsichtshalber prüfen, ob die Merkel auch fristgerecht gekündigt hat!

Rät Ihr Abo-Service von Titanic

 Nicht die Bohne, Rowohlt-Verlag,

interessieren uns Kalauer, und für Witze mit Namen und für Alliterationen haben wir bekanntlich auch nichts übrig. Deshalb ist es uns auch komplett egal, ja, wir nehmen es nicht mal ansatzweise zur Kenntnis, dass Du Dein für März als »Spitzentitel« angekündigtes Werk »Die Botschaft der Pflanzen. Was wir von der Natur lernen können und wie sie uns heilt« unbedingt von einem Autor hast anfertigen lassen müssen, der laut Deinen Angaben »Burkhard Bohne« heißt. Schon klar, Rowohlt, Burkhard Bohne, wie Benjamin Blümchen. Oder Arnfried Astel. Wir haben’s kapiert. Sehr, sehr witzig. Aber uns geht’s zum Glück ja nichts an!

Naturgemäß ohne Botschaft: Titanic

 Ein paar Gedanken, Ex-Eiskunstläuferin Kati Witt,

mussten wir uns nach einem Ihrer Facebook-Einträge neulich schon über Sie machen. Nicht nur, weil Sie in dem nicht enden wollenden Text extra darauf hinwiesen, keine »Corona-Verleugnerin« oder »Lockdown-Gegnerin« zu sein. Dünnes Eis. Dann schrieben Sie, dass Ihre Trainerin Frau Müller früher aus Solidarität bzw. »Teamwork!« immer mit Ihnen gehungert habe, wenn sie meinte, Sie seien zu dick fürs Eis. Wenn wir es richtig verstanden haben, fordern Sie das jetzt auch von »der Politik«, aber nur im übertragenden Sinne, also zastermäßig.

Mit den Kufen vom Eis haute es uns jedoch bei diesem Satz: »Wenn ich, die wirklich das Glück hat, hier und da einen fröhlichen TV-Auftritt absolvieren zu dürfen, langsam immer mehr den Kopf hängen lasse, mache ich mir ernsthaft Gedanken und Sorgen.« Fernsehauftritte sind für Sie Glück? Quizshows halten Sie für fröhliche Angelegenheiten? Ist Ihre Birne jetzt total vereist?

Vielleicht machen Sie sich doch besser mal Gedanken über einen heißen Grog, empfehlen Ihnen wärmstens Ihre Ernährungsberaterinnen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Enjoy the screening!

Den Ausfall der Berlinale in diesem Winter habe ich ganz gut verkraftet. Ich habe ja alles hier daheim: viele schlechte und einige wenige gute Filme (Netflix), das überlegene Gefühl, Filme im Originalton und mit Untertitel sehen zu können (dito Netflix), drinnen stickige Luft und wenig Sonnenlicht, draußen Kälte und ungeräumte Gehwege, Besserwissergetue aus der Reihe hinter mir (wegen dünner Wände zum Nachbarn), schlechtes überteuertes Essen aus Einmalverpackungen. Sogar auf den obligatorisch einsetzenden Harndrang zehn Minuten nach Beginn des Films kann ich mich verlassen, und den Weg zum Klo lege ich natürlich im Dunkeln zurück, durch einen mit aufgereihten Amazon-Kartons gelegten Parcours von nachgeahmten Kinohipster-Käsemauken.

Tina Manske

 Zeitumstellung

Jedes Jahr im Frühling, kurz nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, dringen überall aus der Umgebung vertraute Geräusche und Gerüche in Ohr und Nase. Und man weiß: Es ist wieder angekärchert!

Markus Berger

 Redensarten und woher sie kommen

»Einen Zahn zulegen«: Wenn eine Person »kein D-Zug ist«, obwohl sie »die Düse machen« oder »Rennwasser trinken« soll – dann fragen wir uns auch heute noch ganz unwillkürlich, ob besagte Person nicht »einen Zahn zulegen« könnte. Diese Redensart geht zurück auf die Erfindung der beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg. Kurz nach seiner Erfindung kam Gutenberg mit der Produktion kaum nach; Martin Luther schrieb seine beliebten antisemitischen Pamphlete schneller, als sie gedruckt werden konnten. Gingen den Setzern wichtige Buchstaben aus, wurden sie deshalb oft nicht aufwendig nachgegossen, sondern durch einen der stets reich vorhandenen Lehrlingszähne ausgetauscht (ihnen hatte man zuvor »die Fresse poliert«, wie eine andere Wendung aus jener Zeit lautet). Obwohl das Schriftbild durch den Zahn deutlich litt, beschleunigte der in den Setzkasten »zugelegte« Zahn die Produktion erheblich und half den Setzern bei der Aggressionsabfuhr. Wenn Sie also heute jemandem auf die Sprünge helfen wollen, sollten sie ihm zunächst ordentlich aufs Maul geben – vielleicht legt er ja auf diese Weise selbst einen Zahn zu. Oder mehrere!

Leo Fischer

 Kreativ beleidigen

Neues Schimpfwort für Urdeutsche in Jack-Wolfskin-Jacken: Mandarinenpeller!

Alexander Thiemann

 Pee-Bottle

Aus Insiderkreisen weiß ich, was für Polizisten auf Demos das Schlimmste ist: stundenlang nicht auf Klo können. Da stehen sie, Reih in Reih, mit ihren Schlagstöcken, Visieren und Wasserwerfern, und gucken gequält. Klar, dass man da mal aggressiv wird. In Polizisten-Foren wird geraten, die Stunden vorher nichts zu trinken, das ist aber schwer: Wie auf den morgendlichen Mutmach-Korn verzichten? Praktikabler: Viele Einsatzkräfte gestehen in Foren, sich eine Urinflasche bzw. Pee-Bottle oder auch »Uriwell, die Notfall-Toilette« unterzuschnallen. Deshalb Tipp für Protestler: einfach die eigenen Demosprüche daran anpassen und Kennerschaft beweisen. »Bullenschweine, lauft jetzt schnell / sonst klau’n wir euer Uriwell!« oder irgendwas mit »Trottel / Pee-Bottle«. Reimtechnisch und metrisch noch nicht perfekt, aber in der Sache clever.

Ella Carina Werner

Vermischtes

Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Martin Sonneborn & Benjamin Schiffner: "Quatsch und mehr" (signiert)
Das hat der Menschheit noch gefehlt: ein einziges Buch mit sämtlichem Quatsch der Geschichte – oder zumindest aus 15 Jahren "Partner TITANIC", der beliebt-kultigen TITANIC-Nonsensrubrik. Fotorätsel, Pflegehinweise, Antwort ohne Frage, unberühmte letzte Worte, Kochen mit Tieren, Kerzen-Fakten, Ediotiral, Tinas Strumpfband und tausend weitere schöne Rubriken – erstmals versammelt auf nicht weniger als 256 vielfarbigen Seiten.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURMax Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
20.03.2021 Frankfurt, Mousonturm Oliver Maria Schmitt & Jürgen Kuttner (Livestream)
25.03.2021 Kiel, Kulturforum Max Goldt
04.04.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hauck & Bauer: »Cartoons«