Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2010


Schubladenproblem

In der Straßenbahn. Mir gegenüber sitzt ein geschniegeltes Jüngelchen mit adrett gefönten halblangen Haaren, weißem gestärkten Hemd, schwarzer Anzughose und Krawatte: alles ein bißchen retro, aber eben nur ein bißchen. Während er in Gedanken aus dem Fenster schaut, beobachte ich ihn, bis ich mich endlich traue, ihm die Frage zu stellen, die mir auf den Nägeln brennt: »Sorry, bist du Britpop oder Zeuge Jehovas?«

Volker Surmann

Vom Handy lernen

Ich fahre meinen Tank immer möglichst leer und tanke erst nach, wenn die Reservelampe leuchtet. Wegen Memory-Effekt.

Christof Fromm

Wie sagt’s der Mediziner?

Bis vor ein paar Tagen lag ich wegen einer etwas delikaten Sache, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, im Krankenhaus. Der behandelnde Arzt zeichnete sich nicht unbedingt durch Fachkenntnis aus, hatte aber eine ausgesprochen freundliche, einfühlsame Art, dank der ich mich während meines gesamten Aufenthalts bestens aufgehoben fühlte. Trotzdem bin ich noch ein wenig unschlüssig, ob ich ihn wirklich als meinen »Proktologen der Herzen« bezeichnen möchte.

Magnus Maier

Ekelwunschtraum

Im Bus einen fetten Batzen Schleim auf den Boden spucken und auf die empörten Blicke anderer Fahrgäste erwidern: »Wieso? Runterschlucken geht doch nicht, hier herrscht Verzehrverbot!«

Eduard Harfst

Den Umständen entsprechend

Meine Schwester hat sich aus Versehen ein Umstandskleid gekauft. Da sie keine Zeit hat, es umzutauschen, und zu wenig Geld, um sich neue Sachen zu kaufen, hat sie beschlossen, schwanger zu werden. Interessierte bitte melden!

Jürgen Marschal

Paradox

Die Arbeit frißt mich auf, aber dick werde dabei nur ich.

Tibor Rácskai

Der Feierabend (III)

Halten Sie sich die weihnachtlichen Festtage von allen familiären Verpflichtungen frei, steigen Sie statt dessen schon am frühen Heiligabend in die Wanne. Bleiben Sie unbeweglich drei Stunden liegen und denken Sie an alles, was in diesem Jahr gut gelaufen ist. Lassen Sie das kalte Wasser ab und füllen Sie die Wanne mit soviel heißem Wasser nach, bis Sie sich rundum wohl und geborgen fühlen. Denken Sie während der nächsten drei Stunden an alles, was in diesem Jahr danebengegangen ist. Geben Sie sich Ihren Träumen hin. Ohrfeigen Sie jetzt Ihre Vorgesetzte. Stellen Sie jetzt Ihrem jüngeren Kollegen ein Bein. Zerstören Sie jetzt den Firmenserver. Lassen Sie noch einmal heißes Wasser einlaufen. Holen Sie sich den Sekt aus dem Kühlschrank und verbringen Sie den Rest des Abends heiter.

Vera Henkel

Heimkind

Ich bin bei meinen leiblichen Eltern aufgewachsen, hätte aber alles dafür gegeben, meine Adoptiveltern kennengelernt zu haben.

Sascha Dornhöfer

Jedem das Seine

Den Mann vom Ordnungsamt, der mich des Falschparkens überführt hatte, beschimpfte ich wie folgt: daß er eine blöde, nichtsnutzige und debile Sau sei, die wahrscheinlich jahrelang keinen hochgekriegt habe und sich deshalb aus Frust diesem faschistischen Spießersystem unterordne, ja, damit noch Geld verdiene! Leider hat sie, die Sau, das wohl nicht mehr gehört, denn sie ging bereits zwei Straßen weiter ihrem schmutzigen Geschäft nach, weshalb ich auch nicht übermäßig stolz auf meine Tirade bin. Na ja – Spaß gemacht hat’s trotzdem.

Anna-Maria Hannoschöck-Merkle

Aus der Haarzupfkunde

In einem Prosecco-Gespräch unter Frauen trat nach einigen Diskursen über die sozialen, monetären und olfaktorischen Aspekte des Epilierens zutage, daß man mit Wachs nur dann eine erfolgreiche Entwurzelung erzielen kann, wenn die Haare eine gewisse Länge erreicht haben. Ergo: Bevor sich Haare wachsen lassen, muß man sie erst wachsen lassen.

Arntraud Holst

Touché!

Die Entrüstung, welche von einer Sozialpädagogin, der mein verschwenderischer Umgang mit  Lebensmitteln zu mißfallen schien, durch den Satz »Und in Afrika verhungern die Kinder…« ausgedrückt wurde, konnte auch mein sachlich entgegengebrachter Einwand »Nein, die meisten sterben an Aids« nicht mildern.

Aiko Kempen

Gute Frage

Schlangen! Wo sind eure Hälse?

Katharina Adick

Kriminalistischer Ansatz

Daß beim Arbeiten mit Buchscannern regelmäßig die Fingerspitzen erfaßt und somit quasi digitale Fingerabdrücke erstellt werden, sollte die Verfolgung von Copyrightsündern eigentlich stark vereinfachen.

Dominik Mauer

Tiefsinn flacher Becken

Wer derzeit in Osteuropa unterwegs ist, entdeckt neben den üblichen Spaßangeboten für Kinder wie Hüpfburgen und Fruchtgummiständen allerorten flache Wasserbassins, in denen riesige Luftblasen aus Plastik schwimmen. Beim Anblick der darin während des Einkaufsbummels zwischengelagerten Bälger fragte ich mich, ob die Eltern ihren Nachwuchs damit auf die großen Luftblasen vorbereiten wollen, die diesen im Leben später erwarten. Oder handelt es sich um eine pädagogische Maßnahme, vermöge derer den Kleinen nochmals der Schutz einer schwimmenden Hülle gewährt wird? Doch dann kam mir die einzige Deutung in den Sinn, die erklärt, warum man das Phänomen so häufig im trinkfesten Osten findet: Die Kleinen sollen lernen, daß man, wo es feucht und fröhlich zugeht, eine große Blase braucht.

Michael Höfler

Busfahrers Kind

Beim Durchblättern unserer Regionalzeitung stieß ich auf eine Anzeige mit dem Aufruf zur »Wahl des freundlichsten Busfahrers 2010«. Da man seinen Fahrer in der Regel nicht mit Namen kennt, war die Angabe von Buslinie, Zeit und Ort erforderlich. Mein Vater ist Busfahrer. Um ihm etwas Gutes zu tun und für ihn stimmen zu können, schrieb ich ihm eine SMS mit der Aufforderung, mir die nötigen Daten mitzuteilen. Seine knappe, aber deutliche Antwort: »Du kannst mich mal.« Hoffentlich kriege ich trotzdem noch raus, wann er wo mit welcher Linie gefahren ist – dann kann ich mich wenigstens über seine Unhöflichkeit beschweren!

Natalie Gaida

Tip für grausame Kanadier

Warum nicht mal mit einem Sack Hundewelpen auf Robbenbabys eindreschen?

Christoph Baborka

Es liegt was in der Luft

Daß meine beste Freundin, die Stewardeß, seit einiger Zeit ausschließlich auf Frachtflügen eingesetzt wird, muß ja nicht unbedingt Mobbing sein. Daß sie aber immer noch vor jedem Start vorführen soll, wie man die Schwimmweste anlegt – das finde ich schon ein bißchen schikanös.

Tanja Hötzle

Positiv handeln!

Als ich am späten Abend am Tresen von einem entsetzlichen Schluckauf gepeinigt wurde und meine Freunde mehrmals mit der bekannten Methode, mich zu erschrecken, gescheitert waren, trat plötzlich eine unbekannte Dame an mich heran, hielt mir die Nase zu und begann intensiv mit mir zu knutschen. Mein Schluckauf war sofort verschwunden und tauchte nicht wieder auf. Ich wünschte, alle Menschen würden sich stets auf derart unkomplizierte Weise gegenseitig helfen. Allerdings frage ich mich, ob eine hicksende Dame am Tresen die Therapie durch einen fremden Mann als genauso angenehm empfinden oder nicht doch wieder nur – erschrecken würde.

Karsten Wollny

Alle Jahre wieder

Ich: Wir können zur Weihnachts-Christmette gehen, oder – ah, hier, um fünf zur Christvesper!
Sie: Och ne, Essen gibt‘s doch später zu Hause.

Tina Manske

Sperrmüll und Profit

Fünfzig alte Matratzen sollten schnell zusammengesucht sein. Diese, an Seilen zusammengeknotet, einfach an einem Hochhaus herabbaumeln lassen und das Ensemble fotografieren.
Anschließend einen Brief an »Matratzen Concord« aufsetzen, 50000 Euro fordern oder mit einer Anzeige drohen, weil der Slogan »Europas größte Matratzenkette« ja wohl Hochstapelei sei.
Mit dem eingehenden Geld Scheidungs- und Unterhaltskosten begleichen – fertig!

Markus Großkopf

Rezeptidee

Panierte Pommes im Teigmantel, dazu Brotsalat der Saison.

Leo Fischer

Neues über Mozart

Über Mozart weiß man ja mittlerweile allerhand unnützes Zeug. Von wissenschaftlicher Relevanz dürfte dagegen meine Vermutung sein, daß der Bub ohne allzu engen Kontakt zu seinen Großmüttern aufgewachsen ist. Denn hätte er wie ich jedes Weihnachten das abendliche Gezeter einer bereits mit Buttercremetorte und »Eckes Edelkirsch« bei Laune gehaltenen Oma über sich ergehen lassen müssen, der Junge (ich) möge doch gefälligst etwas auf dem Klavier vortragen, wofür beteilige sie sich denn mit einem hübschen Sümmchen ihrer kärglich bemessenen Rente an meiner musikalischen Erziehung, um dann nach wenigen von mir gespielten Takten zu keifen, nun reiche es aber auch mit dem unsäglichen Geklimper, und man könne es wohl kaum noch abwarten, sie unter die Erde zu bringen – wer weiß, ob aus dem Salzburger Wunderknaben nicht doch ein recht bedeutungsloser BWL-Langzeitstudent geworden wäre?

Daniel Sibbe

Moderne Erziehung

Ich traf mich mit einem Freund in einer Cocktailbar, der seinen fünfzehnjährigen Sohn mitgebracht hatte. Umgehend schickte sich dieser Sohn an, einen für seinen hohen Alkoholanteil bekannten »Zombie« zu bestellen. Ich muß dem Vater wohl einen kritischen Blick zugeworfen haben, denn er reagierte prompt: »Keine Angst, der kriegt keinen Zombie – der will später noch kiffen!«

Saskia Wagner

Vorsichtsmaßnahme

Zu meinem Erschrecken habe ich festgestellt, daß das Haltbarkeitsdatum meines Pfeffersprays überschritten ist. Jetzt sollte ich das Döschen natürlich so schnell wie möglich ersetzen. Sonst verletze ich damit am Ende noch jemanden.

Thea Unangst

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 German Genetic Schweinezuchtverband Baden-Württemberg e.V.!

Dass Du auf den »Wunsch vieler Betriebe nach ruhigen und umgänglichen Tieren mit der Möglichkeit zur Langschwanzaufzucht« reagiert hast und seit März 2020 »in den Stationen der Besamungsunion Schwein (BuS) den GENTLEMAN-Eber« anbietest, finden wir saugut. Denn wenn es eins gibt, was noch wichtiger ist als »Ruhe im Stall«, dann ja wohl die »Unversehrtheit von Schwänzen«!

Zumindest den kleinen Ferkeln von Titanic

 Hendrik Munsberg (»SZ«)!

»Zur politischen Klugheit gehört aber auch diese Einsicht: Die ökonomischen Folgen der Pandemie und die enormen Staatsschulden werden sich nicht beseitigen lassen, indem der Staat nur darauf setzt, von Reich zu Arm umzuverteilen. Unverzichtbar ist in den nächsten Jahren ein möglichst hohes Wirtschaftswachstum. Das aber erfordert es, besonders die produktiven Kräfte im Land zu stärken«, statt bloß die unproduktiven Armen, den Ausschuss, ja Abschaum – es muss einmal gesagt werden. Und wird es darum immer wieder, zumal von politisch allerklügsten Köpfen, die für ihren armseligen Antibolschewismus auch wirklich schon genug Geld bekommen.

Eine Einsicht Ihrer produktiven Kräfte von Titanic

 Bitte lächeln, Paparazzi!

»Schwere Zeiten für Promi-Fotografen«, heißt es ebenda in der SZ, weil ja auch Prominente zu Hause bleiben beziehungsweise Maske tragen müssen und dann von Euch nicht erkannt werden. Hoffentlich beschwert Ihr Euch deshalb bald bei der Regierung, denn zu gerne läsen wir die Schlagzeile: »Paparazzi protestieren: Maßnahmen greifen zu sehr ins Privatleben ein!«

Sagt mal »Cheese«: Titanic

 Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

Du, Deutsch-Rapper Aykut Anhan aka »Haftbefehl«,

hast Dich von einigen Deiner früheren Tracks losgesagt. Im Spiegel-Interview gibst Du Dich als geläuterter Anhänger eines verschwörungstheoretischen, antisemitisch konnotierten Weltbildes aus: »Ich habe über Chemtrails gerappt. Ich habe auch über die Rothschilds gerappt. In Anführungsstrichen, weil ich damals nicht überzeugt von diesen Dingen war. Ich war jung und wirklich noch auf der Straße unterwegs. Auf der Suche nach irgendwas. Eine verlorene Seele. Mittlerweile sehe ich das ganz anders.« Nämlich so: »Ich war ja selber mal Verschwörungstheoretiker, in Anführungsstrichen, aber, ganz ehrlich: Corona, das gibt’s.«

Das gibt’s doch gar nicht! Gratulation zu dieser Erkenntnis! Aber ganz ehrlich? Als Du damals auf Deinem 2015er-Album »Unzensiert« kreisende »Chemtrails« und die »Rothschild-Theorie« besprechsangst, warst Du mit 30 Jahren schon nicht mehr ganz so jung und bereits öfter in den Mainstream-Charts als auf der Straße unterwegs. Von Deinem Imagewandel von der verlorenen Seele auf der Suche nach irgendetwas zum schwarzen Schlafschaf sind wir heute dennoch überzeugt. In Anführungsstrichen. »Weiter so!«

»Deine« Titanic

 Annegret Kramp-Karrenbauer!

Das RND konfrontierte Sie mit folgender Frage: »Höhere Rüstungsausgaben sind nicht gerade populär in Deutschland. Sind Sie bereit, die Forderungen zu erfüllen?« Darauf Sie u.a.: »Wenn wir sicher und in Wohlstand leben wollen, müssen wir in unsere Sicherheit investieren.«

Die Frage, die sich nun aber ganz Deutschland stellt, lautet: Wer schützt uns bei der nächsten Wahl vor Ihnen? Die SPD? Die Grünen? Die FDP?

Dieses Land ist dem Untergang geweiht, weiß Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kohlerischer Anfall

Manchmal bin ich so wütend, dass ich am liebsten irgendwas kaputtmachen will, aber mit Gegenständen zu werfen ist mir zu anstrengend. Deswegen kaufe ich einfach Gemüse und koche es so lange, bis die Vitamine zerstört sind.

Loreen Bauer

 Ausgeplaudert

»Ich schlurfe gerade in die Eckkneipe, grüße die Bardame und schnipse nach dem ersten Schnaps …« Zahllose Geschichten, ob aus den Fächern Poetry Slam, Lesebühne oder Hochliteratur, fangen genau so an. Doch Obacht: Glauben Sie das nicht! Es sind Scharlatane und Scharlataninnen, die ihre arglosen LeserInnen trickreich hinters Licht führen. Die AutorInnen hocken, während sie ihre Texte schreiben, ja alle gerade am heimischen Schreibtisch, im Schein ihrer Louis-Poulsen-Designerlampe, und checken zwischendurch ihre Hello-Fresh-Aktien. Nur das mit dem Saufen stimmt.

Ella Carina Werner

 Psychologischer Lifehack

Wirklich erstaunlich oft finde ich auf der Straße Eincentstücke, die ja bekanntlich Glück bringen. Da ich davon aber schon so viel habe, lasse ich sie meist liegen für Passanten, denen das Leben weniger freundlich gesonnen ist. Bei der Vorstellung, wie das gramgebeugte Mütterchen oder der trübsinnige Nerd hinter mir den kleinen Kupferling aufhebt und sich freut, wird mir jedes Mal ganz warm ums Herz! Das Beste daran ist jedoch, dass ich damit meine gute Tat des Tages getan habe und den Rest der Zeit ganz entspannt einfach das sein kann, was ich bin: ein egozentrisches Arschloch.

Katharina Greve

 Dienstleistermentalität

So, wie man zu viel Salz nicht mit der gleichen Menge Zucker neutralisieren kann, kann man Respektlos-behandelt-Werden nicht dadurch neutralisieren, dass man Geld dafür bekommt. Dann ist das Leben zu salzig und zu süß zur gleichen Zeit.

Teja Fischer

 Kopfgeld

Als die Friseure nach monatelangem Lockdown endlich wieder öffnen durften, habe ich noch circa drei Wochen zugewartet, bis ich mich dann aufraffen konnte hinzugehen. Einmal, um den ersten Ansturm zu umgehen, andererseits aber auch, weil ich zu meiner anfänglichen Freude entdeckt hatte, dass meine Treuekarte bereits randvoll war. Ich dachte, wenn ich da direkt nach der langen Durststrecke des Kappers direkt nach der Öffnung freudestrahlend meinen Gratisschnitt geltend mache, reißen die mir direkt den Kopf ab! Obwohl: Dann hätte ich mir über so etwas in Zukunft ja auch keinen Kopf mehr machen müssen, und Geld gespart hätte es dann obendrein!

Burkhard Niehues

Vermischtes

Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 07.05.:

    Gerhard Henschel im Gespräch mit Kulturnews über "SoKo Fußballfieber" 

  • 05.05.:

    Über Stefan Gärtners "Terrorsprache" schreiben das Neue Deutschland und die Taz.

Titanic unterwegs
17.05.2021 Berlin, Berliner Ensemble Martin Sonneborn mit Gregor Gysi
29.05.2021 Radio, WDR 5 Ella Carina Werner
30.05.2021 München, Volkstheater Max Goldt