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Newsticker
  [04.05.2009]  
 
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TITANIC erklärt das Web 2.0 (Folge 1)
 
 

Heute: Twitter


1. Was kann es?

Leser schneller und kompakter langweilen als jede SMS (statt 160 Zeichen sind nur 140 erlaubt).


2. Was soll es?

  • Mit neuer Langeweile alte Langweile vertreiben
  • Kids von Handfeuerwaffen fernhalten
  • Die Twitter-Erfinder steinreich machen


3. Wer macht mit?

  • Feuilletonredakteure, deren Zeitungsverlag 60% ihrer Seiten gekürzt hat
  • von sich selbst gelangweilte Dauerpraktikanten
  • Hausfrauen mit zu viel Tagesfreizeit und wenig Kunden


4. Wer macht nicht mit?

Häufig entpuppen sich prominente Twitter-Namen gar nicht als die echten Promis (etwa Harald Schmidt, Hotte Köhler, Lilo Pulver, Lenin und Garfield).


5. Soll ich auch mitmachen?

Unter uns: Wenn Sie Zeit haben, diesen Quatsch zu lesen, haben Sie auch genug davon für Twitter.

 
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Titanic unterwegs
06.01.2010 Miltenberg, Beavers
  Thomas Gsella
08.01.2010 Köln, Comedia
  Max Goldt
08.01.2010 CH-Frauenfeld, Kaff
  Thomas Gsella
09.01.2010 Mainz, Frankfurter Hof
  Max Goldt

 Sie, Konrad Löw,

haben für die Sonntagszeitung aus Frankfurt scharf analysiert, weshalb die SPD vor einem halben Jahrhundert im Godesberger Programm die Scheidung von Karl Marx einreichte: »Der Braintrust der SPD wußte also, daß die Gestalt des ›großen Führers‹ Marx bei genauerem Hinsehen Schadstellen aufwies, die die Galionsfigur – gerade nach den schrecklichen Erfahrungen mit einem anderen ›Führer‹ – nicht nur entwerten, sondern zum Ballast werden ließen: Terrorismus, Totalitarismus, Antisemitismus, Verachtung der slawischen Völker.«
Wenn Sie, Löw, das dem Führer, also dem anderen, mal ins Gesicht gesagt hätten, daß er nur ein besserer Marxist sei: er hätte Ihnen vermutlich Blondi auf die Genitalien gehetzt. Also, im günstigsten Falle. Und hätte damit eine seiner ganz, ganz wenigen begrüßenswerten Taten vollbracht.
Sie alte Schadstelle!

Titanic

 Apropos, Broder, Maxeiner, Miersch!

Seit ein paar Jahren schon schreibt Ihr das in diesen Dingen ja äußerst geduldige Internet voll mit Eurem Blog »Die Achse des Guten«, einer kruden Mischung aus Islamophobie, Klimawandelleugnung und Radikalliberalismusvergötzung. Und wer liest das Zeug? »Immer mehr Menschen, die sich von den Mainstream-Medien einseitig informiert fühlen« – und da sind sie bei Euch ja auch bestens aufgehoben. Schließlich äußert Ihr Euch ja sonst nur noch regelmäßig bis geradezu inflationär in bekannt subversiven, dem Mainstream trotzig ins Gesicht lachenden Medien wie Spiegel, Spiegel online, Welt, Focus, Bild, FAZ, Stern, Berliner Morgenpost, Weltwoche bis hin zum Delmenhorster Kreisblatt und motor-exclusiv.de.
Aber wenigstens nicht im garantiert einseitig informierenden Mainstream-Medium

Titanic

 Frank Schirrmacher!

»Was mich angeht, so muß ich bekennen, daß ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen bin«, beginnen Sie kokett Ihren aktuellen Ratgeber für alternde Studienräte und Hausfrauen. Und Einsicht ist ja an sich etwas Gutes; aber wissen Sie was? Wir nehmen Ihnen das nicht ab. Und wissen Sie auch wieso? Nein, nicht weil wir Ihren larmoyanten Besinnungsaufsatz über das böse Internet weitergelesen hätten, in dessen Verlauf Sie Ihre Eingangsthese natürlich falsifizieren. Sondern weil gleich der erste Satz eine solch augenfällige Lüge ist: mit diesem »mehr«.
Gell?
Ihre Paybacker von

Titanic

 Ulf Poschardt, alter Shaker und Mover!

Nachdem in Berlin die BKA-Zentrale und das Bundeskanzleramt mit hochgefährlichen Farbbeuteln beworfen worden waren, rhabarberten Sie in der Welt von einer »neuen linksextremen Gewalt« blablabla, einer »Erosion freiheitlicher Gesellschaftsordnung« blablabla, denn so »begann auch die Geschichte der RAF« blablabla. »In vielen Medien bleibt die Furcht vor Rechtsextremismus und Neonazis dominant, während die Auseinandersetzung mit jenen mentalen Wurzeln linken Nihilismus eher lustlos bis gar nicht gewagt wird.« Könnte das, Poschardt, aber nicht evtl. damit zu tun haben, daß eine laut Verfassungsschutzbericht stetig steigende Zahl von Verbrechen mit rechtsextremem Hintergrund, bei denen gern mal dem ein oder anderen Ausländer, Obdachlosen, Schwulen oder eben Linken der Schädel eingetreten wird, doch eine Spur bedrohlicher wirkt als zwei verschmutzte Wände? Und was sollen überhaupt linksnihilistische Wurzeln sein? Wirklich die »jungen Grünen« und »die Juso-Chefin Franziska Drohsel«, die sich einreihen »in den Fanblock jener, denen Demokratie und Rechtsstaat wenig bedeutet«?
Nun sind, Poscho, unsere Autonomen ja fraglos ein bißchen breiig im Oberstübel; aber so bekloppt, daß die sich ausgerechnet von den zukünftigen Angriffskriegsbefürwortern, Terracotta-Bauherren und Pipelineberatern zu irgendwas animieren ließen, so bekloppt werden die auf ewig nicht.
Aber apropos bekloppt – na, ein andermal.

Titanic

 Was muß es, Jens Weinreich c/o »Spiegel online«,

Sie und Ihre Kollegen enttäuschen, daß die Eisschnelläuferin Claudia Pechstein von einem Schweizer Gericht doch noch die Starterlaubnis für die Olympia-Qualifikation bekommen hat, war Ihnen doch schon die Sperre aufgrund eines indirekten Beweises, also ohne positiven Dopingbefund, zu lasch: »Man stelle sich nun vor, es gäbe in Deutschland einen Straftatbestand des Sportbetruges. Jenen Straftatbestand, gegen den sich eine Allianz von Funktionären und Sportpolitikern energisch wehrt. Man stelle sich vor, die Ermittler würden losziehen, das Umfeld der Claudia Pechstein ausleuchten (Trainer, Betreuer, Mediziner, den deutschen Verband), Kontobewegungen prüfen, Vernehmungen durchführen.«
Daß es seltsam anmutet, wenn ausgerechnet Journalisten, die ihre Arbeit ohne Bier und Schnaps kaum zu verrichten in der Lage sind, Spitzensportlern die Stimulanzien mit derartigem Furor mißgönnen, hat Gremliza schon festgestellt. Daß Sie das, was Ihresgleichen an anderer Stelle »Stasi-Methoden« nennt, nun unbedingt angewendet wissen wollen, verrät darüber hinaus bereits einen Zustand, den der Psychiater neuerdings »hystrionisch« nennt. Und Sie wissen ja, Weinreich: so was ist meist nur ein anderes Wort für »balla«!
Aus dem ironischen Zustand grüßt:

Titanic

 Heiliger Stuhl

»Das Wasser aus der Marienquelle unterhalb der Vatikanischen Gärten gilt ob seines hohen Kupfergehaltes als Ursache für die blutigen Schlieren im Stuhlgang des Papstes. Die blutgetränkten Fäkalien (lat. sanctus faex) werden traditionell durch Gefriertrocknung haltbar gemacht und in Rom als Reliquien verkauft.« Daß diese Information bei Wikipedia keine zehn Minuten stand, ist ein klarer Fall von Zensur. Karlsruhe, übernehmen Sie!

Holger Christoph

 Kategorischer Imperativ für Anfänger

Immer wenn ich vor einem moralischen Dilemma stehe, frage ich mich einfach: »Was würde Pete Doherty in dieser Situation tun?«

Christoph Virchow

 Ganz der Papa

Als Fan von Borussia Mönchengladbach freue ich mich auch Tage später noch über meinen sechsjährigen Sohn, der auf einem vorbeifahrenden Auto einen Werder Bremen-Aufkleber sieht: »Guck mal Papa, das Gladbach-Zeichen – nur in schwul!«

Christian Rocker

 Keine Lösung

Nach wiederholtem Zoff mit meiner Freundin mußte ich feststellen, daß der ewige Streit um die Fernbedienung sich durch die Anschaffung einer zweiten nicht beilegen läßt.

Erich Klepptenberger

 Haltet den Dieb!

Seitdem ihm vor etwa zwei Jahren ein ebenso dreister wie sprintstarker Dieb das Handy gestohlen hat, welches direkt vor ihm auf dem Tisch lag, ist mein Mann leicht paranoid. Sobald er das Haus verlassen hat, läßt er sein Eigentum nicht einmal für eine Sekunde aus den Augen. Vor diesem Hintergrund betrachtet, kann ich sein Verhalten natürlich gut verstehen. Aber bei den Winterreifen finde ich es dann doch ein wenig übertrieben.

Tanja Hötzle