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[11.09.2007] |
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"Welches ist Deutschlands bestes Blog?" fragt jetzt.de und läßt seine Leser abstimmen. Dabei hätte es ein Anruf bei uns auch getan:
Platz 4: Das Hauptstadtblog Sie bloggen crazy Berlin – wen könnte das nicht interessieren?
"Ein gutes Blog zeichnet sich durch seine thematische Vielfalt aus. Es gibt so vieles, was man bloggen kann: an der Wrangelstraße Ecke Manteuffel stand z.B. neulich ein alter Fernseher auf der Straße! Einfach so! Und der Dönerverkäufer im Saray-Imbiß an der Seestraße Ecke Müllerstraße hat Schnupfen! Schon seit einer Woche! Und außerdem ist es total wichtig, noch mal alles abzuschreiben, was schon in jeder Zeitung über Berlin drinsteht. Und natürlich sollte ein gutes Blog immer auch über den Tellerrand gucken, wir haben z. B. mal was über Oranienburg geschrieben, glaube ich, oder war es Potsdam? Oder..." [Aufzeichnung hier abgebrochen]
Platz 3: Bildblog
Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis im Kampf gegen das Böse (Kai Diekmann)
"Was ein gutes Blog ausmacht? Nun, äh, aber auf jeden Fall sei mal kurz korrigiert, daß Kurt Beck gar kein Bär ist, sondern ein Mensch, und in der DDR kamen als Grenzschützer erst Männer ab einem Alter von 18 Jahren in Frage, da konnten Kinder also gar nicht den Schießbefehl an der Mauer ausführen, und außerdem ist in Ihrem aktuellen Heft auf S.45 unten ein Tippfehler, es muß richtig heißen..." [Aufzeichnung hier abgebrochen]
Platz 2: Blogbar
Don Alphonsos launige Betrachtungen über das Web 2.0
"Ihr wollt wissen, was ein Blog ist, ihr räudigen Medienhuren, ihr ranzigen, schrundigen, aus allen Poren eiternden Kommerzschreiberlinge? Damit ihr euch danach wieder in eurer New-Economy-Wichse suhlen könnt, weil ihr wieder mal schnell den nächsten überfinanzierten Hype abgegriffen habt? Aber ich werde euch widerliche wanzige Schreibnutten ausrotten, mit Stumpf und Stiel ausradieren, ich habe meine Torpedos schon abgefeuert, und gleich kommt es mir schon wieder, äh, ich meine, ich habe noch einiges auf Lager, bis ich euch pestilente Arschkrampen..." [Aufzeichnung hier abgebrochen]
Die meisten Stimmen bekommen hat allerdings ein Blog, das überhaupt nicht zur Wahl stand, aber die überwältigende Mehrheit der jetzt.de-Leser votierte für:
Platz 1: bluephods katzenblog
Weil wir doch alle gerne Muschis mögen.Sobald wir all die Bilder von Fischi, Berni, Leela usw. geladen haben, wird das Statement zu einem guten Blog nachgereicht. Bis dahin schon mal: Herzlichen Glückwunsch! |
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Am häufigsten verschickt:
Lotto Rheinland-Pfalz!
Als Co-Sponsor des SV Mainz 05 preist Du Dich selber von den Reklametafeln herab an, und zwar als »Partner aus Überzeugung«. Ach ja, wirklich? Heißt das, daß Dir massenträchtige PR eher weniger bedeutet? Spricht da also Dein soziales Herz, das die Förderung von jungen Talenten in den Vordergrund stellt? Und die Finanzen, wenn überhaupt, spielen nur eine untergeordnete Rolle? Bist Du gar ein Zentrum nonkonformistischen Denkens, das den ollen neoliberalen Brei für ganz ganz gefährlich hält? Gar eine verdeckte Denkfabrik, die die ersten Schritte zur Weltrevolution vorbereitet? Na dann, auf zum letzten Gefecht:
Titanic
Huhu, Ron Wood!
Ihr Kampf gegen den Alkoholismus hat Sie also in die Londoner Reha-Klinik »The Priory« geführt, und Sie haben es dort wie lange ausgehalten? Genau eine Stunde! Und diesen Umstand hat »ein Freund« womit begründet? »Er hat sich für den kalten Entzug entschieden.« Daß damit aber »on the rocks« gemeint ist, darauf schwört rollenden Stein und Bein:
Titanic
Oliver Bierhoff!
Schon klar, daß so ein mit allen Marketingwassern gewaschener Entscheidertyp und echter Top-Fußballmanager wie Sie sich nicht vorrangig über den sportlichen Erfolg definiert: »Wenn man auch einmal überlegt, was wir in den vergangenen sechs Jahren erreicht haben – nicht nur sportlich, sondern auch, was das Image der Nationalmannschaft betrifft: Die Image-Werte der DFB-Elf waren noch nie so gut wie jetzt«, verrieten Sie dem Manager-Magaz…, Quatsch, nein: »Eurosport«. Aber, Bierhoff, alte Reizfigur, haben Sie schon mal überlegt, wie sich die Image-Werte der Nationalmannschaft noch signifikant steigern lassen? Wir hatten da an eine Neupositionierung der Marke Bierhoff im wahlweise osteuropäischen, südostasiatischen oder gerne auch südamerikanischen Raum gedacht. Ihre Marketing-Koryphäen auf der
Titanic
Sie, Bettina Röhl,
 sind unter der eindrucksvollen Versammlung von Vollpfosten, die da für die Welt den Bereich »Debatte« bestreiten, zweifelsfrei die Königin. Immerhin haben Sie es geschafft, eine veritable Journalistenlaufbahn mit nur einer einzigen Zahl zu bestreiten. Denn »der 68er-Mainstream hat das Land fest im Würgegriff«, vertreten durch die »68er-Renegaten« natürlich, aber gerade auch »durch die jüngeren Nachläufer, die oft nicht einmal zu wissen scheinen, daß das, was sie reden, ›68‹ ist, und die deswegen auch die geistig-moralisch-politischen Alternativen zum Kosmos 68 nicht erkennen und solche gar für unmöglich erachten«; selbstverständlich auch durch die »medialen 68er-Oligarchen«, die sich sozusagen nur in eine schwarz-gelbe Mimikry begeben haben und damit die aktuelle Regierung an die Macht brachten: »Das müssen Merkel und Westerwelle offenbar noch erst schmerzhaft erkennen, daß sie nicht aus eigener Kraft an die Macht gelangt sind, sondern wegen eines konservativen Intermezzos des nach wie vor unumstritten herrschenden 68er-Mainstreams, der sich jeden Tag chamäleonartig weiter entwickelt.« Was besonders bemerkenswert auch deshalb ist, weil genau jenes 68er-Lager also, das erst Rotgrün und jetzt Schwarzgelb an die Macht brachte, »niemals wirklich mehrheitsfähig war, aber dennoch politische Mehrheiten mit medialer Macht organisieren konnte«. Und so auch den armen Guido Westerwelle »mit seiner politischen Korrektheit« steuert, der »ein stromlinienförmig mitschwimmender 68er durch und durch« ist, obwohl ihm womöglich gar nicht klar ist, daß »der Mainstream ein pop-linker Post-68er-Mainstream ist« usw. usf. Wir chamäleonartigen pop-linken Post-68er-Mainstreamer aber möchten, nachdem wir ja gerade erfolgreich die Regierung ausgewechselt haben und deshalb kurz mal Zeit haben, auch Ihnen ein kleines Intermezzo gönnen und Ihnen ermöglichen, ein einziges Mal etwas Zutreffendes von sich zu geben. Also: Wieviel ist 100 minus 32? Na? Also! Überhaupt keine Ursache:
Titanic
Sag mal, Weltgeist,
nach den kürzlich bekannt gewordenen Mißbrauchsfällen am jesuitischen Canisius-Kolleg in den siebziger Jahren hast Du einen der beiden beschuldigten Geistlichen seine Karriere an einem Kolleg in Sankt Blasien fortsetzen lassen. Soweit unwidersprochen solide Arbeit. Den zweiten jedoch zur weiteren Jugendpflege nach Göttingen zu versetzen spricht nicht gerade für übermäßige Einsatzfreude. War denn in Hinterzarten keine Stelle mehr frei? Fragt mal vorsichtig:
Titanic
Machtmissbrauch
Für Nachrichtenredakteure hat so ein drohendes Wetterchaos durchaus seine guten Seiten: Wenn man Freitagnachmittag ordentlich Panik mit Schneewehen und Glatteis macht, parkt man Samstagfrüh bei Ikea in der ersten Reihe.
Thomas Kuhlmann
Ex aspera ad astra
Das Außergewöhnliche an außerkörperlichen Erlebnissen, sogenannten AKE, ist in meinen Augen nicht, daß die betroffenen Personen sich von ihrer materiellen Realisierung lösen und in einen rein spirituell-geistigen Bewußtseinszustand übertreten, in dem sich der eigene Körper mit frappierender Klarheit von außen betrachten läßt. Das mag zwar so sein. Wenn ich allerdings im alltäglichen Raum-Zeit-Kontinuum diejenigen Personen, welche notorisch von solchen AKE faseln, unter die Lupe nehme, finde ich es bemerkenswert, daß auch nur eine dieser Personen nach Beendigung ihres AKE freiwillig in ihre verwahrloste irdische Hülle zurückkehrt.
Theobald Fuchs
Nix wie weg
StudiVZ hat ein gravierendes Problem. Sobald die Mitglieder dieser Online-Community ihren Hochschulabschluß in der Tasche haben, möchten sie nur noch eins: raus. In Fachkreisen spricht man deshalb bereits vom Tübingen unter den sozialen Netzwerken.
Magnus Maier
Trennungssorgen
Dem Restmüll-Container in meinem Innenhof folgte ein Altpapier-Container, dann einer für Verpackungsmüll, dann ein Container für Kompost und einer für Altglas. Darf ich eigentlich als Privatmann auch einfach einen Container da hinstellen? Ich liebäugle mit einem Prachtexemplar ausschließlich für Alt-Rhönräder.
Markus Hennig
Ende des Winters
Wie verhält man sich richtig, wenn man in eine Lawine gerät? Antwort: Der Lawine ist es vollkommen egal, wie man sich verhält. Sei einfach du selbst!
Sebastian Klug
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