[10.03.2007]
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Wir lassen uns das Bildern nicht verbieten! (1)

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TITANIC Preisanpassung 2014
TITANIC jetzt als PDF TITANIC jetzt als PDF Sie glauben, das gute alte Handwerk sei ausgestorben? Weit gefehlt! Das ist Alexander Golz, Webmaster der TITANIC. Jeden Monat zimmert er aus Blut, Schweiß und Pixeln neue PDFs und wartet gespannt auf den Moment, in welchem er Ihr Exemplar mit einer Gravur zu einem zertifizierten Unikat veredeln darf. Er ist nur glücklich, wenn Sie glücklich sind! Und so einfach können Sie ihm Ihr Glück mitteilen: Bestellen Sie ein PDF! Hey, du! Du bist jung, gelangweilt und unterhaltungssüchtig, aber seit kino.to gesperrt wurde, setzt dein Beamer Spinnweben an? Dann haben wir was für dich! TITANIC gibt es jeden Monat neben der ­klassischen Holzvariante als digitale 720p-Kopie für dein exquisites Multimedia-Erlebnis! Einfach kaufen, runterladen, genießen. Hey du! Du bist genervt von konfektionierter Massenware? Du hast genug von reißenden Seiten und plötzlichen Knitterattacken? Du willst deine Lieblingszeitschrift auch auf deinem Lieblingspapier lesen? Dafür mußt du dich nicht schämen! Denn TITANIC gibt es nicht nur als gedrucktes Heft, sondern auch als PDF! Jetzt kannst du dir ein maßgeschneidertes Heft auf dem Material deiner Wahl printen! Ob auf Bütten-, Geschenk-, Eß- oder Klop­apier, dicken Kartonagen oder hauchzarter Chiffonseide – du hast die Wahl! Immer am ersten Dienstag im Monat: Die TITANIC-Club-Voltaire-Lesung
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Das schreiben die anderen
  • 22.07.:

    Die Tiroler Tageszeitung über einen möglichen PARTEI-Ableger in Österreich.

  • 22.07.:

    Meedia über Sebastian Edathys TITANIC-Gedichte.

Titanic unterwegs
28.07.2014 Frankfurt, Günthersburgpark
  Hans Zippert
29.07.2014 Frankfurt, Günthersburgpark
  Thomas Gsella
10.08.2014 Radio, WDR 5
  Pit Knorr präsentiert seine Favoriten
14.08.2014 Frankfurt, Caricatura Museum
  »Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule«
Briefe an die Leser

 Hobby-Filmrezensenten im Internet!

Es kann durchaus sein, daß ein Film, mit dem sich ein Regisseur X »auf dem Regiestuhl zurückmeldet« ein »bildgewaltiges Epos« ist, das durch ein raffiniert konstruiertes Drehbuch »zu überzeugen weiß«, mittels »subtiler Kameraarbeit brilliert« und obendrein mit einem »hochkarätigen Cast aufwartet«. Eines kann ein Film aber nicht: Er kann nicht einer der besten Filme sein, »die je das Licht der Leinwand erblickt haben«, denn was wird im dunklen Saal auf die Leinwand projiziert? Genau.

Wenn Ihr also Eure Phrasen vor der Niederschrift in Zukunft etwas genauer prüft, dann kommt vielleicht doch noch irgendwann eine Kritik zustande, die mit »fundiertem Sachverstand zu beeindrucken versteht«.

Das hofft jedenfalls: Titanic

 Bosnischer Möchtegernmacker Saša Stanišić!

»Ich gebrauche sie für das, was ich tue … Sie ist für mich in ihrer Flexibilität und Schönheit zum Teil zu einer Spielgefährtin geworden, die ich, ja, ähm, sehr gerne benutze.« So, Saša Stanišić, äußerten Sie sich bei der Annahme Ihres Leipziger Buchpreises über Ihre Gespielin, die Sie als die deutsche Sprache zwangsouteten. Nun wissen wir zwar, was da drunten am Balkan für rauhe Sitten herrschen, wundern uns aber ein wenig, wie Sie es mit Ihrer besitzergreifenden Handhabe zartfühlender Wesenheiten so weit im ernsthaften Literaturbetrieb schaffen konnten. Zwischenzeitlich fürchteten wir sogar, Sie könnten Ihre Spielgefährtin in einer Nacht- und Nebelaktion in einem schwarzen Van nach Bosnien entführen – sowas kommt ja immerhin vor, und zwar gar nicht selten! Und was, Stanišić, täten dann wir? Aber dann riefen wir uns wieder Ihr Erscheinungsbild ins Gedächtnis – die lieben Rehäuglein, den kreuzbraven Seitenscheitel, die zart beflaumten Wänglein –, und da waren wir sofort beruhigt bzw. war alles wieder gut. Denn als die einzigen Spielgefährtinnen, die Sie allem Augenschein nach zu »benutzen« imstande sind, erweisen sich letztlich die tranigen Schwiegermütter, die Ihre Bücher kaufen. Und diese Ladies, Stanišić, können Sie unseretwegen gerne alle haben! Greifen Sie zu, es gehört alles Ihnen.

Wahre Liebe kennt keine Besitzansprüche: Titanic

 Unbekannte Demonstrantin!

Anfang Mai setzten Sie sich mit 150 anderen in München für die Legalisierung von Cannabis ein. Auf Ihrem Plakat stand: »MARIHUANA IST KEINE DROGE !!! ES RETTET LEBEN UND IST NEBENBEI DIE HEILUNG GEGEN KREBS !!!!« Heilung gegen Krebs? Auf jeden Fall tut Marihuana Ihrem Deutsch nicht gut.

Ansonsten auf Ihrer Seite: Titanic

 Dalai Lama, Eure Heiligkeit!

Sie, geistliches Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, werden jetzt 79 Jahre alt, legen aber keinen Wert auf Geburtstagsfeiern: »Sie gefallen mir ebensowenig wie formelle Anlässe und Zeremonien. Für mich ist Schlaf wichtiger als Geburtstagsfeiern.« Hey, Lama, das eine tun und das andere nicht lassen! Schon mal was von Kindergeburtstag gehört? Um drei Uhr nachmittags geht’s los, und nach ein paar Stunden Schabernack und Schnitzeljagd liegen Sie spätestens um sieben in der Lotosstellung.

Erleuchtete Lebenshilfe von Titanic

 Beste »Brisant«-Moderatorin Mareile Höppner!

Munter erzählten Sie der Bunten: »Ich bin so eine Art Vakuumpumpe voll guter Laune für meine Umgebung. Bei mir kann man sich anlehnen und ausquatschen. Für Freunde und Kollegen bin ich eine Kummertante, bei der man alles abladen kann. Ich platze schier vor Energie.« Moment mal, Höppner: Sie sind eine vor Energie platzende, mit guter Laune gefüllte Vakuumpumpe, bei der man seinen Kummer abladen und sich anlehnen kann? Heißt das, Sie saugen die Sorgen Ihrer Umgebung auf und verwandeln diese in einen leicht übergeschnappten Frohsinn? Oder macht sich da bei Ihnen doch mehr Vakuum als Pumpenhaftigkeit bemerkbar?

Findet das alles äußerst vakuominös: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Klassisch

Weil ich nun weiß, daß meine Zimmerpflanze Beethoven liebt, traue ich mich nicht mehr, vor ihr zu furzen.

Teja Fischer

 Aus Mangel an Beweisen

»Mit dem Ding können Sie sechzehn Stunden aufzeichnen! In HD!« pries der Moderator des Shopping-Senders eine moderne Cockpitkamera an. »Wenn Sie zum Beispiel auf dem Weg in den Urlaub ein paar spektakuläre Serpentinen entlang fahren, müssen Sie sich natürlich auf die Straße konzentrieren und werden ganz neidisch auf Ihre Familie, die nach Herzenslust aus dem Fenster gucken kann. Aber mit dem Ding können Sie sich später alles ganz in Ruhe ansehen! Das Ding ist echt der Wahnsinn!« – »Er nennt es immer nur Ding«, sagte mein Freund. »Natürlich kann das Ding direkt mit dem Laptop verbunden werden«, fuhr der Moderator fort, »so können Sie Ihren Freunden und Bekannten sofort Ihr Urlaubsvideo schicken.« Ich stellte mir vor, wie sich meine Freunde und Bekannten ein Video meiner sechsstündigen Serpentinenfahrt ansehen. »Und«, war der Moderator nun gar nicht mehr zu bremsen, »das Ding funktioniert bei einem Diebstahl auch als Überwachungsgerät und als Beweismittel!« – »Wenn das Auto geklaut wird«, wandte mein Freund ein, »ist das Ding aber auch weg.«

Bianca Stücker

 Ein Humanist

Mein Nachbar ist ein rechter Witzbold. Immer, wenn ich ihn im Café nebenan treffe und nach dem Befinden frage, sagt er, es gehe gut und er werde gleich den Hund exekutieren, was bei den anderen Gästen ungläubiges Entsetzen auslöst, mich aber kaltläßt. Wozu humanistische Bildung, wenn man nur einen einzigen müden Kalauer daraus ziehen kann?

Tibor Rácskai

 Bild Dir Dein Bild

Schlechte Nachrichten über noch schlechtere Politik versauen mir ständig den Tag. Da ist es wohltuend und aufheiternd, sich ein eigenes Bild zu machen. So stelle ich mir z.B. gerne vor, wie wohl ein »übergelaufener Polizist« aussieht bzw. was aus ihm rausläuft. Oder auch, wie sich eine »Schießerei mit Toten« so abspielen mag.

Tina Wirtz

 Glück gehabt

Auf halbem Wege einer zweistündigen Autofahrt wurde ich dank eines bedrohlichen Warntons des baldigen Zuneigegehens meines Spritvorrats gewahr. Prinzipientreu ging ich mit mir selbst in Klausur, wo es sich wohl am günstigsten tanken lasse. Denn wer will schon hart verdiente 40 Cent an Mehrkosten pro Tankfüllung den gierigen Tankstellenpächtern in den Rachen werfen? Auf der Autobahn tanken oder abfahren? Morgens, mittags oder abends die Zapfsäule ansteuern? Lieber in der Stadt oder auf dem Land? Ist Markensprit besser als die billigere Plörre von den Freien? Schaffe ich es vielleicht doch bis zum Ziel? Oder gar noch wieder zurück zur Tankstelle meines Vertrauens? Gibt es innerhalb der kommenden halben Stunde Krieg in der Ukraine? Und was hätte das für Auswirkungen auf den Dieselpreis? Wenige Kilometer weiter war ich ob der Komplexität der Spritfrage beinahe schon nicht mehr in der Lage, mein Fahrzeug sicher zu steuern, als mir plötzlich die Erkenntnis kam, daß ich meine Geldbörse sowieso zu Hause hatte liegen lassen. Puh, noch mal Glück gehabt! Der gelbe Engel war nett wie immer.

Christoph Leimbach