Weil ihm ein alter Witz über Kurden und Türken zur Last gelegt wird, den er in einem "Welt"-Artikel vom Oktober 2016 zitiert hat, befindet sich der Schreibtischtäter Deniz Yücel in Untersuchungshaft. Für folgende "Späße" kann man in Erdoğans Türkei noch festgenommen werden:

  1. Klein Aishe geht mit Erdoğan die "Brücke der Märtyrer des 15. Juli" entlang. Da sieht sie eine Lira auf der Straße liegen und will sie aufheben, doch Erdoğan sagt: "Nein, was am Boden liegt, darf man nicht aufheben." Kurz darauf rutscht Erdoğan auf einer Feigenschale aus, fällt hin und ruft: "Klein Aishe, hilf mir auf!" - "Nein!" putscht Klein Aishe und erwidert: "Was am Boden liegt, darf man nicht aufheben."
    (Einsender: Deniz, 8 Jahre, Istanbul)

  2. Frützchen fragt einen Imam: "Kann man eigentlich für etwas bestraft werden, das man gar nicht gemacht hat?" Antwortet der Imam: "Das geht auf gar keinen Fall!" Daraufhin Frützchen: "Gut, ich hab nämlich meine Hausaufgaben in Staatskunde nicht gemacht."
    (Einsender: Deniz, 6 Jahre, derzeit Hausarrest)

  3. Yildirims kleiner Sohn sitzt im türkischen Bad: "Mama, Mama!" ruft er. "Wo ist denn der Waschlappen?" Antwortet seine Mutter: "Efes holen!"
    (Einsender: Deniz, 10 Jahre, Celle)

  4. Sagt ein türkischer Jungen zum anderen: "Mein Baba ist ein Angsthase." - "Wieso?" fragt der andere. "Na ja", erklärt der erste, "jedes Mal, wenn Mami abends nicht da ist, schläft er bei unserer Nachbarin, der alten Ziege."
    (Einsender: Deniz, bis zu 5 Jahren Haft)

  • Ausweitung von Tempo 130-Zonen
  • 24-Stunden-Ausgangssperre für Omis, Kinder oder Blinde
  • Umschulung der Raser zu Rettungssanitätern, Paketzustellern oder Taxifahrern
  • Erweiterte Sondernutzungsrechte für Innenstädte, z.B. für die Formel-I oder lokale Rennveranstaltungen (gerade gegen ungerade Kennzeichen)
  • Helmpflicht für Radfahrer und Fußgänger
  • Autofahrer, die sich mit über 100 Stundenkilometern bewegen, dürfen künftig Bus- und Taxistreifen nutzen

+++ Aufgrund einer Lieferpanne laufen tausende Polizisten in Köln mit täuschend echten Spielzeugwaffen herum, eine unbekannte Zahl Jecken hingegen mit den für die Beamten bestimmten Maschinenpistolen. Die Munition taucht überraschend auf den Wagen auf und wird in das immer stärker angetrunkene Volk gefeuert. +++ Ein als Lkw-Sperre in täuschend echter Betonoptik verkleideter Karnevalist setzt sich, nachdem er zunächst regungslos an einer Straßeneinmündung verharrt hatte, plötzlich in Bewegung. Zwei Polizeibeamte eröffnen augenblicklich das Feuer und hinterlassen ein von Einschußlöchern zersiebtes Kostüm. Die Jecken nehmen es mit Humor, streichen den Block gelb an und lassen ihn als Tilsiter im Zug mitlaufen. +++ Donald Trump verfolgt via TV im Oval Office die Umzüge in den Karnevalshochburgen. Der US-Präsident ist zunächst ganz gerührt ob der Menschenmassen, die sich um die Motivwagen in Düsseldorf scharen, ärgert sich dann aber doch über die seiner Meinung nach als Fake News zu bezeichnende, verzerrende Darstellung seiner Person. Vor Wut orange angelaufen schickt er elf Atomraketen in Richtung der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Die Folgen: großer Jubel in Köln, die Landtagswahl wird auf unbestimmte Zeit verschoben. +++ Die Mainzer Narren werben auch in diesem Jahr wieder für Toleranz, Gleichberechtigung und Liebe. Als ein Zuschauer dem Umzug aus Versehen "Alaaf!" zuruft, wird er von einem fröhlich Mob neckisch totgeschlagen. +++

  • Toni Salesman
  • Willkommen bei den Erdmanns
  • To To Toni
  • Doris Dörries "Erdmänner"
  • Titonic
  • Earthmen in Black
  • alle Filme mit Sharon Stoni
  • Büttenepos
  • Gürtelrosenmontag
  • Umzugkartons
  • Antanzmariechen
  • Kamele werfen
  • Luftschlangengift
  • Viva Polonia
  • Alkoholfreie Getränke
  • Osnabrücker Dreigestirn
  • Ascherdonnerstag

Ich stelle mir das so vor: Ich bin Korrespondent in der Türkei und werde, weil ich aus meiner Ablehnung der immer autoritärer werdenden türkischen Regierung keinen Hehl mache, unter erfundenen Vorwürfen eingesperrt. Unliebsame Ausländer wirft die Türkei zwar eigentlich aus dem Land, aber ich besitze neben der deutschen Staatsbürgerschaft die türkische: Meine Eltern stammen von dort, ich habe zwei Muttersprachen, ich habe mir gewünscht, als Journalist aus der Türkei zu berichten. Als Inländer werde ich so behandelt wie andere inländische Kollegen auch, nämlich schlecht. Ich bin überhaupt der erste deutsche Journalist, der sich hier im Gefängnis wiederfindet.

Dann geht, so stelle ich mir das vor, ein Aufschrei durch die Reihen der Kolleginnen und Kollegen und braust Solidarität wie Donnerhall durch die Flure der Redaktionen: In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ fragt Kollege Martens, warum denn auch immer Türken über die Türkei berichten müßten, es sei dies doch im Grunde diskriminierend und außerdem nicht gut für den journalistischen Ertrag, schließlich mache Liebe blind: „Warum reduzieren deutsche Verlage die Kinder oder Enkel türkischer ,Gastarbeiter’ so oft auf die Rolle von Türkei-Erklärern? Weil sie türkisch sprechen? Hoffentlich nicht, denn es gibt viele Menschen, die die Sprache eines Landes gut beherrschen und das Land dennoch oder just deshalb fließend mißverstehen. Enge emotionale oder gar familiäre Verbundenheit mit einem Land muß kein Vorteil sein, wenn man über das Land berichtet.“ Weshalb z.B. bei der FAS die Inlandsredaktion nicht etwa, wie man denken könnte, aus autochthonen Patrioten (m/w) besteht, sondern aus familienlosen Ausländern, und meine Parteinahme für die Gegner Erdoğans auch nicht „objektiv“ ist, sondern gewissermaßen verblendet, eben weil ich Türke bin, Türke mit deutschem Paß, wie es so treffend heißt, ich kann das alles nämlich gar nicht beurteilen.

„Gewiß glaube ich nicht, daß Hitler Herr der Welt werden wird; auch sage ich nicht, daß sie es verdient. Das verdient man schwerlich. Aber sie wird es kaum verdient haben, wenn er ihrer nicht Herr wird.“ Thomas Mann, 1941

In der Berliner „Tageszeitung“, wo ich, der eingesperrte Korrespondent, einmal gearbeitet habe, wird dieser fiese Mist dann in Tat und Wahrheit noch geadelt: „Journalismus darf nicht Betroffenenjournalismus sein. Eine Diskussion über den Umgang mit Minderheiten in Redaktionen ist überfällig. Auch wenn Deniz Yücel dafür nicht den Anlaß liefert“ bzw., wie’s aussieht, eben doch, und warum ist ein Deutscher mit türkischen Vorfahren von Vorgängen in der Türkei anders betroffen als ein Deutscher mit hessisch-niedersächsischen von solchen in Frankfurt oder Braunschweig?

„Besonders“, grub auch die SZ mit Lust die fremden Wurzeln aus, „dürfte Yücel ein Autokorso gefreut haben, der am Sonntag durch Berlins Straßen fuhr, um laut hupend auf sein Schicksal hinzuweisen. Die Türken lieben den Autokorso. Yücel liebt die Liebe der Türken zum Autokorso und die lauten Hupen.“ Und ist überdies ein „Dauerraucher“ und „Journalist auf Seiten der Gegner Erdoğans“, „der Übergang zum Aktivisten: fast schon fließend“, was von einer so vorbildlichen Neutralität wie z.B. im „Heute-Journal“ absticht, das in seiner Ausgabe vom 20. Januar zweimal und ohne jede Einschränkung die Mitteilung machte, die Agenda 2010, die Schulz (SPD) jetzt freundlich anmalen will, habe Deutschland sozusagen gerettet. Dieselbe Agenda, die der objektive deutsche Bürgerjournalismus einhellig begrüßt, wo nicht sogar herbeigeschrieben hat.

„Yücels Journalismus ist immer auch ein ganz großes: ,Trööt!’“ (SZ) und mußte den Faschisten halt irgendwann aufstoßen. „Deshalb hatte er sich auch mit den türkischen Journalisten solidarisiert, die reihenweise weggesperrt worden sind.“ Die germanischen Kollegen schaffen es nicht einmal bei einem. Hut ab.

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TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 24.03.:

    Über die beste Stadt von der ganzen Welt berichtet Oliver Maria Schmitt in der Sonntagszeitung der FAZ.

  • 24.03.:

    Das SWR-Hörspiel "Das Dienen geht weiter" mit Beiträgen von Hans Zippert, Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Thomas Hintner kann hier nachgehört werden.

Titanic unterwegs
25.03.2017 Berlin, La Luz
  Heiko Werning
27.03.2017 Frankfurt, Henscheid
  Moritz Hürtgen – Lyrik zum Verloben (Teil II)
29.03.2017 Frankfurt, Naxos Halle
  Tim Wolff, Hans Zippert, Michael Ringel u.a.
20.04.2017 Wuppertal, Café du Congo
  André Poloczek

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Briefe an die Leser

 Dürfen wir, Bento.de,

Artikelüberschriften wie »Wir haben Martin Schulz bei Anne Will geguckt, damit du es nicht mußt« oder »Wir haben Donald Trumps Pressekonferenz geschaut, damit du es nicht mußt« so verstehen, daß alles, worüber Bento berichtet, per se irrelevant und eine Begutachtung dessen folglich zu vermeiden ist? Oder ist das allen Ernstes Deine Vision von zur Mündigkeit des Lesers beitragendem Politikjournalismus: Deine Autorenimitate mit abgebrochenem Lehramtsstudium und Aufmerksamkeitsdefizit, die es nicht mal zum Quatsch- und Mutterblatt »Spiegel« geschafft haben und die ansonsten über »7 Dinge, die du noch nicht über den heißen Typen aus dem ›Salt Bae‹-Meme wußtest« berichten, schauen Fernsehen und notieren dazu Dinge wie: »Zu Beginn der Sendung erinnert Martin Schulz daran, daß Anne Will seine Kandidatur schon früh vorausgesagt habe. Einstudiert, klar. Aber trotzdem irgendwie putzig«? Dagegen ist LeFloid ja Roger Willemsen!

Liest Dir die Leviten, weil irgendwer es muß: Titanic

 Bielefelder Impro-Theatergruppe »Die Stereotypen«!

Habt Ihr manchmal das Gefühl, Eure Auftritte gehen bei den Zuschauern zum einen Ohr hinein und zum andern gleich wieder raus? Keine Panik! Gründet doch statt dessen einfach eine Band: »Die Monotonen«.

Analogisch grüßt Titanic

 Bundespolizei Lüneburg!

»Ein schon 250mal geschnappter Schwarzfahrer« sei von Dir »erneut aus einem Intercity geworfen worden«, berichtete Stern.de. »Warum der Mann aus Uelzen immer wieder per Bahn nach Hamburg will, sei unklar.« Warum? Na, weil er noch nie angekommen ist! Kein Wunder, daß er es dauernd erneut probiert.

Bitte alle aussteigen! Titanic

 Ganz gleich, Carsten Kengeter, Vorstandschef der Deutschen Börse,

ob es wahr ist, daß Sie Insiderwissen genutzt haben, um sich durch den Kauf von Aktien der Deutschen Börse zu bereichern, oder nicht, Sie werden in Ihren Kreisen als Depp dastehen: als vorbestrafter, wenn Sie diese Geschäfte gemacht und sich haben erwischen lassen; als nicht vorbestrafter, wenn Sie Ihre Position nicht genutzt haben, um mit Insiderwissen erfolgreich Geschäfte zu machen.

Vielleicht benutzen Sie das nächste Mal einfach ein paar Strohmänner für solche Deals. Wen? Verraten wir nicht. Sie wissen ja: Vorsicht bei Insiderwissen! Titanic

 Aber sag einmal, »Mobil Clean«!

Wo wir auf einem Deiner Autos den Claim sahen: »Menschen für Sie« – das klingt, wenn Du uns fragst, nicht so sehr nach Superservice in Sachen lüftungstechnischer Reinigung; eher schon nach Handel mit osteuropäischen Putzhilfen.

Werbeagentur wechseln!

Rät Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Anthropologie

Der Mensch: ein Naturprodukt mit geplanter Kondoleszenz.

Theobald Fuchs

 Analoger Dialog

Anruf aus dem Callcenter von 1&1.

»Sie sind Firmenkunde bei 1&1. Wir können Ihnen helfen, Ihre Firma in den Ergebnissen von Suchmaschinen besser zu plazieren.«
»Geht auch schlechter, zur Vermeidung von Nerverei und für weniger Geld?«
»Das geht nicht.«
»Dann kommen wir leider nicht zusammen.«

Achim Greser

 Gesundheitsfrage

Wenn Frühstücken das neue Rauchen ist, wie britische Forscher behaupten, welche Rolle spielt dann, ernährungswissenschaftlich betrachtet, eigentlich das sogenannte Nuttenfrühstück (Kaffee und Zigarette)?

Julia Mateus

 Automatensegen

Social Bots könnten die Betreuung all der Soziopathen bei Facebook und Co. übernehmen, die man keinem Menschen zumuten will: Aufmerksamkeit bereitstellen, Monologe entgegennehmen, als Like-Maschinen gute Gefühle erzeugen und durch Flirten das Ego streicheln. Je besser dies funktioniert, um so mehr wird die Kundschaft aus dem Real Life ferngehalten. Ich persönlich nutze die technische Errungenschaft umgekehrt, indem ich meine Wutimpulse ungehemmt an den Bots auslasse. Erstaunlich finde ich dabei, daß diese heute schon die Überschreitung von Toleranzschwellen genausogut simulieren können wie echte Menschen.

Michael Höfler

 Unbedingt erforderliches Dissertationsprojekt:

»Penisverletzungen bei Masturbation zu Cat-loves-vacuum-cleaner-Videos«

Adrian Schulz