Newsticker

Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Linksradikale in der SPD und woran Hans-Georg Maaßen noch glaubt

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen bekommt nun wohl doch keine Trostanstellung im Ministerium des Innern, weil er unter anderem kundgetan hat, dass er glaubt, Linksradikale in der SPD (ja, wirklich!) hätten seine Entlassung forciert. Doch Maaßen glaubt nicht nur an Linksradikale in der SPD, sondern auch an:

  • Läuseblut im Campari
  • Monster unterm Bett
  • Massenvernichtungswaffen im Irak
  • Hirn im Kopf von Kollegah
  • Ein richtiges Leben im Falschen
  • Rassismus gegen Deutsche
  • Blühende Landschaften im Osten
  • das Monster von Loch Ness
  • Gerechtigkeit im Kapitalismus
  • Juden in der AfD
  • die Vorhersagen auf Astro TV
  • Meinungsfreiheit in der Türkei
  • Fairtrade bei Primark
  • Nazis auf der Rückseite des Mondes (aber nach wie vor nicht in Chemnitz)
Nur diese Kategorie anzeigen:Gärtners Sonntagsfrühstück Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: &

Eigentlich schade, dass es den Zeitungen so schlecht geht, finden sich in ihnen doch immer wieder interessante, lustige, anrührende Geschichten. Im Morgenblatt durfte sich ein Schriftsteller, der zwar den schönen Namen Leander Scholz trägt, vorm Material aber eher wenig Respekt hat („nachvollziehen“, „zeitgleich“), sich als unverbesserlicher Sozialdemokrat outen, der „sich nicht vorstellen kann, eine andere Partei zu wählen“, und dem es ein Herzensanliegen war, unter der Überschrift „Riskante Vielfalt“ mal ganz was Originelles vorzuschlagen: Mehr Gleichheit statt immer bloß Vielfalt. Uff: „Die Gesellschaft besteht inzwischen aus einer Vielzahl von Communitys, die sich ethnisch, kulturell, religiös oder sexuell definieren. In dieser Hinsicht hat sich Deutschland den Vereinigten Staaten angeglichen. Der Preis für den Verzicht auf eine stärkere Gemeinschaft ist allerdings die Schwierigkeit, einen Konsens für soziale Reformen zu finden.“

Verstehe: Die „Bürgerversicherung“ und „eine Rentenkasse, in die alle einzahlen“, die hätten wir längst, wenn nicht die Türken, Veganerlesben und sonstig Minoritären mit ihren Ansprüchen auf Vielfalt dafür sorgten, dass – ja, was eigentlich: dass keine Zeit für den Sozialismus bleibt? Man lese genauer, als der Scholz evtl. zu schreiben versteht: Der Preis, den wir zahlen – das beschreibt eine Kausalbeziehung. Wenn ich heirate, ist der Preis, den ich zahle, dass ich nicht mehr ungestraft in der Gegend herumpoussieren kann. Wenn ich Vielfalt will, ist der Preis mehr Ungleichheit, und das klingt solange einleuchtend, wie ich auf das Adjektiv „sozial“ verzichte. Denn warum sind Vielfalt und soziale (als schlicht materielle) Gleichheit Gegensätze? In der freien Assoziation, die Marx und Engels vorschwebten und in der die freie Entwicklung des einzelnen Voraussetzung für die freie Entwicklung aller ist, warum sollte da eins, „unerpressbar“ (Dath), nicht morgens trans, mittags cis und abends Steuerzahlerin, Autofahrer oder Carnivore sein?

Aber auf Marx und Engels beruft sich ein leidenschaftlicher Sozialdemokrat zuletzt, weshalb wir da landen, wo man immer landet, wenn Vielfalt, selbst wenn sie als selbstredend „wichtig“ etikettiert wird, als Hemmschuh fürs große Ganze gelten muss: „Die Nation, die im 19. Jahrhundert die demokratische Gleichheit aller Bürger verkörpert hat, ist etwas für Verlierer geworden … Ohne Ausbildung eines demokratischen Patriotismus werden auch die Einrichtungen der Demokratie keinen dauerhaften Bestand haben.“ Andere Möglichkeit: Establishment und BDI gewähren die Bürgerversicherung und die Rentenkasse, in die alle einzahlen. Aber da das zugegebenermaßen abwegig ist, muss die Nation es richten, der gegenüber der Einzelwille, bitte sehr, zurückstecken muss, zumal der, der sich in einer Community dem Volksganzen verweigert.

„Gas! – Und durch! – Und vorwärts mit Gewinn. / Zugegeben, wie bereits vor zwanzig-dreißig-Jahren – /
A b e r: immerhin!“ Rühmkorf, 2008

Aber man muss die Sozialdemokratie verstehen: Da strampelt sie sich seit anderthalb Jahrhunderten ab, die Interessen von Kapital und Arbeit zu versöhnen, obwohl die sich zueinander wie Öl und Wasser verhalten und sich, wie Salatfans wissen, nur unter Zugabe jenes Senfs vermischen, den nationale Schriftsteller dazudrücken. Und was hat sie davon? Dass die Grünen ihr den Rang ablaufen, und der Leitartikel weiß auch, warum: „Für ihre Sache zeigen sie seit Jahrzehnten Leidenschaft, Verantwortung, Augenmaß. Was jetzt offenbar so vielen Menschen imponiert, ist das auf Unterbau und Haltung fußende Selbstbewusstsein, Antworten zu riskieren, statt lediglich Fragen zu stellen“, etwa auf die Frage: Beteiligen wir uns an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg? „Neulich auf der Frankfurter Buchmesse diskutierte ihr baden-württembergischer Ministerpräsident Kretschmann über sein neues Buch. Darin definiert er einen Konservatismus aus Humanität und Ordnung, Freiheit und Sicherheit, Ökonomie und Ökologie. Das Publikum am überfüllten Messestand verhielt sich auf eine Weise, für die der Ausdruck ,an den Lippen hängen’ erfunden worden ist“, denn da wurde alles gut und konnte alles so bleiben. Und statt sich, wie verzweifelte Sozialdemokraten, über Gleichheit und Vielfalt wenigstens den Kopf zu zerbrechen, begnügen sich Grüne mit Weichheit und Einfalt, in Verantwortung für die Schöpfung und den Profit, und zwar mit klarer Präferenz fürs Kapital (Kretschmann/Daimler).

Das macht die Sache freilich leicht.

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Heimweg bei Regen
(Durchgesehene, bearbeitete, gekürzte, gestärkte und überhaupt in jeder Hinsicht verbesserte neue Version)

Ich war auf dem Heimweg nach der Arbeit. Es regnete, und Wasser lief die abschüssige Straße hinunter. Wie es seine Art war, strebte das Wasser eine exakt waagerechte Oberfläche an, dazu benötigte es aber eine natürliche oder künstliche Einfassung. Weil es eine solche nicht in ausreichendem Maße gab, war das Wasser ganz der Wirkung der sogenannten Schwerkraft unterworfen und floß von oben nach unten (s.o.). Dank des dichten Schuhwerks, das ich trug, blieben meine Füße trocken. Das war ein relativer Triumph des Menschen über die Naturgewalten, doch schon um Feuer abzuhalten, wären dieselben Schuhe nicht von Nutzen gewesen. Gegen das von oben herabfallende Wasser hielt ich einen aufgespannten Schirm über mich, zweifellos eine der sinnreichsten Errungenschaften der menschlichen Zivilisation.
Ich ging, hatte Sinneseindrücke und dachte auch etwas zur selben Zeit. Was ich dachte, habe ich inzwischen vergessen. Was ich hingegen noch weiß, ist, daß mir ein lächerliches Hundegespann begegnete. Sehr kleine, albern zurechtgemachte Hunde zogen ohne jede Mühe ein großes, dem Anschein nach schweres Gefährt. Sie taten es mit einem Ernst, den ich ihnen wegen ihres die Würdelosigkeit streifenden Aufzugs kaum zugetraut hätte. Wenn ich jetzt daran denke, bemerke ich, daß ich nicht imstande bin zu definieren, wie die kleinen Hunde exakt aussahen und worin die Lächerlichkeit ihres Anblicks bestand. Ich wurde abgelenkt, weil eine Person, die vermutlich zu den Hunden gehörte, mit einem gläsernen Gegenstand, vielleicht einer optischen Linse, den Gesetzen der Physik zuwiderlaufende Bewegungen in der Luft ausführte. Manche wirkten wie in Zeitlupe abgespielte Filmaufnahmen. Wäre es möglich gewesen, hätte man bestimmt sehen können, wie der Person das Blut rückwärts durch die Adern strömte. Zu meiner Überraschung überreichte sie mir sodann eine Kugel von der Größe eines Golfballs und erklärte mir, dieselbe solle „meine Welt verbessern“. Ich bedankte mich, steckte die Kugel in meine Jackentasche und setzte meinen Heimweg durch das herunterfallende und sich unten sammelnde Wasser fort. Die Strecke zwischen mir und meinem Ziel wurde von jedem meiner Schritte aufgesaugt, bis sie komplett hinter mir lag.
Dann hörte der Regen mit großer Gründlichkeit auf, sogar mein Schirm war fort. Und damit nicht genug: Auch die Geschichte war zuende. Sie ist es noch heute.

 


Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Der TITANIC-Ombudsmann (9)

Liebe Leserinnen und Leser, bei einer Arbeitsweise, die so sehr von den Prinzipien der inneren Pressefreiheit, der Stimmenvielfalt und der unwiderstehlichen Macht des Maulens geprägt ist wie die der TITANIC-Redaktion, bleibt es nicht aus, dass ein Beitrag manchmal auch unter der Kollegenschaft umstritten ist.

So war es auch bei der Infografik, die den neuen Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang ankündigte. Die Frage, ob es sich bei dem possierlichen, mit einem zarten Pelz aus Wollhaaren bedeckten und verkümmerten Sehorganen ausgestatteten Spitzenbeamten um einen Maulwurf handeln könnte, wurde intern überraschend kontrovers diskutiert:

► "Sorry, ich sehe da null Ähnlichkeit", meint TITANIC-Chefgrafiker Tom Hintner. Der Spezialist für unterirdische Lebewesen und Witze erholt sich gerade selbst von einer Augen-OP, kann seine Umgebung jedoch durch winzigste Schwankungen in den Bierpreisen wahrnehmen.

Meine Antwort: Ich habe den Beitrag geprüft. Nach meiner Einschätzung funktioniert er auch, wenn man vom Aussehen des Verfassungsschützers absieht und sich ganz auf seinen seltsamen Namen (Hodenzwang) konzentriert. Ruhig öfter versuchen!


► Leser Friedrich M. hat eine Beschwerde zu dem Classic-Artikel "Sie nannten ihn Fotzen-Fritz", den die Redaktion aus aktuellem Anlass online stellte: "In den vergangenen 18 Jahren habe ich mich stark verändert. Ich bin nicht mehr der junge hasserfüllte Konservative mit Überlegenheitskomplex, der vom Feuilleton verlacht wird, sondern ein alter hasserfüllter Konservativer mit Überlegenheitskomplex, der vom Feuilleton als ernsthafte Alternative zu Merkel diskutiert wird. Unter diesem Gesichtspunkt kann ich den Beitrag leider nicht ernstnehmen."

Meine Antwort: Ich habe mit der Chefredaktion gesprochen. Sie sieht derzeit keinen Anlass, den Beitrag zu aktualisieren.


► Aus dem Internet meldet sich Superekel Etienne G., dem ein Bericht über die Arschlochfirma "Rocket Beans" nicht ausgewogen genug war: "Hey, es ist überhaupt nicht wahr, dass wir Schwule und Frauen hassen! Wir vermarkten lediglich Inhalte für Schwulen- und Frauenhasser, was ein total legitimes Geschäft ist! Gamer sind nicht pauschal menschenverachtender Schmutz, sondern oft sehr sensibler Schmutz, dessen Gefühle geachtet werden müssen!"

Meine Antwort: Ich habe die Zuschrift dieser unangenehmen Person an die Redaktion weitergeleitet. Leider aber schätzen die meisten unserer Mitarbeiter Computerspiele viel zu sehr, als sie mit Leuten zu diskutieren, die sich selbst unironisch "Gamer" nennen, so dass zur Stunde leider keine Antwort an den Schmutz vorliegt.

Herzlichst,

Ihr TITANIC-Ombudsmann

Leo Fischer

Wenn er sich noch an sein Passwort erinnert, erreichen Sie Herrn Fischer unter ombudsmann@titanic-magazin.de und ansonsten unter TITANIC, Stichwort: Sofort wegwerfen, Hamburger Allee 39, 60486 Frankfurt am Main.

Sie können ihn kontaktieren, wenn Sie Ihre politische Ansicht oder sonstige Wahnvorstellungen falsch oder verzerrt dargestellt finden. Aber auch, wenn Sie Zweifel an Fakten haben, am Leben oder "auch nur mal so". Er darf offiziell bei unserer Chefredaktion fragen, ob wir alles richtig gemacht haben. Wir werden keinen Einfluss auf seine Schützenhilfe nehmen und sie veröffentlichen, wann immer es gerade gut passt.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Krimi-Autorin Rita Falk!

Krimi-Autorin Rita Falk!

Wie Sie der »Passauer Neuen Presse« steckten, spinnen Sie sich Ihre Fälle bei der Gartenarbeit zusammen: »Es ist schon so, dass ich beim Garteln sehr viel nachdenken kann und sehr viele Ideen für meine Krimis sammle.«

Obwohl wir zugegebenermaßen noch keins Ihrer Bücher gelesen haben, dürfte es angesichts Ihrer Inspirationsquelle aber auch nicht schwer zu erraten sein, wer in Ihren Kriminalromanen stets der Mörder ist.

Ziehen Ihnen daher in Sachen Krimis noch immer Ihren Namensvetter Peter Falk vor: die Trenchcoat-Träger von der Titanic

 Sie, Heiko Müller, stellvertretender NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei,

baten für Ihre Kollegen um Nachsicht, nachdem Rechtsextreme bei einem Aufmarsch in Dortmund ungehindert Parolen wie »Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!« hatten skandieren dürfen. »Die Polizei hat nur wenig Handhabe, um einzugreifen«, reagierten Sie auf die Kritik an der Zurückhaltung der Einsatzkräfte. »Die Rechten gehen regelmäßig an die Schmerzgrenze und kaum darüber hinaus. Das ist für Polizisten oft schwer zu ertragen, aber wir leben in einem Staat, in dem die Meinungsäußerung einen hohen Stellenwert hat.«

Mensch, Müller, kein Ding! Dass es für Polizisten oft leichter zu ertragen ist, wenn die Rechten bei ihrer Meinungsäußerung über die Schmerzgrenze hinaus gehen wie in Chemnitz (»Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans!«), steht ja ohnehin außer Frage. Bei über 20 Kilo Ausrüstung plus Eigengewicht wird zudem jeder Verständnis dafür aufbringen, dass so eine Hundertschaft während der stundenlangen Latscherei in voller Montur statt der schweren Quarzsand- mal die bequemen Samthandschuhe überstreifen darf. Schließlich handelt es sich bei den Krakeelern nicht um Kapitalverbrecher wie dunkelhäutige Fahrraddiebe oder blassgesichtige Antifa-Sympathis… – aah! Aua, aua! Hilfe, Polizei! Titanic

 Liebe Tschechen!

Da wir gehört haben, dass einer der fünf reichsten von Euch der Milliardär Kretinsky ist, würden wir gern wissen, um wen es sich bei den vier anderen Superreichen aus Böhmen und (Geldver-)Mähren handelt. Wir tippen auf Trotteloda, Idiotcera, die Depperova sowie, natürlich, den fiesen Geldsak Blödiany.

Eure Scherzkecs auf der Titanić

 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)!

Als die Diskussion aufkam, ob Ihre Partei mit der AfD koalieren sollte, sagten Sie: »Ich schließe das natürlich auch kategorisch aus.« Das bedeutet also aus dem Merkel-Deutschen übersetzt: Es ist alles möglich?

Dachten sich schon: die Politexperten auf der Titanic

 Teure Bahn!

Du erhöhst mal wieder die Fahrpreise. Rund zwei Prozent mehr zahlt man ab Dezember für den Fernverkehr. Wir haben dafür Verständnis: Die Druckkosten für die ganzen Fahrgastrechteformulare müssen ja auch wieder enorm gestiegen sein!

Mit 120 Minuten Verspätung grüßt Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Neues Sprichwort

Die größten Spießer tragen die buntesten Socken.

Fabio Kühnemuth

 Gegen den Jugendwahn

Wie alt muss ich eigentlich werden, damit mich das Quengelregal an der Supermarktkasse endlich kaltlässt?

Katharina Greve

 Kleine ganz groß

Welch bedeutungsverändernde Wirkung die Groß- und Kleinschreibung haben kann, merkte ich, als ich den ausgestellten Rechnungsbeleg mit »Betrag dankend in Bar erhalten« sah.

Jürgen Miedl

 Sympathisanten

In den Siebzigern war das Rote-Armee-Fraktion-Zeichen mit der Kalaschnikow allgegenwärtig, ob an Wände gesprüht oder auf Bekennerschreiben, die in den Nachrichten gezeigt wurden. Ich war noch Kind und verband mit diesem Logo ausgemergelte, langhaarige, rauchende Leute, die eine andere Gesellschaft wollten und Waffengewalt für die Durchsetzung geeignet hielten. Mich wunderte nur irgendwie, dass die Maschinenpistole dieses Zeichens auf den Autohecks von ganz bürgerlichen Leuten auftauchte. Auf polierten, dicken Mercedessen oder vollbeladenen Familienkutschen prangte ein Gewehr. Es war zwar um 90 Grad gekippt, hatte den Lauf nach unten gerichtet, aber es strahlte genau diese bedrohliche Gewaltbereitschaft aus. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich bei diesem Symbol um die Umrisse von Sylt handelte.

Miriam Wurster

 Placebo-Effekt

Wem auf dem Weg in den Urlaub siedend heiß einfällt, dass er das »Mensch ärgere Dich nicht« auf dem Küchentisch vergessen hat, und trotzdem nicht auf den Spielgenuss verzichten möchte, kann die Familie am Zielort im Gepäck danach suchen lassen.

Lukas Jacobs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 17.11.:

    Sowohl die Wiener als auch die Kleine Zeitung besprechen Michael Ziegelwagners Roman "Sebastian – Ferien im Kanzleramt" (den es selbstverständlich als TITANIC-Aboprämie gibt).

  • 17.11.:

    Mark-Stefan Tietze geht für die Taz mit Annegret Kramp-Karrenbauer in den Darkroom.

Titanic unterwegs
19.11.2018 Berlin, Renaissance Theater Max Goldt
21.11.2018 Frankfurt, Kaisersaal im Frankfurter Römer Verleihung des »Stoltze-Preises« an Hans Traxler
22.11.2018 Koblenz, JAM-Club Tim Wolff
24.11.2018 Joachimsthal, Lyrikhaus Gerhard Henschel