Nach 17 Monaten Gefangenschaft in Nordkorea ist der erst vor wenigen Tagen freigelassene US-amerikanische Student Otto Warmbier gestorben. Familien und Angehörige bangen nun um weitere Inhaftierte, die noch in Kim Jong-uns Kerkerzellen schmoren und dem Regime in Pjöngjang ebenfalls nicht schmecken dürften:

  • Paul Fettarmmilch
  • Willi Dörrobst
  • Mai Grünkernbratling
  • Heinz Ketchup
  • Raffael O.

Alle Welt liebt Mehmet Scholl für seine kecken Sprüche! Auf den Mund gefallen ist der 46jährige nicht – beziehungsweise doch, einmal, als ihn Stefan Effenberg hüfthoch abgegrätscht hat. Jüngst begeisterte Scholl Millionen von Sportschauern mit dem Satz: "Vielleicht kommt Cristiano Ronaldo ja wirklich in den Knast. Dann mache ich mir Sorgen, daß er als Miss September endet." Hier lesen Sie die weitere Knaller des Vergewaltigungsexperten:

  • "Mich nerven Trainingslager, weil ich am liebsten bei meiner Frau bin. Doch inzwischen bin ich genauso oft mit Thomas Helmer auf der Bude – aber immer mit dem Hintern zur Wand, während er’s mir mit dem Mund macht."
  • "Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch regelmäßig Sex mit meinem Hund."
  • "Die Momente, in denen es sich wirklich lohnt, Fußball-Profi zu sein, sind, wenn man Olli Kahn beim Einseifen zusieht und man sich vorstellt, er sei Matthias Opdenhövel."
  • "40 Prozent aller Münchner Damen würden wahrscheinlich gerne mit Mehmet Scholl schlafen. Die anderen haben alle schon eine Unterlassungserklärung von mir erzwungen."
  • "Mein Vorteil gegenüber anderen Fußballspielern war immer der, daß man meine Leistenbrüche transvaginal behandeln konnte."
  • "Vielleicht kommt Uli Hoeneß ja wirklich in den Knast. Hoffentlich schmecken ihm die Würstchen dort auch so gut! Und mit Würstchen meine ich natürlich Penisse! Riesige, schleimige Penisse!"

Es lief nicht alles nach Plan auf dem Parteitag Grünen, aber eins steht fest: Die alternative Spontitruppe um das Spitzenduo Katrin Göring-Eckardt und Cem "Summer" Özdemir hat zu ihren erdigen Bio-Wurzeln zurückgefunden, mümmelt wieder trockene Haferkekse statt vegane Matewurst. Dabei schien es zu Beginn durchaus so, als könnte das Treffen zu einem großen Hauen und Löwenzahnstechen unter Parteigenossen werden. Neumitglied und Landwirt Horst Rübezahl etwa wollte unbedingt mit seinem Trecker in den Veranstaltungssaal, scheiterte aber an der Rollstuhlrampe und beschwerte sich daraufhin lautstark über die strukturelle Agrophobie der Grünen; Rechtsesoterikerin Heidemarie Krautsalat zettelte einen Streit an, als man ihr untersagte, einen Tempel aus alten Wehrmachtsorden für die nordischen Götter auf der Bühne zu errichten und sie auf die Empfangshalle verwies. Doch die Mehrzahl der Anwesenden nahm’s gelassen, tauschte untereinander Rezepte für die trockensten Haferkekse oder strickte sich Pullover aus ihren langen Bärten.

Und dann ging es auch schon los mit einem Grußwort des Vorstandsvorsitzenden der deutschen Giftmüllindustrie Rupert Atomstrom. Unter lautstarkem Beifall geißelte der die laschen Grenzwerte für toxische Emissionen, die zu überschreiten schon lange keinen Spaß mehr mache, und forderte strengere Kontrollen, um den unternehmerischen Sportsgeist früherer Tage wiederzubeleben. Die folgenden Redner knüpften an diese Linie nahtlos an und brachten die Partei damit ideologisch wieder auf Kurs, arbeiteten heraus, was die Grünen ausmacht und was sie am besten können: Verbote, Verbote, Verbote! Den Reigen eröffnete ausgerechnet der für seine konservative Haltung bekannte Winfried Kretschmar, der das Verbot zweispuriger Autobahnen forderte. Es folgten Özdemir mit einem Antrag zum Verbot des Wahlrechts für Hartz-IV-Empfänger und Jürgen Trittin sowie Trittin, der sämtliche Genußmittel verbieten, im selben Zug aber mit einer zweihundertprozentigen Askesesteuer belegen wollte. Der Freiburger Bürgermeister Boris Palmer legte gleich eine mehr als zweihundertseitige Liste mit Verboten vor, die jedoch nur für "Flüchtlinge, Homosexuelle, Asoziale, Geringverdiener, Juden, Behinderte, normale Ausländer und Fraue" gelten sollten und aufgrund dieser Einschränkungen mehrheitlich abgelehnt wurden. Etwas übers Ziel hinaus schoß wohl der Fraktionsvorsitzende Toni Hofreiter, dessen Vorschlag, das Einwegtoilettenpapier zu verbieten, nur mit einlagigem Stimmenvorsprung angenommen wurde.

Insgesamt aber war eine deutliche Euphorie zu spüren, ein Aufbruch in ein Zeitalter voller Verbote, Restriktionen, Vorschriften und Gängelung. "Wir nehmen den Leuten einfach alles weg, was Spaß macht", so brachte mit leuchtenden Augen Otto Karotte von der Grünen Jugend den Geist des Parteitags auf den Punkt. Um die Wählergunst seiner Altersgenossen zu erringen, hat der Jung-Öko sich auch schon etwas ausgedacht: Er will Smartphones und Computerspiele verbieten.

Die "Taz" hat sich für ihre Schlagzeile zum Tode des Altkanzlers Helmut Kohl entschuldigt. Ein Rückblick auf die frechsten Titelseiten der Tageszeitung:

  • Nach dem Tod von David Bowie titelte die "Taz" mit "Bowie ist das schön!" – mit einem Augenzwinkern, klar!
  • "Unsere Gebete wurden erhört!" schrieb die taz zum Tode Johannes Paul II. – natürlich nicht ganz ernst gemeint!
  • "Endlich: Das Imperium schlägt zurück!" verkündete das Frechblatt, nachdem "Star Wars"-Star Carrie Fisher einem Herzanfall erlegen war. Selbstredend alles nur Spaß!
  • Einen Tag nach dem Ableben Fidel Castros prangte auf dem "Taz"-Cover dessen Kopf, dazu der Schriftzug "Das hast du jetzt von deinem Sozialismus! Der Tod macht alle gleich!" – ironisch, versteht sich!
  • "Gaboren um zu sterben: Zsa Zsa Schade ist’s um sie nicht!" kommentierte die "Taz" den Hinschied Zsa Zsa Gabors. Eine Hommage!
  • Als Hellmuth Karasek verstarb, war am Kiosk zu lesen: "HAHAHAHA! SO lustig war Karasek noch nie!" – das war voller Ernst.

Käsehappen

Zutaten für 4 Personen: 1 kg Scheiblettenkäse, 1 Blatt glatte Petersilie

Die Scheibletten jeweils in neun gleich große Quadrate schneiden, übereinanderlegen und mit einem Zahnstocher fixiert. Fertig sind die Käsehappen! Mit der Petersilie garnieren und frisch oder nicht so frisch servieren.

Cross Split

Zutaten für 2 Personen: 1 l Sahne, 10 Eier, 1 Pfund Apfelsinen, 250 g Zucker, 250 g Mayonnaise, 250 g Butter, 70 Käsehappen, 1 Tüte Kartoffelchips

Alle Zutaten im Mixer sämig rühren und anschließend in der Mikrowelle auf höchster Stufe erhitzen, bis die Mikrowelle explodiert. Die Schrotteile zusammen mit den Chips in einer Schüssel anrichten und einige Tage nach draußen stellen. Auf der nächsten Party garantiert der "Kracher".

Hummus des Todes

Zutaten für viele Tote: 1 Schüssel Hummus, 1 Döschen Zyankali, 1 Glas Sekt

Den Hummus mit dem Zyankali verrühren und auf den Tisch stellen. Das Glas Sekt genießen und den Feinden beim Sterben zuschauen. Achtung: Manche Menschen reagieren auf Hummus mit Verdauungsproblemen. Die einfach erschießen.

Mit Helmut Kohl ist „ein großer Europäer“ (Angela Merkel, Focus online, Sigmar Gabriel, SZ, „Hannoversche Allgemeine Zeitung“, Jean-Claude Juncker, Cem Özdemir, ZDF u.v.a.) von uns gegangen, dessen Vision von einem europäischen Deutschland „ein Vermächtnis an die deutsche Nation und an ganz Europa“ sei, wie einer gesagt hat, der den Unterschied zwischen einem europäischen Deutschland und einem deutschen Europa sowenig kennt wie den zwischen einem sozialdemokratischen Parteivorsitzenden und einem, der nicht gelernt hat, Vermächtnisse an die deutsche Nation rechts liegen zu lassen. Chulz hätte auch sagen können, er melde vor der deutschen Geschichte den Eintritt ihres Größten in das Reich des Herrn.

Es ist eine gut bekannte Tatsache, daß den „großen Staatsmann“ (Zeit online, Annegret Kramp-Karrenbauer, Sigmar Gabriel, SWR, Henriette Reker, Frank-Walter Steinmeier, Volker Bouffier, Wiesbadener Tagblatt u.a.m), politisch angeschlagen, wie er 1989 war, allein der Fall der Mauer gerettet hat (und, glauben wir Heiner Geißler, die Intervention der Deutschen Bank). Daß er diesen Fall wie kein zweiter zu nutzen verstanden habe und den Mantel der Geschichte im entscheidenden Moment ergriff, wird nur der nicht bejubeln, dem die deutsche Nation am Podex vorbeigeht und der überdies Schwierigkeiten hat, sich vorzustellen, irgend etwas wäre 1989ff ohne Kohl anders gelaufen, als es gelaufen ist. Kohl hat es, in einem späten Interview, selbst gesagt, daß die Sowjets aus dem letzten Loch pfiffen und eine DDR hergaben, die sie nicht mehr finanzieren wollten oder konnten (der Anfang vom Ende waren zwei Millionen Tonnen Erdöl, die die UdSSR ab 1981 nicht mehr lieferte), und er war der Mann, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und Gorbatschow die DDR gewissermaßen abkaufte, für 15 Milliarden D-Mark. Seine Strickjackendiplomatie mochte die Hoffnung nähren, das neue Deutschland werde ebenfalls ein gemütliches.

„Geschichte ist nur das, was in der Entwicklung des Geistes eine wesentliche Epoche ausmacht.“ Hegel, 1805

Dieses Deutschland, als es dann da war, war eines, das seinen östlichen Teil dem westlichen zur Ausplünderung überließ, begünstigt durch die Währungsunion, die, trotz verzweifelter Warnungen von Fachleuten, auf Kohls Drängen einen Umtauschkurs von 1:1 vorsah und damit auf einen Schlag die DDR-Industrie ruinierte, die ihre Produkte zum regulären Westpreis nicht mehr loswurde. Als, auch deshalb, dann die Asylantenheime und Häuser türkischer Familien brannten, „hat Kanzler Kohl sich an diesen Tatorten leider nicht sehen lassen“, und der nächste Pressepreis gehe an H. Prantl für dieses „leider“, in Prantls Nachruf auf den „großen Instinktpolitiker Helmut Kohl“. Dessen Instinkt ihm halt sagte, daß seine Bundesdeutschen, die neuen noch weniger als die alten, ihr Deutschland nicht als Einwanderungsland begriffen, was er ja ebensowenig tat, er, der Ende ’89 in Dresden davon sprach, man sei jetzt wieder so etwas wie eine große deutsche Familie; und halt keine ausländische.

Für einen Staatsmann hat Helmut („Weiter so!“) Kohl innenpolitisch wenig hinterlassen, wenn man von den Folgen seines Umtausch-Befehls absieht (die ostdeutsche Wirtschaftsleistung liegt nach wie vor nur bei 70 Prozent der westlichen), seinem legendären Besuch auf dem SS-Friedhof, seiner Haltung zu Parteispende(r)n und der geistig-moralischen Vorbereitung dessen, was heute, zwischen „Famillje“, Leistungsfetisch und Privatfernsehen, neues Biedermeier heißt: „Von der Birne heiß / rinnen muß der Schweiß / Ist der Feierabend da / Hausschuh Marke Romika“ (Gremliza, 1982). Außenpolitisch ist Osteuropa deutscher Hinterhof und leidet der Westen unterm Euro, der es unmöglich macht, die deutsche Wirtschaftsmacht per Abwertung der nationalen Währung zu unterlaufen. Privat hatte sich der legendäre Männerfreund Kohl zuletzt mit so gut wie allen seinen Männerfreunden (wie auch seinen Söhnen) zerstritten, und mit derart hölzernen Worten, wie sie Theo Waigel im Heute-Journal sprach, der als einer der letzten beim Altkanzler gelitten war, möchte ich jedenfalls nicht verabschiedet werden.

Daß Helmut Kohl Dutzende unvergeßlicher TITANIC-Titel stimuliert hat, bleibt sein historisches Verdienst.

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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 19.07.:

    Gegen Gottes ausdrücklichen Wunsch wird Oliver Maria Schmitt vom Humanistischen Pressedienst zum "Satirepapst" ausgerufen.

  • 19.07.:

    Aus Facebooks geheimem Löschzentrum berichtet Mark-Stefan Tietze in der Taz.

Titanic unterwegs
21.07.2017 Brüssel, EU-Parlament
  »Brüsseler Lektionen (37)«
23.07.2017 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Ari Plikat
27.07.2017 Falkensee, Hotel Kronprinz
  Martin Sonneborn
02.08.2017 Prerow, Kulturkaten "Kiek In"
  Martin Sonneborn

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Briefe an die Leser

 Mathias »Mullah« Müller von Blumencron!

In einem selbst für Ihre Verhältnisse irrsinnigen Artikel schrieben Sie doch glatt: »In der islamisch geprägten Welt, wo die meisten Attentate stattfinden, die meisten Opfer zu beklagen sind, trifft es die Menschen in ihrem Alltag auf Märkten, wie kürzlich in Kabul im morgendlichen Berufsverkehr. Oder er richtet sich gegen die Obrigkeit.«

Daß mobile Märkte in Afghanistan alltäglich sind, nehmen wir Ihnen, Müller von Blumencron, ja noch ab. Aber der Kabuler Berufsverkehr, der richtet sich nicht gegen die Obrigkeit, sondern ganz gezielt gegen Ihre kaputte Ausdrucksweise. Denn die folgt eben gerade nicht dem »Impuls, sich diesem Gift entgegenzustemmen, mit einem ›Trotzdem‹ oder ›Gerade jetzt‹, mit einem Aufschrei des Lebens gegen die Todessehnsüchtigen«. Sondern sie vergrößert nur unsere Angst. Und Angst sei bekanntlich »ein schleichendes Gift, das die Terroristen streuen, dessen Wirkung sie herbeimorden. Aber langsam zieht es ein, beginnt zu wirken.«

Stemmt sich gerade jetzt dem schleichenden Einzug Ihrer Stilblüten entgegen: Titanic

 Huuhuuu, Sonja Steffen (SPD)!

Über Ihre Parteigenossin Manuela Schwesig sagten Sie: »Schwesig wird noch mal Bundeskanzlerin.« D.h., sie tritt der CDU bei?

Tusch! Titanic

 Auf ein Wort, Krautreporter!

Über Eure zwangskomisch-stumpfsinnigen Schlagzeilen (»Angst vor Elefanten ist in Europa kein Problem«) sehen wir souverän hinweg. Eure notorische Notgeilheit (»Deshalb habe ich Kreppband um meinen Penis gewickelt«) ignorieren wir stoisch. Und selbst vollendet Gagaistisches wie den Artikel »Was es braucht, um Nationalisten zu entlarven: mehr Kartoffeln« ertragen wir gelassen.

Aber eins, Krautreporter, werden wir Euch nie verzeihen: Eure Existenz.

Antikrautoritär: Titanic

 Hmmm, Chipsfabrikant Naturals…

»Kann man Kevin-Pascal heißen und trotzdem Geschmack haben?« fragst Du despektierlich in Deiner neuen Werbekampagne. Dazu fallen uns zwei Dinge ein: Erstens hat sich Kevin-Pascal seinen Namen ja vermutlich nicht selbst ausgesucht, also müßte man, wenn überhaupt, nicht seinem Geschmack, sondern dem der Eltern kritisch gegenüberstehen. Und zweitens ist Naturals eine Tochter von »The Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH«, was ja auch ein sehr … interessanter Name ist. Wie war das noch mal mit dem Glashaus und den Steinen?

Deine Kevins c/o Titanic

 Christian Weber (SZ), alter Biologist!

Vor noch gar nicht so langer Zeit haben wir Ihnen schon einmal geschrieben, weil Sie in so lustig aufgeregten Sätzen Ihre Wut über die Genderforschung zum Ausdruck gebracht hatten. Diese sei, so befanden Sie in summa, von penisfreien Personen erfunden worden, um Forschungsgelder abzugreifen und Ihresgleichen zu unterdrücken. Sie erweckten dabei den Anschein, beim Schreiben Ihres Artikels nicht ganz bei Verstand gewesen zu sein.

Nun, Weber, sorgen Sie erneut für Amüsement: IQ-Tests sollten nämlich Ihrer Meinung nach darüber bestimmen, wer aufs Gymnasium gehöre. »Der IQ ist ein in der Psychologie bewährter, gut meßbarer Wert für die allgemeine Fähigkeit zum logischen Denken, zum Schlußfolgern und zur räumlichen Vorstellung. Studien zeigen, daß der IQ schulischen und beruflichen Erfolg am besten voraussagt – besser als Motivation, Fleiß oder Disziplin.«

Ach, Weber! Daß sich logisches Denken und räumliches Vorstellungsvermögen trainieren lassen, ist doch ein alter Hut. Und daß vor allem solche Kinder sprachlich und kognitiv gefördert und also trainiert werden, die bestimmten sozialen Schichten angehören, auch. Und was folgt daraus nach Kettenschlußregel? Daß durch obligatorische IQ-Tests fürs Gymnasium »soziale Ungleichheiten gelöst werden«? Kleiner Tip: nö.

Kein Beinbruch, einfach schön motiviert, fleißig und diszipliniert weiterüben! Freuen sich schon auf Ihre nächsten Versuche:

die Logiker auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Unvereinbar

Den Widerspruch zwischen sich ausschließenden ästhetischen Bedürfnissen auszuhalten, bis dereinst eine bessere, sie aufhebende Ordnung der Dinge vom Himmel fallen möge, ist Aufgabe aller heute Denkenden. So kann ich entweder vierlagiges Luxus-Komforttoilettenpapier kaufen ODER in einem schnieken Altbau mit leider historisch viel zu knapp bemessenen Abwasserrohren leben. Mögen spätere Generationen unserer Leiden eingedenken.

Leo Fischer

 Zirkuläre Grußschleife, die

beschreibt die ausweglose Situation, in der man ist, wenn man jemanden per Fehlgruß versehentlich gegrüßt hat, dieser daraufhin bei zukünftigen Begegnungen zurückgrüßt und man in der Folge selbst aktiv die Person weitergrüßt – um ihr nicht sagen zu müssen: »Entschuldigung, ich hatte Sie ursprünglich eigentlich versehentlich gegrüßt.«

Robert von Cube

 Modernes Klassenbewußtsein

»Nun sieh es doch mal so, Spartacus, andere Leute haben noch nicht einmal eine Arbeit!«

Karsten Wollny

 Vorbild Bossa-, nein: Supernova

Ein Stern zerbarst im Weltenall
Ich glaub, es war ein Todesfall.
Der Stern war fortan keiner mehr
Und ist das auch schon lange her
(zehn Jahre wohl so ungefähr)
So leuchtet, wo er nicht mehr ist
Sein Licht doch in der Finsternist
Kann das nicht tote Liebe auch?
Das wäre ein sehr schöner Brauch.

Gunnar Homann

 Beifall für Bäcker

Gelobt sei, was Tarte macht.

Tanja Schmid