Liebe Flattertiere!

Es stimmt also wirklich: Ihr sterbt wie die Fliegen. Eine Studie der Radboud-Universität in Nijmwegen bestätigt, was viele nicht wahrhaben wollten: Seit 1989 ist die Biomasse der Fluginsekten (Schmetterlinge, Bienen, Air-Berlin-Piloten) in etlichen deutschen Schutzgebieten um etwa 75 Prozent zurückgegangen. Entgegen dem Bauchgefühl der meisten Deutschen gibt es seit der Wende also wesentlich weniger Geschmeiß im Land. Mit Hilfe von Flugfallen, in denen ihr gefangen, getötet und gezählt werdet, haben die Forscher Eure drastischen Bestandseinbrüche einwandfrei nachgewiesen. Wir alle müssen nun daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Zum Beispiel sollten wir erwägen, in Zukunft eventuell weniger Flugfallen einzusetzen.
Viele Bürger meines Landes sind besorgt. Die Anteilnahme ist gewaltig: Unter jedem Online-Artikel über euer Leid lese ich bewegende Kommentare wie diese:

"Forscher bestätigen. Was für ein Schwachsinn. Jeder der länger als 20 Jahre Auto fährt, weiß das es immer weniger Insekten gibt. Guckt doch nur auf eure Autoscheibe." (SZ-Leser Matze R. auf Facebook)

"Etwas makaber, aber bei Fahrten mit dem Auto auf der Autobahn quer durch Deutschland hatte man früher häufig Insekten auf der Frontscheibe. Dieses Jahr konnte man die an einer Hand abzählen." (Nutzer "NeueMitte" bei Zeit.de)

"Bin diesen Sommer mit dem Fahrrad von Berlin nach München gefahren, früher habe ich bei solchen Sachen noch ne Sonnenbrille getragen und regelmäßig Insekten verschluckt." (FAZ-Leser Felix C. auf Facebook)

Ihr seht: Wir alle sind traurig, verzweifelt und können uns den rapiden Rückgang eurer Art nicht erklären. Wir wünschen Euch das Beste und hoffen, daß ihr bald wieder in größerer Zahl an unseren Kühlergrills klebt. Ich als Kanzlerin dieser Nation sage es in aller Deutlichkeit: Der Insektenschwarm gehört zu Deutschland!

Eure
Angela "Bienchen" Merkel

Was solcherlei Grausamkeiten in der menschlichen Psyche anzurichten vermögen, kann wohl nur ermessen, wer sie selbst einmal erleiden mußte. "Alles ist besser als noch ein Tag mit dir" – ähnlich brutal und mitleidlos, wie meine damalige Frau Ella unsere langjährige Ehe implodieren ließ, dürfte dieser Tage auch Georgina Chapman mit ihrem Gatten Harvey Weinstein umgegangen sein, bevor sie in aller Öffentlichkeit verlauten ließ: "Ich verlasse meinen Ehemann." Dieser ist verständlicherweise "am Boden zerstört", und das ist noch eine harmlose Umschreibung für die seelischen, gleichsam psychischen Verwundungen, die Weinstein zugefügt wurden und die ihn noch lange begleiten werden. Auch ich schlitterte nach der mir aufgezwungenen Trennung in eine mittelschwere Depression, wie in meinem neuen Bestseller (Alles ist besser als noch ein Tag mit dir – Roman über die Liebe, ihr Ende und das Leben danach. 207 Seiten, Knaus-Verlag, 20 Euro) in literarisch stilisierter Form nachzulesen ist.

Ob die moralischen Verfehlungen, derer nun einige offenbar der feministischen Kampagne nahestehende Aktricen den renommierten Filmproduzenten Weinstein zeihen, auch wirklich zutreffen, oder ob nicht das ein oder andere Hollywood-Sternchen die Gunst der Stunde nutzen will, sich schlicht wichtiger zu machen, als es ist, ob Grimm wegen entgangener Filmrollen, ob Neid und Mißgunst, gar Verbitterung und Frigidität die wahren Motive sind: all dies werden letztlich die Gerichte zu entscheiden haben. Bis dahin gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung, das sollte auch Meryl Streep bekannt sein, die ich in "Suffragette" – nebenbei bemerkt – unerträglich fand.

Daß die Trennung und deren wenig erquickliche Details nun in der Öffentlichkeit breitgetreten werden, macht es für Weinstein kaum leichter, seine Trauer zu verarbeiten. Seit vor zwei Wochen mein neues Buch (Knaus-Verlag, 20 Euro) erschienen ist, werden auch die Umstände meiner Trennung dans le public diskutiert, was mir durchaus zusetzt, alte Narben aufreißt. Die Aufzeichnungen waren ja eigentlich bloß zur persönlichen Traumabewältigung gedacht. Der Verlag hat mich dann überredet, es auch anderen Betroffenen zur Verfügung zu stellen, Männern, die ohne Vorwarnung und aus zweifelhaften Motiven (Geldgier?) verlassen wurden. Männern wie Harvey Weinstein. Ich habe dem schweren Herzens zugestimmt, denn Schweigen wäre das falsche Signal gewesen. Bald kommt die englische Übersetzung des Buches. Vielleicht wird es ja verfilmt.

Liebe Leser!

Bevor ich auf die jüngsten Provokationen linker Leseratten auf der Frankfurter Buchmesse eingehe, darf ich Ihnen eine erfreuliche Mitteilung machen: Wie mir der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gerade bestätigte, werde ich ab sofort Direktor der Frankfurter Buchmesse. Als Geschichtslehrer und Freund deutscher Kultur macht mich das sehr stolz! Ich bedanke mich bei meinem Vorgänger Juergen Boos für die reibungslose Übergabe. Wir haben bereits in den vergangenen Tagen sehr eng zusammengearbeitet. Auch zu Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ist das Verhältnis rechts... Verzeihung, ich meine: recht gut.

Lassen Sie mich an dieser Stelle noch einmal unsere gemeinsame Erklärung vom Wochenende zitieren: "Die Frankfurter Buchmesse lebt von der Vielfalt der Meinungen und ist ein Ort des freien Dialogs." So ist es! Nur die linksverdorbenen Radikalspinner haben das leider immer noch nicht verstanden. Aber ich versichere Ihnen: Das werden die Stinkelinken noch lernen! Dafür werde ich mich als neuer Direktor einsetzen.

Erste Konsequenzen habe ich schon gezogen: Weil die gewaltbereiten Linksextremen uns am Wochenende so provoziert haben, werden wir 2018 ihre Buchverlage nicht mehr einladen und ihre Buchmessefeiern verbieten. Aber ich habe noch weitere Ideen. Das Ziel ist die totale Buchmesse! Und auch Bücherverbrennung darf in einer lebendigen Demokratie kein Tabu sein. Glauben Sie mir: Dafür müssen wir nicht bis zum 10. Mai oder bis zur nächsten Buchmesse warten. Es gibt – das wissen wir aus der deutschen Geschichte – auch andere schöne Anlässe. Ich kann mir zum Beispiel den 9. November ganz gut vorstellen.

In diesem Sinne: Rechts herzlichen Dank!

Ihr Joseph B. Höcke

PS: Gastland der Buchmesse 2018 wird das Deutsche Reich sein.

Ein Gastbeitrag von Peter Sloterdijk

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Germania im Herbst 2017. Am Wochenende tänzelt man mit einem Gläschen Prosecco, halbnackt und ein Liedchen von Napalm Death trällernd, durch seine Villa in Karlsruhe und erfreut sich an der Einsicht, daß Deutschland die ruhige Kraft in Europa bleibt. Am Montagmorgen wacht man auf und hat nicht nur einen metaphysischen Brummschädel, sondern auch eine Anzeige wegen Ruhestörung am Hals. Mit anderen Worten: Wir stecken in der "Krisis" (Husserl). Auf dem politischen Feld nimmt diese eine Form an, die mein Reitlehrer Julian Nida-Rümelin vermutlich als Gefangenendilemma beschreiben würde. Und zwar folgendermaßen: 

Cem Özdemir und Christian Lindner werden getrennt voneinander befragt, ob sie bereit sind, mit Angela Merkel zu koalieren. Ihnen ist klar: Wenn sie beide bejahen, bedeutet das ewige Schmach für sie sowie die endgültige Vernichtung für ihre Partei. Wenn sie bejahen, während der jeweils andere verneint, bedeutet das endgültige Vernichtung für sie und ewige Schmach für ihre Partei. "Na ja", denkt sich Özdemir in seinem modrigen Kellerverlies, "verdient hätten die Grünen es ja schon – allein wegen der unsäglichen Göring-Eckardt." Aber lethargokratisch, wie er ist, kann er sich letztlich ebensowenig zu einem Ja durchringen wie Christian "Smartpopo" Lindner. 

Moral des Ganzen: Die Wacht am Nein steht treu und fest. Die thymotische Machtergreifung findet nicht statt. Und mein ehemaliger Assistent Marc Jongen eignet sich weder zum transitorischen noch zum transhistorischen Führer. Oder können Sie sich vielleicht eine verfassungsfeindliche Organisation vorstellen, die aus lauter Jongen-Jungen besteht?

Es bleibt also erneut alles beim alten. Go, GroKo, go – ohne Martin, ho, ho, ho! Merkel-Faktor Forever, Forever Faktor Merkel. Bzw. MFFFFM! 

Herzlichst
Ihr Peter Sloterdijk

PS: Grüße gehen raus an meine Fans im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar, vor allem den Japaner. Keep up the good work und YOLO, Leute!

Ein Kommentar von TITANIC-Online-Chef Moritz Hürtgen

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitdeutsche unter 30,

wir müssen chatten. Die Alternative für Deutschland, die in den letzten vier Jahren langsam aus dem Nichts kam, zieht mit über 13 Prozent in den Bundestag. Der Schock sitzt tief. Ich habe seit gestern um 18 Uhr keinen Bissen mehr heruntergekriegt – #lowcarb #nocarbaftersix. Rassismus, Faschismus, Rechtsradikalismus: dafür steht die AfD. Wir kennen diese Begriffe, aber sie sagen uns nicht viel. Mit dem Dritten Reich haben wir nichts am Hut. Politisch nicht, und in Sachen #interiordesign sind die 50er ergiebiger. Auch modisch ... sagen wir es so: Mit einer SS-Uniform von Boss würde man in der Kleiderkreisel-App keinen schnuckligen Blumentopf aus Bambus gewinnen. Höchstens erobern! Wie kann man Fremde hassen und daraus ein politisches Programm stricken? Wir #instatraveln um den Globus, halten unsere Eindrücke fest. Stories, die sich unsere Enkel später einmal anschauen müssen. Wir sind #loveroflife und wollen die ganze Welt umarmen. Doch wer wählt dann überhaupt den Haß der AfD?

Die Antifa hat jahrzehntelang Rassismus bekämpft, damit ihr es nicht müßt

Es sind die Alten. Immer die Alten! Wer wollte den Brexit? Die Alten. Wer hat Trump gewählt? Die Alten. Wer zahlt unsere Innenstadtmieten? Unsere Alten. Und wo sitzen die meisten Alten? Im Osten. In den "neuen" Bundesländern, die schon älter sind als der Großteil von uns. Welpenschutz für alte AfD-Wähler? Es piept wohl!

Ich bin 28. Ich stand nach der Wiedervereinigung auf der richtigen Seite (Westen). Wir sind zwischen 20 und 30. Wenn es nach uns ginge, hätte die AfD erst in 20 bis 30 Jahren etwas zu sagen. Wir müssen uns unser Land und unser Internet zurückholen, wir müssen Gauland jagen. Koste es Datenvolumen, was es wolle! Meine Aufmerksamkeit dürfte sich noch über eine gute Woche spannen. Und Eure?
#REVOLUTION

Klaas Heufer-Umlauf ist dem Fernsehpublikum vor allem als einer von zwei Eseln bekannt. Nun versucht er sich an einer eigenen Polittalkshow. Doch kann der 33jährige wirklich mehr als nichts?

TITANIC: Herr Heufer-Umlauf ...

Heufer-Umlauf: Bitte, sagen Sie ruhig Klaas!

TITANIC: Herr Heufer-Umlauf, Sie moderieren bei Pro-7 die neue Sendung "Ein Mann, eine Wahl", in der Sie sich mit Spitzenpolitikern unterhalten. Sind Sie nervös?

Heufer-Umlauf: Ja, ich habe ehrlich gesagt ein bißchen Bammel, daß die Leute jetzt merken, wie doof ich bin, wenn neben mir kein Armleuchter mehr sitzt.

TITANIC: Ziel der Show soll es u.a. sein, junge Wahlberechtigte für Politik zu begeistern. Warum ist Ihnen das wichtig?

Heufer-Umlauf: Nun, wer nicht zur Wahl geht, der stärkt damit bekanntlich indirekt kleinere Parteien, z.B. Rechtsradikale. Deshalb animiere ich die Zuschauer, zur Urne zu marschieren, damit sie diese Parteien dann dort direkt unterstützen können.

TITANIC: Woher rührt die Politikverdrossenheit?

Heufer-Umlauf: Schauen Sie sich doch um, die Leute verblöden: Im Fernsehen läuft ausschließlich Mist. Da sieht man nur noch depperte Typen, die sich in hirnlosen Wettkämpfen messen, talentfreie Nullen, die sich gegenseitig Streiche spielen, oder Dämlacks, die am Pokertisch sitzen.

TITANIC: Jüngst haben Sie Helene Fischer dazu aufgefordert, bei Konzerten in puncto Flüchtlingskrise öffentlich Stellung zu beziehen. Sie selbst machen ja nicht nur im Fernsehen, sondern auch als Musiker keine gute Figur. Neigen Sie zu politischen Statements bei Auftritten Ihrer Band "Gloria"?

Heufer-Umlauf: Ja, auf jeden Fall! Leider haben wir in der Regel keine zahlenden Gäste und die Techniker können meine Parolen schon auswendig mitsprechen.

TITANIC: Sie sind Fürsprecher der SPD. Wieso das?

Heufer-Umlauf: Ich habe meinen Zivildienst in der geriatrischen Abteilung des Klinikums Köln geleistet. Seither faszinieren mich Siechtum und Vergänglichkeit. 

TITANIC: Als Ihre letzte Show zu Ende ging, wurde das in weiten Teilen der Bevölkerung begrüßt. Nicht wenige meinten, sie würden lieber sterben, als jemals wieder eine Sendung mit Ihnen sehen zu müssen. Andere Urteile waren weniger wohlwollend.

Heufer-Umlauf: Echt? Wer hat denn so was gesagt?

TITANIC: Wir, Herr Heufer-Umlauf, danken fürs Gespräch.

Ende August greift Ex-Verteidigungsminister und CSU-Legende Karl-Theodor zu Guttenberg mit mehreren Auftritten in den Bundestagswahlkampf ein – und schon spekulieren die Medien über ein Comeback. TITANIC hat nachgefragt.

TITANIC: Guten Tag, Herr Guttenberg! Sie machen wieder Wahlkampf für die CSU. Was ist Ihre wichtigste Botschaft an die Wähler?
Guttenberg: Die Wahrheit. Nach den ganzen Skandalen der letzten Zeit wollen die Leute wieder ehrliche Politik. Deshalb steht das bei meinen Auftritten im Mittelpunkt.

TITANIC: Die Medien spekulieren derzeit über Ihr Comeback.
Guttenberg: Ach, die schreiben nur voneinander ab. Ganz üble Masche.

TITANIC: Dann ist also...
Guttenberg: Außenminister!

TITANIC: Bitte?
Guttenberg: Sie wollten doch fragen, welchen Ministerposten ich mir zutrauen würde, oder? – Also: Außenminister auf jeden Fall! Aber auch Finanzminister! Und Bundeskanzler selbstverständlich! Bildungsminister würde ich aber nicht machen. Wäre eher was für meine Frau. Und mein Vater könnte Gesundheits-, Frauen- und Jugendminister werden. Und mein Hund Pipo von und zu Gut...

TITANIC: Schon gut, schon gut... Anderes Thema: Als Minister sind Sie über die Plagiatsaffäre gestolpert. Wie beurteilen Sie diese heute? Haben Sie damals Fehler gemacht?
Guttenberg: Aber klar doch! Ich hätte niemals zurücktreten müssen. Und ich hätte Giovanni di Lorenzo dieses bescheuerte Interview nach meinem Rücktritt nicht geben sollen. Ein furchtbarer Typ. Schmierig, eitel, geltungssüchtig. Nie wieder!

TITANIC: Sie haben nach wie vor viele Bewunderer. Viele trauen Ihnen Großes zu.
Guttenberg: Ich versichere Ihnen hiermit in aller Bescheidenheit: Das will ich auch hoffen!

TITANIC: Aber hat jemand wie Sie auch Schwächen? Kennen Sie z.B. so etwas wie die Angst vor dem weißen Blatt?
Guttenberg: Allerdings. Bei mir ist es jedoch die Angst vor der weißen FAZ. Oder der weißen "Süddeutschen Zeitung".

TITANIC: Herr Guttenberg, vielen Dank für das Gespräch.
Guttenberg: Gerne. Und? Wie war ich? War großartig, oder? – Oh, das Aufnahmegerät läuft noch...

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Dominik Bauer (Hrsg.): "Trump Countdown-Kalender Teil 1"
Nur noch 1361 Tage bis zum Ende seiner Amtszeit. Am 29. April 2017 ist Donald Trump 100 Tage im Amt - somit endet seine Schonfrist und der Präsidentschafts-Countdown kann offiziell beginnen.
Herausgeber Dominik Bauer hat diesen einzigartigen Wochenkalender zusammengestellt, mit vortrefflichen Beiträgen von BECK, Uwe Becker, Jan Böhmermann, Gideon Böss, Tim Feicke, Leo Fischer Burkhard Fritsche, Torsten Gaitzsch, Greser & Lenz, Katharina Greve, Severin Groebner Thomas Gsella, Gerhard Haderer, Hauck & Bauer, Michael Holtschulte, Frank Hoppmann, Rudi Hurzlmeier, Oli Hilbring, Moritz Hürtgen, Kittihawk, Dorthe Landschulz, Mario Lars, Til Mette, Denis Metz, OL, Martin Perscheid, Ari Plikat, Rattelschneck, Hannes Richert, Leo Riegel, Stephan Rürup, Ralph Ruthe, Schilling & Blum, Roland Scholle, David Schuh, Martin Sonneborn, Mark-Stefan Tietze, Friedemann Weise, Ella Carina Werner, Heiko Werning, Ruedi Widmer, Valentin Witt, Tim Wolff, Miriam WursterHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 19.10.:

    "Der Standard" über Baby-Hitlers juristische Möglichkeiten und Erfolgsaussichten.

Titanic unterwegs
20.10.2017 Berlin, Theater am Kurfürstendamm
  Max Goldt
20.10.2017 Merzig, Buchhandlung Rote Zora
  Thomas Gsella
20.10.2017 Potsdam, Freiland
  Gerhard Henschel
21.10.2017 Berlin, Festsaal Kreuzberg
  »Deniz raus!«-Cartoon-Soli-Lesung

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Briefe an die Leser

 Rote Karte, Arne Friedrich!

Auf Twitter tweetetest Du jüngst: »Ich unterstütze Angela Merkel, weil sie Spielmacherin unserer Wirtschaft ist. Und du?« Wenn du das Thema schon anstößt, spielen wir den Ball natürlich gerne zurück: Kaum jemand kennt das Spiel so gut wie sie, taktiert gekonnt auf dem Feld, das sich Europa nennt. Sie schießt zwar nicht selbst, aber aus dem Rückraum heraus gibt sie präzise geschlagene Vorlagen, so daß am Ende gekonnt versenkt wird – im Mittelmeer.

Winkt aus dem Abseits: Titanic

 Herr Professor Borwin Bandelow!

Als Psychiater und Angstexperte mit Medienaffinität wußten Sie in einer Diskussionsrunde zum Thema Populismus in der Dresdner Frauenkirche genau über die Wirkung von Narzißten Bescheid: »Man fragt sich auch, warum früher die jungen Menschen die Beatles sozusagen so verehrt haben, daß das nicht mehr mit Vernunft erklärbar war, das sind genau die gleichen Mechanismen im Gehirn, die auch dann stattfinden, wenn Trump in den USA von diesen fly over states gewählt wird.«

Da wollen wir Ihren schlichten Mechanismen im Gehirn, Bandelow, jetzt nicht den Unterschied zwischen verbindender Begeisterung für friedliebende Musik und dem Jubelgeschrei für spaltende Faschisierer erklären. Und schon gar nicht, wie Vernunft die eine Begeisterung zulassen und die andere unterbinden kann. Statt dessen haben wir ein paar Anspieltips für das laut Ihnen so wichtige Belohnungssystem im Gehirn: Strawberry fields forever, Come together und vor allem Let it be!

Wants to hold your hand: Titanic

 Hans-Peter Bartels!

In Ihrer Eigenschaft als Wehrbeauftragter des Bundestages forderten Sie nach Ermittlungen gegen Elitesoldaten wegen des Zeigens des Hitlergrußes »mehr Zeit für Menschenführung«, denn in dieser Zeit könnten Vorgesetzte die Soldaten besser »gegen falsche Nazivorbilder immunisieren«. Die richtigen Nazivorbilder sind aber weiterhin kein Problem, nicht wahr?

Kann sich die Seminare zur Menschenführung in der Generalfeldmarscharschall-Rommel-Kaserne schon vorstellen: Titanic

 Sie wiederum, Wahlbeobachter Oliver Georgi,

haben bereits vorher für Faz.net gewußt, wie und warum es ausging, wie es ausging: »Noch vor wenigen Monaten war Martin Schulz der gefeierte Hoffnungsträger der SPD, jetzt haben manche eher Mitleid mit ihm. Woran liegt das? An ihm selbst – aber nicht nur.« Und haben diese sackstarke Analyse mit fünf Thesen begründet – die wir nicht gelesen haben. Könnte aber eine davon gewesen sein, daß der SPD-Mann zuviel leeres Geschwätz produziert hat? Nein? Nun gut, wir kamen darauf, weil: Noch vor wenigen Jahren galt das Politikressort der FAZ als Qualitätsjournalismus, jetzt haben wir eher Mitleid mit ihm. Woran das liegt? An ihm selbst – aber auch daran, daß noch vor einiger Zeit Sinn der wesentliche Inhalt von Sätzen war, Wörter jetzt aber nichts mehr bedeuten. Woran das liegt? Sie, Georgi, werden nie darauf kommen!

Hoffnungslose Grüße Titanic

 Nicht schlecht, Claus Strunz!

Da wurde Ihnen nach dem »Kanzler-Duell« Ihre AfD-affine Abschiebegeilheit vorgeworfen, dabei hatten Sie schon Tage zuvor im Duell der kleinen Parteien Ihre strunzschlaue Fickrigkeit vorgeführt und sich in den Augen jedes nicht von Sat.1 Geschädigten für weitere öffentliche Auftritte disqualifiziert: mit ihrer Frage, ob Katrin Göring-Eckardt sich sexuell zu Christian Lindner hingezogen fühlt.

Denn: Natürlich! Wer tut das nicht? Und da Sie ohnehin den Arsch bereits so weit offen haben …

Na, wie wär’s? Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Frage

Sollte man sich wundern, wenn auf dem Spielplatz nur fünf Kinder hin und her tollen, auf den Bänken aber dreizehn Erwachsene sitzen?

Konstantin Hitscher

 Hab mir was gegönnt

Beim Ausprobieren eines neueröffneten Schnellrestaurants stellte ich fest, daß die Burritos dort zwar exzellent, die dazu gereichten Chips jedoch leider wie schweißgetränktes Heu schmeckten, weshalb ich mir vornahm, beim nächsten Mal keine Beilagen mehr zu ordern. Dieses Vorhaben beim zweiten Besuch umsetzend, fiel mir auf, daß der Menüpreis für einen Burrito mit Getränk und Chips niedriger war als jener, den ich schließlich für dasselbe ohne Chips bezahlte. Das war es mir aber auch wert.

Cornelius W. M. Oettle

 Orthopädische Weisheit

Besser ein Hohlkreuz als gar nicht religiös.

Dorthe Landschulz

 Beruhigend

Das erste Jahr Arbeitslosigkeit fühlt sich in bezug auf die Eß- und Trinkgewohnheiten sowie den Schlafrhythmus auch nicht anders an als das 12. Semester Soziologie.

Matthias Stangel

 Schwungtatschen, das

Hierunter versteht man die ausladenden, überschießenden, zu gleichen Teilen verärgert, verzweifelt und verkrampft um Eleganz bemüht wirkenden Bewegungen, mit denen ältere Menschen ihre Smartphones bedienen.

Robert von Cube