Newsticker

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Aus Eugen Egners Püppchenstudio

Beim Pferderennen


 

Zu einer Zeit, da ich tiefgreifende Erkenntnisse hatte wie beispielsweise die, daß Tankstellen für gewöhnlich keine Schnurrbärte zum Kauf anbieten, zu einer solchen Zeit, sage ich, wollte ich einen Roman schreiben. Mein Thema war folgendes: Ein Mann ohne Schnurrbart kauft auf einem Trödelmarkt oder sonstwo ein altes, verschlossenes Tagebuch ohne den dazugehörigen Schlüssel. Daheim überlegt er, wie das Tagebuch zu öffnen sei, sucht auch sein gesamtes Zimmer nach dem Schlüssel ab (vergebens) und beseitigt das Hindernis zuletzt gewaltsam mit einer Blechschere. Auf den nunmehr zugänglichen Seiten findet er außer dem aufs Vorsatzblatt geklebten Schlüssel die Aufzeichnungen einer ihm völlig fremden Frau. Wie der Mann bei der Lektüre verblüfft feststellen muß, ist er seinerzeit der Lebensmittelpunkt der Schreiberin gewesen, ohne etwas davon zu ahnen. Leider war ich nicht in der Lage, diese Idee auf dreihundert bis eintausend Seiten abzuhandeln. Nach einer halben war ich es leid und schwor dem Schreiben endgültig ab. Bis zum heutigen Tage habe ich nie wieder etwas geschrieben.

 


 

Zukunftsperspektive
Tankstellen belagern, bis es dort Schnurrbärte zu kaufen gibt.

 


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Weihnachten in Wuppertal-Ost


 

Die Erfüllung der Forderung

Stattdessen machte ich einfach weiter. Ich lief durch die Straßen, durch die ich vor vierzig und mehr Jahren gelaufen war, und wunderte mich, daß ich nicht dieselben Leute wie damals traf. In einer Seitenstraße traf ich den Kosmos. Zuerst erkannte er mich nicht, denn ich trug neue Schuhe. Sobald er aber meine Verkleidung durchschaute, wurde er zutraulich. „Habe ich erwähnt, daß der Himmel wieder meine Hose getragen hat?“ fragte er. Darauf mochte ich nicht eingehen, weil ich fürchtete, in etwas hineingezogen zu werden, das mich erstens nichts anging, und mir zweitens gewiß nur Ärger einbrachte. „Ich muß weiter“, sagte ich schnell und ließ den Kosmos stehen. Zweifellos hatte ich rüde an ihm gehandelt, aber was ging mich seine Hose an!
Zwei Blocks weiter passierte ich das Haus, in dem der Heide Sondermann wohnte. „Der Heide Sondermann baute die Sondermann-Orgel im Biertunnel“ wird immer behauptet, jedoch möchte ich mich nicht dazu äußern, denn wir leben längst in Verhältnissen, die keine freie Meinungsäußerung mehr zulassen. Jemand sah aus einem Fenster in der ersten Etage und lud mich ein: „Kommen Sie doch herein!“ Ich war noch nie gut im Identifizieren von Menschen, eventuell hatte ich es jetzt mit einem weiblichen Exemplar zu tun. Laut Handbuch konnten die Körpermerkmale so gedeutet werden, daher will ich im folgenden vorsichtshalber Worte wie „sie“ und „Frau“ verwenden.
Es ist beileibe nicht originell, wenn ein Passant zum Betreten eines ihm fremden Hauses eingeladen wird. Dergleichen dürfte in zahllosen Geschichten vorkommen, allerdings bin ich da auf Vermutungen angewiesen, denn ich kenne keine Geschichten. Ich vermute zudem, daß ich schließlich in einer sogenannten Küche landete. Die Frau, die mich hereingebeten hatte, saß am Tisch und beachtete mich nicht. Unerschütterlich aß sie die stärksten Fleischsorten, ohne Rücksicht auf mein zartes Gemüt zu nehmen. Einer schlechten Angewohnheit nachgebend, versuchte ich, eine Konversation zu eröffnen. „Fleisch wird zum Welterbe erklärt“, war alles, was mir einfiel. Darauf erfolgte keine Reaktion. Ich versuchte es also anders: „Sie essen, als hätten Sie einen zweiten Magen draußen in den Bäumen.“
„Das hätte mein Doktorvater sagen können“, meinte die Frau, „er hat auch immer gesagt: ‚Die Leistungsinfrastruktur muß ausgebaut werden.‘“ Jäh wurde ihr klar, daß sie berufen war, diese Forderung ihres Doktorvaters zu erfüllen. Noch am selben Nachmittag war es soweit: Zum Ausbau der Leistungsinfrastruktur stellten wir vor dem Rathaus einen selbstgebauten Kasten auf, in dem wir wochenlang schnarchend saßen.

 

 

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Mensch und Maschine


 

Eines Abends wollte ich überprüfen, ob die menschliche Spezies noch existierte, verließ mutig mein Zimmer und begab mich in den gefährlichen Raum außerhalb des Hauses. Indem ich die unter dem Begriff „Gehen“ bekannt gewordene Fortbewegungstechnik anwandte, kam ich zu einem Haus, dessen Besitzer dabei war, seinen Familiennamen in vom Weltall aus lesbaren Riesenlettern aufs Dach zu malen. Ich wollte den Mund öffnen, um ein tiefgründiges Gespräch mit ihm zu führen, da landete plötzlich ein kleines Raumschiff in dem an Zierrat reichen Vorgarten. Zwei ganz und gar irdische Kinder kamen aus einer Luke heraus und stritten eine Weile gut verständlich über typische Kinderangelegenheiten. Dann begaben sie sich an Bord zurück und flogen so schnell, wie sie erschienen waren, wieder fort. Was für ein unglaubliches Erlebnis! Wir hatten leibhaftige Außerirdische gesehen! Daß sie wie menschliche Kinder gewesen waren, fand ich zwar enttäuschend, aber immerhin – es gab sie! Aufgeweichten Verstands kreischte ich von kosmischer Offenbarung und Anbruch eines neuen Zeitalters. Der sein Dach beschriftende Mann erklärte mir lachend, das alles sei nur inszeniert worden, um mich darauf aufmerksam zu machen, daß meine Krankenversichertenkarte in wenigen Tagen ablaufen würde.

 


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Der Besuch der beiden älteren Damen
(stark bereinigte Fassung für das Püppchenstudio)

Ich will hier doch ein wenig genauer ausführen, wie es seinerzeit war, als uns die beiden älteren Damen besuchten. Der Musikologe de Witt hatte mich nach dem Frühstück gebeten mitzuhelfen, ein von ihm selbst entwickeltes und gebautes Gerät auf Rollen kreuz und quer über die Insel zu ziehen.
Laut singend bahnten wir uns einen Weg durch das hohe Gras. De Witts unverwechselbarer Diskant tönte über die ganze Insel, mein in den Mitten etwas topfiger Knabensopran nur über zwei Fünftel der Landmasse. „Wir müssen wahnsinnig sein“, merkte de Witt in einer stillen Minute an. Das beruhte auf präziser Beobachtung.
Gegen Mittag kamen wir wieder bei dem einzigen Gebäude auf der Insel an. Wir wollten uns soeben die Hände waschen gehen, da ereignete sich die Ankunft der beiden älteren Damen. Der Vorgang wird an verschiedenen Stellen unterschiedlich dargestellt, hier liest er sich jedenfalls folgendermaßen:
Die eine der beiden älteren Damen trug zwei schwere Koffer, die andere eine Art Angel, an der eine Mohrrübe hing.
„Hallo, Las Vegas!“ riefen beide Frauen. „Hier ist nicht Las Vegas“, entgegnete de Witt, um Sachlichkeit bemüht. Die Damen protestierten: „Wie kann hier nicht Las Vegas sein? Wir sind immer genau der Mohrrübe gefolgt!“
Was aber wollten die beiden älteren Damen? Nach eigener Aussage wollten sie „den Kantatennotstand in Las Vegas lindern“. Es gab infolgedessen einiges Durcheinander. Ich versuchte, alles als Sinnestäuschung hinzustellen, doch nützte das nichts. De Witt, einige Jahre älter als ich und wesentlich intelligenter, rettete die Lage zuletzt, indem er den beiden älteren Damen vormachte, wovon Karajan nicht zu träumen gewagt hätte.

 


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Für den Fall, daß seitlich die Haare abstehen, gibt es jetzt ein (außergerichtliches) Mittel, wodurch die Sache für Außenstehende zu einer optischen Täuschung erklärt wird.

 


 

Es war wie in einer Komödie der Krankenkasse.

 


 

Mein Vater empfing mich ungewohnt fröhlich mit den Worten: "Heute ist das Böse aus der Welt verschwunden. Großmutter hat dem Teufel ein Leids getan."

 


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Vom Nutzen der Kinderarbeit

Meine Familie betrieb am Stadtrand eine kleine Bahnlinie, ein staatlich subventioniertes Prestigeobjekt. Auf dem Schienenoval von etwa zwei Kilometern Gleislänge fuhren keine Personen- oder Güterzüge, vielmehr drehte eine ferngesteuerte Diesellokomotive dort ihre Runden, damit sich Lebensüberdrüssige von ihr die Köpfe abfahren lassen konnten. Zum Wohle der Lokomotivführer auf den regulären Strecken war diese Spezialbahn gebaut worden, deren ganzer Transportcharakter ausschließlich in der Beförderung vom Leben zum Tode bestand. Die Sache wurde gut angenommen, mit der Zeit entwickelte sich ein reger Suizidtourismus.
Instandhaltung sowie Reinigung von Fahrzeug und Bahnkörper oblagen der Familie. Auch ich, das Kind, hatte meinen Aufgabenbereich. Vom Schulbesuch befreit, assistierte ich meinem Großvater bei seinen täglichen Kontrollgängen entlang der Schienen. Eines Morgens fanden wir bei unserem Kontrollgang wieder einmal eine enthauptete, dem Anschein nach männliche Leiche vor.
„Geh den Kopf suchen“, wies mich der Großvater an. Als deutlich Älterer mochte er nicht so viel laufen und sich zudem noch bücken müssen. Stattdessen paffte er eine Zigarre und wartete seelenruhig auf meine Rückkehr. Aus Gründen der Sparsamkeit stellte man mir kein Tragegefäß zur Verfügung, da es regelmäßig hätte gereinigt werden und früher oder später vielleicht durch ein neues ersetzt werden müssen. Auch an jenem Morgen mußte ich daher den etwa hundert Meter weiter gefundenen, nicht sehr appetitlich aussehenden Kopf an den Haaren zu meinem Großvater tragen. Mir kam dabei die zur Grausamkeit neigende Natur des kindlichen Gemüts zugute, so daß meine junge Seele keinen Schaden nahm.
„Personalien“, lautete die nächste Anweisung. Meine flinken Hände durchsuchten die Taschen des stark reinigungsbedürftigen Jacketts und fanden nicht nur Personalausweis und Führerschein des Verstorbenen, sondern auch einen handgeschriebenen Abschiedsbrief. „Vorlesen“, verlangte mein Großvater. Mit glockenreiner Stimme trug ich vor, was der Unglückliche vor seiner Verzweiflungstat zu Papier gebracht hatte. Etwas holprig und sowohl von Orthographie als auch Interpunktion her nicht immer einwandfrei wurde die Geschichte einer fatalen Liebschaft umrissen (der Mann hatte offenkundig keinen Lektor gehabt, der mit ihm den Text hätte durchgehen und verbessern können). Es war von einer namentlich genannten Frau die Rede, die mittels angeblich unvorstellbar teuflischer, jedoch nicht näher beschriebener Machenschaften ihr Opfer seelisch wie materiell ruiniert habe, so daß diesem nur noch ein Ausweg bleibe. Mein Großvater hörte schweigend zu. Mich machten diese Anklagen höchlichst neugierig auf die Frau, deren Namen ich mir einprägte. Ich wollte unbedingt Genaueres über ihre Teufeleien erfahren und beschloß einen Selbstversuch durchzuführen, sobald ich die nötigen Voraussetzungen dazu erfüllte.

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Kompliziert, Ann-Kathrin Büüsker (Deutschlandfunk),

ist es schon mit diesem Europa, das verstehen wir. Wo endet die EU, wo der Kontinent, wo die europäische Idee? Aber dass der Ukraine-Konflikt ein »Krieg vor Europas Türen« sein soll, das hat uns dann doch ein wenig stutzen lassen.

Empfiehlt Diercke: Titanic

 Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Sie machen es uns aber auch zu einfach: »Ich verwende keine gendergerechte Sprache, weil der ganze Quatsch entsetzlich aussieht und bürokratische Ungeheuer gebiert, die den Lesefluss stören.«

Nein, über dieses Stöckchen werden wir jetzt nicht springen, möchten aber noch auf den Satz eingehen, den Sie in der »Zeit« im Rahmen der jüngsten Pseudodebatte nachschoben: »Mir ist noch keine einzige gescheite Frau begegnet, die sich dieses Unfugs befleißigt.«

Sehen Sie, Frau Lewitscharoff, Ihnen ist schlicht noch keine einzige gescheite Frau begegnet, Punkt. Weil gescheite Frauen eben dies sind: gescheit genug, um Ihnen aus dem Weg zu gehen.

Genau wie Titanic

 Ernsthaft interessiert, Julian Reichelt (@bild),

sind wir ausnahmsweise an Ihnen. Denn uns treiben diese Fragen um: Weshalb möchten Sie, der Sie zur Erringung der Diskurshoheit über Leichen gehen, diese zudem schminken und ausstellen, unbedingt auch noch als moralische Instanz wahrgenommen werden? Weshalb nutzen Sie »trauernde Mütter« zur Reinwaschung Ihres zynischen Treibens? Glauben Sie wirklich, eine integre Person zu sein?

Herrje, so wenig Selbstreflexion besitzt doch nicht mal Donald Trump. Stehen Sie zu Ihrem Arschlochtum, Mann!

Dann sieht Ihr Lächeln vielleicht auch einmal nicht aus wie die mühsame Simulation menschlicher Gefühle eines Psychopathen!

Ihre besorgten Mütter auf der Titanic

 Franklin Templeton!

Du bist eine Frankfurter Investmentgesellschaft und wirbst im Wirtschaftsfernsehen so: »Nutzen Sie jeden Meilenstein als Sprungbrett!« Wär’s aber nicht andersherum, hm, gesünder?

Aua: Titanic

 Eure Eminenz Kardinal Gerhard Ludwig Müller!

Was Sie alles wissen: »Homophobie existiert einfach nicht, sie ist eindeutig eine Erfindung, ein Instrument totalitärer Herrschaft über den Geist anderer.«

Sie meinen also, Homophobie ist so etwas wie – Gott?

Kriegt man als Kurienkardinal eigentlich auch mal eine Kur verschrieben? Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Eissalon

Von meinem Date im Eissalon für alle hörbar zurechtgewiesen worden: »Du weißt aber schon, dass Schlumpf-Eis nicht die politisch korrekte Bezeichnung ist?!« – Sex war dann später auch nicht so toll.

Linus Volkmann

 Der Rauchmelder

Unangenehm: Die zwei Jahre, die man nach der Geburt des Babys braucht, bis man endlich einen Rauchmelder für das Kinderzimmer kauft. Horror: Die Zeit danach, in der die noch ungeöffnete Rauchmelderschachtel täglich für schlechtes Gewissen sorgt. Erlösend: Wenn das Kind kurz darauf verkündet, jetzt könne man den Rauchmelder auch nicht mehr anbringen, schließlich würde es schon seit Monaten in seinem Jugendzimmer rauchen.

Felix Scharlau

 Bei der Firmenfeier

»Musst du Insulin spritzen?«
»Nee, das is ’ne E-Zigarette.«

Julia Mateus

 Von gestern

Gegen die fast völlige Abwesenheit von Frauen bei »Sketch History« (ZDF) kann man nichts sagen. Schließlich gab es in der Vergangenheit kaum Frauen.

Miriam Wurster

 Porträtschreiber

Ich habe ein neues, wunderschönes, aber auch gefährliches Hobby. Ich setze mich auf die Straße und biete an, das Gesicht von Menschen in einem kleinen Text zu beschreiben. Leider scheint es vielen Menschen leichterzufallen, eine Zeichnung ihrer mies geformten Visage zu ertragen als eine Beschreibung wie »heimtückisch schielende Augen einer mir nicht bekannten Farbe sitzen nervös glotzend über einer delligen Rübennase, die dem reizlosen Gesamteindruck etwas liebenswert Humoristisches verleiht …«.

David Zauner

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 12.07.:

    Die "Wuppertaler Rundschau" berichtet über Verleihung des Von der Heydt-Kulturpreises an Eugen Egner.

  • 06.07.:

    Die "Taz" und die Literaturzeitschrift "Am Erker" besprechen Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 03.07.:

    Torsten Gaitzsch plädiert in der Taz für die Wiederansiedlung der Dinosaurier.

  • 28.06.:

    Georg Seeßlen bespricht für den "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 21.06.:

    Das NDR-Medienmagazin "Zapp" hat die TITANIC-Redaktion für einen Beitrag über Twitterfakes besucht.

Titanic unterwegs
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr
19.09.2018 Dortmund, Subrosa Daniel Sibbe u.a.