Newsticker

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Filialzerrüttung  (2. Teil der Wiederholung vom 30. September 2012)

Ich ging schnell nach Hause, packte das Nötigste zusammen und machte mich zu Fuß auf den Weg (Fahrtkosten hätte ich selbst tragen müssen). Umständehalber übernachtete ich in Waldhaushalten, nahm dort auch meine Mahlzeiten in nicht selten kochtopfstarrenden Küchen ein. Nach kaum mehr als zwei Monaten kam ich am Ziel meiner Geschäftsreise an. Weisungsgemäß suchte ich unsere Filiale auf. In einer der namenlosen Straßen fand ich den Namen unserer Firma auf einem Klingelschilder. Die Haustür war nur angelehnt. In dem uralten, dunklen Treppenhaus stieg ich zum zweiten Stockwerk empor und läutete an der Etagentür, die ebenfalls nicht geschlossen war. Niemand antwortete, kein Geräusch war zu hören außer denen meines Verdauungsapparates. Wie es wohl viele an meiner Stelle getan hätten, rief ich „Hallo?“ und trat vorsichtig ein. Nichts. Ich ging von Tür zu Tür, klopfte an und sah in die Büroräume. Sie waren leer, nur in einem hing Wäsche, die offenbar nie trocknete. Das handschriftlich auf einem Schild notierte Aufhängedatum lag über ein Jahr zurück.
Was nun? Ich log einen Arbeitsbericht zusammen, um ihn an die Hauptverwaltung zu schicken: Der Filialleiter beherrscht lediglich den Satz „Ich enthalte Sulfite“. Die eingehende Überprüfung durch den Amtsarzt ergab eine „ganz laienhafte Psychose“, die das Finanzamt nicht anerkennen dürfte. Dem Filialleiter muß rechtmäßig gekündigt werden, weil er für seine Zweitwohnung im Wald – weiter kam ich nicht. Es fiel etwas vor, wovon ich keine Vorstellung hatte.

 


Wiederholung vom 9. März 2017

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Filialzerrüttung (1. Teil)

Allmählich fragten wir uns, was in unserer Berliner Filiale los sein mochte. Die Arbeitsberichte, die wir von dort empfingen, waren schon seit längerem keine Arbeitsberichte mehr, sondern bestürzende Zeugnisse mentaler Zerrüttung. Hier ein schlimmes Beispiel:
Eine unserer Arbeitnehmerinnen hatte neben einer im Ort Berlin angemieteten Wohnung einen eigenen Hausstand im Wald. Sie mußte, wie sie auf Befragen zu Protokoll gab, schulische Probleme wahrnehmen und machte daher Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung geltend, die Finanzamt und Finanzgericht jedoch nicht anerkannten. Nach Ansicht des Finanzamts (und des Finanzgerichts) fehlte im Wald eine Küche für die Anerkennung eines eigenen Hausstands. Daß obendrein ein Kochtopf fehlte, war nicht als Kündigungsgrund zu bewerten.
Und immer so weiter, seitenlang, Tag für Tag. Es ging nie um etwas anderes als Kochtöpfe und Kündigungsgründe. Für diejenigen, denen das zitierte Beispiel nicht reichen sollte, führe ich hier zur Illustration ein noch schlimmeres an:
Nach mehr als fünfundzwanzig Jahren ist die DNS der Kochtöpfe eines unserer Arbeitnehmer weitgehend identisch mit seiner eigenen. Es bestehen keine 2% Differenz mehr, genau genommen sogar bloß 1%.
Unsinn dieser Art stapelte sich mittlerweile in der Hauptverwaltung, wo ich arbeitete. Wenn man bedenkt, daß unsere Firma überhaupt nichts mit Kochtöpfen oder Kündigungsgründen zu tun hatte, sondern Marktführer im Wäsche-Segment war, kann man ermessen, wie befremdet wir waren, allen voran die Geschäftsleitung. Etwas, wovon wir keine Vorstellung hatten, mußte in unserer fernen Filiale vorgefallen sein. Also war es notwendig, eine Vorstellung davon zu bekommen. Auf daß er der Sache auf den Grund gehe und uns Bericht erstatte, wurde ein Kundschafter ausgeschickt, verschwand jedoch spurlos. Ihm folgte ein zweiter, dann ein dritter - auch von ihnen wurde nie wieder etwas gehört. So konnte es nicht weitergehen. Ich meldete mich freiwillig, um nach dem rechten zu sehen. Mein Vorgesetzter bestellte mich zu sich sagte zu mir: „Ich habe Sie nie leiden können, vielleicht werde ich Sie auf diese Weise endlich los. Suchen Sie gleich morgen unsere Filiale am Außenposten auf, nein, besser schon heute.“ Damit jagte er mich aus seinem Büro.

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Es gab bei der Regierung kein Ressort, das gezielt das Gute im Menschen förderte.

 


 

"Eckermann, lesen Sie, was auf der Wurst steht!" (Goethe)

 


 

Gedicht
O Stuhleinsamkeit,
Du vernichtest mich nicht.

 


Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Kirche, Küche, Kündigung

Gewiß würden manche an dieser Stelle lieber einen unbeschwerten Unterleibswitz lesen, doch ungeachtet dessen will ich für die gegenwärtige Generation sowie alle folgenden den nachstehenden Sachverhalt unmißverständlich darlegen:
Eine Arbeitnehmerin hatte neben einer im Ort Berlin angemieteten Wohnung einen eigenen Hausstand im Wald. Sie mußte, wie sie auf Befragen zu Protokoll gab, schulische Probleme wahrnehmen und machte daher Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung geltend, die Finanzamt und Finanzgericht jedoch nicht anerkannten. Nach Ansicht des Finanzamts (und des Finanzgerichts) fehlte im Wald eine Küche für die Anerkennung eines eigenen Hausstands. Ein Kühlschrank, ein Rasierapparat mit Fahrgestell sowie eine Mikrowelle reichten, wie es hieß, nicht aus. Der Bundesfinanzhof entschied daraufhin heimlich, daß eine doppelte Haushaltsführung auch dann anzuerkennen ist, wenn es an einer eigenen Küche fehlt, im Übrigen aber alle anderen Voraussetzungen, z.B. regelmäßiges Möbelablecken, erfüllt sind (Kasseler Modell). Wenn obendrein ein Kochtopf fehlt, ist dies nicht als Kündigungsgrund zu bewerten, wenn hingegen ein Arbeitnehmer nicht imstande ist, in deutscher Sprache abgefasste Arbeitsanweisungen (etwa „Melden und Knallmelden“) zu verstehen, kann dies aber sehr wohl Grund für eine ordentliche Kündigung sein. Dies hat das Bundesarbeitsgericht im Falle eines aus einer gespenstischen Würstchenbude stammenden Ausländers entschieden, der entlassen worden war, nachdem beim Zubettgehen festgestellt worden war, daß er die zum Zwecke der Qualitätssicherung verfassten Arbeitsanweisungen seines Arbeitgebers ("Zeichnen Sie die Büchermale Christi") nicht lesen konnte. Hierauf hatte der Arbeitgeber mit Hilfe eines von der Landesregierung gewährten Arbeitsstupendions die Kosten eines Sprachkurses übernommen, der allerdings nicht den gewünschten Erfolg brachte. Der Arbeitgeber beherrschte nach Ablauf eines Jahres lediglich den Satz „Ich enthalte Sulfite“. Außerdem legte er bei jeder Gelegenheit seinen abgelaufenen Presseausweis vor. Das war nicht im Sinne des Gesetzes (meiner Mutter hätte es auch nicht gefallen), deshalb drohte der Arbeitgeber in roter Kleidung eine Kündigung an und sprach diese letzten Endes mit Zustimmung von Kirche und Küche offen aus.
Anders verhielt es sich im Fall eines anderen Arbeitnehmers. Nach mehr als fünfundzwanzig Jahren war die DNS seiner Kochtöpfe (zu „Kochtopf“: s.o.) weitgehend identisch mit seiner eigenen. Es bestanden keine 2% Differenz mehr, genau genommen sogar bloß 1%. Nach eingehender Überprüfung durch den Amtsarzt sprach dieser im elektronischen Bundesanzeiger von einer „ganz laienhaften Psychose“, die Finanzamt und Finanzgericht nicht anerkennen würden. Dem entsprechenden Arbeitnehmer mußte rechtmäßig gekündigt werden, korrigiere: regelmäßig gekündigt werden, weil er für seine Zweitwohnung im Wald – halt, halt! Aufhören! Hier werden Steuergelder verschwendet! Dieser Text muß sofort aufhören.

 

 

Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio

 


 

Immer viel und stark essen

Vermutlich stoffwechselbedingt muß ich mir fast pausenlos feste und flüssige Nahrung zuführen, das pure Existieren bedeutet für mich einen enormen Energieaufwand. Versuche ich dann noch, irgendetwas zu tun oder gar zu denken, befällt mich körperliche und geistige Schwäche, die sofortiges Essen erfordert. Diese Disposition hat mit dazu geführt, daß mein Leben bereits früh eine klare Ausrichtung bekam. Ich habe als sehr junger Mensch darüber promoviert, wie merkwürdig es ist, daß man mit vollem Mund nicht sprechen, wohl aber essen kann. Deshalb rede ich auch nicht viel und esse um so mehr, gewissermaßen mit akademischem Überbau. Auch vertragen sich nachweislich Essen und Schreiben gut. Es mag in diesem Zusammenhang vielleicht von Interesse sein, daß ich jetzt, da ich den vorliegenden Text schreibe, mit vollen Backen kaue und zur selben Zeit mit der linken Hand dies und das in einer Pfanne zusammenrühre.

Das Vielessen scheint in unserer Familie zu liegen. Von einer entfernten Verwandten, die ich nicht persönlich kenne, hieß es immer wieder, sie habe als kleines Mädchen einmal ein ganzes Huhn verspeist. Vor dieser Leistung, falls sie tatsächlich in der überlieferten Art und Weise erbracht wurde, ziehe ich den Hut. Weder schändet Essen als solches noch entfremdet es. Ganz anders verhält es sich beispielsweise mit dem Sterben, denn Sterben entfremdet ja grundsätzlich. Gut gegen das Sterben (auch vorbeugend) ist bekanntlich das Essen, von dem der Volksmund seit Jahrhunderten weiß, daß es, und erst recht im Zusammenspiel mit dem von mir ebenfalls konsequent praktizierten Trinken, Leib und Seele zusammenhält. Schon in der Bibel steht deshalb sehr richtig: „Laßt uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot!“ Folglich stehe ich Aktivitäten wie dem Nichtessen mehr als skeptisch gegenüber.

Kommen wir zum Schluß, denn mein Pfannengericht ist fertig. Neben der eingangs zitierten gibt es eine weitere Frage, die mir häufig gestellt wird: „Sie können aber doch nicht immerzu nur essen. Lesen Sie denn hin und wieder auch mal was?“ 

Darauf kann ich leichten Herzens mit ja antworten. Ich nehme mir für unterwegs grundsätzlich ein paar Tütensuppen als Reiselektüre mit.

 


Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Die Welt fährt zur Hölle: „Einmal Kurzstrecke, bitte!“

 


 

„Ihr hattet schon das Felsenrecht.“ (Unbekanntes Zitat)

 


 

Das Wasser kam mit elektrischer Vibration aus dem Hahn.

 


 

Aus dem etymologischen Wörterbuch:

Stuhleinsamkeit
"Stuhleinsamkeit" ist ein Wort mit ca. 15 Buchstaben, von denen der erste ein "S" und der letzte ein "t" ist. Es gibt bestimmt irgendwo jemanden, dem dieses Wort etwas bedeutet.

 


Nur diese Kategorie anzeigen:Aus Eugen Egners Püppchenstudio Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen

Aus Eugen Egners Püppchenstudio


 

Meine Biographie (2. Teil)

Die Frau, die meine Biographie schreiben will, notiert sich alles. Dann greifen die Baumaßnahmen am früheren Busbahnhof allmählich auch auf die Handelsschule über, und wir fahren zu mir nach Hause, weil es da ruhiger ist. Die Biographin lernt meine in der Küche herumgeisternden Eltern kennen. Als sie ihnen Fragen nach Details aus der Familiengeschichte stellt, halten sie sich die Ohren zu und schreien.
Auch schrilles Klingeln ist zu hören, doch kommt es von der Wohnungstür. Ich gehe nachsehen. Draußen steht ein vor Jahren verstorbener Schulfreund. Besorgt frage ich ihn: „Du weißt doch, daß du tot bist?“
„Ja, ja“, antwortet er, „ich will dir nur das hier bringen.“
Ich bin entzückt: „Danke! Das habe ich seit vielen Jahren gesucht!“
Die Höflichkeit gebietet, daß ich ihn hereinbitte, um meinen Eltern und der Biographin Guten Tag zu sagen. Doch er lehnt ab: „Keine Zeit. Ich muß zurück.“ Und ich muß zurück in die Küche.

 


Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Franklin Templeton!

Du bist eine Frankfurter Investmentgesellschaft und wirbst im Wirtschaftsfernsehen so: »Nutzen Sie jeden Meilenstein als Sprungbrett!« Wär’s aber nicht andersherum, hm, gesünder?

Aua: Titanic

 Eure Eminenz Kardinal Gerhard Ludwig Müller!

Was Sie alles wissen: »Homophobie existiert einfach nicht, sie ist eindeutig eine Erfindung, ein Instrument totalitärer Herrschaft über den Geist anderer.«

Sie meinen also, Homophobie ist so etwas wie – Gott?

Kriegt man als Kurienkardinal eigentlich auch mal eine Kur verschrieben? Titanic

 Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Sie machen es uns aber auch zu einfach: »Ich verwende keine gendergerechte Sprache, weil der ganze Quatsch entsetzlich aussieht und bürokratische Ungeheuer gebiert, die den Lesefluss stören.«

Nein, über dieses Stöckchen werden wir jetzt nicht springen, möchten aber noch auf den Satz eingehen, den Sie in der »Zeit« im Rahmen der jüngsten Pseudodebatte nachschoben: »Mir ist noch keine einzige gescheite Frau begegnet, die sich dieses Unfugs befleißigt.«

Sehen Sie, Frau Lewitscharoff, Ihnen ist schlicht noch keine einzige gescheite Frau begegnet, Punkt. Weil gescheite Frauen eben dies sind: gescheit genug, um Ihnen aus dem Weg zu gehen.

Genau wie Titanic

 Kompliziert, Ann-Kathrin Büüsker (Deutschlandfunk),

ist es schon mit diesem Europa, das verstehen wir. Wo endet die EU, wo der Kontinent, wo die europäische Idee? Aber dass der Ukraine-Konflikt ein »Krieg vor Europas Türen« sein soll, das hat uns dann doch ein wenig stutzen lassen.

Empfiehlt Diercke: Titanic

 Ernsthaft interessiert, Julian Reichelt (@bild),

sind wir ausnahmsweise an Ihnen. Denn uns treiben diese Fragen um: Weshalb möchten Sie, der Sie zur Erringung der Diskurshoheit über Leichen gehen, diese zudem schminken und ausstellen, unbedingt auch noch als moralische Instanz wahrgenommen werden? Weshalb nutzen Sie »trauernde Mütter« zur Reinwaschung Ihres zynischen Treibens? Glauben Sie wirklich, eine integre Person zu sein?

Herrje, so wenig Selbstreflexion besitzt doch nicht mal Donald Trump. Stehen Sie zu Ihrem Arschlochtum, Mann!

Dann sieht Ihr Lächeln vielleicht auch einmal nicht aus wie die mühsame Simulation menschlicher Gefühle eines Psychopathen!

Ihre besorgten Mütter auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Porträtschreiber

Ich habe ein neues, wunderschönes, aber auch gefährliches Hobby. Ich setze mich auf die Straße und biete an, das Gesicht von Menschen in einem kleinen Text zu beschreiben. Leider scheint es vielen Menschen leichterzufallen, eine Zeichnung ihrer mies geformten Visage zu ertragen als eine Beschreibung wie »heimtückisch schielende Augen einer mir nicht bekannten Farbe sitzen nervös glotzend über einer delligen Rübennase, die dem reizlosen Gesamteindruck etwas liebenswert Humoristisches verleiht …«.

David Zauner

 Der Rauchmelder

Unangenehm: Die zwei Jahre, die man nach der Geburt des Babys braucht, bis man endlich einen Rauchmelder für das Kinderzimmer kauft. Horror: Die Zeit danach, in der die noch ungeöffnete Rauchmelderschachtel täglich für schlechtes Gewissen sorgt. Erlösend: Wenn das Kind kurz darauf verkündet, jetzt könne man den Rauchmelder auch nicht mehr anbringen, schließlich würde es schon seit Monaten in seinem Jugendzimmer rauchen.

Felix Scharlau

 Eissalon

Von meinem Date im Eissalon für alle hörbar zurechtgewiesen worden: »Du weißt aber schon, dass Schlumpf-Eis nicht die politisch korrekte Bezeichnung ist?!« – Sex war dann später auch nicht so toll.

Linus Volkmann

 Bei der Firmenfeier

»Musst du Insulin spritzen?«
»Nee, das is ’ne E-Zigarette.«

Julia Mateus

 Von gestern

Gegen die fast völlige Abwesenheit von Frauen bei »Sketch History« (ZDF) kann man nichts sagen. Schließlich gab es in der Vergangenheit kaum Frauen.

Miriam Wurster

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 12.07.:

    Die "Wuppertaler Rundschau" berichtet über Verleihung des Von der Heydt-Kulturpreises an Eugen Egner.

  • 06.07.:

    Die "Taz" und die Literaturzeitschrift "Am Erker" besprechen Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 03.07.:

    Torsten Gaitzsch plädiert in der Taz für die Wiederansiedlung der Dinosaurier.

  • 28.06.:

    Georg Seeßlen bespricht für den "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 21.06.:

    Das NDR-Medienmagazin "Zapp" hat die TITANIC-Redaktion für einen Beitrag über Twitterfakes besucht.

Titanic unterwegs
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr
19.09.2018 Dortmund, Subrosa Daniel Sibbe u.a.